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Verfahren zum Verhindern des Einfrierens verflüssigten Arbeitsmittels
imVerdampfer einer kontinuierlich wirkenden Absorptionskältemaschine
| 7uni Betriebe von kontinuierlich wirkenden |
| Absorptionskälteinaschinen kann inan Ab- |
| sorptionslösungen verschiedener Art verwen- |
| den. Geeignete Stoffe sind z. h. Ammoniak |
| in w:il.iriger Lösung oder ver(liiinite Schwefel- |
| ,:iure brw. Alkalilauge. Im ersten lalle ist |
| (lag Arbeitsmittel Aininoniak. ini zweiten |
| lalle Wasser. Während der lrstarrungs- |
| punkt des flüssigen --#,tnmonialcs hei -8o' C |
| liegt. wird reine, Wasser schon bei o° C fest. |
| Bei Verwendung von Wasser und anderen |
| Stoffen finit verli:iltnisni:ißig hochliegendem |
| Gefrierpunkt kann daher der lall leicht ein- |
| treten. da[.) (las verflüssigte Arbeitsmittel im |
| Verdampfer einfriert. Auch bei Ammoniak |
| und anderen Stoffen finit vcrh<iltni,mäliig tief- |
| liegendeni Gefrierpunkt bestellt diese- Mng- |
| liclikeit (tann. wenn der Verdampfer bei |
| extrem tiefen Temperaturen arbeiten soll. |
| Bei kontinuierlich wirkenden Absorptions- |
| 1<:ilteniascliinen kann die Verflüssigung des |
| :itisgetricl)elien Arbeitsmittels entweder in |
| einem Flüssigkeits- oder luftgekühlten Kon- |
| tion,ator oder (furch Absorption in einem so- |
| (#iiannten .Resorber stattfinden. Bei der vor- |
| liercnden ErfindunT, die den Zweck hat, (las |
| 1?illfl"ieren (les verflüssihten Arbeitsmittel, inl |
| Verdanipter zu verhindern, handelt es sich |
| uni eine Al)sorlitiolisk:ilteniascliine der zuerst |
| crtvähnten Art, also uin eine finit Verflüssi- |
gung des Arbeitsmittels in einem Kondensator. Insbesondere, wenn in einer solchen
Absorptionskälteinaschine Arbeitsmittel verwendet werden, die, wie z. B. Wasser,
einen verhältnismäßig hochliegenden Gefrierpunkt besitzen. ist es wichtig, daß das
Einfrieren des verflüssigten Arbeitsmittels iin Verdampfer finit Sicherheit verhindert
wird. Dies wird gemäß der 1?rfindung dadurch erreicht, daß (lern Arbeitsmittel vor
seineirr Eintritt in den Verdampfer die zum Herabsetzen des Gefrierpunktes unter
die #7 erdampfungstenipera.-tur des reinen Arbeitsmittels erforderliche Menge Absorptionslösung
zusätzlich beigefügt wird. Die gebräuchlichen Absorptionsmittel haben nämlich die
Eigenschaft, lvenn sie der Flüssigkeit. mit der zusammen sie die Absorptionslosung
bilden, in geringer Menge zugesetzt werden, eine Gefrierpunktserniedrigung herbeizuführen.
Man nitiß nur dafür sorgen, daß die Menge der zusätzlich beigefiihteii Absorptionslösung
verhältnismäßig
g , ring bleibt. daß also die ini Verdainpfer zur e @"c#rdampfung
gelangen(Ic llüssiglceit (las Absorptionsmittel nur in so schwacher Konzentration
enthält, dali der Danlpfdruek der Lösung nur wenig beeinträchtigt wird.
