DE580140C - Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeurechlorid aus Salmiak und Phosgen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeurechlorid aus Salmiak und Phosgen

Info

Publication number
DE580140C
DE580140C DEI43433D DEI0043433D DE580140C DE 580140 C DE580140 C DE 580140C DE I43433 D DEI43433 D DE I43433D DE I0043433 D DEI0043433 D DE I0043433D DE 580140 C DE580140 C DE 580140C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosgene
carbamic acid
acid chloride
salmiac
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI43433D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Erich Theis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI43433D priority Critical patent/DE580140C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE580140C publication Critical patent/DE580140C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/02Carbamic acids; Salts of carbamic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäurechlorid aus Salmiak und Phosgen Es ist bekannt, Carbaminsäurechlorid durch Einwirkung von Phosgen auf Salmiak bei 40o° herzustellen. Bei der Durchführung dieses Verfahrens machen sich jedoch verschiedene Schwierigkeiten geltend; auch ist die Ausbeute an Carbaminsäurechlorid derart gering, daß das Verfahren bis jetzt keine praktische Bedeutung erlangen konnte.
  • Das Verfahren kann auch in kontinuier. licher Weise ausgeführt werden, indem man . die im Laufe des Prozesses zu Pulver zerfallenden Anteile des Ammoniumchlorids laufend oder von Zeit zu Zeit im unteren Teile des Reaktionsgefäßes abzieht, während frisches Ammoniumchlorid in den oberen Teil des Gefäßes eingeführt wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Reaktion sehr glatt verläuft und zugleich vorzügliche Ausbeuten erhalten werden, wenn nuan bei Wesentlich niedrigerer Temperatur als 400° arbeitet, so - cklß eine Sublimation des Salmiaks nicht oder nur in untergeordnetem Maße eintritt, vorzugsweise-zwischen Zoo und 30o".
  • Am einfachsten arbeitet mau so, daß Phosgen über Salmiak bei den genannten Temperaturen geleitet wird. - Das gebildete Carbaminsäurechlorid kann aus dem abziehenden Gas durch Abkühlen in flüssigem, reinem Zustande abgeschieden werden. Zweckmäßig unterwirft man das Gas nach dem--Austritt aus dem Reaktionsraum möglichst -schnell einer -Kühlung. Dies geschieht vorteilhaft stufenweise, indem man die Gase zunächst nur einer kurz dauernden Kühlung unterwirft und nach Entfernung des hierbei abgeschiedenen flüssigen Carbaminsäurechlorids aus dem Gasstrom alsdann durch weitere Kühlung die restlichen Mengen Carbaminsäurechlorid abscheidet. Das verbleibende phosgenhaltige Gas kann .nach etwaiger Entfernung des als Nebenprodukt entstandenen Chlorwasserstoffs im Kreislauf zur erneuten Umsetzung verwendet werden.
  • Nach dein vorliegenden Verfahren kann leicht- und sicher eine praktisch vollständige Umsetzung der Reaktionskomponenten erzielt werden. Das Verfahren weist, abgesehen von der Ersparnis an Wärmeenergie, den für eine technische Durchführung wesentlichen Vorteil auf, daß das Apparaturmaterial nicht so hohen Anforderungen hinsichtlich Widerstandsfähigkeit gegen Chlorwasserstoff entsprechen muß wie bei-der Durchführung der Reaktion nach dem bekannten Vorschlag bei wesentlich höheren Temperaturen.
  • BeisRiel t Ülber Salmiak wird bei einer Temperatur voti =;ö' Phosgen geleitet. Aus dem abziehenden Gas wird das gebildete Carbaminsäurechlorid durch Kühlung mit Wasser ih einer Ausbeute von 95% der Theorie, bezogen auf "das angewandte Phosgen, gewonnen.
  • Beim Arbeiten bei niedrigeren Temperaturen, z. B. 2¢5 oder 225°, werden etwas geringere Ausbeuten erzielt.
  • Das Phosgen kann auch in Mischung mit Gasen, wie Stickstoff, Kohlenoxyd, Kohlendioxyd, Luft oder Chlorwasserstoff oder Gemischen dieser, verwendet werden. Die Ausbeute nimmt hierbei nur wenig ab.
  • Beispiel e Ein aus t Volumteil Phosgen und q. Volumteilen Luft bestehendes Gasgemisch wird bei etwa 26o" durch eine mit Ammoniumchlorid gefüllte Röhre mit einer Geschwindigkeit von etwa 6o 1/Stunde und K'üdgramm -Ammoniumchlorid geleitet. Man erhält Carbaminsäurechlorid in einer Ausbeute von 7o% des, angewandten Phosgens, entsprechend 85% derjenigen` Ausbeute, die mit reinem Phosgen und unter sonst gleichen Bedingungen (mit j 2 1 Phosgen/ Stunde) erhalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Carbami@äurechlorid aus Salmiak und Phos-' gen,. dadurch gekennzeichnet, daß .man die Umsetzung in der Wärme, jedoch bei solchen Temperaturen vornimmt, bei denen eine Sublimätion des Salmiaks nicht oder nur in untergeordnetem Maße eintritt, vorzugsweise zwischen 200 und 3oo°.
DEI43433D 1932-01-08 1932-01-08 Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeurechlorid aus Salmiak und Phosgen Expired DE580140C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI43433D DE580140C (de) 1932-01-08 1932-01-08 Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeurechlorid aus Salmiak und Phosgen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI43433D DE580140C (de) 1932-01-08 1932-01-08 Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeurechlorid aus Salmiak und Phosgen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE580140C true DE580140C (de) 1933-07-06

