DE559928C - Verdampfer bzw. Entgaser fuer kontinuierlich wirkende Absorptionskaeltemaschinen - Google Patents

Verdampfer bzw. Entgaser fuer kontinuierlich wirkende Absorptionskaeltemaschinen

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DE559928C DE1930559928D DE559928DD DE559928C DE 559928 C DE559928 C DE 559928C DE 1930559928 D DE1930559928 D DE 1930559928D DE 559928D D DE559928D D DE 559928DD DE 559928 C DE559928 C DE 559928C
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    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B39/00Evaporators; Condensers
    • F25B39/02Evaporators
    • F25B39/026Evaporators specially adapted for sorption type systems

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Description

  • Verdampfer bzw. Entgaser für kontinuierlich wirkende Absorptionskältemaschinen Die im Verdampfer einer Absorptionskältemaschine zur Verdampfung gelangende Flüssigkeit enthält stets einen größeren oder geringeren Anteil an Lösungsmittel, der aus dem Verdampfer fortlaufend 'und gründlich entfernt werden muß, damit dieser nicht an Wirksamkeit verliert und die Füllung der einzelnen Apparate sich nicht ändert. Ü=berflutungsverdampfer mit Umlauf, wie sie bei Kompressionsmaschinen üblich sind, sind daher für Absorptionskältemaschinen ungeeignet, auch wenn, wie bereits vorgeschlagen, verhältnismäßig enge Rohre zur Verwendung gelangen, in denen unverdampfte Flüssigkeit durch Dampfblasen aus dem Flüssigkeitsraum in den Dampfraum des Verdampfers emporgehoben wird, da das in solchen Fällen vorgesehene erweiterte Rücklaufrohr unverdampft gebliebenes Lösungsmittel dem frischen Kondensat wieder zuführt.
  • Findet die Verdampfung absichtlich aus einer reichen Lösung heraus statt (Entgasung), so ist bei dem Entgasungsvorgang in verstärktem Maße dafür zu sorgen, daß keine Vermischung bereits entgaster Lösung mit der neu zuströmenden reichen Lösung eintritt. Da gleichzeitig der Druckverlust im Entgaser möglichst gering sein soll, da sonst ein Temperaturverlust die Folge ist, so bleibt ein nicht mit Flüssigkeit gefüllter Verdampfer oder Entgaser, in dem die Flüssigkeit im Dampfraum an den Wänden herabrieseln kann, am vorteilhaftesten.
  • Indessen ist es nicht leicht, parallel geschaltete Rohre dieser Art gleichmäßig mit Verdampfungsflüssigkeit von oben zu beschicken, und mitunter steht auch die Bauhöhe nicht zur Verfügung, die für diese Ausführung erwünscht wäre.
  • Vorliegende Erfindung löst die gestellte Aufgabe in einer neuartigen Weise, ohne die Vorteile der erwähnten Lösung preiszugeben, unter Verwendung eines Verdampfers, bei dem die entstehenden Dampfblasen die nicht verdampfende Flüssigkeit in engen Rohren aus dem Flüssigkeitsraum des Verdampfers in den Dampfraum des Verdampfers emporheben, dadurch, daß die emporgehobene Flüssigkeit aus diesem Dampfraum durch eine von dem Dampfraum abzweigende Flüssigkeitsleitung unmittelbar weitergeleitet wird, so daß sie nicht in denselben Verdampfer oder Entgaser zurückkehren kann.. Gegebenenfalls kann die Leitung zur Abführung der Flüssigkeit aus dem Dampfraum auch mit der den Dampf abführenden Leitung zusammenfallen. Die verhältnismäßig engen Rohre des Rohrbündels sind von dem abzukühlenden Medium, beispielsweise der Sole, umgeben.
