DE60017067T2 - Triebdrehgestell für ein Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug mit solch einem Drehgestell - Google Patents

Triebdrehgestell für ein Schienenfahrzeug und Schienenfahrzeug mit solch einem Drehgestell Download PDF

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    • B61—RAILWAYS
    • B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C9/00—Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
    • B61C9/38—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with electric motor propulsion
    • B61C9/48—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with electric motor propulsion with motors supported on vehicle frames and driving axles, e.g. axle or nose suspension
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Triebdrehgestell für ein Schienenfahrzeug sowie auf ein Schienenfahrzeug mit mindestens einem solchen Drehgestell.
  • Normalerweise besitzt ein Triebdrehgestell Achsen, die sich auf den Schienen des Gleises abstützen und ein Eisenbahnwagenuntergestell aufnehmen, wobei eine sogenannte primäre Aufhängung eingefügt ist. Der Wagenkasten des Schienenfahrzeuges ruht auf dem Eisenbahnwagenuntergestell dieses Drehgestelles, wobei eine sogenannte zweite Aufhängung eingefügt ist.
  • Jedes Triebdrehgestell besitzt an jeder Achse Antriebselemente, die mindestens einen Motor und mindestens ein Untersetzungsgetriebe aufweisen, das an der entsprechenden Achse ein Antriebsrad besitzt. Darüberhinaus sind Motorhalterungselemente und Untersetzungsgetriebe für das Schienenfahrzeug vorgesehen.
  • Es ist vorteilhaft, die Masse der Antriebselemente durch ein mechanisches Organ am Fahrzeug zu unterstützen, das möglichst aufgehängt ist. Dies trägt dazu bei, die Kräfte, welche von dem Triebdrehgestell auf die Schienen ausgeübt werden, zu reduzieren, und erlaubt, die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs zu erhöhen. Unter diesem Gesichtspunkt sollten die Massen der Motoren und der Untersetzungsgetriebe mit Hilfe des Wagenkastens des Schienenfahrzeugs – und falls dies nicht möglich ist, mit Hilfe des Drehgestell-Untergestelles – aufgenommen werden, wobei die Lösung, bei der diese Massen über die Achsen aufgenommen werden, am ungünstigsten ist.
  • Im übrigen können sich der Wagenkasten, das Drehgestell-Untergestell und die Achsen frei zueinander verschieben. Da das Antriebsrad des Untersetzungsgetriebes mit der Achse verbunden sein muss, ist die Übertragung zwischen dem aufgehängten Motor und dem an der Achse befestigten Antriebsrad umso komplexer, je mehr der Motor und das Untersetzungsgetriebe an höheren Bauelementen aufgehängt sind.
  • Es ist also ein Kompromiss zwischen einer Aufhängung dieser Massen allein an der Achse – was zwar einfach durchzuführen ist, aber nur geringe Geschwindigkeiten erlaubt – und einer Aufhängung der Massen am Wagenkasten zu finden, die höhere Geschwindigkeiten ermöglicht, aber in technologischer Hinsicht komplexer ist.
  • Eine erste Lösung besteht darin, am Wagenkasten eine Getriebemotoreinheit aufzuhängen und an der Achse ein zusätzliches Untersetzungsgetriebe anzubringen, wobei diese beiden Untersetzungsgetriebe über ein Gleichlaufgelenk miteinander verbunden sind, wie es in dem Patent FR 2 374 194 beschrieben wird. Diese Lösung weist jedoch Nachteile auf, da zwei getrennte Untersetzungsgetriebe benötigt werden. Außerdem verursacht der Einsatz eines Gleichlaufgelenkes, das besonders teuer ist, hohe Kosten.
  • Es wurde eine alternative Lösung vorgeschlagen. Sie besteht darin, das Untersetzungsgetriebe an dem Untergestell des Drehgestelles an seinem Ende gegenüber der Achse aufzuhängen. Außerdem wird der Motor permanent an dem Untergestell befestigt, wobei das Untersetzungsgetriebe und der Motor normalerweise über eine Verbindung mit gewölbter Verzahnung zusammenwirken.
  • Diese Anordnung ist zwar relativ vorteilhaft in Bezug auf die Kosten, doch sie weist andere Nachteile auf. Denn die Massen des Motors und des Untersetzungsgetriebes werden nicht von dem Wagenkasten, sondern von dem Untergestell des Drehgestelles aufgenommen, so dass die Achsen relativ hohe Kräfte auf die Schienen ausüben. Außerdem werden große mechanische Kräfte auf das Untergestell ausgeübt, wenn der Motor permanent an dem Untergestell befestigt wird.
