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Einrichtung zur Regelung des Zusammenärbeitens mehrerer Wassergaserzeuger
in einer Anlage Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur Herstellung von
Gas, wie Wassergasmaschinen, und es wird Gebrauch gemacht oder kann Gebrauch gemacht
werden von der an sich bekannten Betätigung der verschiedenen Ventile einer Wassergasmaschine
in selbsttätiger Weise und vorgeschriebenem Zeitmaß, beispielsweise unter Verwendung
von Druckwasser als Kraftmittel.
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In erster Linie besteht die Erfindung in einer Zentralsteuerv orrichtung,
um die Arbeitsweise einer Mehrzahl einzelner Wassergasinaschinen (oder zusammengefaßter
Untergruppen von einzelnen Wassergasmaschinen) in die gewünschte Arbeitsbeziehung
zu setzen. Außerdem ist die Einrichtung so getroffen, daß die Länge der Zeiten der
verschiedenen Betätigungen während eines Arbeitskreislaufes jeder einzelnen Wassergasmaschine
(oder Untergruppe von einzelnen Wassergasmaschinen) ganz nach Wunsch geregelt werden
kann. Das Wesen der Erfindung besteht somit in einer Einrichtung, um eine Anzahl
von einzelnen Wassergasmaschinen (oder Untergruppen von einzelnen Wassergasmaschinen)
in ihrer Arbeitsweise so in Beziehung zueinander zu bringen, daß große Mengen 'von
Wassergas gleichförmig und kontinuierlich hergestellt werden können ohne Rücksicht
auf die im Wesen des Wassergasprozesses liegende zeitweilige Stilllegung einzelner
Wassergasmaschinen oder anderer, z. B. zufälliger Ausfälle, wobei auf die Anforderungen
an Gasmengen und Gaszusammensetzung in weitgehendem Maße Einfluß ausgeübt werden
kann. Dabei ist die erwähnte Regelbarkeit der einzelnen Zeitenlängen ferner auch
aus folgendem Grund wichtig. Wenn verschiedene Brennstoffe benutzt werden, hat jeder
Brennstoff verschiedene individuelle Eigenschaften, wie z. B. Verflüchtigungstemperatur,
so daß es sehr zweckdienlich ist, die Periode der Kreisläufe jeweils unter Berücksichtigung
der Sondereigenschaften der benutzten Brennstoffe zu verändern.
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Die Erfindung erfüllt einen wichtigen Zweck; denn die Herstellung
von Wassergas wird in Anlagen ausgeführt, die aus Generatoren und einer damit verbundenen
Apparatur bestehen, die notwendiger- oder üblicherweise etwas begrenzt in bezug
auf die Größe ist, so daß große Gasmengen durch Benutzung einer Mehrzahl solcher
Maschinen oder
solcher Einzelanlagen erzeugt werden. Es ist sehr
erwünscht und besonders dort, wo das Wassergas für chemische Verfahren, beispielsweise
für die Herstellung von Methanol oder ein Hydrierungsverfahren benutzt werden soll,
daß die Gasausbeute einer solchen Mehrzahl von Gasherstellungseinheiten so gleichmäßig
wie möglich ist. Eine Wassergasanlage macht nicht dauernd nutzbares Gas, da Gasmachperioden
mit Heizperioden abwechseln müssen. Ferner müssen die einzelnen Wassergasanlagen
gelegentlich wegen des Abschlackens, Neuaussetzens und wegen anderer Reparaturen
sowie aus anderen Grür@ den stillgelegt werden. Bisher ist es unmög-@lich gewesen,
eine gleichmäßige Entwicklung von Wassergas aus einer Gruppe von`. Gasmacheinheiten
durchzuführen, bevor durch die Erfindung eine Apparatur zur Herstellung von großen
Mengen von Wassergas mit einer gleichmäßigeren Arbeitsgeschwindigkeit geschaffen
wurde, als dies bisher erreichbar gewesen ist, sowie um das gleichmäßige Arbeiten
einer Mehrzahl von Wassergasher stellungseinheiten zu bewirken.
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Die Erfindung ist im besonderen geeignet, zusammen mit selbsttätigen
hydraulischen Regelungsapparaten für die Betätigung und die Beherrschung der Ventile
einer Wassergasmaschine zu dienen, und ist im nachstehenden in bezug auf ein solches
Beispiel beschrieben; die Erfindung kann aber auch in anderer Weise angewendet werden.
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In den beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise und
schematisch dargestellt.
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Fig. i ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer einzelnen
Wassergasmaschine zur Herstellung von karburiertem Wassergas mit den verschiedenen
Verbindungen, Einrichtungen zur Zuführung des Druckmittels und den Ventilen sowie
den Einrichtungen zum Regeln und Antreiben der Ventile. Die Teile sind hier mehr
oder weniger schematisch dargestellt.
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Fig. 2 ist eine vergrößerte, senkrechte Schnittansicht, ebenfalls
mehr oder weniger schematisch, eines Teils der Regelungseinrichtung von Fig. i und
der Einrichtung zum Antreiben, Umkehren und Verzögern der Regelungseinrichtung.
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Fig. 3 ist eine ebenfalls schematischeAnsicht einer Mehrzahl derartiger
Regelungseinrichtungen und einer Zentralsteueranlage gemäß der Erfindung, um eine
gleichmäßige Beherrschung der einzelnen Regelungsvorrichtungen zu erhalten.
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Fig.4 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der Zentralsteueranlage
von Fig. 3. Fig.S ist eine Draufsicht, teilweise in waagerechtem Schnitt, der in
den Fig.3 und 4 dargesteIIten Anlage mit abgenommenem Deckel.,' Fig.6 ist@ine Stirnansicht
der in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Anlage.
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Fig. 7 is(eine senkrechte Ansicht, teilweise im Schnitt; nach der
Linie VII-VII von Fig. 5 der in den Fig. 3, 4, 5 und 6 dargestellten Anlage.
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Eig.8 und 9 veranschaulichen in je zwei graphischen Darstellungen
die verschiedenen Bedingungen, die bei dem Betrieb der Einirichtung nach der Erfindung
auftreten.
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Für eine einzelne Wassergaserzeugungsanlage wird der Ausdruck Wassergasmaschine
gebraucht.
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Die Ventile der dargestellten einzelnen Wassergasmaschine, von denen
jedes mit einer Antriebsvorrichtung, wie einem hydraulischen Zylinder, versehen
ist, werden beherrscht und in einer bestimmten Reihenfolge mittels Flüssigkeitsdruck
aus einem hydraulischen Hauptzylinder betätigt. Dieser Hauptzylinder wird seinerseits
mittels einer zeitlichen Einstellungsvorrichtung gesteuert und betrieben, die durch
ein Druckmittel, wie Öl, betätigt wird und die imstande ist, den Hauptzylinder durch
einen Arbeitskreislauf hindurch zu betätigen, von dem jeder Abschnitt in bezug auf
die benötigte Zeit verlängert oder verkürzt werden kann, je nach dem Wunsch des
Betriebsleiters und dem gewünschten Ergebnis. Eine solche Regelungsanlage bat wichtige
Vorteile und ist jetzt in der Technik weit verbreitet.
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In Fig. i besteht die Wassergasmaschine aus einem Generator i, einem
Karburator 2 und einem Überhitzer 3, die mit den üblichen Verbindungen, Vorrichtungen
zur Zuführung des Druckmittels, Regelungsvorrichtungen u. dgl. versehen sind. Eine
Rohrleitung 4 verbindet die oberen Teile des Generators i und des Karburators 2
und eine Rohrleitung 5 die unteren Teile des Kaxburators 2 und des Überhitzers 3.
Eine Luftzuführungsleitung 6 mit einem Generatorblasventil7 steht durch eine Abzweigung
8 mit dem unteren Teil des Generators i und durch eine Abzweigung 9 und einen Teil
der Leitung 4 mit dem oberen Teil des Karburators 2 in Verbindung.
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Ein Heißventil io durchschneidet die Leitungen 4 und 9. Sein Schieber
kann entweder die Leitung 4 oder die Leitung 9 abschließen und wird mittels eines
Hebels 12 bewegt, bei dessen oberer angehobener Stellung die Leitung 9 geschlossen
und die Leitung 4 offen ist (Fig. i). Dies ist die gewöhnliche Stellung des Heißventils.
Eine Karburatorblas- oder Zweitluftleitung 13 mit einem Ventil 14 steht in Verbindung
mit der Leitung 9 zwischen dem Heißventil io und dem oberen Teil des Karburatörs
2.
Der obere Teil des überhitzers 3 ist mit Auslässen 15 und 16
versehen. Der Auslaß 15 steht durch ein Schornsteinventil 17 mit der Atmosphäre
oder dem Schornstein in Verbindung. Der Auslaß 16 führt z. B. zu einem Teerfang
18 mit einer Auslaßleitung i9.
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Irgendwelche Ventile, wie z. B. die Dampfblasventile, die Ventile
zum Beschicken der Maschine u. dgl. oder das Ölventil 22 in der Zuführungsleitung
21 für den Ölrieseler 2o, können hydraulisch betätigt und automatisch geregelt werden.
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Der hydraulische Zylinder 30 des Generatorblasventils 7 hat
Druck- und Ablaßleitungen 31 und 32. Das Karburatorgasventil 14 hat den hydraulischen
Zylinder 33 mit hydraulischen Druck- und .Ablaßleitungen 34 und 35. Der hydraulische
Zylinder 36 für das Heißventil io ist drehbar an dem Hebel 12 befestigt und mit
hydraulischen Druck- und Abgasleittmgen 37 bzw. 38 versehen.
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Das Schornsteinventil hat den hydraulischen Zylinder 40 mit Druck-
bzw. Ablaßleitungen 4i und 42, die teilweise auch das Ventil bedienen, welches den
Wasserdampfzutritt zu dem Generator regelt.
