DE565631C - Verfahren zur Herstellung injizierbarer Farbstoffloesungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung injizierbarer Farbstoffloesungen

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DE565631C
DE565631C DEI41294D DEI0041294D DE565631C DE 565631 C DE565631 C DE 565631C DE I41294 D DEI41294 D DE I41294D DE I0041294 D DEI0041294 D DE I0041294D DE 565631 C DE565631 C DE 565631C
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DE
Germany
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solution
water
preparation
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trypan
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Expired
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DEI41294D
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English (en)
Inventor
Dr Ludwig Benda
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K47/00Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient
    • A61K47/06Organic compounds, e.g. natural or synthetic hydrocarbons, polyolefins, mineral oil, petrolatum or ozokerite
    • A61K47/20Organic compounds, e.g. natural or synthetic hydrocarbons, polyolefins, mineral oil, petrolatum or ozokerite containing sulfur, e.g. dimethyl sulfoxide [DMSO], docusate, sodium lauryl sulfate or aminosulfonic acids
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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Description

  • Verfahren zur Herstellung injizierbarer Farbstofflösungen In der Therapie werden bekanntlich gewisse basische Farbstoffe, wie Methylenblau (vgl. Schultz, Farbstofftabellen, 1923, Nr. 659), 3 - 6-Diamino io-methylakridiniumchlorid usw., aber auch sulfonierte Produkte. z. B. Trypanblau (vgl. S c h u 1 t z, Farbstofftabellen, 1923, Nr.391), Trypanrot (vgl. S c h u 1 t z , Farbstofftabellen, 1923, Nr. 359) USW., zu Injektionen angewendet. Es hat sich z. B. gezeigt, daß das Trypanblau bei gewissen Infektionskrankheiten, so besonders bei der Piroplasmose der Rinder und Hunde, sehr gute Dienste leistet. Auch Aminoakridine, z. B. 3 - 6-Diamino - io - methylakridiniumchlorid, wirken bei dieser Erkrankung vorzüglich. Die gleichzeitige Anwendung dieser Produkte oder die gleichzeitige Anwendung von anderen basischen Farbstoffen und von Farbstoffsulfosäurenwar bisher unmöglich, da die aus dem basischen Farbstoff einerseits und der Farbstoffsulfosäure andererseits entstehenden Salze in Wasser unlöslich sind und daher beim Mischen der beiden Lösungen ausfallen.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß sich die erwähnten, in Wasser unlöslichen Salze in einem Überschuß von Lösungen Sulfonsäuregruppen enthaltender Farbstoffe, die mit der zur Salzbildung verwandten Sulfonsäure nicht identisch zu sein brauchen, lösen lassen. Die so erhaltenen Lösungen sind beständig und für Injektionen therapeutisch verwendbar. Es ist nicht notwendig, das betreffende unlösliche Salz zunächst zu isolieren und dann in überschüssiger Farbstoffsulfonsäure zu lösen. Man kann auch unmittelbar den basischen Farbstoff bzw. dessen wäßrige Lösung mit einem Überschuß der Lösung von sauren Farbstoffen zu einer Lösung vereinigen oder ein Gemisch der Farbstoffe, das den sauren Bestandteil im Überschuß enthält, in Wasser lösen. Zur Herstellung der Lösungen haben sich von den Farbstoffsulfonsäuren namentlich Disazofarbstoffe geeignet erwiesen. Beispiele 1. 140 1 einer i °foigen Lösung von Trypanblau (dem Farbstoff aus tetrazotiertem Tolidin und 2 Molen Amidonaplitholdisulfosäure H) werden bei 70°C mit 100, 1 einer i°ioigen Lösung von 3 - 6-Diaminoi o-methvlakridiniumchlorid vermischt. Man filtriert und bringt den Rückstand durch Anschlämmer mit Wasser auf So kg.