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T.äßt rnan das
Konden
sat nicht unter dem Spiegel der
im Verdampfer vorhandenen Flüssigkeit, sondern in den Dampfraum des
| `Tel'd<lnl3Tt'1"# rintrctc#n. #o bestellt bei reinen' |
| Kolldeils:,1 11,#c11 die @LÜglichl:eit, dal.i die Ztt- |
| fülu-nal@sieitult,@ an clor Jlündungsstellc ztt- |
| friert. er«-eist sich deshalb als besonders |
| zwecklllül@i@. daß inan dein verflüssigten |
| =@rlleitsmittel @clion vor seinetil Eintritt in |
| den @-rrclampfer,clie erforderliche Menge an |
| Absorptionsmittel zusetzt. Ulan kann zu die- |
| sem Zweck die inl Verdampfer sich -.in- |
| sammelnde unverdampft gebliebene Flüssig- |
| keit verwenden: man kann aber auch die dein |
| verilü_siaten Arbeitsmittel -zuzusetzende Ab- |
| sorptionslösung von der im Absorbersystem |
| (d. 1i. zwischen Austreiber und Absorber) zir- |
| kulierenden Absorptionslösung - und -zwar |
| zweckmäßig aus der zum Absorber strömen- |
| den Lv_ tulg - abzweigen. Vorteilhaft ist es, |
| die Lei;ung für die dem Kondensat zuzu- |
| setzende Absorptionslösung so zu führen, daß |
| die Lösung nicht von selbst in den Verdamp- |
| fer :,Yelan@ren kann, sondern erst emporgehoben |
| «"erden 111u13. Man gewinnt dadurch die Mög- |
| lichkeit. die zuzusetzende Lösungsmenge zu |
| beherr_clien. Zum Emporheben der Absorp- |
| tionslöSung kann malt Arbeitsmitteldampf |
| verwenden, der sich aus dem Kondensat unter |
| einem zwischen dem Verdampfungs- und dein |
| Kondensationsdruck liegenden Druck ent- |
| wickelt. 'Man kann aber auch den gleichen |
| Zweck dadurch erreichen, daß man zur För- |
| derung der Absorptionslösung das Kondensat |
| selbst aeranzieht. beispielsweise indem man |
| die beiden Flüssigkeiten an einem Punkt zu- |
| sammenfiihrt. der so tief unter dem Spiegel |
| einer durch die Absorptionslösung gebildeten |
| hlüssikeitssäule liegt, daß das Kondensat |
| Absorptionslösung in geringer Menge in den |
| Verdampfer einporzulieben vermag. |
| Das dein Verdampfer zuzuführende Koli- |
| densat kann einem in der Kondensatleitung |
| zwischen Kondensator und Verdampfer all- |
| geordneten Gefäß entnommen werden, in #,t-el- |
| client sich -aus dem Kondensat - z. B. durch |
| Druckentlastung - Dampf entwickeln kann, |
| dessen Druck zwischen dem Kondensations- |
| und dein Verdampfungsdruck liegt. Den in |
| dem genannten Gefäß entwickelten Dampf |
| kann genannten dann mittels eitler besonderen |
| Daniptleitung abtulireit, die beispielsweise in |
| einen' vor Gier Eintrittsstelle in den Verdamp- |
| fer a:i-eordneten "lwischengefäß unter einer |
| Flüssigieitssäule mündet. Hiermit kann der |
| Zweck verbunden «-erden, die dem Kondensat |
| zuzusztzeilde Absorptionslösung auf ein |
| hiilieres -Niveau zu lieben. In jedem Falle |
| aber iä;jt sich durch die ertt-älinteMaßntilime das |
| Eilifriereu der hondensatleitung verhindern. |
| l11 alicil Fiiileil ist es erwünscht, den dein |
| verflii-igten Arbeitsmittel beigemischten Pro- |
| zentsatz all Absorptionslösung so ztt regeln, |
| daß itii Verdampfer die gewiinschte Koitzen- |
tration erzielt und dauernd erhalten wird. l:in i\-fittel hierzu bestellt darin,
daß von einem über dein Austreiber gelegenen Gasabsclieideratlin eine Verbindungsleitung
zum Kondensator führt, deren i?inmündungsstelle in den Kondensator etwas liölier
liegt als die Abflußstelle der vom Gasabscheideraurn zum Absorber strömenden Lösung.
Gibt man dabei der Flüssigkeitsleitttlig die Form eines U-Rohres, in deren aufsteigendem
Schenkel der Absorptionslösung Heizwärme zugeführt wird, während ihr absteigender
Schenkel einer regelbaren Kühlwirkung ausgesetzt ist, so läßt sich das angestrebte
Ziel mit großer Genauigkeit erreichen.
