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TECHNISCHES
GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Polyestern, die
1,4-Cyclohexandimethanol enthalten. Spezieller betrifft diese Erfindung
solche Verfahren, in denen die Dicarbonsäure-Komponente des Polyesters
in ihrer Säure-Form
anstelle ihrer Diester-Form bei Umgebungsbedingungen zugesetzt werden
kann.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Polyester
werden in großem
Umfang als Extrusions- und Spritrgussharze für Anwendungen wie Fasern, Folien,
endlose Folien, Automobilteile und Nahrungsmittel- und Getränkebehälter verwendet.
Für derartige
Anwendungen nützliche
Polyester umfassen diejenigen, die eine Glycol-Komponente aus 1,4-Cyclohexandimethanol
(CHDM) und eine Dicarbonsäure-Komponente
wie Terephthalsäure
und/oder Isophthalsäure enthalten.
Bei der Herstellung dieser Polyester ergeben sich Handhabungsprobleme
bezüglich
der Zufuhr dieser Monomere in den Reaktor, da CHDM, Terephthalsäure und
Isophthalsäure
bei Umgebungsbedingungen alle fest sind. Die Handhabung dieser Monomere
ist von großer
Bedeutung für
kontinuierliche Verfahren, in denen eine Massenhandhabung und genaue
Dosierung von Feststoffen äußerst schwierig
ist.
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CHDM,
das bei Umgebungsbedingungen ein wachsartiger Festkörper ist,
wird typisch über
seinen Schmelzpunkt erwärmt,
um eine geschmolzene Überführung des
CHDM in den Reaktor zu erleichtern. Jedoch ist das Halten von CHDM
bei Temperaturen über
seinem Schmelzpunkt über
lange Zeitspannen wegen erhöhter
Zersetzungsraten und der erhöhten
Energiekosten der Aufrechterhaltung einer erwärmten Einspeisung nicht wünschenswert.
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Die
Dicarbonsäuren
werden typisch als Fluid in Form ihrer Niederalkylester, wie Dimethylterephthalat und
Dimethylisophthalat, zugeführt.
Die Verwendung der Niederalkylester dieser Säuren im Polymerherstellungsverfahren
entwickelte sich wegen den frühen
Schwierigkeiten bei der Reinigung von Terephthal- und Isophthalsäure. Jedoch
hat sich die Reinigungstechnologie entwickelt. Nun sind gereinigte
Dicarbonsäuren
zur Verwendung im Polyesterherstellungsverfahren allgemein erhältlich.
Wegen der Handhabung und nicht wegen der Reinigung werden die Dicarbonsäuren häufig vor
ihrer Zufuhr in den Reaktor in ihre Ester-Derivate überführt. Die
Ester können
unter Bildung einer Flüssigkeit
geschmolzen werden und so genauer in das Reaktionsverfahren eindosiert
werden. Diese Überführung erfordert
zusätzliche
Verfahrensschritte mit der Folge unnötiger Kosten.
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Wenn
die Dicarbonsäure
anstelle ihres Ester-Derivats verwendet wird, um die Säure-Einheit
des Polyesters zuzuführen,
ist eine Mischung von Glycol und Dicarbonsäure in Form einer Paste verwendet
worden, um diese Ausgangsmaterialien in einen Chargenreaktor oder
den Reaktor der ersten Stufe in einem kontinuierlichen Verfahren
einzuführen.
Dieses Verfahren ist relativ effektiv, wenn die Haupt-Glycol-Komponente Ethylenglycol
ist, das bei Umgebungsbedingungen eine Flüssigkeit ist. Jedoch entstehen häufig Probleme
bei der Zufuhr derartiger Pasten in einen Reaktor, wenn Glycole,
die bei Umgebungsbedingungen Festkörper sind, wie Neopentylglycol
oder CHDM, verwendet werden. Das Glycol und die Dicarbonsäure müssen auf
eine ausreichende Temperatur erwärmt
werden, um eine geschmolzene Paste zu bilden. Viele Dicarbonsäuren, insbesondere
Terephthalsäure
und Isophthalsäure,
zersetzen sich beim Erwärmen,
und zwar mit zunehmender Zersetzung, wenn sich die Temperaturen
den Schmelztemperaturen der Dicarbonsäure nähern. In einigen Fällen wird
eine Mischung der gereinigten Dicarbonsäure und ein Dimethylester der
gleichen oder einer verschiedenen Dicarbonsäure in den Reaktor eingespeist.
Jedoch beseitigt dieses Verfahren nicht die Kosten zum Erhalt des
Ester-Derivats.
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Die
WO 98/45350 offenbart die Herstellung von Copolyestern von Terephthalsäure mit
CHDM und Ethylenglycol. Die Komponenten werden in Form einer Aufschlämmung zugesetzt,
wobei Ethylenglycol als flüssige
Phase wirkt.
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So
besteht ein Bedarf in der Technik an einem Verfahren zur Zufuhr
von Glycolen und Dicarbonsäuren, die
bei Raumtemperatur Festkörper
sind, in einen Reaktor ohne Zersetzung der Glycole oder Dicarbonsäuren. Demgemäß ist die
vorliegende Erfindung hauptsächlich
auf die Bereitstellung derartiger Verfahren gerichtet.
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KURZE ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Im
Verfahren zur Herstellung eines Polyesters, der 1,4-Cyclohexandimethanol
(CHDM) als eine seiner Glycol-Komponenten enthält, wird eine wässrige oder
eine methanolische Aufschlämmung
hergestellt, die CHDM und eine Dicarbonsäure umfasst. Die Aufschlämmung wird
bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts von CHDM gehalten
und ist frei von Ethylenglycol. Die Aufschlämmung wird dann in einen Reaktor
eingespeist. Die Aufschlämmung
wird bei ausreichenden Temperaturen und Drücken und gegebenenfalls in
Anwesenheit eines geeigneten Katalysators zur Bewirkung der Veresterung
verestert. Ein Vorpolymer wird gebildet. Das Vorpolymer wird dann
bei ausreichenden Temperaturen und Drücken in Anwesenheit eines geeigneten
Katalysators polykondensiert, um eine Polykondensation unter Bildung
eines Polyesters zu bewirken.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Flussdiagramm, das eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung veranschaulicht.
