DE568948C - Verfahren zur Aufarbeitung von schwer reduzierbarem Erz - Google Patents
Verfahren zur Aufarbeitung von schwer reduzierbarem ErzInfo
- Publication number
- DE568948C DE568948C DE1930568948D DE568948DD DE568948C DE 568948 C DE568948 C DE 568948C DE 1930568948 D DE1930568948 D DE 1930568948D DE 568948D D DE568948D D DE 568948DD DE 568948 C DE568948 C DE 568948C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coke
- ore
- coking
- iron
- reduce
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- 230000008569 process Effects 0.000 title claims description 9
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 24
- 239000000571 coke Substances 0.000 claims description 23
- 238000004939 coking Methods 0.000 claims description 9
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical group O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims description 5
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 229910002090 carbon oxide Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000003245 coal Substances 0.000 claims description 3
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 claims description 2
- 230000008021 deposition Effects 0.000 claims description 2
- 239000002245 particle Substances 0.000 claims description 2
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 10
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 3
- UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N iron oxide Inorganic materials [Fe]=O UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 3
- 238000010405 reoxidation reaction Methods 0.000 description 3
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 description 3
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 2
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 2
- UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N Carbon monoxide Chemical compound [O+]#[C-] UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- PMVSDNDAUGGCCE-TYYBGVCCSA-L Ferrous fumarate Chemical compound [Fe+2].[O-]C(=O)\C=C\C([O-])=O PMVSDNDAUGGCCE-TYYBGVCCSA-L 0.000 description 1
- 238000003723 Smelting Methods 0.000 description 1
- 238000005299 abrasion Methods 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 150000001721 carbon Chemical class 0.000 description 1
- 229910002092 carbon dioxide Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001569 carbon dioxide Substances 0.000 description 1
- 229910002091 carbon monoxide Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000003421 catalytic decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 230000003197 catalytic effect Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000007872 degassing Methods 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 description 1
- 230000009257 reactivity Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B1/00—Preliminary treatment of ores or scrap
- C22B1/14—Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
- C22B1/16—Sintering; Agglomerating
- C22B1/22—Sintering; Agglomerating in other sintering apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
- Verfahren zur Aufarbeitung von schwer reduzierbarem Erz Pulverförmige. feinkörnige, oxydische Eisenerze eignen sich nicht zur unmittelbaren Verhüttung im Hochofen. Es ist ein Verfahren bekannt, solche Erze mit Fettkohle zu mischen, dieses Gemisch in einem Koksofen zu verkoken und alsdann den mit dem Eisen oder Eisenoxyd durchsetzten Koks im Hochofen weiter zu verarbeiten. Es ist auch bekannt, liangarerze in Pulverform auf diese Weise in Koks einzubinden. Praktisch hat sich dieses Verfahren nicht durchführen -lassen, weil dar erhaltene Koks den mechanischen Einwirk.,igen im Hochofen nicht genügend @iTiderstand zu leisten vermochte. Von der Vorstellung ausgehend, daß die ungenügende Festickeit auf eine Wiederoxydation des eingela;e_ten Eisens zurückzuführen sei, hat man ferner einen Ofen vorgeschlagen, in dem die-se Wiederoxydation dadurch vermieden wird, dadas Erzeugnis im Anschluß an die Verkokung im gleichen Ofen verblasen werden sollte. Aber auch dieser Vorschlag führte nicht zu dem gewünschten Erfolge, da es nicht möglich war, die verschiedenen Anforderungen, die einerseits das Verkoken, anderseits das Verblasen an die Bauart des Ofens stellt, wirtschaftlich zu lösen.
- Die Erfinderin hat erkannt, daß die Gründe für die mangelnde Festigkeit des Kokses nicht in der Wiederoxydation des Eisens zu suchen sind, sondern vor allen Dingen in der Kohlenstoffausscheidung in den Hohlräumen des Kokses infolge katalytischer Zersetzung der Destillationsgase, besonders des Kohlenoxyds in dem fein verteilten Eisen.
