DE565460C - Verfahren zur Herstellung von Essigsaeureanhydrid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Essigsaeureanhydrid

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DE565460C
DE565460C DE1930565460D DE565460DD DE565460C DE 565460 C DE565460 C DE 565460C DE 1930565460 D DE1930565460 D DE 1930565460D DE 565460D D DE565460D D DE 565460DD DE 565460 C DE565460 C DE 565460C
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Germany
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acetic acid
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acetic anhydride
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Expired
Application number
DE1930565460D
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English (en)
Inventor
Dr Alfred Dierichs
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Essigsäureanhydrid Es ist bekannt, daß Essigsäureanhydrid katalytisch aus Eisessig hergestellt «erden kann; die hierbei benutzten technisch wichtigen Katalysatoren sind vorzugsweise Alkaliphosphate mit einem Zusatz von Bory lphosphat als Schmelzflüsse in Tiegeln, durch die der Essigsäuredampf geleitet wird. Weiterhin ist vorgeschlagen worden, Eisessig dampf durch Rohre aus Metallen, Feuerton, Quarzgut zu führen, die entweder leer sein können oder mit Siliciumearbid, Bimsstein, Kieselgur gefüllt sind und hierbei dem Eisessigdampf einen Zusatz von Aminen zugeben.
  • Es wurde nun gefunden, daß man unter '\'erwendung des Phosphatv erfahrens weit höhere Ausbeuten erreichen kann, wenn man dem Eisessig geringe Mengen Ammoniumsalze, Amine oder deren Salze, mit Ausnahme von Säureamiden und \itrilen, zugibt.
  • Als für das vorliegende Verfahren in Betraclit kommende Derivate von Aminbasen sind folgende anzusehen: Anorganische Aminbasen sind: Ammoniak und dessen Salze.
  • Organische Aminbasen sind: Alkyl-Ammonium-Verbindungen, primäre, sekundäre und tertiäre Amine, Aminosäuren, Pyridin, Piperidin, Chinolin, Anilin, All;ylaniline, Cyclohexylamin, deren Abkömmlinge und Salze. Auch hochmolekulare Aminsäuren sind an sich für das Verfahren brauchbar.
  • Zweckdienlich fügt man diese Katalysatoren dem Eisessig zu und läßt diese Mischung verdampfen, wobei sich die Zusätze verflüchtigen und vom Eisessig mitgenommen werden.
  • Beispiel i In einem Metalltiegel aus Chromnickelstahl befindet sich ein Gemisch von i Gewichtsteil geschmolzenem Natriummetaphosphat, i Gewichtsteil Lithiummetaphosphat und i Gewichtsteil Borylphosphat. Durch ein starkwandiges Einleiterohr aus V 4 A wird durch die Schmelze bei Temperaturen zwischen 70o bis 75o° E,ssigsäuredampf, der i % Ammoniak enthält, geleitet. Der Tiegel wird geheizt wie im Patent 545 o95 angegeben. Die Ausbeute an Anhydrid, das nur Spuren von Phosphorsäure und organischen Phosphorverbindungen enthält, ist erheblich besser als ohne Zusatz von Ammonacetat. Arbeitet man ohne Zusatz von Ammoniak, erhält man 54 °1o Ausbeute, unter gleichen Bedingungen mit Ammoniak 66 °1o Ausbeute. Beispiel e Es wird in derselben Apparatur wie in Beispiel i gearbeitet, jedoch wird dem Eisessig 0,4 °/o Ammonnitrat zugesetzt. Auch in diesem Falle ist die Ausbeute an Anhydrid besser als bei der gleichen Arbeitsweise ohne Zusatz von Ammonnitrat. Die Ausbeute beträgt hier 690/" während man ohne Zusatz von Ammornitrat nur 54 % erhält. Beispiel 3 Es wird in derselben Apparatur wie in Beispiel z gearbeitet, jedoch dem Eisessig o, i % Pyridin zugesetzt. Auch in diesem Falle ist die Ausbeute an Anhvdrid besser als bei der gleichen Arbeitsweise ohne Zusatz von Pyridin. Ohne Zusatz erhält man gemäß Beispiel i und 2 54/, Ausbeute, unter gleichen Bedingungen wurde mit Zusatz von. Pyridin eine Ausbeute von 77 0J0 erhalten. Beispiel q. In derselben Apparatur wie in den Beispielen i bis 3 befindet sich ein Gemisch von i Teil Kaliummetaphosphat und i Teil Natriummetaphosphat. Durch das geschmolzene Gemisch dieser Alkaliphosphate wird Essigsäuredampf geleitet, dem o,5,0/, Chinolin zugesetzt wurde. Man erhält eine Ausbeute von 66 010, während ohne Zusatz nur 54 010 erreicht werden konnten.
  • Die in den Beispielen angeführten Ausbeuten sind die Umsätze, die beim einmaligen Durchleiten der Essigsäure durch den Kontakt erhalten werden. Da immer der nicht umgesetzte Teil wiedergewonnen wird, ist die Acetylausbeute sehr hoch, sie beträgt in allen angeführten Beispielen 97 bis 98 %.
  • Es hat sich gezeigt, daß beim Arbeiten bei höherer Temperatur, wo die Ausbeuten ohne Aminzusatz bis auf 65 % steigen, ein Aminzusatz noch weiter die Ausbeuten steigen läßt. Beispielsweise brachte ein Zusatz von 0,2 % Pyridin eine Ausbeute von go 0/0, so daß also der Aminzusatz sowohl den einmaligen Umsatz wie auch die Acetylausbeute verbessert. In diesem Falle fällt das Reaktionsprodukt in 2 Schichten an, einmal Essigsäureanhydrid, die andere Wasser mit gelöstem Anhydrid. Die Amine müssen bei den Reaktionstemperaturen flüchtig sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid durch thermische Zersetzung von Eisessig mit Hilfe von Alkaliphosphaten mit oder ohne Zusatz von Borylphosphat, dadurch gekennzeichnet, daß .der Essigsäure vor oder beim Durchleiten durch den Phosphatkatalysator geringe Mengen organische oder anorganische Aminbasen; ihre Salze oder Derivate, mit Ausnahme von Säureamiden und Nitrilen, zugesetzt werden.
DE1930565460D 1930-05-18 1930-05-18 Verfahren zur Herstellung von Essigsaeureanhydrid Expired DE565460C (de)

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