-
Verfahren zum Abteufen von Schächten durch Ausschießen Unter den sämtlichen
Operationen, die insgesamt das Abteufen eines Schachtes bilden, ist das Wegschaffen
des gelösten Gesteines am zeitraubendsten.
-
Die moderne Mechanisierung der Förderung des Gutes von dem Abbauorte
kann nun auf verschiedene Arten der Anwendung von Baggern, Förderschrauben, Becherwerken,
Greifern u. dgl. zurückgeführt werden.
-
Diese Methoden geben wohl günstige Resultate, indem sie die Anwendung
von geräumigen Förderkfibeln gestatten (bis etwa 4m3), doch wiederholen sie eigentlich
die Prozesse der Handarbeit nur im größeren Maßstab und bleibt daher das Abfördern
des gewonnenen Gutes von dem Abbauorte sehr beschränkt, und gerade die zeitraubende
Dauer dieses Verfahrens bildet die engste Stelle in dem Bergbauwesen.
-
Daraus folgt die Notwendigkeit, neue Wege zur Lösung der Aufgabe der
schnellen Förderung des Gesteines von dem Abbauorte zu suchen.
-
Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht nun in der Ausnutzung
der natürlichen Kräfte zum Füllen der Förderkübel. Als solche Kräfte kommen hier
die Energie der Explosion und die Schwerkraft des Gesteines in Betracht.
-
Die Ersetzung der menschlichen oder der mechanischen Kraft in der
Beladung der Förderkübel durch die Energie der Explosion, die bis jetzt zwecklos
verschwand, verursacht nicht nur die Verbilligung, sondern auch eine solche Beschleunigung
des Verfahrens, daß dadurch sämtliche bis jetzt übliche Verfahren weitaus übertroffen
werden.
-
Den weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet die Vorrichtung
zur Ausführung des Abteufenverfahrens nach diesem Erfindungsgedanken. Diese Vorrichtung
läßt sich von der einen Stelle zur andern transportieren, um dort einen andern Sehacht
abzuteufen.
-
Die Ausführung dieser Erfindung setzt die Herstellung eines Vorschachtes
voraus, indem die Möglichkeit geboten wird, den endgültigen größten Querschnitt
des Schachtes direkt zu erhalten, ohne dazu mehrere Operationen wie in den anderen
bekannten Verfahren zu verwenden. -Es ist bereits bekannt, den Schacht in der Weise
auszuschießen, daß zunächst eine Tiefe von Tage aus ausgenommen und in der Mitte
derselben ein Loch gebohrt wird. Einige Meter überderBohrsohlewerden Schießbohrlöcher
hergestellt, worauf ein Kübel von Tage aus bis auf die Bohrlochsohle auf einem Seilheruntergelassen
wird. Daraufhin werden die Schüsse abgetan,
indem das Gestein in
den Kübel fällt. Ein solches Verfahren erweist sich aber unwirtschaftlich, indem
es viel Handarbeit verlangt und diese Arbeit infolge der Notwendigkeit, eine Kammer
herzustellen, die gleichzeitig seitwärts und aufwärts durchgeführt werden muß, sehr
langsam vor sich geht. Die Kompliziertheit dieses Verfahrens macht die Dauer des
Schachtabteufens im wesentlichen derselben des bekannten Bohrverfahrens gleich.
-
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß das durch die Explosion
der Schüsse nach oben geschleuderte Gestein in einem über der Sohle des höheren
Schachtabsatzes befindlichen Raum aufgefangen wird. Außerdem kommt es noch auf die
besondere Ausbildung von Vorrichtungen an, die zur Ausführung dieses Verfahrens
und insbesondere auch speziellen Abarten desselben dienen.
-
Vorliegende Erfindung beruht auf gleichzeitiger Bildung zweier Stöße
zur Herstellung des vollen Querschnittes des Schachtes anstatt der Ausführung von
zwei oder mehr Operationen nacheinander wie nach dem deutschen Verfahren mit einem
Vorschacht. Dadurch ist das vorliegende Verfahren in bezug auf die Dauer des Abteufens
allen bekannten Verfahren weit überlegen.