- Um diese Kohlenstoffabscheidung weitgehend zu unterdrücken, muß der Zwischenraum von 5oo bis goo° möglichst schnell durchlaufen, d. h. die Verkokung muß in möglichst heißgehenden, schmalkammerigen Öfen ausgeführt und ein Erz benutzt werden, das in diesem Bereich möglichst wenig reduziert wird. Die Erzreduktion soll erst einsetzen, wenn die Entgasung des Kokses im wesentlichen beendet ist, jedenfalls bei einer Temperatur über 8oo°. Wenn die Reduktion des Erzes früher stattfindet, so tritt eine Wechselwirkung zwischen dem bereits reduzierten Eisen und den kohlenoxydhaltigen Gasen in dem Sinne ein, daß das Kohlenoxyd unter Abscheidung von feinstem Kohlenstoff und Bildung von Kohlensäure zerfällt. Dieser Vorgang, dessen Theorie ausführlich in den einschlägigen Lehrbüchern, z. B. O s a n n, »Eisenhüttenkunde«, Band i, i. Auflage igi 5, Seite .152 ff., klargelegt ist, findet vor allen Dingen in dem Temperaturbereich zwischen 40o bis 750° statt, am stärksten aber bei etwa 500°.
- Im Koksofen haben wir uns diesen Vorgang wie folgt vorzustellen: Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Teernaht von den heißesten Stellen, also den beiden Kammerwandungen, aus nach innen fortschreitet. Im Innern haben wir also immer ein unverkoktes Einsatzgemisch bei verhältnismäßig niedriger Temperatur, durch welches das an der Teernaht entwickelte Gas hindurchzieht. Wird das in dieser Füllung enthaltene Erz reduziert, entweder weil das Erz überhaupt zu leicht reduzierbar ist oder weil der Verkokungsvorgang zu lange dauert, so findet an diesen reduzierten Eisenteilchen die vorbeschriebene Zersetzung des Kohlenoxydes statt, die zudem, wenn sie einmal eingeleitet ist, unaufhaltsam weiter abläuft und die Bildung eines festen Eisenkokses verhindert. Es sind auch die in Frage kommenden Erze somit dahin auszuwählen, daß sie diesen Bedingungen genügen. Es handelt sich also gewissermaßen am schwer reduzierbare Erze, wie z. B. Magneteisenstein.
- Das Verfahren kann beispielsweise so durchgeführt werden, daß eine Mischung von feuchter Kokskohle mit beispielsweise 30% Magneteisenerz, dessen mittlerer Korndurchmesser o, t mm beträgt, in einen Koksofen für Hochtemperaturkoks (iooo bis iaoo°) eingebracht wird. An -der Art und Weise des Verkokungsprozesses wird nichts geändert, denn der Vorgang der Koksbildung wird durch das zugemischte Erz nicht wesentlich beeinflußt. Der Schwefel entweicht durch die katalytische Wirkung des Eisens in grö-Beren Mengen als sonst als H.2S. Der Schwefelgehalt des Kokses ist somit geringer, als die weiter unten angegebene Analyse zeigt. Ist der Koks gar, wird der Kokskuchen gedrückt und mit 'Wasser abgelöscht. Die Analyse ergibt, daß das Erzeugnis bei obigem Erzzusatz etwa 5o% Kohlenstoff, 33% Eisen und i % Schwefel enthält. Die Reaktionsfähigkeit zeigt höhere Werte als für normalen Koks. Bei Versuchen mit der Micumtrommel liefert der Koks einen Rückstand von 8 5 bis 86%, wobei darauf hingewiesen wird, daß Koks mit 7z% Rückstand noch für den Hochofen brauchbar ist. Wird der Koks zu seiner Prüfung durch die Profilverengung eines Untersuchungsbehälters gedrückt, so zeigt er den sehr geringen Abrieb von 2,9 bis 3,9%, während ioo% noch als zulässig erscheinen.
