DE60108007T2 - Verfahren und Einrichtung zum Cracken von Kohlenwasserstoffen in zwei aufeinanderfolgenden Reaktionstufen - Google Patents

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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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    • C10G11/14Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid catalysts
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Cracken von Kohlenwasserstoffen bei Vorhandensein von wärmeübertragenden katalytischen oder nicht-katalytischen Partikeln, die in einer fluidisierten Phase zirkulieren. Sie hat insbesondere zum Ziel ein Verfahren zum Cracken im Fließbett, bei dem wärmeübertragende Partikel in zwei aufeinanderfolgenden Reaktionskammern zirkulieren, wobei sie in jeder von diesen in Kontakt gebracht werden mit einem oder mehreren Verschnitten von zu crackenden Kohlenwasserstoffen.
  • Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Vorrichtung, die zum Ausführen des Verfahrens gemäß der Erfindung konzipiert ist.
  • Auf an sich bekannte Weise greift die Mineralölindustrie auf Verfahren zum Umwandeln schwerer Chargen von Kohlenwasserstoffen zurück, bei denen die Kohlenwasserstoffmoleküle mit hohem Molekulargewicht und mit hohem Siedepunkt entsprechend der gewünschten Verwendung in kleinere Moleküle gespalten werden, die im Bereich von niedrigeren Temperaturen sieden können.
  • Um diese Art von Umwandlung durchzuführen, verfügt sie insbesondere über Verfahren, die Cracken im Fluidzustand genannt werden. Bei dieser Art von Verfahren wird die Charge von Kohlenwasserstoffen, die im allgemeinen in Form feiner Tröpfchen zerstäubt ist, in Kontakt gebracht mit wärmeübertragenden Partikeln mit einer hohen Temperatur, die in dem Reaktor in der Form des Fließbetts zirkulieren, d.h. in einer mehr oder weniger dichten Suspension im Inneren eines gasförmigen Fluids, das ihren Transport sicherstellt oder unterstützt. Beim Kontakt mit den heißen Partikeln tritt eine Verdampfung der Charge auf, gefolgt von einem Cracken der Kohlenwasserstoffmolekü le. Die Reaktion des Crackens ist thermischer Natur, wenn die Partikel lediglich eine wärmeübertragende Funktion haben. Sie ist von katalytischer Natur, wenn die wärmeübertragenden Partikel ebenfalls eine katalytische Funktion haben, d.h. aktive Stellen aufweisen, die die Reaktion des Crackens begünstigen, wie es insbesondere der Fall ist bei dem Verfahren des sogenannten katalytischen Crackens im Fluidzustand (im allgemeinen als FCC-Verfahren bezeichnet aus dem englischen "Fluid Catalytic Cracking").
  • Nachdem nach der Reaktion des Crackens der Bereich der gewünschten Molekulargewichte erreicht wurde bie einem entsprechenden Erniedrigen des Siedepunkts, werden die Reaktionsausflüsse von den Partikeln getrennt. Diese letzteren, die aufgrund des Koks, der sich auf ihrer Oberfläche abgelagert hat, deaktiviert sind, werden im allgemeinen gestrippt, um die mitgenommenen Kohlenwasserstoffe zurückzugewinnen, und dann durch Verbrennung des Koks regeneriert und schließlich wieder mit der zu crackenden Charge in Kontakt gebracht.
  • Die verwendeten Reaktoren sind meistens vertikale rohrförmige Reaktoren, in denen die Charge und die Partikel sich entsprechend einem im wesentlichen ansteigenden Fluss bewegen (der Reaktor wird dann "Riser" genannt), oder indem sie einem im wesentlichen absteigenden Fluss folgen (der Reaktor wird dann "Dropper" oder "Downer" genannt).
  • Eine Hauptschwierigkeit bei diesem Verfahren besteht darin, ein Cracken der Charge zu verwirklichen, das gleichzeitig vollständig und selektiv ist, d.h. dahin zu gelangen, dass die gesamte Charge gecrackt wird, um eine maximale Menge von verwertbaren Kohlewasserstoffen zu gewinnen, wobei die Menge der unerwünschten Unterprodukte minimiert wird. Dieses Ziel ist um so schwieriger zu erreichen, wenn die zu crackenden Chargen relativ große Siedeintervalle aufweisen und aus sehr unterschiedlichen Bestandteilen zusammengesetzt sind, die unter we sentlich unterschiedlichen Bedingungen cracken, um zu verschiedenen Produkten zu führen.
  • Deswegen führen die tatsächlich verwirklichten Verfahren eine im allgemeinen unvollständige Umwandlung der Charge durch. In diesen Verfahren wird das Cracken in einem einzigen Reaktor verwirklicht, in dem es die Betriebsbedingungen, die abhängig von der mittleren Natur der die Charge bildenden Kohlenwasserstoffe gewählt sind, nicht ermöglichen, den ganzen Bereich der Kohlenwasserstoffe korrekt zu cracken, um selektiv die erwünschten Produkte zu gewinnen. Daraus resultieren Reaktionsausflüsse, die aus sehr unterschiedlichen Produkten gebildet sind, von denen ein beträchtlicher Anteil aus einem unzureichenden Cracken der Charge stammt, und die daher für den Raffineur unerwünschte Produkte bilden, die schwierig zu verwerten sind.
  • Eine erste Lösung besteht darin, diese Produkte ganz oder teilweise in den Crackreaktor zu zurückzuführen, so dass sie einem zweiten Schritt des Crackens unterliegen. Eine solche Maßnahme wäre jedoch nicht nur wenig wirkungsvoll, sondern auch schädlich in dem Maß, in dem ein solches Zurückführen oft die Wirkung hat, dass die Qualität des Crackens der frischen Charge beträchtlich beeinträchtigt wird.
  • Eine zweite Lösung besteht darin, die Stärke des Crackens zu erhöhen, um auf eine kräftigere Weise die eingeführte Charge zu cracken und alle Arten von vorhanden Kohlenwasserstoffen umzuwandeln. Während es eine solche Maßnahme ermöglicht, den Umwandlungsgrad der Charge zu erhöhen, begünstigt sie jedoch im Gegenzug Erscheinungen des Übercrackens, die sich durch eine Verringerung der Selektivität der Umwandlung ausdrücken: man beobachtet eine erhöhte Erzeugung von trockenen Gasen und von Koks auf Kosten der gesuchten mittleren Kohlenwasserstoffe.
  • In dem Stand der Technik wurden verschiedene Lösungen vorgeschlagen, um die oben genannten Probleme zu lösen.
  • Bereits 1947 schlug das US-Patent Nr. 2,488,713 ein Verfahren zum katalytischen Cracken vor, das zwei aufeinanderfolgende Reaktoren verwendet, wobei in jedem von ihnen katalytische Partikel zirkulieren. In dem ersten Reaktor wird ein schwerer Rückgewinnungsverschnitt (Rückstand der Fraktionierung der Ausflüsse des Crackens von der Art, die unter dem Namen „Slurry" bekannt ist) beim Kontakt mit katalytischen Partikeln gecrackt, die von dem Regenerator stammen. In dem zweiten Reaktor wird eine frische Charge sowie ein mittlerer Rückgewinnungsverschnitt von der Art von Destillaten beim Kontakt mit Partikeln trägt, die von dem ersten Reaktor kommen. Am Ausgang jedes der zwei Reaktoren werden die Kohlenwasserstoffausflüsse von den Partikeln getrennt, dann werden sie kombiniert und zu einer klassischen Fraktioniersäule geleitet.
  • Der erste Nachteil eines solchen Verfahrens besteht darin, dass die frische Charge in dem zweiten Reaktor in der Gegenwart von Partikeln behandelt wird, die bereits in dem ersten Reaktor beim Kontakt mit der schweren Rückgewinnungscharge, die besonders reich an polyaromatischen widerstandsfähigen Bestandteilen ist, größtenteils verkokt und deaktiviert wurden. Daraus folgt in dem zweiten Reaktor eine schlechte katalytische Wirkung dieser Partikel und daraus eine mittelmäßige Qualität des Crackens der frischen Charge und eine Umwandlung, die sowohl nicht sehr hoch als auch wenig selektiv ist.
  • Ein zweiter Nachteil kommt aus der Tatsache, dass der schwere Rückgewinnungsverschnitt sich fortlaufend mit den widerstandsfähigsten schweren Bestandteilen anreichert, die auch, wenn sie im ersten Reaktor wiedereingeführt werden, nicht oder nur auf unvollständige Weise cracken und in der Einheit „rund laufen".
  • Das erschwert die oben beschriebenen Probleme der vorzeitigen Verkokung der Partikel im ersten Reaktor. Eine auf der Rückführleitung vorgesehene Reinigung löst das Problem nicht auf zufriedenstellende Weise. Da das Recyclat aus dem Rückstand der Fraktionierung der aus zwei Reaktoren kombinierten Ausflüsse gebildet wird, entfernt das Ablassen nicht nur lediglich einen Teil der wärmebeständigsten Bestandteile, die man aus der Einheit entfernen will, sondern es entfernt darüber hinaus eine Fraktion von Bestandteilen, die direkt von der frischen Charge ausgegeben werden, die bei ihrem Durchgang durch den zweiten Reaktor nicht umgewandelt wurden, aber die in dem ersten Reaktor beim Kontakt mit den regenerierten Partikeln gecrackt hätten werden können. Die schlechte Selektivität dieses Ablasssystems führt somit zu einem zusätzlichen Verlust der Ausbeute an erwünschten Produkten.
  • Im übrigen beschreibt das EP-Patent Nr. 573316 ein Verfahren zum katalytischen Cracken, bei dem die Reaktion sich in zwei aufeinanderfolgenden Reaktoren entfaltet, wobei der erste Reaktor einen absteigenden Fluss (Downer) aufweist und der zweite einen aufsteigenden Fluss (Riser). Die zu crackende Charge wird am Eintritt in den Reaktor mit absteigender Strömung mit den regenerierten Partikeln in Kontakt gebracht, auf dessen Grund die Mischung Charge/Partikel zu dem Reaktor mit aufsteigender Strömung befördert wird. Die Charge zirkuliert somit im Kontakt mit den Partikeln in zwei aufeinanderfolgenden Reaktoren, was es ermöglicht, die globale Ausbeute an gecrackten Kohlenwasserstoffen zu erhöhen. Dieses Verfahren ist jedoch nicht absolut selektiv: die bereits in dem ersten Reaktor umgewandelten Kohlenwasserstoffe setzen ihr Cracken in dem zweiten Reaktor fort, woraus sich ein Phänomen des Übercrackens ergibt, das eine erhöhte Erzeugung von trockenem Gas und von Koks bewirkt zum Schaden der gesuchten mittleren Verschnitte.
  • Beim Verfolgen ihrer Forschungen in dem Bereich des Crackens im Fließbett hat sich die Anmelderin für diese Verfahren inte ressiert, in denen zwei Crackreaktoren verwendet werden, um den Grad und die Selektivität im Hinblick auf die traditionellen Verfahren zu verbessern, die nur einen einzigen Reaktor verwenden. Dabei hat sie ein Verfahren verwirklicht, das es ermöglicht, den Nachteilen der Systeme des Stands der Technik abzuhelfen.