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2 ist
ein Flussdiagramm, das eine weitere bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
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3 ist
ein Flussdiagramm, das noch eine weitere bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
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4 ist
ein Diagramm von Aufschlämmungsabsetzungsgeschwindigkeiten
als Funktion der Prozent Wasser.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG
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Bei
der Herstellung von Polyestern, die eine Glycol-Komponente aus CHDM
und Dicarbonsäure-Komponenten wie Terephthalsäure und
Isophthalsäure
enthalten, trifft man auf Einspeisungs-schwierigkeiten beim Versuch, die Dicarbonsäure und
CHDM in einen Veresterungsreaktor einzuführen.
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Durch
die Zugabe einer geringen Menge an Wasser oder Methanol zu einer
Mischung von CHDM und der Dicarbonsäure wird eine Niedertemperatur-Aufschlämmung mit
niedriger Viskosität
gebildet, welche unerwartet die Schwierigkeiten von früheren Verfahren
löst. Die
Viskosität
der Aufschlämmung
ist ausreichend niedrig, um ein frei fließendes Material bereitzustellen,
was so die Aufschlämmung
leicht zu handhaben und in den Reaktor einzuspeisen macht. Die Aufschlämmung wird
bei Temperaturen unterhalb des Schmelzpunkts von CHDM gehalten,
demgemäß wird eine
Zersetzung des Glycols minimiert. Die Aufschlämmung enthält kein Ethylenglycol.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung eines
Polyesters bereit, welches die Schritte umfasst:
- a)
Herstellen einer wässrigen
oder einer methanolischen Aufschlämmung, die CHDM und eine Dicarbonsäure umfasst,
wobei die Aufschlämmung
frei von Ethylenglycol ist und bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts
von CHDM gehalten wird;
- b) Einspeisen der Aufschlämmung
in einen Reaktor;
- c) Verestern der Aufschlämmung
bei ausreichenden Temperaturen und Drücken und gegebenenfalls in
Anwesenheit eines geeigneten Katalysators, um eine Veresterung zu
bewirken;
- d) Bilden eines Vorpolymers; und
- e) Polykondensieren des Vorpolymers bei ausreichenden Temperaturen
und Drücken
in Anwesenheit eines geeigneten Katalysators, um eine Polykondensation
zur Bildung eines Polyesters zu bewirken.
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In
Schritt a) wird die Aufschlämmung
durch Vereinigung von CHDM, einer Dicarbonsäure und entweder Wasser oder
Methanol hergestellt. Vorzugsweise ist die Menge an Wasser oder
Methanol, die zu dem CHDM und der Dicarbonsäure gegeben wird, ausreichend,
um ein frei fließendes
Material zu bilden. Die in der Aufschlämmung vorliegende Menge an
Wasser oder Methanol liegt bevorzugt im Bereich von etwa 2 bis etwa 15
Gewichtsprozent und bevorzugter von etwa 2 bis etwa 6 Gewichtsprozent.
Bei diese Gewichtsprozent Wasser oder Methanol ist das Absetzen
der Dicarbonsäure
aus der Aufschlämmung
minimiert, was so das Erfordernis für ein kontinuierliches Rühren der
Aufschlämmung
verringert. Bevorzugt wird die Aufschlämmung bei unterhalb von 55°C bis Umgebungsbedingungen
gehalten. Bevorzugter wird die Aufschlämmung bei Umgebungsbedingungen
gehalten. Der Ausdruck "Umgebungsbedingungen", wie hierin verwendet,
bedeutet den natürlichen
Zustand der Aufschlämmung
beim Betreiben des Verfahrens der vorliegenden Erfindung ohne zusätzliche
Wärme oder
zusätzlichen
Druck.
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CHDM
kann cis, trans oder als cis/trans-Mischung von Isomeren vorliegen.
Zusätzlich
zu der CHDM-Einheit können
andere Glycole ebenfalls im Verfahren verwendet werden, um die Polyester-Zusammensetzung zu
modifizieren. Die anderen Glycole werden nach Schritt a) zugesetzt,
wobei sie demgemäß keine
Komponente der Aufschlämmung
sind. Andere Glycole, die verwendet werden können, schließen jene
mit 2 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen ein, wie Ethylenglycol, Propylenglycol,
1,3-Propandiol, 1,4-Butandiol, 1,5-Pentandiol, 1,6-Hexandiol, Neopentylglycol,
Diethylenglycol, 1,8-Octandiol und 2,2,4,4-Tetramethyl-1,3-cyclobutandiol.
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Obwohl
jede Carbonsäure,
die eine Tendenz aufweist, mit zunehmender Temperatur zersetzt zu
werden, in der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, wird
die Aufschlämmung
vorzugsweise mit einer Dicarbonsäure
mit einem Schmelzpunkt von mehr als 300°C hergestellt. Bevorzugter sind
diese Dicarbonsäuren
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Isophthalsäure (IPA), Terephthalsäure (TPA),
Naphthalindicarbonsäure
(NDA), 1,4-Cyclohexandicarbonsäure
(CHDA) und 5-Sodiosulfoisophthalsäure (SSIPA). Am bevorzugtesten
ist die Dicarbonsäure
in der Aufschlämmung
IPA oder TPA. CHDA kann cis, trans oder als cis/trans-Mischung von
Isomeren vorliegen. Jedes der NDA-Isomere kann verwendet werden,
aber das 1,4-, 1,5-, 2,6- und 2,7-Isomer sind bevorzugt. Die Dicarbonsäure der
Aufschlämmung
kann auch eine Dicarbonsäure
mit einem Schmelzpunkt von mehr als 90°C und bis zu 300°C sein. Vorzugsweise
sind diese Dicarbonsäuren
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Adipinsäure, Azelainsäure, Glutarsäure, Maleinsäure, Malonsäure, Oxalsäure, Sebacinsäure, Bernsteinsäure und
Sodioisophthalsäure.
Die Aufschlämmung
kann auch mit mindestens einer zusätzlichen Dicarbonsäure hergestellt
werden. Jede Kombination der oben erwähnten Dicarbonsäuren kann
verwendet werden. Bevorzugt ist diese Kombination von zwei oder
mehr Dicarbonsäuren
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus IPA, TPA, NDA, CHDA, SSIPA und Adipinsäure. Am
bevorzugtesten ist die Dicarbonsäure-Kombination in der
Aufschlämmung
IPA und TPA.
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Das
Molverhältnis
von CHDM zur Dicarbonsäure
in der Aufschlämmung
beträgt
bevorzugt etwa 0,5:1 bis etwa 3:1. Bevorzugter beträgt das Molverhältnis etwa
1:1 bis etwa 2:1.