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Mit einer Einrichtung gein:iß der Erfindung kann inan erreichen, claß
der Verdatnpfer jederzeit mit eineu' Gemisch von verflüssigtem Arbeitsmittel und
Absorptionsmittel in genau abgemessener Iiolizeiltration beschickt wird, und zwar
unabliä Eigig voll dein Betriebszustande der Maschine. wie größerer oder geringerer
Intensität der Austreiberlieizung und der hondensatorkühlung. Man kann aber auch
die Einrichtung so treffen, daß normalerweise reines Kondensat in den Verdampfer
gelangt und erst dann, wenn dieses in der Zuleitung zutn Verdampfer einfrieren sollte,
so viel Absorptionslösung herangebracht wird, daß das Eis wieder auftaut. Für diese
und die übrigen vorstehend erwähnten Zwecke lassen sich zahlreiche Ausführungsformen
ausbilden, von denen einige in der Zeichnung abgebildet sind. Diese sollen nunmehr
näher beschrieben werden.
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In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i bezeichnet i einen durch eine
Heizpatrone 2 beheizten Austreiber. Der im Austreiber i aus wäLlriger Alkalilauge
entwickelte Wasserdampf steigt in eineue engen Rohre 3 mit der an Wassergehalt ärmer
gewordenen Absorptionslösung zu einem Gasabscheideraum 4 empor, in welchem sielt
der Arbeitsliiitteldampf von der Lösung trennt. Durch eine U-förmig gekrümmte Leitung
5 wird die Lösung von hier aus dein Absorber 6 zugeführt. Durch eine zweite U-förmig
gekrümmte Leitung 7, die mit der Leitung 5 einen Temperaturwechsler bildet, gelail-t
die finit Wasser wieder angereicherte Lösung zum Aus-23 i zurück.
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Der Gasabscheider 4. ist finit dein als Schlangenrohr ausgebildeten
Kondensator,, erstens durch eine Dampfleitung g und zweitens durch eitle U-förmig
gekrümmte Flüssilceitsleitung io verbunden. Der absteigende Schenkel der U-fiirntigeit
Leitung io zweigt vom Gasabscheider 4. an einem Punkte ab, der tiefer liegt als
der berlauf der die AlbsorlltionsUösung zum Absorber 6 führenden Leitung 5, und
ilir aufsteigender Schenkel inündet
in den Kondensator , an einem
Punkte. der ein wenig höher liegt als dieser Überlauf. Der aufsteigende- Schenkel
der Leitung io enthält einen den absteigenden Schenkel der Leitung 5 mantelartig
unischlielienden Teil i i. Die beiden Leitungen ermöglichen daher einen Wärmeaustausch
miteinander, so daß die durch den absteigenden Schenkel der Leitung io aus dem Gasabscheider
.4 abfließende und sich dabei abkühlende Absorptionslösung in dem Gefäß i i durch
die den absteigenden Schenkel der Leitung 5 durchströmende Ab-
sorptionslösung
erwärmt wird. Dadurch wird (las spezifische Gewicht der Lösung im aufsteigenden
Schenkel der Leitung io geringer. und etwas Lösung gelangt - ausreichende Temperaturdifferenz
zwischen den beiden Schenkeln des U-Rohres io vorausgesetzt -in den Kondensator
B.
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Vom unteren Ende des Kondensators 8 führt eine U-förmig gebogene Leitung
12 das Kondensat einem Abscheidegefäß 13 zu, von dem aus es in den Verdampfer 14
gelangt. Durch eine noch weiter herabreichende Leitung 15 ist der tiefste Punkt
der U-förmigen Leitung 12 mit dem unteren Ende des Abscheidungsgefäßes verbunden.
VOln unteren Teil des Verdampfers 1.4 gelangt das verdampfte Arbeitsmittel durch
ein Rohr 16 zum Absorber 6. Dieses Rohr dient zugleich dazu, im Verdampfer nicht
verdampfte Flüssigkeit dein Absorbersystem wieder zuzuführen.
