DE570141C - Verfahren zur Berieselung von Vorlagen von Gas- und Kokserzeugungsoefen mit Ammoniakwasser - Google Patents

Verfahren zur Berieselung von Vorlagen von Gas- und Kokserzeugungsoefen mit Ammoniakwasser

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DE570141C
DE570141C DE1930570141D DE570141DD DE570141C DE 570141 C DE570141 C DE 570141C DE 1930570141 D DE1930570141 D DE 1930570141D DE 570141D D DE570141D D DE 570141DD DE 570141 C DE570141 C DE 570141C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/04Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Sorption Type Refrigeration Machines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Berieselung von Vorlagen von Gas- und Kokserzeugungsöfen mit Ammoniakwasser Die Berieselung von Vorlagen bzw. Steigeleitungen von Gas- und Kokserzeugungsöfen mit Ainmoniakwasser zum Zwecke der Gaskühlung wird im allgemeinen derart ausgeführt, daß das Berieselungswasser einer Teergrube, in der sich der aus der Vorlage kommende Dickteer abgesetzt hat, entnommen und mittels einer Pumpe unmittelbar in die Berieselungsdüsen gepumpt wird. Hierbei hat sich der Nachteil gezeigt, daß sich die Düsen häufig durch im Ammonialcwasser entlialtene Teerreste verstopfen und die Spritzwirkung infolge ungleichmäßigen Pumpenganges unregelmäßig ist. Zur Beseitigung dieser Nachteile hat man vorgeschlagen, das Annnoniakwasser über einen Kühler in einen Hochbehälter zu pumpen, aus dem es in möglichst teerfreiem Zustand unter stets gleichbleibendem Druck in die Düsen fließt.
  • Das erzeugte Gas gelangt aus den Vorlagen der Gas- und Kokserzeugungsöfen zunächst in clen Vorkühler, in dem es häufig mit der "Teergrube entnommenem Ammoniakwasser gekühlt wird. Das Ammoniakwasser wird dabei mittels einer Pumpe aus der Teergrube zu einer im obern Teil des Vorkühlers angeordneten Berieselungsvorrichtung gepumpt, aus der es in den Kühlturin gespritzt wird.
  • Bei der Vereinigung einer finit einem Hochbehälter versehenen Vorlagenberieselting mit einem Vorkühler der beschriebenen Art ist es nachteilig, daß für den Hochbehälter und den Vorkühler je eine Pumpe mit großer Förderhöhe erforderlich ist, daß entsprechend alle Pumpenleitungen doppelt verlegt werden müssen und daß der schwere Hochbehälter in großer Höhe betriebssicher montiert werden muß.
  • Die Erfindung beseitigt diese Mängel unter gleichzeitiger Wahrung der Vorteile eines stets gleichförmigen Druckes an den Berieselungsdüsen und eines so gut wie teerfreien Berieselungswassers. Dies wird dadurch erreicht, daß bei Vorhandensein eines Vorkühlers mit Ammoniakwasser die Berieselungsdüsen und der zur Kühlung des Gases mittels Ainmoniakwassers dienende Vorkühler von einer gemeinsamen Pumpe aus lediglich unter Zwischenschaltung eines gemeinsamen, unter Druck stehenden Ausgleichbehälters versorgt «-erden. Hierdurch wird ein Pumpenaggregat erspart und trotz des fehlenden Hochbehälters eine gleichmäßige, stoßfreie Versorgung der Berieselungsdüsen dadurch gewährleistet, daß einerseits der Pumpendruck an den Düsen ständig gleich dem Höhenunterschied zwischen der Lage der Düsen und der Lage der Berieselungsvorrichtung im oberen Teil des Vorkiihlers ist, andererseits die Pumpenstöße durch Zwischenschaltung des Ausgleichbehälters so gut wie ganz beseitigt werden. % Iin Gegensatz. zu dein bisher üblichen Hochbehälter bietet der an seine Stelle tretende Ausgleichbehälter den weiteren Vorteil, daß er kleiner und damit leichter gehalten sein kann und daß er bezüglich seiner Höhenlage an jeder beliebigen Stelle der Anlage angeordnet sein kann, so daß jede schwierige und kostspielige Montage fortfällt. Dadurch, daß der Ausgleichbehälter nach der Erfindung unter Druck steht, entfällt vollkommen die Notwendigkeit, irgendeinen Hochbehälter an unbequemer, Stelle zu montieren.
  • Um den Berieselungsdüsen ein möglichst teerfreies Wasser und dem Vorkühler ein Wasser ohne schwere Teerbestandteile zuzuführen, ist erfindungsgemäß der Ausgleichbehälter gleichzeitig als Nachklärbehälter für das der Teergrube .entnommene Ammoniakwasser ausgebildet, in dem sich die Bestandteile des Ammoniakwassers entsprechend ihrem Eigengewicht scheiden. Die Scheidung der verschieden -schweren Bestandteile wird dabei so vorgenommen, daß sich einerseits die schwereren Sinkstoffe als dünnflüssiger Teer niedersetzen, andererseits der Schwimmteer und alle Verunreinigungen, die leichter als Wasser sind, nach dem oberen Teil des Ausgleichbehälters geführt werden. Der sich an der tiefsten Stelle des Ausgleichbehälters absetzende Leichtteer wird an eine Stelle geleitet, wo er weiterverarbeitet werden kann oder zumindest nicht schadet, wie z. B. in einen Ammonikwascher oder nach der Teervorlage. Die im obersten Teil des Behälters mit dem 2immoniakwassera'bgehendenschwimmenden Bestandteile werden zur Berieselung des Vorkühlers nach dem oberen Teil des Kühlturmes geführt, während den Berieselungsdüsen der Vorlage praktisch teerfreies Ammoniakwasser zugeleitet wird. Um die gewünschte Scheidung des Ammoniakwassers in möglichst vollkommenem Maße zu erreichen, insbesondere um von dem nach oben steigenden Teil der Flüssigkeit die schwimmenden Bestandteile, die nicht