DE578370C - Schnellfeuerpistole - Google Patents
SchnellfeuerpistoleInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A9/00—Feeding or loading of ammunition; Magazines; Guiding means for the extracting of cartridges
- F41A9/61—Magazines
- F41A9/64—Magazines for unbelted ammunition
- F41A9/65—Box magazines having a cartridge follower
- F41A9/71—Arrangements thereon for varying capacity; Adapters or inserts for changing cartridge size or type
-
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- F41A17/74—Hammer safeties, i.e. means for preventing the hammer from hitting the cartridge or the firing pin
- F41A17/76—Hammer safeties, i.e. means for preventing the hammer from hitting the cartridge or the firing pin automatically operated, i.e. operated by breech opening or closing movement
-
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- F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
- F41A19/06—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
- F41A19/42—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms having at least one hammer
- F41A19/43—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms having at least one hammer in bolt-action guns
- F41A19/46—Arrangements for the selection of automatic or semi-automatic fire
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Selbstladepistolen mit Hahn, welche von Einzelfeuer
auf Reihenfeuer (Maschinenpistolen) umgestellt werden können.
Die Erfindung betrifft nun eine neuartige, besonders zweckmäßige Anordnung zum
Übergang von Einzelfeuer auf Reihenfeuer für Selbstladepistolen mit Hahn, insbesondere
für die Mauser-Selbstladepistole Modell 1930.
Die bekannten Pistolen, von denen die Erfindung ausgeht, besitzen eine Sicherung
gegen das Doppeln, d. h. es ist nicht möglich, daß ein Schuß losgeht, ohne daß der Schütze
vorher den Abzug losgelassen und dann wieder angezogen hat.
Um nun die Selbstladepistole von Einzelfeuer
auf Reihenfeuer umstellbar zu machen, wird gemäß der Erfindung die Sicherung gegen das Doppeln dadurch ausgeschaltet,
daß ein Ansatz des. an sich bekannten Umstellhebels eine im Abzug unter Federdruck
stehende, an sich bekannte Klinkensperre unter die Anzugsklinke lenkt und der nach
dem Schuß zurückgleitende Kupplungsbolzen eine Rast der Abzugsklinke mit einer Nase der Klinkensperre in Zusammengriff
bringt, wodurch bei Druck auf den Abzugbügel der Hahnsperrhebel unter Vermittlung
der Klinkensperre und die Abzugsklinke angehoben und aus der Bahn des Hahnes gerückt
wird.
Damit bei eingestelltem Reihenfeuer der Hahn erst bei verriegeltem Verschluß zünden
kann, ist ferner bei der an sich bekannten, vom Hahnsperrhebel unabhängigen
Sperreinrichtung ein Fanghebel vorgesehen, der mit einem Ende in eine Rast des Hahnes
eingreifen kann und mit dem andern Ende in die Bahn einer Steuerkurve des Laufes bzw.
Verschlußgehäuses hineinragt, derart, daß der Fanghebel kurz vor Beendigung der Verschlußbewegung
der verriegelten Waffe dttrch die Steuerkurve aus der Rast des Hahnes herausgeschwenkt und dieser mit vollem
Schlagweg und zuerteilter Schlagenergie den Schlagbolzen trifft und die Patrone zündet.
Die Abbildungen dienen zur Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Fig. ι zeigt den gemäß der Erfindung abgeänderten
Schloßmechanismus einer bekannten Selbstladepistole mit Hahn bei Hebelstellung für Reihenfeuer.
Fig. 2 zeigt den Schlußmechanismus in Stellung für Einzelfeuer.
Fig. 3 zeigt eine Einzelheit der Fig. 1 in
Seitenansicht.
Fig. 4 zeigt das gemäß der Erfindung abgeänderte Verschlußgehäuse.
Fig. S zeigt einen Teil der neuen Pistole mit dem Einstellhebel in Seitenansicht.
Die bekannte Selbstladepistole, die den Ausgangspunkt der Erfindung bildet, enthält
eine Sicherung gegen das Doppeln, deren Wirkungsweise bekanntlich die folgende ist:
Um zu verhüten, daß der Schütze durch dauernden Fingerdruck auf den Abzug alle
im Magazin befindlichen Patronen auf ein-
mal verfeuert, wird bei Beginn der Rückwärtsbewegung des Verschlußgehäuses die
Abzugsklinke durch den unten aus dem Schloß hervortretenden Ansatz des Kupplungsbolzens
nach hinten gedruckt und so Abzugsklinke und Abzug außer gegenseitigen
Eingriff gebracht. Ist die Vorwärtsbewegung von Verschlußgehäuse und Kammer beendet, drückt aber der Schütze noch weiterhin
auf den Abzug, so tritt die Abzugsklinke nicht über, sondern hinter den rückwärtigen
oberen Ansatz, des Abzuges, und dieser bleibt auch weiterhin ohne Einwirkung auf
die Klinke. Erst wenn der Schütze den Abzug losläßt, tritt die Abzugsklinke über den
Ansatz des Abzuges, und dieser kann auf die Klinke und damit auf den Abzugshebel einwirken.
