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Signalpfeife Signalhupen, die durch ein gasförmiges Druckmittel, z.
B. Druckluft, Dampf, Gas o. dgl., betätigt werden und den verschiedensten Zwecken
dienen, sind bereits bekannt. Bei derartigen Signalhupen ist es ferner bekannt,
in die Druckmittelzuführungsleitung zur Hupe einen Vorratsbehälter einzuschalten,
der im Ruhezustand der Vorrichtung mit der erwähnten Zuführungsleitung in Verbindung
steht, beim Signalgeben von der weiteren Zufuhr des Druckmittels aber abgeschlossen
und mit der Hupe in Verbindung gebracht wird, wobei die Größe des Vorratsbehälters
so bemessen ist, daß bei Betätigung der Hupe durch Verbrauch der im Luftbehälterraum
aufgespeicherten Druckmittehnenge ein Signal von vorbestimmter Zeitdauer gegeben
wird. Um in bestimmten Anwendungsfällen ein Signal von gewünschter anderer Länge
geben zu können, ist auch schon der Vorschlag gemacht worden, bei Signalhupen der
vorbeschriebenen Ausführung den Druckmittelvorratsbehälter auswechselbar zu machen
und gegen einen solchen von entsprechender anderer Größe auszutauschen bzw: ihn
in Kammern unterschiedlicher Größe zu unterteilen, die dann wahlweise benutzt werden.
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Indessen hat die Verwendung der vorbeschriebenen Signalhupe bekannter
Bauart in der Praxis ergeben, daß durch die außerhalb der Hupe liegenden Zugstangen,
Hebel oder Betätigungshähne usw. oft Störungen auftreten, die geeignet sind, die
sichere Funktion der Signalhupe unliebsam zu beeinträchtigen. Auch ist es bei Fernbetätigung
der Hupen schwierig, bestimmte Signale mit gleich langen Tönen, ähnlich wie Hammersignale
in der Grube, zu geben, weil der Signalgeber das Signal meistens selber nicht hören
kann.
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Gegenstand der Erfindung ist eine der vorbeschriebenen im Prinzip
ähnliche Signalhupe, die jedoch die Nachteile der bekannten Hupe vermeidet, ohne
andere Nachteile in Kauf zu nehmen, und mit welcher Signaltöne von bestimmter Länge
in schneller Folge gegeben werden können. Die Ausbildung der Hupe ist dabei derart
vorgesehen, daß die Signaltöne entweder unter Ausnutzung einer in an sich bekannter
Weise aufgespeicherten Druckmittelmenge oder unmittelbar durch das aus der Druckmittelzuführungsleitung
in die Hupe einströmende Druckmittel erzeugt werden. Das Wesen der Erfindung besteht
im wesentlichen darin, daß die eigentliche, das Signal gebende Hupe geschützt in
einem Rohr liegt, das zugleich das Austrittsende der Druckmittelzuführungsleitung
darstellt und vor der Hupe zu einem Druckmittelspeicherraum bestimmter Größe ausgestaltet
sein kann.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgedanke bzw. Gegenstand in je einem
Ausführungsbeispiel einer Signalhupe mit und ohne Druckmittelspeicherraum schematisch
in den Abb. x und 2, und zwar je in einem Längsschnitt, dargestellt, wobei Abb.2
die Ausführung ohne Speicherraum zeigt, die im wesentlichen mit der Ausführung nach
Abb. i übereinstimmt.
An Hand der beiden Abbildungen sei die bauliche
Ausbildungsform und die Wirkungsweise der neuen Signalhupe nachstehend näher erläutert.
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Wie Abb. r zeigt, tritt das einer vorhandenen Druckmittelrohrleitung
entströmende Druckmittel, z. B. Druckluft, durch den Gewindestutzen a zunächst in
.einen Vorraum b der Signalvorrichtung ein, an den sich eine zur Aufspeicherung
einer gewissen, für die Signalgabe benötigten Menge des Druckmittels bestimmte,
im Ruhezustand der Hupe mit dem Vorraum b stets verbundene Speicherkammer c anschließt.
