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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern,
bei dem Filamente aus elastischen Polyurethanfasern gegenseitig
verschmolzen und gebunden sind, sowie dessen Herstellung, und ein
synthetisches Leder, bei dem das Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern
eingesetzt wird, und insbesondere ein Faservlies aus elastischen
Polyurethanfasern mit einer hervorragenden Dehnbarkeit und einer
hohen Reißfestigkeit,
sowie dessen Herstellung, und ein synthetisches Leder, bei dem das
Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern eingesetzt wird.
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Von
Faservliesen aus elastischen Polyurethanfasern, die aus Filamenten
aus elastischen Polyurethanfasern hergestellt sind, wurde bisher
ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern, das mit einem
so genannten "Schmelzblas-Verspinnverfahren" hergestellt wird,
aufgrund einer hervorragenden Dehnbarkeit, Flexibilität und Durchlässigkeit
in Bereichen verwendet, bei denen eine vergleichsweise gute Formanpassungsfähigkeit
an die Bewegung des menschlichen Körpers erforderlich ist (z.B.
für einen
Seitenstreifen einer Papierwindel, ein Grundgewebe eines Notfall-Heftpflasters,
Einmalhandschuhe, usw.), oder in Bereichen, bei denen eine vergleichsweise
weiche Dehnbarkeit erforderlich ist (Bereiche der Überbekleidung,
wie z.B. Sportbekleidung, dehnbare Baumwollknieschützer, usw.).
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Das
japanische ungeprüfte
Patent mit der Veröffentlichungsnummer
6-293117 beschreibt, dass ein synthetisches Leder mit einer hervorragenden
Dehnbarkeit unter Verwendung dieser Art von Faservlies aus elastischen
Polyurethanfasern als Basismaterial für ein synthetisches Leder erhalten
wird, und schlägt
auch die Verwendung eines solchen synthetischen Leders als Material
für Schuhe,
Taschen, Beutel, Möbel,
Innenausstattungen, Blatt- bzw. Schichtmaterialien für Kraftfahrzeuge
und Bekleidung vor.
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Da
ein solches Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern eine hervorragende
Dehnbarkeit und Flexibilität,
wie es vorstehend beschrieben worden ist, jedoch im Allgemeinen
eine geringe Reißfestigkeit
aufweist, kann eine ausreichende Reißfestigkeit als eine von wichtigen
physikalischen Grundeigenschaften des synthetischen Leders nicht
erreicht werden, wenn es als Basismaterial des synthetischen Leders
verwendet wird. Abhängig
von den Zwecken des synthetischen Leders können Produkte, die für den praktischen
Gebrauch geeignet sind, nicht erhalten werden.
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Folglich
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Faservlies aus
elastischen Polyurethanfasern, das sowohl eine hervorragende Dehnbarkeit
als auch eine hohe Reißfestigkeit
aufweist, sowie dessen Herstellung, und ein synthetisches Leder
bereitzustellen, bei dem das Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern
eingesetzt wird.
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Zur
Lösung
der vorstehend beschriebenen Probleme stellt die vorliegende Erfindung
ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern bereit, umfassend
Filamente aus elastischen Polyurethanfasern, die gegenseitig verschmolzen
und gebunden sind, wobei eine Verlängerung bei Zugbeanspruchung
nicht weniger als 100 % beträgt,
eine Rückverformung
bei 50 % Dehnung nicht weniger als 75 % beträgt und eine Reißfestigkeit,
bezogen auf das Basisgewicht, nicht weniger als 53,9 mN (5,5 gf)
beträgt,
welches durch Dehydratisieren eines thermoplastischen Polyurethanelastomers
mit einer Shore-A-Härte
von nicht weniger als 92, wodurch der Feuchtigkeitsgehalt auf 150
ppm oder weniger verringert wird, Schmelzverspinnen des thermoplastischen
Polyurethanelastomers, Verstreuen der resultierenden Polyurethanfilamente
durch einen Hochgeschwindigkeitsluftstrom und Abscheiden und Laminieren
der Filamente in eine Blattform bei einer Temperatur, die 35°C niedriger
als die Vicat-Erweichungstemperatur
ist, hergestellt wird.
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Wie
es vorstehend beschrieben worden ist, wird das erfindungsgemäße Faservlies
aus elastischen Polyurethanfasern im Wesentlichen mit einem Schmelzblas-Verspinnverfahren
hergestellt. Ein allgemeines Verfahren des Schmelzblas-Verspinnverfahrens
wird nachstehend in den Grundzügen
beschrieben. Das Schmelzblas-Verspinnverfahren ist durch Zuführen eines
geschmolzenen thermoplastischen Polymers zu Düsenlöchern, die in einer Linie angeordnet
sind, kontinuierlich Extrudieren des geschmolzenen Polymers durch die
Düsenlöcher, Ausblasen
eines Gases mit hoher Temperatur und hoher Geschwindigkeit aus Schlitzen,
die an beiden Seiten der Gruppe von Düsen angeordnet sind, dünner machen
und Verfestigen des durch die Düsenlöcher extrudierten
Polymers mittels Gasenergie zur Bildung kontinuierlicher Filamente,
Abscheiden und Laminieren der Gruppe der kontinuierlichen Filamente
auf einem sich bewegenden Fördereinrichtungsnetz und
gegenseitig Binden der Filamente aufgrund von Selbstbindungseigenschaften
der Filamente selbst gekennzeichnet.
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Das
erste Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die
Festigkeit der Filamente, die durch Schmelzverspinnen erhalten werden,
durch die Verwendung eines harten thermoplastischen Polyurethans
mit einer Shore-A-Härte
von nicht weniger als 92 als thermoplastisches Polymer erhöht wird.
Die Shore-A-Härte
ist ein Standard für
die Härte
einer vergleichsweise weichen Substanz und wird durch einen Wert
innerhalb eines Bereichs von 0 bis 100 angegeben. Andererseits wird
die Härte
eines vergleichsweise harten Urethans durch die Shore-D-Härte angegeben.
Ein thermoplastisches Polyurethan, das gegenwärtig industriell hergestellt
werden kann, ist ein Produkt mit einer Härte innerhalb eines Bereichs
einer Shore-A-Härte von
etwa 70 bis zu einer Shore-D-Härte
von etwa 75. Demgemäß steht
das "thermoplastische
Polyurethan mit einer Shore-A-Härte
von nicht weniger als 92" in
der vorliegenden Erfindung für
ein thermoplastisches Polyurethan, dessen obere Härtegrenze
bei bis zu einer Shore-D-Härte
von etwa 75 liegt.
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Ein
allgemeines thermoplastisches Polyurethan wird durch Umsetzen einer
vergleichsweise hochmolekularen Polyolkomponente, die einen weichen
Segmentrest bildet, und eines niedermolekularen Diols und einer
Diisocyanatverbindung, die einen harten Segmentrest bilden, hergestellt.
Das thermoplastische Polyurethan mit einer Shore-A-Härte von
nicht weniger als 92, das in der vorliegenden Erfindung verwendet
wird, ist ein Polyurethan, das den harten Segmentrest in einer vergleichsweise
großen
Menge enthält,
und bei dem der Stickstoffgehalt, der ein Maß für die Härte ist, in dem Polymer nicht
weniger als etwa 4 Gew.-% beträgt.
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Obwohl
die weiche Segmentkomponente des Polyurethans z.B. Polyetherdiol-,
Polyesterdiol- und
Polycarbonatdiolkomponenten umfasst, kann in der vorliegenden Erfindung
jedwede Komponente verwendet werden. Obwohl die Diisocyanatverbindung
z.B. aromatische Verbindungen, typischerweise 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat
(MDI), und aliphatische Diisocyanate, typischerweise Hexamethylendiisocyanat,
umfasst, kann in der vorliegenden Erfindung jedwede Verbindung verwendet
werden.
