DE56335C - Spielzeug mit durch Schallwellen hervorgerufener Drehbewegung - Google Patents
Spielzeug mit durch Schallwellen hervorgerufener DrehbewegungInfo
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- DE56335C DE56335C DE189056335D DE56335DD DE56335C DE 56335 C DE56335 C DE 56335C DE 189056335 D DE189056335 D DE 189056335D DE 56335D D DE56335D D DE 56335DD DE 56335 C DE56335 C DE 56335C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63H—TOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
- A63H5/00—Musical or noise- producing devices for additional toy effects other than acoustical
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Erfindung bezweckt, die Schallwellen oder Stöfse, welche auf die atmosphärische
Luft oder ein anderes schwingendes Medium durch die menschliche Stimme oder ein anderes
künstliches oder mechanisches Mittel übertragen werden, als Betriebskraft nutzbar zu machen.
Ein Trommelfell trägt in der Mitte eine Nadel oder einen Stift, der bis zum Umfang
einer Scheibe oder eines Rades reicht, das auf einer Achse sitzt, welche in mit dem Gehäuse
verbundenen Lagern läuft. Die Umfläche oder äufsere Kante der Scheibe ist gerauht oder gezahnt,
damit, wenn Schallwellen gegen das Trommelfell wirken, die Schwingungen desselben
mittelst der Nadel eine Bewegung bezw. Drehung der Scheibe in einer Richtung veranlassen.
Die Geschwindigkeit dieser Bewegung ändert sich nach der Stärke des Schalles und
dem Ausschlag und den Schwingungen des Trommelfelles.
Auf der Achse, welche die Scheibe trägt, kann ein Rad oder eine Scheibe angebracht
werden, so dafs durch Schnur- oder Zahnantrieb die umlaufende Bewegung der Scheibe
und der Achse auf eine mechanische Figur oder irgend einen anderen Bewegungsmechanismus
übertragen werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Querschnitt durch das Gehäuse, welches die Vorrichtung enthält, durch welche
die Schallwellen zur Erzeugung umlaufender Bewegung nutzbar gemacht werden,
Fig. 2 ein Grundrifs der Vorrichtung.
Fig. 3 veranschaulicht eine Einrichtung, um die Schwingungen des Trommelfelles zu verstärken,
das die Nadel trägt; es werden die Schwingungen einer gröfseren Platte übertragen,
auf welche die Schallwellen zuerst einwirken.
Fig. 4 zeigt im Schnitt das Fell, welches über eine trichterförmige Oeffnung ausgespannt
ist, in welcher die Schallwellen gesammelt werden, und
Fig. 5 und 6 veranschaulichen die Anwendung der Erfindung für mechanisch bewegte
Spielzeuge.
Mit Bezug auf die Fig. 1 und 2 ist α ein
Gehäuse, welches eine Scheidewand b mit mittlerem Loch c hat, über welches ein Stück
Pergament, Leder oder anderes geeignetes Material gespannt ist, welches das Trommelfell
d bildet. Das Trommelfell hat in der Mitte ein kleines Loch, in welches ein Stück Gummi
u. s. w. e dicht eingekittet ist; das Gummistück trägt eine feine Nadel oder einen Stift f. Auf
einer Welle g, die rechtwinklig gegen die Nadel f und ein wenig seitlich von derselben
liegt und in den Lagern, h des Gehäusedeckels läuft, ist eine Scheibe i angeordnet, deren Umfang
gerauht oder gezahnt ist. In das Loch c der Scheidewand b ist der eine Schenkel eines
kurzen Knierohres / eingesetzt, ' dessen anderes Ende durch die Seitenwand des Kastens a
hindurchgeht und ein Mundstück k aufnimmt. Wird in dieses Mundstück hineingesprochen
oder gesungen u. s. w., so wird eine rasche Folge von Schallwellen oder Stöfsen der atmosphärischen
Luft veranlafst, die durch das Rohr j nach der Oeffnung c übertragen werden,
wo sie gegen das Trommelfell d treffen und eine schnelle Schwingung desselben sowie
der daran befestigten Nadel f veranlassen; bei dieser Bewegung trifft die Nadel jedesmal,
wenn sie nach oben geht, gegen den Umfang
der gerauhten Scheibe f. Es wird also durch diese Vorrichtung die Scheibe gedreht, und
schon nach wenigen Umdrehungen unterstützt das Beharrungsvermögen der Scheibe die Stetigkeit
und Beschleunigung der Bewegung. Wird eine weitere Unterstützung für erforderlich gehalten,
so kann auf der Achse g ein kleines Schwungrad I angebracht werden.
Ebenso ist eine Schnurscheibe m oder ein Zahnrad auf der Achse g vorgesehen, durch
welche die erzeugte umlaufende Bewegung der Achse g auf mechanisch bewegte Figuren oder
andere Bewegungsvorrichtungen übertragen werden kann.
