DE595332C - Verfahren und Vorrichtung zur Raffination fluessiger Kohlenwasserstoffe - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Raffination fluessiger Kohlenwasserstoffe

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DE595332C
DE595332C DEE42778D DEE0042778D DE595332C DE 595332 C DE595332 C DE 595332C DE E42778 D DEE42778 D DE E42778D DE E0042778 D DEE0042778 D DE E0042778D DE 595332 C DE595332 C DE 595332C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G21/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
    • C10G21/06Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents characterised by the solvent used
    • C10G21/08Inorganic compounds only
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Raffination flüssiger Kohlenwasserstoffe Gegenstand der nachstehend beschriebenen Erfindung ist die Anbringung einer Kombination von automatisch wirkenden Apparaten in Edeleanu-Anlagen zur Raffination flüssiger Kohlenwasserstoffe mittels flüssigen Schwefeldioxyds mit dem Ziel, den Arbeitsprozeß wesentlich einfacher zu gestalten und die Anschaffungskosten für eine solche Anlage zu vermindern. Eine Edeleanu-Anlage besteht bekanntlich im wesentlichen aus der Kühl- und Extraktionsapparatur, der Verdampfungsapparatur für die Austreibung des Schwefeldioxyds aus der beim Extraktionsprozeß anfallenden Raffinat- bzw. Extraktlösung und aus der Apparatur zur Wiederverflüssigung des aus der Verdampfungs-und Kühlapparatur kommenden gasförmigen Schwefeldioxyds. Die Erfindung bezieht sich auf die Extraktions- und VerdampfLingsapparaturen, deren bisheriger Aufbau im folgenden näher dargelegt wird.
  • Die Extraktionsapparatur bestand aus dem kontinuierlich arbeitenden Mischer - in einzelnen Fällen auch aus einem System hintereinandergeschalteter Absetzbehälter, kombiniert mit Misch- und Umwälzvorrichtungen - und aus je einem Sammeltank für die vom Mischer ablaufende Raffinat- und Extraktlösung mit je einer Pumpe, die die Lösung aus dem betreffenden Tank absaugte und in die entsprechende Verdampfergruppe drückte: Die Verdampfungseinrichtung setzte sich aus je einer Gruppe hintereinandergeschalteter Verdampfer für die Extrakt- bzw. Raffinatlösung zusammen, Die Lösung trat unter einem Druck, der noch über dem des wassergekühlten Kondensators lag, in den ersten Verdampfer ein und durchlief die nachgeschalteten Verdampfer, deren jeder unter einem niedrigeren Druck als der nächste vorgeschaltete Verdampfer stand, bis sie schließlich, vom Schwefeldioxyd bis auf geringe Spuren befreit, aus dem letzten Verdampfer, in dem ein weitgehendes Vakuum herrscht, durch eine Pumpe abgesaugt wurde.
  • Die beiden Sammeltanks, die die vom Mischer kommende Raffinat- bzw. Extraktlösung aufnahmen, hatten die Aufgabe als Puffer zu wirken, falls der Mischprozeß vorübergehend gestört würde, was beispielsweise bei einer Schwankung in der Destillat- oder Schwefeldioxydzufuhr zum Mischer eintreten konnte. Eine ähnliche Pufferwirkung übten auch die Verdampfer selbst aus, die in der bisherigen Ausführung einen sehr großen Flüssigkeitsinhalt hatten, so daß die unvermeidbaren Schwankungen in der Flüssigkeitszufuhr ausgeglichen werden konnten, bevor sie sich in die empfindlichen Vakuumverdampfer übertrugen und dort eine unangenehme Erhöhung des Restgehaltes an Schwefeldioxyd im Raffinationsprodukt (Raffinat bzw. Extrakt) sowie auch Schaumbildung verursachen konnten. Zur Ausgleichung solcher Schwankungen mußten die unter höheren Drucken stehenden Verdampfer mit Hilfe der in ihnen angebrachten Sichtgläser beobachtet werden, urn rechtzeitige Nachregulierung zu ermöglichen.