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Gegebenenfalls
können
Polymeradditive, wie z.B. gehinderte Phenol-Antioxidationsmittel
und verschiedene Amin-Antioxidationsmittel, Benzotriazol-Ultraviolettabsorptionsmittel
und gehinderte Amin-Ultraviolettabsorptionsmittel, Glättungsmittel,
wie z.B. Amidwachs und Montansäurewachs,
Inhibitoren einer thermischen Zersetzung, wie z.B. verschiedene
Carbodiimidverbindungen, verschiedene Pigmente, wie z.B. Titanoxid
und rotes Eisen(III)-oxid, und Gasvergilbungsinhibitoren zugesetzt
werden.
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Obwohl
das Verfahren zum Polymerisieren eines Polymers z.B. verschiedene
Verfahren wie ein kontinuierliches Schmelzpolymerisationsverfahren,
ein Bottichhärtungsverfahren,
ein Bandverfahren und ein Kneterverfahren umfassen, kann in der
vorliegenden Erfindung jedwedes Polymerisationsverfahren eingesetzt werden.
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Obwohl
die Härte
des thermoplastischen Polyurethans grundsätzlich von dem Mischungsverhältnis der
vorstehend beschriebenen, jeweiligen Komponenten abhängt, variiert
die Härte
mit dem Verhältnis
des harten Segmentrests zu dem weichen Segmentrest, der Länge des harten
Segmentrests und dem Zustand der Phasentrennung. Das in der vorliegenden
Erfindung verwendete thermoplastische Polyurethan ist vorzugsweise
ein Polyurethan, bei dem der harte Segmentrest lang und in einer
großen
Menge enthalten ist und bei dem auch die Vicat-Erweichungstemperatur
hoch ist. Insbesondere wird, wie es vorstehend beschrieben worden ist,
vorzugsweise ein thermoplastisches Polyurethan mit einer Shore-A-Härte von
nicht weniger als 92 und einer Vicat-Erweichungstemperatur von nicht
unter 120°C
verwendet.
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Das
zweite Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass das
thermoplastische Polyurethan dehydratisiert wird, wodurch der Feuchtigkeitsgehalt
auf 150 ppm oder weniger, vorzugsweise auf 110 ppm oder weniger,
mehr bevorzugt auf 70 ppm oder weniger vermindert wird, und vor
dem Schmelzblas-Verspinnen geschmolzen wird. Der Grund dafür ist wie
folgt.
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Das "harte thermoplastische
Polyurethan mit einer Shore-A-Härte
von nicht weniger als 92",
das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, weist Eigenschaften
auf, die derart sind, dass der Schmelzpunkt höher ist als der Schmelzpunkt
des thermoplastischen Polyurethans, das in einem herkömmlichen
schmelzgeblasenen Faservlies verwendet wird, und die Schmelzdichte
extrem hoch ist. Beispielsweise liegt die bei 190°C gemessene
Schmelzviskosität
des thermoplastischen Polyurethans mit einer Shore-A-Härte von
85 innerhalb eines Bereichs von etwa 5000 bis 50000 Poise, wohingegen
die Schmelzviskosität
des thermoplastischen Polyurethans, das in der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, innerhalb eines Bereichs von 100000 bis 1000000
liegt.
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Ferner
muss, da das geschmolzene Polymer durch Heizluft in dem Schmelzblas-Verspinnverfahren auf
einen geeigneten Faserdurchmesser gestreckt wird, die Schmelzviskosität bei der
Extrusion durch eine Düse
ungeachtet der Zusammensetzung des Polyurethans drastisch vermindert
werden. Obwohl das thermoplastische Polyurethan mit einer hohen
Viskosität,
das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, im Fall des Schmelzblas-Verspinnens
bei einer sehr hohen Temperatur versponnen werden muss, wird das
thermoplastische Polyurethan sehr stark thermisch zersetzt, wenn
es bei einer hohen Temperatur geschmolzen wird. Es ist bekannt,
dass eine Urethanbindung sehr stark thermisch zersetzt wird, wenn
die Temperatur 230°C übersteigt.
Wenn das Schmelzblas-Verspinnen
des thermoplastischen Polyurethans unter Bedingungen einer starken
thermischen Zersetzung durchgeführt
wird, schäumt
das durch die Düse
extrudierte geschmolzene Polymer, wodurch es im schlimmsten Fall
unmöglich
wird, ein Filament zu bilden.
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Unter
Bedingungen einer vergleichsweise geringen thermischen Zersetzung
kann ein Faservlies erhalten werden, ohne dass ein Reißen des
Garns verursacht wird, jedoch weist das resultierende Faservlies aufgrund
einer Verminderung der Zugfestigkeit schlechte mechanische Eigenschaften
auf. Der Grund für
die Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften ist vermutlich
wie folgt. Das thermoplastische Polyurethan unterliegt während des
Schmelzens einer chemischen Veränderung,
wodurch das Molekulargewicht vermindert wird oder eine unzureichende
Kristallisation und Umlagerung des harten Segmentrests nach der
Bildung des Filaments verursacht wird.
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Folglich
kann der vorstehend beschriebene negative Einfluss, der als Ergebnis
der Verwendung des Polymers mit großer Härte vorliegt, erfindungsgemäß durch
Vermindern des Feuchtigkeitsgehalts des thermoplastischen Polyurethans
auf 150 ppm oder weniger, vorzugsweise auf 110 ppm oder weniger,
mehr bevorzugt auf 70 ppm oder weniger vor dem Schmelzblas-Verspinnen
auf ein Minimum vermindert werden.
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Das
dritte Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass Filamente
bei einer Temperatur, die 35°C
niedriger als die Vicat-Erweichungstemperatur ist, abgeschieden
und in eine Blattform laminiert werden. Der Grund dafür ist wie
folgt.
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Das
Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern, das durch Schmelzblas-Verspinnen
des in der vorliegenden Erfindung verwendeten thermoplastischen
Polyurethans erhalten wird, zeigt das Phänomen, dass das gegenseitige
Binden der Filamente nicht nur einen Einfluss auf die Zugfestigkeit
ausübt,
sondern auch auf die Reißfestigkeit.
Eine Verstärkung
der gegenseitigen Bindungskraft zwischen den Filamenten erhöht üblicherweise
auch die Zugfestigkeit, während
sie die Reißfestigkeit
vermindert, obwohl sich nicht jedwedes Faservlies aus elastischen
Polyurethanfasern immer in der vorstehend beschriebenen Weise verhält. Daher
ist es erforderlich, die gegenseitige Bindungskraft zwischen den
Filamenten zu optimieren, um ein Faservlies mit einer guten Ausgewogenheit
zwischen der Zugfestigkeit und der Reißfestigkeit zu erhalten.
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Das
effektivste Verfahren zum Steuern der gegenseitigen Bindungskraft
zwischen den Filamenten besteht darin, die Abscheidungspunkttemperatur
der Filamente in dem Fall zu steuern, bei dem das geschmolzene Polymer,
das durch die Düse
extrudiert wird, auf dem Fördereinrichtungsnetz
abgeschieden und laminiert wird, während es durch einen Hochtemperaturgasstrom
dünner
gemacht und abgekühlt
wird. Diese Abscheidungspunkttemperatur variiert mit der Schmelztemperatur,
der Temperatur des Hochtemperaturgases oder der Strömungsgeschwindigkeit
und die Bedingung, die den größten Einfluss
auf die Abscheidungs temperatur ausüben kann, ist der Abstand zwischen
der Düse
und dem Fördereinrichtungsnetz.