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Wasserdampf wird aus einer Dampfleitung 44 zugeführt, deren Dampfventil
45 als Dampfabstell- und -anstellventil dient. Die Dampfleitung 44 steht durch ein
Dreiwegeumkehrventil 46, das beim Aufwärts- und Abwärtsgasmachen in Tätigkeit tritt,
mit Leitungen 48 und 49 in Verbindung, die mit dem oberen bzw. dem unteren Teil
des Generators i verbunden sind. Das Umkehrventil 4.6 ist mit einem Hebelarm
50 ausgestattet, der mittels einer Stange 51 betätigt wird, die mit ihrem
anderen Ende an dem Hebelarm I2 des Heißventils io sitzt. Das Umkehrventil 46 ist
so angeordnet, daß, wenn die Hebelarme 12 und 50 in ihrer angehobenen Stellung
stehen, was der gewöhnlichen oder Aufwärtsgasmachstellung des Heißventils io entspricht,
die Verbindung zwischen den Leitungen . und 49 offen ist und die Verbindung zwischen
den Leitungen 44 und 48 abgestellt ist, wobei Dampf in den unteren Teil des Generators
i eintreten kann. Wenn der Zylinder 36 den Hebel I2 herunterdrückt und das Heißventil
umkehrt, wird das Ventil 46 auch umgekehrt, und die Verbindung wird zwischen den
Leitungen 44 und 48 hergestellt, während die Verbindung zwischen den Leitungen 44
und 49 unterbrochen wird, so daß Dampf nun zu dem oberen Teil des Generators i zutritt.
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Das Dampfventil 45 ist mit einem hydraulischen Zylinder 52 versehen,
dessen hydraulische Druck- und Ablaßleitungen 53 und 54 mit den Leitungen 41 bzw.
42 in Verbindung stehen. Diese Einrichtung besorgt das Öffnen des Dampfventils 45
gleichzeitig mit dem Schließen des -Schornsteinventils 17, und umgekehrt.
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Zur Regelung und Betätigung der verschiedenen Ventile 7,
10, 14, 17 und 45 und irgendwelcher anderer Ventile dieser Wassergasmaschine
und der damit verbundenen Apparatur dient der automatische Regelungsapparat 6o,
der aus einem Hauptzylinder 61 und einer Zeiteinstelleinrichtung 62 besteht. Das
spulenförmige Kolbenventil 63 gleitet in dem Zylinder 61 mit seinem oberen und unteren
Ende und ist im mittleren Teil 64 etwas verjüngt. Sein Durchlaß 65 verbindet die
Räume des Zylinders 61 oberhalb und unterhalb des Kolbenventils 63.
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In der Mitte des Zylinders 61 und des Hubes des Kolbenventils 63 ist
ein Auslaß mit der hydraulischen Druckleitung 66 verbunden. 67 ist eine hydraulische
Ablaßleitung an dem Fuß des Zylinders 61. Der Aufwärts- und Abwärtsgang des Kolbenventils
63 ist so geregelt, daß der mit der Leitung 66 in Verbindung stehende Auslaß immer
zwischen dem oberen und dem unteren Ende des Kolbens 63 liegt. Infolgedessen ist
der Teil 68 des Inneren des Zylinders 61, der der äußeren ringförmigen Einschnürung
64 des Kolbenventils 63 entspricht, immer eine Hochdruckzone, und die übrigen Teile
des Inneren des Zylinders 61 -bilden immer eine Niederdruckzone 69.
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Die verschiedenen hydraulischen Druckanstell- und -ablaßleitungen
3i, 32', 34, 35, 37, 38, 41 und 42 stehen mit dem Inneren. des Hauptzylinders 61
durch entsprechende Durchlässe in dessen Seitenwänden in Verbindung. Diese Durchlässe
sind entsprechend- der gewünschten Reihenfolge der Betätigung der betreffenden Ventile
der Wassergasmaschine angeordnet. Jedes Paar von Auslässen 31 und 32, 34 und 35
usw. steht mit einem Paar von Durchlässen in den Seiten des Hauptzylinders 61 in
solcher Entfernung voneinander in Verbindung, daß, wenn das Kolbenventil
63 in einer solchen Stellung sich befindet, daß eine Leitung von jedem Leitungspaar
der Hochdruckzone 68 ausgesetzt wird, der andere Durchlaß des betreffenden Paares
in Verbindung mit der Niederdruckzone 69 steht, die zu der Ableitung 67 führt, und
umgekehrt.
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Wenn das Kolbenventil 63 sich entsprechend bewegt, so wird
das betreffende Ventil in einer Richtung bewegt, die je nach den Umständen es schließt
oder öffnet oder es umkehrt. In Fig. i befindet sich der Kolben 63 etwas unterhalb
des äußersten oberen Endes seines Aufwärtsganges, d. h. kurz nachdem der Abwärtsgang
begonnen hat. In dieser Stellung ist die gesamte obere Reihe von Leitungen 32, 35,
38 und 41 und auch die Leitung 53 in Verbindung mit der Hochdruckzone:
Dies
entspricht in dem Kreislauf der Wassergasherstellung dem letzten Teil der Blasperiode.
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Während dieser Periode tritt die Blasluft. zu dem Fuß des Generators
i, geht aufwärts durch die gliihende Brennstoffschicht darin, steigert die Temperatur
dieser Schicht und erzeugt Generatorgas, welches durch die Leitung 4 in dem Karburator
2 hindurchgeht und durch einen Zweitluftstrom verbrannt wird, der durch Leitungen
13 und 9 zutritt. Die fühlbare Wärme und die Verbrennungswärme der Gebläsegase werden
benutzt, um die Temperatur des Würfelwerks in dem Karburator 2 und dem Überhitzer
3 zu steigern, und die entstehenden Verbrennungsprodukte werden durch den Auslaß
15 und das offene Schornsteinventil. 17 hindurchgeleitet. Die Ventile 7, 14 und
17 sind offen, das Ventil 45 ist geschlossen, und das Heißventil io befindet
sich in seiner normalen oder Aufwärtsgangstellung.
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Bei seinem weiteren Abwärtsgang schließt das Kolbenventil 63 das Ventil
14 und stellt dadurch die Zweitluft ab, schließt weiter das Ventil 7, wodurch die
Erstluft abgestellt wird. Darauf wird das Schornsteinventil 17 geschlossen und das
Wasserdampfventil 45 geöffnet, wodurch die Gasmachperiode des Gasherstellungskreislaufes
begonnen wird. Der Einfachheit halber soll der Beginn der Gasmachperiode hierbei
als Beginn des Arbeitskreislaufes betrachtet werden, obgleich man dies nicht allgemein
so annimmt. Wasserdampf strömt dann durch die Leitungen 44 und 49 zu dem unteren
Teil des Generators r und erzeugt beim Hindurchgehen durch die glühende Brennstoffschicht
blaues Wassergas. Dieses Gas geht durch die Leitung .4 zu dem Karburator 2, wo es
mittels des durch den Rieseler 2o eingeführten öls karburiert wird, und von dort
zu dem Überhitzer 3.
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Bei der modernen Herstellung von karburiertem Wassergas hat es sich
als erwünscht gezeigt, die Richtung des Wasserdampfes durch den Generator während
eines Teiles der Gasmachperiode umzukehren. Dieser geteilte Gasmachgang und Umkehr
der Strömung des Wasserdampfes durch den Generator wird vorgenommen, wenn das Kolbenventil
63 sich bei seinem Gang weiter abwärts bewegt und den Auslaß 37 mit der Hochdruckzone
68 in Verbindung bringt. Das Heißventil io wird dann umgekehrt und mit ihm das Umkehrventil
46. Wasserdampf strömt nun durch die Leitung 48 zu dem oberen Teil des Karburators,
abwärts durch die Brennstoffschicht darin und geht durch Leitungen 8 und 9 zu dem
Karburator 2, während der weitere Teil seines Ganges ähnlich dem Weg der Gase während
des Aufwärtsganges ist. Man hat auch kürzlich Arbeitskreisläufe in dieser Technik
vorgezogen, bei denen das Abwärtsgangblaugas unmittelbar vom Fuß des Generators
i zum Teerabscheider 18 durch eine Nebensch.lußverbindung geleitet wird.
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Der Abwärtsgang wird so lange fortgesetzt. bis das Kolbenventil
63, nachdem es seinen Weg nach unten vollendet hat, umkehrt und wieder nach
oben zu gehen beginnt. Während seines Ganges nach oben bewegt das Kolbenventil 63
wiederum das Heißventil io in seine gewöhnliche Stellung und kehrt dabei wiederum
das Ventil 46 um, so daß das Auf wärtsgasmachen wieder aufgenommen wird. Darauf
öffnet das Kolbenventil 63 das Schornsteinventil, stellt den Dampf ab und stellt
das Blasen an, so daß eine neue Blasperiode beginnt, die den Kreislauf schließt.
Die Reihenfolge der Betätigung der Ventile der W assergasmaschine ist im allgemeinen
unveränderlich. Es können aber verschiedene Vorrichtungen benutzt werden, um die
Reihenfolge in geringem Grade bei den Aufwärts- bzw. Abwärtsgängen des Ventils zu
verändern, wenn besondere Arbeitsweisen (purge runs and blow runs) gewünscht werden.
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Das Kolbenventil 63 ist in starrer Verbindung mit einer Stange 70,
die durch eine Stopfbüchse 71 und eine Zwischenkammer 72 in dem oberen Teil der
selbsttätigen Regelungsvorrichtung 6o hindurchgeht und an deren oberem Ende in der
zeitlichen Einstellvorrichtung 62 endet.
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Die zeitliche Einstellvorrichtung 62 ist lm einzelnen, aber schematisch
in Fig.2 dargestellt. Die Stange 70 tritt durch eine Stopfbüchse 73 in einen
geschlossenen Zylinder 74 ein und ist starr mit einem Kolben 8o verbunden, der in
diesem Zylinder aufwärts und abwärts gleitet unter Einwirkung von Druck auf den
unteren Teil bi bzw. den oberen Teil 82 des Zylinders.