nach den Vorlagedüsen gelangen dürfen, abzusondern, ist nach der Erfindung im Innern des Ausgleichbehälters oberhalb der Eintrittsöffnung für das aus der Teergrube kommende Ammoniakwasser ein oben offener kleinerer Behälter abgetrennt, innerhalb dessen die zu den Berieselungsdüsen der Vorlage führende Leitung abzweigt. Hierdurch wird einerseits erreicht, daß das nach den Düsen strömende Wasser vor seinem Eintritt in die Abzweigleitung innerhalb des Ausgleichbehälters eine Richtungsänderung um etwa 18o° vornehmen muß, die die nach oben strebenden, schwimmenden Bestandteile nicht mitnehmen, andererseits können sehr leichte Teile, z. B. Luftblasen, unmittelbar nach ihrem Eintritt in den Ausgleichbehälter an der den kleineren Innenbehälter bildenden Wand aufsteigen und sich am oberen Rand dieser Wand sammeln, bis die Blasen so groß geworden sind, daß sie sich wieder von der Wand losreißen und nach oben zum Vorkühler abziehen.
  • Zur weiteren Dämpfung der Pumpenstöße ist die an der höchsten Stelle des Ausgleichbehälters abzweigende Leitung, die zum Vorkühler führt, ein Stück weit nach unten in den Ausgleichbehälter hineingeführt, so daß sich im oberen Teil des Behälters ein Luftkissen bildet.
  • Um die Ausscheidung der Teerbestandteile weiter zu fördern, kann derAusgleichbehälter gleichzeitig in an sich bekannter Weise, z. B. durch Anordnung von Kühlschlangen, als Kühler für das Ammoniakwasser ausgebildet werden.
  • In den Abbildungen ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Einrichtung nach der Erfindung wiedergegeben, und zwar zeigt Abb. i eine schematische Darstellung einer Gaserzeugungsanlage, soweit sie mit dem Erfindungsgegenstand in Zusammenhang steht, während Abb. 2 einen senkrechten Schnitt durch den Ausgleichbehälter in größerem Maßstab wiedergibt.
  • Die Gaserzeugungsanlage besteht in dem Ausführungsbeispiel aus Horizontalkleinkammeröfen r, von deren Kammern die Steigeleitung 2 nach der Teervorlage 3 abzweigt. Von der Teervorlage führt einerseits die Gasabzugsleitung q. nach dem Vorkühler 5, andererseits der Teerablauf 6 nach der Teergrube 7. Aus dem letzten Absetzbehälter der Teergrube 7 führt eine Leitung 8 über die Pumpe 9 in den unteren Teil des Ausgleichbehälters io, von dem aus oben eine Leitung i i nach dem oberen Teil des Vorkühlers 5, seitlich eine Leitung 12 nach den im Steigerohr 2 angeordneten Berieselungsdüsen 13 abzweigt, während aus dem unteren Teil des Ausgleichbehälters eine Leitung 14. führt, die sich in einen Rohrstrang 15 nach der Teervorlage und einen Rohrstrang i6'beispielsweise zu einem nicht dargestellten Ammoniakwascher teilt.
  • Der Ausgleichbehälter io (Abb. 2) besitzt in seinem Innern, oberhalb der Einführungsstelle 17 für das Ammoniakwasser eine Trennwand 18, die zusammen mit der Seitenwand des Ausgleichbehälters einen oben offenen, kleineren Behälter i9 bildet. Innerhalb dieses kleineren Behälters zweigt die Leitung zu den Berieselungsdüsen 13 für die Vorlage 3 ab.
  • Der Betrieb gestaltet sich so, daß aus der Vorlage 3 der mit Ammoniakwasser vermischte Teer durch die Überlauf leitung 6 nach der Teergrube 7 fließt, in der in bekannter Weise mit Hilfe von verschiedenen Überläufen eine Abscheidung des Dickteers erzielt wird. Das sich im letzten Absetzbehälter der Teergrube 7 sammelnde Ammoniakwasser, (las noch eine mehr oder weniger große Menge Dünnteer enthält, wird durch die Pumpe 9 nach dem Ausgleichbehälter io gepumpt, in den es im unteren Teil bei 17 einströmt. Durch die plötzliche Querschnittserweiterung beim Eintritt in diesen Behälter und begiinstigt durch die Teilung des Flüssigkeitsstromes setzen sich die schweren Teerbestandteile itn unteren Teil des Behälters io ab, während die schwimmenden Bestandteile mit dem durch die Pumpe nach oben gedrückten Flüssigkeitsstrom durch die Leitung i i nach dem Vorkühler 5 abziehen. Der sich unten ansammelnde Dünnteer wird je nach Bedarf an einer geeigneten Stelle abgeleitet.
  • Das für die Berieselungsdüsen 13 bestimmte teerfreie Ammoniakwasser muß über die Oberlcante 2o der Trennwand 18 in den Innenbehälter i9 fließen. Durch diese Umkehr der Bewegungsrichtung der Flüssigkeit werden in wirksamerWeise die schwimmenden Bestandteile abgeschieden, so daß in die Leitung 12 praktisch reines Ammoniakwasser eintritt, (las keine Verstopfung der Düsen 13 mehr hervorrufen kann. Die aus der Teergrube 7 und der Pumpe 9 mitgerissenen gasförmigen Bestandteile, wie Luft u. dgl., steigen unmittelbar nach ihrem Eintritt in den Ausgleichbehälter i o auf, ziehen an der Trennwand 18 entlang nach oben und bleiben infolge ihrer Adhäsion an der Oberkante -2o der Trennwand sitzen, bis sie eine solche Größe erreicht haben, daß sie die Adhäsion überwinden, sich losreißen und mit dem Flüssigkeitsstrom nach oben in die Leitung i i abziehen.
  • Durch die Einführung der Leitung i i ein Stück weit in den Behälter io bildet sich im oberen Teil des Behälters ein Luftkissen 21, das in wirksamer Weise zur Dämpfung der Pumpenstöße beiträgt.
  • Der Ausgleichbehälter io kann in an sich bekannter Weise gleichzeitig als Kühlbehälter für das Ammoniakwasser ausgebildet sein, was auf der Zeichnung nicht dargestellt ist.