Wenn die anderen Bedingungen identisch sind, nimmt die Abscheidungspunkttemperatur
der Filamente ab, wenn der Abstand zwischen der Düse und dem
Fördereinrichtungsnetz
zunimmt. Das Absaugen der Heizluft unter dem Fördereinrichtungsnetz ist auch
eine wichtige Bedingung zum Steuern der Abscheidungspunkttemperatur
der Filamente. Je größer die
Absaugmenge der Heizluft unter dem Fördereinrichtungsnetz ist, desto
stärker
nimmt die Abscheidungspunkttemperatur der Filamente ab. Die Absaugmenge
wird vorzugsweise auf eine Menge eingestellt, die um das Zweifache,
mehr bevorzugt um das Dreifache größer ist als die Strömungsgeschwindigkeit
der Heizluft.
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Die
Abscheidungspunkttemperatur kann unter Verwendung der Vicat-Erweichungstemperatur
des Urethanpolymers als Standard eingestellt werden. Wenn die Filamente
in einem Zustand abgeschieden werden, bei dem die Temperatur höher ist
als die Vicat-Erweichungstemperatur,
wird aufgrund einer unzureichenden Verfestigung der Filamente ein
filmartiges Faservlies erhalten. Wenn die Filamente auf eine Temperatur unter
der Vicat-Erweichungstemperatur
gekühlt
werden, wird die gegenseitige Bindungskraft zwischen den Filamenten
nahezu im Verhältnis
zu einer Differenz zwischen der Temperatur und der Vicat-Erweichungstemperatur
vermindert.
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Demgemäß wird erfindungsgemäß durch
Abscheiden und Laminieren der Filamente nach dem Abkühlen auf
eine Temperatur, so dass die Temperaturdifferenz höher als
35°C ist,
anstelle einer Verminderung der Zugfestigkeit in gewissem Maß eine hohe
Reißfestigkeit
von nicht weniger als 53,9 mN (5,5 gf) erreicht. Es wird möglich, die
Reißfestigkeit
durch verschiedene Behandlungen wie z.B. eine Laminierung, ein Weichmachen,
eine Wärmebehandlung,
ein Prägen
und dergleichen weiter zu erhöhen.
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Wie
es vorstehend beschrieben worden ist, kann das erfindungsgemäße Faservlies
mit einer hohen Reißfestigkeit
mit einem Verfahren erhalten werden, bei dem ein Polyurethan mit
großer
Härte einem
Schmelzblas-Verspinnen in einem Zustand unterworfen wird, bei dem
eine chemische Veränderung
auf ein Minimum vermindert wird, wodurch die Bindungskraft von Filamenten
bei der Abscheidung vergleichsweise vermindert wird und ein hoher
Freiheitsgrad der Filamente, welche das Faservlies bilden, aufrechterhalten
wird. Es wird angenommen, dass der Grund dafür, warum die Reißfestigkeit
durch Aufrechterhalten eines hohen Freiheitsgrads der Filamente
erhöht
wird, wie folgt ist. Da viele Filamente an dem Abschnitt, der reißt, beteiligt
sind, findet eine Konzentration der Belastung auf einen Punkt nicht
statt.
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Der
Faserdurchmesser der Filamente, die das erfindungsgemäße Faservlies
aus elastischen Polyurethanfasern bilden, liegt vorzugsweise innerhalb
eines Bereichs von etwa 5 bis 50 μm.
Je kleiner der Faserdurchmesser ist, desto flexibler wird das resultierende
Faservlies. Wenn der Faserdurchmesser kleiner als 5 μm ist, wird
die Reißfestigkeit
vermindert.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Faservlies
aus elastischen Polyurethanfasern kann ein synthetisches Leder,
das sowohl eine hervorragende Dehnbarkeit als auch eine hohe Reißfestigkeit
aufweist, wobei die Verlängerung
bei Zugbeanspruchung nicht weniger als 100 %, die Rückverformung
bei 50 % Dehnung nicht weniger als 75 % und die Reißfestigkeit,
bezogen auf das Basisgewicht, nicht weniger als 24,5 mN (2,5 gf),
vorzugsweise nicht weniger als 29,4 mN (3,0 gf) beträgt, durch
Laminieren einer Hautschicht, die aus einem Urethanelastomer hergestellt
ist, auf die Oberfläche
des Faservlieses aus elastischen Polyurethanfasern als Basismaterial
realisiert werden. Das Basisgewicht des Faservlieses liegt üblicherweise
in einem Bereich von etwa 25 bis 500 g/m2,
beträgt
jedoch vorzugsweise 50 bis 400 g/m2, wenn
es als Basismaterial des synthetischen Leders verwendet wird.
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Ein
herkömmliches
synthetisches Leder weist eine Struktur auf, bei der eine Hautschicht,
die aus einem Polyurethan hergestellt ist, auf ein verstricktes
Gewebe oder ein Faservlies, das aus nicht-dehnbaren Fasern hergestellt
ist, laminiert ist, und ein solches synthetisches Leder wird vorwiegend
durch zwei Arten von Verfahren hergestellt. Das erste Verfahren
ist ein Nassverfahren der Regenerierung einer Urethanschicht in Wasser
aus einer Urethanlösung,
die auf eine Faserschicht als Basismaterial aufgebracht ist, während das zweite
Verfahren ein Trockenverfahren ist, bei dem es sich typischerweise
um ein Verfahren des Aufbringens einer Hautschicht, die in einem
separaten Schritt hergestellt worden ist, mit einem Haftmittel und
Laminieren der beschichteten Hautschicht auf eine Faserschicht als
Basismaterial handelt. Von diesen zwei Arten von Verfahren ist das
Trockenverfahren für
das Verfahren zur Herstellung des synthetischen Leders der vorliegenden Erfindung
geeignet. Das synthetische Leder, das mit dem Trockenverfahren erzeugt
wird, weist im Allgemeinen eine Struktur auf, die derart ist, dass
eine Polyurethanoberflächenschicht
mit einer Dicke innerhalb eines Bereichs von etwa 10 bis 70 μm mittels
einer Haftmittelschicht mit einer Dicke innerhalb eines Bereichs
von etwa 20 bis 150 μm
fest auf ein Faserbasismaterial mit einer Dicke innerhalb eines
Bereichs von etwa 0,3 bis 1,5 mm gebunden ist.
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Die
Hautschicht, die in dem erfindungsgemäßen synthetischen Leder eingesetzt
wird, kann mit einem Verfahren des Beschichtens eines Trennpapiers
mit einer Urethanharzlösung
für die
Haut und Trocknen der Urethanharzlösung in einem Trocknungsofen,
oder einem Verfah ren des Trocknens und Verfestigens einer Aufschlämmungslösung oder
Dispersion eines Polyurethanharzes für die Haut zur Bildung einer
schwammartigen Haut hergestellt werden.
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Zum
Binden des Faservlieses aus elastischen Polyurethanfasern als Basismaterial
an die Hautschicht können
Haftmittellösungen,
die vorwiegend aus einem reaktiven Polyurethanharz, einem Vernetzungsmittel und
einem Reaktionsbeschleuniger, die allgemein verwendet werden, zusammengesetzt
sind, verwendet werden. Von diesen Haftmittellösungen ist eine Haftmittellösung, bei
der nur ein polares Lösungsmittel
verwendet wird, das ein Urethan beträchtlich lösen kann, wie z.B. N,N-Dimethylformamid
(DMF), N,N-Dimethylacetamid (DMAc) oder dergleichen, nicht bevorzugt,
da sie das erfindungsgemäße Faservlies
aus elastischen Polyurethanfasern leicht löst.
