DE600768C - Verfahren zur Herstellung von Filmen bzw. Folien oder Faeden aus Graphit - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Filmen bzw. Folien oder Faeden aus Graphit

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DE600768C
DE600768C DET42639D DET0042639D DE600768C DE 600768 C DE600768 C DE 600768C DE T42639 D DET42639 D DE T42639D DE T0042639 D DET0042639 D DE T0042639D DE 600768 C DE600768 C DE 600768C
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graphite
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F9/00Artificial filaments or the like of other substances; Manufacture thereof; Apparatus specially adapted for the manufacture of carbon filaments
    • D01F9/08Artificial filaments or the like of other substances; Manufacture thereof; Apparatus specially adapted for the manufacture of carbon filaments of inorganic material
    • D01F9/12Carbon filaments; Apparatus specially adapted for the manufacture thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Filmen bzw. Folien oder Fäden aus Graphit Bisher konnten dünne Filme von Graphit nur als unlösbar festhaftende überzüge auf festen Unterlagen erhalten werden, entweder durch Kathodenzerstäubung oder Hitzezersetzung von Kohlenstoffverbindungen. Im Gegensatz dazu lassen sich nach dem. hier beschriebenen Verfahren durch vorsichtiges Eindampfen -eines Graphitsäuresols, Trocknen und Überführen in Graphit Filme (Folien) und Fäden aus Graphit in jeder beliebigen Form ohne Unterlage erhalten. Dies Filme (Folien) sind bei sorgfältiger Herstellung porenfrei, gasdicht, spiegelnd glatt. Dünnere Filme lassen Licht durchscheinen. Der gemessene Widerstand ist etwas höher als der bekannte höchste Wert für Graphit (anomale Leitfähigkeit). An einer bandförmigen Folie von 53 mm Länge, io mm Breite und o,0¢ mm Dicke wurde ein Widerstand von 22 ¢0o Ohm gemessen.
  • Bei geeigneter Arbeitsweise lösen sich die Filme leicht von der- Unterlage los:, so daß man ohne Schwierigkeit auch größere zusammenhängende Folien (Häute) erhalten kann. Bisher wurden solche bis zu 30c1112 Fläche hergestellt. Andererseits lassen sich auf den Unterlagen festhaftende, zusammenhängende überzüge als Graphitspiegel aufbringen. Die Dicke der Graphithaut läßt sich nach Wunsch erhalten durch Verändern der Sollkonzentration oder der Schichthöhe des Sols von hauchfeinen, durchscheinend dünnen H,ä.utchen und Schichten bis zur festen, papierdicken Folie. Die besten -Filme (Folien) und Fäden erhält man aus reinem Sol oder Gel von reiner Graphitsäure.
  • Durch mechanische, elektrische oder magnetische Einwirkung (vgl. Koll. Zschn 56, li-93rj, r29) kann noch zweckmäßig zuvor eine Gleichrichtung (Orientierung) der Gra-. phitsäürelamellen im Solerfolgen, was die Beschaffenheit der Gebilde weiter günstig b.aeinflußt. Geht man von großflockigem (kristallinem) Graphit aus über mizellare Lösungen. der Graphitsäure, so. zeigen die daraus gebildeten Folien eine schiefrige Struktur, entstanden durch teilweises überdecken der flach nebeneinanderhegenden Einzelflächen. Der _Zusammerih a.lt der Graphitla.mellen ist, im Gegensatz zu der- der mehr amorphen Struktur der bisher bekannten Grap 'hitsc .hichten, ziemlich fest, so daß man die Folien, z. B. wie Goldschlägerhaut, mit der Schere schneiden kann usw.
  • Durch. besondere Zusätze kann man poröse Häute oder solche mit bestimmten Stoffen .erhalten. Das Verwendungsgebiet der nach dem beschriebenen Verfahren herstellbaren Folien und Schichten ist mannigfaltig. Als Beispiele seien genannt: Membranen, Widerstände, Lichtfilter, Elektronenfenster, Diffusionselektroden, Leitendmachen von Oberflächen usw.
  • Fäden aus Graphit erhält man u. a. durch Spritzen von Graphitsäuresol aus Düsen, vorsichtiges Eintrocknen und Überführen in Graphit wie oben. Anwendungsgebiete von Graphitfäden sind bekannt und brauchen hier nicht angeführt zu werden.
