DE596134C - Verfahren zur Reinigung von Kohlendestillationsgasen von Naphthalin - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Kohlendestillationsgasen von Naphthalin

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DE596134C
DE596134C DEG76034D DEG0076034D DE596134C DE 596134 C DE596134 C DE 596134C DE G76034 D DEG76034 D DE G76034D DE G0076034 D DEG0076034 D DE G0076034D DE 596134 C DE596134 C DE 596134C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/04Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials

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Description

  • Verfahren zur Reinigung von Kohlendestillationsgasen von Naphthalin Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von in üblicher Weise gereinigten Kohlendestillationsgasen von Naphthalin, insbesondere von den schwer zu beseitigenden Naphthalinnebeln, .bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck durch Behandlung mit Lösungsmitteln für Naphthalin (ölen).
  • Das Hauptpatent 584048 schlägt vor, diese R-einigung dadurch zu bewirken, daß man das Gas bei Temperaturen über 4o° durch das Lösungsmittel hindurchtreten und sich mit ihm beladen läßt, worauf das Gas samt den Lösungsmitteldämpfen gekühlt und hierbei die letzteren niedergeschlagen werden, hierbei die Naphthalindämpfe in Lösung nehmen und sogestalt abgeschieden werden. Dieses Verfahren nach dein Hauptpatent kann vor oder nach der Kompression des in die Ferne zu entsendenden Gases angewendet werden. Soll aber die Kompression so hoch sein, daß sie für einen wirtschaftlichen Ferntransport ausreicht, so empfiehlt @es sich oft, die Beseitigung der Naphthalinspuren aus dem Gas erst mach der Kompression vorzunehmen und somit das bereits unter Druck stehende und von der Verdichtung noch heiße Gas mit den Lösungsmitteldämpfei für das Naphthalin zu beladen.
  • Gemäß der Erfindung geschieht dies in der Weise, daß das Lösungsmittel in das Gas eingespritzt oder daß das Gas mit dem Lösungsmittel berieselt oder das Gas über das fein verteilte Waschmittel darüberstreichen gelassen wird, also jedenfalls eine Art der Beladung durchgeführt wird, bei der auf das Gas nicht wie beim Tauchen durch das Lösungsmittel von den Kolbenstößen des Kompressors herrührende Druckschwankungen auf das Lösungsmittel übertragen werden. Letzteres ist aber besonders bei kräftigen Stößen entsprechend hohen Drücken schädlich, weil dadurch das öl in Schwingungen gerät, die sich weiter fortpflanzen können und zu nachteiligen Erscheinungen Anlaß geben können. Wird aber das von der Kompression her heiße Gas mit dem Lösungsmittel berieselt, dann verteilt das letztere sich gleichfalls ,äußerst fein im Gas, und @es bilden sich Lösungsmitteldämpfe, die mit dem Gas aus der Berieselungszone ,abströmen. Der gleiche Erfolg wird erreicht, wenn man das Gas an Horden vorbeistreifen läßt, über welche das Lösungsmittel herabfließt und unter großer Oberflächenentwicklung verteilt wird.
  • Im übrigen läuft das Verfahren @ebenso ab wie bei demjenigen des Hauptpatents. Es kann also eine Tauchung neben der Berieselung stattfinden, wenn die erstere aus irgendwelchen Gründen doch zugelassen werden kann, und es nimmt in jedem Fall das Gas nach erfolgter Beladung mit den Lösungsmitteldämpfen diese letzteren im Gleichstrom mit sich und wird an anderer Stelle so weit gekühlt, daß die Lösungsmitteldämpfe zusammen mit den aufgenommenen Naphthalinspuren niedergeschagen werden, worauf der Niederschlag von den abströmenden Gasen getrennt und beispielsweise der ersten Stufe des Prozesses, nämlich der Ölbehandlungsstufe des Gases, wieder zugeführt werden kann.
  • Hieraus ergibt sich ohne weiteres, daß die Erfindung nichts mit den bekannten Verfahren zu tun hat, bei denen Gas und Lösungsmittel im Gegenstrom zueinander durch Wäscher strömen und weder von einer Berieselung noch von einem Einspritzen in der Wärme die Rede sein kann, so daß also auch keine Durchdringung des Gases mit den Lösungsmitteldämpfen stattfindet, die vermöge ihrer außerordentlichen Oberflächenentwicklung praktisch alle Naphthalinspuren aufzunehmen vermögen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung von in üblicher Weise ,gereinigten Kohlendestillationsgasen von Naphthalin, insbesondere von den schwer zu beseitigenden Naphthalinnebeln, bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck durch Behandlung mit Lösungsmitteln für Naphthalin (Ölen) nach Patent 584 o48, gekennzeichnet durch Einspritzen des Lösungsmitt.els in das Gas, Berieseln des letzteren mit dem Waschmittel, Darüberstreichenlassen der Gase über das fein verteilte Waschmittel o. dgl. bei Temperaturen über 4o° C und hieran anschließende ausreichende Kühlung des Gases, durch welche die vorher aufgenommenen Lösungsmitteldämpfe niedergeschlagen werden.
DEG76034D 1929-03-31 1929-03-31 Verfahren zur Reinigung von Kohlendestillationsgasen von Naphthalin Expired DE596134C (de)

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