DE588264C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE588264C DE588264C DENDAT588264D DE588264DC DE588264C DE 588264 C DE588264 C DE 588264C DE NDAT588264 D DENDAT588264 D DE NDAT588264D DE 588264D C DE588264D C DE 588264DC DE 588264 C DE588264 C DE 588264C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sand
- sand trap
- trap
- wall
- moved
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000004576 sand Substances 0.000 claims description 99
- 239000010865 sewage Substances 0.000 claims description 13
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 12
- 239000002351 wastewater Substances 0.000 claims description 10
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 239000002245 particle Substances 0.000 claims description 5
- 210000004197 pelvis Anatomy 0.000 claims description 2
- 235000019687 Lamb Nutrition 0.000 claims 1
- 239000010802 sludge Substances 0.000 claims 1
- 238000011010 flushing procedure Methods 0.000 description 7
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 description 2
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000004065 wastewater treatment Methods 0.000 description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 230000008094 contradictory effect Effects 0.000 description 1
- 230000007547 defect Effects 0.000 description 1
- 239000004615 ingredient Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000011368 organic material Substances 0.000 description 1
- 239000002957 persistent organic pollutant Substances 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
- 239000011800 void material Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Sewage (AREA)
Description
Bei Abwasserreinigungsanlagen findet vor dem .eigentlichen Klären des Abwassers ein
Abscheiden des mitgeführten Sandes statt. Um das Ausscheiden des Sandes zu erzielen,
verringert man am einer bestimmten Stelle, eben im Sandfang, die Strömungsgeschwindigkeit
des Abwassers in gewissen Grenzen durch Vergrößerung des Kanalquerschnittes. Das Entfernen des abgelagerten Sandes aus
dem offenen Saindfangbecken geschieht entweder von Hand oder mechanisch'. Im ersteren
Falle muß das Sandfangbecken zur Entfernung der Samdschicht völlig 'entleert werden,
wodurch naturgemäß der Betrieb der Kläranlage erschwert wird. Zum mindesten
müssen mehrere Sandfänge vorhanden sein, die abwechselnd in Betrieb genommen werden.
Da nun nach dem Abschalten eines Sandfangbeckens in ihm ein erheblicher Teil
Wasser zurückbleibt, muß das Becken entweder -unmittelbar oder durch Vermittlung
einer am Boden liegenden Dränageeinrichtung ausgepumpt werden. Jedenfalls vergeht
nach der Abschaltung des Sandfangas beckens einige Zeit, bevor der in ihm abgelagerte
Sand entfernt -werden kann. Zum Entfernen des; Sandes bedient man sich in
der Regel kleiner Wagen, die von Hand vollgeschaufelt
werden. . Diese Wagen laufen gewohnlich"
auf Schienen, die auf der Sohle des Sandfangbeckens verlegt sind. Die Sohle des Sandfangbeckens ist deswegen flach gehalten.
Der in 'diesem Sandfangbecken anr fallende Sand ist in der Regel sehr stark
durch organische Bestandteile des Abwassers verunrieinigt, die sich 'entweder mit dem
Sand absetzen oder während des Auspumpens bzw. des Versickerns des restlichen Abwassers auf ihm ablagern. Die im Sand
befindlichen organischen Schmutzstoffe faulen leicht und verbreiten einen unangenelimen
Geruch. Aus diesen Gründen ist man mehr und mehr zur mechanischen Entfernung
des Sandes übergegangen. Diese geschieht auf verschiedenste Weise, z. B. durch
Bagger oder durch ständig bewegte Kratzer, die das auf dem Grunde des JSandfangbeckens
liegende Gut nach einer seitlichen Rinne fördern, ans der es durch eine Austrageinrichtung
entfernt wird. Im ersteren Falle ist das Sandfangbecken 'entweder im Querschnitt keilförmig gestaltet und in der
Mitte mit einer Rinne versehen, in die der Sand rutscht und aus der er durch die Baggerlöffel
entfernt wird, oder es sind mehrere quer verlaufende Fangrinnen angeordnet,
deren jede durch besondere Greifeareinrichtungen entleert wird. Im zweiten Falle ist der
Boden des Sandfangbeckens vollkommen glatt, das Becken im übrigen rund oder viereckig
gestaltet, so daß die Kratzer um die Beckenmitte kreisen können. Diese Einrichtungen'
zur mechanischen Entfernung des Sandes aus den Sandfangbecken sind ziemlich
teuer, insbesondere die der zweiten Ausführung mit den ständig bewegten Kratzern,
so daß sie nur für große Anlagen in Betracht kommen. Außerdem haften den beschriebenen·
mechanischen Anlagen zum Teil erhebliche Mängel an, und sie arbeiten im
allgemeinen! auch wenig befriedigend.