- Der wirtschaftliche Vorteil der Erfindung besteht außer in der einfachen Verhüttbarkeit des Feinerzes in einer Leistungssteigerung und einer Koksersparnis des Hochofens und Kupolofens, Vermeidung von Verstaubungsverlusten mit ihren lästigen Nebenwirkungen und Minderung der allgemeinen Unkosten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Aufarbeitung von schwer reduzierbarem Erz, z. B. Magneteisenstein, durch Beimischung des gepulverten Erzes zu Kokskohle mit anschließender Verkokung im Koksofen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkokung in einem Hochtemperaturkoksofen mit schmalen Kammern in dem Temperaturbereich zwischen 5oo bis goo° C so schnell durchgeführt wird, daß keine Kohlenstoffabscheidung durch Zersetzung des Kohlenoxyds an vorzeitig reduzierten Eisenteilchen eintritt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE568948T | 1930-05-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE568948C true DE568948C (de) | 1933-01-26 |
Family
ID=6568222
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930568948D Expired DE568948C (de) | 1930-05-31 | 1930-05-31 | Verfahren zur Aufarbeitung von schwer reduzierbarem Erz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE568948C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1002727B (de) * | 1953-08-12 | 1957-02-21 | Koppers Gmbh Heinrich | Einrichtung zum trockenen Kuehlen von Koks |
| DE1020307B (de) * | 1952-02-23 | 1957-12-05 | Thyssensche Gas Und Wasserwerk | Verfahren zur Herstellung von eisen- bzw. eisenerzhaltigem Koks |
-
1930
- 1930-05-31 DE DE1930568948D patent/DE568948C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1020307B (de) * | 1952-02-23 | 1957-12-05 | Thyssensche Gas Und Wasserwerk | Verfahren zur Herstellung von eisen- bzw. eisenerzhaltigem Koks |
| DE1002727B (de) * | 1953-08-12 | 1957-02-21 | Koppers Gmbh Heinrich | Einrichtung zum trockenen Kuehlen von Koks |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3427631C2 (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Zink und Blei aus Eisen- und Stahlstaub | |
| DE1146844B (de) | Verfahren zum Verkoken von gasreichen backenden Kohlen zur Erzeugung von Erzkoks | |
| DE1592244B2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines hochgradig titanhaltigen säurelöslichen Materials | |
| DE568948C (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von schwer reduzierbarem Erz | |
| DE1177602B (de) | Verfahren zur Vermeidung des Festsetzens oder Verklemmens von Formkoks in Horizontalkokskammeroefen | |
| DE618462C (de) | Verfahren zur Bearbeitung von oxydischen Erzen oder Roestgut | |
| DE1034163B (de) | Verfahren zur Herstellung von feinverteiltem, ferromagnetischem Eisenoxyd | |
| DE1022554B (de) | Verfahren zum Verkoken gasreicher Kohlen | |
| AT306678B (de) | Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen reinem Titandioxyd aus Titaneisenerz | |
| DE1229056B (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid | |
| DE817813C (de) | Verfahren zum Brikettieren siliziumhaltiger Rohstoffe fuer die Gewinnung von Silizium und Siliziumlegierungen | |
| DE1014914B (de) | Feuerfeste basische Werkstoffe | |
| AT233845B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von metallischem Kalium aus Kalziumkarbid und Kaliumhalogenid | |
| DE562757C (de) | Russhaltige Kautschukmischung | |
| DE898757C (de) | Verfahren zur Verhuettung von Erzen, vornehmlich von Eisenerzen | |
| DE1114163B (de) | Verfahren zur Herstellung von Giessereikoks | |
| DE745242C (de) | Verwendung von nach bekannten Verfahren ungesintert gewonnenem Fe O als Gasreinigungsmasse | |
| DE1558225C3 (de) | Verwendung von Spharohth oder einer Mischung von Flugasche mit einem Zusatz von Spharohth fur Gießpulver zum Kokillen guß | |
| DE631081C (de) | Herstellung von Trialkaliphosphat aus Ferrophosphor | |
| DE2914225C2 (de) | Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit von Hüttenkoks | |
| AT128826B (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem Schwefelwasserstoffgas oder Gemischen von Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxydgas. | |
| DE681697C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gluehphosphaten | |
| DE2514756B2 (de) | Verfahren zur herstellung von fluorithaltigen briketts | |
| DE1103292B (de) | Verbesserte Brennstoffmischung zum Herstellen von Giessereikoks | |
| DE1093326B (de) | Verfahren zur Herstellung von metallurgischem Koks |