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Ein oberer Fortsatz 84 der Verbindungsstange 70 geht durch
das obere Ende des Zylinders 74 hindurch. Ein Querhaupt 85 verbindet in dem Kolben
8o zwei Hohlstangen 86 und 87, die sich aufwärts durch das obere Ende des Zylinders
74 und durch ein Paar von büchsenartigen Geliäusen 88 bzw. 89 ersti#ecken. Die Gehäuse
88 und 89 sind von solchem Durchmesser, daß sie Gleitsitze für die Hohlstangen 86
und 87 bieten. Oberhalb der Gehäuse 88 und 89 ist ein Paar von kappenartigen Zylindern
go bzw. g i von etwas größerem Durchmesser als dem der Hohlstangen 86 und 87 angebracht.
Das Innere der Zylinder go und gi steht in Verbindung mit dem Inneren der Hohlstangen
86 und S. e.
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Das gesamte System einschließlich einem Führventil und Umkehrventil
ist vollständig mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise C51, gefüllt.
Die
Hohlstangen 86 und' 87 besitzen jede etwa in der Mitte ihrer Länge eine Mehrzahl
von Durchlässen 92 und 93, die ihrerseits mit entsprechenden Nuten 94 bzw.
95 in Verbindung stehen, die in der Außenwand der Hohlstangen 86 und 87 ausgespart
sind.
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Die linke Hohlstange 86 ist an ihrem unteren Ende mittels einer Kappe
96 verschlossen, welche eine Verbindung zwischen dem Inneren des Zylinders go und
dem oberen Teil 82 des Inneren des Zylinders 74 verhindert. Der Zylinder gi und
der Raum 82 sind stets in freier Verbindung, da die Hohlstange 87 über ihre gesamte
Länge hinweg und an beiden Enden offen ist.
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Die Gehäuse 88 und 89 sind mit senkrechten Durchgängen 98 und 99 versehen,
die sich durch ihre gesamte Länge erstrecken und die ihrerseits mit einer Mehrzahl
von Durchlässen ioo bzw. ioi in Verbindung stehen. Die Durchlässe ioo und ioi treffen
auf die Hohlstangen 86 bzw. 87 und sind so weit voneinander entfernt, daß die Nuten
96 bzw. 97 beim Aufwärts- oder Abwärtsgang gerade ein entsprechendes Paar der Durchlässe
ioo und ioi öffnen, während die auf die Hohlstangen auftreffenden anderen Durchlässe
jedes Gehäuses geschlossen sind.
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Die Durchlässe ioo bzw. ioi sind mit einstellbaren Nadelventilen io2
bzw. 103 versehen, um durch Änderung des Querschnitts der Durchlässe ioo bzw. ioi
die Geschwindigkeit des Ganges der Hohlstangen 86 bzw. 87 und die Geschwindigkeit
des Kolbens 8o zu steuern.
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Zur Steuerung des Ganges des Kolbens 8o ist ein Umkehrventil i io
vorgesehen. Ein Schlitten i i i ist gleitbar in einer inneren zylindrischen Kammer
112 des Umkehrventils i i o angeordnet. Der Schlitten i i i ist etwa in der Mitte
seiner Länge mit einer verhältnismäßig breiten Nut oder Einschnürung 114 versehen
und außerdem mit einer verhältnismäßig schmalen Nut 115 in geringer Entfernung davon.
Der Schlitten i i i wird in seiner Stellung gehalten und veranlaßt, sich rückwärts
und vorwärts zu bewegen durch einen Druck, der je nachdem auf ein Paar von rechts
bzw. links liegenden Kolben 118. und i ig ausgeübt wird, die gleitbar in einem Paar
etwas vergrößerter, mit Kappen versehener Zylinder i2o und i2i angeordnet sind,
die über dem rechten bzw. linken Ende des Ventils iio sitzen.
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Eine Flüssigkeit, vorzugsweise ein Öl, füllt das gesamte System und
stammt aus dem Inneren einer Kammer 125, die eine Druckpumpe 126 enthält. Ü1 unter
Druck wird durch diese Pumpe durch eine Leitung 127 gefördert, wobei konstanter
Druck mittels eines Druckregelungsventils 128, das mit der Leitung 127 in Verbindung
steht, gehalten wird. Das Öl unter Druck wird in den Zylinder zig durch einen Durchlaß
129 gefördert, der sich ungefähr in der Mitte der Länge des Zylinders befindet.
Dieser Durchlaß ist so mit Bezug auf den Schlitten iii angeordnet, daß der eingeschnürte
Teil 114 des Schlittens - i i i immer dem Auslaß 129 gegenüberliegt. Infolgedessen
bildet derjenige Teil des Inneren des Zylinders 1r2, der dem eingeschnürten Teil
114 des Schlittens- i i i entspricht, immer eine Hochdruckzone.
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Der Zylinder i 12 ist ferner mit einem Päar von Durchlässen
130 und 131 versehen, die gleich weit entfernt und zu beiden Seiten von dem
Durchlaß 129 liegen, und zwar in einer Entfernung, die geringer ist als die Breite
des eingeschnürten Teils 114 des Schlittens I I I. Wenn also der Schlitten i i i
in seiner äußersten Rechtsstellung, wie in Fig.2 gezeigt, sich befindet, wird der
Durchlaß 130 unter dem Einfluß der Hochdruckzone stehen, und der Durchlaß 131 wird
durch den Schlitten 1 i 1 abgesperrt sein. Wenn aber der Schlitten sich in seiner
äußersten Linksstellung befindet, wird der Durchlaß 131 der Hochdruckzone ausgesetzt,
und der Durchlaß 130 wird von dem mit Nut versehenen Teil 115 des Schlittens i i
i frei gelassen sein.
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Der Durchlaß 130 steht dann durch den mit Nut versehenen Teil
des Schlittens i i i mit einem Durchlaß 132 in Verbindung, der in der Wand des Zylinders
112 an einer Stelle gegenüber dem Durchlaß 130 liegt. Die Durchlässe 130 und 131
stehen durch Leitungen 134 bzw. 135 mit den Zylindern go bzw. gi in Verbindung,
und der Durchlaß 132 steht durch eine Leitung 136 mit dem Teil 81 des Zylinders
74 unterhalb der untersten Stelle des Hubes des Kolbens 48 in Verbindung.
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Ein anderes Paar von Durchlässen 140 und 141 ist in gleicher Entfernung
und zu beiden Seiten von dem Auslaß 129 in der Wandung des Zylinders 112, und zwar
in solcher Entfernung von dem Durchlaß 129 angeordnet, daß, wenn einer dieser Durchlässe
durch den Schlitten i i i geschlossen ist, der andere von dem Schlitten frei bleibt.
In Fig.2 ist der Schlitten i i i in Rechtsstellung gezeigt, der Durchlaß i4o ist
geschlossen, und der Durchlaß 141 ist offen. Gegenüber den Durchlässen 140 und 141
sind ein Paar von Durchlässen 142 bzw. 143 vorgesehen, die mit einer Niederdruckleitung
144 durch eine gemeinsame Leitung 145 in der Wand des Umkehrventils i io in Verbindung
stehen. Die Leitung 144 steht auch mit der Ölkammer 125 in Verbindung.
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Die Durchlässe -i4o und 141 stehen durch
ein entsprechendes
Paar von Leitungen 146 bzw. 147 mit den Durchgängen 98 und 99 in den Wandungen der
Büchse 88 bzw. 89 in Verbindung. Es ist zu ersehen, daß in der Rechtsstellung des
Schlittens i i i, wie in Fig. 2 dargestellt, Öl aus dem Durchgang 89 durch Leitung
47, das Innere des Zylinders i i" Durchlaß 143 und Leitungen 145 und 144 in die
Ölkammer 125 fließen kann, die unter Niederdruck gehalten wird, während zur gleichen
Zeit die Verbindung zwischen dem Durchgang 98 und der Ölkammer 125 durch den Schlitten
i i i beim Durchlaß 140 unterbrochen ist.
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Es ist ferner ersichtlich, daß, wenn der Schlitten i i i in die Linksstellung
bewegt wird, diese Bedingungen umgekehrt werden, d. h. die Verbindung zwischen dem
Durchgang 89 und der Ölkammer 125 wird unterbrochen, und eine Verbindung zwischen
dem Durchgang 98 und der Ölkammer 125 wird hergestellt.
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Um den Mechanismus zum Umkehren der zeitlichen Einstellvorrichtung
62 am Ende eines Aufwärts- oder Abwärtsganges des Kolbens 8o zu beschreiben, ist
es zuerst nötig, die Arbeit der Hohlstangen 86 und 87 und des Kolbens 8o während
eines solchen Ganges anzugeben. In Fig. 2 ist der Kolben 8o in der Stellung dargestellt,
wo er ungefähr zwei Drittel eines Aufwärtsganges vollendet hat (dies entspricht
indessen nicht der Stellung des Kolbenventils 63, wie es in Fig. i dargestellt ist,
sondern ist nur aus Gründen der Einfachheit und der besseren Darstellung gewählt
worden). Hochdrucköl aus der Pumpe i26 fließt durch die Leitung 127, den Durchlaß
129, die Hochdruckzone, welche dem eingeschnürten Teil 114 des Schlittens i i i
entspricht, den Durchlaß 132 und die Leitung 136 in den unteren Teil 8i des Inneren
des Zylinders 74.
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Druck wird so gegen die untere Seite des Kolbens 8o ausgeübt mit dem
Ergebnis, daß der Kolben 8o bestrebt ist, aufwärts zu gehen. Um aber den Kolben
8o aufwärts zu bewegen, muß das 01, welches innerhalb des oberen Teils 82
des Inneren des Zylinders 74 eingeschlossen ist, abgelassen werden. Die Leitung
135, welche von dem Zylinder 9,1 wegführt, ist nun beim Durchlaß 131 durch das Ventil
i i i abgeschlossen. Infolgedessen fließt dieses Öl durch die rechte Hohlstange
87, durch die Durchlässe 93 in die Nut 95 und entweicht durch die Durchlässe ioi
mit einer Geschwindigkeit, die dem wirksamen Querschnitt dieses Durchlasses ioi
entspricht, welcher in Verbindung mit der Nut 95 steht.