Diese Übelstände soll das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren void die
Vorrichtung zur Reinigung von Sandfangbecken sowie zum Ausspulen des Sandes
ίο während des Betriebes beseitigen. Dieses
. Verfahren besteht darin, daß in das Becken eine in Längsrichtung desselben verschiebbare,
an den beiden Seitenwänden anliegende Stauwand derart eingesetzt wird, daß zwisehen
ihrer Unterkante und der Sohle des Beckens ein kleiner Spalt verbleibt. Durch
diesen Spalt schießt das gestaute Wasser mit großer Geschwindigkeit und reißt dabei den
auf der Sohle liegenden Sand mit sich dem Ende des Sandfangbeckens zu, wo sich eine
Vertiefung befindet, aus der der Sand durch eine geeignete Austragvorrichtung entnommen
wird. Bei diesem Fortreißen des Sandes findet gleichzeitig eine gute Durchspülung des
Sandes und diamit eine Befreiung von in ihm enthaltenen organischen Schmutzteilen statt.
Eine weitere Durchspülung kann in der Vertiefung mittels 'eingeblasenen Wassers oder
eingeblasener Luft vorgenommen werden. Die Bewegung der Stauwand kann mit Unterbrechung
oder auch stetig erfolgen·. Zweckmäßig geschieht die Bewegung der Stauwand von der am Ende liegenden Vertiefung
aus gegen die Strömungsrichtung des Abwassers, da dadurch eine noch größere Geschwindigkeit
des durch den Spalt strömenden Abwassers erzielt wird. Die Stauwand
ist heb- und senkbar, um die Größe· des Spaltes der Höhe der abgelagerten Sandschicht
anpassen zu können. Als besonders vorteilhaft erweist es sich, die Stauwand, wenn sie entgegen der Strömungsrichtung
bewegt werden soll, derart schräg zur Beckensohle zu stellen, daß ihre Oberkante in der
Bewegungsrichtung der Stauwand voreilt. Die Stauwand sitzt vorteilhaft auf 'einem
auf den Seitenwänden des Sandfangbeckens verfahrbaren Wagen· und läßt sich vollständig
aus dem Becken herausziehen, um sie mit einer Schiebebühne nach benachbarten Bekken
fahren zu können.
Das beschriebene Verfahren hat Ähnlichkeit mit dem Verfahren, wie man den in den
verdeckten" Zuleitungskaniälen abgelagerten Sand allmählich nach der Kläranlage vortreibt.