Aufser dem Trommelfell d kann ein zweites und gröfseres Trommelfell n, Fig. 3, ohne
Nadel oder Stift angewendet werden, welches über ein trichterförmiges Rohr ο gespannt ist;
es werden dabei die Schwingungen dieses gröfseren Trommelfelles auf das kleinere d
durch feine Schnüre ρ oder Federn r übertragen. Eine oder mehrere concave Flächen oder
eine Anzahl Zungen oder Federn können angewendet werden, um die Schallwellen zurückzuwerfen,
um sie zu concentriren und intensiver wiederzugeben. Zu demselben Zwecke ist die Oeffnung c trichterartig ausgebildet und
das Trommelfell über, diese Oeffnung ausgespannt (Fig. 4).
Anstatt die Nadel mit einem Trommelfell zu verbinden, kann sie mit einer oder einer
ganzen Anzahl von Federn verbunden werden, die durch die Schallwellen in Schwingung gesetzt
werden.
Nach Fig. 5 findet die Erfindung zum Antrieb
eines mechanischen Spielzeuges Anwendung. Das Spielzeug besteht aus einer runden
Platte .5, auf welcher Figuren, Thiere u. s. w. , angebracht sind, die in umlaufende Bewegung
gesetzt werden sollen. Die Platte steckt auf dem oberen Ende einer verticalen Achse t, die
in Lagern im Innern eines Kastens läuft und eine Schnurscheibe f1 trägt. An dem anderen
Ende des Kastens ist eine kleine Trommel u vorgesehen, von der ein Ende entweder durch
den Kastendeckel oder durch ein rundes Stück Holz ν geschlossen ist, das drei oder mehr
Löcher hat, über welche die Trommelfelle d d1 d"1 mit den Nadeln ff1/2 gespannt sind,
welche die Scheiben iil und i2 in Umdrehung
setzen. Diese Drehung wird durch die Schnur»" auf die verticale Achse t mit der die Figuren
tragenden Scheibe s übertragen; die umlaufende Bewegung der letzteren dauert so lange, als
die Trommel geschlagen wird.
. Nach Fig. 6 werden die Neuerungen an einem anderen mechanischen Spielzeug angewendet, das einen Flickschuster vorstellt. Der Arm χ desselben ist ein loses, um einen Stift drehbares Glied; der Stift geht durch die Bildfläche hindurch und hat an dem Ende eine Art Muffe, mit welcher ein gebogener Draht j' verbunden ist, der auf einem Finger yl aufliegt, welcher bei jeder Umdrehung der Scheibe i durch zwei oder mehr Ansätze. \ an der Scheibe i nach einander gehoben wird; hierdurch wird der Stift, um welchen sich der Arm dreht, zur theilweisen Drehung veranlafst, wodurch der Arm χ gehoben und fallen gelassen wird, so dafs die Figur Hammerschläge auszuführen scheint. Das Trommelfell d und die Nadel f werden, wie vorher erwähnt, dadurch in Schwingung gesetzt, dafs man in das Mundstück k hineinspricht oder hineinsingt.
. Nach Fig. 6 werden die Neuerungen an einem anderen mechanischen Spielzeug angewendet, das einen Flickschuster vorstellt. Der Arm χ desselben ist ein loses, um einen Stift drehbares Glied; der Stift geht durch die Bildfläche hindurch und hat an dem Ende eine Art Muffe, mit welcher ein gebogener Draht j' verbunden ist, der auf einem Finger yl aufliegt, welcher bei jeder Umdrehung der Scheibe i durch zwei oder mehr Ansätze. \ an der Scheibe i nach einander gehoben wird; hierdurch wird der Stift, um welchen sich der Arm dreht, zur theilweisen Drehung veranlafst, wodurch der Arm χ gehoben und fallen gelassen wird, so dafs die Figur Hammerschläge auszuführen scheint. Das Trommelfell d und die Nadel f werden, wie vorher erwähnt, dadurch in Schwingung gesetzt, dafs man in das Mundstück k hineinspricht oder hineinsingt.
Durch Herstellung eines Schneckengewindes auf der verticalen Welle i, Fig. 5, oder auf
der die Scheibe in Fig. 6 tragenden Welle und Anbringung des gezahnten Rades an dem Ende
der Stiftwalze eines Musikwerkes wird diese Walze gedreht und die Bewegung auf die
Zähne des Stimmenkammes übertragen, so dafs neben der Bewegung der Figuren auch noch
das Spielen eines Stückes veranlafst wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zur Erzeugung von Drehbewegung durch die schwingende Bewegung von Schallwellen, bestehend aus einem oder mehreren Trommelfellen (d) mit Nadeln (f), welche in Triebe der zu drehenden Welle greifen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE56335T | 1890-04-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56335C true DE56335C (de) | 1891-05-06 |
Family
ID=34584288
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189056335D Expired DE56335C (de) | 1890-04-19 | 1890-04-19 | Spielzeug mit durch Schallwellen hervorgerufener Drehbewegung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56335C (de) |
-
1890
- 1890-04-19 DE DE189056335D patent/DE56335C/de not_active Expired
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