DE56609C - Kornprüfer - Google Patents
KornprüferInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
- G01N33/02—Food
- G01N33/10—Starch-containing substances, e.g. dough
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Die jetzigen Kornschneider mit runden Messern haben folgende sehr fühlbare Uebelstände.
Erstens ist es bei ihnen unmöglich, verschiedene Proben neben einander zu prüfen,
da das Zerschneiden einer zweiten Probe erst nach der Beseitigung der einzelnen Körnerhälften
aus der unteren Platte möglich ist und diese in dem Durcheinander auf ihren Schnittflächen
nicht mehr zu vergleichen sind.
Zweitens springen beim Zerschneiden die Körner aus der Oberplatte, so dafs die dadurch leer gewordenen Löcher für die Beurtheilung
verloren gehen.
Drittens werden die Körner durch das kreisförmige, um einen aufserhalb liegenden Punkt
drehbare Messer in ganz verschiedener Weise getroffen, und ist die dadurch entstehende Verschiebung
der Theilchen im Querschnitt der verschiedenen Körner, sowie der hierdurch hervorgerufene Eindruck bei der Prüfung des
Querschnittes derselben ein sehr verschiedener und zu falschen Schlüssen führender.
Viertens wird das kreisförmige Messer durch Verletzung eines Punktes seiner Peripherie unbrauchbar.
Fünftens ist eine. Verletzung des Messers und der Hand durch das kreisförmige Messer bei
der geringsten Bewegung desselben möglich, da es dabei nach aufsen tritt und seine Schneide
nicht geschützt ist.
Vorstehende Uebelstände sind im nachbeschriebenen Kornzerschneider beseitigt, und
zwar:
erstens durch die auswechselbare Unterplatte, mit welcher die Körnerhälften in dem prüfungsfähigen
Zustande fortgenommen und aufbewahrt werden können, während durch Einsetzen einer
neuen Platte eine neue Probe erhalten werden kann;
zweitens durch das Anbringen einer Deckplatte, welche sich auf die Körner legt und sie
beim Durchschneiden am Ausspringen verhindert ;
drittens durch die Anwendung eines geraden und sich beim Schneiden parallel verschiebenden
Messers;
viertens durch die leichte Auswechselung des einfachen Messers oder der einzelnen Schneiden
des mehrfachen Messers;
fünftens durch die vollständige Bedeckung der Schneidenkante des Messers mittelst der
Platten.
Die Zeichnung stellt in Fig. 1 bis 3 die Anwendung des einfachen Messers in der Oberansicht
(mit aufgeklapptem Deckel), der Unteransicht (nach Wegnahme der Unterplatte) und
dem Querschnitt, Fig. 4 und 5 den Querschnitt und die Unteransicht (nach Wegnahme der
Unterplatte) und in Fig. 6 und 7 den Durchschnitt des einfachen und mehrfachen Messers
dar. Gleiche Buchstaben bedeuten dieselben Dinge.
Die Oberplatte O ist mit dem Rahmen R durch Schrauben S so verbunden, dafs das
Messer M zwischen ihnen geführt wird. Der Abstand beider wird entweder durch Zwischenlagen
JV oder lediglich durch S gehalten, wie in Fig. 4. Die Platte O ist entweder durchlocht
(Fig. ι und 3) oder geschlitzt (Fig. 4
und 5, rechts), und sind die Löcher L oder
Schlitze L1 parallel und der Körnerform entsprechend.
Die Unterplatte U wird im Rahmen R mit zwei Löchern auf den in R ,sitzenden
Stiften r, Fig. 2 und 5, und durch den (Fig. 2) um i8oG verdrehten Vorreiber T gehalten. Sie
hat konische Vertiefungen v, welche den Löchern
oder Schlitzen von O entsprechen und zur Aufnahme der unteren Kornhälften entsprechend
geformt sind. Die Lochreihen oder Schlitze und Vertiefungsreihen liegen entweder unmittelbar
unter einander oder sind der Schneidenarbeit des mehrfachen Messers gemä'fs angeordnet.
So wirken in Fig. 5 erst die Schneiden Af1 und darauf die Schneiden Af2 des
Messers.