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In
der vorliegenden Erfindung ist ein wässriges Haftmittel, das ein
Urethan nicht löst,
eine Haftmittellösung,
bei der ein Lösungsmittel
eingesetzt wird (z.B. Methylethylketon (MEK), Toluol, usw.), das
ein Urethan nicht löst,
jedoch das Urethan quellen lässt,
oder eine Haftmittellösung,
bei der ein Mischlösungsmittel
dieser Lösungsmittel
und DMF oder DMAc eingesetzt wird, bevorzugt. In der vorliegenden
Erfindung ist ein Urethan-Heißschmelzhaftmittel,
das ohne die Verwendung eines Lösungsmittels
binden kann, besonders bevorzugt. Obwohl das Heißschmelzhaftmittel grob in
ein Haftmittel des Sprühtyps,
das auf den Haftabschnitt in einem geschmolzenen Zustand aufgebracht
wird und das binden kann, bis das Haftmittel verfestigt ist, und
einen anderen Haftmitteltyp, der nach dem Dazwischenlegen eines
festen Haftmittels in einem Zustand eines Faservlieses unter Erwärmen geschmolzen
und gebunden wird, eingeteilt werden kann, kann jedweder Typ verwendet
werden.
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Bezüglich des
erfindungsgemäßen synthetischen
Leders kann die Hautschicht gebunden werden, nachdem die physikalischen
Eigenschaften des Faservlieses durch Unterwerfen des Faservlieses
aus elastischen Polyurethanfasern vor dem Laminieren der Hautschicht
einer Behandlung wie z.B. einem Warmpressen, einem Vernadelungsverfahren,
Reiben oder Tränken
mit einer elastischen Polymerlösung
verbessert worden sind.
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Das
erfindungsgemäße synthetische
Leder kann z.B. in der folgenden Weise hergestellt werden. Als erstes
wird ein Trennpapier mit einer Urethanharzlösung für die Haut unter Verwendung
einer Beschichtungsvorrichtung mit einem Beschichtungsgewicht von
etwa 50 bis 200 g/m2 beschichtet und die
Urethanharzlösung wird
in einem heißen
Ofen getrocknet. Dann wird die Hautschicht mit einer Urethanhaftmittellösung mit
einem Beschichtungsgewicht von etwa 100 bis 300 g/m2 beschichtet
und nach einem ausreichenden Entfernen des Lösungsmittels durch Trocknen
wird ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern, das mit einer
Andruckwalze zugeführt
wird, laminiert und gequetscht, wodurch das Faservlies aus elastischen
Polyurethanfasern in ausreichender Weise mit dem Haftmittel getränkt wird.
Das reaktive Haftmittel wird durch Alternlassen in diesem Zustand
umgesetzt und dann wird das Trennpapier entfernt und das resultierende
synthetische Leder wird aufgewickelt. Wenn der Reaktionsgrad des
Haftmittels unzureichend ist, wird die Reaktion durch Altern bei
60 bis 100°C
vervollständigt.
Es ist bevorzugt, als Hautschicht und Haftmittel, die in der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, ein Material mit einer guten Dehnbarkeit
und einer hervorragenden Durchlässigkeit
zu verwenden.
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Das
erfindungsgemäße synthetische
Leder weist eine Dreischichtstruktur auf, die aus einem dehnbaren
Urethan-Faservlies, einer Haftmittelschicht und einer Hautschicht
zusammengesetzt ist, und die physikalischen Eigenschaften einer
Faserschicht als Basismaterial tragen intensiv zu den physikalischen
Eigenschaften, wie z.B. der Verlängerung
bei Zugbeanspruchung, der Rückverformung
bei Dehnung und der Reißfestigkeit
des synthetischen Leders mit einer solchen Struktur bei. Als synthetisches
Leder mit einer ähnlichen
Struktur, das eine Dehnbarkeit aufweist, ist z.B. ein synthetisches
Leder, das durch Laminieren einer Hautschicht auf ein Nylontrikot,
das eine Dehnbarkeit aufweist, erhalten wird, oder ein dehnbares
Gewebe als Basismaterial bekannt. Diese synthetischen Leder weisen
als Merkmal eines Nylonfilamentprodukts eine hohe Zugfestigkeit
und eine hohe Reißfestigkeit
auf, haben jedoch die Nachteile, dass die Verlängerung bei Zugbeanspruchung
gering ist und die Rückverformung
bei Dehnung drastisch vermindert ist. Andererseits weist das erfindungsgemäße synthetische
Leder eine hervorragende Dehnbarkeit und eine hohe Reißfestigkeit
von nicht weniger als 24,5 mN (2,5 gf), bezogen auf das Basisgewicht,
auf.
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Das
synthetische Leder muss eine Reißfestigkeit von nicht weniger
als 24,5 mN (2,5 gf), bezogen auf das Basisgewicht, aufweisen, und
der Grund dafür
liegt in der Dauerbeständigkeit,
wenn das synthetische Leder für
Anwendungen wie z.B. für
Schuhe, Blätter
und Möbel
eingesetzt wird. Wenn beispielsweise kleine Löcher gebildet werden, vergrößern sich
Risse ausgehend von kleinen Löchern
im Fall eines synthetischen Leders mit einer geringen Reißfestigkeit
rasch, während
ein synthetisches Leder mit einer Reißfestigkeit von nicht weniger
als 24,5 mN (2,5 gf), vorzugsweise von nicht weniger als 29,4 mN
(3,0 gf), bezogen auf das Basisgewicht, kein derartiges Phänomen aufweist,
dass sich Risse ausgehend von kleinen Löchern vergrößern.
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Das
erfindungsgemäße synthetische
Leder weist die überraschende
Eigenschaft auf, dass eine deutliche Prägung, die im Fall eines herkömmlichen
synthetischen Leders keinesfalls durchgeführt werden kann, durchgeführt werden
kann, und die so gebildete deutliche Prä gung selbst dann nicht verschwindet,
wenn eine starke Rückverformung
bei Dehnung wiederholt wird, und ferner kann auch ein Abschnitt
mit einer sehr geringen Krümmung
geprägt
werden und die geprägte
Form wird durch eine starke äußere Kraft
nicht beeinträchtigt.
Es wird angenommen, dass eine solche überraschende Eigenschaft die
gute Formanpassungsfähigkeit, durch
die eine Anpassung an jedwede Form des erfindungsgemäßen Faservlieses
aus elastischen Polyurethanfasern möglich ist, sowie die hervorragenden
Hitzehärtungseigenschaften
des harten Segmentrests eines vergleichsweise harten Polyurethans
wiedergibt.
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung weiter
detailliert, jedoch wird die vorliegende Erfindung durch diese Beispiele
nicht beschränkt.
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Beispiel 1
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Ein
thermoplastisches Polyurethan mit einer Shore-A-Härte von
95 und einer Vicat-Erweichungstemperatur
von 120°C
wurde durch Mischen von Polybutylenadipat (PBA) mit einer Hydroxylgruppe
an beiden Enden (Molekulargewicht: 2000), 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (MDI) und
1,4-Butandiol (BD) in einem Gewichtsverhältnis (PBA/MDI/BD) von 80/59/17,5
und Schmelzpolymerisieren des geschmolzenen Gemischs durch ein Einstufensystem
unter Verwendung einer Doppelschnecken-Polymerisationsvorrichtung
erhalten. Dann wurde das resultierende thermoplastische Polyurethan
unter Verwendung eines Trichtertrockners, der von MATSUI MFG Co.,
Ltd. hergestellt worden ist, in einer Stickstoffatmosphäre 6 Stunden
bei einer Trocknungstemperatur von 100°C dehydratisiert und getrocknet.
Der Feuchtigkeitsgehalt des thermoplastischen Polyurethans wurde
mit dem Karl-Fischer-Verfahren
gemessen und betrug 100 ppm. Der Stickstoffgehalt in dem Polymer
betrug 4,22 Gew.-%.