  • Diese Ausgestaltung des Verdampfers bzw. Entgasers hat gegenüber dem bei Kompressionsmaschinen bekannten und auch für Absorptionskältemaschinen vorgeschlagenen Überflutungsverdampfer mit Umlauf des Flüssigkeitsinhalts den Vorteil, daß keine Vermischung der durch Ammoniakabgabe bereits verwässerten Flüssigkeit mit der neu zuströmenden Flüssigkeit eintritt, daß also die Verdampfung stets bei der tiefsten Temperatur stattfindet, die durch den Druck und Wassergehalt des zuströmenden Kondensats bzw. der Lösung gegeben ist. Bei dem überfluteten Umlaufverdampfer entwickelt sich zudem der Dampf unter dem vollen Druck der Flüssigkeitssäule im Umlaufrohr, was namentlich bei tiefer Verdampfertemperatur nachteilig ist. Bei der vorliegenden Anordnung ist der Druck - entsprechend der Entlastung von der rücklaufenden Flüssigkeitssäule - bei der Entstehung des Dampfes an den unteren Rohrenden geringer, die Verdampfertemperatur also auch aus diesem Grunde noch niedriger.
  • Die Vermeidung eines erweiterten Rücklaufrohres unter Voraussetzung enger aufsteigender Verdampferrohre ist also für Absorptionskältemaschinen in doppelter Beziehung besonders wertvoll. , Sind - unter dieser Voraussetzung - die aufsteigenden Rohre eng genug, so wird das in ihnen aufsteigende Dampf-Flüssigkeits-Gemisch im allgemeinen ein Zurückströmen der Flüssigkeit selbst dann verhindern, wenn sich die Flüssigkeit im Dampfraum oberhalb der Mündung der engen Rohre staut. Kommt.aber einmal durch irgendwelche Umstände in einem der Rohre eine abwärts gerichtete Flüssigkeitsströmung zustande, so ist sie schwer wieder aufzuheben, da die an Lösungsmittel angereicherte Flüssigkeit bei der tiefen Soletemperatur nicht mehr genügend Dampf entwickelt, um die Lösung emporzuheben. Vorteilhafter ist es daher, jede Möglichkeit eines Umlaufs der Lösung im Verdampfer dadurch zu verhindern, daß das Rohr für die Weiterleitung der Flüssigkeit aus dem Dampfraum räumlich tiefer angeordnet wird als die Mündungen der engen Rohre des Rohrbündels in diesem Dampfraum. Die emporgehobene Flüssigkeit kann durch diese Leitung einem Verdampfer beliebiger Bauart zugeleitet werden; wegen des noch stärkeren Gehaltes dieser Flüssigkeit an Lösungsmittel ist es jedoch besser, auch für den nachgeschalteten Verdampfer oder Entgaser die geschilderte Bauart anzuwenden, bis die Flüssigkeit genügend ausgedampft ist, um in den Lösungskreislauf des Entgasers oder des Absorbers zurückzukehren.
  • Im allgemeinen tritt hinter dem Regulierventil bereits eine Dampfentwicklung auf, die die gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit im Rohrbündel beeinträchtigen kann, wenn der Dampf nicht von dem Flüssigkeitsraum ferngehalten wird. Dies geschieht erfindungsgemäß durch die Anordnung eines Behälters, der in seiner Höhenanordnung zwischen dem Flüssigkeitsraum und dem Dampfraum liegt und der mit seinem unteren Ende durch eine Leitung mit dem Flüssigkeitsraum und mit seinem oberen Ende mit dem Dampfraum in Verbindung steht. Diesem Behälter wird die zu verdampfende Flüssigkeit nach ihrer Entspannung im Regulierventil zunächst zugeführt, bevor sie in den Flüssigkeitsraum gelangt. Der hinter dem Regulierventil sich bildende Dampf geht dann auf einem besonderen Wege in den Dampfraum; ohne in den Flüssigkeitsraum zu gelangen und die Verteilung zu stören.
  • Je nach der Einstellung des Flüssigkeitsstandes in diesem Behälter kann die Entgasung der Flüssigkeit weiter oder weniger weit getrieben werden, so daß eine genaue und bequeme Kontrolle der Einstellung des Regulierventils gegeben ist.
  • Verwendet man den nachgeschalteten Verdampfer zur Vorkühlung der Flüssigkeit vor dem Regulierventil, so kann man einerseits die in den Zwischenbehälter abzuleitende Dampfmenge gering halten. Andererseits wird durch die weitgehende Entgasung die Kälteleistung höherer Temperatur nutzbar gemacht, so daß sich eine Steigerung der Kälteleistung ergibt.
