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Hintergrund der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 und ein System nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 6.
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Ein
derartiges Verfahren und ein derartiges System sind aus der europäischen Patentschrift
0 556 922 bekannt. In dieser Patentschrift wird vorgeschlagen, eine
Anzahl von Dokumenten vor dem Start eines Durchlaufs zuzuführen und
zu scannen. Die beim Scannen erhaltenen Daten der betreffenden Dokumente,
wie beispielsweise Länge
und Identifizierung, können
gespeichert werden. Diese Daten können im Nachfolgenden zur Steuerung
des Systems genutzt werden, beispielsweise zur Betätigung ausgewählter Zuführstationen
zur Zufuhr eines oder mehrerer darin enthaltener Dokumente, oder
zum Einstellen einer Faltstation. Im wesentlichen kann bestimmt
werden, welche Einlagedokumente in welcher Zuführstation befindlich sind.
Beim Zusammenstellen von Postsendungen können diese Zuführstationen dann
abhängig
von Bezeichnungen auf den Hauptdokumenten betätigt werden, wobei die Bezeichnungen
anzeigen, welche Einlagedokumente zuzufügen sind. In diesem Fall bestimmt
folglich das System selbst, welche Zuführstationen während des
Durchlaufs zu betätigen
sind, um die richtigen Einlagedokumente zu einem Hauptdokument hinzuzufügen.
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Ein
Nachteil dieses Systems ist, daß die
Einstellung des Systems vor einem Durchlauf oder Auftrag eingestellt
werden muß,
um anzuzeigen, welche Zuführstationen
während
des Durchlaufs zu nutzen sind. Wird dieses nicht getan und sind
beispielsweise sämtliche
Zuführstationen
eingeschaltet, werden für die
nicht aufgefüllten
Einheiten Fehlerberichte oder Leermeldungen erzeugt, da in diesen
Einheiten keine Dokumente platziert worden sind.
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In
diesem Zusammenhang sind in der Praxis Systeme gebräuchlicher,
in welchen jede Postsendung bestimmt durch die Auswahl der eingeschalteten
Zuführstationen
die gleiche Zusammenstellung aufweist. Derartige Systeme weisen
ebenfalls das Problem auf, daß der
Betreiber der Vorrichtung spezifizieren muß, welche Zuführstationen
während
eines einzelnen Auftrags oder Durchlaufs zu nutzen sind, da anderenfalls
unerwünschte
Fehler- oder Leermeldungen erzeugt werden. Als Reaktion auf derartige
Meldungen, schalten die Systeme im allgemeinen auf einen Standby-modus.
Dieser Standby-modus wird nicht verlassen, bis in dem System Bedienungsmaßnahmen,
wie beispielsweise Öffnen eines
Ventils oder Füllen
eines Faches, festgestellt wurden.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
ist ein Ziel der Erfindung eine Lösung zu schaffen, mit welcher
Aktivitäten,
die vor dem Ausführen
eines Auftrags oder Durchlaufs in einem Postzusammenstellungssystem
mit einer Vielzahl von Zuführstationen,
welche nicht sämtlichst
zu jeder Zeit genutzt werden, limitiert und vereinfacht werden können.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird dieses Ziel durch ein Verfahren gemäß Hauptanspruch 1
erreicht. Die Erfindung ermöglicht
des weiteren ein System gemäß Patentanspruch
6, welches speziell zur Durchführung
des vorgeschlagenen Verfahrens ausgebildet ist.
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Da
die Feststellung, ob eine Zuführstation abhängig davon,
in welcher der Zuführstationen Postkomponenten
vorliegen, in einen Betriebszustand oder einen Ruhezustand (Nicht-Betriebszustand)
gebracht werden muß,
in einer Einstellphase automatisch durchgeführt wird, und in einer nachfolgenden
Betriebsphase ausschließlich
sich in einem Betriebszustand befindliche Zuführstationen für einen
Betrieb gesteuert werden, werden ausschließlich diese Zuführstationen,
in welchen Postkomponenten vorliegen, in einen Betriebszustand gebracht,
ohne daß der
Betreiber bestimmen muß,
welche Zuführstationen
aktiv oder nicht aktiv sein müssen.
