DE587781C - Verfahren zur Verarbeitung von Kartoffeln auf Spiritus - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Kartoffeln auf Spiritus

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DE587781C
DE587781C DE1930587781D DE587781DD DE587781C DE 587781 C DE587781 C DE 587781C DE 1930587781 D DE1930587781 D DE 1930587781D DE 587781D D DE587781D D DE 587781DD DE 587781 C DE587781 C DE 587781C
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mash
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DE1930587781D
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Inventor
Bruno Lampe
Dr Ernst Luehder
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VER DER SPIRITUS FABRIKANTEN
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VER DER SPIRITUS FABRIKANTEN
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/06Ethanol, i.e. non-beverage
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E50/00Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
    • Y02E50/10Biofuels, e.g. bio-diesel

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Description

  • Verfahren zur Verarbeitung von Kartoffeln auf Spiritus Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verarbeitung von Kartoffeln, insbesondere auf Spiritus.
  • Es ist- bereits bekanntgeworden, Kartoffeln zu zerreiben, gewisse Mengen des Fruchtwassers abzupressen und dann die vom Fruchtwasser teilweise befreiten Kartoffeln zu trocknen und den Saft zu verzuckern und auf Alkohol- zu vergären. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, das abfallende Fruchtwasser mit zu vermaischen, und zwar unter Verwendung der in üblicher Weise im Henzedämpfer vorbehandelten Kartoffeln.
  • Man hat auch schon den aus zerriebenen und durch Auspressen vom Fruchtwasser befreiten Kartoffeln hergestellten Brei auf etwa 6o° C erhitzt, ihn mit Malzmilch verzuckert, aus der verzuckerten Maische den Zuckersaft abgeschleudert oder ausgepreßt und ihn mit dem vom Eiweiß und Fett befreiten Fruchtsaft zur Vergärung gebracht, während aus dem abgepreßten Rückstand unter Beimischung des abgeschiedenen Eiweißes und Fettes ein Gemenge erhalten wird, das in gebackenem Zustande ein Futtermittel darstellt.
  • Im Gegensatz zu diesen bekannten Verfahren werden im einfachsten Ausführungsfalle der vorliegenden Erfindung die rohen, mechanisch zexkleinerten Kartoffeln; gegebenenfalls ohne daß sie vom Fruchtwasser getrennt werden, vermaischt und anschließend vergoren. Es findet also nicht die übliche Vorbehandlung und Aufschließung der Kartoffeln z. B. im Henzedämpfer statt, so daß dieser Arbeitsvorgang gespart bzw. durch die mechanische Zerkleinerung der Kartoffeln ersetzt wird.
  • 4o Zentner Frischkartoffeln wurden nach der Reinigung in der Kartoffelwäsche in etwa 45 Minuten auf der Kartoffelreibe zerrieben und gleichzeitig nach Zusatz von etwa 40 Pfund Grünmalz bei einer Temperatur von. etwa 6o bis 65° C gemaischt. Diese Temperatur wurde etwa 15 Minuten gehalten. Hierauf erfolgte sein weiteres Erwärmen der Maisc-h«A-auf 73 bis 8o' C. Diese Temperatur wurde etwa zo Minuten gehalten. Hierauf wurde die Maische auf die eigentliche Verzuckerungstemperatur von 53 bis 55° C abgekühlt und mit der Hauptmenge des für jede Maische bestimmten Grünmalzes, etwa 8o Pfund, versetzt. Nach der Verzuckerung erfolgte, wie üblich, das Herunterkühlen auf die Anstellungstemperatur und nach dem inzwischen, erfolgten Zusatz der reifen Hefe die Beförderung der Maische in den Gärbottich.
  • Die nach diesem Schema hergestellten Reibselmaischen hatten eine Konzentration von etwa 18 bis z9,3° Balling. Die Gärung verlief in dem geschlossenen Gärkessel durchaus normal. Die scheinbare Vergärung der Reibselmaischen war durchgehend besser als die einer im Henzedämpfer nach dem üblichen Hochdruckdämpfverfahren hergestellten Maische. Ebenso war der Endvergärungsgrad innerhalb von 72 Stunden in den Reibselmaischen restlos erreicht, was bei den: gewöhnlichen Hochdruckmaischen nicht immer der Fall ist.