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In
Schritt b) wird die Aufschlämmung
in den Reaktor eingespeist. Die Aufschlämmung wird in einem vom Reaktor
getrennten Behälter
hergestellt und gehalten. Die Temperatur der Aufschlämmung sowie
ihre physikalische Trennung vom Reaktor verhindert jede signifikante
Veresterungsreaktion zwischen dem CHDM und der Dicarbonsäure.
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In
Schritt c) wird die Aufschlämmung
bei ausreichenden Temperaturen und Drücken und gegebenenfalls in
Anwesenheit eines geeigneten Katalysators verestert, um eine Veresterung
zu bewirken. Der Veresterungsschritt wird bevorzugt bei einer Temperatur
von etwa 165 bis etwa 300°C
und bei einem Druck von atmosphärisch
bis etwa 60 psig (5,25 kg/cm2) durchgeführt. Eine
ausreichende Wassermenge, die verwendet wird, um die wässrige Aufschlämmung herzustellen,
und auch durch die Veresterungsreaktion gebildet wird, wird typisch
während
des Verfahrens vor dem Polykondensationsschritt entfernt. Wenn eine
methanolische Aufschlämmung
verwendet wird, werden sowohl Wasser, das durch die Veresterungsreaktion
gebildet wird, als auch Methanol entfernt. Wann und wieviel Wasser
oder Wasser und Methanol entfernt werden, beruht auf den Gesamt-Verfahrensbedingungen
und wird leicht vom Fachmann festgelegt.
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Die
Polyester, die durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung erzeugt
werden, können
mit mindestens einer zusätzlichen
Dicarbonsäure
außer
jenen, die Komponenten der Aufschlämmung sind, modifiziert werden.
Die mindestens eine zusätzliche
Dicarbonsäure,
die keine Komponente der Aufschlämmung
ist (nachstehend "Nicht-Aufschlämmungs-Dicarbonsäure"), wird dem Verfahren
während
der Veresterung des Schritts c) zugesetzt. Die Nicht-Aufschlämmungs-Dicarbonsäure wird
mit einem Glycol gemischt, das bei Umgebungsbedingungen flüssig oder
bei erhöhten
Temperaturen stabil ist, und dann zu dem Verfahren gegeben. Vorzugsweise
ist das Glycol Ethylenglycol. Bei diesen Nicht-Aufschlämmungs-Dicarbonsäuren, die
zur Verwendung in der Aufschlämmung
bevorzugt sind, kann es sich um irgendeine der zur Verwendung in
der Aufschlämmung bevorzugten
Dicarbonsäuren
und um andere Dicarbonsäuren
handeln, die etwa 4 bis etwa 40 Kohlenstoffatome enthalten, wie
Bernsteinsäure,
Sebacinsäure,
Suberinsäure,
1,10-Decandisäure-Dimer,
1,12-Dodecandisäure-Dimer,
1,4-Cyclohexandiessigsäure,
Diphenyl-4,4'-dicarbonsäure und
Sulfodibenzoesäure.
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In
Schritt d) wird ein Vorpolymer gebildet. Dieses Vorpolymer kann
das Reaktionsprodukt von Schritt c) sein, oder es kann das Reaktionsprodukt
des nachstehend beschriebenen Schritts f) sein, wenn Schritt f) nach
Schritt c) stattfindet.
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In
Schritt e) wird das Verfahren durch Polykondensieren des Vorpolymers
bei ausreichenden Temperaturen und Drücken in Anwesenheit eines geeigneten
Katalysators zur Bewirkung der Polykondensation unter Bildung eines
Polyesters abgeschlossen. Die Polykondensation kann durch Schmelzphasen-Techniken
oder durch Festphasen-Techniken durchgeführt werden, die beide in der
Technik wohlbekannt sind, um Polyester mit hohem Molekulargewicht
bereitzustellen. Schmelzphasen-Verfahren
werden typisch bei Temperaturen von etwa 260 bis etwa 320°C und unter
einem Vakuum von etwa 0,5 bis etwa 1,0 mm Hg durchgeführt, um
die Entfernung von Reaktionsnebenprodukten und überschüssigem Glycol zu unterstützen. Bei
Festphasen-Verfahren wird das Produkt von Schritt c), ein niedermolekulares
Vorpolymer, isoliert, verfestigt und granuliert. Das Festphasen-Vorpolymer
wird dann bei einer Temperatur von etwa 20 bis 40°C unter seinem
Schmelzpunkt unter einem Vakuum oder in Anwesenheit eines Stickstoffstroms
erwärmt.
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Bei
den Polykondensationskatalysatoren kann es sich um Titan, Zinn,
Antimon, Lithium, Aluminium, Germanium, Blei, Arsen und deren Mischungen
handeln. Typisch liegt der Polykondensationskatalysator im Bereich
von 1 bis 500 ppm vor. Titan ist der bevorzugte Katalysator. Die
verwendete Titanmenge, bezogen auf End-Polymergewicht, liegt im
Allgemeinen im Bereich von etwa 5 bis etwa 150 ppm. Vorzugsweise
beträgt
die Titanmenge etwa 10 bis etwa 90 ppm und bevorzugter etwa 20 bis
etwa 80 ppm. Geeignete Titan-Verbindungen schließen Acetyltriisopropyltitanat,
Tetraisopropyltitanat und Tetraisobutyltitanat ein. Wenn in dem
Verfahren Titan der Katalysator ist und Ethylenglycol als Comonomer
mit CHDM verwendet wird, kann gegebenenfalls ein Phosphorverbindung-Inhibitor
verwendet werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst das Verfahren weiter den Schritt:
- f), vor Schritt e), Umestern mit einem Ester-Derivat
einer zweiten Dicarbonsäure
bei ausreichenden Temperaturen und Drücken in Anwesenheit eines geeigneten
Katalysators zur Bewirkung der Umesterung.
