DE595155C - Muenzenpruefer fuer Selbstkassierer - Google Patents
Muenzenpruefer fuer SelbstkassiererInfo
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Description
Gegenstand, der Erfindung ist ein Münzenprüfer für Selbstkassierer (Selbstverkäufer),
bei dem die eingeworfenen Münzen zur Feststellung ihrer Oberflächenbeschaffenheit mit
Taststiften in Berührung gebracht werden. Der Münzenprüfer wird, in den Einwurf der
Selbstkassierer eingebaut. Die Taststifte sind in bekannter Weise auf einer Platte angeordnet,
die senkrecht zum Münzkanal verschiebbar ist.
Erfindungsgemäß sind, die einzelnen Taststifte in der im folgenden beschriebenen
• Weise derart mit Schwinghebeln verbunden, daß der Rand und die Prägung der Münzen
durch diese Schwinghebel die Bewegung zweier Übertragungsglieder einleiten oder
ermöglichen, welche dann die weitere Führung der Münzen in einen sich in bekannter
Weise verzweigenden Münzkanal bewirken. In der Zeichnung ist eine beispielsweise
Ausführungsform eines Münzenprüfers gemäß der Erfindung dargestellt, und. zwar
zeigt:
Abb. ι einen Schnitt durch den die Taststifte und. Schwinghebel enthaltenden Teil
des Apparates,
Abb. 2 eine Stirnansicht einer echten Münze, und zwar eines amerikanischen Fünfcentstückes,
Abb. 3, 4 und 5 Stirnansichten von Münzen verschiedener Formen,
Abb. 6 einen Schnitt nach Linie 16-16 der
Abb. 3,
Abb. 7 einen Schnitt nach Linie 17-17 der
Abb, S,
Abb. 8 einen Schnitt nach Linie 18-18 der
Abb. 4.
Die ganze Vorrichtung ist in einem Gehäuse untergebracht, welches aus der
Vorderwand 10 und der Rückwand 11 besteht.
Wie aus Abb. 1 ersichtlich ist, ist die Vorderwand 10 in ihrer oberen linken Ecke mit
einer Öffnung 24 versehen, die den vorderen Teil 25 eines zylindrischen Gehäuses 26 aufnimmt,
in welchem die neue Vorrichtung zum Prüfen der Prägung angebracht ist. Dieses zylindrische Gehäuse 26 besitzt eine kreisförmige
Einwurföffnung 27, durch welche; die Münzen flach eingeführt und in Berührung
mit dem Prägeprüfer gebracht werden. In dem anderen Ende des Gehäuses ist mittels
Schrauben 29 eine kreisseheibenförmigei Platte 28 befestigt. Diese besitzt einen kreisförmigen
Aufsatz 30, welcher genau in eine entsprechende Öffnung der Rückwand 11 paßt.
Das Gehäuse 26 und die Platte 28 werden gegen Drehung durch eine Schraube 31 gesichert.
An die Öffnung 27 des Gehäuses schließt sich nach innen eine erweiterte Bohrung an, in welcher eine zylindrische Büchse
32 verschiebbar ist, die an ihrer Vorderseite eine ebenfalls kreisrunde Scheibe 33 trägt.
Die Büchse 32 besitzt eine Anzahl von Längsnuten 35, die am vorderen Ende in radialen
Nuten 36 auf der Vorderseite der Büchse 32
übergehen. In einer Ringnut 37 ist ein Ring 38 gelagert, auf welchem eine der Anzahl der
Nuten 35, 36 entsprechende Zahl von Winkelhebeln 39 gelagert ist. Eine weitere Ringnut
40 der Büchse 32 enthält eine endlose Schraubenfeder 41, welche auf die Winkelhebel
39 drückt und diese in der in Abb. 7 und 16 gezeigten Lage hält. Der vordere Arm 39s
jedes Winkelhebels 39 liegt gegen den inneren Kopf von Stiften 42, die um eine Achse
43 auf einem Kreis angeordnet sind und sich in der Platte 33 parallel zu dieser Achse verschieben
können.