  • Zu diesem Zweck bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Cracken einer Charge von Kohlenwasserstoffen im Fließbett, bei dem wärmeübertragende, eventuell katalytische Partikel in zwei aufeinanderfolgenden Reaktionskammern zirkulieren, in jeder von denen sie in Kontakt gebracht werden mit zumindest einem Verschnitt von Kohlenwasserstoffen und die von jeder dieser Kammern abgegebenen Reaktionsausflüsse zu derselben Fraktioniereinheit geleitet werden.
  • Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ausflüsse jeder der Reaktionskammern teilweise getrennt in derselben Fraktioniersäule fraktioniert werden, die teilweise unterteilt ist, und dass zumindest ein Verschnitt, der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse einer der zwei Reaktionskammern stammt, ganz oder teilweise in die andere Kammer wiedereingeführt wird.
  • In der vorliegenden Darstellung wird als Reaktionskammer jedes Gefäß bezeichnet, das mit Elementen zum Einführen von wärmeübertragenden Partikeln (katalytisch oder nicht), mit Mitteln zum Einführen von einem oder mehreren Verschnitten von zu crackenden Kohlenwasserstoffen, mit einer Reaktionszone zum Cracken und mit Mitteln zum Trennen der Ausflüsse des Crackens und der Partikel versehen ist. Dieser Begriff schließt insbesondere jede Art von Reaktoren zum thermischen oder katalytischen Cracken im Fließbett ein, welche Arbeitsweise auch immer (aufsteigend oder absteigend) sie haben.
  • Gemäß der Erfindung werden die Kohlenwasserstoffe in einer ersten Reaktionskammer im Kontakt mit vollständig aktiven Partikeln, die aus dem Regenerator stammen, gecrackt. Am Ausgang dieser ersten Kammer werden die Ausflüsse von den Partikeln getrennt, und die letzteren setzen ihren Durchlauf in einer zweiten Reaktionskammer fort, in der ihre restliche Aktivität verwendet wird, um eine zusätzliche Menge von Kohlenwasserstoffen zu cracken.
  • Hinsichtlich der zu crackenden Charge unterliegt diese einem ersten Schritt des klassischen Crackens in einer der zwei Reaktionskammern. Die entsprechenden Ausflüsse werden dann in derselben Fraktioniersäule wie die von der anderen Kammer abgegebenen Ausflüsse fraktioniert, aber teilweise auf getrennte Weise. Man gewinnt daher aus der getrennten Fraktionierung der aus dem ersten Schritt des Crackens stammenden Ausflüsse einen oder mehrere Verschnitte, die unerwünschte Produkte enthalten. Diese Verschnitte werden dann ganz oder teilweise in die andere Reaktionskammer wiedereingeführt. Dort unterliegen sie einem zweiten Schritt des Crackens, der von dem ersten unabhängig ist und bei dem die Betriebsbedingungen abhängig von der Natur dieser wiedereingeführten Kohlenwasserstoffe und von der Art der Produkte, die man erhalten möchte, eingestellt sind.
  • Ein solches Vorgehensschema ist möglich dank der spezifischen Fraktioniersäule, die in der Erfindung verwendet wird. Diese Säule ist in der Tat teilweise unterteilt, was es ermöglicht, die aus jeder der zwei Reaktoren stammenden Ausflüsse teilweise getrennt zu fraktionieren, d.h. ohne dass es einen Kontakt zwischen ihnen gibt. Selbstverständlich entspricht der Teil der so auf getrennte Weise fraktionierten Ausflüsse der zwei Reaktoren dem Teil, der die Verschnitte enthält, die reich an unerwünschten Produkten sind und von denen der Raffineur wünscht, dass sie einem zweiten Schritt des Crackens unterliegen. Der andere Teil dieser Ausflüsse wird in der nicht unter teilten Zone der Säule zusammengeführt, in der die Ausflüsse gemeinsam fraktioniert werden.
  • Mit Bezug auf herkömmliche Systeme mit einem einzelnen Reaktor ermöglicht das Verfahren gemäß der Erfindung eine gleichzeitig stärkere und selektivere Umwandlung der zu crackenden Charge. Sie ermöglicht es dem Raffineur in der Tat, wenig vewertbare Produkte, die bei einem ersten Schritt des klassischen Crackens gewonnen wurden, so wiederzuzuführen, dass diese Produkte einem zweiten Schritt des Crackens unterliegen. Die Tatsache, dass die Wiederverwendung dieser Produkte in einem anderen Reaktor geschieht, bietet den Vorteil, dass es einerseits möglich ist, dieses zweite Cracken unter geeigneten Bedingungen durchzuführen und dass andererseits vermieden wird, die Qualität des ersten Schritts des Crackens der Charge zu beinträchtigen.
  • Im Hinblick auf in dem Stand der Technik vorgeschlagene Systeme mit zwei Reaktoren ermöglicht es das Verfahren gemäß der Erfindung, die die Charge bildenden Kohlenwasserstoffe verschiedenen Kreisen des Crackens zu unterwerfen, die vollkommen an die unterschiedlichen Arten dieser Kohlenwasserstoffe angepasst sind, so dass daraus eine maximale Menge verwertbarer Produkte gewonnen wird. In der Tat unterliegt die zu crackende Charge einer ersten Umwandlung, nach der die gewonnenen unerwünschten Produkte getrennt von den Ausflüssen des anderen Reaktors in einer Abteilung der unterteilten Zone der Fraktioniersäule fraktioniert werden. Diese Produkte werden dann einem anderen Reaktor wiederzugeführt, in dem sie unter Bedingungen, die besonders führ ihre Art geeignet sind, einem zweiten Schritt des Crackens unterliegen.
  • Die aus dem zweiten Cracken stammenden Ausflüsse werden dann in derselben Säule wie die Ausflüsse des ersten Crackens fraktioniert, und das System der unterteilten Fraktionierung dieser Säule ermöglicht es, dass die unerwünschten Restbestand teile, die nach dem Durchgang durch die zwei Reaktoren nicht umgewandelt wurden (insbesondere die Bestandteile, die dem Cracken gegenüber besonders widerstandsfähig sind), nicht ein zweites Mal wiederzugeführt werden und in der Einheit "rund laufen". In der Tat werden solche Bestandteile in der Fraktioniersäule in der Abteilung der unterteilten Fraktionierung der aus dem zweiten Schritt des Crackens stammenden Ausflüsse wiedergewonnen. Diese Bestandteile werden somit getrennt von den aus dem ersten Schritt des Crackens stammenden Ausflüssen wiedergewonnen, und sie können beispielsweise aus der Einheit entfernt werden. Dieses System ermöglicht es, in eine der Reaktionskammern nur die Kohlenwasserstoffe wiedereinzuführen, die ausschließlich aus der anderen Kammer stammen. Somit wird jede Erscheinung des Anreicherns der wiederverwendeten Verschnitte an widerstandsfähigen Bestandteilen vermieden, was fortlaufend die Qualität des Crackens dieser Verschnitte verschlechtern würde, alles unter Bewirkung einer übermäßigen Verkokung der in der Einheit zirkulierenden Partikel.
  • Somit ermöglicht es das Verfahren gemäß der Erfindung, die aus einem ersten Schritt des klassischen Crackens stammenden unerwünschten Produkte am besten zu verwerten, um eine zusätzliche Menge der Produkte mit dem höchsten Mehrwert zu gewinnen. Für dieselbe Ausgangscharge bietet es dem Raffineur die Möglichkeit, ein gleichzeitig vollständigeres und selektiveres Cracken zugunsten der Art von Produkten durchzuführen, die er gewinnen möchte. Die Rentabilität der Einheit wird daher beträchtlich verbessert.
  • Außerdem hat die Anwenderin eine Vorrichtung verwirklicht, die ein wirkungsvolles Durchführen des Verfahrens gemäß der Erfindung ermöglicht.
  • Die vorliegende Erfindung hat daher gleichermaßen zum Ziel eine Vorrichtung zum Cracken einer Charge von Kohlenwasserstoffen im Fließbett durch die Inbetriebnahme von zwei Reaktions kammern, die untereinander durch ein Mittel zum Transportieren wärmeübertragender Partikel verbunden sind, einer Fraktioniersäule und von Zuführleitungen der von jeder der beiden Kammern abgegebenen Kohlenwasserstoffe zu der Fraktioniersäule.
  • Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass:
    • – die Fraktioniersäule in ihrem Inneren zumindest zwei verschiedene Zonen aufweist: eine erste Zone der unterteilten Fraktionierung, die aus zwei Abteilungen besteht, von denen jede mit einer zweiten Zone der gemeinsamen Fraktionierung in Verbindung steht;
    • – die Zuführleitungen der von der ersten und der zweiten Reaktionskammer abgegebenen Ausflüsse jeweils in der ersten bzw. in der zweiten Abteilung der Zone der unterteilten Fraktionierung münden;
    • – Mittel vorgesehen sind zum Wiederverwenden und Einführen in eine der Reaktionskammern zumindest eines der Abteilung der unterteilten Fraktionierung entnommenen Verschnitts der Ausflüsse der anderen Reaktionskammer.
  • Ein erster Vorteil der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist mit der Tatsache verbunden, dass die von den zwei Reaktionskammern abgegebenen Kohlenwasserstoffausflüsse teils getrennt behandelt werden, aber in einer einzigen und derselben Fraktioniersäule. Dieses System ermöglicht es, den Rückgriff auf zwei getrennte Säulen zu vermeiden und somit eine kompakte Einheit zu haben und die Investitionen zu begrenzen.
  • Ein zweiter Vorteil dieser Vorrichtung ist mit der Tatsache verbunden, dass sie eine optimale Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ermöglicht. In der Tat ist die Zone der unterteilten Fraktionierung vorteilhafterweise dimensioniert abhängig von den Siedebereichen der unerwünschten Produkte, die der Raffineur einem zweiten Schritt des Crackens unterwerfen will. Die Zone der gemeinsamen Fraktionierung dient dagegen zum Fraktionieren der Produkte, für die der Raffineur nicht zwischen den aus jeder der zwei Reaktionskammern abgegebenen unterscheiden möchte, beispielsweise weil es direkt verwertbare Produkte sind, die er nicht wieder cracken möchte.
  • Die zwei in der Erfindung verwendeten Reaktionskammern sind in der vorliegenden Darstellung durch "erste" und "zweite" Reaktionskammer bezeichnet, wobei selbstverständlich ist, dass diese Reihenfolge angenommen wurde in Bezug auf die Zirkulationsrichtung der wärmeübertragenden Partikel von dem Regenerator aus. In jeder dieser zwei Kammern kann das Einführen der Kohlenwasserstoffe mitlaufend und/oder gegenlaufend zum Fluss der wärmeübertragenden Partikel durchgeführt werden.