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Da die Öffnungen ioi durch die Nadelventile 1o3 beherrscht werden,
ist es ersichtlich, daß die Geschwindigkeit, mit welcher der Kolben 8o aufwärts
geht, durch die Stellungen der Nadelventile 103 bestimmt wird und daß eine
Abänderung der Stellung eines der Nadelventile 103 eine Abänderung der Bewegungsgeschwindigkeit
des Kolbens 8o bei dem entsprechenden Teil seines Aufwärtsganges bedeutet. -Wenn
eines der Nadelventile 103 von seinem zugehörigen Durchlaß ioi hinwegbewegt
wird, wird die Geschwindigkeit der Nut 95 des Kolbens 8o und des Kolbenventils 63
an der betreffenden Stelle des Ganges erhöht.
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Das aus der Nut 95 durch den entsprechenden Durchlaß ioi in den Durchgang
99 fließende 01 geht durch Leitung 147 und Durchlaß 141 quer durch den Zylinder
112 und entweicht durch Durchlaß 143 und Leitungen 145 und 144 in die Niederdruckzone
innerhalb der Ölkammer 125.
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Während des Aufwärtsganges des Kolbens muß auch ein Auslaß für das
Öl innerhalb der Innenräume der Hohlstange 86 und des Zylinders 9o vorgesehen sein.
Dieses Öl fließt aus dem Zylinder 9o durch Leitung 134 und Durchlaß 130 in die Hochdruckzone,
welche dem genuteten Teil 114 des Schlittens i i i entspricht. Die Tatsache, daß
das Öl in dieser Richtung gegen eine Hochdruckzone fließt, ist auf den Unterschied
in den Querschnitten des Kolbens 8o und mit der mit einer Kappe abgeschlossenen
Hohlstange 86 zurückzuführen. Bei demselben Öldruck, gemessen in Kilogramm pro Quadratzentimeter,
der auf jeden dieser Teile ausgeübt wird, ist der effektive Druck in Kilogramm gegen
die untere Seite des Kolbens 8o viel größer als der effektive Abwärtsdruck in Kilogramm
auf die Hohlstange 86 und die Kappe 96 plus dem Druck des Öls, das oberhalb des
Kolbens 8o eingeschlossen ist, und infolgedessen bewegt sich der Kolben 8o aufwärts,
und Öl wird aus dem Zylinder 9o durch Leitung 134 in die Hochdruckzone innerhalb
des Ventils i 1o gepreßt. Während des Aufwärtsganges wird kein Öl durch die Durchlässe
92, die Nut 94 und: die Durchlässe Zoo in den Durchgang 98 wegen des Umstandes fließen,
daß der Schlitten i i i in seiner dem Aufwärtsgang entsprechenden Rechtsstellung
die Leitung 146 abschließt, die von dem Durchgang 98 abzweigt und so- den Ausfluß
von darin enthaltenem Öl verhindert.
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Um den Gang des Kolbens 8o umzukehren, ist es nur nötig, den Schlitten
11i in die linke Stellung zu bewegen. Zu diesem Zweck ist ein Führventil -vorgesehen,
das allgemein mit i5o bezeichnet ist. Dieses Ventil ist mit einer inneren zylindrischen
Kammer 151 versehen, in welcher ein spulenförmiger Schlitten
152
angeordnet ist. Der Schlitten 152 wird mittels einer senkrechten Stange 153 bewegt,
welche durch eine Stopfbüchse 154 in dem Körper des Führventils 15o hindurchgeht.
Die Stange 153 ist ferner mit einem Bund 157 ausgestattet an einer Stelle, die nahe
dem Körper des Führventils 15o liegt, und ein anderer Bund 158 ist oberhalb des
Bundes 157 vorgesehen, und zwar in einer Entfernung von dem letzteren, die ein wenig
geringer ist als die Länge des Hubes des Kolbens 8o. Auf der Verlängerungsstange
84 der zeitlichen Einstellungsvorrichtung 62 ist ein Arm 16o angeordnet, dessen
Ende frei ist, sich längs der Stange 153 aufwärts und abwärts zu bewegen.
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Die Bunde 158 und 157 sind so mit Bezug auf den Arm 16o angeordnet,
daß, wenn der Kolben 8o das obere Ende seines Ganges erreicht, der Arm 16o mit dem
Bund 158 in Eingriff kommt und die Stange 153 veranlaßt, sich aufwärts um eine Strecke
zu bewegen, welche dem freien Gang des Schlittens 152 entspricht. Wenn der Kolben
8o das Ende seines Abwärtsganges erreicht, wird entsprechend der Arm 16o mit dem
Bund 157 in Eingriff kommen, der dann in seiner angehobenen Stellung sich befindet,
und wird die Stange 153 und den Schlitten 152 in- die untersten Stellungen ihres
freien Ganges bewegen, in welchen sie in Fig.2 dargestellt sind.
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In der Mitte des Ganges des Schlittens 152 und des Zylinders 151 ist
ein Durchlaß 165 vorgesehen, der durch eine Leitung 166 mit einem Durchlaß 167 in
Verbindung steht, welcher so in der Seitenwand des Zylinders 112 des Ventils i io
angeordnet ist, daß der Durchlaß 167 immer der Hochdruckzone, entsprechend dem eingeschnürten
Teil 114 des Schlittens iii, ausgesetzt ist. In der Wandung des Zylinders i 51 und
gleichmäßig zu beiden Seiten von dem Durchlaß 165 angeordnet, befindet sich ein
Paar von Durchlässen i7o und 171. Die Durchlässe 170 und 171 sind so weit
von dem Durchlaß 165 entfernt, daß, wenn der Schlitten 15z in seiner oberen Stellung
sich befindet, der Durchlaß 17o der Hochdruckzone ausgesetzt wird, die dem eingeschnürten
Teil des Schlittens 152 entspricht, während, wenn der Schlitten 152 sich in seiner
unteren Stellung, wie in Fig. 2 dargestellt, befindet, der Durchlaß 171 der Hochdruckzone
ausgesetzt ist. Ebenso gleich weit und zu beiden Seiten von dem Durchlaß 165 sind
ein Paar von Durchlässen 172 und 173 in einer größeren Entfernung von dem Durchlaß
165 als die Durchlässe 170 und 171 angeordnet und sind so gelagert, daß die Durchlässe
172 und 173 immer oberhalb bzw. unterhalb des Schlittens 152 sich befinden, gleichgültig
ob der Schlitten 152 in seiner oberen oder in seiner unteren Stellung steht. Die
Durchlässe 170 und 171 stehen durch Leitungen 17ä und 179 mit dem rechten
bzw. linken Zylinder i2o und 121 in Verbindung, und die Durchlässe 172 und 173 stehen
beide mit einer Leitung 180 in Verbindung, welche andererseits mit einer Leitung
144 verbunden ist, die zurück zu der Niederdruckzone innerhalb der Ölkammer 125
führt.
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In Fig. 2 ist, wie oben angegeben, der Kolben 8o dabei, seinen Aufwärtsgang
auszuführen. Der Schlitten 152 ist in der unteren Stellung, nachdem er in diese
Stellung am Ende des vorhergehenden Abwärtsganges gekommen ist. Öl aus der
Hochdruckzone entsprechend dem eingeschnürten Teil 114 des Schlittens 111 fließt
durch den Durchlaß 167, Leitung 166 und Durchlaß 165, geht durch die Hochdruckzone
innerhalb des Führerventils 150 in den Durchlaß 171, durch die Leitung 179 und in
den linken Zylinder 121. Eine Kraft wird so auf den Kolben 119 ausgeübt, welcher
demgemäß bestrebt ist, sich nach rechts zu bewegen und den Schlitten i i i in seiner
Rechtsstellung zu halten, in welcher er dargestellt ist. Das 01 innerhalb
desjenigen Teils des Zylinders i2o, welcher rechts von dem Kolben 118 liegt, wird
durch die Leitung 178 und ' den Durchlaß 170 abgelassen, fließt durch die Niederdruckzone
des Zylinders 151, durch den Durchlaß 172 und Leitungen 188 und 144 zu der Niederdruckzone
innerhalb der Kammer 125.
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Wenn der Kolben 8o aufwärts bis zu einem Punkt nahe dem Ende seines
Hubes gestiegen ist, kommt der Arm 16o in Eingriff und hebt den Bund 158, und der
Schlitten 152 steigt in die obere Stellung. Hochdrucköl wird nun gegen die rechte
Fläche des Kolbens 118 geleitet und bewegt den Kolben i 18, den Schlitten 117 und
den Kolben iig nach links. Das innerhalb des Zylinders 121 eingeschlossene
Öl wird abgelassen und fließt durch die Leitung 179 in die Niederdruckzone
innerhalb des Führventils 150.
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Während der Schlitten i i i nun in Linksstellung sich befindet, fließt
01 aus der Hochdruckzone entsprechend dem eingeschnürten Teil 114 des Schlittens
i i i durch den Durchlaß 131 und die Leitung 135 in das Innere des Zylinders 9i,
durch das Innere der Hohlstange 87 und in den oberen Teil 82 des Inneren des Zylinders
74, wobei ein abwärts gerichteter Druck gegen die obere Seite des Kolbens 8o ausgeübt
wird. Kein 01 entweicht durch den Durchlaß 93 in den Durchgang 99 wegen des
Umstandes, daß die Leitung 147 nun bei dem Durchlaß 141 durch den Schlitten i i
i abgeschlossen ist.