Innerhalb der Büchse 32 sitzt eine weitere Büchse 44, welche ebenfalls eine Anzahl von
Längsnuten 45 am Umfang der Büchse besitzt. In einer Ringnut 46 dieser Büchse ist
ein Ring 47 gelagert, der Drehpunkte für die Winkelhebel 50 bildet, welche in den Nuten
45 liegen, die an der Vorderseite der Büchse in eine entsprechende Anzahl von radialen
Nuten übergehen, und in welchen die Arme 5Oa der Winkelhebel 50 hineinragen. Die
Arme 50s der Winkelhebel 50 liegen gegen eine entsprechende Anzahl von Stiften 52, die
in der gleichen Weise wie die Stifte 42 in der Platte 33 verschiebbar gelagert sind. In einer
Ringnut 53 der Büchse 44 liegt eine endlose Ringfeder 54, welche die Winkelhebel 50 gewohnlich
in die in Abb. 1 gezeigte normale Lage drückt. Die Büchse 44 besitzt eine nach
hinten gerichtete verjüngte Verlängerung 55, auf welcher eine dritte Büchse 56 verschiebbar
ist. Diese besitzt am hinteren Ende einen nach außen gerichteten Flansch 57 und im
Innern einen Hohlraum 58, in dem eine Druckfeder 59 gelagert ist, welche mit ihrem
anderen Ende in eine Ausnehmung 60 der Platte 28 paßt. Durch diese Feder wird die
Büchse 56 gewöhnlich nach links in Abb. 1
gedrückt. Im Innern der Büchse 44 befindet sich eine Bohrung, in welcher die Achse 43
gelagert ist. Diese Bohrung hat eine Erweiterung 61, in welcher die Achse 43 mit einem
Bund 62 gleiten kann. Zwischen dem Boden der Erweiterung 61 und dem Bund 62 der
Achse 43 befindet sich eine Schraubenfeder63, durch welche die Achse 43 gewöhnlich in die
in Abb. ι gezeigte Lage gedrückt wird. Anderseits drückt die Feder 63 die Büchse 44 gegen
die Scheibe 33 und diese damit gegen die Vorderwand des Gehäuses 26. Da die Büchse
32 an derScheibe33 befestigt ist, wirderstere
■entsprechend ebenfalls nach vorn in die in Abb. 7 gezeigte Lage gedrückt. Die Achse 43
kann entgegen der Wirkung der Feder 63 durch eine Öffnung 64 der Platte 33 nach
vorn herausgestoßen werden, um in den Einwurf 27 eingesteckte Münzen, welche der
,Einwerfer zurücknehmen möchte, wieder auszustoßen.
Die Platte 28 besitzt einen Ringflansch 65, welcher einen gemeinsamen Anschlag für die
freien Enden der Winkelhebel 39 bildet. Wenn in den Einwurf eine Münze eingeführt
wird, welche durch Druck auf die äußeren Stifte 42 alle Winkelhebel 39 ausschwingt,
dann werden diese sämtlich aus der Bahn des Flansches 65 herausgebracht, so daß die
Scheibe 33 mit Büchse 32 sich nach innen bewegen kann. Wird eine Münze eingeworfen,
welche nicht alle äußeren Stifte 42 nach innen drückt, so bleiben einige der Winkelhebel 39
unausgeschwungen, und ein Öffnen des Münzeneinwurfes durch die Scheibe 33 kann nicht
erfolgen, weil der Flansch 65 die Einwärtsbewegung der Scheibe 33 und der damit verbundenen
Teile in diesem Falle verhindert.
Wenn beim Einführen einer Münze alle inneren Stifte 52 durch die Münzenfläche
nach innen gedrückt werden, dann werden alle Winkelhebel 50 entsprechend nach außen
geschwungen und mit ihren freien Enden außerhalb des Flansches 57 der Büchse 56 gebracht, so daß die Büchse 44 sich nach
innen verschieben kann, ohne daß die Büchse 56 überhaupt bewegt wird. Mit der Büchse56
ist bei 66 ein Ring 6γ drehbar verbunden, der mit einem nach oben gerichteten Arm 68
bei 69 in einem Tragstück 70 drehbar aufgehängt ist, welches in einer Nut der Wand des
Gehäuses 26 befestigt ist. Der Ring 67 besitzt einen nach unten gerichteten Arm 72.
