DE570645C - Einrichtung zum Verhindern des Schleuderns von Kraftwagen, Kraftraedern u. dgl. - Google Patents
Einrichtung zum Verhindern des Schleuderns von Kraftwagen, Kraftraedern u. dgl.Info
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60S—SERVICING, CLEANING, REPAIRING, SUPPORTING, LIFTING, OR MANOEUVRING OF VEHICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60S1/00—Cleaning of vehicles
- B60S1/62—Other vehicle fittings for cleaning
- B60S1/66—Other vehicle fittings for cleaning for cleaning vehicle exterior
- B60S1/68—Other vehicle fittings for cleaning for cleaning vehicle exterior for freeing wheels or tyres from foreign matter, e.g. wheel scrapers
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60B—VEHICLE WHEELS; CASTORS; AXLES FOR WHEELS OR CASTORS; INCREASING WHEEL ADHESION
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verhindern des Schleuderns von Kraftwagen,
Krafträdern u. dgl.
Bei abgefahrenen Reifen mit entsprechend geringem Reibungswert war es bisher üblich,
entweder derartige Reifen abzunehmen und auffrischen zu lassen oder deren Laufflächen
von Hand mit einer Drahtbürste o. dgl. aufzukratzen. Die erste Art bedeutet zwar eine
gründliche Wiederherstellung der Reifen, jedoch entstehen durch die Xeuvulkanisierung
erhebliche Kosten. Die zweite Art kann auf zuverlässige Ergebnisse keinen Anspruch
machen. Der Gummi wird in den verschiedensten Richtungen kreuz und quer eingerissen
und beschädigt. Außerdem sind derartige Maßnahmen während des Betriebes des Fahrzeuges nicht anwendbar.
Ferner sind Gleitschutzstreuvorrichtungen
ao bekannt, die so ausgebildet sind, daß die Streumasse beim Gebrauch von einem geeigneten
Körper abgekratzt wird, wobei die zum Abkratzen oder Abschaben erforderlichen Mittel von dem Reifen des Fahrzeuges unmittelbar
oder mittelbar angetrieben werden. Schließlich ist es bereits bekannt, in Verbindung
mit .Sandstreuern Bürsten oder Kratzer anzuordnen, die die Laufflächen der
Reifen vor der Bestreuimg reinigen sollen.
Diese bekannten Einrichtungen sind aber nicht vollkommen betriebssicher, da sie immer
auf Hilfsmittel, wie Streumasse, angewiesen sind. Diese Vorrichtungen sind —
was am wesentlichsten ist — auch nicht von nachhaltiger Wirkung, sondern sie müssen
bei schlüpfriger oder glatter Fahrbahn dauernd in Betrieb sein und verbrauchen dabei
Kraft, obwohl die angestrebte Wirkung nicht einmal mit Sicherheit erzielt wird.
Demgegenüber besteht das Neue der Erfindung darin, daß die Laufflächen der Reifen
durch dicht nebeneinanderliegende, wenig tiefgehende Einschnitte mit feinen, ohne
Unterbrechung um den Reifen herumlaufende Lamellen versehen sind. Zweckmäßig werden
die Lamellen mittels kurzer, starrer, stiftartiger Schneidwerkzeuge hergestellt, von
denen die vor jeder Lauffläche angeordneten, ■während der Fahrt vom Führersitz aus gegen
die Laufflächen anpreßbaren Backen eine Anzahl tragen. Diese Maßnahme zum Verhindern
des Schleuderns ist nicht mit erheblichen Kosten verbunden und bedingt keinen Zeitverlust.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
und zwar zeigt
Abb. ι die Gesamtansicht eines Kraftwagens mit den vom Schaltbrett aus zu betätigenden
Backen zum Herstellen der Lamellen,
Abb. 2 die Backenanordnung an der Stoßstange eines Kraftwagens sowie die Zugvorrichtung
zum Stellhebel am Schaltbrett und
Abb. 3 den Grundriß der Zugvorrichtung nach Abb. 2.
Die Backen α, die die Schneidwerkzeuge tragen, sitzen an dem Schenkel O1 eines
Winkelhebels, der mittels des Bolzens c drehbar an der Stoßstange d oder am Trittbrett
gelagert ist. An dem Schenkel O1 greift das
Drahtseil f% bzw. /ä an. Sämtliche Drahtseile
/Ί und f« führen über Führungsrollen
liv Iu zur Welle I auf dem Schaltbrett i. Auf
der Welle / ist der Griff k fest angeordnet. Die Schenkel b.z der Winkelhebel stehen unter
Belastung von Federn g, die sich gegen die Rückseite der Stoßstange d oder gegen das
rückwärtige Ende des Trittbrettes stützen.
Im Ruhezustand drücken die Federn g die Backen α von den Laufflächen ab. Werden die
Drahtseile Z1 und /2 jedoch durch Drehen der
Welle I mittels des Griffes k angespannt, so
bewegen sich die Backen c gegen die Laufflächen, und die Schneidwerkzeuge versehen
*.o die umlaufenden Laufflächen mit dicht nebeneinanderliegenden,
in ihrer Tiefe von der Zugstärke abhängigen Einschnitten, so daß auf der Lauffläche feine, ohne Unterbrechung
um den Reifen laufende Lamellen entstehen. «5 Sind die Laufflächen mit Lamellen versehen,
so läßt man den Griff k los, worauf die Federn g die Backen α von den Laufflächen abheben.
