DE56727C - Ozonisirungsapparat - Google Patents
OzonisirungsapparatInfo
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- DE56727C DE56727C DENDAT56727D DE56727DC DE56727C DE 56727 C DE56727 C DE 56727C DE NDAT56727 D DENDAT56727 D DE NDAT56727D DE 56727D C DE56727D C DE 56727DC DE 56727 C DE56727 C DE 56727C
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- Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12.: Chemische Apparate und Processe.
ERNST FAHRIG in LONDON. Ozonisirungsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juni 1890 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung eines Apparates zur Darstellung von
Ozon im Grofsen. Für die Darstellung dieses Gases konnten die bisher üblichen Apparate in
keiner Weise genügen, da die dem zu ozonisirenden Gasgemisch gebotene metallische Oberfläche
einmal viel zu klein war, andererseits die Art, wie die stille Entladung vor sich ging,
nicht geeignet war, eine kräftige Einwirkung des elektrischen Stromes zuzulassen.
Diesen Uebelständen soll der nachstehend beschriebene Apparat abhelfen, indem er nicht
nur eine sehr grofse Oberfläche dem durchstreichenden Gase oder Gasgemische darbietet,
sondern auch die Entladung in überaus gleichmäfsiger und vortheilhafter Weise regelt.
Dieser Apparat, welcher nach dem Princip des Condensators hergestellt ist, wird in der
beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, und zwar ist:
Fig. ι die Ansicht einer Platte eines solchen Apparates,
Fig. 2 und 3 Querschnitte derselben;
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch den ganzen Apparat.
Derselbe setzt sich aus einer grofsen Anzahl von Platten α zusammen, die theils an der
einen Zuleitung parallel geschaltet sind, und in deren Zwischenräumen eine entsprechende Anzahl
gleicher, ebenfalls parallel geschalteter Platten angeordnet sind.
Je zwei auf einander folgende Platten sind durch einen Luftraum und eine Schicht b eines
vorzüglich isolirenden Materials getrennt, die Entladung findet demnach durch die Luftschicht
und die isolirende Schicht hindurch von einer Platte zur anderen statt. Die Luft,
welche zwischen den Platten hindurchstreicht, berührt demnach einerseits eine metallische
Platte, andererseits die isolirende Schicht.
Die Anordnung der Platten ist nun so gewählt, dafs entweder der zu ozonisirende Gasstrom
die zwischen den einzelnen Platten liegenden Zwischenräume zu gleicher Zeit oder
hinter einander passirt. Die einzelnen Platten sind, wie angegeben, von einander durch
schlecht leitende Körper, wozu auch die verwendeten Gase und Gasgemische gerechnet
werden müssen, getrennt. Sie bestehen aus schwer oxydirbaren Metallblechen a, z. B. aus
Zinn, Platin, Aluminium u. s. w., welche auf einer Seite in eigentümlicher Weise durchlocht
sind, so dafs sie eine grofse Anzahl von in regelmäfsigen Abständen stehenden cylindrischen
oder abgestumpft kegelförmigen Erhöhungen a1 besitzen.
Durch diese Einrichtung wird ein dreifacher Zweck erreicht. Einmal wird der Uebergang
der stillen Entladung in überaus gleichmäfsiger Weise erfolgen und die Dauerhaftigkeit der
Platten erhöht werden, dann aber noch ein weiterer Erfolg erzielt, dessen Bedeutung nicht
Unterschätzt werden darf.
Eingehende Beobachtungen haben gezeigt, dafs es bei dem Ozonisiren von Gasen und
Gasgemischen nicht nur auf eine möglichst grofse Oberfläche der leitenden Platten an sich
ankommt, sondern vor allem auf die Fläche, welche die zur Einwirkung kommende Elektricität
einnimmt.
