DE58822C - Saugvorrichtung an Druck-Schneid- und Führungscylindern bei Rotationsdruckmaschinen für wechselnde Formate - Google Patents
Saugvorrichtung an Druck-Schneid- und Führungscylindern bei Rotationsdruckmaschinen für wechselnde FormateInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F21/00—Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
- B41F21/10—Combinations of transfer drums and grippers
- B41F21/102—Combinations of transfer drums and grippers with pneumatic means
Landscapes
- Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
- Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 15: Druckerei.
wechselnde Formate.
Die durch das D. R. P. No. 36459 geschützte Rotationspresse für wechselnde Formate hat
nach Ansicht des Erfinders der vorliegenden Neuerung folgende Nachtheile:
1. Die Maschine kostet das Doppelte und die quantitative Leistung ist nur halb so grofs
als die der älteren Rotationspresse, so dafs dieselbe trotz des grofsen Vorzuges, wechselnde
Formate drucken zu können, dem allgemeinen Bedürfnifs nicht abzuhelfen vermag.
2. Die Wirkung der Saugvorrichtung ist bei grofser Geschwindigkeit eine sehr unpräcise
und der Luftverdünnungsapparat sehr grbfs.
3. Das zulässige Vacuum beträgt nur Y10
bis !/B Atmosphären, und bei starkem Papier
und kräftigem Druck, wie er bei Buntdruck u. dergl. nöthig ist, genügt dasselbe nicht, um
das Papier festzuhalten und. ein Verschieben desselben über die Saugschlitze und hierdurch
entstehende Ungenauigkeit des Registers zu verhüten.
4. Die Disposition der Druck- und Plattencylinder ist beschränkt und daher der Bedingung,
dafs die Druckcylinder mindestens zur Hälfte freiliegen müssen, um für die so wichtige Arbeit des Zurichtens leicht und bequem
zugänglich zu sein, nicht genügt.
5. Um die Papierbogen nach Verlasseh des
Widerdruckcylindefs in die dieselben nach dem Falz- oder Auslegeapparate befördernden Bänderleitungen
zu führen, ist ein um den Widerdruckcylinder und die Bandwalze e2 führendes
Unterbändersystem erforderlich; bei Anwendung einer Papierleerlaufleitung (Schmutzrolle),
welche bei besseren Arbeiten nöthig ist und um den Widerdruckcylinder geht, ist die Anwendung
einer Unterbandleitung unmöglich. Weitere diesbezügliche Gesichtspunkte sind in der Patentschrift No. 57306 des Erfinders gegeben.
Diese Mängel und Nachtheile, welche eine continuirlich wirkende Saugvorrichtung mit
langen Kanälen zwischen Papieransaugstelle und Steuerorgan, vieltheiligen Mechanismen und
vielen Dichtungsstellen besitzt, werden durch eine periodisch wirkende Saugvorrichtung vermieden,
bei welcher das Loslassen der angesaugten Papierkante nicht durch Lufteinlafs, sondern dadurch bewirkt wird, dafs vor dem
Ansaugen der Papierkante etwas Luft angesaugt wird — Kolben oder Membrane schon
einen kleinen Weg zurückgelegt haben —, und dafs die zwischen Papierkante und Steuerorgan
(welches zugleich Luftverdünnungs- und Verdichtungsapparat ist) eingeschlossene Luft bis
über den Druck der Atmosphäre verdichtet und die Papierkante abgeblasen wird. Da das
Loslassen der Papierkante durch Verdichtung der eingeschlossenen Luft bewirkt wird, so
kann der Grad der Luftverdünnung sehr grofs (mindestens 9/10 Atmosphären) sein, und es erfolgt
die Abgabe des Bogens von einem Cylinder und die Uebernahme desselben auf den anderen Cylinder so schnell, dafs die Maschine
mit einer Geschwindigkeit laufen kann, welche die Herstellung von 10- bis 20000 Bogen in
der Stunde ermöglicht.
Bei einem höheren Grade der Luftverdünnung, wie er bei der Presse nach Patent
No. 3645g zulässig ist, kann auch das Papier stärker und der Druck kräftiger sein, so dafs
eine derartige Presse auch für Buntdruck u. dergl. verwendet werden kann und überhaupt
viel höheren Anforderungen entspricht als erstere.
Die Fig. 1 bis 9 zeigen die Anordnung und
Anwendung von periodisch wirkenden Saugvorrichtungen für Druckcylinder von Rotationsdruckmaschinen.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform für Druck-, Schneid- und Führungscylinder.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine aus mehreren Kolbenpumpen Ar1 bestehende Vorrichtung,
welche die Luft in den Kanälen k unter der Papierkante verdünnt, wenn letztere festgehalten
werden soll, und in dem Augenblick verdichtet, in welchem die Papierkante losgelassen
werden soll.
Der Steuermechanismus der Kolben, k1 besteht
ans den Zugstangen ^, den auf der Stange s sitzenden Hebeln h und der auf der
Welle w sitzenden, gegen Drehung geschützten Nuthcurvenscheibe c. Der Querschnitt Fig. 2
zeigt die Stellung, in welcher die Papierkante abgeblasen wird.
