DE587249C - Instrument zur objektiven Bestimmung der Fehlsichtigkeit - Google Patents

Instrument zur objektiven Bestimmung der Fehlsichtigkeit

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DE587249C
DE587249C DEB148982D DEB0148982D DE587249C DE 587249 C DE587249 C DE 587249C DE B148982 D DEB148982 D DE B148982D DE B0148982 D DEB0148982 D DE B0148982D DE 587249 C DE587249 C DE 587249C
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EMIL BUSCH A G
Optische Industrie de Oude Delft NV
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EMIL BUSCH A G
Optische Industrie de Oude Delft NV
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B3/00Apparatus for testing the eyes; Instruments for examining the eyes
    • A61B3/10Objective types, i.e. instruments for examining the eyes independent of the patients' perceptions or reactions
    • A61B3/103Objective types, i.e. instruments for examining the eyes independent of the patients' perceptions or reactions for determining refraction, e.g. refractometers, skiascopes

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  • Public Health (AREA)
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Description

  • Instrument zur objektiven Bestimmung der Fehlsichtigkeit Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Instrumente, mittels deren der Untersuchende die Fehlsichtigkeit eines Patientenauges objektiv dadurch messen kann, daß @er durch die Augennmedien des -Patienten hindurch eine Scharfeinstellung auf dessen Augenhintergrund vornimmt bzw. ;auf eine Marke, die dorthin projiziert wird. Abb. r der Zeichnung zeigt schematisch an eünem besonders einfachen Instrument dieser Art, wie die Übersichtigkeit des Patientenauges a im Auge b des Untersuchenden (der hier :auch als übersichtig angenommen wurde) dadurch gemessen wird, daß der Untersuchende solange verschieden starke Linsen c, deren Brechkraft das Maß für die Fehlsichtigkeit abgibt, zwischenschaltet, bis er den Hintergrund des Patientenauges a scharf sieht. Dieser muß natürlich zu diesem Zweck beleuchtet werden, was von der Lampe d mittels des Prismas f geschieht. Ist hier noch ein Kondeinsor,e zwischengeschaltet, so kann man die Messung dadurch :erleichtern, daß man eine geeignete Marke g so anbringt; daß ihr Bild dann dem Untersuchenden auf der Netzhaut vom. a scharf erscheint, wenn er auch diese am schärfsten sieht; in dieser Stellung des Instrumentes sieht dann auch der Patient die Marke g m schärfsten.
  • ,Bei ;allen anderen Refraktometern liegen de Verhältnisse grmidsätzlich ebenso; so verschieden diese Instrumente im übrigen ;auch gebaut stein mögen. Die Methode der Refraktioxisbestimmung ist dann die folgende. Man geht zunächst mit der Einstellung über die Fehlsichtigkeit des Patientenauges in positiver Richtung hinaus, also bei übersichtigkeit zu stärkeren Pluswerten, bei Kurzsichtigkeit zu schwächeren Minuswerten, so daß diese Einstellung bestimmt außerhalb der Grenxe:äußerster Entspannung der Akkommodation des Patientenauges liegt. Von dieser geht mann möglichst rasch zur Scharfeinstellung über (also in negativer Richtung) und nimmt die Ablesung vor, sobald der Augenhintergrund bzw. die Marke scharf erscheint. Dabei kann es Faber vorkommen, weil namentlich jüngere Patienten nicht selten unbewuß.t von vornhereinakkommodieren, wenn sie in ein Instrument schauen, daß die so gemessene Refraktion nicht der gesuchten Fernkorrektion :entspricht.
  • Es liegt nahe, zu versuchen, diesen Fehler bei Refraktometern mit Einstellmarke dadurch zu vermeiden, d.aß man, nachdem man 'die Scharfeinstellung erreicht hat, nun langsam wieder in positiver Richtung zurückgeht. Dabei sieht der Patient die Einstellmarke langsam in der Ferne verschwinden, und man sollte annehmen, daß sich sein Auge an diese Marke heftet und so langsam :eine ietwa noch vorhandene Akkommodation aufgibt. Die Praxis hat aber gezeigt, daß dies nicht in ,ausreichendem Maße geschieht. Daran mögen ungeeignete Form (Mangel an feinen Einzelheiten) und zu große Helligkeit (Blendung, Überstrahlung von Einzelheiten) der Einstellmarke mit schuld sein; aber auch wenn man neben der Einstellmarke, aber in derselben Ebene (Einstellebene), noch ;eine geeignete Fixiermarke für das Patientenauge anordnet; deren Bild für den Untersuchenden nicht sichtbar zu sein braucht, so führt dieses Verfahren oft nicht zu völliger Entspannung der