DE56589C - Aetherdampfmaschine - Google Patents

Aetherdampfmaschine

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DE56589C
DE56589C DENDAT56589D DE56589DA DE56589C DE 56589 C DE56589 C DE 56589C DE NDAT56589 D DENDAT56589 D DE NDAT56589D DE 56589D A DE56589D A DE 56589DA DE 56589 C DE56589 C DE 56589C
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DE
Germany
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glycerine
ether
steam
machine
bath
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT56589D
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English (en)
Original Assignee
Dr. P. DE SUSINI, Deputirter der Insel Corsica, in Paris
Publication of DE56589C publication Critical patent/DE56589C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K25/00Plants or engines characterised by use of special working fluids, not otherwise provided for; Plants operating in closed cycles and not otherwise provided for
    • F01K25/08Plants or engines characterised by use of special working fluids, not otherwise provided for; Plants operating in closed cycles and not otherwise provided for using special vapours

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
. PATENTAMT. Λ%
Diese mittelst Aetherdampfes getriebene Maschine, welche Gegenstand vorliegender Erfindung ist, wird dadurch gekennzeichnet, dafs ihr Kessel, die Speiseleitung und das Getriebe in ein Glycerinbad getaucht sind, welches in einem Dampf- und wasserdicht geschlossenen Raum enthalten ist. Da der Mechanismus der Maschine in einem Glycerinbad spielt, so findet während des Ganges immer eine · selbsttätige Schmierung statt, welche keine Ueberwachung nöthig macht. Die Glycerinlage, welche die Maschine und den Generator von der umgebenden Luft abschliefst, ist in einem derartigen Behälter vorgesehen, dafs ein Thermosyphon gebildet wird.
Das den Generator umgebende Glycerin wird direct vom Feuerraum aus erhitzt und giebt seine Wärme an den Aether des Generators ab, so dafs der Aether verdampft und sich durch die Speiseleitung zum Dampfcylinder begiebt. Auf diesem ganzen Wege ist die Speiseleitung durch Glycerin umgeben, welches in demselben Sinne wie der Dampf circulirt und, nachdem es von oben nach unten die den Mechanismus des Motors umgebende Kammer durchlaufen hat', wiederum am unteren Theil in die Kesselumhüllung eintritt, um aufs Neue in der geschilderten Weise zu wirken. Durch eine derartige Anordnung wird jedwede Condensation des Aetherdampfes vom Anfang bis zum Ende seiner Wirkung verhindert.
Nach seiner Nutzwirkung im Dampfcylinder geht der Aetherdampf in einen Luftcondensator über, wo er eine grofse, durch den von einem Ventilator kommenden Luftstrom gekühlte Oberfläche vorfindet, infolge dessen condensirt und sich im flüssigen Zustande unmittelbar in einem Raum ansammelt, aus dem wiederum die Speisung vor sich geht. Der condensirte Aether wird vermittelst einer Speisepumpe wiederum in den Kessel zurückbefördert, von wo aus erdann von neuem den beschriebenen continuirlichen Kreislauf antritt.
Die im Vorstehenden gezeichnete Anordnung erfordert Glycerin, dessen Preis relativ sehr hoch ist. Um für grofse Unternehmungen· diesen Mifsstand auszugleichen, hat Erfinder eine Einrichtung vorgesehen, welche gestattet, die zu einer guten und sicheren Arbeit des Motors nothwendige Glycerinmenge möglichst zu vermindern. Diese Einrichtung besteht in einer Theilung des Thermosyphons, wie er bei der ersten Anordnung vollständig mit Glycerin wirkt, in zwei, von denen der eine mit unter Pressung stehendem Wasser den Aethergenerator umgiebt und erhitzt, sowie seine Wärme dem zweiten Thermosyphon abgiebt, welcher, mit Glycerin wirkend, den Motor umgiebt und dadurch die Temperatur des vom Generator kommenden Aetherdampfes bis zum Ende seiner Nutzwirkung im Motor aufrecht erhält.
Die erste Anordnung ist in den Fig. 1 bis 5 zur Darstellung gebracht; von denselben zeigen:
Fig. ι einen Längsschnitt durch die .Maschine, Fig. 2 einen Ouerschnitt durch den Motor,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch denselben (Fig. 3a ist eine Wiederholung in gröfserem Mafsstabe), ■
Fig. 4 einen Verticalschnitt nach der Linie e-f-g-h der Fig. 3 und
Fig. 5 die Aufsenansicht eines Schieber·; kastens.
st> se
Die Maschine ist aus zwei Cylindern A und B zusammengesetzt, deren Kolbenstangen verkuppelt sind ■ und in welchen der Dampf einfachwirkend gegen die Kolben C und D preist, so daTs also immer der eine Cylinder in der Periode der Ausströmung, der andere in derjenigen der Admission steht, und umgekehrt. Die beiden Kolben C und D sind durch die
