DE600256C - Verfahren zur Verarbeitung sulfidischer bleihaltiger Erze - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung sulfidischer bleihaltiger Erze

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DE600256C
DE600256C DEG79667D DEG0079667D DE600256C DE 600256 C DE600256 C DE 600256C DE G79667 D DEG79667 D DE G79667D DE G0079667 D DEG0079667 D DE G0079667D DE 600256 C DE600256 C DE 600256C
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chloride
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ferric chloride
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Robert Tournaire
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • C22B13/04Obtaining lead by wet processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Verarbeitung sulfidischer bleihaltiger Erze Es ist bekannt, bleihaltige sulfidische Erze auf nassem Wege mit Chlor zu behandeln und z. B. nach. Abtrennung des gebildeten elementaren Schwefels durch Flotation das in der verbliebenen Trübe enthaltene Bleichlorid durch Behandlung mit metallischem Eisen in metallisches Blei überzuführen.
  • Es ist auch bekannt, derartigen. Erzen ihren Gehalt .an Blei durch Behandlung mit einer neutralen oder sauren heißen Lösung der idem vorhandenen Blei äquivalenten oder einer größeren Menge von Ferrichlorid zu entziehen, wobei vorhandenes Bleisulfid in Bleichlorid übergeführt wird, das infolge seiner geringeren Löslichkeit von dem gleichzeitig gebildeten Ferrochlorid durch Abkühlen der heißen Lösung getrennt werden kann. Das in der Lösung verbliebene Ferrochlorid kann z. B. durch Einleiten von Chlorgas wieder in Ferrichlorid übergeführt werden, das dann zum Aufschluß einer neuen Partie des Erzes Verwendung finden kann.
  • Die Umsetzung zwischen dem Bleisulfid und dem Ferrichlorid verläuft hierbei nach der folgenden Gleichung PbS+2 FeC13=PbC12+2 FeCl2+S. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, während einer derartigen Behandlung des Erzes mit einer erhebliche Mengen von Ferri-Chlorid enthaltenden schwach sauren Lösung das durch die Umsetzung des Bleisulfids mit dem Ferrichlorid entstandene Ferrochlorid durch Einleiten von Chlor laufend zu regenerieren.
  • Es wurde überraschenderweise gefunden, daß es gelingt, das in den Erzen der genannten Art enthaltene Blei in kürzester Zeit praktisch vollständig in Bleichlorid überzuführen und in Lösung zu bringen, wenn man auf das Erz in einer Lösung einer geringen, z. B. 2,5 g Fe C13 in i oo cm3 nicht überschreitenden und jedenfalls zur Umsetzung mit dem im Erz vorhandenen Bleisulfid an sich nicht ausreichenden Menge von Ferrichlorid bei Gegenwart einer zweckmäßig nicht zu geringen Menge einer freien Säure, z. B. Salzsäure oder Schwefelsäure, Chlor zur Einwirkung bringt, wohei die Wirkung des vorhandenen Ferrichlorids im sauren Medium' im Gegensatz zu deal vorerwähnten Verfahren nur darin bsteht, die Einwirkung des Chlors auf das in' dem Erz enthaltene Bleisulfid katalytisch zu beschleunigen.
  • Erfindungsgemäß verfährt man derart, daß man in eine Suspension des fein gemahlenen Erzes in einem heißen, sauren, eine kleine Menge von Ferrichlorid enthaltenden wässerigen Lösung unter kräftigem Rühren Chlorgas einleitet, wobei außer dem vorhandenen Blei noch weitere im Erz enthaltene Metalle, wie Silber, als Chloride in Lösung gehen, die nach Abtrennung des gleichzeitig gebildeten elementaren Schwefels aus der Lösung z. B. durch Abkühlen ausgeschieden. und nach bekannten Verfahren voneinander getrennt werden können.
  • Vorhandenes Silber wird der- Lösung in bekannter Weise, z. B. durch Ausfällen, entzogen.