Durch das Sicherstellen vor einem Durchlauf oder Auftrag, daß die zu
verarbeitenden Postkomponenten, wie beispielsweise Dokumente, Einlagen
und Umschläge,
in welche diese Einlagen und Dokumente zu verpacken sind, in den
verschiedenen Zuführstationen platziert
sind, wird automatisch erreicht, daß nur die aufgefüllten und
daher nutzbaren Zuführstationen operativ
zur Zufuhr von Dokumenten gesteuert werden. Es kann ebenfalls vorgesehen
sein, daß nur
die Systemeinstellungsbedingung bzw. die Systemeinstellungsbedingungen
dem Betreiber vorgeschlagen wird oder werden, welche zu der Zusammenstellung von
geladenen und ungeladenen Zuführstationen passend
ist bzw. sind. Das aktuelle Schalten der Zuführstationen in den Betrieb-
oder Ruhezustand wird dann nach der Durchführung einer Auswahl einer Systemeinstellungsbedingung
durch den Nutzer durchgeführt.
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Weitere
Aufgaben, Gesichtspunkte, Wirkungen und Einzelheiten der Erfindung
werden im nachfolgenden mit Bezug auf eine beispielhafte Ausführungsform,
welche derzeit am meisten bevorzugt wird und in den Zeichnungen
dargestellt ist, beschrieben.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
Zeichnung zeigt eine geschnittene graphische Seitenansicht eines
Systems gemäß einer beispielhaften
Ausführungsform
der Erfindung.
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Ausführlicher
Beschreibung
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Das
in der Zeichnung dargestellte System ist mit einer Anzahl von Zuführstationen
in der Form von Dokumentzuführstationen 1 zur
Zufuhr von Dokumenten 20, 21, 23, einem
Drucker 2 zum Drucken von Bögen 25 und zur Zufuhr
der auf diese Weise erhaltenen Dokumente, sowie Umschlagzuführstationen 34, 35 zur
Zufuhr von Umschlägen
ausgestattet.
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Die
ersten vier Zuführstationen
sind als Dokumentzuführstationen 1 ausgebildet.
Jede der Dokumentzuführstationen 1 umfaßt ein Magazin 5,
eine Versorgungswalze 6, eine Trennungswalze 7,
eine Transportwalze 8 und ein Paar von Zuführwalzen 9. Ein
Beispiel einer Trennungseinrichtung, welche für einen Gebrauch in einer Dokumentzuführstation 1 gemäß der beispielhaften
dargestellten Ausführungsform
geeignet ist, ist genauer in dem US-Patent 5,362,037 beschrieben,
auf welches sich hiermit bezogen wird.
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Der
Drucker 2 umfaßt
ein Magazin 10 für
zu bedruckende Bögen
und ein Paar Zuführrollen 11 zum
Zuführen
eines bedruckten Bogens in einem geeigneten Moment. Der Drucker 2 ist
des weiteren derart ausgebildet, daß das Bedrucken eines Bogens
jedes Mal beendet ist, bevor der Bogen eine Warteposition zwischen
den Zuführrollen 11 erreicht.
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Die
Zuführstationen 1, 2 sind
mit einer Zuführbahn 3 verbunden,
welche eine Reihe von gegenüberliegenden
Transportrollen 12, 13, 14 aufweist.
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Die
dargestellte Vorrichtung umfaßt
des weiteren eine Richtstation 16 zum Richten von mit einem betreffenden
Satz verbundenen Dokumente zu einem Stapel, welcher auf einer Seite
im wesentlichen ausgerichtete Dokumentenkanten aufweist.
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Die
Ausrichtstation 16 ist als Kopfstation ausgebildet, welche
eine ausrichtende Oberfläche 19 mit einem
Anschlag 26 und einer Ausgabebahn 36 in einer
Linie mit der ausrichtenden Oberfläche 19 aufweist. In
Förderrichtung
oberhalb der ausrichtenden Oberfläche weist die Ausrichtstation 16 Förderrollen 27, 28, 29, 30 und
Führungen 61, 62 auf.