  • Diese zwei Reaktionskammern können insbesondere gebildet sein aus jeder Art von Reaktoren mit absteigender Strömung (Downer) oder aufsteigender Strömung (Riser). Auch wenn die zwei Kammern vollkommen identisch sein können, ist das Verfahren gemäß der Erfindung um so vorteilhafter, wenn die Kammern verschieden sind. Das ermöglicht es, insbesondere in jeder der zwei Kammern unterschiedliche Betriebsbedingungen herrschen zu lassen, die an die Art der in jede eingeführten Kohlenwasserstoffe angepasst sind.
  • Insbesondere ist gemäß einer bevorzugten Variante des Verfahrens gemäß der Erfindung die Aufenthaltsdauer der in die erste Reaktionskammer eingebrachten Kohlenwasserstoffe kleiner als die Aufenthaltsdauer der in die zweite Reaktionskammer eingebrachten Kohlenwasserstoffe. Tatsächlich wird das Cracken in der ersten Reaktionskammer in Gegenwart von Partikeln durchgeführt, die direkt aus dem Regenerator stammen und somit eine besonders hohe Temperatur und eine maximale Aktivität aufweisen. In der Tat hat sich herausgestellt, dass ein langer Kontakt zwischen diesen Partikeln und den Kohlenwasserstoffen vorzugsweise zu vermeiden ist, um einerseits ein Übercracken zu vermeiden und andererseits die Menge des auf den Partikeln abgeschiedenen Koks zu begrenzen, die somit einen Teil ihrer Wärme und ihrer Aktivität für das Cracken der in die zweite Reaktionskammer eingebrachten Kohlenwasserstoffe bewahren.
  • In der zweiten Reaktionskammer dagegen geschieht das Cracken unter sanfteren Bedingungen, da die Partikel sich bei ihrem Durchgang durch die erste Reaktionskammer zum Teil abgekühlt haben und sogar deaktiviert sind. Von daher hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, den Kontakt zwischen den Partikeln und den Kohlenwasserstoffen zu verlängern, um ihr hinreichend vollständiges Cracken zu ermöglichen.
  • Vorteilhafterweise liegt die Aufenthaltsdauer der in die erste Reaktionskammer eingebrachten Kohlenwasserstoffe zwischen 0,05 und 5 Sekunden, vorzugsweise zwischen 0,1 und 1 Sekunde. Bezüglich der Aufenthaltsdauer der in die zweite Reaktionskammer eingebrachten Kohlenwasserstoffe liegt sie vorteilhafterweise zwischen 0,1 und 10 Sekunden, vorzugsweise zwischen 0,4 und 5 Sekunden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Strömen der Charge und der Partikel in der ersten Reaktionskammer in einer im wesentlichen absteigenden Richtung. Diese Reaktionskammer kann also aus einem im wesentlichen vertikalen Reaktor mit absteigender Strömung gebildet sein von einem Typ, der unter dem Namen "Downer" bekannt ist, so wie er beispielsweise in der internationalen Patentanmeldung WO 98/12279 beschrieben ist. In der Tat ermöglicht diese Art von Reaktoren eine besonders kurze Kontaktdauer zwischen den Kohlenwasserstoffen und dem Fließbett der Partikel.
  • Gemäß einer gleichermaßen bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Strömen der Charge und der Partikel in der zweiten Reaktionskammer in einer im wesentlichen aufsteigenden Richtung.
  • Diese Reaktionskammer kann also aus einem im wesentlichen vertikalen Reaktor mit aufsteigender Strömung gebildet sein von dem Typ, der unter dem Namen "Riser" bekannt ist. In der Tat ermöglicht es diese Art von Reaktor, längere Kontaktzeiten zwischen den Kohlenwasserstoffen und dem Fließbett der Partikel zu erreichen.
  • Die vorliegende Erfindung bietet zahlreiche Arten der Verwirklichung, unter denen der Raffineur diejenige auswählen kann, die am besten geeignet ist für die Arten von Produkten, die er gewinnen möchte, unter Berücksichtigung der Arten von zu crackenden Chargen, über die er verfügt.
  • Eine erste besonders vorteilhafte Art der Durchführung besteht darin, die Fraktionierung des schweren Anteils der aus den zwei Reaktoren stammenden Ausflüsse zu unterteilen. Somit werden die schwereren von jeder der zwei Reaktionskammern abgegebenen Ausflüsse getrennt fraktioniert, während die leichteren Ausflüsse zusammengeführt werden.
  • Dieser Aufbau ermöglicht es, die schweren Produkte, die aus einem ersten Schritt des Crackens der Charge stammen, einem zweiten Schritt des Crackens zu unterwerfen. Auf vorteilhafte Weise ist der Verschnitt, der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse einer der Reaktionskammern stammt und der ganz oder teilweise in die andere Kammer wiedereingeführt wird, Slurry und/oder ein schweres Destillat vom Typ HCO.
  • Im Bereich der Erölraffinierung wird mit HCO (von englisch "heavy cycle oil") ein schwerer Verschnitt bezeichnet, dessen Siedebereich sich von einem Anfangspunkt, der im allgemeinen zwischen 320 und 400°C liegt, bis zu einem Endpunkt erstreckt, der im allgemeinen zwischen 450 und 480°C liegt. Das ist ein wenig verwertbares Produkt, reich an Schwefel und aromatischen Verbindungen, das im allgemeinen als Verdünnung für schwere Brennstoffe verwendet wird.
  • Im Hinblick auf das Produkt, das im allgemeinen mit "Slurry" bezeichnet wird, ist es aus dem Rückstand der Fraktionierung der Ausflüsse des Crackens gebildet. Das ist ein sehr schweres, sehr viskoses Produkt, dessen anfänglicher Cutpoint im allgemeinen zwischen 450 und 480°C liegt. Dieser Rückstand ist um so schwieriger zu verwerten, als er besonders reich an polyaromatischen Verbindungen ist und einen beträchtlichen Anteil an Feingut enthält, d.h. an Staub, der von der Erosion der wärmeübertragenden Partikel herrührt, die in der Einheit zirkulieren.
  • Es ist daher besonders sinnvoll, die schweren Produkte vom Typ HCO und Slurry einem zweiten Schritte des Crackens zu unterwerfen, um so mehr da das es ermöglicht, mehr verwertbare mittlere Produkte zu erzeugen wie z.B. Gasöle, Benzine, GPL.
  • Außerdem hat sich herausgestellt, dass es für diese Arten der Durchführung, bei denen Verschnitte des schweren Typs wiederverwendet werden, vorteilhaft ist, diese Verschnitte in die zweite Reaktionskammer wiedereinzuführen. Somit wird das Risiko der vorzeitigen Verkokung der wärmeübertragenden Partikel in der ersten Reaktionskammer vermieden. Es kann vorteilhafterweise auch die Gesamtheit oder ein Teil der frischen Charge in die erste Reaktionskammer eingebracht werden. Somit wird entsprechend einem besonders vorteilhaften Aufbau zumindest ein Verschnitt, der aus der getrennten Fraktionierung der schwereren Ausflüsse der ersten Reaktionskammer stammt, ganz oder teilweise in die zweite Reaktionskammer wiedereingeführt.
  • Ein zweites Verfahren des besonders vorteilhaften Durchführens besteht darin, die Fraktionierung des leichten Anteils der aus den zwei Reaktoren stammenden Ausflüsse zu unterteilen. Somit werden die leichteren von jeder der zwei Reaktionskammern abgegebenen Ausflüsse getrennt fraktioniert, während die schwereren Ausflüsse zusammengeführt werden.
  • Dieser Aufbau ermöglicht es, die leichten Produkte, die aus einem ersten Schritt des Crackens der Charge stammen, einem zweiten Schritt des Crackens zu unterwerfen. Auf vorteilhafte Weise enthält der Verschnitt, der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse einer der Reaktionskammern stammt und der ganz oder teilweise in die andere Kammer wiedereingeführt wird, Benzin. Für gewöhnlich werden mit Benzin Verschnitte bezeichnet, deren Siedebereich sich von einem Anfangspunkt, der im allgemeinen größer gleich 20°C ist, bis zu einem Endpunkt erstreckt, der im allgemeinen zwischen 140 und 220°C liegt. Es kann besonders vorteilhaft für den Raffineur sein, diese Art von Produkten einem zweiten Schritt des Crackens zu unterwerfen, in dem Maß, in dem das die Herstellung an leichten Olefinen vermehrt wie beispielsweise von Propenen und von Butenen, die sehr gesuchte Produkte sind, insbesondere für Verwendungen in der Petrochemie.
  • Für diese Arten der Durchführung, bei denen Verschnitte vom leichten Typ wiederverwendet werden, kann es vorzuziehen sein, diese wiederverwendeten Verschnitte in der ersten Reaktionskammer einzubringen. Da das Cracken von Benzinen in leichte Olefine besonders hohe Temperaturen verlangt, hat es sich in der Tat als wirkungsvoller herausgestellt, eine solche Umwandlung in der Gegenwart von Partikeln durchzuführen, die direkt aus dem Regenerator kommen. Die frische Ladung kann also ganz oder teilweise in die zweite Reaktionskammer eingebracht werden. Somit wird gemäß einem besonders vorteilhaften Aufbau zumindest ein Verschnitt, der aus der getrennten Fraktionierung der leichteren Ausflüsse der zweiten Reaktionskammer stammt, ganz oder teilweise in die erste Reaktionskammer wiedereingeführt.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird zumindest ein Verschnitt, der aus der getrennten Fraktionierung einer der Reaktionskammern stammt, ganz oder teilweise in die andere Kammer zurückgeführt. Die zurückgeführten Anteile hängen insbesondere von der Art der betroffenen Verschnitte ab (mehr oder weniger dicht, mehr oder wenig schwierig zu cracken, ...). Diese Anteile müssen auch die Betriebsbedingungen berücksichtigen, die in dem Reaktor herrschen, in den solche Verschnitte wiedereingeführt werden, um die vollständige Verdampfung und das Cracken der wiederverwendeten Kohlenwasserstoffe sicherzustellen. Für jeden so wiederverwendeten Verschnitt beträgt der wiederverwendete Anteil vorteilhafterweise 10 bis 100 % des Flusses dieses Verschnitts. Noch vorteilhafter liegt dieser Anteil zwischen 50 und 100 %.
  • Außerdem kann jeder der wiedereingeführten Verschnitte vor dieser Rückführung mit anderen Verschnitten von Kohlenwasserstoffen zusammengeführt werden.
  • In dem Fall der getrennten Fraktionierung der schweren Ausflüsse mit Wiedereinführen eines viskosen Verschnitts vom Typ "Slurry" kann es beispielsweise besonders vorteilhaft sein, den wiedereingeführten Anteil dieses "Slurry" mit einem leichteren Verschnitt zu verdünnen, um das Wiedereinbringen zu erleichtern. Das Verdünnungsmittel kann beispielsweise die frische Ladung enthalten, insbesondere herkömmliche Chargen vom Typ der Gasöle oder Destillate. Das Verdünnungsmittel kann außerdem beispielsweise leichte Recyclingöle enthalten ("light cycle oils", LCO) oder schwere Recyclingöle ("heavy cycle oils", HCO).
