DE57746C - Verfahren, auf Glas matte Zeichnungen mit mattem Grunde herzustellen - Google Patents
Verfahren, auf Glas matte Zeichnungen mit mattem Grunde herzustellenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 82: Glas.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zeichnungen mit mattem
Untergrund auf Glas vermittelst Mattätze, und Sandgebläse.
Bei dem bisherigen Verfahren zur Herstellung von Zeichnungen mit mattem Untergrund
auf Glas war es gebräuchlich, das glatte Glas mit Deckgrund zu -überziehen und der
Einwirkung von Flufssäure auszusetzen, bis die vom Deckgrund freigebliebenen Stellen die
nöthige Tiefe erlangt hatten; die noch tiefer zu ätzenden Stellen der Zeichnung wurden
durch nochmalige Behandlung mit Flufssäure nach dem Abwaschen der Flufssäure und dem
Bedecken der genügend geätzten Stellen hergestellt.. Nach erfolgter Tiefätzung wurde das
Glas. vermittelst Eisens und feuchten Sandes übermattirt, so dafs also die geätzte, tiefer
liegende Zeichnung hell blieb, während die ungeätzten, also hoch liegenden Oberflächentheile
matt erscheinen mufsten.
Auf diese Weise erhielt man tiefliegende helle Zeichnungen in mattem Grunde. Die
Zeichnung mufste tief geätzt sein, da anderenfalls bei dem darauf folgenden Mattschleifen
die Zeichnung verschwinden oder sehr stark leiden mufste.
Man erhielt auch auf folgende Weise Zeichnungen mit mattem Untergrund:
Man mattirte zuerst die glatte Glasfläche
mittelst Sandstrahles, Handmaitirurig oder Mattätzbades, bedeckte diejenigen Stellen mit Deckgrund,
welche einer weiteren Aetzung nicht mehr ausgesetzt werden sollten, und ätzte nun
die von Deckgrund freigebliebenen Stellen mit Flufssäure, wodurch an diesen Stellen eine,
hellere, matte und nach Wunsch sogar völlig helle Zeichnung hervorgerufen wurde. Dieses
wurde dadurch bewirkt, dafs die Flufssäure die rauhen Oberflächentheile weglöste und so
eine vertiefte Zeichnung in dem Glas hervorrief.
Nach vorliegender Erfindung nun soll eine Zeichnung in verschiedenen Schattirungen vom
undurchsichtigsten Matt bis zur zartesten Trübung, hergestellt werden, wobei im Gegensatz
zu den bekannten Verfahren einmal diese Zeichnung nicht vertieft in dem Glas und dabei
correct und scharf erscheint und dann die unangenehme und gesundheitsschädliche Behandlung
des Glases mit Flufssäure auf das geringste Mafs beschränkt bleibt.
Das den Gegenstand dieser Erfindung bildende Verfahren wird dementsprechend wie
folgt ausgeführt:
Das glatte Glas wird einem, zweckmäfsig aus Flufssäure, schwefelsaurem und kohlensaurem
Ammoniak bestehenden Bade (einem sogen. Mattbade) so lange ausgesetzt, bis sich auf der
Oberfläche ein feines Matt zeigt. Die hierbei erhaltene, zwischen dem satten und hellen
Matt liegende Schattirung hängt von der Stärke des Bades und der Zeitdauer ab, während welcher
der Gegenstand im Bade belassen wird. Die so mattirten Glasgegenstände werden mit
einem zweckmäfsig für ähnliche Zwecke in der Glastechnik allgemein gebräuchlichen Deckgrund
behandelt und die von dem Deckgrund freigebliebenen Stellen mit Hülfe des Sandstrahles
zweckmäfsig in einer, in der Glastechnik üblichen Weise mattirt, wodurch an
diesen freien Stellen ein kräftiges sattes Matt erzeugt wird, während die durch Deckgrund
geschützten Stellen ihr zartes Matt behalten haben, so dafs die Zeichnung sich ohne Vertiefung
scharf abhebt.
Die auf solche Weise erzielten Zeichnungen sind im Gegensatz zu den bisher tief geätzten
als ebene, nicht vertiefte zu bezeichnen, da infolge der Trübung mit Flufssäure und der
Mattirung mit Hülfe des Sandstrahles zwei verschiedene matte Töne erhalten werden,
welche keine Vertiefungen bilden, sondern mit einander in gleicher Ebene liegen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von scharfen Zeichnungen auf Glas mit mattem Grund, dadurch gekennzeichnet, dafs man durch Erzeugung eines helleren Matts (der Trübung) vermittelst Aetzens der gesammten, mit Zeichnung zu versehenden Glasoberfläche mit dünner Flufssäureflüssigkeit in Verbindung mit der Erzeugung eines kräftigeren Matts an den gewünschten Stellen mit Hülfe eines Sandstrahlgebläses auf dem Glas eine gar nicht oder völlig unwesentlich vertiefte Zeichnung hervorruft.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57746C true DE57746C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57746D Expired - Lifetime DE57746C (de) | Verfahren, auf Glas matte Zeichnungen mit mattem Grunde herzustellen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE57746C (de) |
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