Das geschieht bekanntlich mittels in die Kanäle einzusetzender Wagen, die vorn ein den unteren Teil des Kanalquerschnittes
bis auf einen schmalen Spalt an der Kanalsohle ausfüllendes Schild tragen. Durch das
Schild wird das Abwasser derart gestaut, daß es den Wagen langsam vorwärts treibt und
mit erhöhtem Druck durch den Spalt schießt, wobei es den durch einen an der Vorderseite
des Schildes sitzenden Sporn aufgelockerten Schlamm vorwärts bewegt. Gegenüber diesem
Verfahren unterscheidet sich das vorliegende Verfahren dadurch, daß die Stauwand
nicht vom Wasserdruck vorwärts geschoben wird, sondern festgehalten oder gar gegen den Strom bewegt wird. Die Anwendung
dieses für verdeckte Zuleitungskanäle bekannten Verfahrens bei Sandfangbecken in
Kläranlagen lag durchaus nicht nahe, da bei Becken ganz andere, ja geradezu gegsnsätzliehe
Verhältnisse vorliegen wie bei verdeckten Zuleitungskanälen. In den Zuleitungskanälen
fließt das Abwasser rasch und setzt sich deshalb verhältnismäßig wenig Sand beinahe zu gleicher Dichte an allen Stellen
ab, so daß nur in größeren Zeitabständen eine Entfernung des Sandes vorgenommen werden muß. In den Sandfangbecken hingegen
fließt das Wasser langsam und setzt sich der Sand in großen Mengen bei durchaus ungleichmäßiger Dichte über die Länge
des Beckens ab; in ihnen findet eine ununterbrochene Entfernung des Sandes statt. Daß
man auch diese großen, im Sandfangbecken anfallenden Sandmassen auf ähnliche Weise
rasch entfernen kann wie den Sand in verdeckten Kanälen, ist durchaus überraschend,
da-die in Kanälen zur Verwendung gelangenden Sandräumer bekanntlich zur Reinigung
einer Strecke von nur 100 m mehrere Tage benötigen. '
Auf der Zeichnung ist das Sandfangbecken und die zum Entfernen und zum Durchspülen
des Sandes während des Betriebes erforderliche Vorrichtung in einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt. Es zeigt
Abb. ι einen Längsschnitt durch den Sandfang mit der Vorrichtung zum Bewegen der
Stauwand,
Abb. 2 eine Draufsicht zu Abb. 1,
Abb. 3 einen Querschnitt nach Linie A-B der Abb. 1,
Abb. 4 einen· Greifer zum Herausheben des Sandes und
Abb. 5 einen weiteren Querschnitt mit be- no
sonderer Ausbildung der Stauwand.
Mit ι ist der verdeckte Abwasserzulauf bezeichnet, der sich in zwei offene Rinnen 2
teilt, die je in ein Sandfangbecken 3 münden. Die Sohle 4 des Sandfangs 3 läuft in eine Vertiefung
5 aus und fällt zweckmäßig vom Einlauf zum Auslauf hin ab. Die Wände des
Sandfangbeckens; stehen senkrecht. 6 ist der gemeinsame Abwasserauslauf für beide Sandfangbecken,
die zusammen oder einzeln im Betrieb sein können. Der Sandfang ist in "bekannter
Weise wesentlich breiter und tiefer
gestaltet als der Abwasserzu- und -ablaufkanal,
so daß im Sandfangbecken eine Verminderung der ■ Strömungsgeschwindigkeit
eintritt, wodurch der im Abwasser befindliche S Sand zu Boden sinkt und sich auf der Sohle
des Sandfangs absetzt. Zur Vergleichmäßigung des Wasserlaufs im Sandfangbecken ist
an seinem Einlauf ein jalousieartiger Verteiler 30 vorgesehen. In der Vertiefung 5
des Beckens befindet sich eine Einrichtung, durch die Wasser oder Preßluft in den im
der Vertiefung angesammelt ein Sand verteilt eingeblasen' werden kann, um diesen in bekannter
Weise aufzuwühlen und von den ihm anhaftenden organischen Schmutzteilen zu befreien. Man kann am Grunde der Vertiefung
5 z. B. einen Belüfterkasten 5« einbauen. Um zu verhüten, daß der aufgewühlte
Sand in die Ausläufe 6 gelangt, sind vor diesen höhenverstellbare Sperrwände 6" vorgesehen,
die während der Spülung so hoch eingestellt werden, daß der Sandwirbel nicht über sie wegsteigen kann. Der Druck des
Spülwassers bzw. der Spülluft und damit die Kraft der Spülung muß '.einstellbar sein,
damit sie den jeweiligen Verhältnissen, insbesondere der Menge und Art des Sandes., angepaßt
werden kann und die Sandteilchen durch den Spülstrom nicht über eine bestimmte Höhe emporgehoben werden können.
