DE58776C - Vorrichtung zum Aufzeichnen des Laufes eines Schiffes - Google Patents
Vorrichtung zum Aufzeichnen des Laufes eines SchiffesInfo
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- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C17/00—Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Ein nach vorliegender Erfindung eingerichteter nautischer Registrirapparat besteht aus
folgenden Einzeltheilen: einer Compafswindrose mit Magneten in gewöhnlicher Art und Weise
oder nur mit dem Magneten und auf einer Spitze (Pinne) gelagert, einem -Uhrwerk oder
ähnlichem Betriebsmechanismus, den C ar danischen Ringen, in welchen der oben angegebene
Mechanismus montirt ist und schwingt, einem sich verrückenden Bande öder Papierstreifen
und Rollen zum Halten, Führen und Bewegen dieses Streifens, ferner einer Stange, welche
durch die Bewegung der Karte bewegt wird und mit einem Schreibstift versehen ist, durch
den das Diagramm gezeichnet und der Kurs registrirt wird; weiter einer Stange auf der
Karte oder in Verbindung mit der Karte, welche mit dem Schreibstift, verbunden ist;
einer durch das Federuhrwerk bewegten Stange, durch welche der Markirstift in seiner horizontalen
Lage gehalten und bethätigt wird, sowie schliefslich einem Tisch, über welchem
sich das Diagramm bewegt.
Das Uhr- oder Federwerk hat die Aufgabe, das Diagramm mit gleichmäfsiger Geschwindigkeit
zu bewegen und den Markirstift in gleichen und vorher bestimmten Zeitabschnitten
zu bethätigen. Das Uhrwerk zum Bewegen des Diagramms und zum Bethätigen der Markirvorrichtung
kann in einem gewöhnlichen Federwerk bestehen, welches mit einem geeigneten Echappement versehen ist und dem Markiruhrwerk
gestattet, in gewissen Zeiträumen zu wirken. Die Länge der Zeit, während welcher
bei jedem Ausklinken die Markirvorrichtung in Thätigkeit ist, ist nur genügend, um rasch den
Markirstift in Thätigkeit zu setzen. Dies wird vortheihaft durch ein Klinkwerk bewirkt, welches
durch geeignete Stangen oder Führungen mit derjenigen-Stange in Verbindung steht, die
mit dem Markirstift verbunden ist.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung zur Darstellung gebracht,
Fig. ι ist theilweise Ansicht, theilweise Schnitt
eines Wassercompasses nach vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 zeigt die Endansicht und
Fig. 3 die Seitenansicht des Registrirmechanismus.
Fig. 4 und 5 sind Horizontalschnitte in der Richtung der Schnittlinie X-X und Y- Y, Fig. 1,
Fig. 4 zeigt hierbei eine Ansicht von unten. ·
Fig. 6 und 7 zeigen das Uhrwerk.
Fig. 8 giebt die Vorrichtung zur Bethätigung des Markirstiftes. -
Fig. 9 zeigt zum Theil im Längsschnitt den Registrirapparat, in welchem der Mechanismus
in Verbindung mit den Magneten, aber ohne Compafswindrose in Verwendung ist.
Fig. 10 zeigt den Grundrifs der Magnete und der Markirvorrichtung. für den in Fig. .9
dargestellten Apparat.
In dem Fluidcompafs ist mit λ die Compafswindrose
bezeichnet, welche auf ihrer Unterseite die Magnete a1 trägt. B ist das Compafsgehäuse,
welches die Compafswindrose α und die Magnete al enthält, welch letztere in der
Flüssigkeit, Glycerin oder Spiritus, arbeiten. Die einzige Verbindung der Oberfläche der.