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Wie bereits erwähnt, tritt aus der in der U-förmigen Leitung io befindlichen
Absorptionslösung eine gewisse Menge in den Kondensator q über und vermischt sich
dort mit (lein verflüssigten Arbeitsmittel, wenn der Temperaturunterschied zwischen
der in dem Gefäß i i erwärmten und der in dem absteigenden Schenkel der Leitung
io gekühlten Lösung einen gewissen Grenzwert erreicht hat. Die Abkühlung der Lösung
in dein absteigenden Schenkel der Leitung io erfordert eine gewisse Zeit, so daß
die pro Zeiteinheit dem Kondensator zugeführte Lösungsmenge in jedem Fall gering
bleibt. Diese Zeit ist um so kürzer, je weniger der absteigende Schenkel gegen Wärmeausstrahlung
geschützt ist. Durch eine Wärmeschutzvorrichtung von einstellbarer Wärmeisolierwirkung
läßt sich eialter das Maß der Wärmeabstrahlung im voraus bestimmen. Man kann somit
das 'Maß der Abkühlung der Absorptionslösung in (lern absteigenden Schenkel der
Leitung io und die abgezweigte Lösungsmenge selbst in gewissen Grenzen beliebig
einstellen.
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Die Einmündungsstelle der Leitung io in den Kondensator 8 kann wegen
der geringen Unterschiede des spezifischen Gewichtes der kalten und warmen Absorptionslösung,
die sich als Folge der beschriebenen Abkühlung und Wiedererwärmung ergeben. nur
wenige Millimeter oder Zentimeter höher liegen als der Überlauf zur Leitung 5 im
Gasabscheider 4. Infolgedessen ist die Wirkung der in Fig. i abgebildeten Einrichtung;
davon abhängig, wie der Apparat aufgestellt ist. Eine geringe Schrägstellung kann
unter Umständen schon von störender Wirkung sein. Es ist daher zweckmäßig, den Überlauf
und den Punkt, von dem aus die Lösung zum Kondensator abströmt, nahe zusammenzulegen.
Eine Einrichtung, die in dieser Beziehung weniger empfindlich ist, ist in Fig. z
dargestellt. Hier wird dein Kondensat nicht schon irn Kondensator Absorptionslösung
zugesetzt. sondern diese wird ran der vom Gasabscheider zum Absorber führenden Leitung
an einer tiefer liegenden Stelle abgezweigt und zum Verdampfer durch Arbeitsmitteldampf
emporgehoben. der aus dem Kondensat unter einem zwischen dein Verdampfungs-und dein
Kondensationsdruck liegenden Druck entwickelt wird. . Dies geschieht jedoch bei
(lein gezeichneten Ausführungsbeispiel nur dann, wenn die normale Kondensatzuführung
zum Verdampfer durch Einfrieren versperrt ist, wenn also der Zusatz. von Lösung
erwünscht ist.
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Die mit gleichen Bezugsziffern wie in Fig. i bezeichneten Teile haben
dieselbe Bedeutung wie in dieser Figur und brauchen daher nicht nochmals erläutert
zu werden. Dagegen unterscheidet sich die Einrichtung nach Fig. 2 von der zuerst
beschriebenen in folgenden wesentlichen Punkten.
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Von der U-förmigen Flüssigkeitsleitung 5, durch welche die vom Gasabscheider
d. kommende Absorptionslösung dem Absorber 6 zuströmt, ist unten ein Rohr 1; abgezweigt
und bis zu einem oberhalb des Verdampfers 1d. angeordneten Gefäß 18 emporgeführt.
In den zu dem Gefäß i8 aufsteigenden Teil der Leitung 17 mündet ein Dampfrohr i9,
das vorn oberen Teil des in der Kondensatleitung zwischen Kondensator und Verdampfer
liegenden Abscheidegefäßes 13 ausgeht. Das Gefäß i8 ist in der aus Fig. ? ersichtlichen
Weise durch eine Gasleitung 2o mit dem Verdampfer 14 und durch eine Flüssigkeitsleitung
21 init der Leitung 22 verbunden, durch welche das Kondensat vom Abscheidegefäß
13 zum Verdampfer 14 gelangt.