Das einfache Messer besteht aus einer einfachen Stahlplatte M, welche oben zwischen
den abgerundeten Schienen U gehalten wird und dessen Unterkante die scharfe Schneide Ai0,
Fig. ι und 2 punktirt, bildet (s. Fig. i, 2, 3 und 6). Das mehrfache Messer in Fig. 4, 5
und 7 besteht aus einer Platte M, welche ebenfalls zwischen Schienen U gehalten wird,
aber von der Oberkante des Rahmenloches in dessen ganzer Breite bis an das untere Ende
ausgeschnitten und in den bleibenden Schenkeln zur Aufnahme der Schneiden M1 und Af2 vertieft
ist (s. Fig. 5, punktirt, und Fig. 7). Die letzteren sind in den Schenkeln von M festgenietet.
Die Schneide des einfachen Messers kann leicht nachgeschliffen und nach Abnutzung
leicht ersetzt werden durch Einsatz einer neuen Platte M. Ein Gleiches gilt von den Schneiden
Af1 und Af2 des mehrfachen Messers.
Die Oberplatte ist für die Führung der Platte M und ihrer Schenkel entsprechend ausgearbeitet
(Fig. 4). Auf ihr befindet sich einerseits das Scharnier D1 für den Deckel D, der
sich ganz auf die Löcher bezw. Schlitze von O legt, und andererseits ein Leistenpaar P mit
Läppchen P1 zur Aufnahme einer zweiten Unterplatte U1 (in Fig. 3 auf D liegend, punktirt),
welche durch P P1 D1 und den gekröpften
Vorreiber Q festgehalten wird.
Die Handhabung des Zerschneiders ist folgende für die Einrichtung Fig. 1 bis 3:
Man dreht den Vorreiber Q in die in Fig. 1
gezeichnete Stellung, nimmt die Platte CZ1 fort,
öffnet den Deckel D und zieht das Messer M so weit zurück, dafs die. Löcher in der Oberplatte
frei sind, wofür, wie Fig. 1 und 2 zeigen, die ganze Rahmenlochhöhe nöthig ist. Jetzt
bringt man das zu zerschneidende Korn in die Oeffnungen der Oberplatte, so dafs es "in den
Vertiefungen der Unterplatte aufrecht steht, beseitigt das übrige zwischen dem Leistenpaar P
liegende Korn, schliefst den Deckel D durch den Winkel Q1 des Vorreibers Q und schiebt
das ausgezogene Messer in die Endstellung, Fig. ι und 2, wodurch das Korn in zwei Theile
zerschnitten wird, zwischen denen das Messer M liegt und die beiden Kornhälften trennt. Durch
Fortnahme der Unterplatte t/aus dem Rahmen R kann man die Schnittflächen der unteren Kornhälften
beurtheilen. Liegt die Deckplatte D unten und zieht man das Messer M zurück,
so werden auch die Schnittflächen der oberen Kornhälften für die Beurtheilüng mit den unteren
u. s. w. frei. Zur Entnahme einer neuen Probe beseitigt man die oberen Hälften der Körner
und legt, wenn man die unteren Kornhälften mit der Platte U aufheben will, die Platte U1
ein und verfährt nun wie zuvor. Der Vorgang beim Zerschneiden (Fig. 4 und 5) ist derselbe
wie zuvor, doch wird Mnur beim Schneiden um zwei Lochhöhen ausgezogen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Kornprüfer mit geraden und parallel geführten ein- oder mehrfachen Messern, sowie einer parallel geschlitzten oder gelochten Oberplatte O, die einen Deckel D zur Verhinderung des Ausspringens der Körner beim Schneiden hat, und einer Unterplatte U, welche mit konischen, den Löchern bezw. Schlitzen in O entsprechenden Vertiefungen V versehen und zum Vergleich verschiedener Kornproben mit den Kornhälften fortzunehmen und auszuwechseln ist. .Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56609C true DE56609C (de) |
Family
ID=331038
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56609D Expired - Lifetime DE56609C (de) | Kornprüfer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56609C (de) |
-
0
- DE DENDAT56609D patent/DE56609C/de not_active Expired - Lifetime
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