Family

ID=7191031

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI43433D Expired DE580140C (de) 1932-01-08 1932-01-08 Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeurechlorid aus Salmiak und Phosgen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE580140C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1199243B (de) Verfahren zur Herstellung schwefeldioxydhaltiger Gase aus ammoniumsalzhaltigen Abfallschwefelsaeuren
DE580140C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbaminsaeurechlorid aus Salmiak und Phosgen
DE1150659B (de) Verfahren zur Verringerung der Reaktionsfaehigkeit von Phosphorpentasulfid
DE1045379B (de) Verfahren zur Herstellung von Bornitrid
CH163272A (de) Verfahren zur Herstellung von Carbaminsäurechlorid.
DE630652C (de) Verfahren zur Umsetzung von Alkalichloriden mit ueberschuessiger Salpetersaeure
DE903570C (de) Verfahren zur Herstellung von Oleum
DE753116C (de) UEberfuehrung von Stickstoffmonoxyd in Stickstoffdioxyd
DE934585C (de) Verfahren zur Gewinnung von Schwefelwasserstoff oder Schwefelsaeure und metallischem Eisen aus Eisensulfat, insbesondere aus dem bei der Aufarbeitung von verbrauchten Beizsaeuren anfallenden Eisensulfat
DE582664C (de) Verfahren zur Herstellung von Gasgemischen, die gleichzeitig Acetylen, Wasserstoff und Kohlenoxyd enthalten
DE641596C (de) Verfahren zur Erzeugung praktisch sauerstoff- und stickoxydfreier Gemische von Stickstoff und Wasserstoff
DE526258C (de) Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von festem, trockenem Ammonsulfat aus seinenBestandteilen
DE961761C (de) Verfahren zur Herstellung von Titanmetall
DE950006C (de) Verfahren zur Nitrierung von Kohlenwasserstoffen
DE670831C (de) Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden und Salpetersaeure
DE572114C (de) Verfahren zur thermischen Zerlegung von Carnallit in Gegenwart von Wasserdampf
DE484055C (de) Verfluessigung und Trennung von Gasgemischen bei tiefer Temperatur
DE584775C (de) Verfahren zur Behandlung von Gasgemischen, die verhaeltnismaessig arm an gesaettigten Kohlenwasserstoffen sind
DE410976C (de) Verfahren und Anlage zur Gewinnung von Eisen aus Erzen, Schlacken oder anderen eisenhaltigen Stoffen
DE517919C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat
DE602004005220T2 (de) Verfahren zum halten einer wässrigen lösung von natriumborat in flüssiger form bei raumtemperatur
DE512700C (de) Verfahren zur Darstellung von Alkalicyaniden
DE869051C (de) Verfahren zur Herstellung von Nitroform
DE908015C (de) Verfahren zur Rueckgewinnung von Formaldehyd
DE558151C (de) Herstellung von Alkalinitrat und Salzsaeure aus Alkalichlorid