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Das
Esterderivat der zweiten Disäure
kann aus den Dialkylestern von irgendeiner der oben erwähnten Dicarbonsäuren ausgewählt sein,
wie Dimethylterephthalat oder Dimethylisophthalat. Die Umesterung
von Schritt f) findet entweder vor Schritt c), während des Schritts c) oder
nach Schritt c) statt, was dem Verfahren viel Anpassungsfähigkeit
verleiht. Wenn die Umesterung nach Schritt c) stattfindet, sollte
vor der Umesterung so viel Wasser wie möglich entfernt werden. Überschüssiges Wasser
beeinflusst das Katalysatorverhalten negativ und erzeugt einen Abwasserstrom
aus einem gemischten Kondensat von Wasser und Methanol. Das Methanol
liegt wegen seiner Verwendung bei der Herstellung der Aufschlämmung oder
als Nebenprodukt der Umesterung vor. Der Esteraustausch wird typisch
bei Temperaturen im Bereich von 180 bis 220°C durchgeführt. Der Umesterungskatalysator
ist bevorzugt Titan, das zu etwa 5 bis 150 ppm vorliegt. Andere
nützliche Umesterungskatalysatoren
umfassen Lithium, Mangan, Magnesium, Calcium, Cobalt, Zink, Natrium,
Rubidium, Cäsium,
Strontium, Chrom, Barium, Nickel, Cadmium, Eisen und Zinn. Auch
Mischungen von Katalysator-Metallen können verwendet werden, falls
gewünscht.
Normale Katalysator-Konzentrationen liegen im Bereich von 1 bis
500 ppm.
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Das
Verfahren von Schritt a) bis einschließlich Schritt e) und gegebenenfalls
einschließlich
Schritt f) ist bevorzugt kontinuierlich.
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In
den 1 bis 3 sind typische Verfahrens-Flussdiagramme
für das
Verfahren der vorliegenden Erfindung gezeigt, welche die Schritte
a) bis f) einschließen.
In 1 werden Isophthalsäure 1 und eine CHDM/Wasser-Mischung 2 in
einen Aufschlämmungstank 3 eingespeist.
Die Aufschlämmung 4 wird
in einen Veresterungsreaktor 5 eingespeist, der bei etwa
240°C betrieben
wird. Das Molverhältnis
von CHDM zu Isophthalsäure
in der Aufschlämmung
beträgt
im Allgemeinen etwa 2 zu 1. Wasser 6 wird aus dem Veresterungsreaktor 5 entfernt,
um ein Veresterungsreaktionsprodukt 7 zu liefern. Dieses
Veresterungsreaktionsprodukt 7 sowie Dimethylterephthalat
(DMT) 8, ein Titan-Katalysator 9 und CHDM 10 werden
in einen ersten Esteraustauschreaktor 11 für eine Umesterung
eingespeist. Der erste Esteraustauschreaktor 11 wird bei
einer Temperatur im Bereich von etwa 245 bis etwa 290°C und einem
Druck von etwa 15 (2,08 kg/cm2) bis etwa
60 psig (5,25 kg/cm2) gehalten. Ein Methanol/Wasser-Nebenprodukt 12 wird
durch Destillation entfernt, wobei zurückgewonnenes CHDM 13 in
den Reaktor 11 zurückgegeben
wird. Ein Umesterungsreaktionsprodukt 14 verlässt den
ersten Esteraustauschreaktor 11 und tritt weiter durch
einen zweiten Esteraustauschreaktor 15, der bei etwa 285°C und etwa
30 psig (2,63 kg/cm2) betrieben wird. Ein
zweites Umesterungsreaktionsprodukt 16 verlässt den
zweiten Umesterungsreaktor 15 und wird in einen Vorpolymerreaktor 17 eingespeist.
Der Vorpolymerreaktor 17 wird bei etwa 285°C und Atmosphärendruck
betrieben. Ein Vorpolymer 18 verlässt de Vorpolymerreaktor 17 und
tritt in einen Polymerisationsreaktor 19 für eine Polykondensation
ein. Der Polymerisationsreaktor 19 wird bei etwa 285°C und einem
Druck im Bereich von etwa 5 bis etwa 15 mm Hg im oberen Polymerisationsabschnitt
und bei einem Druck von etwa 0,5 bis etwa 1,5 mm Hg im unteren Abschnitt
betrieben. Der Polymerisationsreaktor 19 ist ein Reaktoraufbau
mit geneigten Böden,
der in den U.S. Patenten Nr. 4,196,186 und 5,464,590 beschrieben
ist, die auf Eastman Kodak Company übertragen sind. Anstelle des
Reaktors mit geneigten Böden
können
andere Polymerisationsreaktoren, wie ein Zimmer-Scheiben/Ring-Reaktor oder ein Karl-Fischer-Reaktor
mit horizontalem Käfig,
verwendet werden. Reaktionsnebenprodukte 20 und Polyester 21 verlassen
den Polymerisationsreaktor 19.
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Eine
weitere nützliche
Ausführungsform
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung ist in 2 gezeigt.
In dieser Betriebsweise werden Dimethylterephthalat 22,
ein Titan-Katalysator 23 und die wässrige Aufschlämmung 24 von
CHDM und Isophthalsäure
zur gleichzeitigen Veresterung und Umesterung in einen Reaktor 25 gegeben.
Ein Methanol/Wasser-Nebenprodukt 26 wird durch Destillation
entfernt, wobei zurückgewonnenes
CHDM 27 in den Reaktor 25 zurückgegeben wird. Zusätzliche
Reaktoren 28, 29 werden in Reihe für die weitere
Reaktion verwendet. Ein Vorpolymer 30 wird in den Polymerisationsreaktor 31 für eine Polykondensation
eingespeist. Reaktionsnebenprodukte 32 und Polyester 33 verlassen
den Polymerisationsreaktor 31.
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Wie
in 3 gezeigt, kann das Verfahren mit einer späteren Zugabe
der wässrigen
Aufschlämmung 40 von
CHDM und Isophthalsäure
betrieben werden. Dimethylterephthalat 41, Titan 42 und
CHDM 43 werden in einen Reaktor 44 gegeben. Ein
Methanol/Wasser-Nebenprodukt 45 wird durch Destillation
entfernt, wobei zurückgewonnenes
CHDM 46 in den Reaktor 44 zurückgegeben wird. Die wässrige Aufschlämmung 40 wird zwischen
den stromabwärtigen
Reaktoren 47, 48 eingeführt. Ein Vorpolymer 49 wird
für eine
Polykondensation in den Polymerisationsreaktor 50 eingespeist.
Reaktionsnebenprodukte 51 und Polyester 52 verlassen
den Polymerisationsreaktor 50.