  • Um die verschiedenen Nachteile des früheren Standes der Technik, die oben genannt worden sind, zu beseitigen, wird mit der Erfindung ein Triebdrehgestell für ein Schienenfahrzeug vorgeschlagen, bei dem die Massen der Motoren und der Untersetzungsgetriebe größtenteils von dem Wagenkasten des Schienenfahrzeugs aufgenommen werden, und zwar mittels einer beschränkten Anzahl mechanischer Elemente, die einfach konstruiert und kostengünstig sind.
  • Somit hat die Erfindung ein Triebdrehgestell für ein Schienenfahrzeug zum Ziel, das einen Wagenkasten des Schienenfahrzeuges aufnimmt, wobei das Triebdrehgestell Achsen besitzt, welche auf den Schienen ruhen, ein Eisenbahnwagenuntergestell besitzt, das auf den genannten Achsen ruht, sowie Antriebselemente für jede Achse mit einem Motor, einem Untersetzungsgetriebe und Übertragungselementen zwischen dem Motor und dem Untersetzungsgetriebe besitzt, wobei die Elemente die Auflage von Antriebselementen durch das vorgesehene Fahrzeug erlauben, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragelemente der Antriebselemente Aufhängungen des Untersetzungsgetriebes oder des Motors an dem Wagenkasten besitzen, welche an das Untersetzungsgetriebe oder an den Motor sowie an den Wagenkasten angelenkt sind, Gelenkelemente des Motors an dem Untergestell des Drehgestelles um eine im wesentlichen horizontale Achse herum besitzen, sowie Verbindungselemente des Motors mit dem Untersetzungsgetriebe besitzen, die sowohl an den Motor als auch an das Untersetzungsgetriebe angelenkt sind.
  • Nach weiteren Merkmalen der Erfindung:
    • – ist der Anlenkungspunkt des Untersetzungsgetriebes oder des Motors an den Aufhängungselementen in der Seitenansicht zwischen dem Schwerpunkt des Untersetzungsgetriebes und dem Schwerpunkt des Motors angeordnet;
    • – ist das Kräftemoment, das von dem Untersetzungsgetriebe auf den Anlenkungspunkt ausgeübt wird, im wesentlichen gleich dem Kräftemoment, das von dem Motor auf den Anlenkungspunkt ausgeübt wird;
    • – sind das Untersetzungsgetriebe und der Motor in der Draufsicht quer zueinander verschoben, wobei der Anlenkungspunkt für die Aufhängungselemente an dem Untersetzungsgetriebe oder an dem Motor zwischen dem Schwerpunkt des Untersetzungsgetriebes und dem Schwerpunkt des Motors angeordnet ist;
    • – sind die Aufhängungselemente für das Untersetzungsgetriebe oder den Motor an dem Wagenkasten an dem Untersetzungsgetriebe oder an dem Motor sowie an dem Wagenkasten angelenkt, und zwar mindestens um eine Horizontalachse herum;
    • – bestehen die Aufhängungselemente aus einer im wesentlichen geraden Treibstange, welche sich im wesentlichen vertikal zwischen dem Untersetzungsgetriebe und dem Wagenkasten erstreckt;
    • – weisen die Gelenkelemente zwischen Motor und Untergestell zwei Arme auf, welche mit der Lagerung des Motors verbunden sind, wobei diese Arme an dem Untergestell um die Horizontalachse herum angelenkt sind;
    • – sind die Verbindungselemente zwischen Motor und Untersetzungsgetriebe mindestens um eine Horizontalachse herum an den Motor und an das Untersetzungsgetriebe angelenkt;
    • – weisen die Verbindungselemente zwischen Motor und Untersetzungsgetriebe eine Stange auf, welche in der Seitenansicht C-förmig ist, wobei die beiden Enden dieser Stange, die am Motor bzw. an dem Untersetzungsgetriebe angelenkt ist, im wesentlichen untereinander angeordnet sind;
    • – weisen die Übertragungselemente zwischen dem Motor und dem Untersetzungsgetriebe eine Verbindung mit gewölbter Verzahnung auf;
    • – besitzt das Untersetzungsgetriebe ein Treibrad, das von dem Motor angetrieben wird, ein Antriebsrad, das mit der Achse verbunden ist, und ein Zwischenrad.