  • *Bei der großen Anzahl von Verdampfern, die in einer Edeleanu -Anlage in Betrieb stehen, übte überdies die Größe der Verdampferkessel auf die Gesamtkosten und den Gesamtplatzbedarf einen wesentlichen Einfluß aus. Weiter beeinflußten die beiden großräumigen Sammeltanks am Mischer den Preis der Anlage nicht unerheblich. Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun die Verringerung dieser Kostenanteile, die Erzielung gleichmäßigen, ruhigen Betriebes und die Herabsetzung der Betriebskosten der Anlage durch weitgehende Vereinfachung der Bedienung der Apparate. Dies wird durch die Automatisierung des an sich unverändert bleibenden Extraktions- und Verdampfungsprozesses mit Hilfe von Niveaureglern geeigneter Konstruktion in Kombination reit Druck- und Temperaturregeleinrichtungen erreicht.
  • Die Automatisierung des Extraktionsprozesses durch geeignete Ni@-eaur"#gler gestattet., die Sammeltanks wegfallen zu lassen, während die Automatisierung der Verdampfung durch Niveau- und Druck- bzw. Temperaturregler erlaubt, den Flüssigkeitsraum der einzelnen Verdampfer auf ein Minimum zu beschränken. Die ganze Apparatur wird dadurch viel kompendiöser und damit billiger, wobei als weiterer wirtschaftlicher Vorteil eine erhebliche Ersparnis an Fundament- und Gebäudekosten hinzukommt. Fernerhin wird die Menge des umlaufenden Lösungsmittels und des in der Anlage befindlichen Öls wesentlich vermindert. Das Wegfallen der Handregulierung der Apparate ermöglicht außerdem, mit weniger Bedienungspersonal auszukommen.
  • Im folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung skizziert und dann an Hand der beiliegenden Abbildungen erläutert.
  • Beim Extraktionsbehälter (Mischer) muß rnan, wenn man die Sammeltanks weglassen will, verhindern, daß das ltiv eau der Raffinatlösung. unterhalb des Ablaufes am oberen Mischerende sinkt, weil sonst die direkt angeschlossene Raffinatpumpe abreißt. Weiter ist es vorteilhaft, dafür zu sorgen, daß die Trennschicht zwischen der schwereren Extraktlösung und der leichteren Raffinatlösung auf einer bestimmten Höhe bleibt, um zu verhindern, daß die Pumpe für die Förderung der Extraktlösung Raffinat mit ansaugt und umgekehrt die Pumpe für die Förderung der Raffinatlösung Extrakt. Beide Aufgaben lassen sich unter Verwendung von Reglern lösen, die am oberen Mischerende bzw. in der Höhe der Trennschicht durch dort angebrachte Sch«#immer gesteuert werden. Hierbei werden die Regler zweckmäßigerweise so angeordnet, daß sie einen entsprechenden, hinter der Lösungspumpe abgezweigten Flüssigkeitsstrorn beeinflussen, der nach Verlassen des Reglers wieder in den Mischer eintritt. Die Pumpen müssen dabei eine gewisse Mehrleistung hergeben, die je nach dem Stand des zu regelnden Niveaus im Mischer entweder durch Umlauf vernichtet wird oder sich zu der Förderleistung der Pumpe addiert. In geeigneten Fällen ist es möglich, die Mischerregelung auch nur mit dem oberen Regler allein durchzuführen.
  • In gewissen Fällen besteht die Extraktionsapparatur statt aus dem vorstehend beschriebenen, senkrecht stehenden Gegenstrommischer aus mehreren liegenden Behältern mit zugeordneten Mischvorrichtungen, die so hintereinandergeschaltet sind, daß das zu extrahierende t`51 in den ersten Behälter eintritt und das Räffinat den letzten Behälter verläßt, während umgekehrt das flüssige Schwefeldioxyd in den letzten Behälter eintritt und die Extraktlösung aus dem ersten Behälter abgezogen wird. Der Vorgang in einer solchen Apparatur wird so geregelt, daß jeder Behälter mit einem Trennschichtregler ausgerüstet wird, der einen hinter der Extrakt-bzw. Raffinatpumpe abgezweigten Flüssigkeitsteilstrom beeinflußt, welcher dem betreffenden Behälter wieder zugeführt wird. Diese Schaltung entspricht völlig der des Trennschichtreglers am Gegenstromturmrnischer. Gegebenenfalls ist es auch möglich, sich mit der automatischen Regelung nur des ersten und letzten Behälters zu begnügen.