-
Gemäß vorliegender Erfindung wird das Gestein aus beiden Stößen in
einem Arbeitsgange entfernt.
-
Um eine solche gleichzeitige Entfernung des Gesteines aus den beiden
Stößen zu bewirken, wird das Gestein von dem vorderen Stoß durch dieselbe Explosion,
die das Gestein wegschießt, auf den oberen Stoß geschleudert.
-
Für den Empfang und Aufhalten des vom vorderen Stoß geschleuderten
Gesteines wird erfindungsgemäß eine Kammer oder ein Bunker vorgesehen.
-
Das vom vorderen Stoß aus durch die Explosion geschleuderte Gestein
wird durch ein geeignetes Prallorgan, das auf dem Wege des Gesteinauffluges angeordnet
ist, in den Bunker zurückgeworfen.
-
Der Bunker wird durch den oberen Stoß und die Wände der Vorrichtung
gebildet. Da die Vorrichtung sich mit dem Herauswerfen des Gesteines aus dem vorderen
Stoß immer senkt, und die obere Schicht des oberen Stoßes ebenfalls immer entfernt
wird, so wird dadurch ein Bunker gebildet, der immer tiefer sinkt, indem sein Umriß
durch den oberen Stoß, die Schachtwände und die Wände der Vorrichtung gebildet wird.
-
Die die inneren Wände des Bunkers bildenden Wände der Vorrichtung
sind mit den Entladungsmitteln versehen für den Auslaß des im Bunker angesammelten
Gesteines in einen Förderkübel, welcher bis auf die Schachtsohle heruntergelassen
wird. Wie aus dem Obenstehenden ersichtlich, schließt die vorliegende Erfindung
die Handarbeit beim lZüllen des Förderkübels aus, da das gesamte in den beiden Stößen
eingeschossene Gestein oberhalb des Förderkübels angesammelt wird und durch die
Schwerkraft in den Kübel herabrutscht.
-
Die Ausführbarkeit der vorliegenden Erfindung beruht auf den ballistischen
Erscheinungen, die beim Sprengen auftreten.
-
Bei einer normalen Sprengung wird das Gestein des Zentralteiles im
allgemeinen senkrecht nach oben geschleudert. Die erforderliche Schleuderhöhe kann
ohne weiteres durch die entsprechende Bemessung der Sprengschüsse erreicht werden.
Gleichzeitig findet aber auch eine Zerstreuung des geschleuderten Gesteines um den
Herd herum statt.
-
Das Problem des senkrechten Schleuderns des Gesteines auf einer bestimmten
Stelle auf eine vorgeschriebene Höhe läßt sich verhältnismäßig leicht durch ein
Svstem von benachbarten Herden innerhalb des Umrisses der Sprengbohrlöcher lösen.
-
Was aber das andere Problem anbetrifft, nämlich die Beseitigung der
seitlichen Zerstreuung des eingeschossenen Gesteines und die Bildung eines Trichters
außerhalb des Schießumrisses, so wird dieses Problem erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß eine Sicherungsvorrichtung vorgesehen wird, die das Schleudern des Gesteines
außerhalb der Schießbohrlochkontur vermeidet.
-
Zu diesem Zwecke wird mit einem Vorschacht gearbeitet, dessen Wände
gepanzert sind.
-
Die Einführung des zweiten zur Lösung der ballistischen Aufgabe erforderlichen
vorderen Stoßes bringt eine bedeutende Beschleunigung des Schachtabteufenverfahrens
mit sich, und zwar dadurch, daß dadurch die Möglichkeit entsteht, mit zwei Stößen
gleichzeitig zu arbeiten.
-
Das in dem Vorschacht eingeschlossene und durch die Explosionskraft
daraus geschleuderte Gestein kann nach beliebiger Art und mit verschiedenen Mitteln
aufgefangen werden. Die Verfahren und Vorrichtungen, die nachstehend beschrieben
sind, sind nur als beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgedankens zu betrachten.
-
Die vorliegende Erfindung kann auf zweierlei Weise ausgeführt werden.
Die erste Methode besteht darin, daß der Schacht mit zwei Stößen abgeteuft und das
Gestein von diesen beiden Stößen gleichzeitig entfernt wird. Nach der zweiten Methode
wird das Gestein von diesen beiden Stößen voneinander gesondert, und zwar entweder
nacheinander oder gleichzeitig entfernt.
