DE575261C - Vorrichtung zur Ausfuellung von Bodenschaechten - Google Patents

Vorrichtung zur Ausfuellung von Bodenschaechten

Info

Publication number
DE575261C
DE575261C DEST44514D DEST044514D DE575261C DE 575261 C DE575261 C DE 575261C DE ST44514 D DEST44514 D DE ST44514D DE ST044514 D DEST044514 D DE ST044514D DE 575261 C DE575261 C DE 575261C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filling
pipe
filler
building material
speed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEST44514D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEST44514D priority Critical patent/DE575261C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE575261C publication Critical patent/DE575261C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D5/00—Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
    • E02D5/22—Piles
    • E02D5/34—Concrete or concrete-like piles cast in position ; Apparatus for making same
    • E02D5/36—Concrete or concrete-like piles cast in position ; Apparatus for making same making without use of mouldpipes or other moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Ausfüllung von Bodenschächten Die Erfindung bezieht sich auf eine. Vorrichtung zum Ausfüllen von Bodenschächten mit Beton oder ähnlichen Baustoffen, mittels welcher der Baustoff unter Ausnutzung seiner beim Herabfallen entstandenen Fallwucht ohne Aufwand weiterer Stampfarbeit oder Druckwirkung verdichtet werden kann. Der Bodenschacht wird dabei unter Zuhilfenahme eines rohrförmigen Vortreibkörpers hergestellt, der mittels Rammung, Bohrung oder Spülung abgeteuft wird und sodann durch ein im Inneren des Vortreibrohres befindliches Füllrohr hindurch während des Ausfahrens des Vortreibrohres mit Baustoff gefüllt.
  • Bisher hat man den Füllstoff entweder durch das Vortreibrohr selbst oder durch ein darin befindliches besonderes Rohr von kleinerem Querschnitte eingebracht und je nachdem entweder mittels eines in diese Rohre eingeführten Stampfers festgestampft oder überhaupt nur dem freien Setzen überlassen, gegebenenfalls auch unter Rüttelschlägen auf das Vortreibrohr, durch die dieses zugleich ausgezogen wurde. Der Stampfer, der im Füllrohre und noch dazu nahe an dessen unterem Ende zu arbeiten hat, mußte dann entweder zum jedesmaligen Einbringen von Füllstoff über Tag gehoben werden, oder er wurde, im Vortreibrohr geführt, mit einer Längsbohrung versehen und das Füllrohr durch ihn hindurchgeführt. In allen diesen Fällen ergab sich eine zeitraubende, umständliche und daher kostspielige Arbeitsweise.
  • Man hat auch Vortieibrohre mit einem verlorenen Schuh von etwas größerem Durchmesser wie das Rohr versehen, um damit stärkere Pfähle als das Vortreibrohr selber herzustellen. Das Rohr mußte hierfür am unteren Ende auf diesen größeren Durchmesser trichterförmig erweitert sein, um beim Herausziehen einen größeren Hohlraum freizulegen, der dann in üblicher Weise durch das Rohr mit Baustoff zu beschicken war. Beim Anheben dieses Vortreibrohres samt dem unten in einer Muffe endenden Trichter ergibt sich dann eine dem Querschnittsverhältnisse von Rohr und Muffe verkehrt proportionale Fallgeschwindigkeit des Baustoffes im Füllrohre gegenüber der Hubgeschwindigkeit des Vortreibrohres, was bei dem notwendigerweise absatzweise durchgeführten Ausziehvorgang zu einer Verdichtung des Baustoffes innerhalb der Muffe führt. Da beim Ausziehen solcher unten mit einer Erweiterung versehenen Vortreibrohre der anstehende Boden neuerlich verdrängt werden muß, ist die Hubkraft auch bei keineswegs beträchtlichen Erweiterungen des unteren Rohrendes ungewöhnlich groß.
  • Infolge der hierdurch verursachten bescheidenen Ausziehgeschwindigkeit konnte daher die Verdichtungswirkung der herabfallenden Baustoffsäule noch nicht in ausreichendem Maße in Erscheinung treten.
  • Die Erfindung besteht nun in einer Vorrichtung, bei welcher ein außen glatter Vortreibkörper und ein mittleres Füllrohr von wesentlich kleinerem Querschnitte zu einem einheitlichen starren Ganzen verbunden sind, das am unteren Ende entweder eine ebene Stirnfläche oder eine glockenförmige Höhlung bildet. Wird ein solches Gerät nach vorherigem Füllen des Füllrohres mit Baustoff möglichst ruckweise aus dem Boden gezogen, so nimmt der Baustoff eine Fallgeschwindigkeit an, welche ein Vielfaches der Ausziehgeschwindigkeit des Vbrtreibkörpers beträgt. Der Baustoff stürzt daher mit großer Wucht in den vom angehobenen Vortreibkörper freigegebenen Hohlraum des Pfahlschachtes und verdichtet sich selbst hierdurch derart, daß ein Stampfen überflüssig wird.