  • Bei der Verdampfungsapparatur sind die Niveauregler so angeordnet, daß sie den Flüssigkeitsablauf von jeder Druckstufe in die nächstniedere in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsniveau im Verdampfer der höheren Druckstufe automatisch steuern und gleichzeitig die überströmende Flüssigkeit auf den darauffolgenden niedrigeren Druck drosseln. In manchen Fällen hat es sich auch als zweckmäßig erwiesen, nur den ersten und letzten Verdampfer einer jeden Verdampfergruppe mit NTiveaureglern auszurüsten. Die Funktion der Niveauregler an den Verdampfern wird zweckmäßigerweise durch Druck- bzw. Temparaturregeleinrichtungen unterstützt, die die Dampfmenge beeinflussen, welche den Heizkörpern der Verdampfer zuströmt. Hierbei werden die höchste Druckstufe der Mehrkörperverdampfung auf konstanten Druck und die auf die Mehrkörperverdampfung folgenden Verdampferstufen auf'konstante Temperatur geregelt. In der höchsten Druckstufe bewirken nämlich schon geringe Temperaturschwankungen stärkere Druckänderungen, so daß die auch hier letzten Endes erwünschte Temperaturregelung zweckmäßig durch Regelung auf konstanten Druck erfolgt. In den niedrigeren Drackstufen dagegen ist die direkte Regelring auf konstante Temperatur der Lösungen erforderlich, weil hier die Schwefeldioxydkonzentrationen schon viel geringer sind.
  • Die beiden beiliegenden Abbildungen dienen zur weiteren Erläuterung des vorstehend Gesagten.
  • Abb.I zeigt einen normalen Schwimmerniveauregler bekannter Konstruktion als Beispiel für eine Reglerbäuart, wie sie für den vorliegenden Zweck in Anwendung kommen kann. Die Abbildung veranschaulicht die Regulierung des Niveaus in einem Verdampfer.
  • Abb. II zeigt in einer schematisch dargestellten Edeleanu-Anlage die Anbringung der Niveauregler an der Misch- und Verdampfungsappar atur.
  • In Abb. I ist i ein Verdampfer der Edeleanu-Anlage, der durch Rohrleitung 2 mit der Ventilkammer 3 des Niveaureglers verbunden ist, während die Rohrstutzen q. und die Verbindung des Verdampfers finit der Schwimmerkaminer 6 des Reglers herstellen. In der Kammer 6 bewegt sich ein Schwimmer 7, der auf der Schwimmerstange 8 befestigt -ist. Diese Stange, die am oberen und unteren Ende durch je eine Führung zentriert wird, trägt die Steuerkegel 9 und io, die fest mit ihr verbunden sind und sich in den. konisch geformten Ventilkörpern ii und 12 der Ventilkammer 3 bewegen. Diese Ventilkörper sind so in die Kammer 3 eingebaut, daß die durch Rohrleitung 2 in die Ventilkammer eintretende Flüssigkeit sich in der Richtung der eingezeichneten Pfeile bewegen muß, um zum Austrittsstutzen 15 zu gelangen. An Austrittsstutzen 13 schließt sich die Rohrleitung 14. an, die in den nächsten Verdampfer führt.
  • Die Wirkungsweise des Reglers ist die folgende: Die aus dem Verdampfer i durch Rohrleitung 2 kontinuierlich abfließende Schwefeldioxydlösung wird in den Ventilkörpern io und ii auf den Druck des nächsten Verdampfers abgedrosselt, dem sie durch Rohrleitung 14 zufließt. Die Größe des Drosselwiderstandes und damit die Menge der durchgehenden Flüssigkeit ist durch die Stellung der Ventilkegel 9 und io in den Ventilkörpern i i und. ia bedingt. Zeigt das Flüssigkeitsniveau im Verdampfer i die Neigung abzusinken, dann sinkt der Schwimmer mit, und die Ventilkegel 9 und io verengen die Durchgangsquerschnitte in der Ventilkammer. Dadurch wird die durchtretende Lösungsmenge verringert, und das Niveau in i hebt sich wieder. Sinngemäß erfolgt die Niveauregelung bei Anstieg des Niveaus im Verdampfer i.
