DE587443C - Netzsynchroner Wechselspannungsgenerator fuer Messzwecke - Google Patents
Netzsynchroner Wechselspannungsgenerator fuer MesszweckeInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
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- H02K99/10—Generators
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Description
Tag der
Ein Normal der Wechselspannung, das für Messung von Spannungen innerhalb eines
gegebenen Netzes etwa die Rolle des Normalelements bei Gleichstromkompensationsmessungen
übernehmen soll, wird im einfachsten Falle eine netzsynchrone, sinusförmige und grundfreqente Spannungswelle zu
liefern haben, deren Phase beliebig wählbar ist und deren Betrag zweckmäßig auch
— innerhalb gewisser Grenzen — beliebig einstellbar ist. Bei den bisher benützten
Kompensationsverfahren für Wechselstrom werden solche Normalspannungen als Spannungsgefälle
an Meßdrähten erzeugt, die von einem dem Netz entnommenen Wechselstrom durchflossen werden, dessen Betrag mittels
eines- möglichst genauen Strommessers bestimmt wird. Die Angleichung der Phase
ist bei Drehstrom — etwas primitiv — durch Drehung der Phase des Meßdrahtstrofties
mittels Phasenreglers möglich. Sie kann • auch geschehen durch Zusammenschaltung
der Meßdrahtspannung mit einer vom Meßdrahtstrom durch Induktion erzeugten, also
um 90 ° gegen ihn verschobenen Spannung, die eventuell in einem zweiten Meßdraht
meßbar aufgeteilt werden kann. Es entsteht so eine Normal- oder Kompensationsspannung,
deren Betrag etwa innerhalb der Grenzen ι bis 10 und deren Phase über 360 ° beliebig
wählbar ist. Diese Normalspannung • wird dann über ein Nullinstrument gegen die
zu· messende Spannung geschaltet und ihre
.' Phase sowie ihr Betrag so lange geändert,
bis das Verschwinden des Ausgleichsstromes die Gleichheit anzeigt.
Die beschriebenen Verfahren sind weder bequem noch sinnfällig. Ihre Genauigkeit
hängt zunächst ab von der Güte des Strommessers, dessen etwa vorhandener Fehler sich voll auf das Meßergebnis überträgt. Ist
die Netzspannungskurve nicht sinusförmig, so entstehen weitere Fehler. Der Strommesser
zeigt dann mehr als den Effektivwert der Grundwelle des Kompensatorstromes an,
das Nullinstrument berücksichtigt aber nur die Grundfrequenz. Die Grundwelle der unbekannten
Spannung wird also zu klein gemessen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Bildung der Normalspannung unabhängig
von Strommesserangaben, die Messung äußerst sinnfällig und · Gleitkontakte im
Kompensationskreis entbehrlich zu machen.
Die Abbildung zeigt die Anordnung in schernatischer Darstellung. Der kleine zweipolige
Ein- oder Mehrphasensynchronmotor SM dreht den Dauermagneten M um eine in
seinem Luftspalt angeordnete Spule S, in der eine Wechselspannung erzeugt wird, die genau
netzfrequent ist. Durch Drehen der Spulet um die Rotationsachse des Magneten
ist jede beliebige Phasenlage dieser Normalwechselspannung einzustellen, die genau
sinusförmig wird, wenn man die Polflächen des Magnets planparallel und damit das Magnetfeld H parallelhomogen machjt.
Durch Neigen der Spulenebene gegen die auf
der Rotationsachse senkrechte Ebene um den Winkel α ist der Betrag der Normalspannung
einstellbar, die proportional sin α ist. (Vorausgesetzt ist hierbei, daß die Kraftlinien
von H senkrecht auf der Richtung der Rotationsachse stehen). Zweckmäßig wird
die beschriebene Variationsmöglichkeit des Spannungsbetrages nur etwa in den Grenzen
ι bis io ausgenutzt. Weitere Stufen werden durch Anzapfen der Spule erhalten und
im übrigen die zu messenden Spannungen in bekannter Weise mittels Spannungsteilers
geteilt, wenn die Beträge zu hoch sind, um als Normalspannung mit der beschriebenen
Einrichtung nachgebildet zu werden.
Mittels des mit N bezeichneten verstellbaren magnetischen Nebenschlusses läßt sich
H auf einen Betrag bringen, der bei Normalfrequenz
und für α = 90° (oder gleich dem sonst vorgesehenen Maximalwert von α) einen runden Betrag, z. B. 20 mV Effektivwert der erzeugten Normalspannung liefert.
Das Magnetfeld H tritt dann etwa an die Stelle des Strommessers, dessen Angaben
bei den bisher üblichen Wechselstromkompensatoren die Basis der Messungen bilden. Sein
Betrag kann entweder, wie auch die Spulenwindungsfläche, nach den bekannten Methoden
»absolut« bestimmt werden, oder es wird .30 eine Eichung der erzeugten Normalspannung
mittels eines ausgesucht genauen Spannungsmessers bei sinusförmiger Netzspannung
vorgenommen. Natürlich muß durch geeignete Formgebung und Wahl der richtigen
Stahlsorte dafür gesorgt werden, daß der Betrag von// unverändert erhalten bleibt.
Die Frequenz geht voll in das Ergebnis ein. Sie muß daher genau gemessen werden, was
am einfachsten mittels eines vom Synchronmotor angetriebenen Tachometers T geschieht.
Die Netzspannung besitzt einen geringfügigen Einfluß auf die Phasenlage des rotierenden
Magneten und damit auch der Spannung. Es wird daher der Nullpunkt der Phasenskala
vor Beginn der Messungen durch Indexverschiebung an / der jeweiligen Netzspannung
angepaßt.