  • Die Erfindung benutzt somit in zielbewußter Weise die physikalische Tatsache, daß sich die Geschwindigkeiten in Rohrleitungen umgekehrt verhalten wie deren Querschnitte.
  • Als Beispiel sei angenommen, daß der Querschnitt des Vortreibkörpers und damit des durch ihn gebildeten Bodenschachtes 2 Zoo cm2 betrage, das Gestängerohr, durch das der Füllstoff, beispielsweise Beton, eingeführt wird, jedoch nur einen Querschnitt von 28o cm2, also ungefähr den achten Teil besitze. Wird nun der Vortreibkörper etwa mit einer Geschwindigkeit von 0,5 -m/Sek. aus dem Schacht gezogen, so fließt das Füllmittel mit einer Geschwindigkeit von 0,5 ;; 8 = 4 m/Sek. ein, was einer Bewegungsenergie von rund o,8 kgm für je x kg der in der Verrohrung enthaltenen Füllstoffmasse entspricht. Wird das Gewicht eines 5 m langen Betonpfahles von obigem Querschnitt mit rund 2 5oo kg angenommen, so erfährt die Gesamtmasse eine Verdichtungsarbeit von 2 ooo kgm, was einer Stampfarbeit von 400 Stampfschlägen entspricht, wenn ein Schlag mit 5 kgm angenommen wird. Dies entspricht etwa dem Arbeitsvorgang, bei dem der Beton in je 2o cm hohen Schichten eingebracht und jede Schicht mit sechzehn schweren und kräftigen Schlägen gestampft wird.
  • Durch diese Stampfwirkung wird naturgemäß auch ein Verdrängungsdruck gegen die Schachtwandung ausgeübt, der sich in einer von der Bodengattung abhängigen Vergrößerung des Schachtquerschnittes auswirkt.
  • Dem entspricht auch die Erfahrung, daß auf diese Weise hergestellte Pfähle eine um io bis 30°/o größere Betonmenge aufnehmen, als der Kubatur des Rammschachtes entspricht, was naturgemäß wieder in einem vergrößerten Tragvermögen zum Ausdruck kommt.
  • Je kleiner bis zur praktisch möglichen Grenze das Verhältnis zwischen dem Querschnitt des Vortreibkörpers und dem des Füllstoffzuführungsrohres gewählt wird, desto größer wird natürlich dessen Geschwindigkeit, die theoretisch bis zu der der Füllstoffsäulenhöhe entsprechenden Freifallgeschwindigkeit gesteigert werden könnte.
  • Die zur Verdichtung verwendete Energie ist, wie oben bereits gesagt, außer von der Geschwindigkeit von dem Gesamtgewicht der in der Verrohrung jeweils in Bewegung gesetzten Füllstoffmenge abhängig. Um die Verdichtungswirkung der jeweiligen Bodengattung anpassen zu können, wird erstere durch Änderung der Höhe der in der Verrohrung befindlichen Füllstoffsäule geregelt.
  • Die Stampfwirkung durch die erhöhte Geschwindigkeit steigert sich in vorteilhafter Weise sehr rasch, da sie bekanntlich im quadratischen Verhältnis der Geschwindigkeit wächst. So würde, entsprechend dem gewählten Beispiel, bei halbem Füllrohrquerschnitt, also 140 cm2, die Geschwindigkeit des Füllstoffes 8 m/Sek. und die Energie je i kg= 3,2 kgm, also das Vierfache betragen. Andererseits wirkt natürlich im selben Maße die Geschwindigkeit, mit der der Vortreibkörper gezogen (ausgefahren) wird, geschwindigkeitserhöhend auf den Füllstoff. Da größere Geschwindigkeiten beim Ausfahren der Vortreibkörper bei plötzlicher Vernichtung ihrer Ziehgeschwindigkeit einen gewaltigen Massendruck des bewegten Füllstoffes hervorrufen, ist es vorteilhaft, den Vortreibkörper in kleineren Absätzen möglichst ruckweise zu ziehen bzw. aufzuhalten. Als Füllstoff kann z. B. Beton oder eine sonstige Mörtelmischung, Schotter, Sand, Schlacke u. dgl. verwendet werden.
  • In der Zeichnung ist die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung in einem Beispiel schematisch dargestellt. Der Vortreibkörper i, der z. B. durch Rammarbeit niedergebracht wurde, trägt zentral die Verrohrung 2 zum Einbringen des Füllstoffes. Die Verrohrung 2 kann durch Aufsatzrohre 3 entsprechend verlängert werden und sitzt auf einer den Ablagerungsraum und gleichzeitig den unteren Abschluß des Vortreibkörpers bildenden Kammer 4 auf. Das Füllrohr wird je nach der beabsichtigten Verdichtungswirkung bis zu einer Höhe H mit Füllstoff gefüllt und sodann der Vortreibkörper um einen bestimmten Weg ausgefahren. Füllen und Ausfahren erfolgen in aufeinanderfolgenden Perioden, welche sich auch übergreifen können.

