DE600705C - Verfahren zur Hydrierung von Kohle - Google Patents
Verfahren zur Hydrierung von KohleInfo
- Publication number
- DE600705C DE600705C DE1930600705D DE600705DD DE600705C DE 600705 C DE600705 C DE 600705C DE 1930600705 D DE1930600705 D DE 1930600705D DE 600705D D DE600705D D DE 600705DD DE 600705 C DE600705 C DE 600705C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coal
- hydrogenation
- hydrogenated
- residues
- additives
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000003245 coal Substances 0.000 title claims description 31
- 238000005984 hydrogenation reaction Methods 0.000 title claims description 20
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 4
- 239000000654 additive Substances 0.000 claims description 11
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 5
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims description 5
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims description 3
- RHZUVFJBSILHOK-UHFFFAOYSA-N anthracen-1-ylmethanolate Chemical compound C1=CC=C2C=C3C(C[O-])=CC=CC3=CC2=C1 RHZUVFJBSILHOK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 239000003830 anthracite Substances 0.000 claims description 2
- 239000003575 carbonaceous material Substances 0.000 claims description 2
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 claims description 2
- 238000003763 carbonization Methods 0.000 claims 1
- 239000010883 coal ash Substances 0.000 claims 1
- 238000004939 coking Methods 0.000 claims 1
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 4
- 239000002956 ash Substances 0.000 description 3
- 229930195733 hydrocarbon Natural products 0.000 description 3
- 150000002430 hydrocarbons Chemical class 0.000 description 3
- 239000003077 lignite Substances 0.000 description 3
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 3
- 239000000758 substrate Substances 0.000 description 3
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000003054 catalyst Substances 0.000 description 2
- 239000002010 green coke Substances 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 229910052739 hydrogen Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000001257 hydrogen Substances 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 239000004215 Carbon black (E152) Substances 0.000 description 1
- 241001425722 Greta Species 0.000 description 1
- 150000001720 carbohydrates Chemical class 0.000 description 1
- 235000014633 carbohydrates Nutrition 0.000 description 1
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 239000012263 liquid product Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000002265 prevention Effects 0.000 description 1
- 239000012266 salt solution Substances 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G1/00—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
- C10G1/06—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal by destructive hydrogenation
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
- Verfahren zur Hydrierung von Kohle Bei der Druckhydrierung mancher Kohlearten, namentlich von Steinkohle, in trockenem und zerkleinertem Zustand ohne Verwendung von flüssigen Zusatzstoffen (Pasteölen) beobachtet man vielfach, daß die fein gemahlene Kohle plastisch wird und zusammenschmilzt. Diese geschmolzene Masse geht beim Fortschreiten der Hydrierung in eine harte, zusammengebackene, je nach der Natur der angewandten Kohle auch schlackenartige und aschereiche Masse über, die meistens sehr fest auf der Unterlage haftet und zu erheblichen Störungen Anlaß gibt. Diesen Rückstand aus dem Hochdruckraum herauszubringen, ist nahezu unmöglich.
- Es wurde nun gefunden, daß diese Schwierigkeiten leicht behoben werden können, wenn man der zerkleinerten zu hydrierenden Kohle einen festen Stoff von solcher Beschaffenheit und in solcher Menge zumischt, daß ein Zusammenbacken der Kohle bei der Hydrierung verhindert wird. Als Zusatzstoffe seien beispielsweise gepulverter Koks, Grudekoks, Magerkohle, Anthrazit oder Asche genannt. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung der festen, der Hydrierung selbst .entstammenden Rückstände. Die Menge des zuzusetzenden Magerungsmittels richtet sich im allgemeinen nach der Beschaffenheit der zu hydrierenden Kohle; sie wird zweckmäßig nicht größer gewählt, als zur Erzielung der gewünschten Wirkung erforderlich ist. Meist genügen bereits Mengen bis zu etwa zo % der angewandten Kohle. Man kann auch die Zusatzstoffe im Gemisch miteinander oder mit Katalysatoren, z. B. nach einer Behandlung mit katalytisch wirkenden Salzen oder Salzlösungen, anwenden.
- Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, die Rückstände der Druckhydrierung von Kohle als Katalysator bei der Druckhydrierung von Kohlenwasserstoffölen zu verwenden. Im Gegensatz hierzu handelt es sich im vorliegenden Falle um die Druckhydrierung von Kohlearten, ohne daß flüssige Zusatzstoffe angewendet werden; die Wirkung des Zusatzes fester kohlenstoffhaltiger Stoffe, nämlich die Verhinderung des Zusammenbackens der zu hydrierenden Kohle, könnte also bei der bekannten Arbeitsweise zufolge der wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Verfahren gar nicht erreicht werden.
- Ferner hat man vorgeschlagen, das Backen einer Steinkohle bei der Druckhydrierung durch Zusatz von etwa 2o % einer Braunkohle zu vermeiden. Im Gegensatz zu der selbst leicht hydrierbaren Braunkohle handelt es sich bei den gemäß der Erfindung anzuwendenden Zusätzen um Stoffe, die wenig oder gar keine flüchtigen Bestandteile und einen sehr hohen Kohlenstoffgehalt aufweisen und für sich allein kaum für die Hydrierung in Betracht kommen. Die besonderen Vorteile der Anwendung der vorliegenden Zusatzstoffe ergeben sich daraus, daß Steinkohlenfundstätten und Braunkohlenlager räumlich meist nicht beieinander liegen, während die vorliegenden Zusatzstoffe größtenteils Steinkohlearten selbst oder Verarbeitungsrückstände von Steinkohlen darstellen, also ohne weiteres greifbar sind. Bei Verwendung der mit besonderen Vorteilen anzuwendenden Hydrierrückstände ist überhaupt kein außerhalb des Produktionsverfahrens liegender Stoff erforderlich. Bei Verwendung von kohlenstoffreichen Zusatzstoffen, wie Magerkohle, werden die heizschwachen, weil aschereichen Rückstände, welche bei der Hydrierung erhalten werden, in Hinsicht auf ihre Verwertung als Heizmaterial verbessert. Beispiel i Fein gemahlene Gasflammkohle, in 5 mm dicker Schicht mit Wasserstoff bei 45o° und Zoo at Druck behandelt, hinterließ einen zusammengebackenen, fest auf der Unterlage haftenden Rückstand. Wurde dieselbe Kohle mit 1o % ihres Gewichtes an Hydrierrückstand der gleichen Kohle vermischt und dann unter denselben Bedingungen hydriert, so wurde unter Erzielung der gleichen Ölausbeute ein Rückstand erhalten, der in kleinen Brocken lose auf der Unterlage lag, sich leicht abschütten ließ und leicht zerdrückbar war. Beispiel e Südafrikanische Witbankkohle oder australische Steinkohle Greta führen zu Rückständen, die fest an den Unterlagen haften, wenn man die Kohlen in Schichten von 3 bis 5 mm mit Wasserstoff unter einem Druck von igo bis Zoo at und bei einer Temperatur von 48o° ohne Zusatzstoffe behandelt. Setzt man jedoch gepulverten Koks oder fein gemahlene Rückstände der Kohlehydrierung oder Grudekoks zu und führt die Hydrierung unter den gleichen Bedingungen aus, so lassen sich die festen Rücktände leicht von den Unterlagen entfernen. Zur Erzielung dieser Wirkung ist bei der südafrikanischen Witbankkohle ein Zusatz von etwa ao Gewichtsprozenten Koks oder io % Hydrierrückständen oder 2o bis 30 °/o Grudekoks und bei der australischen Steinkohle ein Zusatz von io bis 12 °f, Koks, io bis 15 °1o Hydrierrückständen oder 2o bis 30 °1o Grudekoks erforderlich. Die Ausbeuten an flüssigen Kohlenwasserstoffen unterscheiden sich nicht wesentlich, ob man mit oder ohne die genannten Zusatzstoffe arbeitet. Bei der südafrikanischen Kohle erhält man zwischen 45 bis 5o °1o flüssige Kohlenwasserstoffe, während die australische Kohle etwa 55 bis 6o °1o flüssige Produkte liefert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCIi Verfahren zur