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Das innerhalb des unteren Teils 81 des
Inneren des
Zylinders 74 eingeschlossene 01
geht durch Leitung 136, Durchlaß 132,
um den eingeschnürten Teil i 15 des Schlittens i i i zum Durchlaß i3o, durch Leitung
134 in das Innere des Zylinders 9o und durch das Innere der Hohlstange 86 durch
Durchlässe 92 in die Nut 94. Das 01 entweicht aus der Nut 94 durch die Durchlässe
ioo zum Durchgang 98 und von dort durch Leitung 146 und Durchlaß i4o quer durch
das Innere des Zylinders 112 zum Durchlaß 142 und geht durch Leitung 144 in die
Niederdruckzone der Ölkammer 125.
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Wenn der Kolben 8o das Ende des Abwärtsganges erreicht, kommt der
Arm 16o mit dem Bund 167 in Eingriff, senkt den Schlitten 152 des Führventils i5o,
welches seinerseits den Schlitten i i i des Umkehrventils iio in seine Rechtsstellung,
wie dargestellt, bringt und einen neuen Aufwärtsgang vorbereitet.
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Wie aus der vorstehenden Beschreibung zu ersehen, wirken die Nadelventile
103 dahin, die.Geschwindigkeit des Kolbens während eines Aufwärtsganges zu regeln,
während die Nadelventile io2 die Geschwindigkeit des Kolbens während eines Abwärtsganges
beherrschen.
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Es ist weiter ersichtlich, daß die Arbeitsweise der Vorrichtung eine
Reihe von abwechselnden Aufwärts- und Abwärtsgängen umfaßt und daß, da das Kolbenventil63
innerhalb des Hauptzylinders 61 fest mit dem Kolben 8o mittels der Verbindungsstange
70 verbunden ist, das Kolbenventil 63 mit einer entsprechenden Reihe von Aufwärts-
und Abwärtsgängen arbeitet und daß infolgedessen, da das Kolbenventil
63 die Arbeit der verschiedenen Ventile der Wassergasmaschine steuert, die
Einstellungen der Nadelventile io2 und 103 in letzter Linie wirksam sind, um die
Arbeit der Wassergasmaschine zu beherrschen.
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Um diese Beziehung darzustellen, sei angenommen, daß das Kolbenventil
63 einen Aufwärtsgang macht und weit genug aufwärts gestiegen ist, um die Leitung
35 der Hochdruckzone auszusetzen. Das Schornsteinventil, das Generatorblasventil
und das Karburatorblasventil sind sämtlich offen; kurz, eine Blasperiode ist im
Gange. Die Nut 95 der Hohlstange 87 innerhalb der zeitlichen Einstellungsvorrichtung
62 ist nun in Gegenüberstellung zu einem der obersten der Durchlässe ioi, gerade
desjenigen, welcher in Beziehung zu den Stellungen der Durchlässe sich befindet,
durch welche die hydraulischen Druck- und Ablaßleitungen, die zu den vorgenannten
Ventileinrichtungen führen, mit dem Hauptzylinder 61 in Verbindung stehen. Da nun
die Geschwindigkeit, mit welcher der Kolben 8o und das Kolbenventil 63 an dieser
Stelle aufwärts gehen, von dem Durchgangsquerschnitt des Durchlasses ioi abhängt,
wird ein Herausziehen des entsprechenden Nadelventils 103 infolge der Vergrößerung
des freien Querschnitts und des dadurch veranlaßten schnelleren Herausfließens des
Öls, das innerhalb des oberen Teils 82 des Zylinders 74 eingeschlossen ist, die
Geschwindigkeit des Aufwärtsganges des Kolbens 8o und des Kolbenventils 63 an dieser
Stelle erhöhen und so die Blasperiode verkürzen. Die Dauer des gesamten Kreislaufs
wird um einen gleichen Betrag verkürzt, wenn diese Verringerung nicht durch Einstellung
der übrigen Nadelventile wieder ausgeglichen wird.
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Außerdem würde das Bewegen der Nadelventile io2 oder 103, um die entsprechenden
Durchlässe ioo und ioi völlig zu schließen, den Gang des Kolbens 8o und des Kolbenventils
63 unterbrechen, wenn die entsprechende Nut 94 oder 95 auf den jeweiligen Durchlaß
trifft, der so abgeschlossen worden ist, und würde den Kolben 8o und das Kolbenventil
63 in dieser Stellung verriegeln, bis die Öffnung wieder freigegeben wird.
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Es ist ferner aus einem Vergleich der Fig. i und 2 zu ersehen, daß
eine Blasperiode des Wassergasfabrikationskreislaufswährend des letzten Teils eines
Aufwärtsganges und des ersten Teils des nächsten Abwärtsganges des Kolbens 8o und
des Kolbenventils 63 durchgeführt wird und daß infolgedessen eine gewisse Zahl der
obersten Durchlässe ioo und ioi und der Nadelventile log und 103 dahin wirkt, die
Dauer der Blasperiode zu regeln. Wie viele davon betroffen werden, wird natürlich
von den entsprechenden Stellungen der Durchlässe ioo, ioi und der Durchlässe abhängen,
die zu den Bewegungsvorrichtungen für die Ventile von dem Hauptzylinder 61 führen.
Im vorliegenden Fall ist angenommen, daß die Durchlässe und Nadelventile, die zur
Regelung der Dauer der Blasperiode des Kreislaufs dienen, diejenigen sind, die oberhalb
der Linie igo-igo von Fig. 2 liegen.
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Gemäß .der Erfindung wird eine gemeinsame Arbeit einer Mehrzahl von
Wassergasmaschinen dadurch erreicht, daß der Arbeitskreislauf bei jeder der Wassergasmaschinen
in einer bestimmten und gleichmäßigen Beziehung zu den Arbeitskreisläufen der anderen
Wassergasmäschinen gebracht wird und diesen gegenüber versetzt ist.
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Dazu dient eine Zentralsteuervorrichtung, beispielsweise eine elektrische
Vorrichtung. 2io, mit einem beständig sich gleichmäßig bewegenden primären Bewegungsorgan,
wodurch die Einzelregelungsvorrichtungen in
einer vorher bestimmten
Stellung ihrer Bewegungskreisläufe angehalten und dann in vorher bestimmten Zwischenräumen
freigegeben werden, so daß die Arbeitskreisläufe der angeschlossenen Gaserzeuger
so aufeinander abgestimmt sind, daß eine sehr gleichmäßige Gasausbeute erzielt wird.
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Eine Rohrleitung Zoo steht mit einem Durchlaß iooa in Verbindung,
welcher einer von denjenigen Durchlässen ioo ist, die gerade oberhalb der Linie
igo-igo liegen und infolgedessen der letzte Steuerdurchlaß ist, der von der Nut
94 während der Blasperiode passiert wird. Die Leitung führt durch den Durchgang
98 hindurch, wobei unmittelbare Verbindung zwischen dem Durchlaß iooa und dem Durchgang
98 verhindert wird, und endigt in der Leitung 146 (oder, wenn dies vom Konstruktionsstandpunkt
erwünscht ist, in dem Durchgang 98). In der Leitung Zoo ist ein Solenoidventil2oi
eingeschaltet, das gewöhnlich geschlossen ist, das aber in regelmäßigen Zwischenräumen
mittels des weiter unten beschriebenen Apparates geöffnet wird.
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Es ist ersichtlich, daß es die Aufgabe der Leitung Zoo und des Ventils
toi ist, den Fortgang des Kolbens 8o anzuhalten und infolgedessen den Fortgang des
Arbeitskreislaufs der entsprechenden Wassergasmaschine gegen Ende der Blasperiode.
Die Blasperiode dauert an, bis das Ventil toi geöffnet wird, und die Nut 94 geht
dann unter die Linie igo-igo hinunter und veranlaßt damit einen Aufwärtsgang, d.
h. also, beginnt einen neuen Arbeitskreislauf.
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Um die Ventile toi der verschiedenen Wassergasmaschinen in einer bestimmten
Beziehung und in vorher bestimmter Reihenfolge zu öffnen, ist eine Zentralsteuervorrichtung
2io vorgesehen, die in den Fig. 3, 4, 5, 6 und 7 dargestellt ist. Diese Zentralsteuervorrichtung
ist so eingerichtet, daß sie die verschiedenen Solenoidventiletoi einer Mehrzahl
von selbsttätigen Regelungsvorrichtungen 6o öffnet, die einer entsprechenden Mehrzahl
von Wassergasmaschinen zugehören und diese bedienen.
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Die verschiedenen Teile der Steuervorrichtung 2 i o sind zweckmäßig
in einem Kasten 211 untergebracht. In dem Kasten 2i i ist ein Uhrwerk 2i2 gelagert,
das vorzugsweise eine elektrisch angetriebene Synchronuhr ist und die eine mit konstanter
Geschwindigkeit umlaufende Welle 213 mit einer Geschwindigkeit von einer Umdrehung
in der Minute in Umdrehung versetzt, wenn die Uhr von einem Normalwechselstromnetz
von 6o Perioden in der Sekunde gespeist wird. Die Welle 213 trägt an ihrem anderen
Ende ein Zahnrad 214, das im vorliegenden Falle mit zwölf Zähnen versehen ist (Fig.4).
Der Zweck des Uhrwerks 2i2 und der Welle 213 ist, mit gleichförmiger Geschwindigkeit
eine Welle2i5 anzutreiben, die an einem Ende einen Arm 216, vorzugsweise aus nicht
leitendem Material trägt. Auf dem Arm 216 ist ein Paar von Metallbuchsen 217 und
218 angebracht, die mittels eines biegsamen Leiters 219 miteinander in Verbindung
stehen. Die Metallbuchsen 217 und 218 enthalten ein Paar von Kohlenbürsten 22o und
221, die darin gleitbar angeordnet sind und die mit Hilfe der Federn 223 gegen Metallkontaktflächen
wirken, die bündig mit der Oberfläche der Wand 222 des Kastens 2i r liegen; die
Wand 222 besteht aus nicht leitendem Material.
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Die Buchse 2i7 ist auf dem Arm 2i6 befestigt, aber die Buchse 218
kann durch die Länge eines Schlitzes 224 in dem Arm 216 bewegt werden (Fig.6) und
kann in jeder gewünschten Stellung, wie weiter unten gezeigt, mittels einer Klemmschraube
225 gehalten werden, die gegen die Oberfläche des Armes 216 wirkt.