  • Es können auch die rohen, mechanisch zerkleinerten Kartoffeln in an sich bekannter Weise zunächst von dem Preßsaft getrennt und diese von dem Preßsaft getrennten Kartoffeln vermaischt und direkt, ohne daß etwa eine Abtrennung der zuckerhaltigen Flüssigkeit von den unverzuckerten Teilen der Maische stattfindet, vergoren werden.
  • :2o Zentner der rohen, mechanisch zerkleinerten und von dem Preßsaft getrennten Kartoffeln werden im Vormaischbottich unter Zusatz von i 5oo 1 Wasser und etwa 40 Pfund Grünmalz bei einer Temperatur von 6o bis 65° C gemaischt. Diese Temperatur wird etwa 15 Minuten gehalten. Hierauf folgt ein weiteres Erwärmen der Maische auf 75 bis 8o° C. Diese Temperatur wird etwa io Minuten gehalten. Hierauf wird auf 53 bis 55° C abgekühlt und mit etwa So Pfund Grünmalz versetzt. Nach der Verzuckerung und dem Herunterkühlen auf die Anstelltemperatur wird nach Zusatz der reifen Hefe die Maische in den Gärbottich befördert.
  • Die nach diesem Maischverfahren hergestellten Maischen haben eine normale Konzentration von etwa 18 bis i9° Balling. Die Gärung verläuft normal.
  • Die Alkoholerträge aus diesen Maischen liegen dem Stärkewert der verarbeiteten Kartoffeln entsprechend in normalen Grenzen.
  • - Wenn man die Kartoffeln von dem Fruchtwasser trennt, so macht es einen wesentlichen Teil der vorliegenden Erfindung aus, daß man die von dem Fruchtwasser getrennten Kartoffeln zunächst trocknet und den abfallenden Preßsaft in der Brennerei mit mechanisch zerkleinerten Rohkartoffeln oder gemäß dem Verfahren gewonnenen Trockenkartoffeln weiterverarbeitet. Man gelangt so zu einem kombinierten Trocknerei- und Brennereibetrieb, bei dem das Kartoffeldampfverfahren fortfällt und bei dem sich außerdem noch eine größere Zahl betriebstechnischer Vorteile ergibt.
  • Bei dieser Kombination zwischen Trocknerei und Brennerei wird nämlich die Trocknerei immer eine erheblich größere Menge an Frischkartoffeln auf Trockenware verarbeiten, als in der Brennerei bei normalem Tagesbetriebe verbraucht werden kann, so daß die Trocknerei in verhältnismäßig kurzer Zeit das gesamte für die Verarbeitung in Trocknerei und Brennerei in Aussicht genommene Frischkartoffelquantum in Dauerware überführen kann; die Trocknerei kann dann bei einem hohen Lagerbestand an Trockenkartoffeln den Betrieb schon frühzeitig schließen, während die Brennerei im restlichen Teil des Jahresbetriebs nur noch dem Lager entnommene Trockenkartoffeln auf Spiritus verarbeitet.
  • Der beim Abpressen der Kartoffeln erhaltene feuchte Preßrückstand wird auf an sich bekannten Trockenapparaten in das Iufttrockene, lagerfeste Produkt übergeführt. Im Gegensatz zu den bekannten Trocknungsverfahren wird die Trocknung so geleitet, daß eine Verkleisterung der Stärke nicht eintritt. Es ergibt sich dann ein Trockenprodukt, das für die Verfütterung eine hohe Verdaulichkeit und für die Verarbeitung in der Brennerei eine hinsichtlich der Aufschließung und Verzuckerung günstige Beschaffenheit besitzt. Da die Weiterverarbeitung der Trockenkartoffeln in der Brennerei nur bei Maisch- bzw. Verflüssigungstemperaturen, die etwa bei 55 bis So" C, d. h. also wesentlich unter ioo° C liegen, erfolgt, kann eine Beeinträchtigung der in den Rohstoffen enthaltenen wertvollen Nährstoffe nicht eintreten, so daß die bei diesem Verfahren abfallende Schlempe auch einen höheren Futter- und Nährwert besitzt als bei den bisherigen Verfahren.