  • Die Erfindung hat auch ein Schienenfahrzeug zum Ziel, das mindestens ein Triebdrehgestell und einen Wagenkasten besitzt, der auf dem bzw. jedem Triebdrehgestell ruht, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Triebdrehgestell so ausgeführt ist, wie oben definiert.
  • Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, welche lediglich beispielhaft angeführt sind, und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Es zeigen
  • 1 eine schematische Ansicht, welche die Massenverteilung eines Triebdrehgestelles eines Schienenfahrzeuges gemäß der Erfindung zeigt;
  • 2 eine perspektivische Ansicht eines Teils des Triebdrehgestelles aus 1 ;
  • 3 und 4 jeweils eine Seitenansicht und eine Draufsicht des Triebdrehge stelles aus 1 in größerem Maßstab ;
  • 5 eine Ansicht analog zu 3, welche eine Ausführungsvariante der Erfindung veranschaulicht.
  • 1 zeigt schematisch ein Schienenfahrzeug, das insgesamt mit 2 bezeichnet wird. Das Schienenfahrzeug besitzt mehrere Drehgestelle, wovon eines 4 in dieser Fig. abgebildet ist. Dieses Drehgestell besitzt zwei Achsen 6, welche sich auf den Schienen 8 abstützen und ein Eisenbahnwagenuntergestell 10 tragen, wobei eine primäre Aufhängung 12 eingeschoben ist. Das Schienenfahrzeug besitzt darüber hinaus einen Wagenkasten 14, der teilweise gezeigt ist, und der auf dem Untergestell 10 des Drehgestelles 4 ruht, wobei eine zweite Aufhängung 16 eingeschoben ist.
  • Jede Achse 6 ist mit einer entsprechenden Antriebseinheit ausgestattet. Nur die Antriebseinheit der Achse auf der linken Seite in 1 wird nachfolgend beschrieben, wobei selbstverständlich ist, dass die beiden Antriebseinheiten gegenüber einer transversalen Mittelachse des Drehgestelles symmetrisch sind. Jede Antriebseinheit besitzt ein Untersetzungsgetriebe, das insgesamt mit 18 bezeichnet ist, und das drei Zahnräder 20, 22, 24 aufweist, die in den 3 und 4 veranschaulicht sind. Bei dem Rad 20, das mit der Achse verbunden ist, handelt es sich um ein Antriebsrad für diese Achse, während es sich bei dem Rad 24 um ein von einem Motor angetriebenes Treibrad handelt, wie dies nachfolgend erläutert wird, und das Rad 22 ein Zwischenrad ist.
  • Diese Räder 20, 22, 24, die in Vorwärtsrichtung F des Schienenfahrzeugs hintereinander angeordnet sind, sind in einem Gehäuse 26 untergebracht, das aus zwei Halbelementen in herkömmlicher Art und Weise gebildet wird. Das Gehäuse 26 dreht sich um die Achse 6, wobei das Antriebsrad 20 mit der Achse verbunden ist, während die beiden anderen Räder 22 und 24 von dem Gehäuse getragen werden. Die drei Achsen der Räder 20, 22 und 24 sind in einer Ebene angeordnet, die gegenüber der Horizontalen leicht geneigt ist, doch sie können je nach Anordnung des Drehgestelles auch anders angeordnet werden.
  • Das Gehäuse 26 besitzt einen Vorsprung 28, der quer verläuft, und in Richtung des hinteren Endes dieses Gehäuses 26 gegenüber der Achse 6 angeordnet ist. Eine im wesentlichen vertikal verlaufende Treibstange 30 ist mit einem Kugelgelenk montiert und zwar einerseits an dem Vorsprung 28 des Gehäuses 26 und andererseits in einer Abdeckung 32, an der sich ein Querträger 34 des Wagenkastens 14 befindet (4). Diese Treibstange ist in 2 nur teilweise gezeigt.
  • Jede Antriebseinheit besitzt auch einen Motor, der insgesamt mit 36 bezeichnet ist. Dieser Motor, der über elektrische Elemente versorgt wird, die nicht gezeigt sind, wird in einem, im wesentlichen quaderförmigen, Gehäuse 38 aufgenommen. Dieser Motor, der gegenüber dem Untersetzungsgetriebe 18 transversal versetzt angeordnet ist, befindet sich gegenüber dem Ende dieses Untersetzungsgetriebes gegenüber von Achse 6. Zur Klarstellung sei darauf hingewiesen, dass der Motor in 2 nicht gezeigt ist, und in 3 durch strichpunktierte Linien dargestellt ist.