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Die Kohlenbürste 22o bleibt während ihres Weges um die Welle 215 herum
ständig in Kontakt mit einem Kontaktring 226, der bündig in der Wand des Kastens
211 liegt.
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Der elektrische Strom wird aus einer allgemeinen Quelle mit Hilfe
eines Paars von Leitern 230 und 231 zugeführt. Der Kontaktring 226 ist mit
der Hauptstromzuleitung 23o mittels eines Leiters 232 verbunden.
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Eine Mehrzahl von einzelnen Kontaktgliedern, die in ähnlicher Weise
bündig in der Wand 222 des Kastens 211 liegen, sind konzentrisch um die Welle 215
herum angeordnet. Im vorliegenden Falle, wo die Gesamtzahl der zu steuernden Gasmaschinen
sechs ist, sind vorzugsweise drei Sätze derartiger Einzelkontakte vorgesehen. Der
erste Satz, der aus vier Kontakten 241, 242, 243 und 244 besteht, ist zunächst dem
Ringkontakt 226 angeordnet. In einem etwas größeren Kreis ist ein zweiter Satz von
fünf Kontakten 251, 252, 253, 254, 255 angeordnet, während ein dritter Satz von
sechs Kontakten 261, 262, 263, 26q., 265 und 266 in einem Kreis von noch größerem
Durchmesser liegt. Diese verschiedenen Kontakte sind in ihren einzelnen Kreisen
gleichmäßig voneinander entfernt und sind von gleicher Größe mit Bezug auf die Drehung
des Arms 216, d. h. sie entsprechen gleichen Kreisabschnitten. Mittels der Klemmschraube
225 kann die Buchse 2i8 in solcher Stellung in dem Schlitz 22q. festgehalten werden,
daß die Bürste 221 mit irgendeinem der drei äußeren Kontaktkreise korrespondiert.
In den Fig. 3, 4 und 6 ist die Bürste 221 für den mittleren Kontaktkreis eingestellt,
der die
fünf Kontakte 251, 252, 253, 254 und 255 umfaßt.
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Um die Zähl der durch die Zentralsteuervorrichtung 2io gesteuerten
Wassergasmaschinen ganz nach Wunsch bedienen zu können, ist ein Satz von sechs biegsamen
Stöpselverbindungen o. dgl. 271, 272, 273, 274, 275 und 276 und sechs Kontakthülsen
281, 282, 283, 284, 285 und 286 in einem Brett 287 vorgesehen, derart, daß jeder
der Stöpsel, z. B. Stöpsel 276, in jede der Hülsen, z. B. 281, eingesetzt werden
kann.
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Die Kontakte 241, 251 und 261 sind mit dem ersten Stöpsel 281
mittels einer Leitung 291 verbunden. Die Kontakte 2d.2, 252 und 262 sind mit dem
zweiten Stöpsel 282 durch eine Leitung 292 verbunden. Die Kontakte 2d.3, 253 und
263 sind mit dem dritten Stöpsel 283 durch eine Leitung 293 verbunden. Die Kontakte
244, 254 und 264 sind mit dem vierten Stöpsel 284 durch eine Leitung 294 verbunden,
die Kontakte 255 und 265 sind mit dem fünften Stöpsel 285 durch eine Leitung 295
und der Kontakt 266 mit dem sechsten Stöpsel 286 durch eine Leitung 296 verbunden.
Die Stöpsel 27i, 272, 273, 274., 275 und 276 sind mittels der entsprechenden
Leitungen 3o1, 3o2, 3o3, 304, 3o5 und 3o6 mit den Spulen einer Mehrzahl von Relais
311, 312, 313, 314, 315 und 316 verbunden. die ihrerseits mit der Leitung 231 mittels
der Zuleitungen 321, 322, 323, 324, 325 -und 326 in Verbindung stehen. Jede Zuleitung
ist mit der Spule des entsprechenden Relais und mit einem der Kontaktpole verbunden,
und die letzteren sind ihrerseits mit den Polen der Solenoidventiletoi durch die
Leitungen 331, 332, 333, 334, 335, 336 verbunden. Die anderen Pole der Solenoidventile
toi sind mit der Leitung 231 durch die Zuleitungen 341, 342, 343, 344, 345 und 346
verbunden.
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In Fig. 3 sind nur drei Zeiteinstellvorrichtungen 62 mit ihren Solenoidventilentoi
dargestellt, aber die Zuleitungen 334, 335, 336, 344 345 und 346. sind in Wirklichkeit
mit den anderen drei Solenoidventilen der Reihe auf den Kontrollvorrichtungen der
drei weiteren Wassergasmaschinen verbunden, was im ganzen sechs ausmacht, entsprechend
den sechs Stöpseln 271, 272, 273, 27d., 275 und 276.
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Wie oben ausgeführt, kommt es bei der Arbeit einer Mehrzahl von Wassergasmaschinen
häufig vor, daß eine oder mehrere der Maschinen aus irgendwelchen Gründen, z. B.
Entfernung von Schlacke aus dem Generator oder zwecks Neuaussetzens des Karburators
oder überhitzers o. dgl., abgeschaltet werden muß. Solche Unterbrechungen sind in
der Praxis mehr oder weniger häufig. Im übrigen kann es erwünscht sein, zu irgendwelcher
Zeit die Zahl der in Betrieb zu haltenden Wassergasmaschinen zu verringern, zum
Zweck, die Gesamtgasausbeute zu verringern oder aus irgendwelchen anderen Gründen.
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Mittels der vorbeschriebenen Vorrichtungen wird für jede einzelneWassergasmaschine
die Möglichkeit eines gleichmäßigen Arbeitens und eines Arbeitens in der gewünschten
zeitlichen Beziehung zu den anderen Maschinen geschaffen, ohne Rücksicht darauf,
wie viel Maschinen gerade zur gleichen Zeit arbeiten, d. h. bei dem gewählten Beispiel,
bei dem ein Maximum von sechs Wassergasmaschinen angegeben ist, daß die Maschinen
durch ihre einzelnen Gasbereitungskreisläufe in gleichmäßiger Reihenfolge und in
gleichmäßigem Betrieb, betrieben werden können, wenn es auch nur fünf oder vier
oder sogar noch weniger Maschinen sind, die zur gleichen Zeit arbeiten.
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Beispielsweise angenommen, daß die Wassergasmaschine; die der zweiten
Zeiteinstellungsvorrichtung 62 (Fig. 3 links) entspricht, außer Betrieb ist und
die fünf übrigen arbeiten sollen. Die- Bürste 221 wird so eingestellt, daß sie über
den mittleren Kreis von fünf Kontakten 25i, 252, 253, 254. und 255 schleift. Der
Stöpsel272, der der stillgelegten Wassergasmaschine entspricht, wird in seiner unteren
Stellung belassen, und die übrigen Stöpse127i, 273, 274., 275 und 276 sind in die
ersten fünf Hülsen 281, 282, 283, 284. und 285 eingesetzt. Auf diese Weise ist Verbindung
zwischen den fünf Relais 3 11,
313, 314, 315 und 316 und den Kontakten 25I,
252, 253, 254. und z5,5 geschaffen.
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In Fig. 3 ist diese Arbeitsstellung wiedergegeben. Die Kohlenbürste
ist in Berührung mit dem Kontakt 25i gezeigt. Der Strom fließt nun aus der Leitung
23o durch Leitung 232, Ringkontakt 226, Bürste22o, Buchse217, Leitung 219, Buchse
2,18, Bürste 221, Kontakt 251, Leitung 29i, Stöpsel 281, biegsame Stöpselverbindung
27i, Leitung 304 Relaisspule 311, Leitung 32i zur Leitung 231. Da das Relais 311
nun mit Energie versorgt ist, schließt es das Kontaktelement, und der Strom fließt
auch aus der Zuleitung 23o durch die Leitung 341, das erste Solenoidventil toi (links
in Fig. 3), die Leitung 331 und Leitung 321 zu der Leitung 231. Das erste Solenoidventil
toi ist so offen.
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Es ist ersichtlich, daß, wenn der Arm 216 um 36o° in einer Richtung
entgegen dem Uhrzeiger mit gleichförmiger Geschwindigkeit umläuft, die Bürste 22-1
nacheinander mit den Kontakten 252, 253, 254, 2-55 und dann wieder 2,51 in gleichen
Zeitzwischenräumen in Eingriff kommt. Da jeder Kontakt berührt wird, schließt sich
das entsprechende
Relais, und das entsprechende Solenoidventil
öffnet sich und gestattet dabei dem zugehörigen Kolben 8o und dem Kolbenventil 63,
abwärts zu gehen und damit eine Gasmachperiode und einen neuen Kreislauf in der
zugehörigen Wassergasmaschine zu beginnen. Die fünf Wassergasmaschinen werden so
ihren Arbeitskreislauf mit gleichen Zeitzwischenräumen und in einer bestimmten Reihenfolge
beginnen.
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Wenn alle sechs Wassergasmaschinen gleichzeitig in Tätigkeit sein
sollen, wird die Bürste 222 auf den äußeren Kreis von sechs Kontakten eingestellt,
und die sechs Stöpsel werden in die entsprechenden sechs Hülsen eingesetzt. Es ist
indessen nicht notwendig, daß jeder Stöpsel, z. B. 271, in die gegenüber-'iegende
Hülse, z. B. 281, eingesteckt wird, sondern die verschiedenen Stöpsel können in
den verschiedenen Hülsen in beliebiger Reihenfolge eingesteckt werden, und die Reihenfolge
der Betätigung der verschiedenen Wassergasmaschinen kann so nach Wunsch geändert
werden. .