-
Die Ausführung der Erfindung gemäß der ersten Methode erfolgt in der
Weise,. daß die beiden Stöße im wesentlichen koaxial übereinander
angeordnet
werden. Dabei bildet der obere Rand des Vorschachtes die Peripherie des oberen Ringstoßes,
dessen äußere Peripherie durch die Schachtwände gebildet ist.
-
Die gleichzeitige Entfernung des Gesteines aus den beiden Stößen wird
durch das Überwerfen des im Vorschacht eingeschossenen Gesteines in den Bunker auf
den oberen Ringstoß bewirkt, dessen obere Schicht losgelöst, aber nicht ausgeworfen
ist. Das Kennzeichen dieser Methode bildet der Bunker, der durch die Oberfläche
des oberen Ringstoßes, die Schachtwände und die Wandung der Vorrichtung dieser Erfindung
gebildet ist.
-
Das vollkommene Überwerfen des Gesteines aus dem Vorschacht in den
Bunker wird durch eine Prallvorrichtung bewirkt, die auf einer bestimmten Höhe über
den Vorschacht aufgehängt oder irgendwie anders angeordnet wird.
-
Nach der zweiten Methode wird ohne Bunker und Prallvorrichtung gearbeitet.
-
Es ist aber möglich, auch mit dem Bunker und ohne Prallvorrichtung
zu arbeiten.
-
Ebenso ist es auch möglich, das Gestein aus jedem Stoße unter Anwendung
des Bunkers und der Prallvorrichtung zu entfernen.
-
Das Auffangen des eingeschossenen Gesteines nach der zweiten Methode
kann durch verschiedene Fangvorrichtungen bearbeitet werden, von welchen einige
nachstehend beschrieben sind.
-
Wie bereits erwähnt, verlangt die Anwendung des Vorschachtes eine
entsprechende Befestigung der Vorschachtwände zum Schutz gegen die schädliche Wirkung
der Explosion. Zu diesem Zwecke wird erfindungsgemäß ein starker Senkbrunnen entsprechender
Querschnittgröße benutzt. Dieser Senkbrunnen wird in dem Vorschacht angeordnet,
und zwar derart, daß seine Wände an die Schachtwände dicht anliegen. Mit der Zunahme
der Schachttiefe sinkt der Brunnen infolge seines Eigengewichts immer mehr nach
unten. In manchen Fällen kann dieser Senkbrunnen auch als Führungsorgan für das
durch die Explosion geschleuderte Gestein dienen.
-
Zwischen dem Senkbrunnen und der Prallvorrichtung wird erfindungsgemäß
eine innere Bunkerwand angeordnet, die mit den Mitteln für das Auslassen des Gesteines
aus dem Bunker in den Förderkübel versehen wird.
-
Der Senkbrunnen, die Bunkerwand und die Prallvorrichtung können erfindungsgemäß
verbunden sein, um ein Ganzes zu bilden, das auf einem Seil über der Vorschachtsohle
aufgehängt werden kann.
-
Nach einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung kann die Prallvorrichtung
entweder an den Schachtwänden befestigt oder frei aufgehängt sein.
-
In manchen Fällen kann die Prallvorrichtung zugleich als ein Förderkübel
ausgebildet sein, indem sein Boden die Prallflächen bildet.
-
Nach einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung kann der mittlere
zu entladende Teil in senkrechter Richtung verschiebbar und der Bunker selbstentladend
ausgebildet sein.
-
An der beiliegenden Zeichnung ist die gesamte Anordnung der Arbeitsteile
sowie einige Ausführungsformen der Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. z die schematische Anordnung von Stößen, Senkbrunnen und der
Prallvorrichtung nach der ersten Methode, Fig. 2 die Vorrichtung gemäß der Erfindung
für die Arbeit nach der ersten Methode, Fig. 3 den Grundriß zur Fig. 2, Fig. q.
eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Fig. 2, Fig. 5 den Grundriß zur Fig. q.,
Fig. 6 die schematische Anordnung der Vorrichtung nach der zweiten Methode, Fig.7
eine Anordnung zur Entfernung der oberen Ringschicht, Fig. 8 ein Schema für die
Arbeit mit dem Bunker ohne Prallvorrichtung, Fig. 9 die Ausführungsform der Anordnung
nach Fig. _, Fig. zo ein Schema der Anordnung mit einer Glocke und einem sich selbst
entladenden Bunker.