  • Schließlich kann jeder der wiedereingeführten Verschnitte vor dieser Rückführung einer oder mehreren Zwischenbehandlungen unterworfen sein. Vorzugsweise enthält eine solche Zwischenbehandlung eine Hydrobehandlung wie z.B. eine Hydrierung, eine Hydroaromatisierung, eine Hydroentschwefelung, eine Hydrodenitrierung.
  • Solche Behandlungen werden für gewöhnlich in der Gegenwart von dem Fachmann bekannten Katalysatoren durchgeführt, die im allgemeinen auf einem widerstandsfähigen Mineraloxidträger abgelagert eine oder mehrere Metalle der Gruppe VIII des Periodensystems der Elemente enthalten, manchmal verbunden mit anderen Metallen wie z.B. denen der Gruppe VI des Periodensystems der Elemente.
  • In der zweiten Reaktionskammer wird das Cracken der Kohlenwasserstoffe in Gegenwart von wärmeübertragenden Partikeln durchgeführt, die aus der ersten Kammer kommen, in der sie teilweise verkokt und auch deaktiviert wurden im Kontakt mit der in diese erste Kammer eingebrachten Charge. Eine besonders vorteilhafte Variante der Erfindung besteht darin, stromaufwärts von der zweiten Reaktionskammer zusätzlich zu den aus der ersten Reaktionskammer kommenden Partikeln einen Zusatz von Partikeln einzuführen, die aus dem Regenerator kommen. Diese Variante hat sich als besonders nützlich herausgestellt, wenn die von den aus der ersten Kammer stammenden Partikeln mitgeführte Wärme unzureichend ist, um die in die zweite Reaktionskammer eingebrachten Kohlenwasserstoffe zu verdampfen. Der Zusatz von regenerierten Partikeln ermöglicht somit, eine zusätzliche Wärmemenge aufzubringen und die in der zweiten Kammer herrschende Temperatur zu steuern. Da die Partikel vom katalytischen Typ sind, bietet dieses System außerdem den zusätzlichen Vorteil, dass in die zweite Kammer ein Zusatz von vollkommen aktiven katalytischen Orten eingebracht wird, um die Reaktionen des Crackens der in diese zweite Kammer eingebrachten Kohlenwasserstoffe zu optimieren.
  • Vorzugsweise wird der Zusatz von Partikeln eingeführt zwischen der Zone, in der die Trennung der Partikel und der Ausflüsse der ersten Reaktionskammer durchgeführt wird, und der Zone, in der das Einspritzen der Kohlenwasserstoffe in die zweite Reaktionskammer durchgeführt wird. Dieser Zusatz wird vorteilhafterweise so eingeführt, dass eine homogene Mischung mit den aus dem ersten Reaktor stammenden Partikeln sichergestellt ist. Zu diesem Zweck kann sich ein System der Homogenisierung von Fließbetten von Partikeln, wie es in der Patentanmeldung EP 99 401 112 im Namen der Anmelderin beschrieben ist, als besonders nützlich herausstellen.
  • Die Erfindung verwendet eine besondere Fraktioniersäule. In der Tat muss diese die gleichzeitige Destillation der von den zwei Reaktoren abgegebenen Ausflüsse ermöglichen und so ausgeführt sein, dass die Fraktionierung dieser zwei Arten von Ausflüssen teilweise getrennt und teilweise gemeinsam durchgeführt wird.
  • Zu diesem Zweck enthält das Innenvolumen dieser Säule zwei Zonen:
    • – eine Zone der unterteilten Fraktionierung, in der die von den zwei Reaktoren abgegebenen Ausflüsse getrennt fraktioniert werden, jede in einer Abteilung, so dass jeder Kontakt zwischen ihnen vermieden wird, und
    • – eine Zone der gemeinsamen Fraktionierung, in der die von den zwei Reaktoren abgegebenen Ausflüsse gemischt werden.
  • Diese teilweisen Absonderungen der von den zwei Reaktoren abgegebenen Ausflüsse wird mit Hilfe einer Unterteilung verwirklicht, die in dem Inneren der Säule angeordnet ist, wobei die Unterteilung einen Abschnitt der Säule in zwei Abteilungen unterteilt, die die Zone der unterteilten Fraktionierung bilden.
  • Diese abschnittsweise unterteilte Fraktioniersäule kann auf zahlreiche Arten ausgeführt sein entsprechend dem Anteil der Ausflüsse, für die es erwünscht ist, dass die Fraktionierung getrennt durchgeführt wird.
  • Wenn beispielsweise gewünscht ist, die Fraktionierung des schweren Anteils der von jedem der zwei Reaktoren abgegebenen Ausflüsse zu unterteilen, entspricht die Zone der unterteilten Fraktionierung dem unteren Abschnitt der Fraktioniersäule. In diesem Fall können für die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung verschiedene Arten der Unterteilung vorgesehen sein.
  • Gemäß einer ersten Ausführungsweise ist die Zone der unterteilten Fraktionierung durch ein im wesentlichen vertikales Trennelement, das sich von dem Grund der Fraktioniersäule aus über einen Abschnitt ihrer Höhe erstreckt, in zwei Abteilungen unterteilt. Es kann sich beispielsweise um eine vertikale ebene Wand handeln. Es kann sich ebenso um eine vertikale zylindrische Wand handeln, deren Drehachse parallel zu der Längsachse der Fraktioniersäule ist.
  • Gemäß einer zweiten Ausführungsweise ist die Zone der unterteilten Fraktionierungen in zwei Abteilungen unterteilt durch ein im wesentlichen horizontales Trennelement, das beispielsweise aus einer Platte gebildet ist, die sich über einen horizontalen Abschnitt der Säule erstreckt und mit einem oder mehreren Schloten versehen ist, die den Durchgang der von der Abteilung unterhalb der Platte abgegebenen leichten Ausflüsse nach oben zu der Zone der gemeinsamen Fraktionierung ermöglicht.
  • Wenn gewünscht ist, die Fraktionierung des leichten Anteils der von jedem der zwei Reaktoren abgegebenen Ausflüsse zu unterteilen, entspricht die Zone der unterteilten Fraktionierung in analoger Weise dem oberen Abschnitt der Fraktioniersäule. Auch hier können verschiedene Arten der Unterteilung durchgeführt werden.
  • Gemäß einer ersten Ausführungsweise ist die Zone der unterteilten Fraktionierung in zwei Abteilungen unterteilt durch ein im wesentlichen vertikales Trennelement, das sich von dem Kopfende der Fraktioniersäule aus über einen Teil ihrer Höhe erstreckt, wie beispielsweise eine vertikale ebene Wand oder eine vertikale zylindrische Wand, deren Drehachse parallel zu der Längsachse der Fraktioniersäule ist.
  • Gemäß einer zweiten Ausführungsweise ist die Zone der unterteilten Fraktionierung in zwei Abteilungen unterteilt durch ein im wesentlichen horizontales Trennelement, das beispielsweise aus einer Platte gebildet ist, die sich über einen horizontalen Abschnitt der Säule erstreckt und mit einem oder mehreren Schloten versehen ist, die den Durchgang der von der Abteilung oberhalb der Platte abgegebenen schweren Ausflüsse nach unten zu der Zone der gemeinsamen Fraktionierung ermöglichen.
  • Die Betriebsbedingungen, unter denen jede der zwei Reaktionskammern arbeitet, können variieren. Sie sind vorzugsweise in jeder der zwei Kammern verschieden unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Arten von Kohlenwasserstoffen, die dort eingebracht werden. Auf allgemeine Weise enthalten diese Bedingungen eine Reaktionstemperatur, die zwischen 450 und 900°C liegt, und einen Druck in der Nähe des Atmosphärendrucks. Der Fachmann kann diese Bedingungen abhängig von der Art der zu crackenden Erdölverschnitte perfekt optimieren.
  • Die Chargen von Kohlenwasserstoffen, die fähig sind, im Umfang der vorliegenden Erfindung gecrackt zu werden, können extrem unterschiedlich sein. Sie enthalten insbesondere, aber nicht einschränkend, gewöhnliche Chargen für Crackverfahren, wie beispielsweise Destillate und/oder Gasöle, die aus der atmosphärischen Destillation oder Vakuumdestillation stammen, Destillate und/oder Gasöle der Viskoreduktion, entasphaltierte Rückstände.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist außerdem vollkommen angepasst an die Umwandlung von schwereren Chargen, die Fraktio nen enthalten, die normalerweise bis 700°C und darüber hinaus sieden, hohe Mengen von Asphaltenen einschließen und einen Conradson-Kohlegehalt aufweisen können, der bis 4 % und darüber hinausgeht. Somit kann die Charge schwere Destillate, Rückstände der atmosphärischen Destillation und auch Rückstände der Vakuumdestillation enthalten.
  • Die eingebrachten Chargen können ggf. eine vorige Behandlung erfahren haben, wie beispielsweise eine Hydrobehandlung in Gegenwart eines geeigneten Katalysators, beispielsweise eines Katalysators auf der Grundlage von Kobalt und Molybdän, die auf einem widerstandsfähigen porösen Oxid abgeschieden sind.
  • Um das Einbringen der zu crackenden Charge zu erleichtern, vor allem wenn sie viskos ist, kann sie außerdem durch einen oder mehrere leichtere Verschnitte verdünnt sein, die mittlere Verschnitte enthalten können, die von der Zone der Fraktionierung der Ausflüsse des Crackens abgegeben werden. Zu diesem Zweck können die oben genannten LCO oder HCO ausgezeichnete Verdünnungsmittel bilden.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung scheint es nicht erforderlich, die Art der verwendeten wärmeübertragenden, katalytischen oder nicht-katalytischen Partikel zu erwähnen, und auch nicht die Mittel zum Zirkulierenlassen dieser Partikel in Form von mehr oder weniger durch gasförmige Verdünnungsfluide verdünnten Fließbetten in dem Maß, in dem diese für den Fachmann wohlbekannte Angaben sind.
  • Die oben erwähnten verschiedenen Formen der Durchführung der Erfindung werden im folgenden detaillierter beschrieben mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen. Diese dienen lediglich zum Veranschaulichen der Erfindung und haben daher keinerlei einschränkenden Charakter. Das Verfahren, das der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, kann entsprechend sehr zahlreichen Varianten verwirklicht werden.
  • In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine schematische Ansicht einer ersten Ausführungsform des Verfahrens zum Cracken gemäß der Erfindung, bei dem das Fraktionieren des schweren Anteils der von den zwei Reaktoren abgegebenen Ausflüsse unterteilt ist.
  • 2 und 3 zwei mögliche Abwandlungen für die teilweise unterteilte Fraktioniersäule, die in dem in 1 gezeigten Verfahren vorkommen.