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Wenn nur vier der sechs Wassergasmaschinen zu gleicher Zeit arbeiten
sollen, werden die entsprechenden vier Stöpsel, z. B. die Stöpsel 272, 273, 275
und 276, in die ersten vier Hülsen 281, 282, 283, 284 eingesetzt, und die Bürste
z22 wird auf den inneren Kreis der vier Kontake 241, 242, 243 und 244 eingestellt.
Die vier arbeitenden Wassergasmaschinen werden so in gleichmäßigen Zeitabständen
hintereinander betrieben.
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Wenn nur drei von den sechs Einheiten zur gleichen Zeit arbeiten sollen,
werden die drei entsprechenden Stöpsel, z. B. Stöpsel 271, 2-2- und 273, in die
Hülsen 281, 283 und 285 eingesteckt, und die Kohlenbürste 222 wird auf den äußeren
Kreis von sechs Kontakten eingestellt. In diesem Falle arbeiten nur die Kontakte
261, 263 und 265.
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Es ist sogar möglich, nur zwei Einheiten in gleichmäßiger Folge durch
eine ähnliche Einrichtung zu betreiben, und man kann selbstverständlich eine größere
Zahl von Einheiten durch eine Zentralsteuervorrichtung mit einer entsprechenden
Anzahl von Kontakten und einer entsprechenden Zahl von Stöpseln und Hülsen steuern.
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Da es gelegentlich aus verschiedenen Gründen erwünscht ist, die Länge
des Arbeitskreislaufes einer Wassergasmaschine zu verändern oder das Verhältnis
der Dauer des Luftblasens zum Wasserdampfblasen abzuändern, so ist eine Einrichtung
vorgesehen, wodurch die Kontakte 241, 242, 243, 244, 251, 252, 253, 254, 255, 261,
262, 263, 264, 265 und 266 mit jeder gewünschten Geschwindigkeit geschlossen werden
können, und im vorliegenden Falle ist eine Einrichtung beschrieben, wodurch diese
mit irgendeiner von fünf Geschwindigkeiten geschlossen werden können, die von dem
Betriebsleiter-nach Wunsch auszuwählen und geeignet sind, Arbeitskreisläufe der
Wassergasinaschinen zu bewirken, deren Dauer jeweils, 4 Minuten, 41/z Minuten, 5
Minuten, 51(, Minuten und 6 Minuten beträgt.
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Diese Einrichtung besteht aus einer Reihe von nach Wahl zu benutzenden
Reduktionszahnrädern, wodurch die Umdrehungsgeschwindigkeit des Armes 216 und der
Bürste 222 über einen entsprechenden Bereich verändert werden kann. Ein Joch
350 -ist gleitbar und lose auf der Welle 215 angeordnet und dient zusammen
mit einem anderen Joch 351, das lose, aber nicht gleitbar auf der Welle 215 sitzt,
dazu, eine Vorgelegewelle 252 zu tragen, an welcher die Joche 350 und 351
in ähnlicher Weise befestigt sind. Die Wellen 352 und 215 sind mittels Zahnräder
353 und 354 von gleicher Zahnzahl miteinander verbunden, so daß die Umdrehung der
Welle 352 die Umdrehung der Welle 215 mit gleicher Tourenzahl verursacht.
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Das Joch
350 trägt außerdem eine Reihe von fünf Stufenrädern
361, 362, 363, 364 und 365; die gleitbar auf der Welle 352 aufgekeilt sind. Ein
Vergleich der Zahl der Zähne der einzelnen dieser Zahnräder mit der entsprechenden
Länge des Kreislaufs (d. h. der Zeit, die für eine Umdrehung der Welle 215 und des
Armes 216 erforderlich ist) ist im folgenden gegeben, wobei daran erinnert wird,
daß das Zahnrad 214 zwölf Zähne besitzt und einmal in der Minute umläuft:
| Zahnrad Zahl Länge des Kreislaufs |
| der Zähne |
| 361 48 4 Min., |
| 36'2 54 4 - 30 Sek., |
| 363 6o 5 - |
| 364 66 5 - 30 Sek., |
| 365 72 6 - |
Diese Zahnräder 36z, 362,
36-, 364 und 365 können abgenommen und durch andere
Zahnräder von anderer Größe ersetzt werden, wenn es erwünscht ist.
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Das Joch 35o ist starr an einem Arm 367 befestigt. Ein Ende des Armes
367 ist lose und gleitbar mit einem Gewicht 368 verbunden, das von zylinderförmiger
Gestalt ist und lose von einer Muffe 369 gehalten wird, welche an der Wand des Kastens
211 befestigt ist (Fig.7). Das andere Ende des Armes 367 ragt durch einen Schlitz
370 in der gegenüberliegenden Kastenwand heraus und ist mit einem beweglichen
Zapfen 371 versehen, der mittels eines Handgriffs 3.-2 entgegen der Wirkung einer
eingebauten
Feder um eine gewisse Strecke zurückgezogen werden
kann. Der Zapfen 371 kann in eines einer Reihe von fünf Löchern 381, 382, 383, 384
und 385 in einem Bügel 386 eingesetzt werden, der entsprechend der Bahn des Armes
367 und damit des Zapfens 371 gekrümmt ist.
-
Die Löcher 381, 382, 383, 384_ und 385 sind so angeordnet, daß, wenn
der Zapfen 371 in das Loch 381 eingesetzt ist, das Zahnrad 361 in Eingriff
mit dem Kitzel 214 kommt. Wenn der Zapfen 37r zu dem Loch 382 bewegt und in dieses
eingesetzt wird, ist das Zahnrad 362 in Eingriff mit dem Kitzel 214 usw. In den
Zeichnungen ist der Zapfen 371 dargestellt, wie er in das Loch 385 eingesetzt ist
und wie demgemäß das Zahnrad 365 in Eingriff mit dem Ritze12I4. sich befindet. Die
Welle 215 und der Arm 2I6 laufen nun mit einer Geschwindigkeit von einer Umdrehung
in 6 Minuten um, was bedeutet, daß zwei aufeinanderfolgende Kontaktgebungen zwischen
der Bürste 222 und irgendeinem der Kontakte des betreffenden Kreises, für den die
Bürste 222 eingestellt ist, 6 Minuten auseinander liegen und daß der Arbeitskreislauf
der verschiedenen gesteuerten Wassergasmascbinen 6 Minuten dauert.
-
Die Aufgabe der Steuervorrichtung 2io zur Bewirkung einer gleichmäßigen
Arbeit der sechs Wassergasmaschinen wird am besten .an der Hand eines besonderen
Arbeitskreislaufs verständlich (vgl. auch Fig.8 und 9).
-
Im vorliegenden Falle kann die Umdrehung des Armes 216 auf verschiedene
Geschwindigkeiten, von einer Umdrehung in .4 Minuten bis zu einer Umdrehung in 6
Minuten eingestellt werden. Der nachfolgende Arbeitskreislauf kann als typisch angesehen
werden:
| Aufwärts-Gasmachen (erstes) . . . ... .. 6o Sekunden, |
| (a) Gasmachen Abwärts-Gasmachen . . . . . . . . . . . . . .
. . ioo - |
| Aufwärts-Gasmachen (zweites) ....... 2o - |
| Blasen ........................................ 120 - |
| Länge des gesamten Kreislaufs . . . . 300 Sekunden==
5 Minuten. |
Wenn dieser Kreislauf ausgeführt werden soll, werden vorzugsweise die zeitlichen
Einstellvorrichtungen 62 eingestellt, indem die Nadelventile io2 und 103 so verstellt
werden, daß, soweit die Zeitvorrichtung 62 betroffen ist, der hypothetische Kreislauf,
der von der Maschine ausgeführt werden würde, der nachfolgende ist, ohne Rücksicht
auf eine etwaige Verzögerung, die auftreten kann, wenn die Nuten 94 die Durchlässe
iooa zu solcher Zeit treffen, wenn das Solenoidventil toi geschlossen ist: .
| Aufwärts-Gasmachen (erstes) . . . . . . . . 6o Sekunden, |
| (b) Gasmachen Abwärts-Gasmachen . . . . . . . . . . . . . .
. . ioo - |
| Aufwärts-Gasmachen (zweites) ...... 20 - |
| Blasen ........................................ 6o - |
| Länge des gesamten Kreislaufs .... 240 Sekunden = 4
Minuten. |
Der Arm 367 der Zentralsteuervorrichtung 2i o wird so bewegt, daß der Zapfen
371 in das Loch 383 eingesteckt werden kann, so daß das Zahnrad 363. in Eingriff
mit dem Zahnrad 214 ist und der Arm 2i6 eine Umdrehung in 5 Minuten macht. Mit anderen
Worten, der Zwischenraum zwischen aufeinanderfolgenden öffnungen jedes der Solenoi@dventile
toi beträgt 5 Minuten (vgl. hierzu Fig. 8, Darstellung 1).
-
4 Minuten nachdem jedes der Ventile toi geöffnet ist und dieses der
entsprechenden Zeiteinstellvorrichtung 62 gestattet hat, in die Gasmachperiode des
Arbeitskreislaufes ihrer zugehörigen Wassergasmaschine einzutreten, trifft die Nut
94 den Durchlaß iooa, wobei ein Austritt von Flüssigkeit daraus durch das dann geschlossene
Solenoidventil2oi verhindert wird.
-
Der Kolben 8o der Zeiteinstellvorrichtung 62 bleibt dann i
Minute lang stationär, zu welcher Zeit der Arm 216 eine Umdrehung vollendet, das
Solenoidventil2oi sich öffnet und einneuer Kreislauf in Gang gesetzt wird. Der tatsächlich
.von der Wassergasmaschine vollzogene Arbeitskreislauf ist daher der unter a angegebene,
d. h. ein solcher von 5 Minuten Dauer. Von den i2o Sekunden des Blasens werden 6o
Sekunden durch die Einstellung der Zeiteinstellungsvorrichtung 62 und die übrigen
6o Sekunden durch die Zentralsteuervorrichtung2io geregelt.