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Es sei angenommen, daß dem Verdampfer 14. durch die verhältnismäßig
enge Verbindungsleitung 22 reines Wasser zugeführt werde. Sinkt nun die Verdampfertemperatur
unter o°, so friert das Kondensat in der Verbinduligsleitung 2z ein. Infolgedessen
findet der Dampf, der sich in dein Abscheidegefäß 13 entwickelt, keinen Ausweg,
und es steigt der Druck in diesem Gefäß bis auf einen
Wert, der
durch die Flüssigkeitssäule, -,welche in der Leitung 17 oberhalb der Eininündungsstelle
des Gasrohres ig, der kommunizierenden Flüssigkeitssäule im aufsteigenden Rohre
5 entsprechend, steht, gegeben ist. Sobald dieser Druck erreicht ist, tritt Wasser
durch das Rohr icg in den aufsteigenden Teil der Leitung 17 über und hebt aus dieser
Absorptionslösung in das Gefäß 18 hinein. Durch die Leitung 21 gelangt diese Absorptionslösung
in die Verbindungsleitung 22 und bewirkt hier ein Auftauen des Eises. Sollte dieses
Auftauen nicht schnell genug vonstatten gehen. so kann in dem Gefäß i8 sich ansammelnde
Absorptionslösung durch das Rohr 2o in den Verdampfer gelangen. Da der Kondensator
8 dauernd Kondensat nachliefert. findet dieses einen Weg in den Verdampfer 14 über
die Leitung i9. Es verdünnt (labei die Absorptionslösung im oberen Teile der Leitung
17, und das Gemisch tritt über das Gefäß 18 in den Verdampfer ein. Es fließt dabei
entweder durch das Rohr 21 oder, falls dieser Weg durch Eis versperrt ist, durch
das Rohr 2o.
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Eine Ausführungsform, bei welcher die dem Verdampfer zuzuführende
Absorptionslösungsmenge nicht durch Arbeitsmittelclampf, sondern ausschließlich
durch das verflüssigte Arbeitsmittel selbst in den Verdampfer befördert wird, ist
in Fig. 3 veranschaulicht. Hier sind wieder diejenigen Teile, die dieselbe Bedeutung
haben wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i, mit gleichen Be-i' Z>
bezeichnet.
Abweichend von Fig. i und 2 wird jedoch das Kondensat von dem Abscheidegefäß 13
aus dem Verdampfer 1.4 nicht unmittelbar zugeführt, sondern vielmehr ist an den
aufsteigenden Teil der Flüssigkeitsleitung 17, welche von der dem Absorber 6 die
Absorptionslösung zuführenden Leitung 5 abgezweigt ist, an einem Punkte, der tiefer
liegt als <lie Einmündungsstelle der Leitung 5 in den Absorber, eine vom Abscheidegefäß
13 herkommendeKondensatleitung 3o angeschlossen. Der oberhalb der Eintrittsstelle
dieser Leitung liegende Teil 31 der Leitung 17 besitzt einen größeren Querschnitt
als der unterhalb der Eintrittsstelle befindliche Teil; um zu verhindern, daß etwa
sich bildende Gasblasen die Lösung aus dem Rohre herausreißen. Die Leitung
31 mündet in ein dem Verdampfer 14 vorgeschaltetes Zwischengefäß 32. Von
diesem aus gelangt die Flüssigkeit durch eii:e Verbindungsleitung 33 in den Verdampfer
14.. In das Zwischengefäß mündet unterhalb einer durch die in ihm enthaltene Flüssigkeit
gebildeten Flüssigkeitssäule das vom Abscheidegefäß i3 herkommende Dampfrohr 19
ein. Auf diese Weise wird verhindert, daß das Abscheidegefäß 13 einfrieren kann.
Die zuletzt beschriebene Einrichtung wirkt wie folgt: Solange kein Konclensar in
die Leitung 30 eintritt, steht der Spiegel der Lösung im Rohr 31 bei gleicher Konzentration
ebenso hoch wie im Rohr 5. Es kann also stark konzentrierte Lösung nicht über den
durch die gestrichelte Linie markierten Punkt der Mündung des Rohres 5 in den Absorber
6 hinausreichen und etwa in den Verdampfer 14 gelangen. Das eintretende Kondensat
verdünnt nun die Absorptionslösung und verringert dadurch deren spezifisches Gewicht
im Rohre 31. Infolgedessen steigt im Rohre 31 der Flüssigkeitsspiegel immer höher,
bis nach Erreichung einer bestimmten, durch die gegenseitige Höhenanordnung gegebenen
Konzentration die Lösung in den Verdampfer 14 bzw. das Zwischengefäß 32 überläuft.