Akkommodation. Den Grund dafür wird man darin zu suchen. haben, daß das ins Instrument blickende Patientenauge dem sich entfernenden Fixiermarkenbild selbst dann nur sehr zögernd durch Entspannung seiner Akkommodation folgt, wenn dies hinreichend feine Einzelheiten zeigt, die auch nicht durch allzu große Helligkeit überstrahlt werden; es bleibt erfahrungsgemäß oft mit seinex Akkommodation etwas zurück, ehe der durch das Verschwinden jener feinen Einzelheiten gegebene Anreiz zu weiterer Entspannung wieder hinreichend groß ist. Dabei sieht aber der Untersuchende auch seinerseits das Einstellmark.enbild unscharf werden, und er glaubt darin das Zeichen dafür zu erkennen, daß er die gesuchte Grenze der Scharfeinstellung erreicht hat und nun die Refraktion ablesen muß. Er stellt also die Weiterbewegung ein, die wohl zu weiterer Entspannung der Akkommodation hätte führen können, und erhält so ein falsches Ergebnis. " Daher sind die mit der zuletzt geschilderten Methode des Fortschreitens in positiver Richtung gewonnenen Ergebnisse ganz unsicher; ;aber auch die zuerst beschriebene Methode des Fortschreitens in negativer Richtung liefert oft genug durch Akkommodation verfälschte Ergebnisse.
  • Hier setzt nun die Erfindung ein, deren Kern darin besteht, daß die Akkommodation erheblich leichter und sicherer dadurch vermieden wird, daß man eine geeignete Fixiermarke so aus der Ebene der Einstellmarke herausrückt, daß sie bei der Methode des Fortschreitens in positiver Richtung gleichsam als Vorspann dient und so den Patienten wirksamer zur Aufgabe seiner Akkommodation veranlaßt.
  • Der Gang der Refraktionsbestimmung ist dann der folgende. Der Untersuchende geht zunächst, in negativer Richtung fortschreitend, zur Scharfeinstellung über. Dabei bekommt er schon ein scharfes Bild der Einstellmarke, ehe der Patient die weiter zurück liegende Fixiermarke, auf die er allein seine Aufmerksamkeit zu richten hat, in höchster Schärfe sieht, und der Untersuchende darf sogar, um. zu sehen, ob das Einstellmarkenbild nicht etwa noch schärfer wird, ruhig noch etwas weitergehen, ehe dem Patienten die Fixiermarke in höchster Schärfe erscheint und nun ihrerseits einen Anreiz zur Akkommodation auf sein Auge auszuüben beginnt. Schon hierin liegt .eine Erhöhung der Meßgenauigkeit gegenüber einem fixiermarkenlosen Instrument oder selbst einem solchen, bei dem die Fixiermarke in der Ebene der Einstellmarke angeordnet ist.
  • Der Untersuchende geht nun Faber mit beiden Marken wieder in positiver Richtung zurück. Dabei verschwindet für das geprüfte Auge die Fixiermarke, die @es soeben noch in allen Einzelheiten scharf sah, schon eher in der Ferne als die Einstellmarke. Es bemüht sich; der Fixiermarke zu folgen, und der dadurch von dieser ausgeübte Reiz, seine Akkommodation zu entspannen, ist natürlich erheblich stärker als der, den das scheinbar näher liegende Einstellmarkenbild auszuüben vermag. Ja, er wirkt auch noch; wenn eine weitere Entspannung der Akkommodation unmöglich ist und daher nun für den Beobachter das Einstellmarkenbild, nachdem es in höchster Schärfe erschienen war, unscharf zu werden beginnt, also die gesuchte Grenze erreicht ist und die Ablesung erfolgt. Auf diese Weise wird also nicht nur die Einstellgenauigkeit .erhöht, sondern die Akkommodation so weit ausgeschaltet, daß es sogar in Fällen latenter Hyperopie gelang, die totale Hyperopie gut anzunähern. Namentlich dem weniger geübten Beobachter ist es sehr willkommen, daß @er nun unbedenklich beim Einstellen vor- und rückwärts gehen kann.
  • Es ist 'klar, daß dieses neue Verfahren nicht nur bei Refraktometern mit Einstellmarke anwendbar ist, sondern auch bei solchen, bei denen die Scharfeinstellung auf natürliche Einzelheiten des Augenhintergrundes erfolgt, wenn nur .eine Einstellebene vorhanden ist, also eine reelle Bildebene, die dann der Netzhautgrube des Patientenauges :entspricht, wenn der Untersuchende das Instrument scharf auf diese eingestellt hat. Dann kann man stets eine geeignete Fixiermarke, gegen diese Einstellebene in positiver Richtung verschoben, anordnen.