-
In diesem Falle, wenn also alle sechs Wassergasmaschinen in Tätigkeit
sind, beginnen die verschiedenen Maschinen ihre Kreisläufe. mit 5o Sekunden Zwischenräumen,
. d. h. die Gasmachperiode der zweiten Wassergasmaschine wird 5o Sekunden nach dem
Beginn der Gasmachperiode der ersten Wassergasmaschine usw. in Angriff genommen.
Dies folgt aus der Tatsache, daß die Bürste 222 bei einer Umdrehung von 5 Minuten
Dauer die
sechs Kontakte 261, 262, 263, 26q., 265 und 266 mit gleichen
Zwischenräumen berührt. Bei dem gewählten Beispiel mit sechs Wassergasmaschinen,
die von der auf 5-Minuten-Kreislauf eingestellten Zentralsteuervorrichtung2io geregelt
werden, zeigt ein Vergleich der Kreisläufe der verschiedenen Wassergasmaschinen,
daß zu irgendeinem Zeitpunkt nicht weniger als drei und nicht mehr als vier der
sechs Wassergasmaschinen Wassergas machen. Die Gesamtwassergasausbeute der sechs
Wassergasmaschinen ist daher gleichmäßiger, als es zuvor erreichbar war.
-
Wenn man hierzu. die Darstellung I in Fig. 8 betrachtet, sieht man,
daß während des 5-Minuten-Kreislaufs die Einzelregelungsvorrichtung i Minute lang
stillsteht, bevor sie durch die Zentralsteuervorrichtung freigegeben wird, so daß
der 4-Minuten-Kreislauf, für den der Einzelregelungsmechanismus eingestellt ist,
einen 5-Minuten-Kreislauf liefert. Es ist aus der hiarstellung zu ersehen, daß die
Zwischenräume zwischen aufeinanderfolgenden Blasperioden 5o Sekunden betragen und
daß zu irgendeiner Zeit nicht weniger als drei und nicht mehr als vier Wassergasmaschinen
während der Gasmachperiode arbeiten. Wenn nun nur fünf Wassergasmaschinen in Tätigkeit
sind und die Bürste 222 entsprechend eingestellt ist (Fig. 8, Darstellung II), beginnen
die verschiedenen Wassergasmaschinen ihre jeweilige Gasmachperiode in Zwischenräumen
von 6o Sekunden, da die Bürste 222 nun mit den fünf Kontakten 251,
252, 253,
254 und 255 in gleichen Zwischenräumen während einer Umdrehung in Berührung kommt,
die 5 Minuten erfordert. Der Zeitraum zwischen den aufeinanderfolgenden Anfängen
von Gasmachperioden ist 6o Sekunden, und zu allen Zeiten sind drei Maschinen in
einer Gasmachperiode in Tätigkeit.
-
Wenn es erwünscht ist, die Länge des Arbeitskreislaufes zu verändern,
so wird das Joch 35o bewegt, um die Einstellung der Zentralsteuervorrichtung2io
zu verändern. So bewirkt beispielsweise eine Bewegung des Handgriffs 372 zu der
Stelle, «=o der Zapfen 371 in das Loch 385 eintritt, daß die Bürste 221 ihre Umlaufzeit
auf 6 Minuten für eine Umdrehung verlängert. Dies veranlaßt die zeitlichen Einstellvorrichtungen
62, nach der Vollendung ihres 4-Minuten-Kreislaufs, für den sie eingestellt waren,
2 Minuten zu warten, und der folgende Arbeitskreislauf wird nun ausgeführt:
| Aufwärts-Gasmachen (erstes) . . . . . . . . 6o Sekunden, |
| (c) Gasmacher Abwärts-Gasmachen . . ... . . .. .......
zoo - |
| # Aufwärts-Gasmachen (zweites) ...... 2o - |
| Blasen ........................................ z8o - |
| Länge des gesamten Kreislaufs .... 36o Sekunden - 6
Minuten. |
| (Vgl. hierzu Fig. g, Darstellung I und II.) |
Angenommen, daß alle sechs Wassergasmaschinen sich in Arbeit befinden (Fig. g, Darstellung
I), ist in diesem Falle die Zahl der Wassergasmaschinen, die zu irgendeinem Zeitpunkt
Wassergas machen, immer drei, und die Gasausbeute ist im wesentlichen gleichförmig.
-
Es ist bemerkenswert, daß bei den vier in den graphischen Darstellungen
wiedergegebenen Arbeitsbedingungen die Einstellung der Einzelregelungsvorrichtungen
in jedem Falle gleichbleibt und daß die Veränderung des tatsächlichen Arbeitskreislaufes
und das richtige Gegeneinanderversetztarbeiten der jeweils in Tätigkeit befindlichen
Zahl von Maschinen vollständig von der Zentralsteuervorrichtung aus bewirkt wird.
-
Andererseits kann die Zentralsteuervorrichtung 2io für einen 4-Minuten-Kreislauf
eingestellt werden, und da dies der Kreislauf ist, für den die zeitlichen Einstellungsvorrichtungen
62 eingestellt sind, so wird keine Verzögerung nach der Vollendung des von den zeitlichen
Einstellvorrichtungen 62 an sich vollführten Kreislaufs eintreten, und der tatsächlich
ausgeführte Kreislauf wird der oben unter b beschriebene von 4 Minuten Dauer sein.
In diesem Falle werden, wenn sechs Wassergasmaschinen gleichzeitig laufen, nicht
weniger als vier und nicht mehr als fünf zu irgendeinem Zeitpunkt Wassergas machen.
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DieZentralsteuervorrichtung2io kann, wie oben ausgeführt, auch so
eingestellt werden, daß Arbeitskreisläufe von 41%2 Minuten oder 512 Minuten Dauer
ausgeführt werden. Noch andere Kreisläufe können erhalten werden, wenn man die Zahnräder
361, 362, 363, 364 und 365 durch Zahnräder von anderen geeigneten Größen ersetzt.
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Es ist ersichtlich, daß der Unterschied zwischen den verschiedenen
oben beschriebenen Arbeitskreisläufen durch Verzögerung der Bewegung der zeitlichen
Einstellvorrichtungen 62 um irgendeine gewünschte Zeitdauer erreicht wird und daß
dies nicht etwa dahin wirkt, die Menge des Wasserdampfes für den einzelnen Kreislauf
zu verändern, sondern die Menge der Blasluft pro Kreislauf, dadurch, daß die Länge
der Blasperiode vergrößert wird und infolgedessen eine Veränderung
des
Luftwasserdampfverhältnisses erreicht wird. Dies kann natürlich durch Veränderung
der Einstellung der zeitlichen Einstellvorrichtungen 62 abgeändert werden, z. B.
um, wenn nicht unterbrochen, den folgenden Kreislauf zu erhalten:
| Aufwärts-Gasmachen (erstes) .. . . . 8o Sekunden, |
| (d) Gasmachen Abwärts-Gasmachen . . . . . . . .. . . . . .
z2o - |
| Aufwärts-Gasmachen (zweites) ...... 30 - |
| Blasen ........................................ 70 - |
| Länge des gesamten Kreislaufs .... 300 Sekunden - 5
Minuten. |
Die Dauer des tatsächlich ausgeführten Arbeitskreislaufes kann bis zu 6 Minuten
durch Einstellung der Zentralsteuervorrichtung 21o ausgedehnt werden, um den nachfolgenden
tatsächlichen Arbeitskreislauf, der von den einzelnen Wassergasmaschinen ausgeführt
wird, zu ergeben: .
| Aufwärts-Gasmachen (erstes) . . . .. . .. 8o Sekunden, |
| (e) Gasmachen Abwärts-Gasmachen . . . . . . .. . .. . . . .
. =2o - |
| Aufwärts-Gasmachen (zweites) ...... 3o - |
| Blasen ........................................ 130 |
| - |
| Länge des gesamten Kreislaufs .... 36o Sekunden - 6
Minuten. |
Viele andere Kreisläufe und Abänderungen können mit der Vorrichtung eingestellt
werden, aber in jedem Falle wird die Betätigung der verschiedenen Wassergasmaschinen
in regulärer und gleichförmiger Reihenfolge durchgeführt, und das Gasmachen ist
gleichmäßiger, als es bisher möglich war.
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Wo im vorstehenden Wassergasmaschine gesagt ist, braucht dies nicht
notwendigerweise nur eine einzelne Wassergasmaschine zu sein, sondern es können
auch Gruppen von solchen jeweilig in Frage kommen. So kann also beispielsweise das
Relais 311, anstatt_ mit einem einzigen Solenoidventil toi entsprechend einer einzigen
Wassergasmaschine, wie in Fig. 3 gezeigt, verbunden zu sein, auch mit einer Mehrzahl
von Solenoidventilen, beispielsweise mit drei, und demgemäß mit einer entsprechenden
Zahl von Wassergasmaschinen in Verbindung stehen. Wenn die anderen Relais in ähnlicher
Weise verbunden sind, so würde die Zentralsteuervorrichtung #mo die Regelung und
die Synchronisierung der Arbeit von sechs Einheiten vornehmen, von denen jede aus
drei Wassergasmaschinen besteht, d. h. also eine Gesamtzahl von 18 Wassergasmaschinen.
Solche großen Installationen sind für die Herstellung von Blaugas für verschiedene
chemische Verfahren geplant worden.
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Es ist weiter ersichtlich, daß eine Abänderung der Zahl der jeweils
in Arbeit befindlichen Einheiten nicht die Länge des von jeder einzelnen Einheit
durcbgeführten Kreislaufs berührt, und umgekehrt.
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Es wird also nach der Erfindung eine Vorrichtung geschaffen, die eine
Mehrzahl von Wassergasherstellungseinheiten in einer bestimmten und gleichmäßigen
Reihenfolge betätigt, wobei die Vorrichtung leicht und bequem verstellt werden kann,
um den Einfluß des Ausfallens einer oder mehrerer der Einheiten bei der Arbeit auf
ein Minimum herunterzudrücken und um eine Abänderung der Länge der Arbeitskreisläufe
der einzelnen Einheiten. ganz nach Wunsch zuzulassen.