Bei einzelnen der bisher bekannten Einrichtungen von Ozonisirungs-Apparaten erfolgt
die Entladung zwischen ganz scharfen Spitzen. Dieses Princip ist nicht als richtig anzuerkennen,
da die von einer Platte zur anderen übergehende Elektricität gleichsam nur ganz dünne
Fädchen bildet, bei welchen von einer grofsen Oberflächenwirkung keine Rede sein konnte.
Dem gegenüber erfolgt die Entladung der Elektricität in dem neuen Apparate in der
Weise, dafs dadurch eine grofse Anzahl von cylindrischen Lichthüllen gebildet werden, welche
äufserst fein sind und eine bedeutende Oberfläche zur Einwirkung auf das Gasgemisch besitzen.
Dadurch wird auch die Wirkung des elektrischen Stromes eine überraschend schnelle
und durchgreifende.
Als dritter, ebenfalls sehr wesentlicher Vortheil mufs der folgende Umstand erwähnt
werden:
Bei den bisher verwendeten Ozonisirungs-Apparaten mit dünner Plattenbelegung zeigte
sich bald, dafs es unmöglich ist, den Abstand zwischen den entgegengesetzten Belegungen
derart gleich zu machen, dafs der Uebergang der Elektricitäten über die ganze Oberfläche
vertheilt würde; meistens fand derselbe in einer Zickzacklinie statt. Und zwar fand an den
sich am nächsten gegenüberliegenden Stellen der stärkste Ausgleich statt und bewirkte bald
eine Erwärmung und Dehnung der Platten. Dieselben näherten sich an den betreffenden
Stellen immer mehr und wurden schliefslich durch Verbrennung an diesen Stellen ganz unbrauchbar.
Diesen grofsen Uebelstand besitzen die neuen Platten in keiner Weise; denn sollte es wirklich
bei der Herstellung derselben vorkommen, dafs einer der cylindrischen Ringe etwas höher
als die übrigen hervorragt, so wird er ganz allmälig einschmelzen, bis er mit den übrigen
gleiche Höhe besitzt; ein Werfen der Platten ist dabei ganz ausgeschlossen.
Nach kurzer Benutzung haben sich dieselben ganz von selbst in höchst gleichmäfsiger Weise
corrigirt, so dafs auch der Uebergang der Elektricitäten überaus gleichmäfsig an allen
Punkten zugleich erfolgt.
Die Vorzüge dieser Platten bestehen demnach darin, dafs sie:
ι. die Entladung in sehr gleichmäfsiger Weise bewirken,
2. die wirksame Oberfläche bei der stillen Entladung ganz aufserordentlich vergröfsern und
3. eine ganz ausgezeichnete Dauerhaftigkeit besitzen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Apparat zum Ozonisiren von Gas oder Gasgemischen auf elektrischem Wege, dadurch gekennzeichnet, dafs schwer oxydirbare Platten, auf deren Oberfläche erhabene, kegelförmige oder cylindrische Ringe ausgearbeitet oder aufgesetzt sind, über einander angeordnet werden, zum Zweck, die wirksame Oberfläche bei der stillen Entladung zu vergröfsern, die Entladung in sehr gleichmäfsiger Weise zu bewirken und die Dauerhaftigkeit der Platten zu erhöhen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56727C true DE56727C (de) |
Family
ID=331149
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56727D Expired - Lifetime DE56727C (de) | Ozonisirungsapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56727C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE968411C (de) * | 1953-09-24 | 1958-02-13 | Rheno A G | Apparat zur Erzeugung von Ozon |
| DE1092891B (de) * | 1957-05-25 | 1960-11-17 | Jean De Gozalow | Ionisierungsroehre fuer Gase |
-
0
- DE DENDAT56727D patent/DE56727C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE968411C (de) * | 1953-09-24 | 1958-02-13 | Rheno A G | Apparat zur Erzeugung von Ozon |
| DE1092891B (de) * | 1957-05-25 | 1960-11-17 | Jean De Gozalow | Ionisierungsroehre fuer Gase |
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