  • io kg dieser Paste werden unter Rühren bei 70° C eingetragen in 8o 1 einer i °/oigen Lösung von Trypanblau. Man hält unter Rühren einige Zeit auf 70° C. Die so entstandene blaugrüne Lösung kann nach erfolgtem Sterilisieren ohne weiteres für Injektionen verwendet werden.
  • 2. 1,5 kg 3 - 6-Diamino-io-methylakridiniumchlorid werden in i 5o 1 heißen Wassers gelöst und mit einer Lösung von 8,5 kg Trypanblau in 85o 1 Wasser vermischt. Die so erhaltene blaugrüne Lösung kann nach dem Sterilisieren direkt verwendet werden.
  • 3- 35 1 einer i °/°igen Lösung von 3 # 6-Diaminoakridinchlorid werden vereinigt mit 70 1 einer i 0%igen Trypanblaulösung. Man saugt ab, wäscht mit etwas Wasser und schlämmt den Niederschlag mit Wasser zu einer Paste (i7,5 kg) an. Von dieser Paste werden 2 kg mit 16 kg einer i °/°igen Trypanblaulösung bei 7o0 C gut verrührt; man erhält so eine klare, grün gefärbte Lösung.
  • 4. 9o 1 einer i °/°igen Lösung von 3 # 6-Diamino-io-methylakridiniumchlorid werden bei 70° C vermischt mit ioo 1 einer i °1°igen Lösung des Farbstoffes aus tetrazotierter Benzidinmonosulfonsäure mit 2 Molen 2-Naphthylamin-3 # 6-disulfonsäure (Trypanrot). Man saugt von dem Niederschlag ab, wäscht mit Wasser und verreibt den Rückstand durch Zusatz von Wasser zu einer Paste (i8 kg).
  • 3 kg dieser Paste werden bei 70° C eingerührt in 85 1 einer i °/°igen Lösung von Trypanrot. Die erhaltene rote Lösung ist nach dem Sterilisieren ohne weiteres verwendbar.
  • Man vermischt 2o 1 einer i °/°igen Trypanblaulösung mit 23 1 einer i °J°igen Lösung von Methylenblau medicinale bei 70° C, saugt ab, wäscht mit Wasser und bringt die Paste durch Zusatz von Wasser auf io kg. Diese Paste wird dann in 301 einer i°/°igen Trypanblaulösung bei 70° C aufgelöst. Die erhaltene blauviolette Lösung kann nach dem Sterilisieren injiziert werden.
  • 6. io 1 einer i °/°igen Lösung von Säurefuchsin (vgl. S c h u 1 t z , Farbstofftabellen; 1923, Nr. 524) werden bei 7o0 C mit 91 einer i °f°igen Lösung von 3 # 6-Diamino-io-methylakridiniumchlorid zusammengebracht; die Verbindung fällt in der Hitze harzig aus und wird beim Erkalten fest; man gießt dann von der Flüssigkeit ab und verreibt den Rückstand mit Wasser; die so erhaltene Paste wiegt i,8 kg.
  • o,6 kg davon werden in i21 einer i °1°igen Trypanblaulösung oder in der gleichen Menge einer i °/°igen Trypanrotlösung bei 70° C aufgelöst; die so erhaltenen Lösungen sind violett bzw. rot gefärbt.
  • Auf analoge Weise kann das in Wasser unlösliche Salz aus Methylblau und Säurefuchsin in Lösungen von Trypanblau oder Trypanrot aufgelöst werden.
  • 7. i kg einer Paste, enthaltend das aus 3 # 6 - Diamino - io - methylakridiniumchlorid und Trypanblau gemäß Beispiel i hergestellte Farbstoffsalz werden mit io 1 i %iger Trypanrotlösung auf 70°C erwärmt; man erhält eine klare rotbraune Lösung.
  • B. io 1 Trypanrotlösung (i : ioo) werden mit 9 1 einer Lösung von 3_# 6-Diamino-ioinethylakridiniumchlorid (i : ioo) bei etwa 70° C gemischt; man saugt den Niederschlag ab, mischt ihn mit Wasser zu einer Paste von 1,8 kg Gewicht.
  • 1,2 kg hiervon werden mit 241 Trypanblaulösung (i : ioo) auf 70° C erwärmt. Die so erhaltene klare Lösung ist schmutzig violett gefärbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung injizierbarer Farbstofflösungen aus basischen Farbstoffen und Farbstoffsulfosäuren für therapeutische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß man basische Farbstoffe in Gegenwart eines Überschusses von Farbstoffsulfonsäuren in wäßrige Lösung bringt.
DEI41294D 1931-04-17 1931-04-17 Verfahren zur Herstellung injizierbarer Farbstoffloesungen Expired DE565631C (de)

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