Die ausrichtende Oberfläche 19 wird
durch einen Teil eines Förderbandes 18 ausgebildet,
welches sich über
einen Träger
bewegt.
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Die
Dokumente können
in einer Zuführrichtung
gegen den Anschlag 26 transportiert und nachfolgend in
entgegengesetzter Richtung an eine Faltstation 32 ausgegeben
werden. Die ausgerichteten Kanten der Dokumente bilden dann die
hintere Kante des Stapels, was Vorteile beim Falten des Stapels bringt.
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Gegenüber der
ausrichtenden Oberfläche 19 ist
ein Förderband 17 vorgesehen,
welches näherungsweise
parallel zur ausrichtenden Oberfläche 19 läuft, einen
bestimmten Druck auf die ausrichtende Oberfläche 19 ausüben kann
und auf die Dokumente einen im Vergleich zur ausrichtenden Oberfläche 17 größeren Reibungskoeffizienten
aufweist, und welche darüber
hinaus mit Walzen zur weiteren Begrenzung der Reibung zwischen den
Dokumenten und dieser Oberfläche
versehen ist. Durch ein Antreiben des Bandes 17 in Richtung
des Anschlages 26 werden die zwischen der ausrichtenden
Oberfläche 19 und
dem Band 17 vorliegenden Dokumente gegen den Anschlag 26 gedrängt, so
daß die
Kanten der Dokumente auf der Seite des Anschlags 26 zueinander
ausgerichtet werden.
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Die
ausrichtende Oberfläche 19 ist
konvex in Richtung der Bewegung des Anschlags 26 gebogen. Aufgrund
der Spannung des umlaufenden Bandes 17 des Anpreßmittels übt das Band 17 in
einem an den Anschlag 26 angrenzenden Bereich einen gleichmäßig verteilten
Druck in Richtung der ausrichtenden Oberfläche 19 aus.
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Durch
Antreiben des Förderbandes 17 kann ein
Dokument über
die Oberfläche 19 gegen
den Anschlag 26 gefördert
werden. Ein nächstes
Dokument, welches teilweise zwischen das vorlaufende Dokument und
das Förderband 17 gelangt
ist, wird über das
vorlaufende Dokument ähnlich
gegen den Anschlag 26 gleiten, wenn das Band 17 in
Richtung des Anschlags 26 angetrieben wird. Auf diese Weise
können
aufeinanderfolgende Dokumente ausgerichtet werden.
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Die
Faltstation 32 ist mit einem ersten und einem zweiten Paar
Faltwalzen 37, 38 und 39, 40 versehen,
wobei die Auslaßbahn 36 zwischen
den Faltwalzen 37, 38 und 39, 40 verläuft. Zwischen
dem Anschlag 26 und den Faltwalzen 37, 38 und 39, 40 sind entsprechende
Leitflächen 41 und 42 zum
Leiten der Kante eines entfernt von dem Anschlag platzierten Stapels
angebracht. Gegenüber
eines Faltspaltes zwischen jedem Paar der Faltrollen 37, 38 und 39, 40 ist
ein Faltmesser 43, 44 zum Pressen eines abgeleiteten
Bereichs eines Dokumentes oder eines Dokumentstapels in den Faltspalt
angebracht.
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Nach
dem Ausrichten der Dokumente eines Stapels in der Ausrichtstation 16 wird
dieser zunächst gegen
die Zuführrichtung
und dann in die Faltstation 32 bewegt. In dem Verfahren
werden wenigstens wenn der Stapel gefaltet werden muß, die von
dem Anschlag 26 entfernte Kante des Stapels und ein angrenzender
Bereich des Stapels entlang einem Paar Faltwalzen 37, 38 oder 39, 40 umgelenkt
und der Stapel dann in einen zwischen den Faltwalzen 37, 38 oder 39, 40 vorliegenden
Faltstab durch eines der Faltenmesser 43, 44 gepreßt. Danach
werden die Faltrollen angetrieben, so daß eine Falte in dem Stapel
erzeugt wird.
