DE568323C - Verfahren zur Herstellung von mit Metallfolie ueberzogenen Schachteln u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mit Metallfolie ueberzogenen Schachteln u. dgl.Info
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Description
- Verfahren zur Herstellung von mit Metallfolie überzogenen Schachteln u. dgl. Gegenstand der vorliegenden Erfindung bedeutet eine Verbesserung des im Patent 5a9 607 beschriebenen Verfahrens zur Herstellung von kaschierten, und zwar mit Metallfolie überzogenen Schachteln und ähnlichen aus Pappe gepreßten Packungen. Gemäß dem Hauptpatent sollen durch Pressen und Ziehen Behälter, tv ieSchachteln, D osen u. dgl.,aus solchen, Pappen hergestellt werden, die beiderseits Metallüberzüge aufweisen. Diese Behälter sollen insbesondere für pastöse und flüssige Substanzen Verwendung finden. Gemäß dem in dem Hauptpatent beschriebenen Verfahren sollen die Metallfolien auf der zieh- und preßfähigen Pappe mittels Klebstoffes angebracht werden.
- Bei Benutzung des in dem Hauptpatent beschriebenen Verfahrens haben sich jedoch die folgenden Nachteile in der Fabrikation gezeigt: Der Erzeuger von Schachteln ist nicht in der Lage, ohne eine kostspielige Kaschiereinrichtung auf der ziehfähigen Pappe Metallfolien anzubringen. Er ist gezwungen, die zur Verarbeitung gelangenden Pappen in meistens fern gelegene Walzwerke zu schicken, was mit erheblichen Frachtkosten verbunden ist, und dieselben dort mit Metallfolie belegen zu lassen. Es ist aber auch kostspielig, die großen Kaschieranlagen wegen geringer Mengen in Betrieb zu setzen. Bei den meisten Verarbeitern kommen infolge der Vielseitigkeit und Art der Packungen öfters nur geringe .Mengen in Frage. Es muß ferner beim Zerschneiden der Pappen aus Bahnen, aus welchen dann die Formate zugeschnitten werden, mit einem erheblichen Abfall gerechnet werden, so daß sich das Erzeugnis zu teuer stellt. Es hat sich noch ein weiterer übelstand darin gezeigt, daß die stärkere Pappe grobfaserige Flächen besitzt und eine dünne o,oo8- bis o,oo9-mm-Folie beim Kaschieren oder Pressen von den Fasern durchgedrückt, sogar durchgebrochen wird, was die Qualität des Erzeugnisses beeinträchtigt. Die flüssige Masse kann durch diese feinen Durchbrechungen in die Pappe eindringen. Man müßte demnach solche starken Metallfolien verwenden, bei welchen diese Gefahr ausgeschaltet wird, z. B. das Drei- und Vierfache von den allerdünnst walzbaren Metallfolien. Das Erzeugnis verliert durch das Durchdrücken der Fasern auch in der ästhetischen Wirkung, es hat nicht mehr das metallische Aussehen, sondern ähnelt einer bronzierten Packung.
- Um jedem Schachtelfabrikanten das Aufkaschieren von Metallfolien auf Pappe ohne besondere maschinelle Einrichtung mit dem üblichen Klebstoff zu ermöglichen und um die erheblichen Frachtkosten zum Kaschierwerk hin und zurück zur weiteren Verarbeitungsstelle zu ersparen und um ferner jeweils nach Zweckmäßigkeit die Metallfolien auf stärkeren oder schwächeren Pappen nach Bedarf anzubringen und die Stärke der vorzubereitenden Pappe den Zieh- und Preßwerkzeugen durch mehrere Schichten anzupassen und die Verwendung ganz dünner Metallfolien zum Überziehen der grobfaserigen Pappe zu ermöglichen, ohne daß dieselben durch die Beanspruchung des Pressens durchbrochen werden, wird folgendes vorgeschlagen.
- Die zur Verarbeitung gelangende Pappe soll derart mit Metallfolie belegt werden, daß man die Metallfolien vorerst auf einem dünnen feinfaserigen Papier anbringt und diese bereits auf dünnem feinfaserigem Papier angebrachte Metallfolie auf die zu verarbeitenden Pappen aufklebt. Danach befindet sich zwischen Pappe und Metallfolie eine dünne feinfaserige Papierschicht. Die mit dünnem Papier verstärkte Metallfolie läßt sich sogar von Hand aus mit dem üblichen Klebstoff auf Pappe aufkleben, da zwischen Pappe und Metallfolie eine den Klebstoff gut aufnehmende feinfaserige Zwischenschicht eingeschaltet ist. Diese feinfaserige Zwischenschicht hat eine feine Körnung und verhindert während des Ziehens das Durchbrechen oder Durchdrücken der dünnen Metallfolie durch die grobe Faserung der Pappe. Es ist nicht mehr erforderlich, die meist schweren Pappen in eine Kaschieranstalt zu schicken, um dieselben mit Metallfolie zu belegen, sondern dieselben können jeweils zugeschnitten und auf Pappen von gewünschten Stärken mit dem üblichen Leim angeklebt werden. Der Weiterverarbeiter kann auch jeweils selbst die mit Metall belegte Pappe dem Ziehwerkzeug anpassen. Durch den mehrschichtigen Werkstoff wird auch die Erzeugung durch Ziehen und Pressen günstig beeinflußt, da sich die einzelnen Schichten während des Ziehvorganges dem Ziehwerkzeug besser anpassen bzw. besser anlegen. Da die Metallfolie vorerst auf einem dünnen Papier aufgeklebt ist, das feinere Körnung hat als die grobfaserige Pappe, hält dieselbe auch besser auf dem feinfaserigen Papier. Es ist ferner möglich, die Metallfolien auch von Hand aus faltenfrei auf der Pappe anzubringen.
- Das Aufkleben an sich von Metallfolien auf stärkere und schwächere Papiere wird als bekannt vorausgesetzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von mit Metallfolie überzogenen Schachteln und ähnlichen aus Pappe gepreßten Packungen nach Patent 529 6o7, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Metallfolien, welche vorher auf einer Papierunterlage aufgeklebt sind.
Priority Applications (1)
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| DER68222D DE568323C (de) | 1926-07-20 | 1926-07-20 | Verfahren zur Herstellung von mit Metallfolie ueberzogenen Schachteln u. dgl. |
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| DE568323C true DE568323C (de) | 1933-01-18 |
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| DER68222D Expired DE568323C (de) | 1926-07-20 | 1926-07-20 | Verfahren zur Herstellung von mit Metallfolie ueberzogenen Schachteln u. dgl. |
Country Status (1)
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- 1926-07-20 DE DER68222D patent/DE568323C/de not_active Expired
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