Es ist bei der bekannten Selbstladepistole also nicht möglich, daß ein Schuß losgeht,
ohne daß der Schütze den Abzug losgelassen und wieder angezogen hat.
Um gemäß der Erfindung die Selbstladepistole von Einzelfeuer auf Reihenfeuer umstellbar
zu machen, ist außen am Griffkasten der Pistole ein Einstellhebel B (Fig. 5) vorgesehen.
Steht der Hebel auf »N« (normal), so funktioniert die Pistole wie eine Selbstladepistole,
d. h. nach jedem Schuß muß der Abzug losgelassen und zum Abgeben eines weiteren Schusses wieder gezogen werden.
Hierbei verhütet die Sicherung gegen das Doppeln, wie oben erläutert, daß der Schütze
durch einen bleibenden Fingerdruck alle im Magazin befindlichen Patronen nacheinander
ohne Unterbrechung verfeuert.
Stellt der Einstellhebel E auf »R«, so ist das
Reihenfeuer der Schnellfeuerpistole eingestellt. Die angebrachte Sicherung gegen Doppein
ist hierbei ausgeschaltet. Solange am Abzug gezogen wird, feuert die Pistole, bis
die letzte Patrone verschossen ist, während durch Loslassen des Abzuges das Feuern
unterbrochen wird.
Die Einrichtung zum Abgeben von Reihen-
feuer kennzeichnet sich folgendermaßen.
Wird durch Schwenken des Einstellhebels von »N« auf »R« die Pistole auf Reihenfeuer
eingestellt, so lenkt der Ansatz A des Einstellhebeis die im Abzug neu angeordnete Klinkensperre
S unter die Abzugsklinke 13. Die Klinkensperre 5* des Abzuges wird in dieser
Stellung von dem Ansatz^ des Einstellhebels starr gegen Rüekbewegung gehalten.
Nach dem Schusse schwenkt der zurückgleitende (nicht vollständig gezeichnete) Kupplungsbolzen
B die Abzugsklinke so weit zurück, bis die Rast R der Abzugsklinke mit
der Nase JV der Klinkensperre in Zusammengriff kommt, und zwar so lange unlösbar und
unbeweglich, bis der Abzug vom Schützen zwecks Unterbrechung des Feuerns freigelassen
wird. Demgemäß wird durch Druck auf den Abzug, welcher durch die Nase N der Klinkensperre S auf die Abzugsklinke 13
und den mit letzterer gekuppelten, mit einem Ansatz 27 den Hahn H an dessen Fläche 26
sperrenden Hebel 14 übertragen wird, der Hahnsperrhebel 14 nach oben aus der Bahn
des Hahnes gerückt und bleibt deshalb während des Reihenfeuers außer Eingriff mit
dem Hahn.
Sobald der Einstellhebel wieder auf »N« geschwenkt ist, steht die im Abzug unter
Federdruck stehende Klinkensperre vollständig untätig und kommt mit der Abzugsklinke
nicht in Berührung.
Die Einrichtung an der Schnellfeuerpistole, daß durch den Einstellhebel beim Abgeben
von Reihenfeuer die Klinkensperre dauernd mit der Abzugsklinke in Verbindung bleibt,
den Abzugsdruck auf den Hahnsperrhebel überträgt und hochhebt, so daß der Hahn nicht einrastet und gesperrt wird, demnach
ein Doppelschuß absichtlich herbeigeführt ist, sowie daß durch Schwenken des Einstellhebels
in seine Normalstellung »N« die Sicherung gegen Doppeln wieder hergestellt ist, bildet das Hauptmerkmal der Erfindung. Die
Möglichkeit der Abgabe von Reihenfeuer bedingt noch eine weitere Einrichtung, welche
bewirkt, daß der nach dem Schusse durch Rückschleudern der Kammer geöffnete Hahn
in seiner Offenlage so lange gesperrt bleibt, bis sich die Kammer wieder in ihrer verriegelten
Verschlußlage befindet.