  • 4 eine schematische Ansicht einer zweiten Ausführungsform des Verfahrens zum Cracken gemäß der Erfindung, bei dem das Fraktionieren des leichten Anteils der von den zwei Reaktoren abgegebenen Ausflüsse unterteilt ist.
  • 5 eine mögliche Abwandlung für die teilweise unterteilte Fraktioniersäule, die in dem in 4 gezeigten Verfahren vorkommt.
  • 1 zeigt eine Einheit zum katalytischen Cracken, die zwei aufeinanderfolgende Reaktionskammern aufweist, die erste mit absteigender Strömung und die zweite mit aufsteigender Strömung.
  • Diese Einheit enthält eine erste Reaktionskammer, die aus einem rohrförmigen Reaktor 1 mit absteigendem Fluss gebildet ist, die unter dem Namen "Downer" bekannt ist. Dieser Reaktor ist in seinem oberen Abschnitt mit einem Gefäß 2 verbunden, von dem aus er mit einem Fluss von regenerierten Katalysatorpartikeln gespeist wird mit einem Durchfluss, der mit Hilfe eines Ventils 3 gesteuert wird.
  • Die zu crackende Charge wird über die Leitung 4 befördert und in den Reaktor 1 mittels Injektoren 5 eingespritzt. Die Katalysatorpartikel und die Kohlenwasserstoffe strömen also in dem Reaktor 1 von oben nach unten.
  • Auf dem Grund des Reaktors 1 mündet die Mischung in ein Gefäß 6, in dessen oberen Abschnitt ein nicht-dargestellter Separator die Katalysatorpartikel von den Reaktionsausflüssen trennt, die über die Leitung 7 zu dem Fraktionierbereich geleitet werden. In dem unteren Abschnitt des Gefäßes 6 werden die Partikel mit Hilfe von einem Diffusor 9 über die Leitung 8 zugeführtem Wasserdampf gestrippt.
  • Die Partikel werden dann über einen Kanal 10 aus dem Gefäß 6 entfernt und zu dem Grund der zweiten Reaktionskammer übertragen. Die letztere ist aus einem Reaktor 16 in Form einer Säule von an sich bekanntem Typ gebildet, der Ladungselevator oder Riser genannt wird. Der Reaktor 16 wird auf seinem Grund durch den Kanal 10 mit Katalysatorpartikeln gespeist.
  • Optional kann ein nicht-dargestellter Kanal vorgesehen sein für das Zubringen eines Zusatzes von regenerierten Partikeln, die direkt aus dem Regenerator 23 stammen, der später detailliert beschrieben wird, mit einem Durchfluss, der so eingestellt ist, dass die Bedingungen des Crackens in dem zweiten Reaktor optimiert sind.
  • Ein Elevatorgas, beispielsweise Wasserdampf, wird über die Leitung 11 mittels eines Diffusors 19 in die Säule 16 eingeführt, während eine Charge, die einen wesentlichen Anteil eines Verschnitts enthält, der aus dem getrennten Fraktionieren der schwersten Ausflüsse des ersten Reaktors 1 hervorgeht, mittels der Leitung 13 zugeführt und mittels von Zerstäubungsinjektoren 14 in den Reaktor 16 eingebracht wird. Die Katalysatorpartikel und die Kohlenwasserstoffe strömen also in dem Reaktor 16 von unten nach oben.
  • Die Säule 16 mündet an ihrer Spitze in ein Gefäß 15, das beispielsweise konzentrisch zu ihr ist und in dem die Trennung der gecrackten Ladung und das Strippen der deaktivierten Katalysatorpartikel durchgeführt wird. Die Partikel werden von der behandelten Charge mittels eines Zyklons 17 getrennt, der in dem Gefäß 15 angeordnet ist und an dessen Spitze eine Abführleitung 18 für die Ausflüsse des zweiten Reaktors 16 vorgesehen ist, die dem Fraktionierbereich zugeführt werden. Die deaktivierten Partikel bewegen sich durch die Gravitation zu dem Grund des Gefäßes 15. Eine Leitung 20 speist Injektoren oder Diffusoren für Fluidisationsgas, die regelmäßig auf dem Grund des Gefäßes 15 angeordnet sind, mit einem Fluid zum Strippen, im allgemeinen Wasserdampf.
  • Die Partikel werden dann auf dem Grund des Gefäßes 15 über einen Kanal 20 zu einem Regenerator 23 abgeführt. In dem Regenerator 23 wird der auf den Partikeln abgelagerte Koks verbrannt mit Hilfe von Luft oder einem anderen sauerstoffreichen Gas, das auf dem Grund des Generators über eine Leitung 24 eingebracht wird, die regelmäßig angeordnete Injektoren oder Diffusoren 25 speist. Die von dem Verbrennungsgas mitgenommenen Partikel werden durch Zyklone 26 abgetrennt, und das Verbrennungsgas wird über eine Leitung 27 abgeführt, während die Partikel zum Grund des Gefäßes 23 strömen, von wo aus sie über den Kanal 28 zu dem Speisegefäß 2 des ersten Reaktors 1 zurückgeführt werden.
  • Die von jedem der Reaktoren 1 und 16 abgegebenen Reaktionsausflüsse werden jeweils über Leitungen 7 und 18 der Fraktioniersäule 12 zugeführt. Die letztere ist aus zwei Zonen gebildet: einer unteren Zone 40 der unterteilten Fraktionierung und einer oberen Zone 41 der gemeinsamen Fraktionierung. Die Zone 40 der unterteilten Fraktionierung ist durch ein Trennelement 37, das aus einer vertikalen ebenen Wand gebildet ist, die sich von dem Grund der Säule 12 aus über einen Teil ihrer Höhe erstreckt, in zwei Abteilungen 38 und 39 unterteilt.
  • Gemäß der Erfindung münden die Zuführleitungen 7 und 18 für die Ausflüsse der Reaktoren auf beiden Seiten des Trennelements jeweils in den Abteilungen 38 und 39, in denen die entsprechenden schweren Produkte getrennt fraktioniert werden. Diese Produkte entsprechen den Rückständen der Destillation oder "Slurry", dessen anfänglicher Cutpoint vorzugsweise mit einem Wert gewählt wird, der zwischen 450 und 480°C liegt.
  • Die zwei Abteilungen 38 und 39 stehen mit der Zone der gemeinsamen Fraktionierung 41 in Verbindung, die in dem oberen Abschnitt der Säule 12 liegt und in der die Fraktionierung der leichteren Produkte durchgeführt wird, die in den kombinierten Ausflüssen der zwei Reaktoren 1 und 16 enthalten sind.
  • Die Fraktionierung durch Destillation dieser leichteren Fraktionen wird auf klassische Weise verwirklicht, um die gesuchten Produkte zu gewinnen. Insbesondere versteht es der Fachmann perfekt, die Cutpunkte der Verschnitte abhängig von den Produkten zu wählen, die er gewinnen möchte. Traditionellerweise wird diese Destillation durchgeführt zum Isolieren von:
    • – gasförmigen Produkten unter Normalbedingungen von Temperatur und Druck (Kohlenwasserstoffe von C1 bis C4), entnommen über die Leitung 43;
    • – einen Verschnitt von Benzinen, dessen Siedebereich von 20°C bis zu 140–220°C gehen kann, entnommen über die Leitung 44;
    • – einem Verschnitt vom Typ Gasöl oder LCO, dessen Siedebereich sich im allgemeinen von 140–220°C bis zu 320–400°C erstreckt, entnommen über die Leitung 45;
    • – einem Verschnitt vom Typ Destillat oder HCO, dessen Siedebereich sich im allgemeinen von 320–400°C bis zu 450-480°C erstreckt, entnommen über die Leitung 46.
  • Selbstverständlich kann die Fraktionierzone natürlich zusätzliche klassische nicht-dargestellte Säulen enthalten, die mit der Kolonne 12 verbunden sind, in denen ein Teil der Fraktionierung der oben beschriebenen gemeinsamen Ausflüsse und/oder der späteren Fraktionierungen durchgeführt werden kann.
  • In dem hier dargestellten Verfahren werden nur die Rückstände der Ausflüsse der zwei Reaktoren getrennt fraktioniert. Selbstverständlich ist es vollkommen möglich, andere schwere Produkte wie insbesondere das HCO, sogar das LCO getrennt zu fraktionieren, um es ganz oder teilweise alleine oder gemischt mit dem Slurry dem zweiten Reaktor wiederzuzuführen. Dafür reicht es, ein Trennelement 37 zu verwenden, das sich über die größte Höhe der Säule 12 erstreckt, so dass die Zone der getrennten Fraktionierungen auch die Zone der Destillation und des Entnehmens des HCO (sogar des LCO) umfasst.
  • Die kondensierten Rückstände in den Abteilungen 38 und 39 werden jeweils über Leitungen 42 und 13 entnommen. Der über die Leitung 13 entnommene Verschnitt, der dem aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse der ersten Reaktionskammer 1 stammenden Slurry entspricht, wird erfindungsgemäß der zweiten Reaktionskammer 16 wiederzugeführt. Als Option ermöglicht es die Leitung 47, diese Bodenfraktion durch einen weniger viskosen Verschnitt zu verdünnen, beispielsweise mit dem gesamten oder einem Teil des über die Leitung 46 entnommenen Verschnitts HCO. Ebenfalls als Option ermöglicht es die Leitung 48, einen Teil dieser Bodenfraktion abzulassen, so dass nur ein gegebener Anteil in den Reaktor 16 eingeführt wird.
  • Was den über die Leitung 42 entnommenen Verschnitt angeht, entspricht er dem Slurry, der aus der getrennten Fraktionie rung der Ausflüsse der zweiten Reaktionskammer 16 hervorgeht. Dieser Verschnitt, der besonders widerstandsfähige Bestandteile enthält, die nach dem aufeinanderfolgenden Cracken in jedem der zwei Reaktoren nicht umgewandelt wurden, kann beispielsweise aus der Einheit entfernt werden.
  • 2, auf der die bereits mit Bezug auf 1 beschriebenen Elemente durch dieselben Bezugszeichen gekennzeichnet sind, zeigt eine erste Ausführungsvariante der Fraktioniersäule 12, die ein anderes Unterteilungselement für den unteren Abschnitt 40 der Säule erscheinen lässt.
  • In dieser Figur enthält die Säule 12 ein Trennelement, das wie in 1 aus einer im wesentlichen vertikalen Unterteilung besteht und sich von dem Boden der Säule 12 aus erstreckt. Allerdings besteht dieses Unterteilungselement hier aus einer senkrechten zylindrischen Wand 37', deren Drehachse parallel zu der Längsachse der Säule 12 ist. Dieses zylindrische Element ist innerhalb von und konzentrisch zu der Wand der Säule 12 angeordnet, und es erstreckt sich von deren Boden aus über eine hinreichende Höhe, wodurch es die Zone der unterteilten Fraktionierung 40 in zwei Abteilungen 39 und 38 aufteilt, in die jeweils die Zuführleitung 7 für die Ausflüsse der ersten Reaktionskammer 1 und die Zuführleitung 18 für die Ausflüsse der zweiten Reaktionskammer 16 münden. Bei diesem Aufbau sind die zwei Abteilungen 38 und 39 daher konzentrisch.
