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Verfahren und Vorrichtung zur Hersteßung von Eisbriketten Die Erfindung
betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Herstellung von Eis-Briketten
in einer Gefriertrommel- und Brikettpressenanlage und bezweckt, die Schwierigkeiten
-zu beseitigen, die beim Betrieb derartiger Anlagen auftreten und die Gleichförmigkeit
der erzeugten Eisbrikette beeinträchtigen. Diese Schwierigkeiten treten bei den
bekannten An- ` lagen dadurch auf, daß die Kapazitäten der Gefriertrommel und der
Brikettpresse bei kontinuierlicher Arbeitsweise jederzeit genau gleichgehalten werden
müssen, denn jede Änderung der Kapazitäten verursacht auch eine Änderung der Dichte
der erzeugten Eisbrikette, so daß diese entweder sehr hart und klar werden, wenn
der Brikettpresse genügend Eisschlamm zugeführt wird, oder aber relativ weich und
schwammig ausfallen, wenn die Zuführung von Eisschlamm zur Brikettpresse nachläßt.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, den Antrieb der Brikettpresse in Abhängigkeit
des von ihr ausgeübten Preßdrucks zu ändern, jedoch genügt diese Regelung nicht,
weil sie vom Zustand des Endproduktes abhängt und daher die zeit-. weise Entstehung
von ungleichmäßig dichten Briketten nicht völlig verhindern kann.
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Gemäß der Erfindung wird die Erzeugung von Eisbriketten stets gleichmäßiger
Qualität dadurch erreicht, daß der Antrieb der Brikettpresse durch die Ansammlung
von Eisschlamm in ihrem Einlauf so gesteuert wird, daß sie bei genügendem Zulauf
von Eisschlamm läuft, bei ungenügendem stillsteht. Die Arbeitsweise der Gesamtanlage
erfolgt also derart, daß die Gefriertrommel ununterbrochen, die Brikettpresse jedoch
in Abhängigkeit von der Kapazität der Gefriertrommel intermittierend arbeitet.
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Zur Durchführung des. Verfahrens gemäß der Erfindung wird die den
Antrieb der Brikettpresse ein- und ausrückende Steuerung von einem dem Widerstandsdruck
des einlaufenden Eisschlammes ausgesetzten beweglichen Teil der Kanalwandung in
Gestalt einer Drehklappe gebildet, die durch Gestänge mit dem Antrieb der Presse
verbunden ist. Nötigenfalls ist der Widerstandsdruck der Drehklappe gegen die Eiskristallansammlung
durch einen einseitig wirkenden Bremstopf einstellbar.
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In den Zeichnungen zeigen Fig. i ein schematisches Schaubild einer
Gefriertrommel- und Brikettpressenanlage zur Herstellung von Eisbriketten und Fig.
2 die Brikettpresse mit ihrem Vorschub-und Steuermechanismus in Seitenansicht teilweise
im Schnitt.
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Gemäß Fig. i besteht die Anlage zur Herstellung von Eisbriketten aus
einer Gefriertrommel io zur Erzeugung von Eisschlamm und einer Brikettpresse ii
zur Herstellung der Eisbrikette aus dem Eisschlamm. Die Brikettpresse
ii
arbeitet mit der Gefriertrommel io zusammen und ist mit dieser durch eine Fördereinrichtung
verbunden, die gleichzeitig das Überschußwasser aus dem Eisschlamm entfernt.
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In der Gefriertrommel io wird der Eisschlamm dadurch erzeugt, daß
die an einer Kühlfläche im Augenblick des Entstehens aus dem Arbeitswasser gebildeten
Eiskristalle mittels eines rotierenden Schabers abgelöst und durch das Restwasser
abgeschwemmt werden. Das Frischwasser für die Gefriertrommel io wird aus einer Frischwasserleitung
52 einer Vorkühlleitung in einem Deckel der. Trommel io zugeführt und gelangt von
hier durch eine Leitung 54 in eine weitere Vorkühlleitung im anderen Deckel der
Trommel, von der es durch eine Leitung 55 einem Sammel- und Schwimmergefäß 46 zugeführt
wird. In den Behälter 46 münden ferner zwei Leitungen 21: und 49, von denen die
Leitung 21 das Überschußwasser des Eisschlammes und die Leitung 49 das Abwasser
aus der Brikettpresse dem Behälter 46 zuführen. Das aus den Leitungen 55, 21 und
49 in den Behälter 46 strömende Wasser wird mittels einer Pumpe 47 durch Leitung
48 entnommen und über die Leitungen 56 und 12 der Gefriertrommel als Arbeitswasser
zugeführt. Gewünschtenfalls kann an die Pumpe 47 noch eine Leitung 59 angeschlossen
sein, die zu einer Temperierungsschlange oder einem Wärmeaustauscher führt. Zur
Ergänzung der Schaltungsmöglichkeit ist die Leitung 48 über eine Leitung 57 mit
Ventil 58 mit der Leitung 12 verbunden. Das Ventil 51 der Frischwasserleitung 52
wird durch den Schwimmer 50 gesteuert. Ein Hauptabstellventi153 ergänzt das
Ventil 51.