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Dann
wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern mit einem
Basisgewicht von 90 g/m2 durch Schmelzen
des thermoplastischen Polyurethans, Zuführen des geschmolzenen thermoplastischen
Polyurethans zu einer Schmelzblasvorrichtung, die mit Düsen mit
einem Porendurchmesser von 0,5 mm, welche in Abständen von
2 mm angeordnet waren, ausgestattet war, Extrudieren des geschmolzenen
thermoplastischen Polyurethans unter der Bedingung von 0,36 g/min
pro Düsenloch,
dünner
machen und Verfestigen durch eine Heizluft, die von beiden Seiten
der Düsen
ausgeblasen wird (236°C,
9,2 Nl/cm/min), zur Bildung von Filamenten mit einem Faserdurchmesser
von etwa 20 μm,
Verstreuen der Filamente über
ein sich bewegendes Fördereinrichtungsnetz,
das sich an einer Position befindet, die 20 cm von den Düsen entfernt
ist, und Absaugen bei einer Saugmenge (Sauggeschwindigkeit: 6 m/s),
die dreimal größer ist
als diejenige der Heizluft, mit einer Saugvorrichtung, die unmittel bar
unterhalb des Fördereinrichtungsnetzes
angeordnet ist, erhalten. Die Verspinntemperatur betrug 234°C und die
Abscheidungspunkttemperatur der Filamente auf dem Fördereinrichtungsnetz
betrug 80°C
und ferner betrug die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur
des Polymers und der Abscheidungspunkttemperatur 40°C. Die Abscheidungspunkttemperatur
der Filamente wurde mit einem Infrarot-Thermographen "Neo Thermo TVS-610", der von Nippon
Avionics Co., Ltd. hergestellt worden ist, gemessen.
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Beispiel 2
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In
der gleichen Weise wie im Beispiel 1, wobei jedoch ein thermoplastisches
Polyurethan mit einem Gewichtsverhältnis (PBA/MDI/BD) von 66/82/26,5,
einer Shore-A-Härte
von 97 (Shore-D-Härte
von 64) und einer Vicat-Erweichungstemperatur von 125°C verwendet
wurde, wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern mit
einem Basisgewicht von 90 g/m2 erhalten.
Die Verspinntemperatur betrug 245°C,
die Temperatur der Heizluft betrug 247°C, der Heizluftstrom betrug
9,2 Nl/cm/min, die Abscheidungspunkttemperatur auf dem Fördereinrichtungsnetz
betrug 81 °C
und die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur des Polymers und
der Abscheidungspunkttemperatur betrug 44°C. Der Stickstoffgehalt in dem
Polymer des verwendeten thermoplastischen Polyurethans betrug 5,26
Gew.-%.
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Beispiel 3
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Das
im Beispiel 1 verwendete thermoplastische Polyurethan wurde unter
Verwendung des gleichen Trichtertrockners wie im Beispiel 1 8 Stunden
bei einer Trocknungstemperatur von 100°C in einer Stickstoffatmosphäre dehydratisiert
und getrocknet, wodurch der Feuchtigkeitsgehalt auf 70 ppm vermindert
wurde, und anschließend
wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern mit einem
Basisgewicht von 180 g/m2 unter den gleichen
Bedingungen wie im Beispiel 1 hergestellt. Die Abscheidungspunkttemperatur
auf dem Fördereinrichtungsnetz
betrug 80°C
und die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur des Polymers und
der Abscheidungspunkttemperatur betrug 40°C.
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Beispiel 4
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Das
im Beispiel 1 verwendete thermoplastische Polyurethan wurde unter
Verwendung des gleichen Trichtertrockners wie im Beispiel 1 4 Stunden
bei einer Trocknungstemperatur von 100°C in einer Stickstoffatmosphäre dehydratisiert
und getrocknet, wodurch der Feuchtigkeitsgehalt auf 150 ppm vermindert
wurde, und anschließend
wurde ein Faservlies aus elas tischen Polyurethanfasern mit einem
Basisgewicht von 180 g/m2 unter den gleichen
Bedingungen wie im Beispiel 1 hergestellt. Die Abscheidungspunkttemperatur
auf dem Fördereinrichtungsnetz
betrug 80°C
und die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur des Polymers und
der Abscheidungspunkttemperatur betrug 40°C.
-
Beispiel 5
-
Unter
den gleichen Herstellungsbedingungen wie im Beispiel 3, wobei jedoch
der Abstand zwischen der Düse
und dem sich bewegenden Fördereinrichtungsnetz
auf 25 cm verändert
wurde, wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern mit
einem Basisgewicht von 150 g/m2 hergestellt.
Die Abscheidungspunkttemperatur auf dem Fördereinrichtungsnetz betrug
85°C und
die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur des Polymers
und der Abscheidungspunkttemperatur betrug 35°C.
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Beispiel 6
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Unter
den gleichen Herstellungsbedingungen wie im Beispiel 3, wobei jedoch
der Abstand zwischen der Düse
und dem sich bewegenden Fördereinrichtungsnetz
auf 30 cm verändert
wurde, wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern mit
einem Basisgewicht von 150 g/m2 hergestellt.
Die Abscheidungspunkttemperatur auf dem Fördereinrichtungsnetz betrug
80°C und
die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur des Polymers
und der Abscheidungspunkttemperatur betrug 40°C.
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Beispiel 7
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Unter
den gleichen Herstellungsbedingungen wie im Beispiel 3, wobei jedoch
der Abstand zwischen der Düse
und dem sich bewegenden Fördereinrichtungsnetz
auf 35 cm verändert
wurde, wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern mit
einem Basisgewicht von 150 g/m2 hergestellt.
Die Abscheidungspunkttemperatur auf dem Fördereinrichtungsnetz betrug
78°C und
die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur des Polymers
und der Abscheidungspunkttemperatur betrug 42°C.
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Beispiel 8
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Ein
thermoplastisches Polyurethan mit einer Shore-A-Härte von
98 (Shore-D-Härte
von 70) und einer Vicat-Erweichungstemperatur von 137°C wurde durch
Mischen von Polyhexamethylencarbonatdiol (PC) mit einem Molekulargewicht
von 2000, 4,4'-Diphenylmethan diisocyanat
(MDI) und 1,4-Butandiol (BD) in einem Gewichtsverhältnis (PC/MDI/BD)
von 66/92/30 und Polymerisieren des geschmolzenen Gemischs durch
ein Einstufensystem unter Verwendung einer Doppelschnecken-Polymerisationsvorrichtung
erhalten. Dann wurde das resultierende thermoplastische Polyurethan
unter Verwendung eines Trichtertrockners, der von MATSUI MFG Co.,
Ltd. hergestellt worden ist, in einer Stickstoffatmosphäre 10 Stunden
bei einer Trocknungstemperatur von 100°C dehydratisiert und getrocknet.
Der Feuchtigkeitsgehalt des thermoplastischen Polyurethans wurde
mit dem Karl-Fischer-Verfahren
gemessen und betrug 50 ppm. Der Stickstoffgehalt in dem Polymer
betrug 5,48 Gew.-%.
-
Dann
wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern mit einem
Basisgewicht von 250 g/m2 durch Schmelzen
des thermoplastischen Polyurethans, Zuführen des geschmolzenen thermoplastischen
Polyurethans zu einer Schmelzblasvorrichtung, die mit Düsen mit
einem Porendurchmesser von 0,5 mm, welche in Abständen von
2 mm angeordnet waren, ausgestattet war, Extrudieren des geschmolzenen
thermoplastischen Polyurethans unter der Bedingung von 0,45 g/min
pro Düsenloch,
dünner
machen und Verfestigen durch eine Heizluft, die von beiden Seiten
der Düsen
ausgeblasen wird (248°C,
9,2 Nl/cm/min), zur Bildung von Filamenten mit einem Faserdurchmesser
von etwa 20 μm
und Verstreuen der Filamente über
ein sich bewegendes Fördereinrichtungsnetz,
das sich an einer Position befindet, die 20 cm von den Düsen entfernt
ist, erhalten. Die Verspinntemperatur betrug 247°C und die Abscheidungspunkttemperatur
der Filamente auf dem Fördereinrichtungsnetz
betrug 82°C
und ferner betrug die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur
des Polymers und der Abscheidungspunkttemperatur 55°C.