  • Jede Abteilung 38 und 39 steht direkt mit der darüber gelegenen Zone der gemeinsamen Fraktionierung 41 in Verbindung, in der auf klassische Weise die Fraktionierung der leichteren Produkte durchgeführt wird, die in den kombinierten Ausflüssen der zwei Reaktoren enthalten sind.
  • Bei der in 2 dargestellten Variante erstreckt sich das Unterteilungselement 37' über eine größere Höhe der Säule 12, so dass sie auch die Zone der Destillation der Verschnitte vom Typ HCO abdeckt. Außerdem wird das HCO nicht von dem Slurry getrennt, so dass die Rückstände, die über die Leitungen 42 und 13 auf dem Grund jeder der zwei jeweiligen Abteilungen 38 und 39 entnommen werden, aus einer Mischung dieser zwei Arten von Produkten bestehen.
  • Der über die Leitung 13 entnommene Rückstand, der aus einer Mischung von HCO und Slurry besteht, die aus der getrennten Fraktionierung der schweren Ausflüsse der ersten Reaktionskammer 1 stammen, wird erfindungsgemäß ganz oder teilweise der zweiten Reaktionskammer 16 wiederzugeführt.
  • Selbstverständlich können die Zuführleitungen 7 und 18 vollkommen vertauscht werden unter der Bedingung, dass ebenso die zwei Leitungen 13 und 42 der Entnahme der entsprechenden Produkte vertauscht werden.
  • 3, bei der die bereits mit Bezug auf 1 beschriebenen Elemente neuerlich durch dieselben Bezugszeichen gekennzeichnet sind, stellt eine zweite Ausführungsvariante der Fraktioniersäule dieser 1 dar, bei der das Trennelement 37" der unteren Zone 40 der unterteilten Fraktionierung vom Horizontaltyp ist. In dieser Figur enthält die Zone 40 eine innere Unterteilung, die aus einer horizontalen Platte 37" gebildet ist, die so bemessen ist, dass sie die Gesamtheit des Querschnitts der Säule 12 abdeckt und in dichtem Kontakt mit deren vertikalen Innenwand ist.
  • Die Unterteilung begrenzt eine erste obere Abteilung 39, in die die Zuführleitung 7 der Ausflüsse der ersten Reaktionskammer 1 mündet, und eine zweite untere Abteilung 38, in die die Zuführleitung 18 der Ausflüsse der zweiten Reaktionskammer 16 mündet. In diesem Aufbau sind die zwei Abteilungen 38 und 39 daher übereinander angeordnet.
  • Jede Abteilung 38, 39 steht direkt mit der oberhalb gelegenen Zone der gemeinsamen Fraktionierung 41 in Verbindung. In der Tat ist die Platte 37" mit zumindest einem Schlot 50 versehen, der den Durchgang verdampfter Produkte, die aus der Abteilung 38 unterhalb der Platte 37" stammen, nach oben zu der Zone der gemeinsamen Fraktionierung 41 ermöglicht. Somit steigen die von der zweiten Reaktionskammer 16 abgegebenen leichteren Ausflüsse über diesen Schlot zu der gemeinsamen Zone 41 auf, wo sie in Mischung mit den von der ersten Reaktionskammer 1 abgegebenen leichten Ausflüssen fraktioniert und über die Leitungen 43, 44 und 45 entnommen werden.
  • Der Schlot 50 wird von einer beispielsweise konischen Haube 51 überragt, die es ermöglicht zu verhindern, dass die Kohlenwasserstoffe von der oberen Abteilung 39 in die untere Abteilung 38 gelangen. Dieses System ermöglicht es daher, eine vollständige Absonderung der von den zwei Reaktoren 1 und 16 abgegebenen schweren Ausflüsse sicherzustellen.
  • Der Verschnitt, der über die Leitung 13 aus der Abteilung 39 der unterteilten Fraktionierung der aus der ersten Reaktionskammer 1 stammenden schweren Ausflüsse entnommen wird, wird erfindungsgemäß ganz oder teilweise der zweiten Reaktionskammer 16 wiederzugeführt.
  • In dieser Variante können wie in der in 2 dargestellten die Zuführleitungen 17 und 18 vertauscht sein (die getrennte Fraktionierung der schweren Ausflüsse des ersten Reaktors 1 wird dann in der unteren Abteilung 38 durchgeführt, während die getrennte Fraktionierung der schweren Ausflüsse des zweiten Reaktors 16 in der oberen Abteilung 39 durchgeführt wird) unter der Bedingung, dass auch die zwei Entnahmeleitungen 13 und 42 der entsprechenden Produkte vertauscht sind.
  • 4 stellt ebenfalls eine Einheit zum katalytischen Cracken dar, die wie die in 1 dargestellte eine erste Reaktions kammer 1 mit absteigender Strömung und eine zweite Reaktionskammer 16 mit aufsteigender Strömung enthält. Diese Einheit enthält zahlreiche Elemente, die mit der in 1 dargestellten Einheit gemeinsam sind und durch dieselben Bezugszeichen gekennzeichnet sind, so dass im folgenden nur die verschiedenen Elemente beschrieben werden.
  • Das in dieser 4 dargestellte Verfahren entspricht einer Ausführungsform der Erfindung, bei der die leichteren Ausflüsse, die aus jedem der zwei Reaktoren 1 und 16 stammen, getrennt fraktioniert werden, um in einen von ihnen die von dem anderen abgegebenen leichten Produkte wiedereinzuführen.
  • Zu diesem Zweck enthält die Fraktioniersäule 12 eine obere Zone der unterteilten Fraktionierung der leichten Ausflüsse und eine untere Zone 41 der gemeinsamen Fraktionierung der schweren Ausflüsse. Die Zone 40 der unterteilten Fraktionierung ist durch ein Trennelement 37, das aus einer vertikalen ebenen Wand besteht, die sich von dem Kopfende der Säule 12 aus über einen Abschnitt ihrer Höhe zu dem Grund hin erstreckt, in zwei Abteilungen 38 und 39 unterteilt.
  • Gemäß der Erfindung münden die Zuführleitungen 7 und 18 der Ausflüsse der jeweiligen Reaktoren 1 und 16 beidseitig des Trennelements 37 in die jeweiligen Abteilungen 39 und 38, in denen die entsprechenden leichten Produkte getrennt fraktioniert werden zum Isolieren von:
    • – gasförmigen Produkten unter Normalbedingungen von Temperatur und Druck (Kohlenwasserstoffe C1 bis C4), entnommen jeweils aus den Abteilungen 38 und 39 über die Leitungen 43a und 43b;
    • – zwei Verschnitte vom Benzintyp, deren Siedebereich jeweils von 20°C bis zu 140–220°C gehen kann, entnommen je weils aus den Abteilungen 38 und 39 über die Leitungen 44a und 44b.
  • Der über die Leitung 44a entnommene Benzinverschnitt, der aus der getrennten Fraktionierung der leichteren Ausflüsse der zweiten Reaktionskammer stammt, wird den Injektoren 5 zugeführt, von denen aus er in die erste Reaktionskammer 1 zurück injiziert wird. Obwohl es in der Tat im Rahmen der Erfindung vollkommen möglich wäre, diesen Verschnitt der zweiten Reaktionskammer 16 wiederzuzuführen, hat es sich als wirkungsvoller herausgestellt, einen solchen Verschnitt in der ersten Reaktionskammer 1 in Kontakt mit Partikeln maximaler Temperatur, die direkt aus dem Regenerator 23 kommen, zu cracken. Von daher kann die frische Charge ganz oder teilweise in den zweiten Reaktor 16 eingeführt werden. Dafür wird sie den Injektoren 14 über die Leitung 52 zugeführt.
  • In der Zone 41 der gemeinsamen Fraktionierung der Säule 12 wird auf klassische Weise die Fraktionierung der schwereren Produkte, die in den kombinierten Ausflüssen der zwei Reaktoren 1 und 16 enthalten sind, durchgeführt zum Isolieren von:
    • – einem Verschnitt vom Typ Gasöl oder LCO, dessen Siedebereich sich im allgemeinen von 140–220°C bis zu 320–400°C erstreckt, entnommen über die Leitung 45;
    • – einem Verschnitt vom Typ Destillat oder HCO, dessen Siedebereich sich im allgemeinen von 320–400°C bis zu 450-480°C erstreckt, entnommen über die Leitung 46;
    • – einem Destillationsrückstand oder "Slurry", dessen anfänglicher Cutpoint im allgemeinen bei einem Wert gewählt wird, der zwischen 450 und 480°C liegt, entnommen über die Leitung 53.
  • 5, bei der die bereits mit Bezug auf 4 beschriebenen Elemente durch dieselben Bezugszeichen bezeichnet sind, stellt eine Ausführungsvariante der Fraktioniersäule 12 dieser 4 dar, in der das Trennelement 37" der oberen Zone 40 der unterteilten Fraktionierung vom Horizontaltyp ist.
  • In 5 enthält die Zone 40 eine innere Unterteilung, die aus einer horizontalen Platte 37" gebildet ist, die so bemessen ist, dass sie die Gesamtheit des Querschnitts der Säule 12 abdeckt und in dichtem Kontakt mit deren vertikaler Innenwand steht.
  • Diese Unterteilung begrenzt eine erste obere Abteilung 39, in die die Zuführleitung 7 der Ausflüsse der ersten Reaktionskammer 1 mündet, und eine zweite untere Abteilung 38, in die die Zuführleitung 18 der Ausflüsse der zweiten Reaktionskammer 16 mündet.
  • Jede Abteilung 38, 39 steht direkt mit der darunterliegenden Zone der gemeinsamen Fraktionierung in Verbindung. In der Tat ist die Platte 37" mit zumindest einem Schlot 50 verbunden, der den Durchtritt der schweren Produkte, die aus der Abteilung 39 oberhalb der Platte 37" stammen, nach unten zu der Zone der gemeinsamen Fraktionierung 41 ermöglicht. Somit sinken die von der ersten Reaktionskammer 1 abgegebenen schwereren Ausflüsse über diesen Schlot zu der gemeinsamen Zone 41 ab, wo sie in Mischung mit den von der zweiten Reaktionskammer 16 abgegebenen schweren Ausflüsse fraktioniert und über die Leitungen 45, 46 und 53 entnommen werden.
  • Der Schlot 50 ist mit einer beispielsweise konischen Ablenkplatte 51 versehen, die es ermöglicht zu verhindern, dass die Kohlenwasserstoffe von der unteren Abteilung 38 zu der oberen Abteilung 39 gelangen. Dieses System ermöglicht es somit, eine vollständige Absonderung der von den zwei Reaktoren 1 und 16 abgegebenen leichten Ausflüsse sicherzustellen.