Da nun die Absorptionsflüssigkeit, die sich in der Leitung 17 befindet, ein höheres
spezifisches Gewicht hat als das durch die Leitung 30 ihr zuströmende Kondensat,
ist das Gewicht der oberhalb der Eintrittsstelle der Leitung 3o in der Leitung stehenden
Flüssigkeitssäule um so geringer, je weniger Absorptionslösung in dem Flüssigkeitsgemisch
enthalten ist, das diese Säule bildet. Denn einerseits bilden die Leitungen
30 und 31 ein U-Rohr miteinander, in dessen Schenkel 3o das Kondensat sich
so hochstauen kann, daß es in jedem Falle in das Rohr 31 eintreten kann, und andererseits
kommuniziert der zum Absorber aufsteigende Teil der Leitung 5 finit dem Leitungsstrang
17, 31, der in seinem unteren Teil 17 im wesentlichen nur unverdünnte Absorptionslösung,
in seinem oberen Teil 31 aber ein Gemisch von Kondensat und Absorptionslösung enthält.
Der Gleichgewichtszustand, der sich dann beim Eintritt des Flüssigkeitsgemisches
in den Verdampfer einstellt, ist dadurch bestimmt, daß das spezifische Gewicht der
durch das Kondensat verdünnten Lösung in dein Rohr 31 gerade so gering ist, daß
die in 31 bis zur Mündung in das Zwischengefäß 32 reichende Säule der unverdünnten
Lösung höheren spezifischen Gewichts im oberen "feil des zum Absorber aufsteigenden
Rohres 5 die Waage hält. Mit dem spezifischen Gewicht ist also auch der Konzentrationsgrad
deg in den -Verdampfer eintretenden Gemisches ge-Ueben, der also den aus Fig. 3
zu entnehmenden Höhen 1a und h, entspricht. Dabei bedeutet 1e den Höhenunterschied
zwischen der l,inmündungsstelle der Leitung 30 in die Leitung 17 einerseits
und der Einmündungsstelle der Leitung 5 in den Absorber 6 andererseits und h,; den
Höhenunterschied zwischen der zuletzt genannten Stelle und der Einmiiiidungsstelle
des durch das Verbindungsrohr 33 in den Verdampfer 14 einströmenden Kolidensats
oder
Flüssigkeitsgemisches. Ist das spezifische Gewicht der in der Leitung 5 be-1-indlichen
Absorptionslösung s und das spezifische Gewicht des in der Leitung 31 befindlichen
Flüssigkeitsgemisches 6, so gilt für den Gleichgeri-ichtszustand die Bezichung
- 1t . s - (lt -,- 1z.,) # c.
I@araus ergibt sich
Für eine gegebene Konzentration der Absorptionslösung, der ein ganz bestimmter Wert
des spezifischen Gewichtes s entspricht, kann man also leicht die Höhn ?a und 1c"
so # ählen, daß das spezifische Gewicht des in der v.
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Leitung 31 befindlichen Flüssigkeitsgemisches einen vorausbestimmten
'Wert und damit dieses Flüssigkeitsgemisch einen ganz bestimmten Konzentrationsgrad
an Absorptionslösung aufweist. Auf diese Weise ist es niö-lich, den Verdampfer dauernd
und gleich-Z, 11, - mit einem Flüssigkeitsgemisch genau 1 *ißi abgemessener
Konzentration zu bdschicken, die sowohl von der größeren oder geringeren Intensität
der Heizung oder der Kondensatoikiihlung im wesentlichen unabhängig ist. Die zuletzt
beschriebene Einrichtung wirkt daher nicht erst dann. `nenn das Kondensat in der
"Zuleitung zum Verdampfer einfrieren sollte, vielmehr ist dein Einfrieren
dadurch vorgebeugt, daß sich in dein Zwischengefäß 32 und in dein Verbindungsrohr
33 stets mit Absorptionslösung versetzte Flüssigkeit befindet. Auch in der Leitung
30 und im Abscheidegefäß 13 kann (las Kondensat nicht einfrieren, da der
Druck der im Zwischengefäß 32 stelienden Fliissigkeitss<itile, der auch im Ab-,cheidehefiil3
13 herrscht. dies verhindert.