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Der in der Gefriertrommel io erzeugte Eisschlamm gelangt durch den
Auslaßstutzen 13 in eine Fördervorrichtung, die gleichzeitig das Überschußwasser
aus dem Eisschlamm entfernt. Zu diesem Zweck besteht die Fördervorrichtung aus einem
Sieb 14, das als Schüttelrutsche wirkt. Das dem Stutzen 13 benachbarte Ende des
Siebes 14 ist an Lenkern 16 beweglich aufgehängt. Das andere Ende des Siebes 14
ist mit einer in die Brikettpresse mündenden Schüttrinne 15 fest verbunden und ist
hier an Armen 17 aufgehängt, die durch Exzenter 18 einer Welle ig angetrieben werden,
welche auf dem ortsfesten Gehäuse 2o des Siebes 14 gelagert ist. Der Antrieb der
Welle ig erfolgt durch einen Motor 22 mittels Riemenantrieb 23, so daß das Sieb
14 dauernd vibriert und nach Art einer Schüttelrutsche den Eisschlamm der Rinne
15 zuführt.
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Die Brikettpresse ii (Fig. 2) besteht aus einem Rotor 24 auf einer
Welle 25, der an seinem Umfang die Formtaschen 26 zur Bildung der Eisbrikette trägt.
Ein Teil des Rotors ist von einer Druckplatte 27 umgeben, deren eines Ende auf einem
Zapfen 28 drehbar gelagert ist. Eine innere Druckfläche 2g der Druckplatte 27 wirkt
mit den Formtaschen 26 zusammen, um die Eisbrikette 3o bei Drehung des Rotors 24
zu pressen. Das freie Ende der Druckplatte 27 trägt einen Arm 31, der sich gegen
das obere Ende einer Feder 32 legt, deren unteres Ende sich gegen im Hauptgehäuse
34 der Brikettpresse angeordnete Schraubenstopfen 33 legt, so daß die Druckplatte
27 nachgiebig gegen den mit dem Uhrzeiger umlaufenden Rotor 24 gedrückt wird. Die
inneren Seitenwandungen der Druckplatte 27 haben neben der Druckfläche 29 Längsnuten
35 zur Bildung von Seitenlappen an den Briketten, durch welche sie bei ihrer Vorwärtsbewegung
gegen den Auslaß 36 aus den Formtaschen 26 herausgehoben werden.
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Innerhalb des Hauptgehäuses 34 ist anschließend an die Druckplatte
27 und ebenfalls um den Zapfen 28 drehbar ein Einlaßgehäuse 37 gelagert, das in
Schlitzen des Hauptgehäuses mittels Bolzen 38 befestigt ist. Das Einlaßgehäuse 37
ragt nach oben über das Hauptgehäuse 34 und die Schüttelrinne 15 hinaus. Ein Teil
der Kanalwandung des Einlaßgehäuses 37 ist als Drehklappe 39 ausgebildet,
die um einen Zapfen 4o schwingt und durch einstellbare Gestänge 43 mit dem Hauptschalter
41 des Antriebsmotors der Rotorwelle 25 verbunden ist.
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Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Die Gefriertrommel
io erzeugt in ununterbrochenem Arbeitsgang Eisschlamm, der durch den Austrittsstutzen
13 auf das Schüttelsieb 14 gelangt, von wo das überschüssige Wasser in den
Behälter 2o und durch die Leitung 21 abfließt. Von dem Sieb 14 gelangt der Eisschlamm
durch die Rinne 15 in das Gehäuse 37 der stillstehenden Brikettpresse ii und sammelt
sich zwischen dem Rotor 24 und der Drehklappe 39 an. Durch den Druck des
sich ansammelnden Eisschlammes wird die Drehklappe 39 entgegen dem Uhrzeiger
geschwenkt und betätigt über das Gestänge 43 den Schalter 41, der den Antriebsmotor
der Brikettpresse in Betrieb setzt. Der angesammelte Eisschlamm wird dann durch
die Formtaschen 26 und die Druckplatte 29 der Brikettpresse zu Eisbriketten gepreßt,
die die Maschine am Austritt 36 verlassen. Solange die Ansammlung von Eisschlamm
vor der Drehklappe 39 für einen ununterbrochenen Betrieb der Brikettpresse genügt,
werden fortlaufend Eisbrikette hergestellt. Ist der angesammelte Eisschlamm verbraucht
und strömt nicht genügend Eisschlamm nach, so schwingt die Drehklappe
39 durch Eigengewicht in ihre Ausgangsstellung zurück und schaltet über das
Gestänge 43 und den Schalter 41 den Antriebsmotor der Brikettpresse aus. Wenn sich
vor der Drehklappe 39 wieder genügend Eisschlamm gesammelt hat, beginnt das
Spiel von neuem. Um
den Widerstandsdruck der Drehklappe 39 gegen
die Eiskristallansammlung einstellen zu können, kann ein einseitig wirkender Bremstopf
44 mit Gestänge 45 angeordnet sein.