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Spritzvergaser für Flugzeugmotoren Den Gegenstand des Patentes 584
657 bildet ein Spritzvergaser für Flugzeugmotoren, der auch bei Kehrlage des Flugzeuges
arbeitet und einen bei Normalflug wirksamen Schwimmerbehälter mit einem selbsttätig
beim Kippflug die Lufteinlaßöffnung absperrender Ventil enthält sowie außer dem
üblichen über diesen Behälter gehenden Brennstoffweg für den Normalflug auch noch
einen für den Kippflug bestimmten, unmittelbar zum Vergaser führenden Brennstoffweg
mit einem selbsttätigen Ventil aufweist, das diesen zu. sätzlichen Brennstoffweg
bei Normalflug absperrt und bei Kippflug freigibt.
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Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung eines derartigen Spritzvergasers
für Flugzeugmotoren -und betrifft insbesondere eine weitere Ausbildung des zur Umschaltung
der Brennstoffwege für Normal- und für Kippflug beim Wechsel der Flugart bestimmten
selbsttätigen Ventils. Erfindungsgemäß wird dieses Ventil mit stoßdämpfenden Mitteln
versehen, welche die Schlußkraft des Ventils beim Umkehren des Vergasers allmählich
auf ihren Höchstwert ansteigen lassen. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß das
Umschaltventil beim Auftreffen auf die von ihm abzuschließenden Ventilsitze, auch
wenn @es darauf einen kräftigen Stoß bei seiner Verstellung ausübt, keine Beschädigung
der Ränder dieser Ventilsitze hervorrufen kann und daher die Dichtheit der Ventilabschlüsse
dauernd gewährleistet ist. Die stoßdämpfenden, Mittel können aus zwei unter Federwirkung
stehenden, im Ventilkörper verschiebbar geführten Kegeln oder aus die Vierstellung
des Ventils bewirkenden Verdrängerkörpern bestehen.
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Die Zeichnung zeigt beispielsweise einige Ausführungsformen des Spritzvergasers
nach der Erfindung. Fig. i ist ein Längsschnitt einer ersten Bauart dieses Spritzvergasers,
und Fig. 2 veranschaulicht das zugehörige Umschaltventil in Einzeldarstellung. Fig.3
und 4 lassen ebenfalls im Längsschnitt zwei weitere Ausführungsformen des Umschaltventils
erkennen.
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Gemäß Fig. i wird das im zylindrischen Hohlraum 27 verschiebbare selbsttätige
Ventil 23a durch die Wirkung seines Eigengewichts beim Übergang vom Normal- auf
den Kippflug von einer die Öffnung 38' freigebenden und die Öffnung 40' abschließenden
Stellung in eine die Öffnung 40' freilegende und die
Öffnung 38'
absperrende Lage und umgekehrt umgeschaltet. In dem hohlen Ventilkörper sind die
beiden Kegel44' und 44", die zum wechselnden Schließen und Freigeben der Öffnungen
38' und 4o' dienen, in der aus Fig.2 näher ersichtlichen Weise mittels der Bohrungen
54' und 54" verschiebbar geführt und stehen unter der Einwirkung ,einer im Inneren
des Ventilkörpers 23a angeordneten Feder 55. Ein Stoß, den das Umschaltventil
23a gegen die eine oder andere der Öffnungen 38' und 40' ausführt, auch wenn :er
heftig ist, wird elastisch von der Feder 55 aufgenommen und kann daher die Ränder
der Öffnungen nicht verletzen.
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Die Brennstoffzufuhr zum Ventil 23a :erfolgt von der Leitung 9a durch
den Kanal 3 5, der in einen den Ventilkörper 23a umgebenden Ringraum 36 mündet.
Die für den Kippflug freizugebende Öffnung 40' steht über den Kanal 19a und die
Bohrung Zia der Düse 20a mit einem Hohlraum A in Verbindung, in welchen außerdem
ein Kanal 56 mündet, welcher mit der bei Normalflug freizugebenden öffnung 38' über
eine durch die Ventilnadel 811 beherrschte Öffnung 39 und einen Kanal ioa in Verbindung
steht. Die Nadel 8a wird durch den um den Zapfen 7a schwenkbaren Schwimmer 6a gesteuert
und tritt mit geringem Spiel durch das im Boden 58 des Schwimmergefäßes 5a vorgesehene
Führungsloch 57. Das Innere des Schwimmergefäßes 5a steht über eine Öffnung 59 mit
dem Hohlraum A in Verbindung. Beim Aufwärtshub der Nadel 8a kommt der Kanal
56 unmittelbar mit dem Kanal i oa in Verbindung, und der Brennstoff gelangt
daher unmittelbar in den Hohlraum Ä, während bei Abschluß der Öffnung 39 durch die
Nadel 8a die Zufuhr zum Raum A durch die Öffnung 59 des Schwimmerbehälters erfolgt.
Der Raum A steht durch die Düse 4i' und den Kanal 42' mit der in den Diffusor
3a des Vergasers i unterhalb der Klappe 2a mündenden Ausflußdüse 4a in Verbindung.
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Wenn sich der Vergaser in aufrechter Stellung befindet oder um einen
gewissen Winkel geneigt ist, tritt Luft durch -die Öffnung 6o ein, die sich im Boden
13a des Hohlraums 17- befindet, in dem das die Öffnung i 5a beherrschende
Ventil 16- verschiebbar ist. Von der Öffnung 15 gelangt die Luft über die Kanäle
6i, 62, 63 nach dem Kanal 42'. Ein weiterer, im Deckel i ia des Schwimmergefäßes
vorgesehener Kanal 64 mündet in das an den Kanal 42' angeschlossene Ende 65 der
Aus$ußdüse 4a.
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Bei der Anordnung nach Fig.3 hält das Ventil 23U beim Normalflug den
üher die Öffnung 40b -und das Schwimmergefäß gehenden Brennstoffweg offen und den
zusätzlichen, über die Öffnung 38b unmittelbar zum Vergaser führenden Brennstoffweg
geschlossen und bewirkt beim Kippflug die umgekehrte Schaltung. Die Verstellung
des Ventils 23b beim Übergang von der einen auf die andere Flugart wird hier durch
Verdrängerkörp:er 5o erzielt, die in der das Ventil 23b @enthaltenden, mit Flüssigkeit
gefüllten Kammer 37b angeordnet und an den um die Zapfen 52 drehbaren Hebeln 5 i
befestigt sind, die an den anderen Enden mit einem das Ventil 23b umgebenden Ring
verbunden sind. Durch die Bewegung der Körper 50 wird das Ventil
23b
derart verstellt, daß @es bei der Normallage des Flugzeuges die Öffnung
38b und beim Kippflug die Öffnung 40b verschließt. In gleicher Weise wirkt auch
die Vorrichtung nach Fig. 4, bei welcher die Masse des Ventils 23c auf die Form
einer Spindel verkleinert ist, um die Wirkung der Verdrängerkörp:er 5oc zu steigern,
welche das stoßfreie Anlegen des Ventils 23c an die Ventilsitze 38c und 4oe bewirken.