  • - In der Abb. II ist i der kontinuierlich betriebene Mischer, in den das Destillat, durch Rohrleitung a von Pumpe 3 befördert, seitlich unten eintritt. q. ist:ein Kühltank, in dein das flüssige Schwefeldioxyd auf die für den Mischprozeß notwendige Temperatur abgekühlt wird. Leitung 5 führt vom Kühltank 4 zu einer Pumpe 6, die das flüssige Schwefeldioxyd durch Rohrleitung 7 in den Mischer i befördert, in den es oben seitlich eintritt. Bei der gegenläufigen Bewegung des schwereren, nach unten strömenden Schwefeldioxyds zum leichteren, aufwärts fließenden Destillat entstehen bekanntlich die beiden Raffinationsprodukte Raffinatlösung und E xtraktlösung. Die spezifisch leichtere Raffinatlösung wird durch die Überlaufrohrleitung 8 abgezogen und der Pumpe 9 zugeführt. Das Sinken des Niveaus der Raffinatlösung unterhalb des Auslaufes wird durch Regler i i verhütet, in dessen Ventilkammer ein durch Rohrleitung io hinter der Pumpe 9 abgezweigter Teilstrom der Lösung eintritt, um dann durch den kurzen Rohrstrang 12 wieder in den Mischer eingeführt zu werden. Der Regler, beispielsweise ein Schwimmerregler, ist durch zwei Stutzen am Mischer angeschlossen. Seine Wirkungsweise ist folgende: Sinkt das Niveau der Raffinatlösung im Mischer ab, dann wird durch die Abwärtsbewegung des Schwimmers der Durchgangsquerschnitt für den durch Leitung io fließenden Umlaufteilstrom weiter geöffnet, durch Leitung io und 12 tritt mehr Raffinatlösung in den Mischer zurück, und der Spiegel im Mischer hebt sich wieder. Bei starkem Ansteigen des Niveaus wird umgekehrt der Lösungsumlauf in der Ventilkammer des Reglers stärker gedrosselt, so daß die durch Pumpe 9 effektiv geförderte Lösungsmenge ansteigt, woraus sich ein Absinken des Raffinatniveaus ergibt. In sinngemäß gleicher Weise reguliert der. Regler 13 die durch Leitung 14 vom Mischer abgezogene und der Pumpe 15 zugeführte Menge von Extraktlösung und damit das Extraktniv eau im Mischer, den sogenannten Trennstrich. 16 ist die hinter der Pumpe abzweigende Leitung zum Regler ünd 17 die Verbindung der Reg] erventilkammer mit dem Mischer.
  • Im folgenden werde nun die Regelung der Verdampfungsapparatur beschrieben. Die Rohrleitungen 18 bzw. i9 führen die von der Pumpe 9 bzw. 15 auf genügend hohen Druck gebrachte Extrakt- bzw. Raffinatlösung der entsprechenden Verdampfergruppe zu. Vor Eintritt in die Verdampfungsapparatur werden die Lösungen noch in den Wärmeaustauschern 2o bzw. 21 durch das von der Verdampfung kommende Fertigprodukt aufgeheizt. Die Extraktlösung tritt dann in den Heizkörper -? des sogenannten Hochdruckverdampfers 23 ein. Dieser Hochdruckverdampfer ist nur in der Extraktverdampfungsanlage vorgesehen. Die im Verdampfer 23 ausgetriebenen Brüder werden durch Rohrleitung 24 dem Heizkörper 28 des nächsten Verdampfers 3o zugeführt, während die bis zu einem gewissen Grade eingedampfte Extraktlösung den Verdampfer 23 kontinuierlich durch Rohrstrang 2 5 v erläßt und in die Ventilkammer des Niveaureglers 26 eintritt. Die Arbeitsweise dieses Reglers ist bereits an Hand der Abb. I beschrieben worden. Die Regler der übrigen Verdampfer mit Ausnahme der Vakuumverdampfer arbeiten nach demselben Prinzip.