Die Sperrwand wird vorteilhaft so gelagert, daß sie sehr rasch gehoben und gesenkt werden
kann, so daß man die Stauung durch die Sperrwand nach einer Spülung leicht beseitigän
kann, um das ausgespülte organische Gut, solange es in der Schwebe ist, durch den
Stromstoß in den Auslauf zu überführen. Erfindungsgemäß ist in das Sandfangbecken
eine den ganzen Querschnitt einnehmende
40. Stauwand 7 so 'eingesetzt, daß zwischen deren
Unterkante und der Sandfangsohle ein Spalt belassen wird. Die Stauwand ist in Längsrichtung
des Beckens beweglich. Das Abwasser kann nur durch den kleinen Spalt
4.5 zwischen Unterkante der Stauwand und Bekkensohle
durchströmen. Dadurch erhält es hier eine viel größere Geschwindigkeit als im übrigen Teil des Beckens. Durch diese
größere Geschwindigkeit wird der auf der
g0 Beckensohle abgelagerte Sand aufgewirbelt
und nach dem Ende des1 Beckens zu mitgerissen. Die Wirkung wird noch erhöht,
wenn die Stauwand entgegen der Strömung ■ des Abwassers bewegt wird. In diesem Falle
wird die Stauwand 7 vorteilhaft so eingesetzt, daß ihre Unterkante gegenüber der Oberkante
in der Strömungsrichtung vorausliegt. Zum Bewegen der Stauwand 7 von einem
zum anderen' Ende des Sandfangbeckens:
dient ein Wagen 8, der den Sandfang auf auf den Seitenwänden des Beckens liegenden
Schienen 9 befahren kann. Die Stauwand ist an Trägern ι ο befestigt, die mit ihren Enden
schwenkbar am Wagen 8 angeordnet sind. An; der einen Seite der Stauwand greifen Drahtseile
11 an, deren freie Enden auf der Trommel 12 einer im Wagen angeordneten Winde
13 befestigt sind. Diese Drahtseile dienen einesteils1 zum Einstellen der Größe des frei
zu lassenden Spaltes, je nach der Höhe der abgelagerten Menge des Sandes und der gewünschten
Spülkraft, andernteils zum vollständigen; Herausheben der Stauwand zum
Zwecke des Verfahrens des Wagens mittels einer Schiebebühne 14 nach einem nebenangeordneten
Sandfang. ■ Um zu verhüten, daß die Stauwand, die ja gewissermaßen
pendelnd an dem Wagen angeordnet ist, von der Strömung ausgehoben wird, sind an ihrer anderen Seite weitere Drahtsieile 15 befestigt,
die ebenfalls auf einer Trpmmel 16 im Wagen aufgewickelt werden können. Vorteilhaft
bringt man die beiden Trommeln durch Zahnräder 17 miteinander in Eingriff,
derart, daß sich beim Abwickeln der Drahtseile von der einen Trommel die Drahtseile
auf die andere Trommel aufwickeln. Dier Wagen kann von Hand oder mechanisch von
einem zum anderen Ende des Sandfangbeckens bewegt werden. Als vorteilhaft go
hat sich eine Einrichtung erwiesen, 'die
darin besteht, daß auf dem Wagen eine weitere Winde 18 vorgesehen wird, auf deren
Trommel ein Drahtseil 19 befestigt ist, derart, daß das Drahtseil in der Anfangjsstellung
des Wagens, vollständig abgewickelt ist und dessen freies Ende 20 am Anfang des
Sandfangs befestigt wird, so daß sich beim Inbetriebsetzen der Winde 18 dasselbe auf
die Trommel aufwickelt und den Wagen nach dem Anfang des Sandfangs zu bewegt. Unter
Umständen kann man die Unterkante 21 der Stauwand 7 rechenartig ausbilden (vgl·
Abb. 5), so daß die Zinken- sich auf- die Sohle aufsetzen und bei der Bewegung der
Wand den Sand mechanisch auflockern. ■ "
Liegt die Sohle des Sandfangs horizontal, so kann' die Stauwand durch den ganzen
Sandfang bewegt werden, ohne daß eine Veränderung ihrer Lage erforderlich wird. Bildet no
man jedoch die Sohle des Sandfangs schräg abfallend aus, so muß die Stauwand bei der
Bewegung vom einen zum ,anderen Ende des Sandfangs entsprechend dem Neigungswinkel
der Sohle verstellt werden, um zu verhüten, n5
daß sich der Spalt zwischen der Unterkante der Stauwand und der Sandfangsohle verändert.