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t)as Ausführungsbeispiel nach zig. 4 unter->cheidet sich von demjenigen
nach l"ig. 3 alt mehrfacher l1ilisicht, und zwar vor allein (ladurch, (laß für die
Eildung des das Einfrieren verliilldernden Flüssi-keitsgemisches im allgemeinen
rar nicht die Absorptionslösung des Absorbersvstems irr Anspruch genommen zu werden
braucht. Dies 1ä ßt sich dadurch vcrineiden, (laß Mittel vot,geselien sind, tiui
im Verdampfer unverdanipft 1-ebliebene Flüssigkeit. die aus verdünnter Absorptionslöstnir
besteht, dein @"er(lainpfer unten zti entnehmen und sie ihin an einer höher -ele,reneii
Stelle wieder zuzuführen. Zu (fiesem Zweck ist an (las unter(: Ende (leg Verdampfers
14 der absteigende Schenkel einer U-förmigen Leitung 4o angeschlossen, deren aufsteigender
Schenkel über eine Verbindungsleitung 42 und ein (lein Verdampfer vorgeschaltetes
Zwischen-Z., f.1) 41 zu einer höher gelegenen Stelle des Verdampfer, führt. In eine
im aufsteigenden Schenkel der Leittang 40 enthaltene topfartige Erweiterung 43,
die den Zweck hat, das Einfrieren des Abscheidegefäßes 13 zu verhin-(lern, mündet
eine Dampfleitung .-:+ ein, die - entsprechend der Leitung 19 in Fig. 3 -von (lein
im Zuge der Kondensatleitung zwischen Kondensator und Verdampfer angeordneten Abscheidegefäß
13 herkommt. Durch Sie Leitung 4. wird Arbeitsmitteldampf, der sich im Gefäß 13
aus dem zugeführten Kondensat unter dem durch die Flüssigkeitssäule im Gefäß 43
bestimmten Druck entwickeln kann, dem Gefäß 43 zugeführt. Er tritt hier durch die
Flüssigkeit hindurch und gelangt durch den aufwärts steigenden Teil der Leitung
40 in den Dampfraum des Zwischengefäßes 41. Die Flüssigkeitssäule, die im Gefäß
43 über der Einmündungsstelle der Dampfleitung 44 steht, bewirkt, daß die erwähnte
Dampfbildung im Abscheidegefäß 13 bei einer höheren Temperatur vor sich geht als
die im Verdampfer 14 stattfindende Verdampfung. Damit aber ist das Abscheidegefäß
13 vor dem Einfrieren geschützt. An das Zwischengefäß 41 sind ferner zwei unterhalb
des Spiegels der in ihm enthaltenen Flüssigkeitssäule einmündende Kondensatleitungen
angeschlossen, und- zwar dient die eine, ¢5, zur Verbindung des Zwischengefäßes
41 mit dem Abscheidegefäß 13 und die andere, 46, zur Verbindung mit dem aufsteigenden
Teil der vom Absorbersystern abgezweigten Flüssigkeitsleitung 17, in welche sie
an einem Punkte einmündet, der so tief unter dein Spiegel der dariiberstehenden,
durch die Absorptionslösung in der Leitung 17 gebildeten Flüssigkeitssäule liegt,
(laß (las durch die Leitung 46 gegebenenfalls zugeführte Kondensat Absorptionslösung
in geringer Menge in (las Zwischengefäß 41 emporzuheben vermag.