  • Beispiel für die Herstellung eines reinen Graphitsäuresols Möglichst weitgehend gereinigter Graphit einer kristallinen Art, wie z. B. von 'dem Vorkommen in Ticonderoga, Pfusch, Ceylon, mit etwa o, i % Asche wird in, einem Säuregemisch von -konzentrierter Schwefel= und Salpetersäure durch längsames Zufügen von Chlorat und noch zweimaliges: Wiederholen der Oxydation völlig in die blaugrüne Form der Graphitsäune übergeführt (vgl. Z. f. anorg. Ch. 190, [193o], 1¢5). Die Umwandlung ist beendet, wenn man nach dem Peptisieren einer Graphits.äureprobe mit Wasser und wenig Ammoniak, Filtrieren unter dem Mikroskop keinen umangegriffenen Graphit mehr nachweisen kann. Danach wäscht man die *Graphitsäure in einem größeren Schlämmzylinder längere Zeit m einem dauernden, langsamen Strom destillierten Wassers so lange aus, bis in: der Graphitsäure weder Sulfat, Chlorid, Nitrat noch mellithsaures Kalium nachzuweisen ist. Beim Auswaschen hat sich die blaugrüne Farbe in Gelb verwandelt, gleichzeitig ist die Substanz stark gequollen und erfüllt den ganzen Schlämmzylinder.
  • Um nun ein Sol der Graphitsäure (eine mizellare Lösung) zu erhalten (vgl. Koll. Zschr. 56, [1931], 1a9), rührt oder schüttelt man die gequollene Graphitsäure mit der erforderlichen Menge Wasser, bis die Lösung annähernd klar und durchsichtig geworden ist. Durch einige Male wiederholtes Filtrieren durch ein; grobes Filter (Glasfritten) gentfernt man noch die nicht peptisier, ten Anteile und kann durch Verdünnen mit Wasser jede beliebige Solkonzentration herstellen.
  • Ausführungsbeispiel i Um .einen Graphitspiegel auf Glas herzustellen, gießt man 2o ccmeines Sols von etwa o, i % Graphitsäuregehalt auf eine vorher sorgfältig gereinigte Glasplatte, verteilt durch Hinundherneigen das Sol möglichst gleichmäßig über die ganze Fläche und bringt die Glasplatte in waagerechter Lage in einen Trockenschrank, so daß kein Staub auffallen kann. Anfänglich erhitzt man nur auf Temperaturen, unter ioo° (etwa 9o°). Wenn das Sol ganz eingetrocknet ist, steigert man die Temperatur auf 150 und zuletzt 17o°. Nach einigem Stunden, besonders schnell bei Anwesenheit eines Reduktionsmittels, wenn man z. B. im Trockenschrank aus einem Schälchen Hydrazin verdampft, ist die Graphits.äure zu Graphit reduziert worden und: tim hochglänzender, mehr oder weniger durchsichtiger Graphitspiegel auf dem Glase festhaftendentstanden.
  • Ausführungsbeispiel a Um Graphitfolien oder -filme zu erhalten, verfährt man ebenso oder ähnlich, nur mit dem Unterschied, daß gewöhnlich ein Sol mit höherer Graphits;äurekonzentration verwendet wird. Bei einem solchen Versuch wurden 2o ccm eines Sols. mit einem Gehalt von etwa I, 5 % GraphitsÄure in einer flachen Glasschale o. dgl. vorsichtig eingedampft und wie oben in Graphit verwandelt. Dabei ist nur darauf zu sehen, daß die Graplit, folie sich von der Unterlage löst, öhne einzureißen. Dazu kaim beispielsweise am Rande der Folie, bevor sie in Graphit übergeführt *orden ist, rings ein, zusanunenhängender Einsschnitt angebracht werden. Die entstandene Graphitfolie von einem Durchmesser von io cm war o,oog mm dick (9 #x).
  • zo ccm eines - anderen Soll mit o,5 Graphitsäuregehalt ergab eine Folie vom gleichen Durchmesser wie oben; aber nur o,oo3 mm Dicke (3 p,). Graphitfolien (-filme) und Graphitspieggel von jeder anderen größeren oder kleineren Fläche, Dicke und Form können durch gentsprechende Wahl der Solkonzentration, Solschichthöhe und Unterlage beliebig .erhalten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung von Filmen bzw. Folien oder Fäden aus Graphit, dadurch gekennzeichnet, daß. Sole von Graphitsäure, deren Teilchen gegebenenfalls vorher Beine Gleichrichtung gerfahren hab en, üntegrentsprechender Formgebung- vorsichtig eingedampft; allmählich getrocknet und dann in: Graphit übergef;ührt werden.
DET42639D 1933-06-13 1933-06-13 Verfahren zur Herstellung von Filmen bzw. Folien oder Faeden aus Graphit Expired DE600768C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2346305A1 (fr) * 1976-03-31 1977-10-28 Nippon Carbon Co Ltd Composites de materiau graphitique oxyde et de materiau graphitique expanse

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2346305A1 (fr) * 1976-03-31 1977-10-28 Nippon Carbon Co Ltd Composites de materiau graphitique oxyde et de materiau graphitique expanse

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