-
Auf Fig. r ist mit 0 der Vorschacht in der. Mitte des Schachtes bezeichnet.
Der obere Stoß K ist - in Form eines Ringes ausgebildet, der mit dem Vorschacht
0 koaxial ist. Fig. x stellt den Stoß K mit der nach innen geneigten Sohle dar,
doch kann die Sohle je nach dem Verfahren zur Entfernung des Gesteines auch nach
außen geneigt oder waagerecht sein. A ist ein Senkbrunnen, der im Vorschacht 0 angebracht
ist. Der obere Teil des Brunnens A ragt aus dem Vorschacht und bildet die innere
Wand des Bunkers P. Als Boden des Bunkers dient die Oberfläche des Stoßes K, indem
der Schacht seine äußeren Wände bildet.
-
Das Abteufenverfahren gemäß der ersten Methode besteht im folgenden:
Nachdem der Senkbrunnen A in den Vorschacht eingebracht ist, bohrt man im oberen
ringförmigen Stoß K die Schießbohrlöcher und bringt in diese Löcher den Schießstoff
ein, dessen Menge derart bemessen ist, daß das Gestein durch die Explosion bis zur
Prallvorrichtung geschleudert wird. Die Schießstoffmenge in den Bohrlöchern der
oberen Schicht K wird derart bemessen, daß das Gestein nur losgelöst wird, ohne
hinausgeworfen zu -werden. Die Sprengschüsse in beiden Stellen M und K werden von
oben elektrisch gleichzeitig abgetan. Das von der Sohle M aus durch die Explosion
geschleuderte Gestein wird durch die Prallflächen C in den Bunker B zurückgeworfen
und fällt auf die
losgelöste obere Schicht K nieder. Die im Bunker
P aufgesammelte Masse des Gesteines wird in demselben durch den oberen Teil des
Senkbrunnens A zurückgehalten. Nach dem Schießen wird die Prallvorrichtung C entfernt
und ein Förderkübel von oben bis zu der Sohle !M durch den Senkbrunnen heruntergelassen
und die im oberen Teile des Senkbrunnens A vorgesehenen Auslaßorgane geöffnet. Das
Gestein rutscht aus dem Bunker P in den Kübel und wird nach oben befördert.
-
Wie bereits erwähnt, kann die Prallvorrichtung C als Förderkübel ausgenutzt
werden. Nach der Entfernung des abgelösten Gesteines, was nur sehr kurze Zeit in
Anspruch nimmt, wird das Spiel wiederholt.
-
Diese erste Methode des vorliegenden Verfahrens läßt sich mit Hilfe
der Vorrichtung nach Fig. 2 und 3 ausführen. Die Vorrichtung besteht aus drei Teilen:
dem Senkbrunnen A, der Entladevorrichtung B und der Prallvorrichtung C. Der Teil
B bildet eine Fortsetzung des Senkbrunnens A und ist mit den Fenstern L versehen.
Die Prallvorrichtung ist in dem oberen Teil des Schachtes angeordnet. Diese drei
Teile bilden zusammen ein Ganzes, welches von der einen Stelle zu der andern transportiert
werden kann, um hier einen neuen Schacht abzuteufen. In dieser Ausführungsform stellen
die Teile A und B einen rechteckigen Körper dar, der aus vier starken Stahlplatten
hergestellt ist. Um das fortschreitende Senken desselben unter dem Einfluß der Schwerkraft
zu erleichtern, ist der untere Rand mit einem scharfkantigen Ansatz versehen. Der
obere Teil B des Brunnens A
wird durch die innere Wandung des Bunkers
P gebildet.