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Der
durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellte Polyester
weist bevorzugt eine innere Viskosität von etwa 0,4 bis etwa 2,0
dl/g, bevorzugter 0,6 bis 1,2 dl/g auf. Die innere Viskosität (I. V.)
wird bei 25°C
unter Verwendung von 0,50 Gramm Polymer pro 100 ml eines Lösungsmittels
gemessen, das aus 60 Gewichtsprozent Phenol und 40 Gewichtsprozent
Tetrachlorethan besteht. Bevorzugt umfasst die Polyester-Zusammensetzung
eine Glycol-Komponente, die Reste aus bis zu 100 Molprozent CHDM,
bevorzugt etwa 60 bis 100 Molprozent umfasst, und eine Disäure-Komponente,
die Reste aus etwa bis zu 100 Molprozent Isophthalsäure, Terephthalsäure, Naphthalindicarbonsäure, 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, 5-Sodiosulfoisophthalsäure, Adipinsäure oder
deren Mischungen umfasst. Zusätzlich
können
andere modifizierende Dicarbonsäuren
in die Zusammensetzungen eingeschlossen werden, falls gewünscht. Derartige
Dicarbonsäuren
umfassen jene, die etwa 4 bis etwa 40 Kohlenstoffatome enthalten,
wie Bernstein-, Glutar-, Adipin-, Sebacin-, Suberin-, 1,10-Decandi-,
1,12-Dodecandi-,
Dimer-, Sulfoisophthal-, 1,4-Cyclohexandiessig-, Diphenyl-4,4'-dicarbon-, Sulfodibenzoesäure und ähnliche
Säuren.
Zusätzlich
zu der CHDM-Einheit umfassen andere Glycole, die verwendet werden
können,
jene mit 2 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen, wie Ethylenglycol, Propylenglycol, 1,3-Propandiol,
1,4-Butandiol, 1,5-Pentandiol,
1,6-Hexandiol, Neopentylglycol, Diethylenglycol, 1,8-Octandiol, 2,2,4,4-Tetramethyl-1,3-cyclobutandiol
und dergleichen.
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Geringe
Mengen, typisch weniger als 2 Molprozent, an Verzweigungsmitteln
können
verwendet werden, falls gewünscht.
Herkömmliche
Verzweigungsmittel umfassen polyfunktionelle Säuren, Anhydride, Alkohole und
deren Mischungen. Beispiele für
geeignete Verzweigungsmittel umfassen, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein,
Trimellithsäureanhyrid,
Pyromellithsäuredianhydrid,
Glycerol, Trimethylolpropan und Pentaerythrit. Geringe Mengen an
Verzweigungsmitteln sind zur der Erhöhung der Schmelzfestigkeit
und Schmelzviskosität
der Polymere nützlich.
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Bei
der Bildung der Polyester der Erfindung können Färbemittel zugesetzt werden,
um dem resultierenden Polyester einen neutralen Farbton und/oder
Helligkeit zu verleihen. Wenn gefärbte Polyester gewünscht werden,
können
Pigmente, Weißmacher
oder Färbemittel
während
der Reaktion der Glycol- und Dicarbonsäure-Komponente in die Reaktionsmischung
eingeschlossen werden, oder sie können mit dem vorgebildeten
Polyester schmelzgemischt werden. Ein bevorzugtes Verfahren zum
Einschließen
von Färbemitteln besteht
darin, ein Färbemittel
zu verwenden, dass thermisch stabile organische gefärbte Verbindungen
enthält, die
reaktive Gruppen aufweisen, so dass das Färbemittel copolymerisiert und
dem Polyester einverleibt wird. Zum Beispiel können Farbstoffe, die reaktive
Hydroxyl- und/oder Carboxylgruppen enthalten, wie blaue und rote
substituierte Anthrachinone, in die Polymerkette copolymerisiert
werden. Färbemittel
sind in Einzelheiten in den U.S. Patenten Nr. 4,521,556; 4,740,581;
4,749,772; 4,749,773; 4,749,774; 4,950,732; 5,384,377; 5,372,864;
5,340,910; 5,608,031 und 5,681,918 beschrieben, welche hierin in
ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme aufgenommen werden. Alternativ
können
anorganische Pigmente, wie Titandioxid und Cobalt-haltige Materialien,
der Reaktionsmischung zugesetzt werden. Vorteilhaft kann, wenn ein
Katalysatormaterial Cobalt enthält,
das Cobalt auch als Färbemittel
oder Toner dienen. Man muss Sorgfalt walten lassen, um die verwendete
Menge an Cobalt zu steuern, um Opazität oder ein trübes Aussehen
der Polyester der Erfindung zu vermeiden. Um den Grad an Opazität oder Trübung zu
steuern, werden Cobalt-Konzentrationen von weniger als etwa 90 ppm
verwendet.
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Diese
Erfindung kann weiter durch die folgenden Beispiele von bevorzugten
Ausführungsformen
derselben erläutert
werden, obwohl es sich versteht, dass diese Beispiele lediglich
für Zwecke
der Erläuterung eingeschlossen
werden und nicht den Bereich der Erfindung beschränken sollen,
falls nicht speziell anders angegeben.
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BEISPIELE
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Beispiel 1
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Dieses
Beispiel demonstriert die Herstellung einer wässrigen Aufschlämmung von
CHDM/Isophthalsäure
und die Verwendung der wässrigen
Aufschlämmung
im Verfahren der vorliegenden Erfindung, um einen Polyester mit
einer Zusammensetzung aus 65 Molprozent Terephthalsäure, 35
Molprozent Isophthalsäure
und 100 Molprozent CHDM, bezogen auf 200 Molprozent, zu bilden.
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441,3
Gramm (3,06 Mol) 1,4-Cyclohexandimethanol (CHDM), 254,4 Gramm (1,53
Mol) gereinigte Isophthalsäure
(IPA) und 44,4 Gramm (2,47 Mol) Wasser werden bei Raumtemperatur
zusammengemischt, um eine stabile, frei fließende Aufschlämmung zu
bilden. Die Aufschlämmung
wird in einen 1000 ml-Rundkolben gegeben, der mit einem Paddelrührer und
einem Destillationskopf zur Entfernung von Reaktionsnebenprodukten
(Wasser) ausgestattet ist. Der Inhalt des Kolbens wird gerührt und
unter Verwendung eines Widerstandsheizmantels auf eine maximale
Reaktionstemperatur von 260°C
erwärmt.
Das Aufheizen von Raumtemperatur wird so rasch wie möglich durchgeführt. Während des
Aufheizens werden die 44,4 Gramm Wasser, die anfänglich zugesetzt wurden, abdestilliert.
Die verbleibende Reaktionsmischung wird etwa weitere 1,5 Stunden,
oder bis die theoretische Menge an Wasser, 55,1 Gramm (3,06 Mol)
gesammelt worden ist, gerührt.
