DE590243C - Verfahren zur Verhinderung des Durchhaengens und Verziehens von Werkstuecken bei der Einsatzhaertung - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung des Durchhaengens und Verziehens von Werkstuecken bei der EinsatzhaertungInfo
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- C23C8/60—Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using solids, e.g. powders, pastes
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Description
- Verfahren. zur Verhinderung des Durchhängens und Verziehens von Werkstücken bei der Einsatzhärtung Die Erfahrungen des Betriebes 'haben ergeben, daß trotz sachgemäßer Vorbehandlung die im Einsatz behandelten Arbeitsstücke infolge Durehh;ängens beim Glühvorgang sich mehr oder weniger stark verziehen. Die Ursache' besteht darin, daß während der Zementation die Einsatzhärtemittel nach; und nach zerfallen und die vorher sorgfältig in das Einsatzhärtemittel eingebetteten: - Arbei:sstückedurcheinandergeraten. Es ist ferner festgestellt worden, daß dünne und besonders lange Arbeitsstücke, die am zweckmäßigsten in rohrförmige Einsatzbehälter eingesetzt werden, nicht sachgemäß behandelt werden konnten, weil die weichbleibenden mit einem Isoliermittel umhüllten Stellen des Arbeitsstückes ein sachgemäßes Zuführen der Einsatzhärtemittel ummöglich machen. Auch hat das örtliche Behandeln im Einsatz. außerhalb des Einsatzbehälters, d. h. im dauernd begasten geschlossenen Einsatzhärteofen den Nachteil, daß man bei, gleicher Zementationsdauer nur bei gleich großen Teilen bzw. Arbeitsstücken die Einsatzhärtetiefe gleichmäßig halten kann.
- Die Erfindung will diese Nachteile dadurch beseitigen, daß sie an. Stelle der zur Zeit üblichen Zementationsverfahren, d. h. der Behandlung der Werkstücke im Einsatzbehälter bzw. im begasten Zementationsofen, eine örtliche Einsatzbehandlung mittels Formsteins setzt. Man hat bereits vorgeschlagen, beim Erhitzen von Eisen oder Stahl zur Fernhaltung der Oxydation und des Abbrandes das Werkstück mit einer schützenden Schicht, beispielsweise aus Ton, ausgeglühtem Koks o. dgl. zu umgeben, so daß auch eine Kohlung des Eisens an diesen Stellen nicht eintreten kann.
- Ebenso ist vorgeschlagen worden, beim Zementieren von Eisen' und Stahl das zu behandelnde Härtegut mit einem Überzug von kohlenstoffhaltiger Paste zu versehen und den so umhüllten Gegenstand durch Eintauchen in geschmolzenes Metall ,aufzukohlen. Dieses Verfahren kann das gewünschte Ergebnis nicht liefern, da erfahrungsgemäß die härtende Schicht beim Eintauchen in das geschmolzene Metall herunterbrennt, noch ehe die Umwandlungstemperatur im Härtegut erreicht ist, denn die Umwandlungstempieratur liegt höher als die Verbrennungstemperatur der härtenden Schicht.
- In einer anderen Literaturstelle ist vorgeschlagen worden, bei Stahlgüssen innerhalb der Form stellenweise Kohlenstoffschichten anzusammeln bzw. Schichten von Kohle, Holzkohle, Graphit einzubetten, in der Annahme; auf diese Weise ein Aufkohlen der betreffenden Stellen beim Eingießen des flüssigen Stahles zu erhalten. " Auch ein solches Verfahren muß versagen, da nach neueren Erkenntnissen durch einfache Berührung von Kohle oder Kohlenstoff und erwärmtem Eisen: noch keine erhebliche Aufkohlung stattfindet. Eine Aufkohlung wird an der betreffenden Stelle nur insoweit eintreten, als eint Verbrennung und Vergasung der Kohle stattfindet. Mit dem Wegbrennen der Kohle tritt aber gleichzeitig eine räumliche Formänderung ein, so daß dieses Verfahren für die Zwecke der« Erfindung gleichfalls: nicht in Frage kommen kann.
- Def Erfindung gemäß soll der Formstein das 'Arbeitsstück an der zu härtenden Stelle umschließen und abgesehen von den einzubringenden zementierenden Bestandteilen aus unverbrennbaren Stoffen bestehen. Diese unverbrennbaren Stoffe bleiben dann als tragendes Formst'üek zurück und geben dem Werkstück während des Zementi:erens einen dauernden Halt. Das zu zementierende Werkstück ist also in die aus. feuerfesten Stoffen bestehenden., dem Werkstück angepaßten Formen eingeschlossen, so. daß es sich während des Glühprozesses nicht verziehen kann. Gleichzeitig ist aber das zu vergasende Zementationsmittel in solchen Mengen in die Form eingebracht, als für die jeweils zu zementierende Stelle unter Berücksichtigung der erforderlichen Zementationstiefe notwendig ist. Die Formsteine werden also hinsichtlich ihrer .Größenverhältnisse von vornherein entsprechend der Menge des einzubringenden Zementationsmittels bzw. der beabsichtigten Zementation und Zem@entationstiefe bestimmt uiid ausgewählt.
- Diese Formsteine werden z. B. in Ringen, Schalen; Stäben: und Platten geliefert und können dann beliebig zerschnitten und der zu zementierenden Stelle angepaßt werden. Die Teilformstücke werden alsdann mit dem Arbeitsstück in die Zementationsvorrichtung gelegt und -die Zwischenräume mit einem Isoliermittel ausgefüllt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verhinderung des Durchhängens und Verziehens von Werkstücken bei der Einsatzhartung, dadurch gekennzeichnet, daß die zu härtenden Werkstücke in aus feuerfesten Stoffen bestehende ein- oder mehrteilige dem Werkstück angepaßte Formen eingeschlossen werden, in welche gleichzeitig das zu vergasende Härtemittel in solchen abgemessenen Mengen eingebracht wird, als: für die jeweils zu härtende Stelle unter Berücksichtigung der erforderlichen Härtetiefe notwendig .ist. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei, Verwendung mehrteiliger Formen die Zwischenräume zwischen den einzelnen- Teilformstücken mit einem Isoliermittel ausgefüllt werden.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE590243C true DE590243C (de) | 1933-12-28 |
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