DE57237C - Elektromagnetische Anzeigevorrichtung - Google Patents

Elektromagnetische Anzeigevorrichtung

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DE57237C
DE57237C DENDAT57237D DE57237DA DE57237C DE 57237 C DE57237 C DE 57237C DE NDAT57237 D DENDAT57237 D DE NDAT57237D DE 57237D A DE57237D A DE 57237DA DE 57237 C DE57237 C DE 57237C
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DENDAT57237D
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H. W. Adler und E. A. Schaller in Wien
Publication of DE57237C publication Critical patent/DE57237C/de
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B5/00Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
    • G08B5/22Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission
    • G08B5/24Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission with indicator element moving about a pivot, e.g. hinged flap or rotating vane

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74: Signalwesen.
Elektromagnetische Anzeigevorrichtung.
Beim praktischen Gebrauche der bisherigen elektrischen Signal- und Rufvorrichtungen tritt insbesondere in Gasthöfen häufig der Fall ein, dafs der Gerufene das Signal überhört und die Bediensteten nicht wissen, wem der Ruf galt. Ferner ist es bei Telegraphen- und Telephonanlagen erforderlich, der gerufenen Person anzuzeigen, aus welchem der mit einer und derselben Signalglocke, verbundenen und an dieselbe Drahtleitung geschalteten Oertlichkeiten gerufen wurde, ohne für jede einzelne einen eigenen Anzeiger anwenden zu müssen. An den bisherigen bei Dampfschiffen, Eisenbahnwagen u. s. w. im Gebrauche stehenden Anzeigern mufsten umständliche Vorrichtungen mit Blockirung u. s. w. angeordnet werden, um bei den hierbei vorkommenden starken Erschütterungen eine regelrechte Wirkung zu erzielen.
Durch vorliegende Erfindung sind diese Uebelstände behoben, indem unsere Vorrichtung entsprechend der Anzahl der gegebenen Signale dieser der verlangten Person deutlich ersichtlich macht bezw. der gerufenen Person anzeigt, von welcher Stelle oder von welcher Richtung signalisirt wurde. .
Die Vorrichtung arbeitet in jeder beliebigen Lage, waagrecht liegend, lothrecht oder unter jedem beliebigen Winkel hängend, fehlerfrei auf jede Entferung, selbst bei schwachen Strömen, und ist gegen stärkste mechanische Einwirkung unempfindlich. Die Zeichen erscheinen nur durch galvanische oder' inducirte Ströme, also ohne Benutzung künstlicher permanenter, in der Kraft nicht gleichbleibender Magnete, wodurch späterhin keine Ausbesseeine Einzelansichf eines Elektrosammt Anker m und Trommelrungen nothwendig werden. Auf beiliegender Zeichnung ist eine einzelne Vorrichtung .veranschaulicht, jedoch können mehrere solcher Anzeiger neben einander in einem gemeinschaftlichen Kasten angeordnet sein.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch die Vorrichtung,
Fig. 2 ein senkrecht zu Fig. 1 stehender Schnitt,
Fig. magneten achse c, Fig. 4 eine Einzelansicht der Aufziehvorrichtung für die Anzeigetrommel,
Fig. 5 die Anzeigetrommel α im Einzelnen,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Trommel mit Antriebsfeder d,
Fig. 7 eine Gesammtansicht der Vorrichtung ;
Fig. 8 veranschaulicht ein Schaltungssystem für eine Nummer von mehreren Stellen, während endlich
Fig. 9 ein Schaltungsschema für mehrere Nummern zeigt, wobei L1 L2 . . . die Leitung zu den Tastern, A die Leitung zum Elektricitätserzeuger, G die Leitung zur Glocke und i, 2, 3^ die Taster bezeichnen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht unsere Anzeigevorrichtung im wesentlichen aus der Anzeigetrommel α, welche am Umfange mit den betreffenden Bezeichnungen wie, z. B. Kellner, Hausknecht, Trakt 2 u. dergl., versehen ist und mit ihrer Hülse al auf einer am Träger b befestigten hohlen Achse c lose sitzt.
Die Trommel α trägt an der Seitenfläche a" eine Spiralfeder d, deren freies Ende d1, Fig. 6, an der festen Achse c befestigt ist; ferner be-