  • Verwendet man getrennte Leitungen für die Abführung der Flüssigkeit und des Dampfes aus dem Dampfraum, so läßt sich bei den Maschinen, bei denen zwischen Verdampfer und Absorber noch ein Resorber und ein Entgaser zur Erhöhung der Kälteleistung eingeschaltet ist, die Restflüssigkeit des Verdampfers unter Vermeidung des Umweges durch den Resorber mittels eines Regulierventils direkt dem Entgaser zuleiten. Im. Resorber würde sie dessen Wirksamkeit beeinträchtigen, unter dem Druck des Entgasers kann sie jedoch noch bei besonders tiefen Temperaturen Kälte leisten oder bei der Temperatur des Entgasers zu weitgehender Ausdampfung -gelangen, 'so daß eine besonders sorgfältige Rektifikation des im Austreiber erzeugten Dampfes vermieden werden kann.
  • Da sich die arme Lösung nach ihrer Ausdampfung am oberen Ende des Entgasers befindet, so läßt sich dies für die Vergrößerung der Zulaüfhöhe für die Pumpe ausnutzen, indem man den für einen ungestörten Betrieb der Maschinen erforderlichen Überlauf für unverdampfte Flüssigkeit vom Entgaser zum Absorber räumlich möglichst-hoch, also in der Höhe des Dampfraumes anordnet, so daß sich bis zu dieserHöhe ein Stau vor der Pumpe bilden kann. Dieses Überlaufrohr kann gleichzeitig als Dampfleitung zum Absorber dienen.
  • Man kann in einem Entgaser bekanntlich besonders tiefe Temperaturen erreichen, wenn man die reiche Lösung soweit wie möglich vorkühlt, bevor man sie dem Regulierventil entspannt. -Die neue Verdampferanordnung ermöglicht zwanglos eine wirksame Vorkühlung, wenn man die vorzukühlende Lösung einen Wärmeaustauscher mit einem Teil des ansteigenden Rohrbündels, in dem die Flüssigkeit durch die Dampfblasen mitgerissen wird, bilden läßt. Man kann den der Vorkühlung dienenden Teil des Rohrbündels auch außerhalb des die Nutzkälteleistung liefernden Entgasers anordnen und gewinnt dadurch die konstruktive Möglichkeit, sich den von der Sole abweichenden Temperaturbedingungen für die Vorkühlung der Lösung durch entsprechende Bemessung der Länge oder des Ouerschnittes für das abgezweigte Rohrbündel anzupassen. Denn da die erreichbare Entgasung einerseits eine Funktion der Menge und Temperatur der abzukühlenden Flüssigkeit, andererseits aber eine Funktion der Menge der zur Entgasung gelangenden Lösung ist, wird man letztere z. B. durch Vergrößerung der Förderhöhe und Verringerung der Eintauchtiefe der gestellten Aufgabe recht vollkommen anpassen können.