Flüssigkeit in dem Gehäuse B mit der äufseren Atmosphäre ist durch die Oeffnung d9 geschaffen,
welche die Kappe D besitzt. Diese Kappe wird von dem Glas C getragen. E ist
der innere der Cardani'schen Ringe, der das Compafsgehäuse B mittelst der Zapfen A1 trägt;
die Cardani'schen Ringe sind in der gewöhnlichen Weise angeordnet, b ist die Pinne,
auf welcher die Windrose α mit den Magneten a1 schwebt, a? die Kapsel der Windrose
a. d ist die Markirvorrichtung, welche aus der Stechnadel besteht, f der fortschreitende
Registrirstreifen, f1 und f3 sind Rollen zum
Auf- bezw. Abwickeln fortlaufender Längen des Registrirstreifens. Letzterer geht zwischen
dem Tisch g und dem Boden des Gehäuses F hindurch, welches da, wo der Markirstift hindurchgeht,
mit einer vorstehenden Platte g2, die eine Oeffnung g1 besitzt, versehen ist. Der
Tisch g ist mit einer entsprechenden Oeffnung ge versehen. Die Oeffnung gl in der
Platte g2 ist deshalb vorgesehen, um zu ermöglichen, dafs der Markirstift durch den Registrirstreifen
hindurchsticht. Die. Ständer B1 tragen den oberen Mechanismus des Apparates
und halten ihn von dem Compafsgehäuse entfernt; diese gehen durch Einschnitte g% am
Tisch g. Wie bereits angegeben, ist es der Zweck der Markirvorrichtung, den vorwärts
gehenden Registrirstreifen in gewissen, vorher bestimmten Zeitabschnitten zu durchstechen.
Die Mittel, durch welche dies erfolgt, sind folgende: Die Kapsel a2 der Windrose α ist mit
der Markirstiftstange ds durch Vermittelung eines Ständers d10 verbunden; der Markirstift d
liegt unter dem Tisch g und wird nach aufwärts bewegt. Die Markirstiftstange d5 ist an
ihrem Ende de mit einem Gegengewicht d1
versehen. Der Markirstift d durchsticht den Registrirstreifen f beim Indiehöheschieben der
winkelförmig gestellten Stange c, deren horizontaler Flantsch direct unter dem Markirstift
d liegt und einen Kreisbogen bildet, so dafs für alle Winkelverstellungen des Stiftes d
in horizontaler Ebene der Flantsch auf die Schreibstiftstange d5 einwirkt und den Schreibstift
in die Höhe drückt. Die Bewegung der Stange c wird in gewissen Zeitabschnitten, beispielsweise
in Zeiträumen von je einer Minute, durch das Federwerk unter Vermittelung der Stangen c1, die mit der Stange c verbunden
sind, erreicht (Fig. 2, 3 und 8). . Das Federwerk hat nur eine Feder zur Einleitung aller
Arbeiten des Apparates. Der Markirmechanismus wird von einem Rad k in Tbätigkeit
gesetzt. An der unteren Seite des Rades k sind zwei Gruppen Ansätze A:1 und k2 in verschiedenen
Entfernungen vom Mittelpunkt angeordnet; der Sperrhebel j mit dem Sperransatz
j3 ist an seinem Ende bei p drehbar gelagert und an seinem anderen Ende mit einer
Gabel h versehen, welche ein Excenter 6 aufnimmt (Fig. 4). Das Excenter 6 ist auf der
Welle 7 α aufgekeilt und wird durch das Rad 7 unter Vermittelung des in Fig. 6 dargestellten
Uhrwerkes gedreht, welches von dem auf dem Federgehäuse ioa befestigten Zahnrad 10 bethätigt
wird. Das Rad k wird durch die Räder i, 2, 3, 4, 5 des Federwerkes gedreht. Um
diese beschriebenen zwei Gruppen von Zahntrieben in Thätigkeit zu setzen, ist das eine
Ende der Triebfeder in dem Federgehäuse ioa mit letzterem verbunden, während das andere
Ende mit der Federaufziehspindel 18 verbunden ist.
Das Aufwinden der Feder wird erzielt durch Drehen der Spindel 18 in der Richtung des
Pfeiles (Fig. 7). Die Feder wird durch die . Sperrklinke 19 und das Sperrrad 20 unter
Spannung erhalten. Die Sperrklinke 19 sitzt am Rad 1; das Sperrrad 20 sitzt fest auf der
Spindel 18. Während des Aufwindens der Feder steht das Zahngetriebe oberhalb des
Federgehäuses ioa, wie in' Fig. 1 dargestellt
ist, das durch das Rad 10 bethätigt ist, still. Indem man die Triebfeder concentrisch mit
der Achse der Magnetnadel legt, wird die Einwirkung der Feder auf die Magnetnadel aufgehoben.