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Eine
Faltestation und ein Verfahren zum Falten der oben beschriebenen
Art ist genauer in dem US-Patent 4,985,013 beschrieben, auf welches
hiermit Bezug genommen wird.
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Mit
der Faltestation 32 ist eine Einlegestation 33 verbunden.
Diese Einlegestation 33 ist mit zwei Magazinen 34, 35 für Umschläge versehen.
Als Basis für
eine derartige Einlegestation kann eine Einlegestation dienen, welche
genauer in der Veröffentlichung
der europäischen
Patentanmeldung Nr. 0,781,671 beschrieben ist. Die Einlegestation
weist eine Umschlag-Bahn 4 und einen Ausgang 18 für verpackte
Postsendungen auf.
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Bei
der Zusammenstellung einer Postsendung unter Nutzung eines Systems
entsprechend der gezeigten beispielhaften Ausführungsform führen die Zuführstationen 1, 2 Dokumente
zur Transportbahn 3. Die Dokumente werden in der Ausrichtstation 16 zu
einem Stapel ausgerichtet, welcher auf einer Seite im wesentlichen
ausgerichtete Dokumentkanten aufweist. Dieser Stapel wird zur Faltestation 32 in
einer zu den erwähnten
Kanten umgekehrten Richtung geführt.
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Zum
Scannen zugeführter
Dokumente sind in Förderrichtung
nach den Zuführstationen 1, 2 und vor
der Ausrichtstation 16 Scanmittel für passierende anzusammelnde
Dokumente angebracht. Gemäß der vorliegenden
beispielhaften Ausführungsform sind
diese Scanmittel als eine Lichtquelle 63 und eine photosensitive
Zelle 64 ausgebildet. Durch ein zusätzliches Einlesen der Drehung
einer der Transportrollen 27 bis 30 kann beispielsweise
die Länge
eines passierenden Dokumentes gemessen werden.
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Die
oben genannten Mittel 27 bis 30, 63 und 64 zur
Messung der Länge
eines passierenden zu sammelnden Dokumentes können mit einem Datenprozessor
zur Eingabe und Speicherung eines der gemessenen Länge entsprechenden
Signals in diesen Datenprozessor verbunden sein. Dieses Signal wiederum
kann beispielsweise als Eingabewert zur Einstellung der Faltstation 32 genutzt
werden, um die Anzahl von Faltungen, die Position und die Faltrichtung
festzustellen, so daß die
Dokumente mit einem bestimmten Spiel in einen gegebenen Umschlag passen.
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Die
Scanmittel können
ebenfalls einen Scanner zum Einlesen von auf den Dokumenten vorliegenden
Bezeichnungen umfassen, welcher mit einem Datenprozessor verbunden
ist. Diese Bezeichnungen können
beispielsweise aus kodierten Verarbeitungsanweisungen auf einem
Hauptdokument bestehen. Der Datenprozessor kann auf Basis der eingelesenen
Bezeichnung andere Stationen des Systems steuern, beispielsweise
zur Aktivierung der zugehörigen
Zuführstationen 1, 2 zum
Zufügen
der korrekten Dokumente, Einstellen der Faltstation 32 und Auswählen der
zugehörigen
Umschlagbahn 34, 35 zur Zufuhr eines Umschlags.
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Die
Scanmittel können
des weiteren einen Dickenmesser zum Messen der Dicke eines zusammenzustellenden
passierenden Dokumentes aufweisen, welcher mit einem Datenprozessor
zur Eingabe eines der gemessenen Dicke entsprechenden Signals in
diesen Datenprozessor verbunden ist. Das der gemessenen Dicke entsprechende
Signal kann mit einem Referenzsignal verglichen werden, um zu verifizieren,
ob ein einzelnes Dokument zugeführt und
transportiert worden ist, oder ob ein Fehler aufgetreten ist und
kein Dokument oder mehr als ein Dokument zugeführt und transportiert wurden.
Wenn Dokumente geringfügig
unterschiedliche Dicken aufweisen, kann des weiteren verifiziert
werden, ob die korrekten Dokumente zugeführt und transportiert wurden.
