DE565289C - Verfahren zur Verhinderung des Gleitens der Gummireifen von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung des Gleitens der Gummireifen von Kraftfahrzeugen

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DE565289C
DE565289C DEJ44193D DEJ0044193D DE565289C DE 565289 C DE565289 C DE 565289C DE J44193 D DEJ44193 D DE J44193D DE J0044193 D DEJ0044193 D DE J0044193D DE 565289 C DE565289 C DE 565289C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60BVEHICLE WHEELS; CASTORS; AXLES FOR WHEELS OR CASTORS; INCREASING WHEEL ADHESION
    • B60B39/00Increasing wheel adhesion
    • B60B39/02Vehicle fittings for scattering or dispensing material in front of its wheels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Durch das Patent 563 528 ist ein Verfahren zur Verhinderung des Gleitens der Gummireifen von Kraftfahrzeugen auf glatten Fahrbahnen mit Hilfe eines vor oder während der Fahrt je nach Bedarf auf die beiden Reifen gebrachten gleitschützenden Mittels unter Schutz gestellt, dessen Wesen darin besteht, daß als gleitschützendes Mittel ein sich durch Verdünnen mit Wasser als zähe, klebrige Masse ausscheidende Lösung von Harz, z. B. Kolophonium oder Cumaronharz in einem Alkohol, gegebenenfalls unter Zusatz einer organischen Säure, Verwendung findet.
Dieses Gleitschutzmittel hat sich als sehr zuverlässig erwiesen, da es hiermit gelingt, das gefährliche Gleiten des Wagens auf glatten und insbesondere nassen Fahrbahnen, vor allem auf xA.sphalt, selbst mit Kraftreifen, die kein Profil besitzen, zu beseitigen und den Wagen plötzlich zum Stehen zu bringen, ohne daß er sich um seine Achse dreht.
Die auf den Reifen gespritzte und durch Verdünnung mit Wasser als zähe, klebrige Masse ausgeschiedene Harzlösung hat jedoch den Mangel, daß sie ihre zähe Klebrigkeit ziemlich bald verliert und spröde wird, so daß das Spritzen mit dem Gleitschutzmittel dann wiederholt werden muß. Wenn die hierfür erforderliche Menge der Lösung auch nur gering ist, so summiert sie sich doch bei Zurücklegung großer Strecken; außerdem ist die Sicherheit um so größer, je länger die gleitschützende Wirkung anhält. Aus diesen Gründen ist es von großem Vorteil, eine klebende Masse zu verwenden, die unter den gegebenen Bedingungen ihre Kleb- und Haftfähigkeit möglichst lange behält und nicht spröde wird.
Voraussetzung hierfür ist natürlich, daß sich dieser Stoff auch bei gleichzeitiger Anwesenheit von Harz in denselben Lösungsmitteln wie Harz löst und bei Verdünnen mit Wasser als zähe, klebrige Masse ausgeschieden wird.
Weitere Versuche haben nun ergeben, daß Holzpech ein Stoff ist, der diese Eigenschaften besitzt. Eine aus Harz und Holzpech z. B. in Alkohol oder Aceton bestehende Lösung oder eine Lösung von Holzpech allein in Alkohol oder Aceton besitzt eine viel längere und zuverlässigere Wirksamkeit als eine nur aus Harz bestehende Lösung. Die feuchte Klebmasse bleibt länger in unveränderter Beschaffenheit an dem Reifen haften und hält auch die gleitschützend wirkenden Verunreinigungen der Straße besser fest. Infolgedessen kann man mit geringeren Mengen einer solchen Lösung die gleiche Wirkung wie mit einer erheblich größeren Menge Harzlösung erzielen.
Zur Ausführung des Verfahrens wird beispielsweise eine Lösung aus 30 Teilen Harz, 30 Teilen Holzpech und 40 Teilen Äthylalkohol von 96 Volumprozent durch Erwärmen am Rücknußkühler hergestellt. Diese Lösung
wird von den nicht in Lösung gegangenen Anteilen abfiltriert und kann dann als Gleitschutzmittel Verwendung finden.
Die Anwendung der Erfindung beschränkt sich nicht nur auf mit Gummireifen versehene Kraftfahrzeuge, sie kann vielmehr mit gleichem Erfolg für auf Schienen laufende Fahrzeuge mit eisernen Rädern Verwendung finden, beispielsweise für ' Eisenbahnen, Straßenbahnen und Schwebebahnen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Verhinderung des Gleitens der Gummireifen von Kraftfahrzeugen auf glatten Fahrbahnen nach Patent 563 528, dadurch gekennzeichnet, daß als gleitschützendes Mittel eine sich durch Verdünnen mit Wasser als zähe, klebrige Masse ausscheidende Lösung von Harz und Holzpech oder von Holzpech allein in Alkohol oder Aceton Verwendung findet.
DEJ44193D 1932-04-14 1932-04-14 Verfahren zur Verhinderung des Gleitens der Gummireifen von Kraftfahrzeugen Expired DE565289C (de)

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