Claims (1)

  1. PATER TALSPRÜCHE. i. Verfahren zur Berieselung von Vorlagen von Gas- und Kokserzeugungsöfen mit Ammoniakivasser, dadurch gekennzeichnet, daß die Berieselungsdüsen (13) und der zur Kühlung des Gases mittels Ammoniakwassers dienende Vorkühler von einer gemeinsamen Pumpe (9) aus lediglich unter Zwischenschaltungeines gemeinsamen, unter Druck stehenden Ausgleichbehälters (io) versorgt werden. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleichbehälter (io) gleichzeitig als N'achklärbehälter ausgebildet ist, in dem sich die Bestandteile der Flüssigkeit entsprechend ihrem Eigengewicht scheiden. 3. Einrichtung nach Anspruch :2, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des Ausgleichbehälters (i o) oberhalb der Eintrittsöffnung (17) für das aus der Teergrube (7) kommende Ammoniakwasser ein oben offener kleinerer Behälter (i9) abgetrennt ist, innerhalb dessen die zu den Berieselungsdüsen (13) der Vorlage (3) führende Leitung (12) abzweigt. d.. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die an der höchsten Stelle des Ausgleichbehälters (io) abzweigende Leitung (i i ), die zum Vorkühler (5) führt, ein Stück weit nach unten in den Ausgleichbehälter (io) hineingeführt ist, so daß sich im oberen Teil des Behälters ein Luftkissen (21) z ur Aufnahme der Pumpenstöße bildet. 5. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis d., dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleichbehälter (io) gleichzeitig in an sich bekannter Weise als Kühler für das Ammoniakwasser ausgebildet ist.
DE1930570141D 1930-07-10 1930-07-10 Verfahren zur Berieselung von Vorlagen von Gas- und Kokserzeugungsoefen mit Ammoniakwasser Expired DE570141C (de)

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