  • Vom Regler 26 fließt die Extraktlösung durch Leitung 27 dein brüderbeheizten Heizkörper 28 des Kondensatordruckverdampfers 30 zu. Dem Heizkörper 28 entspricht auf der Raffinatseite der Verdampfung der Heizkörper 29, in den die Raffinatlösungsleitung 18 führt, dem Extraktverdampfer 3o der Raffinatverdampfer 3i. Die Niveauregler 32 bzw. 33 regulieren den Flüssigkeitsstand in den Verdampfern 3o bzw. 31. Die in den Reglern 32 bzw. 33 auf den Druck der nachgeschalteten sogenannten Niederdruckverdampfungsstufe gedrosselte Extrakt- bzw. Raffinatlösung fließt durch Leitung 34 bzw. 35 den Heizkörpern 36 bzw. 37 der N iederdruckverdampfer 38 bzw. 39 zu, in welchen das Flüssigkeitsniveau durch die Regler 4o bzw. 41 konstant gehalten wird. Die Rohrleitungen 42 bzw. 43 bringen die Extrakt-bzw. Raffinatlösung in die unter Vakuum stehenden Verdampfer 44 bzw. 45, die durch Regler 46 bzw. 47 geregelt werden. Diese beiden Regler arbeiten nun wieder nach dem bei der Mischerregulierung angewandten Prinzip. Der völlig von S02 befreite Extrakt bzw. das fertige Raffinat wird von Pumpe 5o bzw. 5 1 durch Rohrleitung 48 bzw. 49 aus den Verdampfern 44 bzw. 45 abgesaugt. Hinter den Pumpen zweigen die Rohrleitungen 52 bzw. 53 ab, die einen Teil des Fertigextraktes bzw. Fertigraffinates in den Regler zurückführen. Rohrstrang 54 bzw. 55 stellt die Verbindung zwischen. der Ventilkammer des Reglers und der Saugleitung 48 bzw. 49 her. Die Rohrleitungen 56 bzw. 57 führen die beiden Fertigprodukte Extrakt und Raffinat durch die Vor wärmer 21 bzw. 2o in hier nicht eingezeichnete Lagertanks.
  • Die Wiederverflüssigung des in den Verdampfern gasförmig ausgetriebenen Schwefeldioxyds erfolgt in nachstehend beschriebener Weise.
  • Von den Vakuumverdampfern 44 bzw. 45 führen die Gasleitungen 58 bzw. 59 in die Rohrleitung 6o, die die vereinigten Brüder. der Vakuumpumpe 61 zuführt. In ähnlicher Weise werden die Niederdruckbrüden aus den Verdampfern 38 bzw. 39 durch die Rohrleitungen 62 und 63 der Rohrleitung 64 zugeführt, die in die Druckleitung 65 der Vakuuinpuinpe einmündet. Diese Druckleitung ist zugleich Saugleitung des Kompressors 66, der die vereinigten Brüder aus den Vakuum-und Niederdruckverdampfern auf Kondensatordruck v ordichtet und durch Rohrleitung 67 dein Kondensator 68 zuführt. In die Rohrleitung 67 mündet auch die Leitung 71 ein, die eine Vereinigung der Rohrleitungen 69 und 70 darstellt und die aus den Kondensatordruckverdainpfern 30 und 31 ausgetriebenen Schwefeldioxydbrüden aufnimmt. Aus Kondensator 68 fließt das Schwefeldioxydkondensat in den Sammler 72, von diesem durch Rohrleitung 7 3 in den Schwefeldioxydkühler 4. Die Leitung 7 3 nimmt auch das aus Heizkörper 28 in Rohrleitung 74 abfließende Hochdruckkondensat auf, nachdem es ein Drosselventil 75 passiert hat, in welchem es auf Kondensatordruck entspannt wird. Ein weiteres Drosselventil 76 setzt den Druck des gesamten Kondensates auf den im Kühler q. herrschenden Druck herab. Fühler a, kann finit der Saugseite des Kompressors 66 verbunden sein. In diesem Falle würde die Kühlung des flüssigen Schwefeldioxyds durch direkte Ausdampfung eines Teiles des Schwefeldioxyds erzielt werden. Aus Kühler 4 saugt die Pumpe 6 durch Rohrleitung 5 das Schwefeldioxyd wieder an, um es durch Rohrstrang 7 in den Mischer z zu drücken. So schließt sich der Kreislauf der Edeleanu-Anlage.