sitzt sie einen Stift e, der einem Arme e1 der Spindel / entspricht. Letztere geht durch die hohle Achse c und trägt am entgegengesetzten Ende ein Scheibchen g, wodurch die Spindel sammt ihrem Arm und damit auch die Trommel α gedreht und gleichzeitig die Feder d gespannt werden kann. Die Spindel/ ist in der am Kästchen α befestigten Hülse i gelagert und . mit einer Feder k umwickelt, von der ein Ende in der feststehenden Hülse i und das andere Ende in einem Ansatz /' der Spindel steckt, so dafs die letztere um ihre eigene Achse federn kann. Durch den Ansatz/1, der sich in einem entsprechenden Einschnitte in' der Hülse i, Fig. 4, bewegt, wird die Drehung der Spindel begrenzt. Der Anker m, getragen von einer am Träger b befestigten Feder /, besitzt unten einen Fortsatz m1, welcher mit mehreren im Innern der Trommel festgemachten Sperrzähnen η in Eingriff steht, so dafs die unter dem Drucke der Feder d stehende Trommel sich immer nur um einen Zahn vorwärts drehen kann, und zwar nur dann, wenn der Anker vom Elektromagneten angezogen und somit der Zahn vom Fortsatz des Ankers, freigegeben wird. Der Anker ist überdies mit einem längeren Stift m2 versehen, welcher der Stromschlufsfeder ο der Klingelleitung gegenüber steht, wodurch beim Anziehen des Ankers m seitens des Elektromagneten gleichzeitig die Klingel zum Tönen gebracht wird. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Wird behufs Signalgebung der Druckknopf der Leitung L1 bethätigt, bezw. der Strom geschlossen, so geht derselbe durch die Spulen ρ und infolge dessen zieht der Elektromagnet auf einen Moment den Anker m an. , Die Folge davon ist, dafs der Fortsatz des Ankers entsprechend dem den Elektromagneten ertheilten, Impulse auf einen Moment ausgelöst wird, wodurch die Trommel von der gespannten Feder d um ein Stück vorwärts gedreht wird, bezw. bis der nächste Zahn an den Ankerfortsatz anstöfst: Durch den Anker ist aber gleichzeitig auch der Schlufs mit der Ruhestromschlufsfeder 0 hergestellt und damit auch das Läutewerk in Thätigkeit gesetzt worden. Entsprechend der Drehung der Trommel kommt eine der Bezeichnungen der Trommel, z. B. Kellner, Fig. 7, bei der Schauöffnung zum Vorscheine ; der vermuthlich Gerufene braucht dann nur auf die Anzeigevorrichtung zu sehen, um bestimmt zu erfahren, wer angerufen wurde, bezw. von wo aus gerufen wurde. Wird der' Stromschlufsknopf zweimal niedergedrückt, so wiederholt sich der beschriebene Vorgang zweimal und dementsprechend bewegt sich die Trommel um zwei Zähne bezw. kommt eine andere Bezeichnung der Trommel zum Vorschein u. s. w. Ist dieselbe gänzlich abgelaufen, so wird sie sammt Feder d mittelst des Drehscheibchens g von neuem aufgezogen. Damit bei eventuell länger anhaltendem Drucke auf den Druckknopf, also wenn der Anker vom Elektromagneten längere Zeit festgehalten wird, die Trommel nicht gänzlich ablaufen kann, sind aufser den Sperrzähnen η zwischen, und zwar seitlich .von demselben Zähne n1, Fig. 5, angebracht, -welche in der regelrechten Stellung des Ankers den Fortsatz nicht berühren, jedoch bei angezogenem Anker an den FOrtsatz anstofsen. Es ist klar, dafs an Stelle der erwähnten Bezeichnungen auf der Trommel auch farbige Flächen u. dergl. Verdeutlichungen angeordnet sein können, sowie dafs an Stelle der Trommel auch eine Scheibe angeordnet werden kann. Diese Einrichtung läfst sich selbstverständlich nicht nur bei den Haussignalvorrichtungen , sondern auch bei Telegraphenanlagen und allen ähnlichen Anrufvorrichtungen benutzen und wirkt sowohl m,it Batterie- als auch Inductionsstrom.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine elektromagnetische Anzeigevorrichtung, gekennzeichnet durch eine sich ruckweise drehende Anzeigetrommel [oder auch Scheibe] (a), welche am äufseren Umfange mit mehreren entsprechenden Bezeichnungen oder farbigen Flächen u. dergl. und innen mit mehreren Sperrzähnen η und κ·1 versehen ist, welch letztere mit einem Fortsatz des Ankers (ml) im abwechselnden Eingriffe stehen, so dafs bei Bethätigung eines Druckknopfes die Trommel auf einen Moment frei wird bezw. sich um einen Zahn fortbewegen kann, wodurch eine der Bezeichnungen der Trommel bei der Schauöffnung der Vorrichtung ersichtlich wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT57237D Elektromagnetische Anzeigevorrichtung Expired - Lifetime DE57237C (de)

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