DE60418C - Vorrichtung zum Verlangsamen und Anhalten der Bewegung der Zeigernadel elektrischer Mefsgeräthe - Google Patents
Vorrichtung zum Verlangsamen und Anhalten der Bewegung der Zeigernadel elektrischer MefsgerätheInfo
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- DE60418C DE60418C DENDAT60418D DE60418DA DE60418C DE 60418 C DE60418 C DE 60418C DE NDAT60418 D DENDAT60418 D DE NDAT60418D DE 60418D A DE60418D A DE 60418DA DE 60418 C DE60418 C DE 60418C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/02—Constructional details
- G01R11/10—Braking magnets; Damping arrangements
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neuartiges, hauptsächlich zum Messen von
Wechselströmen bestimmtes elektrisches Mefsinstrument,dessen Einrichtung vom Erfinder
so getroffen ist, dafs dadurch als neuer Effect eine ruhige Bewegung der Zeigernadel und
ein gleichmä'fsiger elektrischer Widerstand im
Stromkreise unabhängig vom Temperaturwechsel erzielt wird.
In der beiliegenden Zeichnung stellt A eine auf der Grundplatte B waagrecht befestigte
Spule mit innerer schwingender Spule A1 (punktirt Fig. 2) dar, welche auf Drehzapfen in
den Armen C ruht; mit diesen Drehzapfen sind die Schneckenfedern D und E mit ihrem
einen Ende verbunden, während sie mit ihren anderen äufseren Enden an den dfebaren
Armen G und F befestigt sind. Der obere Drehzapfen der Spule trägt eine leichte
Scheibe H mit darauf befestigter Zeigernadel L.
Der Stromkreis geht von der Polklemme 1 durch den Draht α nach Arm iy dann nach
Feder Z), Spule A1, der unteren Feder E, Arm G und Polklemme 2 vermittelst des
Drahtes b. Die Hauptspule A. ist durch Nebenschlufs mit den Polklemmen 1,2 verbunden.
Dies ist die Anordnung bei Benutzung einer Spule A von geringem Widerstände und des
Instrumentes zum Messen von Stromstärke. Soll Spannung gemessen werden, so werden
schwingende Spule A1 und feststehende (aus feinem Draht gewickelte) Spule A ungleichnamig
mit den Polklemmen 1, 2 verbunden. Der zwischen letzteren durchlaufende Strom
dreht die bewegliche Spule A1 auf ihren Zapfen, und zwar im Verhältnifs des Potentialunterschiedes
zwischen den Polklemmen, was durch den Zeiger I auf der Scala J angezeigt
wird.
Zur besseren Klarstellung der Einzeleinrichtungen sei zunächst auf die Fig. 1 ■ bis 8 verwiesen
:. Auf dem unteren Drehzapfen der Spule A1 sitzt die Scheibe 3, unter welcher
auf der Buchse 4, die auf dem genannten Drehzapfen sich befindet, ein Arm 5 sich
dreht, der zu beiden Seiten seines Drehungsmittelpunktes die gleichartig mit concentrischen
Schlitzen zur Aufnahme der Zapfen 8, 9 der Scheibe 3 versehenen gebogenen Stücke 6, 7
trägt. Diese Anordnung der Fig. 3 kann aber nach Fig. 4 und 6 auch umgekehrt und die
Scheibe 3 bei 10 und 11 geschlitzt werden,
während die in diese Schlitze eintretenden Zapfen am Arm 5 sitzen. In der Grundplatte
des Instrumentes befindet sich der Bogenschlitz 12 zur Aufnahme des senkrechten Zapfens 13
am Ende des Armes 5, Fig. 1 und 2.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung sei
unter besonderem Hinweis auf die Fig. 7 und 8 beschrieben: Während der Ruhelage des
Zeigers / befinden sich die Zapfen 8, 9 der Scheibe 3 ganz am Ende der Schlitze 6, 7 des
Armes 5 (punktirt 7). Fliefst ein Strom durch, so kann der Zeiger nicht. über die ganze Scala
geworfen werden, da die Zapfen 8, 9 gegen die gegenüberliegenden Enden der Schlitze im