Druckhydrierung von unter den Arbeitsbedingungen zum Zusammenbacken neigenden Kohlearten; insbesondere von Steinkohle, ohne Anwendung flüssiger Zusatzstoffe unter Zusatz fester kohlenstoffhaltiger Stoffe, dadurch gekennzeichnet, 'daß man die zerkleinerte zu hydrierende Kohle mit Magerkohle, Anthrazit, Kohleasche oder kohlenstoffhaltigen Rückständen, wie sie z. B. bei der Druckhydrierung, Verschwelung oder Verkokung anfallen, in solcher Menge vermischt, daß ein Zusammenbacken der Kohle bei der Hydrierung verhindert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE600705T | 1930-07-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE600705C true DE600705C (de) | 1934-07-30 |
Family
ID=6574593
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930600705D Expired DE600705C (de) | 1930-07-05 | 1930-07-05 | Verfahren zur Hydrierung von Kohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE600705C (de) |
-
1930
- 1930-07-05 DE DE1930600705D patent/DE600705C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE600705C (de) | Verfahren zur Hydrierung von Kohle | |
| DE2457528A1 (de) | Verfahren zur verminderung der staubentwicklung bei der einfuehrung vorerhitzter kohle in verkokungsoefen | |
| DE603763C (de) | Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffoelen und zur Druckhydrierung kohlenstoffhaltiger Materialien | |
| DE867088C (de) | Verfahren zum Aufarbeiten von Rueckstaenden der Druckhydrierung von Kohlen, Teeren und Mineraloelen | |
| DE570558C (de) | Verfahren zur Verarbeitung hochmolekularer organischer Stoffe auf Stoffe niederer Molekulargroesse | |
| DE533936C (de) | Herstellung aktiver Kohle | |
| DE638637C (de) | Verfahren zur Druckhydrierung von Steinkohle | |
| DD230872A1 (de) | Verfahren zum hydrieren von schwer- und rueckstandsoelen und dafuer verwendete katalysatoren | |
| AT101325B (de) | Verfahren zur Destillation von Emulsionen darstellenden, zur Blasenbildung und zum Schäumen neigenden Flüssigkeiten, insbesondere von Teeren. | |
| DE366542C (de) | Verfahren zur Herstellung von breiig-fluessigen Brennstoffgemischen aus kohlehaltigen Substanzen | |
| DE910886C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Teer und festem Schwelkoks | |
| DE527031C (de) | Verfahren zur Erzeugung eines Bindemittels fuer die Brikettherstellung | |
| DE695274C (de) | Verfahren zur katalytischen Spaltung oder Druckhydrierung von Kohlen oder OElen | |
| DE964853C (de) | Anwendung des Verfahrens nach Patent 715592 zur Erzeugung von geformtem Schwelkoks | |
| DE864246C (de) | Verfahren zum Schwelen oder Verkoken von zerkleinerten, zweckmaessig staubfoermigen Brennstoffen | |
| DE619739C (de) | Verfahren zur Herstellung wertvoller organischer Verbindungen aus Destillations- undExtraktionsprodukten von Kohle usw. | |
| DE510573C (de) | Verfahren zur Erzeugung von grobstueckigem Koks aus Braunkohle | |
| DE736971C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Teer und festem Koks | |
| DE683927C (de) | Dieseltreibstoff | |
| DE695267C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffoelen durch katalytische Druckhydrierung | |
| DE837239C (de) | Verfahren zur Verbesserung der plastischen Eigenschaften von Steinkohle | |
| DE711348C (de) | Verfahren zur Spaltung oder Druckhydrierung wasserstoffreicher Kohlenwasserstoffoele | |
| DE645222C (de) | Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfaerbungskohle | |
| DE2258034B2 (de) | Verfahren zur Erzeugung von Pech und Koks | |
| DE888177C (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von Teer-Rueckstaenden |