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Vergleichsbeispiel 1
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Unter
den gleichen Bedingungen wie in dem Beispiel 1, das in dem japanischen
ungeprüften
Patent mit der Veröffentlichungsnummer
59-223347 beschrieben ist, wurde ein thermoplastisches Polyurethan
mit einer Shore-A-Härte
von 82 und einer Vicat-Erweichungstemperatur von 90°C durch Mischen
von Polytetramethylenglykol (PTMG) mit einer Hydroxylzahl von 102,
MDI und 1,4-Bis(β-hydroxyethoxy)benzol
(BHEB) in einem Gewichtsverhältnis
(PTMG/MDI/BHEB) von 5548/1953/499 und Polymerisieren des geschmolzenen
Gemischs mit einem Kneterverfahren erhalten. Dann wurde das resultierende
thermoplastische Polyurethan in der gleichen Weise wie im Beispiel
1 dehydratisiert und getrocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt auf
100 ppm vermindert worden ist, und dann wurde ein Faservlies aus
elastischen Polyurethanfasern mit einem Basisgewicht von 90 g/m2 mit dem gleichen Verfahren wie im Beispiel
1 erhalten. Die Verspinntemperatur betrug 215°C, die Temperatur der Heizluft betrug
217°C, der
Heizluftstrom betrug 9,2 Nl/cm/min, die Abscheidungspunkttemperatur
der Filamente auf dem Fördereinrichtungsnetz
betrug 75°C
und ferner betrug die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur
des Polymers und der Abscheidungspunkttemperatur 15°C. Der Stickstoffgehalt
in dem Polymer betrug 2,73 Gew.-%.
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Vergleichsbeispiel 2
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Unter
den gleichen Bedingungen wie in dem Beispiel 1, das in dem japanischen
ungeprüften
Patent mit der Veröffentlichungsnummer
6-293117 beschrieben ist, wurde ein thermoplastisches Polyurethan
mit einer Shore-A-Härte
von 88 und einer Vicat-Erweichungstemperatur von 105°C durch Mischen
von PBA mit einer Hydroxylzahl von 56, MDI und BD in einem Gewichtsverhältnis (PBA/MDI/BD)
von 1160/660/179 und Polymerisieren des geschmolzenen Gemischs mit
einem Kneterverfahren erhalten. Dann wurde das resultierende thermoplastische
Polyurethan in der gleichen Weise wie im Beispiel 1 dehydratisiert
und getrocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt auf 100 ppm vermindert
worden ist, und dann wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern
mit einem Basisgewicht von 90 g/m2 mit dem
gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 erhalten. Die Verspinntemperatur
betrug 225°C,
die Temperatur der Heizluft betrug 227°C, der Heizluftstrom betrug
9,2 Nl/cm/min, die Abscheidungspunkttemperatur der Filamente auf
dem Fördereinrichtungsnetz
betrug 78°C
und ferner betrug die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur
des Polymers und der Abscheidungspunkttemperatur 27°C. Der Stickstoffgehalt
in dem Polymer betrug 3,69 Gew.-%.
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Vergleichsbeispiel 3
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Das
im Beispiel 1 verwendete thermoplastische Polyurethan wurde unter
Verwendung eines Trichtertrockners, der von MATSUI MFG Co., Ltd.
hergestellt worden ist, in einer Stickstoffatmosphäre 2,5 Stunden
bei einer Trocknungstemperatur von 100°C dehydratisiert und getrocknet,
um ein trockenes Polymer zu erhalten, dessen mit dem Karl-Fischer-Verfahren
gemessener Feuchtigkeitsgehalt 220 ppm betrug. Unter Verwendung des
trockenen Polymers wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern
mit einem Basisgewicht von 180 g/m2 unter
den gleichen Herstellungsbedingungen wie im Beispiel 1 hergestellt,
jedoch wurden die Verspinntemperatur und die Heizlufttemperatur
um 5°C abgesenkt.
Die Abscheidungspunkttemperatur der Filamente auf dem Fördereinrichtungsnetz
betrug 80°C
und ferner betrug die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur
des Polymers und der Abscheidungspunkttemperatur 40°C.
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Vergleichsbeispiel 4
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Das
im Beispiel 1 verwendete thermoplastische Polyurethan wurde unter
Verwendung eines Trichtertrockners, der von MATSUI MFG Co., Ltd.
hergestellt worden ist, in einer Stickstoffatmosphäre 2 Stunden
bei einer Trocknungstemperatur von 100°C dehydratisiert und getrocknet,
um ein trockenes Polymer zu erhalten, dessen mit dem Karl-Fischer-Verfahren
gemessener Feuchtigkeitsgehalt 350 ppm betrug. Unter Verwendung des
trockenen Polymers wurde ein Versuch eines Schmelzblas-Verspinnens
in der gleichen Weise wie im Beispiel 1 durchgeführt. Aufgrund eines starken
Schäumens
des durch die Düse
extrudierten geschmolzenen Polymers trat jedoch ein Reißen des
Garns auf und folglich konnte ein Faservlies nicht hergestellt werden.
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Vergleichsbeispiel 5
-
Unter
den gleichen Herstellungsbedingungen wie im Beispiel 3, wobei jedoch
der Abstand zwischen der Düse
und dem sich bewegenden Fördereinrichtungsnetz
auf 10 cm verändert
wurde, wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern mit
einem Basisgewicht von 150 g/m2 hergestellt.
Die Abscheidungspunkttemperatur auf dem Fördereinrichtungsnetz betrug
105°C und
die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur des Polymers
und der Abscheidungspunkttemperatur betrug 15°C.
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Vergleichsbeispiel 6
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Unter
den gleichen Herstellungsbedingungen wie im Beispiel 3, wobei jedoch
der Abstand zwischen der Düse
und dem sich bewegenden Fördereinrichtungsnetz
auf 15 cm verändert
wurde, wurde ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern mit
einem Basisgewicht von 150 g/m2 hergestellt.
Die Abscheidungspunkttemperatur auf dem Fördereinrichtungsnetz betrug
94°C und
die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur des Polymers
und der Abscheidungspunkttemperatur betrug 26°C.
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Bezüglich der
vorstehend beschriebenen jeweiligen Beispiele und Vergleichsbeispiele
wurden die Zugfestigkeit, die Verlängerung bei Zugbeanspruchung,
die Reißfestigkeit
und die Rückverformung
bei 50 % Dehnung gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1
und in der Tabelle 2 gezeigt. Die Vicat-Erweichungstemperatur des
thermoplastischen Polyurethans, die Shore-A-Härte (Shore-D-Härte) des
thermoplastischen Urethans, das Basisgewicht des Faservlieses, die
Zugfestigkeit und die Verlängerung
bei Zugbeanspruchung des Faservlieses, die Rückverformung bei 50 % Dehnung
des Faservlieses, die Reißfestigkeit
des Faservlieses und die Steifigkeit des Faservlieses wurden mit
den Verfahren gemessen, die in JIS K 7206, JIS K 6301, JIS L 1096
6.4, JIS L 1096 6.12.1 B (Breite der Probe: 2 cm, Abstand zwischen
Einspannvorrichtungen: 5 cm, Testgeschwindigkeit: 20 cm/min), JIS
L 1096 6.13.1 A (Breite der Probe: 2 cm, Abstand zwischen Einspannvorrichtungen:
5 cm, Testgeschwindigkeit: 20 cm/min, nach der ersten Dehnung um
50 % wird das Faservlies ohne Stehenlassen sofort rückgeformt
und dann einer zweiten Dehnung um 50 % ohne Stehenlassen unterworfen),
JIS L 1085 5.5 A-1 (Einzelzungenverfahren), bzw. JIS L 1096 6.19.1
A (45°-Cantileververfahren)
beschrieben sind.