-
Der obere Teil der Vorrichtung besteht aus einem waagerechten durch
die Träger R gebildeten Rahmen (Fig. 2 und 3). Die Trägerenden ragen aus dem Umriß
des Rahmens hinaus. Dieser Rahmen ist durch die starken Stahlplatten K' mit einem
zweiten demselben ähnlichen Rahmen aus Trägern R' verbunden, die an dem oberen Rande
des Teiles B befestigt sind. Diese Stahlplatten K' bilden die Panzerwände. Den Stahlplatten
K' entlang sind zwischen den hervorragenden Enden der Träger noch Verbindungsplatten
N angeordnet, die als waagerechte Bühnen dienen können, an welchen diverse Steuerungsvorrichtungen
für die Prallflächen, Entladungsmittel, Pumpen u. dgl., ebenso wie verschiedenes
Zubehör usw. installiert werden können.
-
An denn oberen Rahmen R sind die um die Achsen t drehbaren
dreieckigen Platten c, c, c, c
angeordnet. Zusammen bilden diese Platten eine
nach unten gerichtete Pyramide C und dienen als Prallflächen. Die Platten c, c,
c, c
können durch Handkurbeln von den Bühnen N um einen bestimmten Winkel
gedreht und hängengelassen werden, wodurch für das Fördergefäß im Innern der Vorrichtung
ein freier Durchgang geschaffen wird.
-
Fig. 3 und q. zeigen eine andere Ausführungsform der Vorrichtung.
Sie unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. = und 2 nur dadurch, daß anstatt
der vierkantigen Pyramide die Prallvorrichtung eine Rinne FF darstellt, während
der mittlere Teil B statt mit Fenstern mit Schiebern ausgerüstet ist, die zum Auslassen
des Gesteines aus dem Bunker P in den Förderkübel dienen.
-
Es ist ohne weiteres klar, daß die Vorrichtung nach Fig. 2 auch mit
beliebigen andern Auslaßmitteln versehen werden kann. Auch kann die Prallvorrichtung
verschiedenartig ausgebildet sein. Es kann ebenso gerade wie auch gekrümmte Prallflächen
besitzen, die drehbar oder fest montiert sein können.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist im wesentlichen bereits in bezug
auf Fig. x beschrieben. Das gesamte Arbeitsverfahren besteht aus folgenden Maßnahmen.
-
z. In den Vorschacht und in den oberen Ringstoß werden Schießbohrlöcher
gebohrt.
-
2. Die Platten c, c, c, c (bzw. F, F) werden gedreht,
bis die Pyramide C (bzw. Rinne FF) gebildet wird.
-
3. Das Seil, welches die in den Vorschacht eingebrachte Vorrichtung
trägt, wird um eine der Tiefe des einzuschießenden Bodens gleiche Länge gelöst.
-
q.. Sämtliche Schüsse in den beiden StößenM und K werden gleichzeitig
abgetan. Das in der oberen Schicht K losgelöste Gestein bleibt an der Stelle liegen.
Dagegen wird das Gestein aus dem Vorschacht nach oben geschleudert und fällt teils
zurück, teils aber wird es durch die Prallflächen C auf die Schicht K zurückgeworfen.
-
5. Nach dem Abtun werden die Vorschachtseiten infolge der Explosion
sich eine Zeitlang in Vibration befinden, und die Vorrichtung sinkt um eine gewisse
Tiefe auf die neu entstandene Sohle.
-
6. Die Kanten der Prallpyramide werden auseinandergelöst und frei
hängengelassen, woraufhin der Förderkübel durch den Apparat auf die Sohle des Schachtes
heruntergelassen wird. Die Auslaßlücken oder Schieber L werden gelöst, und das Gestein
fällt aus dem Bunker P in den Förderkübel.
-
Daraufhin wird das Spiel wiederholt.
-
In den sämtlichen bis jetzt erwähnten Ausführungsformen der Vorrichtung
ist ein rechteckiger Querschnitt vorgesehen, damit zwei Förderkübel nebeneinander
auf und nieder bewegt werden können. Es ist aber selbstverständlich, daß der Querschnitt
der Vorrichtung gemäß der Erfindung auch anders zweckmäßig gestaltet werden kann.
