DE575232C - Verfahren zur Herstellung einer zinkhaltigen Schutzdecke fuer eisen- oder kupferhaltige Metalle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer zinkhaltigen Schutzdecke fuer eisen- oder kupferhaltige Metalle

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DE575232C
DE575232C DEN29313D DEN0029313D DE575232C DE 575232 C DE575232 C DE 575232C DE N29313 D DEN29313 D DE N29313D DE N0029313 D DEN0029313 D DE N0029313D DE 575232 C DE575232 C DE 575232C
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zinc
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copper
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C10/00Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces
    • C23C10/28Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces using solids, e.g. powders, pastes
    • C23C10/34Embedding in a powder mixture, i.e. pack cementation
    • C23C10/36Embedding in a powder mixture, i.e. pack cementation only one element being diffused

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  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)

Description

Bibiiotheek
Bus'. Ind. Eiqendom
17 MEI 1933
AUSGEGEBEN AM 26. APRIL 1933
Die λ-orliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung1 einer zinkhaltigen Schutzdecke für eisen- oder kupferhaltige Metalle zur Verhütung der Oxydation unter Anwendung des Diffusionsprinzips.
Bisher wurde es für erforderlich gehalten. Zinkdämpfe hierfür zu verwenden und diese unter Druck auf die zu schützende Oberfläche einwirken zu lassen. Bei dem bekannten
'ο Sherardisierungsverfahren werden die Behandlungsstücke in einen hermetisch abgeschlossenen Behälter mit einem Gemisch von Zinkoxyd und gegebenenfalls Kieselsäure eingeschlossen; worauf das Ganze auf etwa
1S 35°° C erhitzt und dauernd in Bewegung gehalten wird. Die nach diesem Verfahren erhaltene und aus einer Verbindung der Formel Fe-Zn bestehende Schutzschicht ist -dünn und hat eine zerreibliche, ungleichmäßige, mattgraue Oberfläche, die häufig das Aussehen von Rost hat oder diese Eigenart infolge atmosphärischer Einflüsse annimmt. Die Notwendigkeit, die Behandlungsstücke während der Behandlung in Bewegung zu halten, bringt in der Praxis erhebliche Nachteile mit sich.
Diese Mängel lassen sich durch das vorliegende Verfahren beseitigen. Hiernach wird das in Pulverform angewandte Gemisch auf den zu schützenden Gegenstand während der Behandlung aufgepreßt.
Bei diesem Vorgehen besteht nicht mehr die Notwendigkeit, den Behandlungsbehälter hermetisch abzuschließen und die Gegenstände ■während der Behandlung in Bewegung zu halten. In der Zementierungstechnik, d. h. bei der Einführung von Kohlenstoff in Stahl, ist es an sich bekannt, das Behandlungsgut während der Zementierung nicht zu bewegen.
Man erhält nach dem Verfahren vorliegender Erfindung eine aus einer Verbindung Fe-Zn bestehende gleichmäßige, widerstandsfähige, grau glänzende, blanke Schicht, die nicht das Aussehen von Rost zeigt und auch unter atmosphärischen Einflüssen nach langer Zeit diese Eigenart nicht annimmt.
Vorteilhaft verwendet man reines oxydfreies Zink: bisher hielt man das Vorhandensein! vonetwasiZinkoxyd, dem man: katalytisch^ Wirkungen zuschrieb, im Sherardisierungsgemische für unerläßlich. Nach einer allgemeinen Regel beeinflußt aber ein diffundierendes Metalloxyd bei Diffusionserscheinungen zweier Metalle die Qualität und die Widerstandsfähigkeit der gebildeten Schutzschicht in ungünstigem Sinne.
Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene Schicht ist verhältnismäßig dünn, und es empfiehlt sich daher, den Vorgang zu wiederholen, um eine dickere Schutzschicht zu erhalten. Wenn man den Querschnitt des Behandlungsstückes vergrößern will, beispielsweise um Unebenheiten von Rohgießereierzeugnissen zu verdecken und eine geeignete Basis für die Politur zu schaffen,, unterwirft
man das Werkstück einer zweiten Operationsphase bei höherer Temperatur, die die Bildun einer dickeren, zinkreicheren äußeren Schutzlage von der Formel Fe-Zn begünstigt. Zweckmäßig verwendet man für die zweite Operationsphase ein zinkreicheres Gemisch, welches die Bildung einer. Schicht von der Zusammensetzung Fe-Zn nach innen oder nach außen zu, nach Maßgabe der angewandten Temperatur, begünstigt. Diese Schutzschicht besitzt eine gleichmäßige Textur, die unporös, hart, glatt, leicht polierbar, glänzend weiß ist und nach dem Polieren bläulich anläuft und ein hohes Reflektionsvermögen besitzt. 1S Auf beiliegender Zeichnung ist
Abb. ι ein senkrechter Querschnitt nach A-A der Abb. 2 eines Sherardisierungskastens zur Behandlung unter Druck, Abb. 2 ein waagerechter Schnitt nach B-B von Abb. 1,
Abb. 3 eine Seitenansicht von Abb. 1. Die zu behandelnden Gegenstände werden vor der Sherardisierung abgebeizt und gereinigt, durch Eintauchen während 15 bis 20 Minuten in eine siedende, VioVoige Kaliumhydroxydlösung entfettet, dann mit lauem Wasser gespült und an heißer Luft getrocknet. Hierauf werden sie mittels einer Lösung von 20 bis 25 °/o Schwefelsäure von 66° Be bei einer Temperatur von 40 bis 450 abgebeizt. Nach dem Abbeizen werden sie im heißen Wasser gespült und mittels feinen Holzsägemehles getrocknet.
Das Verfahren kann in folgender Weise durchgeführt werden:
Nach dem Abbeizen werden die Werkstücke mit Kieselsäure in Kästen eingesetzt und auf 6500 C erhitzt, behufs Unterdrückung der Molekularspannungen. Hierauf wird die Sherardisierung in zwei Arbeitsgängen vorgenommen. Die in diesem Beispiel für die erste und zweite Sherardisierungsphase vorgeschlagenen Gemische werden nur ihrer Gesamtzusammensetzung nach beansprucht; die +5 Verwendung der einzelnen Komponenten der Gemische ist bekannt.
Als Sherardisierungsmittel verwendet man beim ersten Arbeitsgang vorzugsweise folgende Zusammensetzung:
Gepulvertes oder pulveriges Zink 40 °/0 gepulverte oder pulverförmige
Kieselsäure 52 °/0
Kaliumferrocyanid 3 °/0
kohlensaures Barium 5"0/,,
Die in das Sherardisierungsmittel eingebetteten Gegenstände werden dann in die Kästen eingesetzt, deren oberes Ende nachstehende Einrichtung besitzt: Der Kasten trägt einen Aufsatz i, welcher durch einen Deckel 2 verschlossen ist. Der Deckel 2 wird durch einen Bajonettverschluß 3, 4 oder in anderer Weise geschlossen gehalten; er trägt in seiner Mitte eine Mutter 5", in welche eine Schraubenspindel 5 eingesetzt ist, die in einen Vierkant 6 endet. Am unteren Ende der Spindel sitzt ein Kolben 7, der vertikal verstellbar ist. Die Unterseite des Kolbens ist mit einer Asbestscheibe 8 überdeckt. Nach Aufsetzen des Deckels preßt man das Sherardisierungsmittel und die in dasselbe eingebetteten Gegenstände mittels des Kolbens 7 und der Gewindespindel 5 zusammen. Infolge des Druckes und der Beweglichkeit des Sherardisierungsmittels, umkleidet dasselbe gleichmäßig sämtliche Werkstücke beliebiger Form auf ihrem Umfang und auf ihren inneren Flächen, falls sie hohl sind. Die auf diese Weise beschickten Sherardisierungskästen werden dann in einen Ofen gleichmäßiger Temperatur eingesetzt. Werden die Kästen mittels eines Salzbades erhitzt, so können dieselben Kästen