-
In
den folgenden Tabellen 1 bis 4 kann die Einheit "gf" in
die SI-Einheit "mN" umgerechnet werden, wobei
1 gf 9,806 mN entspricht.
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-
- *1: Richtung der Bahnbildung,
- *2: Richtung quer zur Bahnbildung
- *3: Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur und der
Abscheidungspunkttemperatur
-
-
-
- *1: Richtung der Bahnbildung,
- *2: Richtung quer zur Bahnbildung
- *3: Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur und der
Abscheidungspunkttemperatur
-
-
Wie
es aus der Tabelle 1 ersichtlich ist, weisen die Faservliese aus
elastischen Polyurethanfasern der Beispiele 1 bis 8, die unter Verwendung
eines thermoplastischen Polyurethans mit einer Shore-A-Härte von nicht
weniger als 92 und einem Feuchtigkeitsgehalt von nicht mehr als
150 ppm unter der Bedingung hergestellt worden sind, dass die Differenz
zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur des thermoplastischen Polyurethans
und der Abscheidungspunkttemperatur auf dem Fördereinrichtungsnetz 35°C oder höher ist,
eine Verlängerung
bei Zugbeanspruchung von nicht weniger als 100 %, eine Reißfestigkeit,
bezogen auf das Basisgewicht, von nicht weniger als 53,9 mN (5,5
gf) und eine Rückverformung
bei 50 % Dehnung von nicht weniger als 75 % und auch eine hervorragende
Dehnbarkeit und eine hohe Reißfestigkeit
auf.
-
Wie
es aus der Tabelle 2 ersichtlich ist, weisen die Faservliese aus
elastischen Polyurethanfasern der Vergleichsbeispiele 1 und 2, die
unter Verwendung eines thermoplastischen Polyurethans mit einem
Feuchtigkeitsgehalt von nicht mehr als 150 ppm, jedoch einer Shore-A-Härte von nicht mehr als 92 unter
der Bedingung hergestellt worden sind, dass die Differenz zwischen
der Vicat-Erweichungstemperatur des thermoplastischen Polyurethans
und der Abscheidungspunkttemperatur auf dem Fördereinrichtungsnetz 35°C oder weniger
ist, eine hervorragende Dehnbarkeit, wie z.B. eine Verlängerung
bei Zugbeanspruchung von nicht weniger als 400 % und eine Rückverformung
bei 50 % Dehnung von nicht weniger als 90 auf, konnten jedoch eine
Reißfestigkeit
von nur etwa 29,4 bis 39,2 mN (3 bis 4 gf), bezogen auf das Basisgewicht,
erreichen.
-
Wie
es ebenfalls aus der Tabelle 2 ersichtlich ist, weist das Faservlies
aus elastischen Polyurethanfasern des Vergleichsbeispiels 3, bei
dem ein thermoplastisches Polyurethan mit einer Shore-A-Härte von
nicht weniger als 92, jedoch mit einem Feuchtigkeitsgehalt von nicht
weniger als 150 ppm eingesetzt worden ist, selbst dann keine hohe
Reißfestigkeit
von nicht weniger als 53,9 mN (5,5 gf) auf, wenn es unter der Bedingung hergestellt
worden ist, dass die Differenz zwischen der Vicat-Erweichungstemperatur
des thermoplastischen Polyurethans und der Abscheidungspunkttemperatur
auf dem Fördereinrichtungsnetz
35°C oder
mehr ist. Im Vergleichsbeispiel 4, bei dem ein thermoplastisches
Polyurethan mit einem besonders hohen Feuchtigkeitsgehalt von 350
ppm verwendet wird, ist es unmöglich,
ein Schmelzblas-Verspinnen durchzuführen.
-
Wie
es in der Tabelle 2 gezeigt ist, konnten die Faservliese aus elastischen
Polyurethanfasern der Vergleichsbeispiele 5 und 6, die unter der
Bedingung hergestellt worden sind, dass die Differenz zwischen der
Vicat-Erweichungstemperatur des thermoplastischen Polyurethans und
der Abscheidungspunkttemperatur auf dem Fördereinrichtungsnetz 35°C oder weniger
ist, selbst im Fall der Verwendung eines thermoplastischen Polyurethans
mit einer Shore-A-Härte
von nicht weniger als 92 und einem Feuchtigkeitsgehalt von nicht
mehr als 150 ppm keine hohe Reißfestigkeit
von nicht weniger als 53,9 mN (5,5 gf), bezogen auf das Basisgewicht, erreichen.
-
Wie
es aus den vorstehenden Erläuterungen
ersichtlich ist, ist es wichtig, ein thermoplastisches Polyurethan
mit einer Shore-A-Härte
von nicht weniger als 92 und einem Feuchtigkeitsgehalt von nicht
mehr als 150 ppm zu verwenden und die Abscheidungspunkttemperatur
des Filaments während
des Schmelzblas-Verspinnens auf eine Temperatur einzustellen, die
35°C niedriger
ist als die Vicat-Erweichungstemperatur des thermoplastischen Polyurethans,
um ein Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern zu erhalten,
das eine hervorragende Dehnbarkeit, wie z.B. eine Verlängerung
bei Zugbeanspruchung von nicht weniger als 100 und eine Rückverformung
bei 50 % Dehnung von nicht weniger als 75 % und auch eine hohe Reißfestigkeit
von nicht weniger als 53,9 mN (5,5 gf), bezogen auf das Basisgewicht,
aufweist.
-
Beispiele
für das
Kunstleder, bei dem das erfindungsgemäße Faservlies aus elastischen
Polyurethanfasern eingesetzt wird, werden nachstehend beschrieben.
-
Beispiel 9
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Ein
synthetisches Leder wurde durch Beschichten einer Hautschicht für synthetisches
Leder, die aus einem trockenen Urethanblatt mit einer Dicke von
30 μm, das
auf ein Trennpapier laminiert war, hergestellt war, mit einem Urethanhaftmittel,
das 100 Gewichtsteile C-4010 (von DAINIPPON INK & CHEMICALS Co., Ltd. hergestellt),
8 Gewichtsteile Coronate L (von NIPPON POLYURETHANE INDUSTRY CO.,
LTD. hergestellt), 5 Gewichtsteile Accel S (von DAINIPPON INK & CHEMICALS Co.,
Ltd. hergestellt) und 40 Gewichtsteile (20/20 Gewichtsteile) eines
Lösungsmittels
(Methylethylketon/Toluol) umfasste, mit einem Beschichtungsgewicht
von 85 g/m2, kontinuierliches Trocknen des
Urethanhaftmittels bei 80°C
zur Entfernung des Lösungsmittels,
Laminieren des Faservlieses aus elastischen Polyurethanfasern von
Beispiel 1 als Basismaterialschicht, Quetschen durch eine Druckwalze,
wodurch das Faservlies mit dem Haftmittel in geeigneter Weise getränkt wurde,
24 Stunden Wärmebehandeln
des mit dem Haftmittel getränkten
Faservlieses bei 60°C
und Ablösen
des Trennpapiers erhalten. Die physikalischen Eigenschaften der
für das
synthetische Leder verwendeten Hautschicht sind in der Tabelle 3
gezeigt.
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- *1: Richtung der Bahnbildung,
- *2: Richtung quer zur Bahnbildung
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Beispiel 10
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Ein
synthetisches Leder wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel
9 hergestellt, wobei jedoch das Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern
von Beispiel 2 als Basismaterialschicht verwendet wurde.