Arm 5 anstofsen, so dafs sich also der Zeiger nur um die von letzteren bestimmte Entfernung
bewegen kann; derselbe nimmt dann die durch die ausgezogene Linie / bezeichnete Lage ein
(Fig. 7), nachdem er sich in der Pfeilrichtung bewegt hat. Der thatsä'chlich vom Zeiger, als
dem vorhandenen Potentialunterschied entsprechend anzugebende Punkt kann aber sehr
wohl noch weit vor dem Punkt liegen, auf welchem der Zeiger, als er am Ende der Schlitze anlangte, stehen blieb; man dreht
dann den Arm 5 mit der Hand so lange in der Pfeilrichtung weiter, wie der Strom das
Bestreben hat, den Zeiger weiter voranzuschieben, wobei die Zapfen 8, 9 ihre Lage, in
der sie gegen die Enden der Schlitze im Arme F drücken, beibehalten. Sobald aber
der Zeiger an dem den jeweiligen Potentialunterschied entsprechenden Punkt der Scala
angelangt ist, folgt er dem weitergedrehten Arm 5 nicht mehr, sondern bleibt mit einer
leise zitternden Bewegung stehen; die Lage der Zapfen 8, 9 in diesem Falle ergiebt sich
aus Fig. ι und 8. Der grofse Vorzug dieser Einrichtung besteht darin, dafs der Zeiger stets
nur um ein kleines Stück durch die plötzliche Einwirkung des Stromes vorgeworfen und nie
mit Heftigkeit gegen weit aus einander liegende Anschläge geschleudert, noch über einen
grofsen Zwischenraum hin- und herschwingen kann. Da der Arm 5 von Hand fortgeschoben
wird, so kann der Zeiger so langsam wie nur möglich und ohne heftiges Anstofsen oder
Schwingen auf den richtigen Punkt gebracht werden. . .
Wie aus den Fig. 9 und 10 ersichtlich, ist
auf dem. unteren Drehzapfen der beweglichen Spule eine Scheibe 14 mit sehr glatter Oberfläche
befestigt, gegen welche sich ein von einem leichten Metallarm 16 getragenes weiches
Lederkissen 15 anlegt. Der Arm 16 sitzt an
der Blattfeder 17, deren eines Ende an der Unterseite der Grundplatte angebracht und die
doppelt gebogen ist (Fig. 11). Eine zweite Blattfeder 17s ist ebenfalls an einem Ende an
der Unterseite der Grundplatte befestigt, während sie sich mit ihrem freien Ende unter
einem Druckknopf 18 aus Isolirmasse befindet,
der durch eine Hülse 19 in der Grundplatte hindurchtritt. Der Stromkreis geht von der
einen Polklemme nach der Feder 17 und von hier nach der Feder ιγ&, wenn die letztere
durch den Knopf 18 herabgedrückt ist, und somit durch die Spulen nach der anderen
Polklemme. ■
Beim Niederdrücken des Knopfes 18 wird
eine Berührung zwischen den Federn ij*
und 17 hergestellt und dadurch der Stromkreis durch das Instrument geschlossen. Der anfängliche
Druck und die dadurch hervorgerufene Reibung zwischen Kissen 15 und
Scheibe 14 wird indessen aufrechterhalten, bis der Knopf 18 noch weiter herabgeschoben
wird, was eine Verringerung der Reibung zur Folge hat, so dafs die Spule A1 (punktirt) sich
jetzt zu drehen vermag. Der Bewegung der letzteren wird aber immer noch durch den
verminderten Reibungswiderstand von Kissen und Spule entgegengewirkt, so zwar, dafs der
Zeiger sich nur langsam auf die anzuzeigende Stelle bewegt. Hat er diese erreicht, so wird
der Knopf 18 gänzlich hinabgedrückt und dadurch die Berührung zwischen Kissen 15 und
Scheibe 14 ganz aufgehoben und der Zeiger freigesetzt, der nun ohne Schwingung in seiner
Lage verharrt, so lange der Strom andauert.
Um auch den elektrischen Widerstand im Stromkreise ungeachtet aller Temperaturwechsel
beständig gleichmäfsig zu erhalten, ist die in Fig. 12 gezeichnete Sondereinrichtung getroffen.
.