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Vor
dem Start eines Durchlaufs oder eines Auftrags kann eine Anzahl
von Dokumenten zugeführt
werden, wobei jedes Dokument individuell transportiert und in Förderrichtung
den Zuführstationen
nachfolgend gescannt wird. Diese Dokumente betreffende Daten, wie
beispielsweise Länge
und Identifizierung, die beim Scannen erhalten wurden, können gespeichert
werden. Diese Daten können im nachfolgenden
zur Steuerung des Systems genutzt werden, beispielsweise zur Steuerung
ausgewählter Zuführstationen
zur Zufuhr eines oder mehrerer in diesen platzierten Dokumente oder
zum Einstellen der Faltstation 32.
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Es
kann beispielsweise im wesentlichen bestimmt werden, welche Einlagedokumente
in welcher der Zuführstationen
platziert sind. Beim Zusammenstellen der Postsendungen können diese
Zuführstationen
dann abhängig
von Bezeichnungen auf den Hauptdokumenten gesteuert werden, welche
anzeigen, welche Einlagedokumente zuzufügen sind. Folglich bestimmt
das System dann selbst, welche Zuführstationen zu steuern sind,
um die korrekten Einlagedokumente zu einem Hauptdokument zuzufügen. Weder
der Betreiber des Systems noch die für die Bestimmung, welches Einlagedokument
welchem Hauptdokument zuzufügen
ist, verantwortliche Person müssen
für dieses
belangt werden.
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Des
weiteren können
Hauptdokumente individuell transportiert und in Förderrichtung
nach den Zuführstationen
eingelesen werden, so daß in
jedem Fall Bezeichnungen auf dem Hauptdokument eingelesen werden
können.
Die durch das Einlesen der Bezeichnungen erhaltene Information kann
zur Steuerung des Systems genutzt werden.
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Um
zu bestimmen, welches Dokument in einer Zuführstation platziert ist, ist
es möglich,
beim Einlesen Bezeichnungen eines passierenden zweiten Dokuments
einzulesen und einen dem Einleseergebnis entsprechenden Dokumentencode
in einem Datenprozessor in Verbindung mit einem Zuführstationencode,
welcher zu der Zuführstation
gehört,
aus welcher das eingelesene Dokument zugeführt wurde, zu speichern.
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Anstelle
dessen kann, wenn ein einzelnes zweites passierendes Dokument gescannt
wird, wenigstens ein Teil dieses Dokumentes optisch gescannt werden
und ein dabei erhaltenes Helligkeitsmuster in einem Speicher in
Verbindung mit einem verbundenen Dokumentencode gespeichert werden. Des
weiteren kann beim Scannen eines passierenden nächsten zweiten Dokuments wenigstens
ein Bereich dieses nächsten
Dokumentes optisch gescannt werden, woraufhin ein auf diese Weise
erhaltenes Helligkeitsmuster mit dem in Verbindung mit dem verbundenen
Dokumentencode gespeicherten Helligkeitsmuster verglichen wird.
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Auf
diese Weise kann festgestellt werden, welches Einlagedokument in
einer Zuführstation
platziert ist, ohne daß das
Einlagedokument mit einer Bezeichnung versehen sein muß.
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Das
Einlesen eines zweiten Dokumentes zum Erhalten eines Helligkeitsmusters
kann mit demselben Lesekopf 64 ausgeführt werden, wie das Scannen
der Bezeichnung auf dem Hauptdokument, welche beispielsweise Arbeitsanweisungen
betreffend eine zusammenzustellende Postsendung repräsentiert,
mit welcher dieses Hauptdokument verbunden ist. In diesem Fall ist
kein spezieller eigener Scanner zum Einlesen von Helligkeitsmustern
von zweiten Dokumenten erforderlich.
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Es
ist ebenfalls möglich,
die Länge
und die Stärke
eines Dokumentes einzulesen und einen dem Einleseergebnis entsprechenden
Dokumentencode in einem Datenprozessor in Verbindung mit einem Zuführstationscode
zu speichern. Der Zuführstationscode
ist der Zuführstation
zugewiesen, aus welcher das eingelesene Dokument zugeführt wurde. Wenn
ein nächstes
Dokument durch diese Zuführstation
zugeführt
wird, kann auf Basis dessen eingelesener Länge und Stärke geprüft werden, ob dieses Dokument
mit dem ersten durch die Zuführstation
zugeführten
Dokument übereinstimmt.