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Beispiel 11
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Ein
synthetisches Leder wurde durch Beschichten der Hautschicht für synthetisches
Leder, die im Beispiel 9 verwendet worden ist, mit einem reaktiven
Urethanhaftmittel, das 100 Gewichtsteile UD-760 (von Dainichiseika
Color & Chemicals
Mfg. Co., Ltd. hergestellt), 15 Gewichtsteile eines Vernetzungsmittels
UD (von Dainichiseika Color & Chemicals
Mfg. Co., Ltd. hergestellt), 10 Gewichtsteile eines Reaktionsbeschleunigers UD-102
(von Dainichiseika Color & Chemicals
Mfg. Co., Ltd. hergestellt) und 50 Gewichtsteile (25/25 Gewichtsteile)
ei nes Lösungsmittels
(N,N-Dimethylformamid/Methylethylketon) umfasste, mit einem Beschichtungsgewicht
von 125 g/m2, kontinuierliches Trocknen
des Urethanhaftmittels in einem Zustand, bei dem ein Einlassabschnitt,
ein Mittelabschnitt und ein Auslassabschnitt eines kontinuierlichen
Trockners auf 60°C,
80°C bzw.
100°C eingestellt
waren, zur Entfernung des Lösungsmittels,
Laminieren des Faservlieses aus elastischen Polyurethanfasern von
Beispiel 8 als Basismaterialschicht in einem auf 100°C erhitzten
Zustand, Aufwickeln des resultierenden Laminats in Form einer Rolle,
24 Stunden Umsetzen des reaktiven Urethanhaftmittels, während die
Rolle bei 60°C
gehalten wird, und Ablösen
des Trennpapiers erhalten.
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Vergleichsbeispiel 7
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Ein
synthetisches Leder wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel
9 hergestellt, wobei jedoch das Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern
von Vergleichsbeispiel 1 als Basismaterialschicht verwendet wurde.
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Vergleichsbeispiel 8
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Ein
synthetisches Leder wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel
9 hergestellt, wobei jedoch das Faservlies aus elastischen Polyurethanfasern
von Vergleichsbeispiel 2 als Basismaterialschicht verwendet wurde.
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Vergleichsbeispiel 9
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Ein
synthetisches Leder wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel
9 hergestellt, wobei jedoch ein Halbtrikot, das durch Verstricken
von 6-Nylon-Garnen (40 Denier und 10 Filamente) erhalten worden
ist, als Basismaterialschicht verwendet wurde.
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Vergleichsbeispiel 10
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Ein
Nylon-Faservlies mit einer hohen Dehnbarkeit wurde durch Unterwerfen
von Bahnen, die aus Nylonkurzfasern mit 2 Denier hergestellt worden
sind, einer Vernadelungsbehandlung und einer Wärmeschrumpfbehandlung, und
Tränken
der Bahnen mit einer 18 %igen Urethanlösung und anschließend Trocknen erhalten.
Das resultierende Nylon-Faservlies wurde auf eine Dicke von 0,8
mm geschnitten. Ein synthetisches Leder wurde in der gleichen Weise
wie im Beispiel 11 hergestellt, wobei jedoch das geschnittene Faservlies als
Basismaterialschicht verwendet wurde.
-
Bezüglich der
synthetischen Leder der vorstehend beschriebenen jeweiligen Beispiele
und Vergleichsbeispiele wurden das Basisgewicht, die Zugfestigkeit,
die Verlängerung
bei Zugbeanspruchung, die Reißfestigkeit
und die Rückverformung
bei 50 % Dehnung gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 4
gezeigt. Die Dicke und das Basisgewicht des synthetischen Leders,
das Basisgewicht des synthetischen Leders, die Zugfestigkeit und
die Verlängerung
bei Zugbeanspruchung des synthetischen Leders, die Rückverformung
bei 50 % Dehnung des synthetischen Leders und die Reißfestigkeit
des synthetischen Leders wurden mit den Verfahren gemessen, die
in JIS K 6505, JIS K 6550, dem gleichen Standard wie bei dem Faservlies,
bzw. JIS K 6550 beschrieben sind.
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- *1: Richtung der Bahnbildung,
- *2: Richtung quer zur Bahnbildung
-
-
Wie
es aus der Tabelle 4 ersichtlich ist, wiesen die synthetischen Leder
der Beispiele 9, 10 und 11, bei denen die erfindungsgemäßen Faservliese
aus elastischen Polyurethanfasern (Beispiele 1, 2 und 8) eingesetzt
worden sind, eine hervorragende Dehnbarkeit, wie z.B. eine Verlängerung
bei Zugbeanspruchung von nicht weniger als 100 % und eine Rückverformung
bei 50 % Dehnung von nicht weniger als 75 %, sowie auch eine hohe
Reißfestigkeit
von nicht weniger als 24,5 mN (2,5 gf), bezogen auf das Basisgewicht,
auf. Die synthetischen Leder der Vergleichsbeispiele 7 und 8, bei
denen die Faservliese aus elastischen Polyurethanfasern der Vergleichsbeispiele
1 und 2 eingesetzt worden sind, wiesen eine hervorragende Dehnbarkeit
auf, konnten jedoch keine ausreichende Zugfestigkeit und Reißfestigkeit
erreichen.
-
Das
synthetische Leder von Vergleichsbeispiel 9, bei dem ein Halbtrikot
als Basismaterialschicht eingesetzt wurde, konnte als Merkmal eines
Nylonfilaments eine hohe Zugfestigkeit und eine hohe Reißfestigkeit erreichen,
jedoch handelte es sich um ein synthetisches Leder mit einer schlechten
Dehnbarkeit, wie z.B. einer geringen Verlängerung bei Zugbeanspruchung
und einer drastisch geringen Rückverformung
bei Dehnung. Ferner weist das synthetische Leder von Vergleichsbeispiel
10, bei dem ein Nylon-Faservlies als Basismaterialschicht eingesetzt
wurde, eine Verlängerung
bei Zugbeanspruchung in einer Richtung quer zur Bahnbildung von
130 % auf und es konnte eine hohe Reißfestigkeit erreichen, jedoch
handelte es sich um ein synthetisches Leder mit einer schlechten
Rückverformung
bei 50 % Dehnung.
-
Obwohl
in den vorstehend beschriebenen Beispielen ein trockenes Urethanblatt
als Hautschicht verwendet wird, kann auch ein geschäumtes Urethanblatt,
ein Vinylchloridblatt und ein Nylonelastomerblatt verwendet werden.
Da die Hautschicht und die Basismaterialschicht im Hinblick auf
ein Recycling vorzugsweise aus dem gleichen Material hergestellt
sind, wird vorzugsweise eine Hautschicht, die aus dem Urethanblatt
hergestellt ist, verwendet, wenn das erfindungsgemäße Faservlies
aus elastischen Polyurethanfasern als Basismaterialschicht verwendet
wird.
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Das
erfindungsgemäße synthetische
Leder kann für
Anwendungen wie z.B. Sportschuhe, die beim Tennis, beim Golfspielen
und bei Leichtathletikveranstaltungen eingesetzt werden, unter Nutzung
der hervorragenden Dehnbarkeit und Flexibilität, die vorstehend beschrieben
worden sind, und auch für
Anwendungen wie z.B. Möbel
und Blattmaterialien durch die Nutzung der Prägbarkeit und der integralen
Formbarkeit eingesetzt werden. Das synthetische Leder kann durch
die Nutzung einer hervorragenden Drapierungsqualität zusätzlich zu
der Flexibilität
und der Dehnbarkeit auch für
Anwendungen wie z.B. Bekleidung, wie beispielsweise eine Überbekleidung,
eingesetzt werden.