  • Das Gehäuse 38 ist um eine Horizontalachse herum an eine Traverse 40 des Untergestelles 10 des Drehgestelles 4 angelenkt. Zu diesem Zweck ist das Gehäuse 38 mit zwei Armen 42, 44 verbunden, welche an die Abdeckungen 46 der Traverse 40 angelenkt sind. Der erste Arm 42 verläuft longitudinal, während der andere Arm 44 schräg verläuft, wobei die Arme 42, 44 auch parallel sein können.
  • Die Drehbewegung des Motors wird über eine herkömmliche Verbindung 48 mit gewölbter Verzahnung auf das Treibrad 24 übertragen.
  • Das Gehäuse 26 besitzt an seinem der Achse 6 gegenüberliegenden Ende einen Flansch 50, der sowohl nach oben als auch in Motorrichtung vorsteht. Letzterer besitzt in seinem unteren Bereich eine Nase 52, die in Richtung Untersetzungsgetriebe vorsteht und senkrecht zu dem Flansch 50 ausgerichtet ist. Der Flansch 50 und die Nase 52 sind zu beiden Seiten des Treibrades 24 angeordnet. Eine Verbindungsstange 54 wird mittels eines Kugelgelenkes an ihren beiden Enden, also jeweils an dem Flansch 50 und an der Nase 52, montiert. In der Seitenansicht ist sie C-förmig und verläuft in der Nähe der Verbindung 48 gegenüber der Achse 6. Diese Stange ermöglicht die Anlenkung des Motors an das Untersetzungsgetriebe. Der Flansch 50 und die Nase 52 werden vorzugsweise so angeordnet, dass sie mit der Achse des Treibrades 24 fluchten, wobei eine leichte Abweichung in der Fluchtung allerdings akzeptabel ist.
  • Wie in 2 zu sehen ist, befindet sich an dem Untergestell 10 des Drehgestelles 4 gegenüber der Achse 6 in Bezug auf den Motor 36, d.h. an seinem vorderen Ende, eine röhrenförmige Traverse 56, die mit einem nicht gezeigten Scheibenbremsgestänge ausgestattet ist. Dieses Gestänge wirkt mit den Scheiben 53 zusammen, welche mit der Achse 6 verbunden sind, wie in 4 zu sehen ist.
  • Unter erneuter Bezugnahme auf 1 sind der Schwerpunkt g des Untersetzungsgetriebes und der Schwerpunkt g' des Motors in der Seitenansicht zu beiden Seiten des Vorsprunges 28 angeordnet, welcher den Anlenkungspunkt des Untersetzungsgetriebes 18 an die Treibstange 30 und somit an den Wagenkasten 14 darstellt. Außerdem ist das Kräftemoment, das von dem Untersetzungsgetriebe auf diesen Vorsprung 28 ausgeübt wird, im wesentlichen gleich dem Kräftemoment, das von dem Motor 36 auf den gleichen Vorsprung ausgeübt wird. Mit anderen Worten, das Produkt aus der Masse m des Untersetzungsgetriebes und der Entfernung d zwischen dem Schwerpunkt g und dem Vorsprung 28 in der Seitenansicht ist im wesentlichen gleich dem Produkt aus der Masse M des Motors und der Entfernung d' zwischen dem Vorsprung 28 und dem Anlenkungspunkt des Motors an dem Untersetzungsgetriebe in der Seitenansicht, nämlich dem Flansch 50.
  • Wie es darüber hinaus in 4 zu sehen ist, befinden sich die Schwerpunkte g, g' in der Draufsicht zu beiden Seiten des Vorsprunges 28, so dass sich der Vorsprung im Schwerpunkt des Systems befindet, der von dem Motor und dem Untersetzungsgetriebe gebildet wird.
  • Im Betrieb werden die relativen transversalen und kurvenförmigen Bewegungen des Wagenkastens gegenüber der Achse 30 mit Hilfe des Schwingenpendels 30 ausgeglichen, das an seinen beiden Enden mit einem Kugelgelenk montiert ist. Die relativen Bewegungen der Achse gegenüber dem Untergestell des Drehgestelles werden einerseits mit Hilfe der Arme 42, 44, welche einen leichten transversalen Ausschlag besitzen, und andererseits mit Hilfe der Verbindungsstange 54 ausgeglichen, welche an ihren beiden Enden mittels eines Kugelgelenks montiert ist. Das Untersetzungsgetriebe 18 ist in der Translation mit der Achse 6 verbunden, die es aufnimmt.