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Daten
betreffend die Länge
eines Dokumentes können
des weiteren zur Bestimmung der Entfernung, über welche dieses Dokument
im wesentlichen gegen die Zuführrichtung
versetzt wurde, bis dessen Hinterkante nach außerhalb des Zuführbandes
gebracht wurde, genutzt werden. Durch das Herausbringen der Hinterkante
eines zur Ausrichtstation 16 zugeführten Dokumentes außerhalb
der Zuführbahn wird
verhindert, daß ein
nächstes
zugeführtes
Dokument, welches zu dem oben genannten Moment hinzuzufügen ist,
gegen die Kante des oben genannten von dem Anschlag 26 entfernten
Dokuments anstößt.
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Der
im wesentlichen gegen die Zuführrichtung
gerichtete Versatz kann in der Vorrichtung gemäß der beispielhaften Ausführungsform,
die durch die Zeichnung dargestellt ist, erhalten werden, indem das
Förderband 17 zu
einer Bewegung entlang der ausrichtenden Oberfläche 19 in Richtung
der Faltestation 32 gebracht wird. Die vormalige Hinterkante der
zugeführten
Dokumente wird im nachfolgenden unter der Führung 61 passieren,
so daß dieses
nicht zurück
in Richtung der Zuführstationen 1 und 2 platziert
wird, sondern außerhalb
des Bereiches der Transportbahn, welche von diesen Stationen 1 und 2 kommt,
platziert wird. Ein nächstes
Dokument, welches entlang der Führung 61 geleitet
wird, wird sich dem zuletzt angekommenen Dokument entfernt von dessen
Hinterkante anschließen
und daher nicht gegen die frühere
Hinterkante dieses Dokuments stoßen.
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Die
Zuführstationen 1, 2 sind
jeweils mit einem Detektor 15 in Förderrichtung gerade oberhalb des
Punktes, an dem die Zuführbahn
der entsprechenden Zuführstation 1 und 2 der
Transportbahn 3 nachfolgt, versehen. Diese Detektoren 15 sind
jeweils mit einer Steuereinheit 31 der entsprechenden Zuführstation 1, 2 verbunden.
Die Steuerungseinheiten 31 wiederum sind mit einer zentralen
Steuerungseinheit 65 verbunden. Die Steuerungseinheiten 31 sind
jeweils über
eine Verbindung 70 mit Steuerungen des Antriebs (nicht
dargestellt) verbunden, um zu ermöglichen, daß eine einzelne und zugeführte Postkomponente
in einer Wartestellung angehalten werden kann. Von dieser Wartestellung
kann sie auf Anweisung zugeführt
werden (die Anweisung kommt von der zentralen Steuerungseinheit).
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Die
Steuerungseinheit 65 ist in der Einsetzstation 33 untergebracht.
Sie ist allerdings aus Gründen
der Klarheit außerhalb
dieser Einsetzstation 33 wiedergegeben. Um in einer Einstellungsphase
festzustellen, in welcher der Zuführstationen Postkomponenten
vorliegen, steuert die Steuerungseinheit 65 die Steuerungseinheiten 31 der
Zuführstationen 1 an, damit
diese ein Dokument zuführen.
Wenn daraufhin innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls von beispielsweise
einer Sekunde ein Dokument in der Wartestellung durch einen der
verbundenen Detektoren 15 erkannt wird, wird die Zuführstation
als beladen registriert. Wenn innerhalb des entsprechenden Zeitintervalls
dieser Detektor 15 kein Dokument feststellt, wird die entsprechende
Zuführstation 1 als
leer registriert.
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In
dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel enthalten die erste,
zweite und vierte Zuführstation 1 (gezählt von
oben nach unten) und der Drucker 2 Dokumente oder entsprechende
Bögen und
die dritte und die fünfte
Zuführstation
sind leer. Folglich werden die erste, zweite und vierte Zuführstation 1 und
der Drucker 2 als beladen registriert und die dritte und
fünfte
Zuführstation
als leer registriert, da aufgrund einer Anweisung, ein Dokument
in eine Wartestellung zu bringen, nach dem Ablauf des für diesen Zweck
erhältlichen
Zeitintervalls kein Dokument in der Wartestellung erkannt wurde.