  • Der Benzinverschnitt, der über die Leitung 44a aus der Abteilung der unterteilten Fraktionierung der von der zweiten Reaktionskammer 16 abgegebenen leichten Ausflüsse stammt, wird gemäß der Erfindung ganz oder teilweise der ersten Reaktionskammer 1 wiederzugeführt.
  • Die folgenden Beispiele, die keinerlei einschränkenden Charakter haben, sind lediglich dazu bestimmt, das Verwirklichen der Erfindung und ihre Vorteile zu veranschaulichen.
  • BEISPIELE
  • Beispiel 1
  • Zwei Versuche des Crackens wurden durchgeführt ausgehend von einer Charge Schweröl, gebildet aus einer Mischung von 50 Gewichtsprozent Luftrückstand und 50 Gewichtsprozent Vakuumdestillat, die beide aus der Destillation eines Rohöls vom Typ Kirkuk stammen.
  • Der erste Versuch wurde in einer Versuchseinheit zum katalytischen Cracken entsprechend der in 1 dargestellten verwirklicht, die zwei aufeinanderfolgende Reaktionskammern 1, 16 aufweist, die erste 1 mit absteigender Strömung ("Downer") und die zweite 16 mit aufsteigender Strömung ("Riser"). Der verwendete Katalysator ist ein marktgängiger Katalysator vom Zeolithtyp. Gemäß der Erfindung werden die Ausflüsse jeder der zwei Reaktionskammern zu derselben Fraktioniersäule 12 geleitet, die in ihrem unteren Abschnitt 40 durch eine ebene vertikale Wand 37 unterteilt ist. Die frische Charge wird in die erste Reaktionskammer 1 eingeführt, während in die zweite Reaktionskammer 16 ein Verschnitt wiedereingeführt wird, der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse der ersten Kammer 1 stammt.
  • Außerdem wurde ein Vergleichsversuch (Versuch 2) unter denselben Bedingungen durchgeführt, aber unter Ersetzen der Säule der teilweise unterteilten Fraktionierung 12 durch eine klassische Säule, in der die Ausflüsse der zwei Kammern 1, 16 kombiniert und auf herkömmliche Weise fraktioniert werden. Die frische Charge wird in die erste Reaktionskammer 1 eingeführt, während in die zweite Reaktionskammer 16 ein Verschnitt wiedereingeführt wird, der aus der Fraktionierung der kombinierten Ausflüsse der zwei Kammern stammt.
  • In diesen zwei Versuchen entspricht der in die zweite Reaktionskammer 16 wiedereingeführte Verschnitt einem schweren Destillat oder HCO mit einem Siedebereich, der sich von 380°C bis 480°C erstreckt. In dem Versuch 1 gemäß der Erfindung wird die Gesamtheit des HCO, das aus der unterteilten Fraktionierung der Ausflüsse der ersten Reaktionskammer 1 stammt, in die zweite Reaktionskammer 16 eingeführt. In dem Vergleichsversuch 2 ist der Wiederverwendungsgehalt (Verhältnis der Menge von HCO, die wieder in die zweite Reaktionskammer eingeführt wird, zu der Gesamtmenge des in der Einheit erzeugten HCO) 0,8.
  • Die Betriebsbedingungen, die in den beiden Versuchen identisch sind, sind wie folgt:
    • – Temperatur beim Austritt aus der ersten Reaktionskammer 1: 540°C
    • – Temperatur beim Austritt aus der zweiten Reaktionskammer 16: 515°C
    • – Verhältnis C/O in der ersten Reaktionskammer 1 (Massenverhältnis zwischen der Menge des Katalysators C und derjenigen O der in diese Kammer eingebrachten Charge): 6
    • – Verhältnis C/O in der zweiten Reaktionskammer 16: 8
    • – Temperatur des Regenerators 23: 690°C
  • Die folgende Tabelle fasst die erhaltenen Ergebnisse zusammen bezüglich des Umwandlungsgrads des in die zweite Reaktionskammer wiedereingeführten Verschnitts von HCO (d.h. Menge des umgewandelten HCO / Menge des wiedereingeführten HCO) und der Ausbeute der Umwandlungsprodukte (d.h. Gewicht des gewonnen Produkts / Gewicht des umgewandelten HCO).
  • Figure 00350001
  • In der obigen Tabelle sind die gewonnen Produkte wie folgt definiert:
    • – Trockengas: leichte Kohlenwasserstoffe mit ein oder zwei Kohlenstoffatomen und Schwefelwasserstoff (H2S);
    • – GPL: leichte Kohlenwasserstoffe mit drei oder vier Kohlenstoffatomen;
    • – Benzin: Verschnitt von Kohlenwasserstoffen, dessen Siedebereich sich von 20°C bis zu 220°C erstreckt;
    • – LCO: Verschnitt von Kohlenwasserstoffen, dessen Siedebereich sich von 220°C bis zu 380°C erstreckt;
    • – Slurry: Rückstand der Destillation, der beträchtliche Mengen von Katalysatorstaub enthält und dessen Siedebereich sich von 480°C aus erstreckt.
  • Die obigen Ergebnisse zeigen, dass es viel vorteilhafter ist, dem zweiten Reaktor das HCO wiederzuzuführen, das aus dem unterteilten Fraktionieren der Ausflüsse des ersten Reaktors stammt (Versuch 1), als das HCO wiederzuzuführen, das aus der Fraktionierung der kombinierten Ausflüsse der zwei Reaktoren stammt (Versuch 2).
  • In der Tat enthält der Verschnitt des wiederzugeführten HCO in dem ersten Fall nur Kohlenwasserstoffe, die aus einem ersten Cracken der frischen Charge stammen, während sie in dem zweiten Fall auch Kohlenwasserstoffe enthält, die aus der zweiten Kammer stammen und nach dem Durchgehen durch die zwei aufeinanderfolgenden Reaktoren nicht umgewandelt wurden, daher besonders widerstandsfähig dem Cracken gegenüber sind und in der Einheit "rund laufen". Bei dem entsprechend der Erfindung durchgeführten Versuch 1 verbessert die Beseitigung solcher Bestandteile dank dem System der unterteilten Fraktionierung beträchtlich die Qualität des Crackens in der zweiten Reaktionskammer. Es ist festzustellen, dass diese Umwandlung gleichzeitig vollständiger (Erhöhung des Umwandlungsgrads um 10 Punkte) und selektiver ist (starke Verminderung der Ausbeute an Slurry, das ein besonders unerwünschtes Produkt ist, zugunsten einer Erhöhung der Ausbeuten von mittleren gesuchten Produkten wie beispielsweise der Essenzen und von GPL).
  • Beispiel 2
  • In diesem Beispiel wurden zwei Versuche (d.h. 3 und 4) in denselben Einheiten und unter denselben Betriebsbedingungen wie die jeweiligen Versuche 1 und 2 des Beispiels 1 durchgeführt mit dem Unterschied, dass dieses Mal der in die zweite Reaktionskammer 16 wiedereingeführte Verschnitt ein Verschnitt vom Typ Gasöl oder LCO (mit einem Siedebereich, der sich von 220°C bis 380°C erstreckt) ist. In dem Versuch 3 gemäß der Erfindung wird die Gesamtheit des aus der unterteilten Fraktionierung der Ausflüsse der ersten Reaktionskammer 1 stammenden LCO in die zweite Reaktionskammer 16 eingeführt. In dem Vergleichsversuch 4 ist der Wiederverwendungsgehalt (Verhältnis der in die zweite Reaktionskammer wiedereingeführten Menge von LCO zu der Gesamtmenge des in der Einheit erzeugten LCO) 0,8. Die verwendete frische Charge ist dieselbe wie in dem Beispiel 1.
  • Für jeden der zwei Versuche wurden die Eigenschaften des in die zweite Reaktionskammer wiedereingeführten Verschnitts von LCO festgestellt. Die folgende Tabelle veranschaulicht die erhaltenen Ergebnisse:
  • Figure 00370001
  • Die obigen Ergebnisse veranschaulichen auf komplementäre Weise zu denen des Beispiels 1 gewisse durch die Erfindung herbeigeführten Vorteile.
  • Es ist in der Tat festzustellen, dass der wiederverwendete Verschnitt in dem gemäß der Erfindung ausgeführten Versuch 3 eine deutlich höhere Qualität als der in dem Vergleichsversuch 4 gewonnene hat. In dem Versuch 3 ist dieser Verschnitt weniger schwer, weniger viskos, ärmer an schwefligen Verunreinigungen, und der Wasserstoffgehalt der Kohlenwasserstoffe, die er enthält, ist höher. Dieser Verschnitt ist daher ärmer an schweren Kohlenwasserstoffen, insbesondere an polyaromatischen Bestandteilen, die gegenüber dem Cracken besonders unempfänglich sind.
  • Dieses Bespiel veranschaulicht daher die Tatsache, dass bei dem Verfahren gemäß der Erfindung die Qualitäten des wiederverwendeten Verschnitts höher sind, was zu höheren Ausbeuten, einer höheren Selektivität und einer höheren Qualität der bei dem Cracken dieses Verschnitts in der zweiten Reaktionskammer 16 gewonnen Produkte führt.
  • Beispiel 3
  • Bei diesem Bespiel wird eine Versuchseinheit zum katalytischen Cracken entsprechend der in 4 dargestellten verwendet, die zwei aufeinanderfolgende Reaktionskammern 1, 16 enthält, die erste 1 mit absteigender Strömung ("Downer") und die zweite 16 mit aufsteigender Strömung ("Riser"). Der verwendete Katalysator ist ein marktgängiger Katalysator vom Zeolithtyp.
  • Ein erster Versuch (Versuch 5) wird gemäß der Erfindung durchgeführt: Die Ausflüsse jeder der zwei Reaktionskammern werden zu derselben Fraktioniersäule 12 geleitet, die in ihrem oberen Abschnitt 40 durch eine vertikale ebene Wand 37 unterteilt ist. Die frische Charge wird in die zweite Reaktionskammer 16 eingeführt, während in die erste Reaktionskammer 1 ein Verschnitt wiedereingeführt wird, der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse der zweiten Kammer 16 stammt.
  • Außerdem wurde ein Vergleichsversuch (Versuch 6) unter denselben Bedingungen durchgeführt, aber unter Ersetzung der Säule der teilweise unterteilten Fraktionierung 12 durch eine klassische Säule, in der die Ausflüsse der zwei Kammern 1, 16 kombiniert und auf herkömmliche Weise fraktioniert werden. Die frische Charge wird in die zweite Reaktionskammer 16 eingeführt, während in die erste Reaktionskammer 1 ein Verschnitt wiedereingeführt wird, der aus der Fraktionierung der kombinierten Ausflüsse der zwei Kammern stammt.