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Iin unteren Teile der Leitung 17 ist noch ein Schlalihenrohl- 47 gezeichnet,
das lediglich (len Zweck hat, die Leitung so weit zu verliingerrl, (laß Druckschwankungen,
die sich beispielsweise vorn Gasabscheider 4 her durch die Leitung 5 fortpflanzen
und in den Leitungen 5 Und 17 Flüssigkeitspendelungen hervorrufen können, keinen
Anlaß zur Vermischung (ler Lösungen verschiedenen Konzentrations-"rades beben. Der
Verdampfer 14 kann auch ohne Zuinischung von Lösung aus (lein Absorbersystein unter
o° arbeiten, da die Restlösung des Verdampfers dieseln und dein Zwischengefäß .1.1
immer wieder von neuem zugeführt wird. Das Kondensat vermischt sich im Zwischengefäß
mit der verdünnten Lösung und gelangt, unter Umgehung des Rohres 46 und ohne neue
Absorptionslösung lieranzufiiliren, in den Verdampfer 14. Ist indessen die Konzentration
der Restlösung in Anbetracht der jeweiligen Verdampfertempetatur
einmal
zu gering, so kann es trotzdem zum Einfrieren des Kondensats im Zwischen-9cfäli
:4i kommen. In diesem Falle nimmt, cla zunächst nur der obere Teil der in dem Gefäß
.4i enthaltenen Flüssigkeitsmenge ge-
friert, das Kondensat seinen
Weg durch den unteren Teil des Zwischengefäßes 41 und die Leitung 46 in die aufsteigende
Leitung i7. Dadurch gelangt mit Absorptionslösung versetztes Kondensat oben in das
Zwischengefäß -l.i, so claß die Eisdecke wieder auftaut. Geschieht das nicht schnell
genug, so strömt weiter Flüssigkeitsgemisch durch das Rohr i; (.lern Z«vischengefäß
41 zu, fällt, soweit es nicht in diesem verdampfen kann, in die U-förmige Leitung.lo
mit dem in ihr enthaltenen Topf 43 und wird von hier aus dem Zwischengefäß 41 und
dem Verdampfer 14 wieder zugeführt. Solange das Einfrieren des Kondensats im Zwischengefäß
41 andauert, wird durch das Rohr 17 ein kleiner Teil neuer Absorptionslösung
in den Verdampfer geschafft. Sobald der Weg für das Kondensat durch das Zwischengefäß
41 wieder frei ist, hört die Zuführung weiterer Lösungsmengen aus dem Absorbersystem
in den Verdampfei auf, und die im Verdampfer einmal enthaltene Absorptionslösung
@iird lediglich umgewälzt. Ist deren Konzentration einmal zu stark geworden, so
daß die V erdainpfung beeinträchtigt wird, so verdünnt sich die im Verdampfer unigewälzte
Lösung bald wieder durch die fortgesetzte Zumischung von Kondensat so lange, bis
ein Teil des Verdampferinbaltes in den Absorber 6 überläuft. Die für das richtige
Arbeiten des Verdampfers entsprechend der in ihm herrschenden Temperatur geeignete
Mischung von Kondensat und Absorptionslösung stellt sich also in jedem Falle von
selbst wieder her.
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Wie bereits erwähnt, kommt der Gegenstand der Erfindung nur für solche
kontinuierlich wirkenden Absorptionskälternaschinen in Betracht, bei denen (las
Arbeitsmittel in einem Kondensator verflüssigt wird. Bei Resoiptionsmaschinen nämlich,
bei denen also zuni Verflüssigen des Arbeitsmittels ein Absurptionslösung enthaltender
Resorl)er und zur Kälteerzeugung ein ebenfalls finit Absorptionslösung beschickter
Entgaser benutzt wird, ist ein Einfrieren des Kälteerzeugers auch bei Verwendung
eines Arbeitsmittels finit hochliegendem Gefrierpunkt nicht zu befürchten, cla bei
derartigen Maschinen immer Lösungsflüssigkeit in den Entgaser gelangt.
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Es sei noch darauf hingewiesen, daß bei jeder mit Kondensation arbeitenden
Absorptionsmaschine eine gewisse Menge Lösungsmittel unabsichtlich in den Verdampfer
mitgerissen wird -Lind daß man bei neuzeitlichen Anlagen durch besondere Dampftrocknungseinrichtungen
(Rektifikatoren) bestrebt ist, diese Lösungsmittelinenge so gering wie möglich zu
halten. Im Gegensatz zu dieser unabsichtlich in den Verdampfer gelangenden Lösungsmittelmenge
wird beim Gegenstande der Erfindung dem Arbeitsmittelkondensat vor seinem Eintritt
in den Verdampfer eine gewisse Menge Absorptionslösung zusätzlich beigefügt, und
diese Menge ist so bemessen, daß ein Einfrieren vertlüssiriten Arbeitsmittels im
Verdampfer unter allen Umständen Verhindert wird. -