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64,5
Gramm der oben beschriebenen Produktmischung werden in einen zweiten
500 ml-Rundkolben gegeben,
der 55,22 Gramm (0,285 Mol) Dimethylterephthalat (DMT), 20,86 Gramm
(0,145 Mol) CHDM und 0,050 Gramm Acetyltriisopropyltitanat (70 ppm
Ti, bezogen auf erzeugtes Polymer) enthält. Diese Mischung erzeugt
ein End-Molverhältnis
von CHDM zu Aromaten (DMT und IPA) von 1,03:1, was innerhalb des
gewünschten
Verhältnisbereiches
von 1:1 bis 2:1 liegt. Tönungsmittel,
wie Cobalt und/oder Farbstoffe, insbesondere Anthrachinon-Einheiten,
werden in Mengen zugesetzt, die ausreichen, um ein neutrales (farbloses)
Produktpolymer zu erzeugen. Der Reaktionskolben wird mit einem Edelstahlrührer und
einem Adapter ausgestattet, welcher ermöglicht, dass Reaktionsdämpfe entweichen
und in einem Kühlfallen/Vakuumpumpen-System gesammelt
werden. Der Reaktionskolben wird dann in ein auf 235°C vorerwärmtes Bad
aus geschmolzenem Metall eingetaucht. Man beginnt mit heftigem Rühren (150
U/min), und das System wird bei Atmosphärendruck gehalten. Während dieser
Erwärmungszeitspanne
wird Methanol aus der Reaktionsmischung freigesetzt und durch Kondensation
zurückgewonnen.
Nach 37 Minuten bei 235°C
lässt man
die Temperatur mit 2°C/min
auf 285°C
ansteigen. Wenn der Temperatur-Einstellungspunkt erreicht ist, wird über eine
Zeitspanne von 10 Minuten der Druck im Kolben auf 0,5 mm Hg verringert.
Während
der zehnminütigen
Druckerniedrigung wird die Rührgeschwindigkeit
auf 100 U/min verringert. Das Vakuumniveau, die Rührgeschwindigkeit
und die Temperatur werden 35 bis 45 Minuten aufrechterhalten, um
ein Polymer mit einer inneren Viskosität im Bereich von 0,75 bis 1,0
dl/g (60/40 Phenol-Tetrachlorethan bei 25°C) zu erzeugen.
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Beispiel 2
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Dieses
Beispiel demonstriert die Herstellung eines Polyesters durch das
Verfahren der vorliegenden Erfindung, wobei der Polyester eine Zusammensetzung
aus 83 Molprozent Terephthalsäure,
17 Molprozent Isophthalsäure
und 100 Molprozent CHDM, bezogen auf 200 Molprozent, aufweist.
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24,57
Gramm der wässrigen
Aufschlämmung
von Beispiel 1 werden in einen zweiten 500 ml-Rundkolben gegeben, der 55,22 Gramm
(0,285 Mol) DMT, 34,126 Gramm (0,237 Mol) CHDM und 0,039 Gramm Acetyltriisopropyltitanat
(70 ppm Ti, bezogen auf erzeugtes Polymer) enthält. Diese Mischung erzeugt
ein End-Molverhältnis
von CHDM zu Aromaten (DMT und IPA) von 1,03:1. Tönungsmittel, wie Cobalt und/oder
Farbstoffe, insbesondere Anthrachinon-Einheiten, werden in ausreichenden
Mengen zugesetzt, um ein neutrales (farbloses) Produktpolymer zu
bilden. Der Reaktionskolben ist mit einem Edelstahlrührer und
einem Adapter ausgestattet, welcher ermöglicht, dass Reaktionsdämpfe entweichen
und in einem Kühlfallen/Vakuumpumpen-System
gesammelt werden. Der Reaktionskolben wird dann in ein auf 235°C vorerwärmtes Bad
aus geschmolzenem Metall eingetaucht. Man beginnt mit heftigem Rühren (150
U/min), und das System wird bei Atmosphärendruck gehalten. Während dieser
Erwärmungszeitspanne
wird Methanol aus der reagierenden Mischung freigesetzt und durch
Kondensation zurückgewonnen.
Nach 37 Minuten bei 235°C
lässt man
die Temperatur mit 2°C/min
auf 285°C
ansteigen. Wenn der Temperatur-Einstellungspunkt erreicht ist, wird
der Druck im Kolben über
eine Zeitspanne von 10 Minuten auf 0,5 mm Hg verringert. Während der
zehnminütigen
Druckverringerung wird die Rührgeschwindigkeit
auf 100 U/min verringert. Das Vakuumniveau, die Rührgeschwindigkeit und
die Temperatur werden 35 bis 45 Minuten bei beibehalten, um ein
Polymer mit einer inneren Viskosität im Bereich von 0,75 bis 1,0
dl/g (60/40 Phenol-Tetrachlorethan bei 25°C) zu erzeugen.
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Beispiel 3
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Dieses
Beispiel demonstriert die Herstellung eines Polyesters durch das
Verfahren der vorliegenden Erfindung, wobei der Polyester eine Zusammensetzung
aus 95 Molprozent Terephthalsäure, 5
Molprozent Isophthalsäure
und 100 Molprozent CHDM, bezogen auf 200 Molprozent, aufweist.
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6,31
Gramm der wässrigen
Aufschlämmung
von Beispiel 1 werden in einen zweiten 500 ml-Rundkolben gegeben, der 55,22 Gramm
(0,285 Mol) DMT, 40,23 Gramm (0,279 Mol) CHDM und 0,034 Gramm Acetyltriisopropyltitanat
(70 ppm Ti, bezogen auf erzeugtes Polymer) enthält. Diese Mischung erzeugt
ein End-Molverhältnis
von CHDM zu Aromaten (DMT und IPA) von 1,03:1. Tönungsmittel, wie Cobalt und/oder
Farbstoffe, insbesondere Anthrachinon-Einheiten, werden in ausreichenden
Mengen zugesetzt, um ein neutrales (farbloses) Produktpolymer zu
bilden. Der Reaktionskolben ist mit einem Edelstahlrührer und
einem Adapter ausgestattet, welcher ermöglicht, dass Reaktionsdämpfe entweichen
und in einem Kühlfallen/Vakuumpumpen-System
gesammelt werden. Der Reaktionskolben wird dann in ein auf 235°C vorerwärmtes Bad
aus geschmolzenem Metall eingetaucht. Man beginnt mit heftigem Rühren (150
U/min), und das System wird bei Atmosphärendruck gehalten. Während dieser
Erwärmungszeitspanne
wird Methanol aus der reagierenden Mischung freigesetzt und durch
Kondensation zurückgewonnen.
