DE575883C - Gefederter Boden fuer Flugzeugschwimmer - Google Patents

Gefederter Boden fuer Flugzeugschwimmer

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DE575883C
DE575883C DEH129857D DEH0129857D DE575883C DE 575883 C DE575883 C DE 575883C DE H129857 D DEH129857 D DE H129857D DE H0129857 D DEH0129857 D DE H0129857D DE 575883 C DE575883 C DE 575883C
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DEH129857D
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HAMBURGISCHE SCHIFFBAU VERSUCH
WILHELM PABST DR ING
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HAMBURGISCHE SCHIFFBAU VERSUCH
WILHELM PABST DR ING
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C35/00Flying-boats; Seaplanes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

Die Formgebung der Flugzeugschwimmkörper muß im wesentlichen nach zwei widersprechenden Forderungen geschehen.
Gute Starteigenschaften und geringe Spritzwasserbildung einerseits und geringen Landesstoß andererseits. Während der flache Boden gute Starteigenschaften und geringe Spritzwasserbildung bei hohen Landestößen aufweist, ergibt der gekielte Schwimmer zwar geringere
ι ο Landestöße, doch schlechtere Starteigenschaften. Man hat versucht, einen günstigeren Kompromiß zwischen den beiden Forderungen zu erzielen und die Starteigenschaften des gekielten Schwimmers dadurch zu verbessern, daß die schrägen Flächen des gekielten Gleitbodens nach den Seiten zu flacher werden. Auch findet man gekielte Gleitböden, deren schräge Gleitflächen an den Seiten in ebene oder gar nach unten gezogene Flächen übergehen (sogenannte Wellenbinderformen). Hierdurch werden zwar die Starteigenschaften besser und auch das Spritzwasser wesentlich verringert, doch wächst auch der Landestoß wieder erheblich. Die Theorie zeigt nämlich, daß gerade die für die Verbesserung der Starteigenschaften und Verringerung des Spritzwassers wichtige Abflachung des schrägen Gleitbodens an den Seiten besonders hohe Stöße verursacht.
Vorliegende Erfindung sucht nun einen praktisch brauchbaren Kompromiß zwischen den Forderungen guten Starts und geringen Landestoßes zu erreichen durch Benutzung der Erkenntnis, daß die Kräfte, die das Wasser auf den Boden ausübt, beim Gleiten viel kleiner sind als beim Landen und die Drücke auch örtlich anders verteilt sind. Gemäß vorliegender Erfindung soll daher der Schwimmer oder Flugbootrumpf unter Verwendung von Federn, federnden Blechen, elastischem Baustoff, wie Gummi u. a., so gebaut werden, daß der Schwimmerboden beim Gleiten eine für geringen Startwiderstand und geringe Spritzwasserbildung günstige Form hat, beim Auftreten der wesentlich höheren Stoßdrücke bei der Landung oder auch zeitweise beim Start im Seegang eine Form annimmt, die geringere Landestöße ergibt. Durch Formänderungen unter Einfluß von Stößen den Landestoß herabzusetzen,'ist zwar mehrfach bekanntgeworden. So können Federn im Schwimmergestell oder elastische Auflagen auf den Schwimmerboden o. dgl. den Stoß vermindern. Hierbei ändert sich die Gestalt des Gleitbodens nicht. Eine genaue Betrachtung zeigt nun, daß eine wirksame, der Kielung ähnliche Verringerung des Stoßes nur dann zu erreichen ist, wenn die Durchfederung des Bodens von der gleichen Größenordnung ist wie die Aufkielung des gekielten Schwimmkörpers.

Claims (4)