benutzt werden; es muß aber dafür Sorge getragen werden, daß die Oberfläche des Bades tiefer liegt als der Deckelrand des Kastens. Die Temperatur des Ofens oder des Salzbades muß möglichst konstant gehalten werden; sie beträgt vorzugsweise etwa-4000 C; die Dauer der Behandlung ungefähr i1/» Stunden, worauf die Gegenstände aus den Kästen heraus^ genommen und unter Abschluß der Luft abkühlen gelassen werden. Nach der Abkühlung werden dieselben ein zweites Mal sherardisiert, und zwar in denselben Kästen, jedoch mit einem Sherardisierungsmittel folgender Zusammensetzung:
Gepulvertes oder pulveriges Zink 5° °/o gepulverte .oder pulverige Kieselsäure 45 % ioo
kohlensaures Barium 5 %·
Die geeignete Temperatur für diese zweite Sherardisierung'beträgt ungefähr 550° C, die Dauer der Behandlung zwei Stunden. Die Zusammensetzung des Sherardisierungsmittels, die Temperatur des Ofens und die Dauer der Behandlung kann wechseln. Die den Kästen entnommenen Gegenstände werden, wie dies bei der ersten Sherardisierung der Fall war, unter Luftabschluß gekühlt. Hierauf werden sie mittels einer Mischung von feinem Sand und Benzin gereinigt. Die Gegenstände können dann die endgültige Politur in der bisher üblichen Weise erhalten. Die Anwendung von Sherardisierungskästen mitDruclcvorrichtung erübrigt es, den Kasten in Drehung zu versetzen, behufs regelmäßiger Oberflächenerhitzung. Man kann infolgedessen feststehende Kästen verwenden, wodurch man in :1er Lage ist, Gegenstände beliebiger Gestalt, jrröße, sogar solche sehr großer Ausdehnung zu behandeln.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt. Die Zusammensetzung des Sherardisierungsmittels kann wie gesagt von der angegebenen abweichen; sie hängt ab von der Natur des zu behandelnden Metalles, der Tiefe des Eindringens, der größeren oder geringeren Raschheit, mit der man die Behandlung durchführen will. Sämtliche bei der Zementation mittels
ίο Kohlenstoff übliche Verfahren, um vor der Einwirkung des Zementiermittels bestimmte Teile der zu behandelnden Gegenstände gegen Zementation zu schützen, können Anwendung finden. Auch die Operationen vor und nach der Behandlung "können von den oben angegebenen abweichen, und es- können in einzelnen Fällen we.itere Operationen hinzukommen. Das beschriebene Verfahren ist nicht nur für eisenhaltige Metalle, für Eisen, Stahl, Guß usw. verwendbar, sondern auch für Kupfer und Kupfterlegierungen.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung einer zinkhaltigen Schutzdecke für eisen- oder' kupferhaltige Metalle durch Sherardisieren, dadurch gekennzeichnet, daß das pulverförmige Sherardisierungsgemisch auf den zu überziehenden Gegenstand während der Behandlung aufgepreßt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sherardisierttng ein- und mehrfach mit einem zinkreicheren Sherardisierungsgemisch bei höherer Temperatur (500 bis 550° C) wiederholt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für eine zweistufige Sherardisierung folgende Sherardisierungsgemische Anwendung finden:
    1. Gepulvertes Zink 40 °/o
    gepulverte Kieselsäure ... 52 °/0
    Kaliumferrocyanid 3 °/0
    Bariumcarbonat 5 /οι
    2. Zinkpulver 50 °/0
    pulverförmige Kieselsäure 45 °/0
    Bariumcarbonat 5 °/0,
    wobei die Temperatur 4000 C und 5500 C beträgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEN29313D 1928-03-28 1928-09-16 Verfahren zur Herstellung einer zinkhaltigen Schutzdecke fuer eisen- oder kupferhaltige Metalle Expired DE575232C (de)

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