  • Als vorteilhaft hat es sich erfindungsgemäß erwiesen, der Reaktionsflüssigkeit ein Alkali-oder Erdalkalichlorid, wie Natrium- oder Calciumchlorid, zweckmäßig in einer Menge von nicht weniger als 250g im Liter, zuzusetzen, wodurch von den an letzter Stelle genannten Stoffen die Löslichkeit des Bleichlorids erhöht wird, und zwar in der Hitze mehr als in der Kälte. Man kann daher in einer kleineren Flüssigkeitsmenge bedeutend größere Mengen des Erzes aufschließen und aus der erhaltenen heißen Lösung beim Abkühlen einen bedeutend größeren Anteil des gebildeten Bleichlorids zur Ausscheidung bringen als beim Arbeiten ohne zusätzliche Verwendung der genannten Chloride.
  • Vor den bekannten, auf die Anwendung größerer Mengen von Ferrichlorid angewiesenen Verfahren bietet das beschriebene= neue Verfahren den Vorteil, daß nicht nur die Menge des im Betrieb umlaufenden Ferri-und Ferrochlorids eine erheblich- geringere ist, sondern daß infolge der bedeutend geringeren Konzentration der Aufschlußlösungen an Ferrochlorid das beim Abkühlen ausfallende Bleichlorid in bedeutend reinerem Zustande anfällt.
  • Beispiel Man bringt i oo kg Bleierz aus den Sevennen (mit etwa 40 kg Blei in Form von Sulfid) durch Mahlen auf einen einem Siebe mit einer Maschenweite von etwa o,25 mm entsprechenden Feinheitsgrad, trägt das Produkt in iooo 1 einer Lauge, die im Liter mindestens 250g Natriumchlorid oder Calciumchlorid enthält, ein, erhitzt das Ganze auf 8o' C und fügt unter Rühren etwa 51 Chlorivasserstoffsäure von etwa 22'B6 und etwa. 25 kg festes Ferrichlorid hinzu.
  • Alsdann leitet man mittels eines geeigneten Verteilungsorgans, z. B. einer gelochten Rohrsehlange, einen Chlorstrom in die Flüssigkeit ein. Die entweichenden, noch etwas Chlor enthaltenden Dämpfe läßt man in einem zweiten Behandlungsgefäß auf eine Beschickung derselben Art einwirken. Ist in dem ersten Behandlungsgefäß die Umsetzung beendet, so stellt man die Reihenfolge. um, so daß nunmehr das,frische Chlor zunächst dem zweiten Behälter bis zur Vollendung der Umsetzung und das chlorhaltige Abgas von diesem dem ersten, eine neue Beschickung des Ausgangsmaterials enthaltenden Behandlungsgefäß zugeführt wird. Auf diese Weise kann das Verfahren beliebig oft wiederholt werden.
  • Sobald das gesamte Bleisulfid umgesetzt ist, was sehr schnell und quantitativ erfolgt, trennt man die noch heiße Lösung von dem ungelöst verbliebenen Rückstand. Durch Abkühlen der Lösung wird der größte Teil des gebildeten Bleichlorids zur Ausscheidung gebracht. Die noch geringe Mengen von gelöstem Bleichlorid enthaltenden Mutterlaugen finden für den Ansatz einer neuen Chlori;erungscharge Verwendung.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verarbeitung sulfidischer bleihaltiger Erze durch Behandlung mit Chlorgas bei Gegenwart von Ferrichlorid in saurer Lösung, gekennzeichnet durch Anwendung geringer, zur Umsetzung mit dem vorhandenen Bleisulfid nicht ausreichender Mengen von Ferrichlorid z. B. in einer 2,5 g Fe C13 in i oo cms nicht oder nicht erheblich übersteigenden Konzentration.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufschlußlösung 250g oder mehr eines Alkali- oder Erdalkalichlorids, wie Natriumchlorid oder Caldumchlorid, im- Liter enthält.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch .gekennzeichnet, daß das ausgefällte Bleichlorid durch Auskristallisation mittels Abkühlung; vorzugsweise nach vorheriger Filtration der Lauge, gewonnen wird. q.. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Silber durch Ausfällung als Silberchlorid von der Lauge getrennt wird.
DEG79667D 1930-06-18 1931-05-07 Verfahren zur Verarbeitung sulfidischer bleihaltiger Erze Expired DE600256C (de)

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