  • 5 stellt eine Variante der Erfindung dar, bei der das Gehäuse 26 eine Teilungsebene P besitzt, die schräg verläuft, so dass zwei Gehäuseelemente 26', 26'' gebildet werden. Das erste Element 26' verläuft nur in der Nähe der Achse 6 und des Rades 20, während das zweite Element 26'', das an der Treibstange 30 aufgehängt ist, die Räder 22 und 24 abdeckt. So ist es möglich, das erste Element 26' zu entfernen, indem die Achse und ihr Rad 20 demontiert werden, ohne dass man dabei in die Räder 22 und 24 eingreifen muss, welche an der Treibstange 30 aufgehängt bleiben.
  • In den oben beschriebenen Ausführungsarten ist das Untersetzungsgetriebe 18 am Wagenkasten des Schienenfahrzeuges aufgehängt, wobei der Motor einerseits an dem Untergestell des Drehgestelles und andererseits an dem Untersetzungsgetriebe angelenkt ist. Es ist auch vorstellbar; den Motor mittels einer Treibstange analog zu der gezeigten Treibstange 30 am Wagenkasten aufzuhängen. Der Motor wird in dem Fall auch an dem Untergestell des Drehgestelles angelenkt und das Untersetzungsgetriebe wird nur an dem Motor aufgehängt, ohne dass es direkt an dem Wagenkasten aufgehängt wird.
  • Mit der Erfindung können die oben genannten Zielsetzungen erreicht werden. Denn ein großer Teil der Motormassen und des Untersetzungsgetriebes kann nämlich vertikal am Wagenkasten aufgehängt werden. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass – auch wenn das Untersetzungsgetriebe und der Motor mit der Achse bzw. mit Untergestell des Drehgestelles verbunden sind – nur eine geringfügige Belastung auf diese Elemente ausgeübt wird.
  • Außerdem sind bei dieser Erfindung nur wenige mechanische Elemente erforderlich, weil mit nur einer Treibstange die Aufhängung des Untersetzungsgetriebes am Wagenkasten möglich ist, während eine einzige weitere Stange die gegenseitige Anlenkung des Motors und des Untersetzungsgetriebes ermöglicht. Diese mechanischen Elemente sind robust, einfach konstruiert und kostengünstig.
  • Aufgrund der Anordnung gemäß der Erfindung werden kaum quer verlaufende Bewegungen zwischen dem Untersetzungsgetriebe und dem Motor erzeugt. Dies garantiert eine optimale Funktion der Verbindung, welche die Übertragung zwischen diesem Motor und diesem Untersetzungsgetriebe erlaubt, und ermöglicht es, die Masse der beiden letzteren Elemente zu reduzieren. Da das Untersetzungsgetriebe gegenüber der Achse längs versetzt ist, können innerhalb des auf diese Art und Weise freigewordenen Raumes Bremsscheiben an dieser Achse angebracht werden.
  • Es ist von Vorteil, diese Schwerpunkte von Motor bzw. Untersetzungsgetriebe in der Seitenansicht zu beiden Seiten (1 und 3) des Anlenkungspunktes des Schwingenpendels des Untersetzungsgetriebes oder des Motors am Wagenkasten anzuordnen. Eine solche Konfiguration ermöglicht es nämlich, dass die Kräftemomente, die gleichzeitig von Motor und Untersetzungsgetriebe auf diesen Anlenkungspunkt ausgeübt werden, ausgeglichen werden. Unter diesem Gesichtspunkt ist es besonders von Vorteil, dass sich diese Kräftemomente aufheben, wenn die Produkte der Massen von Untersetzungsgetriebe bzw. Motor durch die Länge der entsprechenden Hebelarme gleich sind.
  • Die Tatsache, dass der Schwerpunkt des Untersetzungsgetriebes und des Motors in der Draufsicht (4) zu beiden Seiten des Anlenkungspunktes des Schwingenpendels am Untersetzungsgetriebe oder am Motor angeordnet ist, ist ebenfalls vorteilhaft. Dies verleiht der Einheit, die von diesem Motor und diesem Untersetzungsgetriebe gebildet wird, eine ausgezeichnete Stabilität und zwar in dem Maße, wie sich dieser Anlenkungspunkt ungefähr im Schwerpunkt dieser Einheit befindet.