  • In der Abbildung ist als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes eine mit zweistufiger Verdampfung arbeitende Absorptionskältemaschine dargestellt. Hierin bezeichnet i eine Pumpe, 2 einen Temperaturwechsler, 3 einen Austreiber, 4 eine Rohrleitung zwischen Temperaturwechsler 2 und Regulierventil 5, 5 ein Regulierventil, 6 einen Kondensator, 7 eine Rohrleitung zwischen Kondensator 6 und Nachverdampfer 8, 8 einen Nachverdampfer, 9 eine Rohrleitung zwischen Nachverdampfer 8 und Regulierventil io, io ein Regulierventil, ii eine Rohrleitung zwischen Zulaufbehälter i9 und dem Verdampfer 13, 12 den Flüssigkeitsraum des Verdampfers 13, 13 einen Verdampfer, 14 das Rohrbündel des Verdampfers 13, 15 den Dampfraum des Verdampfers 13, 16 eine Rohrleitung zwischen dem Zulaufbehälter i9 und dem Dampfraum 15 des Verdampfers 13, 17 Rohranschlußstutzen für den Sole-Eintritt, 18 Rohranschlußstutzen für den Sole-Austritt, i9 einen Zulaufbehälter, 2o einen Flüssigkeitsstandanzeiger, 21 einen Zulaufbehälter, 22 den Flüssigkeitsraum des Nachverdampfers 8, 23 den Dampfraum des Nachverdampfers 8, 24 einen Abscheider, 25 einen Flüssigkeitsstandanzeiger, 26 einen Flüssigkeitsstandanzeiger, 27 eine Rohrleitung zwischen dem Abscheider 24 und dem Solenachkühler 29, 28 ein Regulierventil, 29 einen Solenachkühler, 3o einen Zulaufbehälter, 31 eine Rohrleitung zwischen dem Flüssigkeitsraum 32 des Entgasers 67 und dem Zulaufbehälter 30, 32 den Flüssigkeitsraum des Entgasers 67, 33 das Rohrbündel des Entgasers 67, 34 den Dampfraum des Entgasers 67, 35 eine Rohrleitung zwischen dem Zulaufbehälter 30 und dem Entgaser 67, 36 einen Zulaufbehälter, 37 einen Flüssigkeitsstandanzeiger, 38 eine Rohrleitung zwischen dem Zulaufbehälter 36 und dem Nachentgaser 68, 39 den Flüssigkeitsraum des Nachentgasers 68, 4o eine Rohrleitung zwischen dem Zulaufbehälter 21 und dem Nachverdampfer 8, 41 die Rohrbündel des Nachverdampfers 8, 42 den Dampfraum des Nachentgasers 68, 43 eine Rohrleitung zwischen Zulaufbehälter 36 und dem Nachentgaser 68, 44 einen Sammelraum, 45 eine Rohrleitung zwischen dem Zulaufbehälter 3o und dem Lösungsvorkühler 54 und dem Nachentgaser 68, 46 eine Pumpe, 47 ein Verbindungsrohr zwischen dem Sammelraum 44 und dem Absorber 48, 48 einen Absorber, 49 eine Rohrleitung zwischen dem Sammelraum 44 und der Pumpe 46, 5o eine Rohrleitung zwischen der Pumpe 46 und dem Temperaturwechsler 53, 51 einen Resorber, 52 eine Rohrleitung zwischen dem Resorber 51 und dem Temperaturwechsler 53, 53 einen Temperaturwechsler, 54 den Lösungsvorkühler, 55 ein Regulierventil, 56 den Eintritt der Sole in den Nachentgaser 68, 57 eine Rohrleitung für die Sole zwischen dem Nachentgaser 68 und dem Entgaser 67, 58 ein Verbindungsrohr zwischen dem Entgaser 67 und Solenachkühler 29. 59 den Austritt der Sole aus dem Solenachkühler 29, 6o eine Rohrleitung zwischen dem Dampfraum 15 des Verdampfers 13 und dem Resorber 51, 61 die Anschlußrohrleitung des Zulaufbehälters 2i an die Rohrleitung 6o, 62 die Anschlußrohrleitung des Abscheiders 24 an die Rohrleitung 6o, 63 ein Verbindungsrohr zwischen dem Verdampfer 13 und dem Zulaufbehälter 21, 6.1. ein Verbindungsrohr zwischen dem Nachverdampfer 8 und dem Abscheider 24, 65 ein Verbindungsrohr zwischen dem Dampfraum 34 des Entgasers 67 und dem Zulaufbehälter 36, 66 ein Verbindungsrohr zwischen dem Nachentgasers 68 und dem Sammelraum 44, 67 einen Entgaser, 68 einen Nachentgaser, 69 die Rohrbündel des Nachentgasers 68.
  • Die Maschine arbeitet wie folgt: Die Pumpe i fördert die reiche Lösung aus dem Absorber 48 durch den Temperaturwechsler 2 in den Austreiber 3. Von hier fließt die entgaste arme Lösung über den Temperaturwechsler :z durch Rohr 4 und Regulierventil 5 in den Absorber zurück, wo sie sich wieder anreichert.