  • Da weiter der Sperrigkeitsgrad der bei dem neuen Verfahren abfallenden Trockenkartoffeln erheblich niedriger ist als der der Kartoffelflocken, kann man mit erheblich verkleinerten Lagerräumen in der Kartoffeltrocknerei auskommen.
  • Es sei besonders darauf hingewiesen, daß sich das mechanische Zerreiben der Rohkartoffeln und die Trennung vom Fruchtwasser heute in technischer und wirtschaftlicher Beziehung gut durchführen läßt.
  • Auch das Trocknen der vom Fruchtwasser befreiten Kartoffeln, die später in der Brennerei verarbeitet werden, stellt wärmetechnisch unter Fortfall des bisherigen Hochdruckdämpfungsverfahrens keine Mehrbelastung des Brennereibetriebest sondern eine Ersparnis an Heizmaterial dar.
  • Das Verfahren im Falle der kombinierten Trocknerei und Brennerei wird in folgender Weise durchgeführt: Die Frischkartoffeln werden zunächst in bekannter Weise zerrieben und der Kartoffelbrei abgepreßt, wobei er ungefähr die Hälfte seines Eigengewichtes als Preßwasser abgibt. Der abgepreßte Kartoffelkuchen wird nach genügender mechanischer Zerkleinerung auf Trockenvorrichtungen, z: B. Band- oder Hordentrockner.a mit Heißluft, oder direkte. Feuerungsgasen bei Temperaturen getrocknet, die zu Beginn des Trockenprozesses unter 65' C liegen. Der Trockenprozeß wird weiter so geleitet, daß eine Verkleisterung der Stärke nicht eintritt.
  • Das abfallende Preßwasser wird sofort in der Brennerei als Maischwasser für die Kartoffelmaischerei benutzt, wobei für die während der Trocknereiperiode zur Vermaischung kommenden Kartoffeln ein Überschuß von Preßwasser zur Verfügung steht, so daß die sofort verarbeiteten Kartoffeln mit mehr Fruchtwasser zur Vermaischung kommen, als ihrem natürlichen Fruchtwassergehalt entspricht.
  • Die überschießenden Mengen Trockenkartoffeln werden für die spätere Verwendung auf Lager genommen; sie können in der Brennerei oder als Futter- und Nahrungsmittel verwendet werden.
  • Bei Anfall zu großer Mengen Preßsaft aus der Kartoffeltrocknerei kann auch der Preßsaftüberschuß durch Vermischen mit der abzubrennenden reifen Maische der Verfütterung unmittelbar zugeführt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verarbeitung von Kartoffeln auf Spiritus unter mechanischer Zerkleinerung derselben, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen, mechanisch zerkleinerten Kartoffeln vermaischt und vergoren werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen, mechanisch zerkleinerten Kartoffeln in an sich bekannter Weise zunächst von dem Preßsaft getrennt und diese von dem Preßsaft getrennten Kartoffeln vermaischt und vergoren werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in an sich bekannter Weise von dem Preßsaft getrennten und zweckmäßig bei Temperaturen, bei denen eine Verkleisterung der Stärke vermieden wird, getrockneten Kartoffeln vermaischt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die nach Anspruch 3 vorbereiteten Trockenkartoffeln unter Verwendung von Preßsaft vermaischt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß den rohen, mechanisch zerkleinerten Kartoffeln, die vermaischt und vergoren werden, während der Trocknungsperiode nach Anspruch 3 überschüssiger, aus der Kartoffeltrocknerei abfallender Preßsaft zugesetzt wird.
DE1930587781D 1930-05-21 1930-05-21 Verfahren zur Verarbeitung von Kartoffeln auf Spiritus Expired DE587781C (de)

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