DE565947C - Isolator aus keramischem Werkstoff - Google Patents
Isolator aus keramischem WerkstoffInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B17/00—Insulators or insulating bodies characterised by their form
- H01B17/14—Supporting insulators
Landscapes
- Insulators (AREA)
Description
In großem Umfange werden bei der Installation elektrischer Hochspannungsanlagen mit
ül oder einer Vergußmasse niedriger Dielektrizitätskonstante
gefüllte Isolatoren, vorzugsweise in Form von Stützisolatoren, gegebenenfalls auch entsprechend ausgeführte
Überwürfe verwendet.
Bei der Herstellung solcher Isolatoren aus keramischem Werkstoff, wie Stealit, Porzellan
und anderen dichten keramischen Massen, ergeben sich durch die Notwendigkeit,
zum Abschluß des ölgefüllten Raumes nach unten einen Zwischenboden im Isolatorkörper
anzuordnen, gewisse fabrikatorische Schwierigkeiten. Diese Schwierigkeiten werden insbesondere
dadurch verursacht, daß an den Stellen, an denen der nach den bekannten Ausführungsformen horizontale Zwischenboden
in den Isolator eingarniert bzw. einglasiert wurde, beim Trocknen oder beim Brennen und Abkühlen Spannungen innerhalb
des Isolatorkörpers entstanden, die in zahlreichen Fällen zu einer Rißbildung an der
dem Zwischenboden benachbarten Vertikalwand des Isolators führten und diesen dadurch
unbrauchbar machten. Die auftretenden Spannungen haben ihre Ursache darin, daß bei starrer Eingarnierung oder Einglasierung
eines horizontalen Zwischenbodens infolge der durch die Schwindung bedingten, in vertikaler und in horizontaler Richtung
verschiedenen Zustandsänderungen Spannungen entstehen, die wegen der starren Verbindung
der beiden Teile, Isolatorkörper und Zwischenboden, nicht mehr durch gegenseitige
elastische Verschiebung ausgeglichen werden können. Das Vorhandensein der erwähnten
Spannungen ließ sich, an jedem derartig hergestellten Isolator, auch wenn während des
Trocknens und Brennens kein Riß entstanden warj nachweisen; beim Anschlagen zerspringt
ein so hergestellter Isolator immer an der gleichen, dem Zwischenboden benachbarten
Spannungsstelle in der hierfür charakteristischen Spannungskurve.
Man hat bereits versucht, diese Schwierigkeiten dadurch zu beseitigen, daß man den
horizontalen Zwischenboden unterteilt, d. h. ihn aus einem Kreisring ausbildet, dessen
frei bleibende Innenfläche durch eine besondere Scheibe ausgefüllt wird, die mit dem
äußeren Ring wie dieser mit dem Körper selbst beim Brande durch Glasur verschmolzen
wird. Hierbei besteht bereits eine etwas bessere Verschiebungsmöglichkeit der einzelnen
Teile gegeneinander und eine Verringerung der Gefahr, daß merkliche Spannungen auftreten. Völlig vermieden wird
diese Gefahr jedoch auch in diesem Falle nicht, weil immer zur Auflegung des aus zwei
Teilen bestehenden Bodens eine die Scherbenstärke wesentlich verändernde Wulst am
inneren Mantel des Isolators erforderlich ist, die horizontal vom Isolatorkörper abzweigt,
und damit senkrecht aufeinanderstellende Spannungskomponenten, vor allem in der Abkühlperiode,
auftreten müssen.
Durch die Ausbildung des Isolatorbodens nach der vorliegenden Erfindung werden diese
senkrecht zueinander wirksamen Spannungskomponenten vollständig vermieden und hierdurch
die fabrikatorischen Schwierigkeiten bei der Herstellung solcher ölgefüllter Isolatoren
restlos in auffallend einfacher Weise beseitigt. Daher stellt diese Erfindung eine
bedeutende technische Verbesserung und einen großen wirtschaftlichen Fortschritt dar.
Bei dieser Ausführung wird das Auftreten einer Schwindung und dadurch bedingter
Spannung in horizontaler Richtung vollkommen oder nahezu vollkommen dadurch vermieden, daß man jede Ausbildung des
Bodens, die sich in horizontaler Richtung auswirken könnte, vermeidet und den Innenboden
des Isolators wölbt, beispielsweise ihn als nach oben oder nach unten gehenden Kegel oder Kegelstumpf ausbildet,
oder hierfür irgendeine geeignete einfache oder zusammengesetzte Kurve wählt. Durch diese Ausbildungsformen ist es möglich,
überhaupt jeden horizontalen Ansatz am inneren Mantel des Isolators zu vermeiden
bzw. ihn so zu gestalten, daß keinerlei Spannungen in horizontaler Richtung auftreten
bzw. sich auf die Vertikalwand des Isolators übertragen.
In den Abbildungen sind einige der sehr zahlreichen Ausführungsmöglichkeiten der
Erfindung dargestellt. .Es zeigt Abb. 1 die Aiisbildung des Isolators mit einer schmalen
inneren Wulst am Mantel, auf der der zum Abschluß dienende dünnwandige Körper aufruht;
wie daraus ersichtlich, werden Spannungen in Richtung der Mantellinie des Kegels
abgelenkt und dadurch nur mit einer Komponente wirksam. Abb. 2 zeigt eine entsprechende
Ausführungsform mit Anordnung des Kurvenkörpers in umgekehrter Richtung in einer schwachen Wulst am Innenmantel
hängend, die dieselben Vorteile bietet. Bei der Ausführungsform nach Abb. 1 wird als
weiterer Vorteil noch an Öl für die Füllung des Isolators gespart, während die Ausführungsform
nach Abb. 2 eine besondere Er^ leichterung im Fabrikationsprozeß vorstellt.
Abb. 3 zeigt als weitere Entwicklung des Erfindungsgedankens eine noch günstigere
Ausführungsform des Innenbodens in Form eines Kegelstumpfes, wobei der Wölbungskörper
unmittelbar in den Isolatorkörper übergeht und jeder Horizontalansatz überhaupt vollkommen vermieden ist; der Abschluß
des Kegelstumpfes bei Abb. 3 nach oben, bei Abb. 4 nach unten wird durch einen
in bekannter Weise anzuglasierenden Boden von geringem Durchmesser erzeugt.
Claims (4)
1. Isolator aus keramischem Werkstoff für die Füllung mit öl, Vergußmasse
o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der zum Abschluß des ölgefüllten Raumes
dienende Zwischenboden gewölbt ist.
2. Isolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Horizontalansatz
am Innenmantel des Isolators vermieden ist.
3. Isolator nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen unmittelbaren Übergang
des gewölbt ausgebildeten Zwischenbodens in den Innenmantel des Isolators.
4. Isolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschluß des
Wölbungskörpers durch einen in bekannter Weise anglasierten Abschlußdeckel wesentlich geringeren Durchmessers als
des Innendurchmessers des Isolators gebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES93719D DE565947C (de) | 1929-09-04 | 1929-09-04 | Isolator aus keramischem Werkstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES93719D DE565947C (de) | 1929-09-04 | 1929-09-04 | Isolator aus keramischem Werkstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE565947C true DE565947C (de) | 1932-12-07 |
Family
ID=7518224
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES93719D Expired DE565947C (de) | 1929-09-04 | 1929-09-04 | Isolator aus keramischem Werkstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565947C (de) |
-
1929
- 1929-09-04 DE DES93719D patent/DE565947C/de not_active Expired
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