Dies läßt sich in bekannter Weise leicht durch Kurvenscheiben erreichen.
Von besonderem Vorteil für die Spülwirkung ist 'ferner, daß die Stauwand infolge
ihrer Höhenverstellbarkeit in gewissen Ab-
ständen aus ihrer 'eingestellten Lage gebracht
wird, so daß der Querschnitt für den Durchfluß des Abwassers plötzlich vergrößert wird
und eine erhebliche Menge Abwasser mehr nach dem Ausgang· des Sandfangs hindurchströmen
kann, 'das die aufgeiwühlten Schlammteilchen ein· großes Stück fortschwemmt.
Die Abb. 2 zeigt zwei nebeneinander angeordnete Sandfänge, die beide durch Zweig-
to kanäle mit dem Abwasserzu- und -ablaufkanal
in Verbindung stehen. Durch eine Drehtür 22 kann der eine oder andere Sandfang
außer Betrieb gesetzt werden. Schließlich ist noch, hervorzuheben, daß sich die
Entnahme des Sandes aus der Vertiefung auf vorteilhafte Weise durch Greifer 23
(Abb. 4) ausführen -läßt. Der Sandaustrag kann aber auch auf andere Weise erfolgen.
Claims (9)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Entfernen des Sandes aus Sandfängen bei Abwasserkläranlagen, dadurch gekennzeichnet, daß in den Sandfang eine die ganze Sandfangbreite einnehmende und nur zwischen der Unterkante und der Sandfangsohle einen Spalt belassende Wand eingesetzt und zweckmäßig entgegen der Strömungsrichtung des durch den Sandfang fließenden Abwassers bewegt wird, so daß das Wasser durch den Spalt mit großer Geschwindigkeit strömt und deru auf der Sandfangsohle abgelagerten Sand nach einer in bekannter Weise am Ende des Sandfangs befindlichen Austragseinrichtung treibt, während die im Sand 'enthaltenen organischen Stihlammteilchen ausgespült werden, an die Oberfläche gelangen und mit dem Abwasser in den Auslaufkanal eintreten.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauwand derart schräg zur Beckensohle bewegt wird, daß ihre Oberkante gegenüber dei; Unterkante voreilt.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stauwand (7) in an sich bei Schlammräumern' bekannter Weise heb- und senkbar an einem übergo dem Sandfang verfahrbaren Wagen aufgehängt ist;, der von Hand oder mechanisch von einem zum anderen Ende des Sandfangs (3) bewegt wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits der Stauwand (7) je ein Zugmittel, z.B. je ein auf eine Trommel (12, 16) gewundenes Drahtseil (11) angreift, von denen das eine zum Heben und Senken der Stauwand (7) dient, während das andere verhindert, daß die Stauwand (7) von der Strömung aus ihrer eingestellten Lage gebracht wird.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Trommeln (12, 16) durch Zahnräder (17) miteinander in Eingriff stehen.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Wagen (8) eine weitere Winde (18) vorgesehen ist, auf deren Trommel ein Drahtseil (19) zum Bewegen des Wagens (8) befestigt ist, derart, daß das Drahtseil (19) in der Anfangsstellung des Wagens (8) vollständig abgewickelt ist und sein freies Ende am Anfang des Sandfangs befestigt ist, so daß sich beim Inbetriebsetzen der Winde (.18) das Drahtseil (19) auf die Trommel aufwickelt und den Wagen nach dem Anfang des Sandfangs zu bewegt.
- 7. Stauwand zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Sandfangsohle zugekehrte Kante rechenartig gestaltet ist.
- 8. Sandfangbecken für Abwasserkläranlagen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet, daß es in bekannter Weise mit senk- go rechten Seitenwänden, mit einer am Auslauf quer verlaufenden' Vertiefung mit einer vom Einlauf zum Auslauf hin geneigten Sohle versehen ist.