Claims (11)

  1. Triebdrehgestell (4) für ein Schienenfahrzeug (2)l, das einen Wagenkasten (14) des Schienenfahrzeuges aufnimmt, wobei das Triebdrehgestell Achsen (6) besitzt, welche auf den Schienen (8) ruhen, ein Eisenbahnwagenuntergestell (10) besitzt, das auf den genannten Achsen (6) ruht, sowie Antriebselemente (18, 36, 48) für jede Achse (6) mit einem Motor (36), einem Untersetzungsgetriebe (18) und Übertragungselementen (48) zwischen dem Motor (36) und dem Untersetzungsgetriebe (18) besitzt, wobei die Elemente (30, 42, 44, 54) die Auflage von Antriebselementen (18, 36, 48) durch das vorgesehene Fahrzeug erlauben, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragelemente der Antriebselemente Aufhängungselemente (30) des Untersetzungsgetriebes (18) oder des Motors an dem Wagenkasten (14) des Schienenfahrzeuges besitzen, welche entweder an das Untersetzungsgetriebe oder an den Motor sowie an den Wagenkasten angelenkt sind, Gelenkelemente (42, 44) des Motors (36) an dem Untergestell (10) des Drehgestelles um eine im wesentlichen horizontale Achse herum besitzen, sowie Verbindungselemente (54) des Motors (36) mit dem Untersetzungsgetriebe (18) besitzen, die sowohl an den Motor als auch an das Untersetzungsgetriebe angelenkt sind, und in der Seitenansicht der Anlenkungspunkt (28) des Untersetzungsgetriebes (18) oder des Motors an den Aufhängungselementen (30) zwischen dem Schwerpunkt (g) des Untersetzungsgetriebes und dem Schwerpunkt (g') des Motors (36) angeordnet ist.
  2. Triebdrehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kräftemoment (m . d), das von dem Untersetzungsgetriebe (18) auf den Anlenkungspunkt (28) ausgeübt wird, im wesentlichen gleich dem Kräftemoment (M . d') entspricht, das von dem Motor (36) auf diesen Anlenkungspunkt (28) ausgeübt wird.
  3. Triebdrehgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Untersetzungsgetriebe (18) und der Motor (36) in der Draufsicht quer zueinander verschoben sind, wobei der Anlenkungspunkt (28) zwischen dem Schwerpunkt (g) des Untersetzungsgetriebes (18) und dem Schwerpunkt (g') des Motors (36) angeordnet ist.
  4. Triebdrehgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängungselemente (30) des Untersetzungsgetriebes (18) oder des Motors an dem Wagenkasten des Schienenfahrzeuges an dem Untersetzungsgetriebe oder an dem Motor sowie an dem Wagenkasten angelenkt sind, und zwar mindestens um eine Horizontalachse herum.
  5. Triebdrehgestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängungselemente aus einer im wesentlichen geraden Treibstange (30) bestehen, welche sich im wesentlichen vertikal zwischen dem Untersetzungsgetriebe (18) und dem Wagenkasten (14) des Schienenfahrzeuges erstreckt.
  6. Triebdrehgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkelemente zwischen Motor (36) und Untergestell (10) zwei Anne (42, 44) aufweisen, welche mit der Lagerung (38) des Motors (36) verbunden sind, wobei diese Anne (42, 44) an dem Untergestell um die Horizontalachse herum angelenkt sind.
  7. Triebdrehgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (54) zwischen dem Motor (36) und dem Untersetzungsgetriebe (18) mindestens um eine Horizontalachse herum an den Motor und an das Untersetzungsgetriebe angelenkt sind.
  8. Triebdrehgestell nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente zwischen Motor (36) und Untersetzungsgetriebe (18) eine Stange (54) aufweisen, welche in der Seitenansicht C-förmig ist, wobei die beiden Enden dieser Stange (54), welche am Motor bzw. an dem Untersetzungsgetriebe angelenkt ist, im wesentlichen untereinander angeordnet sind.
  9. Triebdrehgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungselemente zwischen dem Motor und dem Untersetzungsgetriebe eine Verbindung mit gewölbter Verzahnung (48) aufweisen.
  10. Triebdrehgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Untersetzungsgetriebe (18) ein Treibrad (24), das von dem Motor angetrieben wird, ein Antriebsrad (20), das mit der Achse (6) verbunden ist, und ein Zwischenrad (22) besitzt.
  11. Schienenfahrzeug (2) mit mindestens einem Triebdrehgestell (4) und einem Wagenkasten (14), der auf dem oder jedem Triebdrehgestell ruht, dadurch gekennzeichnet, dass das Triebdrehgestell oder jedes Triebdrehgestell (4) einem der vorhergehenden Ansprüche entspricht.
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