  • In diesen zwei Versuchen ist der in die erste Reaktionskammer 1 wiedereingeführte Verschnitt ein leichtes Benzin (mit einem Siedebereich, der sich von 20°C bis 220°C erstreckt). In dem Versuch 5 gemäß der Erfindung wird die Gesamtheit des aus der unterteilten Fraktionierung der Ausflüsse der zweiten Reakti onskammer 16 stammenden Benzins in die erste Reaktionskammer 1 eingeführt. In dem Vergleichsversuch 6 ist der Wiederverwendungsgehalt (Verhältnis der in der ersten Reaktionskammer wiederverwendeten Menge an Benzin zu der Gesamtmenge des in der Einheit erzeugten Benzins) 0,8.
  • Die verwendete frische Charge ist dieselbe wie in dem Beispiel 1, und die Betriebsbedingungen, die in den zwei Versuchen identisch sind, sind die folgenden:
    • – Temperatur beim Austritt aus der ersten Reaktionskammer 1: 540°C
    • – Temperatur beim Austritt aus der zweiten Reaktionskammer 16: 515°C
    • – Verhältnis C/O n der ersten Reaktionskammer 1: 8
    • – Verhältnis C/O n der zweiten Reaktionskammer 16: 6
    • – Temperatur des Regenerators 23: 690°C
  • Für jeden der zwei Versuche wurden die Eigenschaften des Verschnitts des in die erste Reaktionskammer 1 wiedereingeführten Benzins bestimmt. Die folgende Tabelle veranschaulicht die gewonnen Ergebnisse:
  • Figure 00390001
  • Auch dabei ist festzustellen, dass der wiederverwendete Verschnitt in dem entsprechend der Erfindung durchgeführten Versuch 5 eine deutlich höhere Qualität gegenüber der in dem Ver gleichsversuch 6 erzielten aufweist. In der Tat ist dieser Verschnitt in dem Versuch 5 weniger schwer, ärmer an schwefeligen Verunreinigungen, sein Gehalt an molekularem Wasserstoff ist höher und sein Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen ist geringer. Daraus ergeben sich beim Cracken eines solchen Verschnitts in der ersten Reaktionskammer 1 nicht nur höhere Ausbeuten, sondern ebenso bessere Qualitäten der Produkte des Crackens.
  • Auf allgemeine Weise veranschaulichen die obigen Beispiele vollkommen einige der zahlreichen Vorteile, die durch die vorliegende Erfindung herbeigeführt werden. Insbesondere zeigen sie, dass es die Erfindung ermöglicht, auf optimale Weise bestimme Verschnitte von Kohlenwasserstoffen wiederzuverwenden, die aus einem ersten Schritt des Crackens der frischen Charge hervorgehen, was es ermöglicht, die Gesamtausbeute der Umwandlung dieser Charge auf beträchtliche Weise zu erhöhen bei einer gesteigerten Selektivität zugunsten der spezifischen gesuchten Produkte.

Claims (28)

  1. Verfahren zum Cracken einer Charge von Kohlenwasserstoffen im Fließbett, bei dem wärmeübertragende, eventuell katalytische Partikel in zwei aufeinanderfolgenden Reaktionskammern (1, 16) zirkulieren, in jeder von denen sie in Kontakt gebracht werden mit zumindest einem Verschnitt von Kohlenwasserstoffen, und die von jeder dieser Kammern abgegebenen Reaktionsausflüsse zu derselben Fraktioniereinheit geleitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausflüsse jeder der Reaktionskammern (1, 16) teilweise getrennt in derselben Fraktioniersäule (12) fraktioniert werden, die teilweise unterteilt ist, und zumindest ein Verschnitt (13, 44a), der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse einer der zwei Reaktionskammern (1, 16) stammt, ganz oder teilweise in die andere Kammer wiedereingeführt wird.
  2. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufenthaltsdauer der in die erste Reaktionskammer (1) eingebrachten Kohlenwasserstoffe kleiner ist als die Aufenthaltsdauer der in die zweite Reaktionskammer (16) eingebrachten Kohlenwasserstoffe.
  3. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufenthaltsdauer der in die erste Reaktionskammer (1) eingebrachten Kohlenwasserstoffe zwischen 0,05 und 5 Sekunden liegt, vorzugsweise zwischen 0,1 und 1 Sekunde.
  4. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufenthaltsdauer der in die zweite Reaktionskammer (16) eingebrachten Kohlenwasserstoffe zwischen 0,1 und 10 Sekunden liegt, vorzugsweise zwischen 0,4 und 5 Sekunden.
  5. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömen der Charge und der Partikel in der ersten Reaktionskammer (1) in einer im Wesentlichen absteigenden Richtung erfolgt.
  6. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömen der Charge und der Partikel in der zweiten Reaktionskammer (16) in einer im Wesentlichen aufsteigenden Richtung erfolgt.
  7. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der teilweise unterteilten Fraktioniersäule (12) die von jeder der zwei Reaktionskammern abgegebenen schwereren Ausflüsse getrennt fraktioniert werden, während die leichteren Ausflüsse zusammengeführt werden.
  8. Verfahren nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschnitt (13), der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse einer der Reaktionskammern stammt und der ganz oder teilweise in die andere Kammer wiedereingeführt wird, Slurry und/oder ein schweres Destillat vom Typ des HCO und/oder einen Verschnitt vom Gasöl-Typ wie z.B. LCO enthält.
  9. Verfahren nach einem Ansprüche 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Verschnitt (13), der aus der getrennten Fraktionierung der schwereren Ausflüsse der ersten Reaktionskammer (1) stammt, ganz oder teilweise in die zweite Reaktionskammer (16) wiedereingeführt wird.
  10. Verfahren nach einem Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der teilweise unterteilten Fraktioniersäule (12) die von jeder der zwei Reaktionskammern abgegebenen leichteren Ausflüsse getrennt fraktioniert werden, während die schwereren Ausflüsse zusammengeführt werden.
  11. Verfahren nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschnitt (44a), der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse einer der Reaktionskammern stammt und der ganz oder teilweise in die andere Kammer wiedereingeführt wird, Benzin enthält.
  12. Verfahren nach einem Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Verschnitt (44a), der aus der getrennten Fraktionierung der leichteren Ausflüsse der zweiten Reaktionskammer (16) stammt, ganz oder teilweise in die erste Reaktionskammer (1) wiedereingeführt wird.
  13. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschnitt (13, 44a), der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse einer der Reaktionskammern stammt und ganz oder teilweise in die andere Kammer wiedereingeführt wird, vor der Rückführung mit anderen Verschnitten von Kohlenwasserstoffen zusammengeführt wird.
  14. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschnitt (13, 44a), der aus der getrennten Fraktionierung der Ausflüsse einer der Reaktionskammern stammt und der ganz oder teilweise in die andere Kammer wiedereingeführt wird, vor der Rückführung einer oder mehreren Zwischenbehandlungen unterzogen wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenbehandlung eine Hydrobehandlung enthält wie z.B. eine Hydrierung, eine Hydroaromatisierung, eine Hydroentschwefelung, eine Hydrodenitrierung.
  16. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass stromaufwärts von der zweiten Reaktionskam mer (16) zusätzlich zu den von der ersten Reaktionskammer (1) abgegebenen Partikeln ein Zusatz von Partikeln zugeführt wird, die aus einem Regenerator kommen.
  17. Vorrichtung zum Cracken einer Charge von Kohlenwasserstoffen im Fließbett durch Inbetriebnahme von zwei Reaktionskammern (1, 16), die untereinander durch ein Mittel (10) zum Transportieren wärmeübertragender Partikel verbunden sind, einer Fraktioniersäule (12), und Leitungen (7, 18) zum Zuführen der von jeder der beiden Kammern (1, 16) abgegebenen Kohlenwasserstoffausflüsse zu der Fraktioniersäule (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Fraktioniersäule (12) in ihrem Inneren zumindest zwei verschiedene Zonen aufweist: eine erste Zone (40) der unterteilten Fraktionierung, die aus zwei Abteilungen (38, 39) besteht, von denen jede mit einer zweiten Zone (41) der gemeinsamen Fraktionierung in Verbindung steht, die Leitungen (7, 18) zum Zuführen der von der ersten und der zweiten Reaktionskammer (1, 16) abgegebenen Ausflüsse jeweils in der ersten bzw. in der zweiten Abteilung (39, 38) der Zone (40) der unterteilten Fraktionierung münden, Mittel (13, 44a) vorgesehen sind zum Wiederverwenden und Einführen in eine der Reaktionskammern (1, 16) zumindest eines der Abteilung der unterteilten Fraktionierung entnommenen Verschnitts der Ausflüsse der anderen Reaktionskammer.
  18. Vorrichtung nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionskammern (1, 16) verschieden sind.
  19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Reaktionskammer (1) aus einem im Wesentlichen vertikalen Reaktor mit absteigender Strömung des unter der Bezeichnung "Downer" bekannten Typs besteht.
  20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Reaktionskammer (16) aus einem im Wesentlichen vertikalen Reaktor mit aufsteigender Strömung des unter der Bezeichnung "Riser" bekannten Typs besteht.
  21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Zone (40) der unterteilten Fraktionierung dem unteren Abschnitt der Fraktioniersäule (12) entspricht.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Zone (40) der unterteilten Fraktionierung in zwei Abteilungen (38, 39) unterteilt ist durch ein im Wesentlichen vertikales Trennelement (37, 37'), das sich von dem Grund der Fraktioniersäule (12) aus über einen Teil ihrer Höhe erstreckt.
  23. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Zone (40) der unterteilten Fraktionierung in zwei Abteilungen (38, 39) unterteilt ist durch ein im Wesentlichen horizontales Trennelement, das aus einer Platte (37") besteht, die sich über einen horizontalen Abschnitt der Säule (12) erstreckt und mit einem oder mehreren Schloten (50) versehen ist, die den Durchgang der von der Abteilung (38) unterhalb der Platte (37") abgegebenen leichten Ausflüsse nach oben zu der Zone (41) der gemeinsamen Fraktionierung ermöglichen.
  24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Zone (40) der unterteilten Fraktionierung dem oberen Abschnitt der Fraktioniersäule (12) entspricht.
  25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Zone (40) der unterteilten Fraktionierung in zwei Abteilungen (38, 39) unterteilt ist durch ein im Wesentlichen vertikales Trennelement (37, 37'), das sich von dem Kopfende der Fraktioniersäule (12) aus über einen Teil ihrer Höhe erstreckt.
  26. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Zone (40) der unterteilten Fraktionierung in zwei Abteilungen (38, 39) unterteilt ist durch ein im Wesentlichen horizontales Trennelement, das aus einer Platte (37") besteht, die sich über einen horizontalen Abschnitt der Säule (12) erstreckt und mit einem oder mehreren Schloten (50) versehen ist, die den Durchgang der von der Abteilung (39) oberhalb der Platte (37") abgegebenen schweren Ausflüsse nach unten zu der Zone (41) der gemeinsamen Fraktionierung ermöglichen.
  27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement aus einer vertikalen ebenen Wand besteht.
  28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement aus einer vertikalen zylindrischen Wand besteht (37'), deren Drehachse parallel zu der Längsachse der Fraktioniersäule (12) ist.
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