Bei Spulen aus Kupferdraht können die Abweichungen, im Widerstände je nach der
wechselnden Temperatur sehr bedeutend sein, so dafs das Instrument fehlerhaft anzeigen
würde. Um nun diese Temperaturabweichungen erkennen zu können, ist ein Thermometer
20 angeordnet, dessen lang ausgedehntes Gefäfs dicht bei der Spule A vorbeigeht und
durch einen Reifen 21 festgehalten wird; das Thermometerrohr ist wie die Scala J gebogen
und auf deren Tragplatte parallel zur Scala befestigt, so dafs sich die Spulentemperatur
auf der Scalaplatte ablesen läfst. Eine ganze
Anzahl metallener Stromschlufsplatten, die von einander isolirt sind, sind bei 22 gezeigt und mit
0 bis o14 bezeichnet. Zwischen den einzelnen Stromschlufsplatten und den Widerstandsspulen
plp2 u. s. w. ist in der Mitte ein Umschaltungshebel
23 mit Stromschlufsfedern 24, welche auf den Stromschlufsplatten aufliegen, drehbar angeordnet. Die Widerstände liegen
im Stromkreise der feststehenden Spule A, und die Bezeichungen 0 o1 u. s. w. entsprechen der
Thermometerscala. So ist die Stromschlufsplatte ou mit 30 bezeichnet, um dem 30. Grade
des Thermometers zu entsprechen; die Stromschlufsplatte o13 entspricht dem 35., diejenige
o12 dem 40. Thermometergrade u. s. w. Befindet
sich der Arm 23 auf der Stromschlufsplatte o14, so wird der Strom im Instrument,
wie ersichtlich, durch die sämmtlichen Widerstände p]p2 u. s. w. gehen. Es sei zur besseren
Klarlegung angenommen, dafs dies der Ausgangspunkt der Temperaturen sei, und dafs
sich die Spulen wärme nun so erhöht, dafs das Thermometer eine Temperatur von 65 °
anzeigt. Dies hat einen der Temperaturzunahme von 65° entsprechenden gröfseren
Widerstand in der Spule zur Folge. Um diesen nun auszugleichen, wird der Arm 23
gedreht, bis er mit seinen Stromschlufsfedern 24 auf die Platte o7 zu liegen kommt, wodurch
also sieben Widerstände plp2 u. s. w. aus dem
Claims (1)
- Stromkreise ausgeschaltet -werden. Da nun aber jede Widerstandsspule pvp2 u. s. w. dem um 5° Temperaturzunahme erhöhten Widerstände in der Hauptspule entspricht, so folgt, dafs durch die Ausschaltung dieser Widerstände ein Ausgleich für den durch die stattgefundene Temperaturerhöhung hervorgerufenen gröfseren Spulenwiderstand geschaffen worden ist. Beim praktischen Gebrauch braucht man nur den angezeigten Temperaturgrad abzulesen und den Arm 23 auf die entsprechend bezeichnete Stromschlufsplatte zu bringen, um den Widerstand des Stromkreises im Instrument gleichmäfsig zu erhalten. Die hier angebene Temperaturscala ist selbstredend ganz willkürlich und nur zum Zweck der Erläuterung der Wirkungsweise gewählt; dasselbe gilt von der Zahl der Stromschlufsplatten 0 o1 u. s. w., die für ι Temperaturgrad oder für 10 Grade oder auch Bruchtheile von Graden gewählt werden kann. Diese Stromschlufsplatten runder Form können auf der Grundplatte B leicht angebracht werden.Patenτ-Ansprüch:Eine Vorrichtung zum Verlangsamen und Anhalten der Bewegung einer Zeigernadel (I) eines elektrischen Mefsgeräthes, bestehend aus der Verbindung einer Reibungsplatte (14) mit einem Bremsfinger (16) und einem Strom kreisschliefser (18), so dafs der letztere und der Bremsfinger nach einander und allmälig in Wirkung treten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60418C true DE60418C (de) |
Family
ID=334560
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60418D Expired - Lifetime DE60418C (de) | Vorrichtung zum Verlangsamen und Anhalten der Bewegung der Zeigernadel elektrischer Mefsgeräthe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60418C (de) |
-
0
- DE DENDAT60418D patent/DE60418C/de not_active Expired - Lifetime
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