  • Bei dem in Abb. i dargestellten Refraktometer liegt diese Einstellebene g- im Raum fest, bei dem in Abb.2 gezeichneten reflexlosen Refraktometex nach Prof. T h o r n e r sind g, und g2 solche Einstellebenen, die hier aber mit dem optischen System ci, c2 axial verschoben werden. Auch brauchen die Einstellebenen keineswegs im Beleuchtungssystem zu liegen; @es kann zweckmäßig sein, auch dem Beobachtungssystem angehörende Einstellebenen, wie g3 und g4, heranzuziehen und in der gleichen Weise außer diesen die Fixiermarke anzuordnen. Die dann etwa in g2 oder 93' liegende Fixiermarke muß selbstleuchtend oder durchleuchtet sein; sie 'braucht aber, da der Untersuchende ihr Bild ja nicht j wahrnehmen muß; nicht so hell zu sein wie die Einstellmarke. Der Betrag der notwendigen Verschiebung ist je nach der Konstruktion des Refraktometers verschieden. Beim Thornerschen Refraktometer hat jes sich gezeigt, daß eine etwa einer halben Dioptrie entsprechende Verschiebung am günstigsten ist; bei anderen Refraktometem, insbesondere bei weniger genauen Instrumenten, -entsprechend Abb. i, dürfte der erforderliche Betrag oft größer sein.
  • Ist das geprüfte Auge mit Astigmatismus behaftet, so *gilt das vben Dargelegte unverändert, ,aber es bezieht sich dann auf den untersuchten Hauptschnitt; in diesem Falle kann sich eine Einrichtung zur Erhöhung des Betrages der Verschiebung der Fixiermarke aus der Einstellebene oder die Anbringung weiterer stärker verschobener Fixiermarken als nützlich .erweisen.
  • Der Erfolg der beschriebenen Anordnung von Fixiermarken ist bis zu einem gewissen Grade abhängig von der Form der Marken; dies gilt namentlich dann, wenn das geprüfte Auge deutlichen Astigmatismus zeigt. Grundbedingung für (ein scharfes Fixieren. ist das Vorhandensein hinreichend feiner Einzelheiten in der Fixiermarke. Man braucht zwar nicht unbedingt bis zur scheinbaren Größe der mit Sehschärfe i @erkennbaren Buchstaben der Leseproben herabzugehen, doch wird man auch nicht erheblich daxüber hinausgehen, so daß :etwa 1/1o° als obere Grenze angesehen werden 'kann. Das allein genügt aber noch nicht. Wollte man beispielsweise ein Kreuz (Abb.3) oder eine Art Snellenschen Stern verwenden (Abt. ¢), dessen Strichbreite unterhalb 1/1o° erschiene; so würde bei Astigmatismus leicht eine dieser Linien (einigermaßen scharf ierscheinen; das Auge würde dann versuchen, mittels seiner Akkommodation diesen Strich auch weiterhin scharf zu sehen, wenn der Brechwert in seinem stärker brechenden Hauptschnitt bestimmt werden soll, und das kann zu Fehlergebnissen führen. Dieser Fehler wird nach den vorgenommenen Versuchen dann vermieden, wenn die Fixiermarke keinerlei gerade Linien, geradlinig erscheinende Kurvenstücke oder Stücke von Linien Lund Kurven, die sich scheinbar zu Geraden ergänzen, enthält, deren Länge unter einem Winkel von mehr als erscheint. Den Unterschied verdeutlichen die ungeeignete Marke nach Abb. 5 und die geeignete Marke nach Abb.6.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Instrument zur objektiven Bestimmung der Fehlsichtigkeit, bei dem der Untersuchende die Netzhaut des Patientenauges oder ein auf ihr entworfenes Markenbild scharf einstellt, und bei dem dem Patientenauge außerdem noch eine Fixiermarke dargeboten wird, dadurch gekennzeichnet, da.ß diese Fixiermarke so angeiordnet ist, daß bei der obergenannten Scharfeinstellung ihr Bild für das geprüfte Auge um mindestens eine halbe Dioptrie in positiver Richtung gegenüber der von den Medien des geprüften Auges erzeugten Bildebene seiner Netzhautmitte verschoben ist.
  2. 2. Instrument nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Patientenauge dargebotene Fixiermarke sich unabhängig von jener Scharfeinstellung in Richtung der optischen Achse bewegen läßt.
  3. 3. Instrument nach Anspruch i und 2; dadurch gekennzeichnet, daß die Fixiermarke so geformt ist, daß alle in ihr auftretenden Linien eine deutliche Krümmung ,aufweisen, wenn ihre Länge (einem normalsichtigen Prüfling unter :einem Winkel von mehr als 1/4° (erscheint, und daß sie ferner Einzelheiten hat, die jenem unter einem Winkel von weniger Aals 1/10' erscheinen.
DEB148982D 1931-03-17 1931-03-17 Instrument zur objektiven Bestimmung der Fehlsichtigkeit Expired DE587249C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1136847B (de) * 1960-09-08 1962-09-20 Rodenstock Optik G Verbesserung an Geraeten zur Bestimmung des Refraktionszustandes des Auges

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1136847B (de) * 1960-09-08 1962-09-20 Rodenstock Optik G Verbesserung an Geraeten zur Bestimmung des Refraktionszustandes des Auges

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