  • Der im Austreiber 3 entwickelte Dampf wird im Kondensator 6 verflüssigt und gelangt durch Rohr 7 in den Nachverdampfer 8, wird hier vorgekühlt und fließt dann durch Rohr 9 und Regulierventil io in den Zulaufbehälter i9, der mit dem Standglas 2o versehen ist. Der sich hinter dem Regulierventil io entwickelnde Dampf geht durch Rohr 16 in den Dampfraum 15 des Verdampfers 13, die Flüssigkeit gelangt durch Rohr ii in den Flüssigkeitsraum 12 und von hier in die aufsteigenden engen Rohre des Rohrbündels 14, in denen sie, wenn sie nicht verdampfen würde, bis zur Höhe des Flüssigkeitsspiegels in dem Zulaufbehälter ig emporsteigen würde. Die Rohre werden von Sole, die bei 17 zuströmt und bei 18 abläuft, umspült, die Flüssigkeit in den Rohren fängt an zu verdampfen, und die aufsteigenden Dampfblasen reißen die unverdampften Teile der Flüssigkeit, die sich mehr und mehr mit dem Lösungsmittel anreichert, in den Dampfraum mit empor. Man 'hat es nun ganz in der Hand, je nach der Höhe des Flüssigkeitsstandes in 2o, die Entgasung bis zu der gewünschten Temperatur zu treiben und mehr oder weniger Restflüssigkeit in den Dampfraum mit emporzureißen. Dabei ist der Druckverlust nicht etwa so groß, wie er bei einem flüssigkeitserfüllten Verdampfer mit weiteren Rohren sein würde, sondern er ist nicht größer, als der Flüssigkeitsspiegel in ig über den unteren Rohrenden des Rohrbündels liegt, so daß der Temperaturverlust durch diese Druckerhöhung sehr gering ist.
  • Es kann auch nicht vorkommen, daß etwa eins der Rohre nicht mitarbeitet, denn selbst wenn es durch irgendeinen Zufall mit armer Lösung gefüllt sein sollte,, so würde diese, da sie im Fall der hier vorausgesetzten Ammoniaklösung schwerer ist als das reine Ammoniakkondensat, sehr bald von selbst herausgespült werden und wie die anderen mit derselben Flüssigkeit gleichmäßig beschickt werden.
  • Aus dem Dampfraum 15 gelangt der Dampf durch Rohr 6o in den Resorber 51, wo er von relativ armer Absorptionslösung wieder absorbiert wird. Die in den Dampfraum 15 mitgerissene Flüssigkeit gelangt durch das unterhalb der Mündungen der Rohre 14 in den Dampfraum angeordnete Verbindungsstück 63 in den Zulaufbehälter 2i, der durch das Dampfrohr 61 mit der Leitung 6o verbunden ist, damit nicht der in 21 etwa entstehende Dampf die Flüssigkeit am Ablaufen durch das Rohr 63 verhindert. An dem Standglas 25 läßt sich wieder der Spiegel beobachten und die Arbeitsweise kontrollieren. Da in dem Nachverdampfer 8 die Lösung reicher an Lösungsmitteln ist, wird man, um Druckverluste zu verringern, den Nachverdampfer weniger hoch und verhältnismäßig breit ausführen. Die Flüssigkeit strömt durch Rohr 40 dem Flüssigkeitsraum 22 und dem Rohrbündel 41 zu und wird in diesem dem Dampfraum 23 zugeführt. Die bei der Verdampfung erzeugte Kälte dient zur Vorkühlung der dem Hauptverdampfer zugeführten Flüssigkeit. Dampf und Flüssigkeit gehen zusammen durch Rohr 64 in den Abscheider 24, von wo der Dampf durch Rohr 62 und 6o dem Resorber zuströmt, während die Flüssigkeit, deren Stand mit Hilfe des Standglases 26 beobachtet werden kann, durch Leitung 27 und Regulierventil 28 dem Solenachkühler 29 zugeleitet wird, von wo sie in das Zulaufgefäß 30 zum Entgaser 67 gelangt. Die in 29 erzeugte Temperatur ist besonders tief, und man kann daher die dort erzeugte Kälte auch zu anderen Zwecken benutzen als dem der Solenachkühlung. Man könnte z. B. auch einen kleinen Teil der Sole abzweigen und diesen Teil in 29 besonders stark herunterkühlen, wenn in der Anlage Bedarf für diese niedrige Temperatur vorhanden ist.