Die Steuerungseinheit 1 ist des weiteren vorgesehen, um
die als gefüllt registrierten
Zuführstationen 1 in
einen Betriebszustand zu überführen, das
sind in diesem Beispiel die erste, zweite und vierte Zuführstation 1 und
der Drucker 2, und um die Zuführstationen 1, welche
als leer registriert wurden, das sind in diesem Fall die dritte und
fünfte
Zuführstation 1,
in einen Ruhezustand zu überführen und
um nachfolgend in einer Betriebsphase ausschließlich die Tätigkeit der in einem Betriebszustand
befindlichen Zuführstationen 1 zu
steuern.
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Es
ist ebenfalls möglich,
daß die
Steuerungseinheit zu diesem Zweck als Reaktion auf ein teilweises
Erkennen eines Lademusters der Zuführstationen 1, 2 diese
nicht direkt in einen Betriebs- oder Ruhezustand bringt, sondern
zunächst
eine oder mehrere Systemeinstellungsbedingungen vorschlägt, welche
durch den Nutzer oder als Wartungseinstellungsbedingung eingegeben
worden sein können oder
nicht, welche nicht angewendet werden, bis ihre Auswahl durch den
Betreiber des Systems bestätigt worden
ist. Derartige Systemeinstellungsbedingungen können zusätzlich zu den Betriebs- und
Ruheeinstellungen der verschiedenen Zuführstationen 1, 2, 34, 35 ebenfalls
andere Einstellungen enthalten, wie beispielsweise eine Auswahl
der Umschlagszuführstation,
ein automatisches Schalten zwischen zwei oder mehreren Zuführstationen,
wenn eine oder mehrere von diesen leer sind, selektive oder nicht
selektive Einlagenzuführung
abhängig
von eingelesenen Kennzeichnungen oder von Daten, welche von einer äußeren Quelle
kommen, usw.
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Die
Magazine der Umschlagzuführstationen 34, 35 sind
mit Detektoren 68, 69 versehen. Diese können feststellen,
wann eine bestimmte Minimalmenge von Umschlägen erreicht wurde. Von den Umschlagzuführstationen 34, 35 wird
nur die Zuführstation 34, 35 in
einen Betriebsmodus gebracht, bezüglich der die Steuerungseinheit 65 registriert
hat, daß der
verbundene Detektor 68, 69 das Vorliegen einer
minimalen Menge von Dokumenten erkannt hat. Durch die Feststellung,
in welcher der Zuführstationen 1, 2, 34, 35 Postkomponenten
in einer Einstellphase vorliegen und ein automatisches Inbetriebnehmen
nur der als gefüllt
registrierten Zuführstationen 1, 2, 34, 35,
wird die Notwendigkeit einer Einstellung des Systems betreffend
der in einem Betriebszustand aktiven Zuführstationen 1 eliminiert.
Daher stellt das System beim Hochfahren selbst fest, welche der
Zuführstationen
während
des Betriebes aktiv sein muß und
welche in einem anderen Zustand, wie beispielsweise eine Wartestellung,
gelassen werden können
oder in einen solchen gebracht werden.
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Da
zum Erkennen des Vorliegens von Postkomponenten in den Zuführstationen 1 Detektoren 15 zum
Feststellen von Postkomponenten in Positionen in Förderrichtung
nach den Zuführstationen 1 genutzt
werden, wobei die Detektoren 15 mit der Steuerungseinheit 65 verbunden
sind und anzeigen, ob als Reaktion auf eine Aktivierung einer Zuführstation eine
Postkomponente passiert, wird beim Hochfahren des Systems ebenfalls
der Betrieb der Zuführstationen 1 getestet.
Das Risiko eines mangelhaften Betriebs des Systems nach dem Hochfahren
wird dadurch in wünschenswerter
Weise reduziert.