Die Verriegelung der Selbstladepistole ist bereits beendet, bevor der Lauf in seine
Schußstellung völlig zurückgekehrt ist. Gerade diese Eigenschaft der Pistole wird bei
vorliegender Erfindung dazu nutzbar gemacht, einen von dem Hahnsperrhebel 14 unabhängigen
Fanghebel F (Fig. i, 2 und 3) zum Sperren des geöffneten Hahnes nach
dem Schusse anzuordnen, der im letzten Augenblicke der Laufbewegung nach hergestelltem
Verschluß den Hahn freigibt, der hierauf erst die verriegelte Pistole zündet.
Wie Fig. 4 zeigt, ist das Laufgehäuse mit einer Steuerungskurve St ausgebildet. Fig. 1
zeigt den Fanghebel F im Schloßgehäuse 9, der um eine Drehachse seitlich (also senkrecht
zur Bildebene) eine kurze Bewegung ausführen kann. Die Flachfeder/ hält den Fanghebel mit Druck in seinem Lager und
bewirkt das Einrasten durch den Stollen G in die auch neu angeordnete seitliche Rast
(Fig. 3) des Hahnes ff. Der Stollen O des Fanghebels F ragt in die Steuerungskurve Λ
des Laufes, der am entgegengesetzten Ende des Fanghebels befindliche Stollen G in die
seitliche Rastenausnehmung des Hahnes.
Der Vorgang beim Schuß ist nun folgender:
Steht der Lauf mit der verriegelten Kammer in der Verschlußstellung, dann ist der
S Rastenstollen G durch die Steuerkurve St aus derRast des Hahnes if herausgeschwenkt.
Der Hahn kann deshalb nur die verriegelte Waffe in der Verschlußstellung des Laufes
zünden.
ίο Nach dem Schusse bewegt sich der Lauf
rückwärts, der Verschluß öffnet sich hierbei, die dadurch freigewordene Kammer schleudert
zurück und spannt den Hahn. Durch die Laufbewegung kommt der weite Teil w der
Steuerungskurve St des Laufes vor den Ansatz O des Fanghebels zu stehen. Da nun in
dieser Lage der Steuerungskurve Raum für eine Bewegung des Fanghebels bzw. dessen
Stollen O geschaffen ist, bewegt die Flachfeder
den Fanghebel mit dessen Fangnase G in die seitliche Rast des Hahnes, und zwar
so lange, bis sich die Kammer wieder in· ihrer vorderen Lage im Laufe befindet und hierauf
den Lauf mit verriegelter Kammer in die Verschlußlage bewegt hat.
Diese Einrichtung ist unbedingt notwendig, um ein Zünden und Feuern der Pistole
durch den Hahn erst nach jeweilig erfolgter Herstellung des Verschlusses zu bewirken.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Schnellfeuerpistole mit Hahn zum wahlweisen Abgeben von Reihen- oder Einzelfeuer vermittels eines Umstellhebels am Griffkasten und einer selbsttätigen Sperreinrichtung für den Schlagmechanismus, die durch ein Element der Waffe erst bei vollkommen geschlossener Waffe ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einstellung auf Reihenfeuer die für Einzelfeuer vorgesehene, an sich bekannte Sicherung gegen das Doppeln dadurch ausgeschaltet wird, daß ein Ansatz (A) des Umstellhebels (B) eine im Abzug unter Federdruck stehende, an sich bekannte Klinkensperre (S) unter die Abzugsklinke (13) lenkt und der nach dem Schuß zurückgleitende Kupplungsbolzen (B) eine Rast (R) der Abzugs- klinke mit einer Nase der Klinkensperre in Zusammengriff bringt, wodurch bei Druck auf den Abzug der Hahnsperrhebel unter Vermittlung der Klinkensperre und der Abzugsklinke angehoben und aus der Bahn des Hahnes gerückt wird.
- 2. Schnellfeuerpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der vom Hahnsperrhebel unabhängigen Sperreinrichtung ein Fanghebel (O) mit einem Ende in eine Rast des Hahnes eingreifen kann und mit dem andern Ende in die Bahn einer Steuerkurve des Laufes bzw. Verschlußgehäuses hineinragt, derart^ daß der Fanghebel kurz vor Beendigung der Verschlußbewegung der verriegelten Waffe durch die Steuerkurve aus der Rast des Hahnes herausgeschwenkt und dieser mit vollem Schlagweg und zuerteilter Schlagenergie den Schlagbolzen trifft und die Patrone zündet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (2)
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