DE265757C - - Google Patents

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DE265757C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F21/00Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines

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  • Delivering By Means Of Belts And Rollers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
KLASSE i5d. GRUPPE
GEORG SPIESS in LEIPZIG-REUDNITZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. April 1912 ab.
Buchdruckrotationspressen haben einen Zylinder, dessen Umfang genau dem eines vorher festgesetzten Papierformates entspricht. Es ist also, wenn mit jeder Umdrehung ein Abdruck erfolgen soll, keine Zeit vorhanden, einzeln zugeführte Bogen vorher auszurichten. Bei den bekannten Rotationspressen, die mit Greifern arbeiten und eine Ausrichtung der Bogen erstreben, muß der Zylinder einen
ίο doppelt so großen Umfang haben und kann nur während der Hälfte der Umdrehungszeit drucken. Die Anlage wird dadurch nicht nur sehr umfangreich und teuer, sie wird auch sehr unwirtschaftlich arbeiten, da die halbe Arbeitszeit zum Ausrichten der Bogen ausgenutzt wird. Sollen auf einer solchen Maschine kleinere als die normalen Formate verarbeitet werden, so nimmt die Unwirtschaftlichkeit des Betriebes zu.
Die gewöhnlichen Rotationspressen gestatten es aber nicht, kleine Auflagen zu drucken, weil sonst der Buchdrucker einen großen Vorrat von Rollenpapier für die verschiedensten Formate und von entsprechend geringen Längen auf Vorrat haben müßte.
Die vorliegende Erfindung geht nun dahin, die gewöhnliche Rotationspresse mit variabler Geschwindigkeit auch zum Druck einzelner Bogen verwendbar zu machen, indem ein Bogenanlegeapparat vor die Presse gebaut ist und zwischen ihm und der ersten Einführungswalze eine Ausrichtevorrichtung eingeschaltet wird. Die Bogen werden hierbei von der Bogenanlegevorrichtung mit voreilender Geschwindigkeit zugeführt. Durch das Voreilenlassen der Bogen wird Zeit gewonnen, die Bogen auszurichten und sie dann dem Zylinder mit der Geschwindigkeit zuzuführen, die der Geschwindigkeit der Zuführungs walzen der Rotationsmaschine gleichkommt..
In der Zeichnung ist der Erfindungegegenstand schematisch in einem Aufriß veranschaulicht.
Von der Bogenanlegevorrichtung a, deren Einzelheiten nicht dargestellt sind, werden die einzelnen Bogen in bekannter Weise über den Tisch mittels Bänderbahnen gefördert.
Es soll nun zwischen dieser Bogenanlegevorrichtung und der Zuführungsvorrichtung für die Papierbahn, die sonst auf der Rotationsmaschine bedruckt wird, eine Ausrichtevorrichtung für einzelne Bogen angeordnet sein. Diese Vorrichtung besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus den Einführungsrollen h und den gegen sie geführten Gummirollen i. Letztere sind an Winkelhebeln k in bekannter Weise gelagert, die von einer Kurvenscheibe I aus ihre schwingende Bewegung erhalten. Außerdem sind an Winkelhebeln m Anschläge η schwingend aufgehängt. Auch diese Winkelhebel werden von der Achse der Kurvenscheibe I aus gesteuert, und zwar durch eine zweite Kurvenscheibe. Beide Kurvenscheiben sind so angeordnet, daß die Gummirollen i und die Anschläge η nacheinander zur Wirkung kommen, so daß bei angehobenen Gummirollen die Anschläge η sich niedersenken und den entgegenkommen-
den Bogen aufhalten, wobei er ausgerichtet wird. Mit niedergehenden Gummirollen werden aber die Anschläge η angehoben und der ausgerichtete Bogen über den Tisch p hinweg den Einführungswalzen der Rotationspresse zugeführt.
Damit die einzelnen Bogen mit möglichst geringer Geschwindigkeit gegen die Anschläge η treffen, zwischen die Zuführungswalzen c, d
ίο der Rotationspresse aber mit einer annähernd gleichen Geschwindigkeit einlaufen, als diese selbst haben, sollen die Einführungsrollen h mit zunehmender Geschwindigkeit angetrieben werden. Es geschieht dies bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mittels des Zahnsegmentes t, welches von einer Zugstange s in schwingende Bewegung gesetzt wird und durch Zahntrieb die Drehung der Einführungsrollen h veranlaßt. Bei der Umkehrbewegung des Zahnsegmentes t haben die Rollen h die Geschwindigkeit Null, und es kann die Ausrichtung der Bogen in diesem Augenblick erfolgen. Darauf senken sich die Gummirollen i und der Bogen wird mit zunehmender Geschwindigkeit fortgeführt.
Bei einem derartigen Vorbau vor die Rotationsmaschine kann diese ohne Ausschaltung der Zuführungsvorrichtung für die Papierbahn zum Drucken einzelner Bogen benutzt werden.
Soll aber von der Papierbahn gedruckt werden, so wird diese auf die Einführungswalze c aufgelegt, der durch bekannte Mittel eine veränderliche Umlaufgeschwindigkeit gegeben werden kann. Die Gegenwalze d wirkt mit der Einführungswalze c zusammen. Die eingeführte Papierbahn geht zunächst über einen Zwischentisch e hinweg und wird darauf einer Schneidvorrichtung übergeben, die aus dem Nutenzylinder f und dem Schneidzylinder gbesteht. Die in solcher Weise beschnittene oder geteilte Papierbahn wird durch Bänderbahnen ν und w dem ersten Saugzylinder x1 übergeben, der sie dem ersten Druckzylinder y1 zuführt. Soll zweiseitig gedruckt werden, so läuft die Bänderbahn über einen zweiten Saugzylinder x2 weiter, der sie dem zweiten Druckzylinder y2 zuführt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Zuführen einzelner Bogen zu Rotationspressen zum Bedrucken von Bahnen mit verschiedenen Formaten, die vor dem Druck zerschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Einführungswalze (c) der Presse eine Bogenanlegevorrichtung vorgebaut und zwischen beiden eine Ausrichtevorrichtung für die einzelnen Bogen angeordnet ist, deren Zuführungsrollen (h) eine zunehmende Drehgeschwindigkeit erhalten, so daß das Ausrichten in der Zeit erfolgen kann, die durch das Voreilenlassen der Bogen gewonnen wird, die ausgerichteten Bogen aber die Einführungswalze (c) mit annähernd der Geschwindigkeit erreichen, die diese selbst hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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