  • Die im Resorber 51 angereicherte Lösung geht durch Rohr 52 und den Temperatur= wechsler 53 zunächst durch einen besonderen Vorkühler 54 und tritt dann durch Regulierventil 55 in den Zulaufbehälter 3o ein. Während der hinter dem Regulierventil entstehende Dampf durch Rohr 35 in den Dampfraum 34 des Entgasers 67 geleitet wird, fließt die Flüssigkeit durch Rohr 31 dem Flüssigkeitsraum 32 des Entgasers 67 zu und wird dann im Rohrbündel 33 ebenfalls zu dem Dampfraum durch die entstehenden Dampfblasen emporgehoben. Dampf und Flüssigkeit gehen durch das Verbindungsstück 65 in den Abscheider und Zulaufbehälter 36 des Nachentgasers 68, und während der Dampf durch Rohr 43 dem Dampfraum 42 des Nachentgasers 68 zugeleitet wird, strömt die Lösung, deren Stand sich am Standglas 37 ablesen läßt, durch Rohr 38 zu dem Flüssigkeitsraum 39, von wo sie durch die in dem Rohrbündel 69 entstehenden Dampfblasen in den Dampfraum 42 gerissen wird: Von dort fließt das Gemisch durch das Verbindungsstück 66 in den Sammelraum 44, und während nunmehr der Dampf mit der etwa im Überschuß vorhandenen Flüssigkeit durch das Rohr 47 in den Absorber 48 gelangt, wird die relativ arme Lösung durch Rohr 49 der Pumpe 46 zugeführt, von wo sie durch Rohr 5o und Temperaturwechsler 53 wieder in den Resorber zurückgefördert wird.
  • Die Sole tritt bei 56 in den Nachentgaser 68 ein, gelangt dann durch Rohr 57 in den Entgaser und durch Rohr 58 in den Solenachkühler 29, um bei 59 diesen zu verlassen. Von dem Zulaufbehälter 30 zweigt die Leitung 45 ab, die auch aus einem Rohrbündel enger Rohre bestehen kann, um im Lösungsvorkühler 54 durch Entgasung die reiche Lösung ausgiebig vorzukühlen. Da die reiche Lösung im Temperaturwechsler 53 nicht bis zu sehr tiefer Temperatur herab vorgekühlt ist, wird in Rohr 45 eine stärkere Ausdampfung erzielt als im Entgaser 67, und das Gemisch von Dampf und Lösung kann daher gleich in den Dampfraum 42 des Nachentgasers 68 gefördert werden.
  • Der Flüssigkeitsstand in den Zulaufgefäßen 30 und 36 wird in der Regel wesentlich höher sein müssen als im Verdampfer und Nachverdampfer, da wesentlich mehr Flüssigkeit zu fördern ist. Auch hier kann man aber, um Druckverluste zu vermeiden, den Entgaser mit relativ geringer Höhe und größerer Breite, also einer größeren Zahl von Rohren ausführen, ohne daß die gleichmäßige Beschickung der Rohre in Frage gestellt wird, so daß man den Druckverlust und den damit verbundenen Temperaturverlust in den gewünschten Grenzen halten kann.