Um
das richtige Sinken der Vorrichtung im Schacht nach jedem Arbeitsgang zu sichern,
werden zweckmäßig Rührmittel vorgesehen. Auch können besondere Mittel zum Richten
der Vorrichtung im Falle einer Schiefstellung vorgesehen sein.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach der zweiten Methode, d. h.
mit gesonderter Entfernung des Gesteines aus den -einzelnen Stößen, kann entweder
ohne Bunker und Prallvorrichtung oder mit einem Bunker ohne Prallvorrichtung geschehen.
Im letzteren Falle wird in den Vorschacht ein Senkbrunnen aus dicken T Metallplatten
D (Fi&6) gebracht, welcher einen runden oder mehreckigen Querschnitt besitzt.
Die Bodenkanten dieses Brunnens sind scharf ausgebildet, wodurch das Sinken desselben
begünstigt wird. Der obere Rand der Brunnenkanten weist eine nach innen gerichtete
Verstärkung U auf, so daß das Bodenloch eine kegelförmige Erweiterung bekommt. Der
Förderkübel l wird an einem Seil bis auf den Boden des Brunnens D heruntergelassen.
Dieser Förderkübel ist mit einem aufklappbaren Boden versehen, dessen Hälften auf
ihren Angeln nach innen geöffnet werden, ebenso wie eine gewöhnliche Tür. Die verstärkte
Unterkante U der Brunnenwände schützt die Angel S gegen Zerstörung durch Explosion.
Die Bodenhälften werden in der geöffneten Lage auf irgendeine bekannte Weise festgehalten.
Nach Fig.6 wird dies durch eine Querleiste bewirkt. Nach dem Abtun schlägt das geschleuderte
Gestein diese Querleiste heraus, und die Bodenhälften fallen zusammen und bieten
für das zurückfallende Gestein einen geschlossenen Förderkübel, in welchem es nach
oben gefördert wird.
-
Fig. 7 zeigt die gemäß der vorliegenden Erfindung zu entfernende obere
Ringschicht-K. Der Transportkübel l besitzt einen festen Boden. Das durch die Explosion
in K nach oben geschleuderte Gestein rutscht in den Förderkübel nach den geneigten
Flächen des Schusses.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann der Schacht auch nur von dem
Gestein aus dem oberen Stoß K befreit werden, ohne das Gestein aus dem Vorschacht
in den Bunker zu überführen. Für diesen Fall ist die Prallvorrichtung nicht nötig.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach diesem Verfahren ist auf Fig. 8 erläutert.
Da die Menge des Gesteines in dem oberen Stoß K ungefähr siebenmal größer als diejenige
im Vorschacht M ist, so kann das Gestein in M durch Handarbeit in denselben Förderkübel
gebracht werden, welcher zugleich aus einem Bunker selbsttätig beladen wird. In
diesem Falle werden die Sprengschüsse auch im Stoß 111 so bemessen, daß das Gestein
nur losgelöst und nicht hinausgeschleudert wird. Fig. 9 zeigt schematisch eine Anordnung
für die Entfernung des Gesteines nacheinander, zunächst aus einem und dann aus dem
andern Stoß. Die Vorrichtung weist ebenso einen Bunker wie auch eine Prallvorrichtung
auf. Die Teile des Apparates sind nicht miteinander fest verbunden. Der Mittelteil
B ist senkrecht verschiebbar und stellt mit dem doppelwandigen Senkbrunnen A ein
teleskopisches Gebilde dar.
-
Die Arbeit kann in zwei Operationen entweder gleichzeitig oder nacheinander
ausgeführt werden. Zunächst wird.die Schicht in !11 entfernt. Daraufhin wird der
Senkbrunnen A im Vorschacht eingestellt und der Mittelteil B derart gehoben, daß
er den Bunker P bildet. Dann hängt man die Prallvorrichtung C zweckmäßig hoch über
der Schachtsohle auf. Nun wird der Schuß in M abgetan. Das heraufgeschleuderte Gestein
wird von . den Prallflächen C in den Bunker zurückgeworfen, während der Senkbrunnen
A sich auf die neu entstandene SohleM setzt. Die Prallvorrichtung C wird entfernt
und der Förderkübel in den Senkbrunnen A heruntergelassen. Unterwegs drückt der
Förderkübel den Teil B in den Zwischenraum zwischen den Doppelwänden des Brunnens
A hinein, und das Gestein rutscht aus dem Bunker .P in den Förderkorb herunter.