Die Backen α können je nach dem Verwendungszweck
schmaler oder breiter sein, sie können auch eine größere oder geringere Länge besitzen. Als Schneidwerkzeuge für
Kraftfahrzeugräderlauf flächen wird man sehr kurze Nägel verwenden, für Krafträder
S mehrere Reihen versetzt hintereinander angeordneter stärkerer Drähte. An Stelle der
Federn g in Verbindung mit den Drahtseilen Z1 und /2 können auch. Bowdenzüge
oder durch Luftdruck betätigte Stellvorrichtungen benutzt werden; ebenso läßt sich,
ähnlich bekannten Winkeranordnungen, der Schenkel b2 als Kern einer Magnetspule ausbilden,
die je nach der Stromrichtung den kreissektorartigen Schenkel ö3 einzieht oder
freigibt. Anstatt die Backen α an der Stoßstange d und am Trittbrett anzuordnen, wird
man im Bedarfsfalle andere passende Stellen wählen. Die Führungsrollen H1 und k.2 können
auch durch eine Rolle nach Art der Welle I ersetzt werden. In diesem Fall erübrigen
sich die hochgehenden Stränge der Drahtseile ft und f2 ; die Welle I würde durch
einen Fußhebel im oder am Wagenboden nach Art des Griffes k zu betätigen sein.
Die neue Vorrichtung bietet den Vorzug, daß sie in der einfachsten Weise zu handhaben
ist und jederzeit die In- und Außerbetriebnahme ermöglicht. Es ist nichts anderes
notwendig, als für eine Zeit, die immer höchstens einige Sekunden dauert, die Fahrgeschwindigkeit
herabzumindern und dabei die Backen α allmählich anzudrücken. Auf diese Weise kann der Fahrer bei plötzlich
auftretender Glätte sich einen längere Zeit anhaltenden Gleitschutz verschaffen, und die
Raddecken werden soweit wie möglich ausgenutzt. Schließlich muß noch darauf hingewiesen
werden, daß die Backen α bei Anbringung der Einrichtung an der Stoßstange d
im Fall eines Zusammenstoßes selbsttätig an die Fahrzeugräder gelegt werden und zur
schnellen Bremsung beitragen.
Claims (3)
1. Einrichtung zum Verhindern des Schleuderns von Kraftwagen, Krafträdern
u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Laufflächen der Reifen durch dicht nebeneinanderliegende,
wenig tiefgehende Einschnitte mit feinen, ohne Unterbrechung um den Reifen herumlaufenden Lamellen
versehen sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch kurze, starre, stiftartige
Schneidwerkzeuge zum Herstellen der Lamellen.
3. .Einrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß vor jeder Lauffläche eine mehrere Schneidwerkzeuge tragende Backe aufgehängt ist, die wäh- go
rend der Fahrt vom Führersitz aus gegen die Lauffläche gepreßt werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ19315D DE570645C (de) | 1931-06-06 | 1931-06-06 | Einrichtung zum Verhindern des Schleuderns von Kraftwagen, Kraftraedern u. dgl. |
| FR725684D FR725684A (fr) | 1931-06-06 | 1931-10-28 | Dispositif de grattage des pneumatiques et similaires des roues de véhicules |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ19315D DE570645C (de) | 1931-06-06 | 1931-06-06 | Einrichtung zum Verhindern des Schleuderns von Kraftwagen, Kraftraedern u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE570645C true DE570645C (de) | 1933-02-18 |
Family
ID=7624833
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ19315D Expired DE570645C (de) | 1931-06-06 | 1931-06-06 | Einrichtung zum Verhindern des Schleuderns von Kraftwagen, Kraftraedern u. dgl. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE570645C (de) |
| FR (1) | FR725684A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943571C (de) * | 1953-05-28 | 1956-05-24 | Emil Jaeckel | Sicherungsvorrichtung gegen das Schleudern fuer Kraftfahrzeuge |
| US20220258698A1 (en) * | 2021-02-17 | 2022-08-18 | Corey Gautreau | Wheelchair Wheel Cleaning Assembly |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| US5566420A (en) * | 1996-03-19 | 1996-10-22 | Specht; Mary | Device for cleaning the surface of a tire |
-
1931
- 1931-06-06 DE DEZ19315D patent/DE570645C/de not_active Expired
- 1931-10-28 FR FR725684D patent/FR725684A/fr not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943571C (de) * | 1953-05-28 | 1956-05-24 | Emil Jaeckel | Sicherungsvorrichtung gegen das Schleudern fuer Kraftfahrzeuge |
| US20220258698A1 (en) * | 2021-02-17 | 2022-08-18 | Corey Gautreau | Wheelchair Wheel Cleaning Assembly |
| US11801809B2 (en) * | 2021-02-17 | 2023-10-31 | Corey Gautreau | Wheelchair wheel cleaning assembly |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR725684A (fr) | 1932-05-17 |
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