Claims (1)

  1. PATENTANSYRUCII: Vorrichtung zur Ausfüllung von Bodenschächten mit Beton oder ähnlichem Baustoff unter Ausnutzung der Fallwirkung des aus einem Füllrohr herausstürzenden Baustoffes zur Verdichtung der eingefüllten Masse, gekennzeichnet durch einen zylindrischen oder prismatischen Vortreibkörper mit einer ebenen unteren Stirnfläche oder einem an diese anschließenden glockenartigen Ansatzstück, der mit einem mittleren Füllrohr von wesentlich kleinerem Querschnitt zu einem einheitlichen starren Ganzen verbunden ist.
DEST44514D 1928-07-20 1928-07-20 Vorrichtung zur Ausfuellung von Bodenschaechten Expired DE575261C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEST44514D DE575261C (de) 1928-07-20 1928-07-20 Vorrichtung zur Ausfuellung von Bodenschaechten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEST44514D DE575261C (de) 1928-07-20 1928-07-20 Vorrichtung zur Ausfuellung von Bodenschaechten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE575261C true DE575261C (de) 1933-04-26

Family

ID=7464679

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEST44514D Expired DE575261C (de) 1928-07-20 1928-07-20 Vorrichtung zur Ausfuellung von Bodenschaechten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE575261C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1292586B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Betonmantelrohres
DE1634470A1 (de) Gruendungspfahl
EP1134319A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Ortbetonpfahls
DE2800971A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum einbringen von mehrteiligen gegenstaenden ins erdreich
DE19941302C2 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von im Boden versenkten Tragsäulen
DE69406925T2 (de) Konstruktionsverfahren eines gruendungpfahles unter verwendung einer vorgefertigten pfahlhuelse
EP0509385B1 (de) Verfahren zum Herstellen von Beton- und Zementkörpern im Boden
EP0788572B1 (de) Verfahren zum unterfangen von bauwerken
DE102012023185A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Pfahls
DE2120691A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Verbundpfahles
DE578650C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fuellstoffsaeulen in natuerlichen oderkuenstlichen Ablagerungen
DE971834C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Ortbetonpfaehlen
AT117702B (de) Verfahren und Einrichtung zur Ausführung von Gründungen mittels Grundhärtungssäulen.
DE19509088A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Ortbetonrammpfahles und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2948879C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Ortbeton-Rammpfählen
DE594038C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Ortpfaehlen
EP2998448B1 (de) Verfahren zur Tragfähigkeitsverbesserung von im Baugrund gesetzten offenen Profilen sowie damit erstelltes System
DE609238C (de) Verfahren zur Herstellung einer ausreichend wasserdichten Baugrubenumschliessung innerhalb des die Grube umgebenden Bodens
AT83674B (de) Verfahren zur Gründung mittels Pfähle in wenig tragfähigem Boden unter Verwendung von Sprengmitteln.
AT330095B (de) Vorrichtung zur herstellung eines ortsbetonrammpfahles
AT130301B (de) Verfahren zur Herstellung von Pfählen in schlechtem Gelände.
DE1944644C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines zur Gründung eines Masteckstieles dienenden Stahlbetonpfahles aus Ortbeton sowie Stahlrohr zur Durchführung des Verfahrens
DE712627C (de) Gruendungskoerper, insbesondere Senkbrunnen und Senkkasten
DE893469C (de) Verfahren zur Herstellung von Ort-Betonpfaehlen
DE1709492A1 (de) Verfahren zur herstellung eines ortsbetonrammpfahles