  • Mit dem beschriebenen Verdampfer und Entgaser lassen sich also auch weniger einfache Anlagen mit großer Betriebssicherheit und recht vollkommener Wirkung und guter Regelbarkeit ausführen, und zwar ist die Benetzung der Kühlflächen stets in ebenso wirksamer Weise gesichert wie bei einem Verdampfer mit Flüssigkeitsumlauf, doch mit weit geringerem Druck-und Temperaturverlust und ohne jede Vermischung von bereits entgaster Flüssigkeit mit neu zuströmender, so daß die Reversibilität der Entgasung gesichert ist. Dabei ist sowohl der Kühlflächenbedarf wie der Raumbedarf besonders gering.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRÜCIIE i. Verdampfer bzw. Entgaser für kontinuierlich wirkende Absorptionskältemaschinen, bei dem die entstehenden Dampfblasen die nicht verdampfende Flüssigkeit in engen Rohren aus dem Flüssigkeitsraum des Verdampfers in den Dampfraum des Verdampfers emporheben, dadurch gekennzeichnet, daß die emporgehobene Flüssigkeit aus diesem Dampfraum durch eine von dem Dampfraum abzweigende Flüssigkeitsleitung unmittelbar weitergeleitet wird, so daß sie nicht in denselben Verdampfer oder Entgaser zurückkehren kann. a. Verdampfer bzw. Entgaser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr für die Weiterleitung der emporgerissenen Flüssigkeit aus dem Dampfraum räumlich tiefer angeordnet ist als die Mündungen der engen Rohre des Rohrbündels in diesem Dampfraum. 3. Verdampfer bzw. Entgaser nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen in seiner Höhenanordnung zwischen dem Flüssigkeitsraum und dem Dampfraum liegenden Behälter, der mit seinem unteren Ende durch eine Flüssigkeitsleitung mit dem Flüssigkeitsraum und mit seinem oberen Ende durch eine Dampfleitung mit dem Dampfraum bzw. einer mit diesem in Verbindung stehenden Dampfleitung verbunden ist und dem die zu verdampfende Flüssigkeit vor ihrem Eintritt in den Flüssigkeitsraum zugeführt wird. q.. Verdampfer bzw. Entgaser nach Anspruch i oder z, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Dampfraum zwei getrennte Leitungen ausgehen, von denen die eine unterhalb der Mündungen der engen Rohre ausgehende die Flüssigkeit, und die andere höher mündende den Dampf weiterleitet. 5. Verdampfer bzw. Absorber nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung für Abführung der emporgehobenen Flüssigkeit zu einem zweiten Verdampfer oder Entgaser beliebiger Bauart führt. 6. Verdampfer oder Entgaser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der nachgeschaltete Verdampfer von gleicher Bauart ist wie der erste. 7. Verdampfer bzw. Entgaser nach Anspruch 3 und 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der nachgeschaltete Verdampfer zur Vorkühlung der Flüssigkeit dient, die dem dem ersten Verdampfer vorgeschalteten Behälter zugeführt wird. B. Verdampfer nach Anspruch i, q. und 5 oder 6, bei der dem Verdampfer ein Resorber und Entgaser nachgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Leitung für die emporgehobene Flüssigkeit getrennte Dampfleitung in den Resorber führt, die Flüssigkeitsleitung hinter dem Verdampfer bzw. hinter dem letzten Verdampfer unter Zwischenschaltung eines Regulierventils aber in den Entgaser. g. Entgaser nach Anspruch i, q. und 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Leitung für die emporgehobene Flüssigkeit getrennte Dampfleitung in den Absorber führt, die Flüssigkeitsleitung hinter dem Entgaser bzw. hinter dem letzten nachgeschalteten Entgaser aber zu einer Pumpe, die die Flüssigkeit in den Resorber fördert. io. Entgaser nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammelraum für die Flüssigkeit vor der Pumpe hinter dem letzten Entgaser ungefähr in der räumlichen Höhe des Dampfraumes angeordnet ist und etwa in der Höhe der Mündung der Flüssigkeitsleitung aus dem Dampfraum einen Überlauf zum Absorber besitzt, der gegebenenfalls gleichzeitig auch als Dampfleitung zum Absorber dienen kann. ii. Entgaser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein ebenfalls vom Flüssigkeitsraum oder vorgeschalteten Behälter abzweigendes und in den Dampfraum mündendes aufsteigendes Rohr oder Rohrbündel mit der dem vorgeschalteten Behälter zugeführten reichen Lösung vor ihrer Entspannung im Regulierventil einen Gegenstromwärmeaustauscher bildet. iz. Entgaser nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß das den Vorkühler der reichen Lösung bildende Rohrbündel außerhalb des die Nutzkälteleistung liefernden Entgasers angeordnet ist, wobei das Rohr oder Rohrbündel eine von der des primären Rohrbündels abweichende, die Fördermenge beeinflussendeDimensionierung (Länge, Querschnitt) besitzen kann.
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