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In
der Betriebsphase des Systems werden Signale, die anzeigen, daß eine einzelne
der Zuführstationen 1 leer
ist, nur erzeugt, wenn die Abwesenheit einer Postkomponente in einer
einzelnen Zuführstation
in Kombination damit festgestellt wird, daß die entsprechende Zuführstation 1 sich
im Betriebszustand befindet. Auf diese Weise werden Leermeldungen
von außer
Betrieb gesetzten Zuführstationen 1 vermieden.
Zur Erzeugung eines Leersignals umfaßt das System einen Summer 66,
welcher ein ebenfalls durch ihre Aufmerksamkeit nicht auf das System
fokussierenden sich in der Umgebung des Systems aufhaltenden Personen
wahrgenommen werden kann.
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Es
ist ebenfalls möglich,
zu diesem Zweck eine unterschiedliche größere Minimalanzahl oder eine
größere Menge
von Postkomponenten als ein Kriterium zur Erzeugung des Leersignals
zu nutzen. Dies bietet den Vorteil, daß ein Leersignal oder besser
ein „Wiederauffüll"-Signal erzeugt wird,
bevor das entsprechende Magazin leer ist. Dieses Prinzip wird in
den Zuführstationen 34, 35 genutzt
und ist dafür von
wesentlichem Vorteil, da es aufgrund eines Leerens eines Magazins
von Umschlägen
oftmals unmöglich
ist, auf eine Versorgung von einer anderen der Umschlagzuführstationen 34, 35 (welche
Umschläge
einer anderen Art enthält)
umzuschalten, weshalb das System dann angehalten werden mußte.
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Um
dem Betreiber zu signalisieren, welche der Zuführstationen 1, 2, 34, 35 sich
in einem Betriebszustand befinden, umfaßt das System Signalisierungsmittel
in Form eines Displays 67, um in einer durch den Menschen
wahrnehmbaren Form anzuzeigen, welche der Zuführstationen 1, 2, 34, 35 sich
in einem Betriebszustand befinden. Es ist ebenfalls möglich, die
Zuführstationen 1 mit
Anzeigen zu versehen, so daß beim
Hochfahren sehr einfach verifiziert werden kann, ob sämtliche
Zuführstationen
mit aufgefüllten
Magazinen sich im Betriebszustand befinden.
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Die
Steuerungseinheit 65 ist des weiteren zum automatischen
Feststellen von Standard (nicht erfüllten) Systemeinstellungen
vorgesehen, abhängig
davon, ob verschiedene der Zuführstationen 1, 2, 34, 35 sich
in einem Betriebszustand befinden. Wenn die unterste der Zuführstationen 1 sich
in einem Betriebszustand befindet, wird das System automatisch auf
die selektive Versorgung von Einlagen von anderen Zuführstationen
und der Drucker 2 gemäß der durch
den Scanner festgestellten optischen Bezeichnung eingestellt. Diese
Standardeinstellungsbedingungen können zu diesem Zweck per Hand
modifiziert werden, unter anderem durch Optimieren von vorbestimmten
Sätzen
von Arbeitseinstellungen.
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Aus
dem zuvor genannten wird für
Fachleute klar werden, daß innerhalb
des Rahmens der Erfindung viele andere Ausführungsformen und Varianten möglich sind,
die anders sind als die beschriebenen Beispiele. Daher ist es beispielsweise
möglich,
daß die
Steuerungseinheit Steuerungssignale an Zuführstationen übermittelt,
weiche sich nicht im Betriebszustand befinden, daß jedoch
diese nicht zu einer Zufuhr eines Dokumentes führen, „Magazin leer"-Signale unterdrückt werden
oder daß diese
mit einem Zusatz versehen werden, so daß sie nicht die gleichen Konsequenzen
wie herkömmliche „Magazin
leer"-Signale haben.
Die Erfindung ist ebenfalls auf Systeme zur Zusammenstellung von
Poststücken
anwendbar, die entsprechend dem Prinzip arbeiten, bei dem Einsätze angehängt werden,
wenn andere Komponenten einer Postsendung die entsprechenden Zuführstationen
passieren.