In diesem Falle wird aber das Gewicht der aufgebrachten elastischen Vorrichtungen so groß, daß eine weitgehende praktische Verwendung für Flugzeuge fast unmöglich ist. Bekannt sind auch federnde flache Gleitböden, die auf den Schwimmkörper auf- oder angesetzt werden. Auch hier federt der Gleitboden in senkrechter Richtung durch, nimmt jedoch keine Gestalt an, die den Widerstand des Gleitbodens an sich beim Eindringen in das Wasser verringert. Sind dagegen die federnden Platten an gekielten Böden angebracht, so werden andererseits die Start- und Spritzwassereigenschaften iS nicht verbessert. Auch zeigen theoretische Betrachtungen, daß bei Vorhandensein einer Kielung die elastische Nachgiebigkeit verhältnismäßig wirkungslos ist. Bekanntgeworden sind weiterhin Gleitböden aus unstarrem Baustoff, die, mittels federnder Spreizen gespannt, unter Einfluß der Landestöße ihre Form ändern. Hier wirkt jedoch der Landestoß dahin, daß entweder der Gleitboden sich hohl auswölbt oder aber die Bodenfläche sich verbreitert. In beiden Fällen ändert sich also die Gestalt des Bodens so, daß der Widerstand gegen das Eindringen ins Wasser größer wird. Ein weiteres Mittel soll darin bestehen, die Neigung der Gleitflächen gegen die Fahrtrichtung von Hand zu verändern und so den Bedingungen des Startes und der Landung anzupassen. Vorliegende Erfindung sucht jedoch im Gegensatz hierzu die Anpassung der Form für günstige Gleiteigenschaften oder geringe Landestöße durch selbsttätige Einstellung des Gleitbodens zu erzielen. Die Abb. 1 bis 9 geben Ausführungsbeispiele für die Erfindung wieder. So zeigt Abb. 1 einen flachbodigen Schwimmer, dessen aus festen Flächen bestehender Gleitboden gegen den eigentlichen Schwimmkörper mittels Scharnieren und Federn so befestigt ist, daß er zwar einen flachen Boden beim Gleiten bildet, beim Auftreten von Landestößen jedoch hochklappt und die auf der rechten Halbseite der Abbildung gezeigte gekielte Form annimmt. Ähnlich, nur auf einen Teil des Gleitbodens beschränkt, ist der in Abb. 2 dargestellte Schwimmer. In Abb. 3 ist, ebenfalls ähnlich Abb. 1, ein Schwimmer dargestellt, bei dem die federnde Fläche gleichzeitig zur Verbreiterung des Gleitbodens dient und gegebenenfalls nachträglich an einen vorhandenen Schwimmer angesetzt werden kann. Abb. 4 bis 6 zeigen Schwimmer, bei denen durch Leisten aus Gummi oder anderem elastischen Baustoff der Gleitboden eine Form erhalten hat, die günstigen Start oder geringes Spritzwasser ergibt, beim Auftreten höherer Stoßdrücke jedoch stärker gekielte Formen annimmt, was meist durch keilförmige Ausgestaltung der Leisten, also zunehmende Elastizität nach außen, erreicht werden kann. Eine weitere Nutzanwendung vorliegender Erfindung geben die Abb. 7 bis 9 wieder. Hier sind stark gekielte Schwimmer, die zwar geringen Landestoß, aber schlechte Gleiteigenschaften und starkes Spritzwasser ergeben, zur Verbesserung in dieser Beziehung mit federnden Blechen versehen, die gute Gleitform ergeben und bei der Beaufschlagung .bei der Landung sich an die ursprüngliche Form des Gleitbodens anlegen und dadurch eine Verringerung des Landestoßes bewirken. Selbstverständlich sind auch Kombinationen zwischen elastischem Baustoff, Gummischläuchen usw. und federnden Blechen möglich. Eine weitere Verbesserung der Erfindung ist dadurch möglich, daß an den elastischen Leisten, federnden Blechen usw. Längsleisten angebracht sind, die die elastischen Leisten oder Bleche vorzugsweise in der Längsrichtung versteifen. Es ist nämlich aus Versuchen und Theorien bekannt, daß die Drücke beim Gleiten in der Längsrichtung stark verschieden sind, während die Landestoßdrücke bei heftigen Stößen nahezu gleichmäßig stark in der Längsrichtung sind. Werden daher die Bleche oder elastischen Leisten in der Längsrichtung versteift, so nehmen sie die Gleitbodendrücke, deren Summe über die Länge verhältnis- go mäßig klein gegenüber den Landestoßdrücken ist, ohne wesentliche Formänderung auf, federn jedoch bei der Landung zur Verringerung des Landestoßes in der beabsichtigten Weise durch. In Abb. 4 bis 9 sind diese versteifenden Leisten deutlich zu erkennen. Paten !"Ansprüche :
1. Gefederter Boden für Flugzeugschwimmer, der unter der Einwirkung von Landestößen seine Gestalt verändert, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitboden sich unter dem Einfluß von schweren Stößen selbsttätig in eine Form einstellt, die in senkrechter Richtung einen geringeren Widerstand ergibt als die gewöhnliche Einstellung für günstigen Start und geringe Spritzwasserbildung.
2. Gefederter Boden für Flugzeugschwimmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geringere Stöße ergebende Form in an sich bekannter Weise mittels Leisten aus elastischem Baustoff oder mittels federnder Bauteile gebildet wird.
3. Gefederter Boden für Flugzeugschwimmkörper, der unter Einwirkung von Landestößen seine Gestalt ändert, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine geringeren Landestoß ergebende Bodenform eine für
den Start günstigere Form erhält durch eine Verkleidung aus federnden Bauteilen, die unter Einfluß von schweren Stoßen sich an die erstere Form anlegt.
4. Gefederter Boden für Flugzeugschwimmkörper, der unter Einwirkung von Landestößen seine Gestalt ändert, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Leisten oder federnden Bauteile in der Längsrichtung versteift sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEH129857D 1931-12-16 1931-12-16 Gefederter Boden fuer Flugzeugschwimmer Expired DE575883C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2991747A (en) * 1959-05-29 1961-07-11 Bader John Hydrofoil retraction and steering mechanism
US2998791A (en) * 1958-11-24 1961-09-05 William L Tenney Control apparatus for water craft
US3099239A (en) * 1960-01-11 1963-07-30 Supramar Ltd Retractable hydrofoil system for water craft
US4058077A (en) * 1974-12-23 1977-11-15 Johansson Sten E Power boats with hydrodynamic lifting devices
US6158376A (en) * 1998-12-10 2000-12-12 Board Of Supervisors Of Louisiana State University And Agricultural And Mechanical College Shock reduction in planing boats

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