Nach 37 Minuten bei 235°C
lässt man
die Temperatur mit 2°C/min
auf 285°C
ansteigen. Wenn der Temperatur-Einstellungspunkt erreicht ist, wird
der Druck im Kolben über
eine Zeitspanne von 10 Minuten auf 0,5 mm Hg verringert. Während der
zehnminütigen
Druckverringerung wird die Rührgeschwindigkeit
auf 100 U/min verringert. Das Vakuumniveau, die Rührgeschwindigkeit und
die Temperatur werden 35 bis 45 Minuten bei beibehalten, um ein
Polymer mit einer inneren Viskosität im Bereich von 0,75 bis 1,0
dl/g (60/40 Phenol-Tetrachlorethan bei 25°C) zu erzeugen.
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Ähnlich gute
Ergebnisse werden erzielt, wenn Dimethyl-2,6-naphthalindicarboxylat
in die Reaktionsmischung eingeschlossen wird, um einen Polyester
zu erzeugen, der 5 Molprozent Isophthalsäure, 15 Molprozent 2,6-Naphthalindicarbonsäure, 80
Molprozent Terephthalsäure
und 100 Molprozent CHDM enthält.
Dieser Polyester weist eine innere Viskosität im Bereich von 0,65 bis 0,80
dl/g (60/40 Phenol/Tetrachlorethan bei 25°C) auf.
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Beispiel 5
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Dieses
Beispiel demonstriert ein kontinuierliches Verfahren für die Herstellung
eines Polyesters durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung,
wobei der Polyester eine Zusammensetzung aus 65 Molprozent Terephthalsäure, 35
Molprozent Isophthalsäure
und 100 Molprozent CHDM, bezogen auf 200 Molprozent, aufweist.
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Es
wird eine wässrige
Aufschlämmung
durch Vereinigen einer Mischung von 288 Teilen CHDM, 29 Teilen Wasser
und 166 Teilen gereinigter Isophthalsäure in Pulver-Form hergestellt.
Die Aufschlämmung
wird in einen Veresterungsreaktor 5 eingespeist, wie in 1 gezeigt,
und bei einer Temperatur von 240°C
umgesetzt. Insgesamt 420 Teile eines Veresterungsreaktionsprodukts 7 werden
dann in einen ersten Esteraustauschreaktor 11 zusammen
mit 361 Teilen Dimethylterephthalat 8, 135 Teilen CHDM 10 und
0,4 Teilen Acetyltriisopropyltitanat-Katalysator 9 (70
ppm Ti, bezogen auf Polymergewicht) eingespeist. Das Gesamt-Molverhältnis der
CHDM- zu den Dicarbonsäure-Einheiten
wird im Bereich von 1,1 bis 1 gehalten und wird durch Steuern der
CHDM-Einspeisungsgeschwindigkeit in den ersten Esteraustauschreaktor 11 eingestellt.
Rote und blaue Anthrachinon-Toner-Farbstoffe werden in Mengen von
weniger als 10 ppm zugesetzt, um die Polymer-a*- und -b*-Farbe auf
einen gewünschten
Grad einzustellen. Der erste Esteraustauschreaktor 11 wird
bei 285°C
und 45 psig (4,2 kg/cm2) betrieben. Ein
Umesterungsreaktionsprodukt 14 verlässt den ersten Esteraustauschreaktor 11 und
tritt weiter durch einen zweiten Esteraustauschreaktor 15,
der bei 285°C
und 30 psig (3,04 kg/cm2) betrieben wird,
bevor es in den Vorpolymerreaktor 17 eintritt. Der Vorpolymerreaktor 17 wird
bei 285°C
und Atmosphärendruck
betrieben. Nach Verlassen des Vorpolymerreaktors 17 tritt
das Vorpolymer 18 in einen Polymerisationsreaktor 19 ein,
der bei 285°C
und 5 mm Hg Druck im oberen Polymerisationsabschnitt und bei 1,5
mm Hg Druck im unteren Abschnitt betrieben wird. Der geschmolzene
Polyester 21 wird aus Boden des Polymerisationsreaktors 19 entfernt,
unter Wasser zu Strängen
verarbeitet und zu 1/8 Inch-Pellets
zerhackt. Diese Pellets weisen eine ausgezeichnete Farbe auf und
weisen eine IV von 0,74 dl/g auf.
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Beispiele 6 bis 16
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Dieses
Beispiel demonstriert die Auswirkung von Molverhältnis, Temperatur und Prozent
Wasser auf die Aufschlämmungsviskosität.
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Ein
statistisch ausgelegtes Experiment wird durchgeführt, um die Auswirkung von
Prozent Wasser, Molverhältnis
und Temperatur auf die Viskosität
einer Aufschlämmung
von CHDM und Isophthalsäure
zu überprüfen. In
Beispiel 6 wird eine Aufschlämmung
durch Mischen von 103 Gramm gereinigter Isophthalsäure, 179 Gramm
CHDM und 18,1 Gramm Wasser hergestellt. Die Aufschlämmung wird über eine
Stunde unter Rühren auf
eine Temperatur von 42°C
erwärmt.
Die Viskosität
der Aufschlämmung
wird unter Verwendung eines Brookfield Model LVT-Viskosimeters,
das mit einer T-Stab-Spindel ausgestattet ist, bei 42°C gemessen.
Die Beispiele 7 bis 16 werden auf die gleiche Weise wie Beispiel
1 wiederholt, außer
dass die in Tabelle 1 angegebenen Bedingungen verwendet werden.
Im experimentellen Aufbau wird das Molverhältnis von 1,0 bis 3,0 variiert,
die Temperatur wird von 25 bis 60°C
variiert, und das Wasser wird von 0 bis 12 Prozent variiert.