Bei der Signalabgabe erfolgt eine Trennung der Kammer c von dem Vorraum b vermittels
eines Absperrorgans d, das sich hierbei in die Verbindungsöffnung in der Trennwand
c abdichtend einschiebt und gleichzeitig die Ausströmöffnung in der zur MVand c
parallel angeordneten Querwand f freigibt, so daß die im Raum c eingesperrte Druckmittelmenge
nach dem eigentlichen Tonerzeuger der aus den Rohrhülsen g und 1z, die durch einen
Stift i nahe den scharfen Kanten f der Rohrhülse lt starr miteinander verbunden
sind, bestehenden Hupe übertreten kann. Die an ihrem unteren Ende geschlossene Rohrhülse
g der Hupe ist am oberen Ende mit ddem durch die Speicherkammer c hindurchtretenden
Schaft des Absperrorgans d fest verschraubt. Sie legt sich im Ruhezustand der Hupe
unter der Wirkung einer Schraubenfeder k, welche auf die untere Rohrhülse
lt der Hupe aufgeschoben ist und sich einerseits an einem Bund h' dieser
Hülse A und anderseits an einem die Hupenrohrhülsen g und lt umfassenden, selbst
mit dem Gehäuse des Speicherraumes c verschraubten Schutzrohr irt nachstellbar abstützt,
mit ihrem oberen Ende stets gegen die Metalldichtung zt der Auslaßöffnung in der
unteren Speicherkammerwand f an. Letztere besitzt an der unteren Seite eine hülsenartige
Verlängerung o, die mit ihrem unteren Ende die in ihr verschiebbare Rohrhülse j
der Hupe dicht schließend umfaßt und mit einem außenseitigen -Gewinde P zur Befestigung
des Schutzrohres in der Hupe dient. Das Hupenrohr lt ist am unteren Ende verjüngt
abgesetzt, umldadurch eine Hubbegrenzung zu ermöglichen. Am Schutzrohr selbst ist
eine Lasche y angebracht, die unter Benutzung eines Schellenbandes o. dgl. zur Befestigung
der Signalhupe an einer Rohrleitung ö. dgl. Verwendung finden kann. Die Rohrhülse
h der Hupe ist am unteren Ende mit einer Öse r zur Befestigung eines der Betätigung
der Hupe dienenden Zugmittels versehen und erhält hier Führung in einer Gewindehülse
s, die in das Schutzrohr nz eingeschraubt ist und zur Nachstellung der Feder k entsprechend
der Länge des Zugseiles dient. Bei der Betätigung dieses Zugseiles tritt nun das
aus dem Speicherraum c entweichende Druckmittel an der Metalldichtung zt vorbei
in den Hohlraum der hülsenartigen Verlängerung o über und von diesem durch kleine
Kanäle t in das Innere der Rohrhülse g, um dann am unteren Ende des Hohlraumes durch
andere Kanäle u wieder nach außen gegen die obenerwähnten scharfen Kanten y der
Hupenrohrhülse lz zu stoßen und so den Signalton zu erzeugen. Sobald der Seilzug
am Hupenrohr A aufhört, wird der Signalton abgebrochen, und es tritt eine neue Auffüllung
des Druckmittelspeicherraumes c ein, die dann für eine weitere Signalabgabe benutzt
werden kann, so daß in schneller Folge Signaltöne gleicher Länge auch von sehr entfernter
Stelle aus gegeben werden können.
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Die Ausführung der Hupe nach Abb. z weicht von derjenigen nach Abb.
x lediglich durch Fehlen des Druckmittelspeicherraumes c und des ihm zugeordneten
besonderen Absperrorgans d ab. Hier ist vielmehr der Druckmittelzuführungsstutzen
a unmittelbar an die am oberen Ende der Hupenrohrhülse g wirksame Metalldichtung
it herangerückt, wobei die Rohrhülse g mit einem kurzen Verschlußstift v in die
Durchlaßöffnung des Stutzens a eindringt. In allen anderen Merkmalen besteht zwischen
den Ausführungen nach Abb. x und 2 vollkommene Gleichheit. Die Hupe ohne Speicherraum
für das Druckmittel ist gedacht in erster Linie zur Verwendung für Großrutschenbetriebe
und Aufbrüche oder Stapel im Grubenbetrieb, da hier der Betrieb so begrenzt ist,
daß auch der Signalgeber den Hupenton hören und ihm eine beliebige Länge geben,
der Speicherraum also in Wegfall kommen kann.
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Es steht jedoch nichts im Wege, anstatt der in den Abb. x und 2 dargestellten
Bauart auch andere Konstruktionen zu verwenden, soweit diese in den Rahmen des Erfindungsgedankens
fallen und auf dem gleichen Prinzip beruhen. Insbesondere ist dabei an eine Bauart
der Signalhupe gedacht, bei der dem Druckmittelspeicherraum in Richtung der Hupenachse
eine Verkürzung oder Verlängerung, z. B. durch Ineinanderschieben von Speicherhälften
oder Verschiebung eines Kolbens im Speicherraum, erteilt werden kann, an welcher
Einstellung das zugeordnete Absperrorgan d dann sinngemäß teilzunehmen hätte.