  • Es war keineswegs vorauszusehen, daß die gesamte Maschinerie einer Edeleanu-Anlage bei Anwendung einer so weitgehenden Niv eauregulierung, zu der dann noch die oben beschriebene Druck- bzw. Temperaturregulierung der Verdampfer tritt, zu anstandslosem Arbeiten zu bringen sein würde. Es bestand nämlich sehr wohl die Gefahr, daß durch Überregelung Stauungen im Durchfluß der verschiedenen Flüssigkeits- bzw. Dampfströme eintreten oder daß der unzweckmäßige Einbau an Regeleinrichtungen zu höchst unerwünschten Nebenerscheinungen an ganz anderen Stellen der Gesamtapparatur führen würde. Tatsächlich muß j a doch in dem geschlossenen System einer Edeleanu-Anlage die Arbeit jedes einzelnen Apparates uhrwerksartig in die Arbeit aller anderen Teile eingreifen. So ist es auch erst nach langen Erfahrungen und mit kleinen Schritten gelungen, die oben geschilderte Automatisierung zur Durchführung zu bringen.
  • Unsere Erfindung erstreckt sich natürlich nicht nur auf Anlagen, in denen reines Schwefeldioxyd zur Extraktion der flüssigen Kohlenwasserstoffe verwendet wird, sondern gilt in gleicher Weise für die Verwendung von Extraktionsmittelgemischen, die vorwiegend aus Schwefeldioxyd bestehen, wie z. B: Gemischen von Benzol und Schwefeldioxyd.

Claims (5)

  1. PATENTti1NSPRÜC13E: i. Verfahren zur Raffination flüssiger Kohlenwasserstoffemit Hilfevon Schwefeldioxyd als Lösungsmittel oder in Lösungsmittägemischen (Edeleanu-Verfahren),dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion des Öles und die anschließende Verdampfung des Raffinates bzw. Extraktes in Apparaten erfolgt, hinter die jeweils ein den Ablauf der Flüssigkeit regulierender Niveauregler geschaltet ist, und daß die Verdampfer überdies mit Reglern für die Zufuhr des Heizdampfes versehen sind, die in der höchsten Druckstufe der Mehrkörperverdampfung konstanten Druck, in den unter niedererem Druck stehenden Verdampfern konstante Temperatur aufrechterhalten.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an der Extraktionsapparatur das Niveau der Trennschicht und bzw. oder des oben ablaufenden Raffinates in an sich bekannter Weise durch automatisch beeinflußte Rückführung eines Teils der Pumpenfördermenge konstant gehalten wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verdampfungsapparatur jeder Verdampfer mit einem -Niveauregler ausgerüstet ist, der den Ablauf der Flüssigkeit aus dem Verdampfer zu dem nächstfolgenden, unter niedrigerem Druck stehenden Verdampfer beeinflußt und gleichzeitig die überströmende Flüssigkeit auf den darauffolgenden niedrigeren Druck drosselt. q..
  4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die höchste Druckstufe der Mehrkörperverdampfung mit einem Regler für die Zufuhr des Heizdampfes versehen ist, der in ihr den Druck konstant hält.
  5. 5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die niedrigeren Verdampfungsdruckstufen, soweit sie beheizt sind, mit Reglern für die Zufuhr des Heizdampfes versehen sind, die in ihnen die Temperatur konstant halten.
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