DE593545C - Verfahren zur Herstellung von isolierenden Leichtbauelementen o. dgl. Formlingen aus Muell - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von isolierenden Leichtbauelementen o. dgl. Formlingen aus Muell

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DE593545C
DE593545C DEA68862D DEA0068862D DE593545C DE 593545 C DE593545 C DE 593545C DE A68862 D DEA68862 D DE A68862D DE A0068862 D DEA0068862 D DE A0068862D DE 593545 C DE593545 C DE 593545C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B18/00Use of agglomerated or waste materials or refuse as fillers for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of agglomerated or waste materials or refuse, specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B18/04Waste materials; Refuse
    • C04B18/30Mixed waste; Waste of undefined composition
    • C04B18/305Municipal waste
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von isolierenden Leichtbauelementen o. dgl. Formlingen aus Müll Es sind bereits Verfahren bekannt, Baustoffe o. dgl. aus Müll herzustellen.
  • Soweit der gesamte anfallende Müll verarbeitet wird, sind die Verfahren kompliziert und unwirtschaftlich.
  • Soweit nur Teile des Mülls, z. B. das Feinmüll, verarbeitet werden, erhält man zement-und steinartige Baukörper, die zwar eine geringere Wärmeleitzahl und geringeres spezifisches Gewicht aufweisen als die meisten bekannten steinartigen Baustoffe, aber noch keineswegs als isolierende Leichtbaustoffe angesprochen werden können.
  • Solche lassen sich nur aus dem faserstoffhaltigen Grobmüll herstellen. Daß man aus den von allen. fremden Bestandteilen befreiten und sorgfältig gereinigten Faserstoffen des Grobmülls. Papier oder filzartige Formlinge herstellen kann, wird als bekannt vorausgesetzt. -Ein solcher Formling kann aber nicht ohne weiteres als Bauelement verwendet werden.
  • Außerdem erfordert das Ausklaubsen und Reinigen so viel Zeit und Arbeit, daß' Formlinge ,aus reiner Gellulos@e bzw. Holzschliff bedeutend billiger sind.
  • Andererseits ist aber gerade in dem nicht gereinigten Grobmüll eine Reihe von Stoffen, wie z. B. Glas, Porzellan, Fette usw., tenthalten, die bei entsprechender Vorbehandlung den Faserstofformlingen die Eigenschaften geben würden, die sie zur Verwendung als selbständige Bauelemente geeignet machen würden. Es wurde nun ein Verfahren gefunden, daß diesle Stoffe in sehr einfacher Weise mitverwendet und Formlinge ergibt, die z. B. der reinen Zellstoffplatte gegenüber ganz bedeutende Vorteile aufweisen.
  • Sie haben einen mehr holzartigen Charakter, lassen sich auch: wie Holz bearbeiten, sind wetterbeständig, erheblich widerstandsfähiger gegen Bruch und Beschädigungen und brennen nicht im Feuer.
  • Das Wesentliche des Verfahrens besteht darin, daß man die Mineralbestandteile des Grobmülls; z. B. Glas, Porzellan" Schlacken usw., durch :ein beliebiges Verfahren ganz oder fellweise in ein feines Pulver verwandelt, daß man ferner die notwendige Sterilisation des Mülls in solcher Weisse und unter Zugabe von Wasser undsolcher Stoffe vornimmt; die die stets im Müll vorhandenen Fette und Öle verseifen, und daß man endlich aus dieser Seife und dem feinen Mineralpulver unter Umständen unter Zugabe weiterer Seife oder bituminösier Stoffe innerhalb der Müllmasse .eine Emulsion bildet, deren Trockensubstanz sich bei der Entfernung des Wassers als eine gleichmäßige dünne Schicht auf den Faserstoffen ablagert. Die Emulsionsbildung mittels Seife oder Bitumen ist deshalb erforderlich, um die schweren Mineralteilchen im Wasser in der Schwebe zu erhalten und nach dem Trocknen zu einer nicht staubenden Masse aneinanderzubinden. Dadurch, daß die Mineralstoffe in der Schwebe bleiben, werden auch die kleinsten und feinsten Faserstoffteilchen mit einem: schützenden Mineralpanzer umgeben, und zwar ohne daß die Mineralstoffe im überschuß vorhanden sein müssen, wodurch der Faserstoffcharakter der Formlinge gewahrt bleibt.