: Stangen c c mit einer beweglichen Führungscoulisse E verbunden, welche ihre hin- und hergehende Bewegung ' als Rotationsbewegung auf den Kurbelzapfen G überträgt; derselbe gleitet bei der Hin- und Herbewegung der Coulisse in deren geradliniger Gleitführung auf und ab. Der. Kurbelzapfen E sitzt in der
.Kurbelscheibe G der Kurbelwelle H, welche in Lagerböcken JI gelagert ist. Dieselben sind auf dem Rahmwerk K befestigt, welches um die Cylinder A und B herum eine allseitig geschlossene, zur Aufnahme eines Glycerinbades dienende Kammer bildet, so dafs alle sich bewegenden Organe der Maschine in diesem Bade spielen und so immerwährend selbsttätige Schmierung finden. Dieses Glycerinbad steht durch das Rohr L mit dem oberen Theil und durch das Rohr N mit dem unteren Theil der den Generator Q umschliefsenden Glycerin-,kammer M in Verbindung. ■·■■'·■■ ■■■.,.
Wenn sich also das Glycerin unter Einflufs des Feuerraumes ο erhitzt, so wird sich ein Strom heifsen Glycerins im Sinne der eingezeichneten Pfeile einstellen und den beständigen Kreislauf eines Thermosyphons bewirken; der-
' selbe hat den Zweck, eine Condensation des vom Generator Q kommenden Aetherdampfes sowohl in der Speiseleitung P als auch in den Cylindern A und B zu verhindern und dadurch die Nutzbarmachung der ganzen Expansivkraft des Aetherdampfes in den Cylindern A und B zu ermöglichen.
Der Generator Q ist ein Röhrenkessel, in welchem der Aether den Raum zwischen den Röhren q q einnimmt und durch das in den letzteren circulirende und in der Umhüllung M enthaltene Glycerin erhitzt wird.
Der Kessel ist mit allen auch sonst gebräuchlichen Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet; auf dem Rohr L ist ein Sicherheitsventil / vorgesehen, um jede übermäfsige Spannungszunahme im Glycerinbehalter zu verhindern.
Die Steuerung des Aetherdampfes in den Cylinder geht mittelst Grundschieber d und Expansionsschieber e vor sich, und zwar sind diese Schieber als Kolbenschieber gedacht.
Der Dampf, welcher durch die mit den Cylindern A bezw. B vergossenen Kanäle p, Fig. 2, ankommt, tritt durch die Dampföffnungen _/ in die Ringräume g zwischen den dichtschliefsenden Kolbenringen h und i, Fig. 3, von denen die einen h den Grundschiebern, die anderen i den Expansionsschiebern angehören. Dann geht der Dampf in das Innere der Expansionsschieber und wird von hier mittelst der Schieberkanäle j und k in die Ringräume 7 vertheilt, welche zwischen den Dichtungsringen der Grundschieber d gebildet sind, um schliefslich durch die Eintrittskanäle O in die Cylinder A und B einzutreten.
Die Schieberkanäle j und Ic sind nach einem Schraubengang ausgeschnitten, um vermittelst eines Handrades t von aufsen eine Aenderung der Expansion bewirken zu können. Es geschieht dies durch Drehen der Expansionsschieber , während die Grundschieber fest bleiben, wodurch der Einströmungsschlufs beschleunigt oder verzögert wird.
Die Expansionsschieber e sind unter einander vereinigt und werden durch Rollen d\ Fig. 5, getragen, zu dem Zwecke, die Lage ihrer Achse zu fixiren und die aus ihrem Gewicht resultirende Reibung zu neutralisiren. Zu dem gleichen Zwecke trägt auch die FUhrungscoulisse E des Kurbelzapfens F Rollen e\ Fig. 1.
Die Grundschieber sind durch eine Stange x, Fig. 3, unter einander verbunden, und die ganze Steuerung wird durch vier Excenter y, welche auf zwei Umsteuerungscoulissen ^ und ^1 wirken, getrieben. Von den Coulissen steuert eine die Expansions-, die andere die Grundschieber; ihre Einstellung geschieht von aufsen vermittelst einer Handhabe Z.
Nachdem der Dampf mit Expansion auf die Kolben C und D gewirkt hat, entweicht er in die Ringräume q1, Fig. 3, und von hier durch die Dampföffnung %, Fig. 2, in den Auspuffkanal s. Der Auspuffdampf geht. dann vermittelst des Rohres R in den Luftcondensator S, Fig. 4 und 3, wo er. sich über eine grofse, durch Wellen T, Fig. 3, gebildete Kühlfläche verbreitet, deren continuirliche Kühlung durch einen vermittelst Leitung V vom Ventilator U kommenden Luftstrom bewirkt wird. Der Ventilator wird durch die Maschine bewegt. Auf diese Weise wird der AuspufFdampf condensirt und sammelt sich am Boden des Condensators S, d. h. im Speisebehälter X.an, von wo er vermittelst einer Pumpey wiederum in den Kessel Q geprefst wird. . . ■
Die zweite Anordnung ist in Fig. 6 in einem Verticallängsschnitt durch, die Maschine veranschaulicht.
Bei dieser Anordnung ist in dem Mantelraum M des Kessels Wasser enthalten, welches die von der Feuerung enthaltene Wärme auf den eigentlichen Kessel Q, d. h. auf den Aether überträgt und sich durch ein Rohr a. zum . Heizbehälter β begiebt, um durch die Leitung γ zum Mantelraum M des Kessels zurückzukehren und so einen ersten, mit Wasser wirkenden Thermosyphon zu bilden.