Die Registrirung wird somit in folgender Weise bewirkt:
Das Excenter 6, welches bei seiner. Drehung, die es von dem oberen Zahngetriebe erhält,
die Stange j in Schwingungen versetzt, bringt bei solchen Schwingungen abwechselnd den
Sperrzahn j3 gegen die Ansätze A1 und k2 und
giebt hierbei das Rad k in solcher Weise frei, dafs sich dasselbe bei jeder Schwingung der
Stange j von dem einen Zapfen kl bis zu dem
nächsten Zapfen k2, sodann wieder zu dem Zapfen k1 u. s. f. ruckweise dreht. Bei jeder
fuckweisen Bewegung wirken die oberen Ansätze I1 des Rades k auf die nach abwärts gebogenen
Enden m1 der Hebel m ein, heben
diese zunächst allmälig hoch und lassen sie dann plötzlich fallen. Diese Bewegungen der
Hebel werden der halbringförmigen Stange c und dadurch dem Stift d mitgetheilt, und zwar
durch die Hebel κ und die Verticalstangen c1;
die Stangen c1 sind oben und unten in dem Gehäuse F geführt.
Der Streifen wird auf die Rolle f1 aufgewunden, welche zur rechten Seite des Apparates
(Fig. 1) liegt; er geht zwischen dem Tisch g und dem Boden des Gehäuses F hindurch,
sowie unter die Führungsplatte g2 hinweg
und wird vorwärts gezogen durch Drehen der links liegenden Rolle f1. Das Papier wird
gegen die Fläche der Rolle f1 durch eine
zweite RoIIe1/"3 geprefst, welche an dem döppelarmigen
Hebel f5 sitzt und mittelst der Feder fi
nach oben geprefst wird. Der Zeiger f6, Fig. 3, giebt die Zeit an, welche bei einer
vollständigen Umdrehung der Rolle f1 verstreicht.
Die Bewegung der Rollen f1 wird erzielt durch den Zahntrieb 21, der durch das
Zahnrad ι ο gedreht wird und durch Uebersetzung
der Bewegung mittelst Welle 22, Schnecke 23, Schneckenrad 24, Zahnrad 25
auf der Welle des Schneckenrades 24, ferner Zahntrieb 26, Zahnrad 27, welches auf derselben
Welle sitzt wie der Zahntrieb 26, und Zahntrieb 28; letzterer sitzt auf der Welle der
Aufwinderolle. Dieses Zahngetriebe ist in Fig. ι und 5 dargestellt.
Fig. 9 und 10 zeigen einen Registrirapparat, bei welchem der Registrirmechanismus in Verbindung
mit Cpmpafs ohne Windrose in Verwendung ist. Die Lage des Markirstiftes d
wird in diesem Falle durch die Magnete a1
angezeigt, welche in dem Gehäuse B spielen. Die Magnete al werden von der Kapsel <z2
mittelst der Stangen as getragen. Die Stange d5
des Markirstiftes ist in diesem Falle mit der Kapsel a2 durch Cardani'sche Ringe d1 d4
verbunden; diese liegen in derselben Horizontalebene wie die Pinne, durch welche die
Magnete ax getragen werden. Die Verstellung
der Stange db wird direct durch die Stellung
der Magnete erzielt. Die Winkelführung c ist in diesem Falle ein vollständiger Kreisring und
die Markirstiftstange d5 kann sich im Kreise herumdrehen.
Der Mechanismus zum Bethätigen des Stiftes d und des Registrirstreifens ist derselbe wie bei
dem in Fig. 1 bis 8 beschriebenen Apparat. Der vorliegende Apparat wird in Cardanischen
Ringen d1 montirt, welche in derselben
Ebene liegen, in der der Aufhängepunkt der Markirstiftstange d 5 in der vorher beschriebenen
Anordnung liegt.