Das Ansaugen erfolgt, wenn die Rolle r durch die Nuthcurvenscheibe gezwungen wird,
ihre Entfernung vom Cylindermittelpunkt zu vergröfsern.
Die Fig. 3 und 4 zeigen Querschnitte einer Ausführungsform, bei welcher die Stempel
oder Kolben durch eine oder mehrere Membranen m ersetzt sind. Bei Fig. 4 ist die Nuthcurvenscheibe
durch eine excentrische Scheibe ersetzt und die Membranen werden während
des Festhaltens der Papierkante continuirlich angezogen.
Um die Membran möglichst elastisch zu machen, kann dieselbe gewellt und wiederholt
angewendet werden, wie bei einem Manometer, oder wie in Fig. 5, 6 und 7 gezeigt ist. In
Fig. 7 ist eine Spiralfeder angewendet, welche den Kolben Ar1 zur Luftverdünnung auszieht,
während die Luftverdichtung wie in den Fig. ι bis 4 bewirkt wird. Die Anwendung
dieser Spiralfeder besitzt den' Vorzug, dafs man durch die constant wirkende Kraft derselben
einen bestimmten Grad der Luftverdünnung sowohl beim Stillstande als beim Betrieb
der Presse sehr lange halten kann.
Da bei Saugvorrichtungen mit Recipient die zulässige Geschwindigkeit der Presse, die Stärke
des Papiers und des Druckes von der Länge der Saugkanäle zwischen Papieransaugstelle
(Papierkante) und Steuerorgan abhängig sind, während bei den vorliegenden Luftverdünnungsund
Luftverdichtungsapparaten, welche zugleich Steuerorgane sind, die Länge der Kanäle einen
weit geringeren Einflufs hat, so ist es nicht nöthig, dafs die Pumpen in der Cylinderwand
angeordnet sind, wie in den Fig. 1, 2, 3, 4 und 8 angegeben, sondern dieselben können
jede beliebige Lage innerhalb . der Cylinder einnehmen; wenn man bei schmalerem als
Maximalformat die nicht bedeckten Saugschlitze mit Papierstreifen zuklebt, so ist für jeden Cylinder
nur eine Pumpe erforderlich. Fig. 8 zeigt den Querschnitt eines primatischen Kolbens,
welcher nahezu so lang als der Cylinder werden kann. . ·
Fig. 9 zeigt eine beliebig angenommene Lage der Druck- und Plattencylinder und der Abführungsbändersystemeeej
einer Rotationsdruckmaschine für wechselnde Formate in der Stellung, in welcher die Papiervorderkante von
dem Schöndruckcylinder S auf den Widerdruckcylinder W geblasen und . an denselben
angesaugt wird. Wenn die Papiervorderkante an der Bandwalze e angelangt ist, so wird die.
Kante abgeblasen und ohne Unterband auf dem Widerdruckcylinder in die Bändersysteme e ex
geschoben und von diesen nach dem'Falz- oder Auslegeapparat geführt.
Die Zuführung der Papierbogen wechselnden Formates und die Führung derselben über die
Druckcylinder, Schneid- und Führungscylinder mittels der periodisch wirkenden Saugvorrichtung
geschieht in derselben Weise, wie in den Patentschriften No. 43544 und 49375 ange-,
geben, oder auf andere bekannte Weise.
Um die Presse nach einer längeren Arbeitsunterbrechung wieder ungestört in Betrieb
setzen zu können, wird man dieselbe mittels einer.Bremse oder eines Schaltwerkes in einer
Stellung, in welcher das Anlassen anstandslos erfolgt, zum Stillstand bringen, oder ganz langsam
weiterlaufen lassen, je nach dem Zweck der Arbeitsunterbrechung.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:Mit Benutzung der durch Patent No. 36459 Anspruch 2 geschützten Einrichtung: An Rotationsdruckmaschinen die Führung abgeschnittener Papierbogen über Druck-, Schneid- und Führungscylinder mittels einer Vorrichtung, bestehend aus Kolbenpumpen Nk1, Fig. 1 und 2, oder Membranpumpen (Fig. 3 bis 7), welche in der Cylinderwandung oder im Innern der Cylinder angeordnet sind und durch Ansaugen und Ausblasen der Luft die Bogen an der Vorderkante festhalten und abstofsen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen. ,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58822C true DE58822C (de) |
Family
ID=333090
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58822D Expired - Lifetime DE58822C (de) | Saugvorrichtung an Druck-Schneid- und Führungscylindern bei Rotationsdruckmaschinen für wechselnde Formate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58822C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2596818A1 (fr) * | 1986-04-04 | 1987-10-09 | Heidelberger Druckmasch Ag | Dispositif pour l'alimentation en energie d'un cylindre |
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- DE DENDAT58822D patent/DE58822C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2596818A1 (fr) * | 1986-04-04 | 1987-10-09 | Heidelberger Druckmasch Ag | Dispositif pour l'alimentation en energie d'un cylindre |
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