Claims (3)

  1. Derselbe ist mit einem Sicherheitsventil £· ausgestattet, welches jede übermäfsige Spannungszunahme verhindert und gestattet, den etwa entweichenden Dampf durch ein Rohr Δ entweder zu einem Condensator oder in die Atmosphäre puffen zu lassen.
    Die Kammer K, welche die Cylinder und das Triebwerk umschliefst, ist mit Glycerin gefüllt und oberhalb der Heizkammer β angeordnet.
    Aus der Kammer K, welche aus Gufs besteht, hängen unten geschlossene Röhren in die Kammer β hinab, zu dem Zwecke, die Erhitzungsfläche des Glycerins zu vergröfsern. Dasselbe tritt im Verhältnifs, als seine Temperatur steigt, in das Rohr L und kehrt durch die Leitung C in den Mantelraum K zurück, wodurch der zweite Thermosyphon mittelst Glycerins entsteht.
    Derselbe bewirkt selbsttätig die Schmierung des Mechanismus des Motors und verhindert jegliche Condensation des Aetherdampfes vom Momente der Entstehung bis zu dem des Auspuffes desselben.
    Mit I ist ein Sicherheitsventil auf der Rohrleitung L bezeichnet.
    Die übrigen Theile bleiben dieselben wie bei der oben beschriebenen ersten Anordnung und sind mit entsprechend denselben Buchstaben bezeichnet.
    Man kann auch den Auspuffdampf einer gewöhnlichen, mit Wasserdampf arbeitenden Maschine durch die Röhren q der Aethermaschine circuliren lassen, um so den Aether zu erhitzen und gleichzeitig einen Aethercondensator für die Wasserdampfmaschine und Aetherdampfkessel für die Aethermaschine zu erhalten.
    Patenτ-Ansprüche:
    ι . Eine Aetherdampfmascbine, bei welcher in einer von einem Glycerinbade umgebenen Maschine Aetherdampf zur Arbeitsleistung verwendet wird, welcher in einem durch Glycerinbad erhitzten Dampf-KessfiL-g/zeugt und nach geleisteter 'Arbeit einem Luftcondei^atorz^g^führMyird, wobei gleichzeitig das den Motor umgebende Glycerinbad mit dem den genannten Dampfkessel umgebenden Glycerinbade durch Leitungen in Verbindung steht, welche die Aetherdampfleitungen umgeben.
  2. 2. Die Abänderung der' in i. gekennzeichneten Maschine derart, dafs der Aether in einem Wasserbade erhitzt wird, der Motor jedoch wie vorher in einem geschlossenen Glycerinbade steht, welches seine Wärme von dem Wasser des Kessels erhält, das zu diesem Zwecke um das mit grofser Oberfläche ausgebildete Glycerinbad geführt und die Aetherdampfleitung umgiebt.
  3. 3. An der in 1. gekennzeichneten Maschine der innerhalb des Glycerinbades liegende TreibmecharMsrnus, bestehend aus zwei sich ' gegenüberliegenden Cylindern (A und 'B), welche .· zwischen sich die durch Stopfbüchsen nach aufsen geführte Triebwelle in der Weise treiben, dafs ihre Kolbenstangen mit einer Coulisse (E) verbunden sind, in der der Kurbelzapfen der Welle auf- und abgleiten kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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