Bei der Verwendung des Apparates auf Schiffen zum Steuern nach einem festgesetzten
Kurs mufs die Schreibstiftstange d5 so gesetzt
werden, dafs sie über der Mittellinie des Registrirstreifens^ liegt, wenn das Schiff im Kurs
ist, d. h. angenommen, das Schiff habe einen östlichen Kurs, wenn der Schiffsvordertheil in
diesem Kurs liegt, so mufs der Stift d in der Richtung der Mittellinie des Registrirstreifens
liegen: Um dieser Bedingung . zu genügen, wird das Gehäuse B, welches die Magnete enthält
und den Registrirstreifen trägt, so gestellt, dafs die Mittellinie des Streifens, welche solchen
östlichen Kurs vorstellt, in der Richtung mit der Markirstange ds liegt, so dafs irgend welche
Abweichung, welche der Schiffskopf in diesem östlichen Kurs machen würde, in entsprechender
Weise in dem Diagramm markirt wird. Sollten das Gehäuse und der Registrirstreifen nicht bewegt
werden, so zeichnet der Stift d das Diagramm in einer Linie auf, welche parallel der
Mittellinie ist; diese Linie stellt die östliche Kurslinie dar, und irgend eine Ablenkung aus
dieser Linie zeigt die Ablenkung in dem Kurs des Schiffes an.
Der Registrirstreifen kann mit Linien versehen werden, welche parallel der Länge und
der Bewegungsrichtung desselben laufen, und mit halbkreisförmigen Linien oder Kreisbogen,
welche diese Linie schneiden und deren Halbmesser gleich dem Halbmesser des Markirstiftes
von seinem Drehpunkt aus ist, und in der Mitte des Diagramms können einige stärkere und
stärker markirte Linien angeordnet werden. Die Schnittpunkte, der Kreisbogen mit den parallelen
Linien entsprechen den Theilungen eines Kreisbogens. An dem Rande des Registrirstreifens sind Zeiteintheilungen in Stunden und
Minuten angegeben, und zwar in geeigneter Entfernung, so dafs das Diagramm gegen den
Markirstift sich in je einer Stunde um ungefähr 75 mm verrückt, aber es kann'natürlich auch
eine gröfsere Entfernung zwischen den einzelnen Stundenstrichen gewählt werden. Die
Längendimensionen des Diagramms entsprechen der Zeiteintheilung und die seitlichen Dimensionen,
in Kreisbogen gemessen, entsprechen Theilen eines Kreises und werden in Verbindung
mit den Angaben des Markirstiftes auf dem Diagramm benutzt als Mafsstab für die Abweichung vom Kurs in jeder bestimmten
Zeit, wenn eine solche Abweichung der aufgezeichneten Linie von der Mittellinie des Diagramms
vorhanden, d. h. wenn eine Differenz von der Richtung da ist, in welcher das Schiff
gesteuert werden soll. Der Markirstift wird entsprechend so angeordnet und regulirt, dafs
eine Registrirung in jeder Minute stattfindet. Anstatt indessen ein Diagramm zu verwenden,
in welchem die Linien schon aufgezeichnet sind, kann ein besonderer Federstift oder anderer
Schreibapparat verwendet werden, welcher die Mittellinien auf der Karte, und andere parallele
Linien aufzeichnet. Ferner kann ein weiterer Markirmechanismus durch das Uhrwerk des
Apparates getrieben werden, um die Zeitabschnitte auch auf dem Diagramm aufzuzeichnen.
Durch diese Mittel werden irgend welche Ungenauigkeiten, welche durch den Stift markirt
werden, wenn derselbe auf bereits früher fertiggestelltem Papier arbeitet, vermieden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein nautischer Registrirapparat zum Registriren des Laufes eines Schiffes, bestehend aus einem in Cardani'schen Ringen an dem Pinnenhütchen der Rose aufgehängten und inHöhenrichtung frei zur Rose sich bewegenden, unter einem Registrirstreifen liegenden Markirstift d, welcher dadurch in regulirbaren Zwischenräumen und mit äufserst rascher Bewegung in dem vorwärts bewegten Registrirstreifen gedruckt wird und aus demselben herausgezogen wird, dafs derselbe von einem mit Flantscli versehenen Ring c geführt wird, welcher in Zwischenräumen durch ein genau senkrecht über der Pinne liegendes und auch den Registrirstreifen bewegendes Uhrwerk plötzlich angehoben und wieder gesenkt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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