Durch die Aufwärtsbewegung des Förderkübels wird der Teil B wieder gehoben. Bei
dieser Ausführungsform der Erfindung kann die Prallvorrichtung als Förderkübel dienen.
-
Nun folgt die Entfernung der oberen Schicht aus dem oberen Stoß K.
Diese Operation kann zugleich mit der oben beschriebenen geschehen, zu welchem Zwecke
die Schüsse der beiden Stöße gleichzeitig abgetan werden. Will man aber die Ringschicht
im Stoß K gesondert nach der Entfernung des Gesteines aus dem Stoß M entfernen,
so wird der Teil B durch den Förderkübel gesenkt, und das Gestein im Stoß K fällt
nach dem Wegschießen in den Förderkübel. Daraufhin wird das ganze Spiel wiederholt.
-
Die Prallvorrichtung kann in diesen beiden Fällen als Förderkübel
benutzt werden.
-
Fig. zo zeigt eine Anordnung mit einer Glocke und künstlichem Bunker
mit einer Prallvorrichtung für die nacheinander folgenden Arbeitsgänge. Auch in
diesem Falle sind die, einzelnen Teile der Vorrichtung voneinander getrennt. Die
Arbeit kann sowohl ohne Vorschacht als auch mit demselben ausgeführt werden. Die
Vorrichtung besteht aus einer massiven Glocke D mit scharfer Unterkante zur Erleichterung
seines Sinkens. Der Durchmesser dieser Glocke ist demjenigen des zu bildenden Schachtes
gleich. An den oberen Rand der Glocke ist ein Ring E vom gleichen Durchmesser in
Form eines nach unten gerichteten Kegels befestigt, der die äußere Peripherie des
Bunkers P bildet. Innerhalb der Glocke D
ist ein hohler Zylinder
B angeordnet, dessen äußerer Durchmesser kleiner als der innere Durchmesser des
oberen Randes der Glocke D ist. Der untere Rand dieses Zylinders B weist eine flaschenartige
Erweiterung auf. Innerhalb des Kegels E ist ein Ring T angeordnet, der in die Glocke
über den Teil B eingeschoben werden kann. Der Teil B kann seinerseits innerhalb
des Ringes T gehoben werden. Die senkrechte Verschiebung der Teile B und
T
kann durch die Federn, Klinken, Riegel usw. gesteuert werden. Der Ring T
bildet die innere Wand des Bunkers P. Auf einer bestimmten Höhe über dem Ring T
wird die Prallvorrichtung C aufgehängt.
-
Bei der Arbeit ohne Vorschacht wird das Gestein in dem mittleren Teil
des Schachtes in der Weise weggeschossen, daß es von der Prallvorrichtung C in den
Bunker P zurückgeworfen wird. Daraufhin wird die Vorrichtung C entfernt und der
Förderkübel heruntergelassen, der den Ring T in die Glocke D hineindrückt.
Infolgedesssen rutscht das Gestein aus dem Bunker P und füllt den Förderkübel.
-
Will man die Schicht K entfernen, so schiebt man den Zylinder B in
den Ring T hinein, läßt den Förderkübel bis auf die Sohle des Schachtes herunter
und schießt die Ringschicht K weg, indem das Gestein durch die Kraft der Explosion
in den Förderkübel heruntergeworfen wird.
-
Fig. io zeigt die Anordnung für die Arbeit mit dem Vorschacht. Die
Entleerung des Bunkers P sowie das Fördern des Gesteines aus dem Vorschacht in den
Bunker P erfolgt ebenso wie im vorherigen Fall. Für die Entfernung der oberen Schichten
K wird in den Vorschacht der Senkbrunnen A derart gebracht, daß sein oberer Rand
unterhalb des unteren Randes der Glocke D zu liegen kommt. Der Teil B wird gehoben
und innerhalb des Ringes T befestigt, der Förderkübel in den Senkbrunnen heruntergelassen
und die Schicht K weggeschossen. Das Gestein füllt den Förderkübel und wird zu Tage
gehoben.