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Aus
den Daten von Tabelle 1 kann ein nicht-lineares Antwortmodell entwickelt
werden, um die Auswirkung von Molverhältnis, Prozent Wasser und Temperatur
auf die Aufschlämmungsviskosität zu beschreiben. Unter
Verwendung dieser Gleichung kann demonstriert werden, dass das wirksamste
und bevorzugte Verfahren zur Verringerung der Aufschlämmungsviskosität mittels
Zugabe von Wasser geschieht. Unter Verwendung der Gleichung können die
relativen Auswirkungen von Molverhältnis, Temperatur und Prozent
Wasser auf die Aufschlämmungsviskosität verglichen
werden. Zum Beispiel sagt die Gleichung bei einem Molverhältnis von 1,5,
6,0 Gewichtsprozent Wasser und 35°C
eine Aufschlämmung
von 2300 Centipoise voraus. Die Erhöhung der Gewichtsprozent Wasser
auf sieben weist die Auswirkung der Erniedrigung der Viskosität auf 2000
Centipoise auf. Um die Aufschlämmungsviskosität um das
gleiche Maß wie
durch die Erhöhung
des Wassers um 1 Prozent zu erniedrigen, wäre ein Temperaturanstieg von
35 auf 64°C
oder eine Erhöhung
des Molverhältnisses
von 1,5 auf 1,8 erforderlich. Dieses Beispiel erläutert, dass
das bevorzugte Verfahren zur Verringerung der Viskosität der Aufschlämmung die
Zugabe von Wasser zur Aufschlämmung
ist. Die Erhöhung
der Temperatur, um die Aufschlämmungsviskosität zu verringern,
wird aufgrund der erhöhten
Energiekosten und der Zersetzung von CHDM nicht gewünscht. Die
Erhöhung
des Molverhältnisses,
um die Aufschlämmungsviskosität zu verringern,
wird nicht gewünscht,
da die Erhöhung
des Molverhältnisses
die anschließende
Polykondensationsgeschwindigkeit negativ beeinflusst. Große Überschüsse an CHDM über die
Dicarbonsäure
werden wegen der Schwierigkeit der Entfernung von CHDM, einem hochsiedenden
Glycol, später
in der Polykondensationsstufe im Allgemeinen nicht verwendet, was
den Polymerisationsgrad begrenzt, der erhalten werden kann.
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Die
Beispiele 12 und 16 erläutern
die Tatsache, dass sich die CHDM:IPA-Aufschlämmung bei Umgebungstemperatur
in Abwesenheit von Wasser verfestigt. Da sich die 70% trans-/30%
cis-CHDM-Mischung
bei etwa 63°C
verfestigt, müsste
die Aufschlämmung
auf diese Temperatur erwärmt
werden, um sie geschmolzen zu halten. Jedoch verhindert der Zusatz
von Wasser die Verfestigung der Aufschlämmung, so dass niedrigere Temperaturen
verwendet werden können.
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Beispiele 17 bis 19
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Dieses
Beispiel demonstriert die Auswirkung der Gewichtsprozent Wasser
auf die Aufschlämmungs-Absetzungsgeschwindigkeiten.
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Die
Absetzung von Isophthalsäure
aus der CHMD/Wasser-Matrix ist unerwünscht, da Probleme bei der
Einspeisung einer Aufschlämmung
von dicker Zusammensetzung auftreten können. Die Beispiele 17 bis 20
werden durchgeführt,
um die Auswirkung der Gewichtsprozent Wasser auf die Absetzungsgeschwindigkeit von
Isophthalsäure
aus einer Mischung von CHDM und Wasser zu überprüfen. In Beispiel 17 wurde eine
Aufschlämmung
mit einem 2:1-Molverhältnis
von CHDM:IPA, die 2 Gewichtsprozent Wasser enthielt, durch Mischen
von 107 Gramm IPA, 187 g CHDM und 8 Gramm Wasser hergestellt. Die
Aufschlämmung
wird über
eine einstündige
Zeitspanne unter Rühren
auf 42°C
erwärmt.
Die Aufschlämmungsviskosität wird unter
Verwendung der gleichen Technik, die in den Beispielen 6 bis 16
beschrieben ist, gemessen. Die Aufschlämmung wird dann ungestört bei 42°C stehen
gelassen, und periodisch wird die Viskosität wieder gemessen, wobei man Sorgfalt
walten lässt,
die Aufschlämmung
nicht zu mischen oder zu stören.
Da sich die Isophthalsäure
im Lauf der Zeit aus der Mischung absetzt, nimmt die Viskosität ab. Die
Viskosität
einer Mischung von CHDM (187 g) und Wasser (6 g) wird bei 42°C gemessen,
was die Grundlinien-Viskosität
der Aufschlämmung
darstellt, in der der IPA-Festkörper
sich vollständig
abgesetzt hat. Der Vergleich der Viskosität der Mischung, während sie
sich absetzt, mit der Grundlinien-Viskosität der CHDM/Wasser-Mischung
ergibt ein Maß der
Absetzungsgeschwindigkeit von Isophthalsäure aus der Aufschlämmung. Die
Prozent, die sich aus der Aufschlämmung abgesetzt haben, werden
durch die folgende Gleichung berechnet:

worin
Grundlinien-μ die
Viskosität
der CHDM/Wasser-Mischung ohne Isophthalsäure ist; Ausgangs-μ die Viskosität der Isophthalsäure/CHDM/Wasser-Aufschlämmung vor
dem Absetzen ist; und abgesetztes μ die Viskosität der Isophthalsäure/CHDM/Wasser-Aufschlämmung nach
Absetzen ist.
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In
Beispiel 18 wird die Absetzungsgeschwindigkeit unter Verwendung
des oben beschriebenen Verfahrens gemessen, außer dass 6 Gewichtsprozent
Wasser zu der Aufschlämmung
gegeben werden. In Beispiel 19 werden 10 Gewichtsprozent Wasser
zu der Aufschlämmung
gegeben. Die Ergebnisse der Absetzungsexperimente sind in Tabelle
2 angegeben und in 4 grafisch dargestellt. Sie
zeigen an, dass das Absetzen von Isophthalsäure in Aufschlämmungen,
die 6 und 10 Gewichtsprozent Wasser enthalten, viel schneller ist
als in einer, die 2 Gewichtsprozent Wasser enthält. Aus diesem Grund werden
Wassermengen zwischen etwa 2 bis etwa 6 Gewichtsprozent bevorzugt.
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Tabelle
2 – Aufschlämmungs-Absetzungsgeschwindigkeiten
als Funktion der Gewichtsprozent Wasser
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In
den Zeichnungen und in der Beschreibung sind typische bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung offenbart worden, und obwohl spezielle Ausdrücke verwendet
werden, werden sie lediglich in generischem und beschreibendem Sinn
und nicht für
Zwecke der Beschränkung
verwendet, denn der Bereich der Erfindung ist in den folgenden Ansprüchen angegeben.