- 9. Sandfangbecken nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhinderung des Mitreißens von Sand in den Ablauf am Ablaufkanal ein schnell heb- und senkbarer Sperrschieber (6a) angeordnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE588264C true DE588264C (de) |
Family
ID=575744
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT588264D Active DE588264C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE588264C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102016109836A1 (de) * | 2016-05-27 | 2017-11-30 | Rudolf Bischof Gmbh | Vorrichtung und Verfahren zur Entfernung, Verringerung und/oder Vermeidung von Ablagerungen in einem von einer Flüssigkeit durchströmten Kanal oder Gerinne |
-
0
- DE DENDAT588264D patent/DE588264C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102016109836A1 (de) * | 2016-05-27 | 2017-11-30 | Rudolf Bischof Gmbh | Vorrichtung und Verfahren zur Entfernung, Verringerung und/oder Vermeidung von Ablagerungen in einem von einer Flüssigkeit durchströmten Kanal oder Gerinne |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69402620T2 (de) | Vorrichtung zur Aufbereitung von Abwasser, insbesondere von Regenwasser | |
| DE10311554B4 (de) | Vorrichtung zum Trocknen von Klärschlamm | |
| DE2161310B2 (de) | Verfahren zum wenigstens teilweisen Abscheiden von in einer Flüssigkeit verteilten Feststoffteilchen mit Hilfe der Schwerkraft und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE102010003633B4 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Klären von Abwasser von Sediment | |
| DE2743963A1 (de) | Vorrichtung zum reinigen von verschmutztem wasser | |
| DE2053203C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Sammeln und Entfernen von Schwimmschlamm von der Oberfläche einer eingeschlossenen Flüssigkeit | |
| DE2831501A1 (de) | Vorrichtung zum sammeln und abraeumen von schlamm | |
| DE588264C (de) | ||
| DE2440906A1 (de) | Vorrichtung zur entmischung der bestandteile eines verduennten betonmoertels | |
| DE2007549C3 (de) | Vorrichtung zum Entfernen des in einer Kokslöschwasserkläranlage abgesetzten Koksgruses | |
| DE1947229A1 (de) | Aktivkohle-Austrags-Vorrichtung | |
| DE2444241C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen der anorganischen Feststoffe von den organischen aus Abwässern | |
| DE60031936T2 (de) | Schlammräumer | |
| DE2715658A1 (de) | Verfahren zum abscheiden von zunder, sinter und anderen eisenhaltigen feststoffteilchen aus kuehlwasserkreislaeufen sowie vorrichtung zur ausuebung des verfahrens | |
| DE3205983A1 (de) | Reinigungsvorrichtung fuer ein abwasserbecken | |
| DE626669C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Scheidung der organischen Feststoffe von den anorganischen in Abwaessern | |
| EP1666677B1 (de) | Belüftungsvorrichtung zur Belüftung eines Absetzbeckens und Absetzbecken mit einer solchen Belüftungsvorrichtung | |
| DE461037C (de) | Grobrechen mit mechanischer Abstreifvorrichtung fuer Schmutzwasserkanaele | |
| DE3302490A1 (de) | Verfahren und einrichtung zum trennen verschiedenartiger bestandteile | |
| CH515731A (de) | Einrichtung zur Reinigung von schüttbarem Filterstoff in mit Wasser gefüllten Wasseraufbereitungslangsamfiltern | |
| DE1708607B2 (de) | Vorrichtung zur biologischen reinigung von abwasser | |
| DE102011011759A1 (de) | Magnetabscheidevorrichtung und Magnetabscheideverfahren zum Abscheiden von ferromagnetischen Teilchen aus einer damit belasteten Flüssigkeit | |
| DE280262C (de) | ||
| DE655803C (de) | Vorrichtung zum Ausraeumen des Schlammes unter Wasser aus in Betrieb befindlichen Klaerbecken mit einem parallel verschiebbaren, hoehenverstellbaren Schlammkratzer | |
| DE2422817C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entwässerung von Schlamm |