Wenn beim Einführen einer Münze nicht alle Winkelhebel 50 ausgeschwungen werden,
so treffen einige derselben bei der Einwärtsbewegung der Scheibe 33 auf den Flansch 57,
so daß die Büchse 56 nach hinten bewegt wird, wobei sie den Ring 67 mitnimmt, der
seinerseits den an ihm sitzenden Arm 72 entsprechend ausschwingt. An der Büchse 32
sitzt ein radial nach außen gerichteter Stift 73, der sich in einem Schlitz 74 des Gehäuses
26 bewegen kann. Für die Bewegung des Armes 72 ist in dem Gehäuse 26 ein entsprechender
Schlitz 75 vorgesehen. Durch den Drehstift 69 und das eine Ende des Führungsschlitzes
75 wird die Bewegung der Büchse 56 nach vorn begrenzt.
Die Büchse 44 bildet eine Schulter /6, mit welcher sie sich gegen das Ende der Büchse
56 legt, wenn die Büchse 44 und die damit verbundenen Teile nach innen geschoben werden.
Auf diese Weise begrenzt die Büchse 56 die Bewegung der Büchse 44, Scheibe 33, Büchse 32 und der damit verbundenen Teile
nach rechts (Abb. 7), d. h. nach innen. Die eigentliche Begrenzung dieser Bewegung findet
statt, wenn die Büchse 56 mit ihrem Flansch 57 in die Ausnehmung 60 der Scheibe
28 hineingedrückt worden ist. Wenn also alle Winkelhebel 50 ausschwingen, bewegt sich die
Claims (3)
1. Münzenprüfer für Selbstkassierer (Selbstverkäufer), bei welchem die eingeworfene
Münze zur Feststellung ihrer Oberflächengestaltung mit Taststiften in Berührung gebracht wird, die in einer
senkrecht zum Münzweg verschiebbaren Scheibe gelagert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß diese Scheibe (33) bei ihrer Verschiebung den Münzweg (28) öffnet und auf ihrer Innenseite eine zylindrische
Büchse (32) trägt, innerhalb welcher auf der gleichen Achse (43) eine zweite Büchse (44) verschiebbar ist, von welchen
Büchsen jede eine Anzahl von Winkelhebeln (39 bzw. 50) trägt, die beim Aufdrücken
einer Münze auf die Verschlußscheibe (33) durch die Taststifte je nach der Oberflächengestaltung der Münze alle
oder zum Teil nach innen gedrückt werden, worauf für jeden nach innen gedrückten
Taststift einer der Winkelhebel (39, 50) ausschwingt.
2. Münzenprüfer nach Anspruch 1, da-
" durch gekennzeichnet, daß für alle in der "
äußeren Büchse (32) gelagerten Winkelhebel (39) ein in deren Bewegungsbahn
liegender gemeinsamer Anschlag (65) vorgesehen ist, der eine Öffnungsbewegung der Verschlußscheibe (33) verhindert,
wenn nicht alle Hebel (39) durch die aufgedrückte Münze ausgeschwungen werden.
3. Münzenprüfer nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die in der inneren Büchse (44) gelagerten Winkelhebel
(50) beim Einstecken einer echten Münze nur zum Teil ausschwingen und
daß dabei die nicht ausschwingenden Hebel (50) eine auf einer Verlängerung
(55) der inneren Büchse (44) bewegliche Büchse (56) entgegen der Wirkung einer
Feder (59) nach hinten verschieben und dadurch einen Hebel (72) ausschwingen, der durch ein Übertragungsgestänge den
weiteren Münzlauf in an sich bekannten Verzweigungen des Münzkanals regelt, während die Winkelhebel (50) durch eine
unechte Münze sämtlich ausgeschwungen werden, und sich sämtlich an der Büchse
(56) vorbeibewegen und damit den Hebel (72) unbeeinflußt lassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE595155T | 1930-10-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE595155C true DE595155C (de) | 1934-04-04 |
Family
ID=6573599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930595155D Expired DE595155C (de) | 1930-10-29 | 1930-10-29 | Muenzenpruefer fuer Selbstkassierer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE595155C (de) |
-
1930
- 1930-10-29 DE DE1930595155D patent/DE595155C/de not_active Expired
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