  • Dieser Mineralpanzer schützt die Faserstoffteilchen; gegen alle zerstörenden Einflüsse von außen und bietet vor allem Bakterien keinen Nährboden mehr, er verhindert auch, daß die an und für sich brennbaren Faserstoffe im Feuer nicht mit heller Flamme brennen.
  • Die Formlinge gewinnen dadurch erheblich an Härte und Widerstandsfähigkeit und erhalten durch diese feinen gleichmäßigen mineralischen Einlagerungen den holzartigen Charakter.
  • Bei dem Verfahren wurde aus praktischen Gründen bewußt darauf Wert gelegt, nur solche Maschine. und solche Zusatzstoffe zu verwenden, die in der Baustoffindustrie bereits allgemein bekannt und gebräuchlich sind. Neu ist lediglich die Aufgabe, die die einzelnen Maschinen und Stoffe zu erfüllen haben. So z. B. dient der Kollergang nicht als Zerkleinerungs- oder Knetmaschine, sondern als Emulgator, der Kalk z. B. nicht als Bindemittel, sondern als Desinfektions- und Versei fungsmittel usw. Sind nicht genügend Mineralstoffe im Grobmüll vorhanden, um alle Faserstoffteilchen vollständig zu umhüllen, dann kann man unter Umständen Feinmüll in ihm belassen, vorausgesetzt, daß in dem Feinmüll keine schädlichen Stoffe enthalten sind, oder man setzt andere mineralische Stoffe zu, vorzugsweise solche, die leicht Emulsionen bilden, z. B. Ton, Lehm, Kieselsäure usw: Ausführungsbeispiel Grobmüll; d. h. von größeren Metallteilen und durch Sieben von Feinasche befreites Hausmüll wird zusammen mit etwa 3 bis 6 Teilen. Calciumoxyd durch eine Hammermühle o. dgl. gegeben, die mit einer solchen Umdrehungszahl läuft, daß nur die mineralischen, Stoffe zu feinstem Pulver zermahlen werden.
  • Das Mahlgut wird mit so viel Wasser, daß eine breiartige Masse entsteht, gekocht, bis die Fette, öle usw. verseift sind.
  • Diese Masse wird, unter Umständen nach. Zusatz von etwa 2. bis 3 Teilen Seife, Teer, Bitumen; Zellpech o. dgl., in einem möglichst schnellaufenden Kollergang so stark verrührt, bis sie auch ;äußerlich als :eine homogene Masse erscheint und die Mineralteilchen sich beim Aufschlemmen nicht mehr absetzen.
  • Dann wird die Masse in bekannter Weise geformt, evtl. gepreßt und getrocknet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren., aus von Metallteilen und Feinasche befreitem Hausmüll Bauelemente o. dgl. Formlinge herzustellen, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Grobmüll so zerkleinert wird, daß nur die mineralischen Bestandteile, wie Glas, Porzellan, Schlacken usiv., ganz oder zum Teil möglichst fein gepulvert werden, daß dieses Mahlgut unter Zusatz von desinfizierenden und seifebildenden Stoffen bis zur Verseifung der im Müllenthaltenen Fette, Öle, Harze usw. gekocht wird und daß dann mittels dieser Seife aus dem mineralischen Pulver eine Emulsion gebildet wird, worauf die Masse in bekannter Weise verformt und getrocknet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer der durch die Verseifung entstandenen Seife noch weitere Seifen oder bituminöse Stoffe oder andere staubbindende und emulsionsbildende Stoffe zugefügt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei nicht genügendem Gehalt an mineralischen Stoffen noch andere mineralische Stoffe in ,geringen Mengen zusätzlich beigegeben werden.
DEA68862D 1933-03-05 1933-03-05 Verfahren zur Herstellung von isolierenden Leichtbauelementen o. dgl. Formlingen aus Muell Expired DE593545C (de)

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