DE587973C - Rauhkoerper zum Rauhen von Textilstoffen - Google Patents

Rauhkoerper zum Rauhen von Textilstoffen

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DE587973C
DE587973C DEK126799D DEK0126799D DE587973C DE 587973 C DE587973 C DE 587973C DE K126799 D DEK126799 D DE K126799D DE K0126799 D DEK0126799 D DE K0126799D DE 587973 C DE587973 C DE 587973C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C11/00Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Rauhkörper zum Rauhen von Textilstoffen Es ist in der , Textilindustrie bekannt, Gewebe mittels Rauhkarden einer Distel zu rauhen.
  • Es ist weiter bekannt, Gewebe mittels Schmirgelleinen, Siliciumcarbidwalzen, feilenartig gerauhten Metallwalzen und an ihrer Oberfläche mit Glassplittern versehenen Walzen zur Erzielung einer Rauhdecke zu bearbeiten.
  • Diese Ersatzmittel haben aber keine befriedigende Lösung ergeben. Werden hin und wieder Siliciumcarbidwalzen zum Rauhen verwendet, so doch meist nur für minderwertige Ware aus grobem Gewebe, aber der richtige Rauheffekt wird hiermit nicht erzielt, weil die für den Aufrauhkörper verwendeten Kornbestandteile allgemein zu groß sind und ihre Form rundlicher Natur ist. Demzufolge greifen diese Aufrauhkörper den Stoff nicht rauhend, sondern reibend an, und es werden zufolge ihrer Korngröße und des zur Erzielung einer Leistung überhaupt nötigen Drucks bei der Bearbeitung gröberer Stoffe die Fäden des Gewebes 'teilweise verschoben,, - zerstört, zerrissen oder sogar ausgerissen: Diese Rauhmittel sind mithin zur Bearbeitung von feinen Stoffgeweben nicht verwendbar.
  • Demgegenüber will die vorliegende Erfindung-nicht nur bessere Rauhwirkung als mit den bekannten Ersatzmitteln erzielen, sondern auch die Verwendung der Rauhkarde beim Aufrauhen ersetzen und die- weiteren Behandlungen der Gewebe, wie Scheren und Sengen, vermeiden.
  • " Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß das die Oberfläche des Rauhkörpers bildende - Material aus äußerst harten, sehr schärfen und spitzigen, aber auch sehr feinen Kristallen gebildet sein mufl, so fein, daß der Durchmesser ,dieser Kristalle im Verhältnis 2 : i bis 3 : i zum Durchmesser des Fadens, der aus etwa 6o bis i2o Fasern hergestellt sein kann, steht. Es ist ferner eine Körnung zu wählen, die außer dem obenerwähnten Verhältnis möglichst viel Angriffspunkte pro Flächeneinheit für den Stoff aufweist.
  • Als hierfür 'geeignetes Material wurde das bei der Kristallisation strahlig gewachsene Siliciumcarbid oder Borcarbid, insbesondere solches mit einem öder mehr Prozent chemisch gebundenem Eisen, gefunden, das zur. Erreichung des obenerwähnten Verhältnisses zwischen Korn- und Faserdurchmesser sowie der größtmöglichsten Angriffspunktzahl pro Flächeneinheit derart zerkleinert wird, daß es durch Siebe von Maschenzahlen von i 2o bis 22o pro Quadratzentimeter geht. Dementsprechend soll das Material im folgenden mit Korngröße i2o bis 22o bezeichnet sein. Der Grund, strahlig gewachsenes Material zu verwenden; liegt darin, ein Korn von längerer Form zu verwenden, das trotz seiner Feinheit möglichst .bis auf den Grund des Gewebes greifen kann, um insbesondere bei gewissen Stoffen auch den Filz zu lösen und den erzielten Haarbesatz zu kämmen.
  • Da die Stoffe in feuchtem Zustand geraubt werden, ist für den Raubkörper, der aus den oben beschriebenen Siliciumcarbidkörnern hergestellt wird, eine solche Bindemasse zu wählen, die nach dem Erhärten des Raubkörpers oder seines Belags sich beim Rauben durch die dabei verwendete Flüssigkeit zum Befeuchten der zu raubenden Stoffe weder löst noch aufweicht. Die'Bindemasse muß ferner derart beschaffen sein, daß sie nicht trocken und pulverförmig wird oder irgendwelche Färbung auf dem Stoff verursacht. Als hierfür geeignet werden Lösungen von Gummi oder chemische Bindungen von Siliciumpulver mit Wasserglas verwendet, wobei die aus diesen Mitteln hergestellten Raubkörper, um sie hart zu machen, bei einer mehr oder weniger hohen Temperatur entsprechend dem bekannten keramischen Verfahren zu brennen sind. Der Zusatz des Bindemittels im Verhältnis zu dem Siliciumcarbidkorn als Hauptbestandteit beträgt 8 bis 16 Prozent in Gewichtsteilen.
  • So hergestellte Auf rauhwerkzeugstücke weisen an ihrer Oberfläche pro Ouadratzentimeter eine Angriffspunktzahl von 150 bis 250 auf. Zufolge der länglichen Kristallform und dieser großen Angriffspunktzahl verfügen sie über eine außerordentlich gute Angriffswirkung durch ein den Haarbesatz auflockerndes, kämmendes und heraushebendes Rauben, ohne aber dabei die Fäden zu zerreißen, zu verschieben oder das Gewebe als solches zu verletzen.
  • Die vorbeschriebenen, so hergestellten Raubstücke können die Form eines Vollzylinders (Fig. i und 2) oder die eines Hohlzylinders (Fig. 3 und q.) oder die von Segmenten Z (Fig. 5 und 6) aufweisen. Letztere können durch Schienen U mittels Schrauben S auf der Raubwalze auswechselbar festgehalten werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Raubkörper zum Rauben von Textilstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptbestandteil seiner Masse aus strahlig gewachsenem Siliciumcarbid oder Borcarbid von der Körnung 120 bis 220 oder Gemischen davon hergestellt ist.
  2. 2. Raubkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Siliciumcarbid oder Borcarbid ein und mehr Prozent an chemisch gebundenem Eisen enthält.
  3. 3. Raubkörper nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Siliciumcarbid oder Borcarbid entweder vegetabil mittels Gummilösung oder chemisch mittels Siliciumpulver und Wasserglaszusatz gebunden ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19600643A1 (de) * 1996-01-10 1997-07-17 Sucker Mueller Hacoba Gmbh Schmirgelmaschine

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19600643A1 (de) * 1996-01-10 1997-07-17 Sucker Mueller Hacoba Gmbh Schmirgelmaschine
DE19600643C2 (de) * 1996-01-10 1998-11-26 Sucker Mueller Hacoba Gmbh Schmirgelmaschine

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