Aus der Abbildung geht die Verwendung der Einrichtung hervor. Zunächst wird die
Indexeinstellung vorgenommen und dazu der Umschalter U in die gezeichnete Stellung gebracht.
Der Spannungsabfall Zi0, hervorgebracht
durch den Strom i0 an einem passend gewählten Teil r0 des am besten induktions-
und kapazitätsfreien Spannungsteilers, wird damit über das Nullinstrument VG auf die
in der Spule 6" erzeugte Normalspannung geschaltet. Durch Drehen der Spule mittels
der Phasenscheibe PS und Ändern des Winkels α wird der Ausschlag in VG zum Verschwinden
gebracht. Die Spulenspannung ist dann phasengleich mit der Netzspannung urs.
Demgemäß ist der Index so einzustellen, daß sein Nullstrich mit dem der Phasenscheibe
zusammenfällt.
Es soll nun der Strom ix nach Phase und
Betrag gemessen werden. In seinen Weg wird dazu der induktionsfreie Widerstand rx
eingeschaltet und der hier entstehende kleine Spannungsabfall Ux durch Umlegen des
wSchalters U über VG auf die Spule 5 geschaltet.
Letztere wird dann um die vertikale Phasenachse gedreht, bis VG das Ausschlagsmmimum
zeigt. Sodann erfolgt die Einstellung des Betrages durch Veränderung des Winkels or. War die Phasenlage, die an
der Kreisteilung von PS ablesbar ist, schon richtig getroffen, so muß jetzt der Strom
Null im VG genau erreichbar sein. Andernfalls ist an der Phasenscheibe und danach
wieder an der α-Achse nachzuregulieren.
Die Ablesung an PS ergibt unmittelbar den Phasenwinkel zwischen Ux (und damit ix)
und der Netzspannung urs. Der Betrag der Spannung nx ist nun gleich der Spulenspannung
und damit gleich der durch die Spulenwindungsfläche und die Felddichte H sich ergebenden
Apparatkonstanten, multipliziert mit der Frequenz und mit dem Sinus des Winkels a.
In der Abbildung ist ein Drehstromsystem angenommen. Dabei gelingt das Anlassen
und (selbsttätige) Synchronisieren des Motors durch einfaches Aufschalten auf das
Netz besonders leicht. Muß mit einer variablen Unsymmetrie des Netzes gerechnet
werden, so wird nach eingetretener Synchronisierung der Leiter t vom Motor abgeschaltet,
der dann einphasig mit der Bezugsspannung urs weiterläuft. Liegt nur Ein-
phasenstrom vor, so sind die bekannten Mittel der Kapazitäts- und Induktivitätsvorschaltung
oder mechanisches Anwerfen des Motors zu benutzen. Soll die Phasenlage
auch nach Stillsetzen und Wiederanlassen eindeutig sein, so ist der Rotor mit Gleichstrom
unveränderter Richtung zu erregen. Andernfalls besteht die Möglichkeit zweier um i8o° gegeneinander versetzter Phasenlagen
von Magnet, Rotor und Spannung. Um eine beliebige Verdrehbarkeit der Phase (über
3600) zu erreichen, muß entweder die Spulenspannung über Schleifringe und Bürsten
herausgeführt werden oder statt der Spule der Motor um die Phasenachse verdreht werden,
die zugleich die Rotationsachse seines Rotors ist. Dann wird die Phasenscheibe mit dem Motorgehäuse verbunden und der
Motorstrom über Schleifringe zugeführt.
Die beschriebene Anordnung gibt nur die Werte der Grundwelle. Es kann auch der in
der Spule J? induzierten Normalspannung
Claims (3)
- mit den bekannten Mitteln eine andere, z. B. Rechteckform gegeben werden, die auch die' Harmonischen enthält. Mit abgestimmten Resonanznullkreisen oder -instrumenten wären dann die Harmonischen der zu messenden Spannung nach Betrag und Phase einzeln gegen die Harmonischen der Spulenspannung zu kompensieren.to Patentansprüche:i. Netzsynchroner Normalwechselspannungsgenerator für Meßzwecke, der die Normalspannung in einer Spule mittels Induktion durch das Feld eines umlaufenden Dauermagneten erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß der Dauermagnet von einem zweckmäßig zweipoligen Synchronmotor ■ in. netzsynchronen Umlauf versetzt wird, und daß die Phasenlage der Normalspannung durch Verdrehen der Spule um eine mit der Drehachse des " Magnetfeldes zusammenfallende Achse und der Betrag der Normalspannung durch Verschieben oder besser durch Ver- ^5 drehen der Spule um eine zur Drehachse des Magnetfeldes senkrechte Achse beliebig eingestellt werden können.
- 2. Netzsynchroner Normalwechselspannungsgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnetfeld parallelhomogen gestaltet und senkrecht zur Richtung der Drehachse des Magneten angeordnet ist.
- 3. Netzsynchroner Normalwechselspannungsgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Magnetfeld Rechteckform gegeben ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB155028D DE587443C (de) | 1932-03-30 | 1932-03-30 | Netzsynchroner Wechselspannungsgenerator fuer Messzwecke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB155028D DE587443C (de) | 1932-03-30 | 1932-03-30 | Netzsynchroner Wechselspannungsgenerator fuer Messzwecke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE587443C true DE587443C (de) | 1933-11-03 |
Family
ID=7003195
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB155028D Expired DE587443C (de) | 1932-03-30 | 1932-03-30 | Netzsynchroner Wechselspannungsgenerator fuer Messzwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE587443C (de) |
-
1932
- 1932-03-30 DE DEB155028D patent/DE587443C/de not_active Expired
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