DE562183C - Als Andruckmaschine verwendbare Rotationstiefdruckmaschine fuer Bogen - Google Patents

Als Andruckmaschine verwendbare Rotationstiefdruckmaschine fuer Bogen

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DE562183C
DE562183C DES87865D DES0087865D DE562183C DE 562183 C DE562183 C DE 562183C DE S87865 D DES87865 D DE S87865D DE S0087865 D DES0087865 D DE S0087865D DE 562183 C DE562183 C DE 562183C
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Germany
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F9/00Rotary intaglio printing presses
    • B41F9/002Sheet printing presses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 22. OKTOBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 562183 KLASSE 15 d GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Oktober 1928 ab
Es sind Andruckmaschinen für Tiefdruck bekannt, die nur einen Druck von Zylindern verschiedener Durchmesser und verschiedener Längen anfertigen, die aber niemals einen sich genau deckenden Gesamtdruck von verschiedenen Zylindern auf einen Bogen, z. B. einen Farbdruck gelb, rot, blau, verfertigen.
Andere bekannte Andruckmaschinen können den Gesamtdruck bloß von einer Gattung von Zylindern, und zwar in bestimmten Ver-. hältnis, z. B. 2 : 1, herstellen.
Gegenstand der Erfindung ist eine als Andruckmaschine verwendbare Rotationstiefdruckmaschine für Bogen, die imstande ist, genau sich deckende Abdrucke von jedem Zylinderdurchmesser anzufertigen, was dadurch erzielt wird, daß der Kupferzylinder eine ständige, jedoch abwechselnd entgegengesetzte Bewegung und der Druckzylinder eine periodisch gleichgerichtete Bewegung aufweist.
Dadurch ist die Maschine imstande, mit verschieden großen Kupferzylindern mit großer Genauigkeit Farben zu drucken.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar stellen dar:
Abb. ι einen schematischen senkrechten Schnitt durch die Andruckmaschine,
Abb. 2 einen Querschnitt des Druckzylinders,
Abb. 3 die Stellvorrichtung der Zylinder und der Übersetzungsräder,
Abb. 4 eine schematische Ansicht von oben auf die Maschine und
Abb. 5 eine Seitenansicht auf das Segment für das Wechseln der Drehrichtung des Schwungrades.
Die Andruckmaschine besteht aus der Welle i, auf die ein Kupferzylinder 2 aufgesteckt wird. Die Bewegung der Welle 1 besorgen Zahnräder 3, 4, 5, 6, 7, 8, von denen die Zahnräder 5 und 6 elliptisch sind, so daß hierdurch die Räder 4 und 3 und infolgedessen auch die Welle 1 zeitweise eine verlangsamte Bewegung erhalten. Das Einfärben des Kupferzylinders 2 geschieht durch die Farbwalze 9 und das Abwischen des Zylinders 2 durch die Rakel 10.
Der mit einem Gummituch überzogene Druckzylinder 11 (Abb. 2 und 4) ist mit Greifern 12 und der Spannvorrichtung 13, 14 für das Gummituch versehen.
Auf der Welle 15 des Druckzylinders 11 dreht sich frei das Zahnrad4, mit dem das elliptische Zahnrad 5 auf der Welle 15 verbunden ist. Ein Zahnrad 16, dessen Durchmesser mit dem des Zahnrades 4 übereinstimmt, ist auf die Welle 15 aufgekeilt; die eine Seite ι J des Zahnrades 16 ist abgeschnitten.
Die Zahnräder 4 und 16 haben Öffnungen 18 und 19, in die der Einfallbolzen 20 einfällt, der am Zahnrad 16 befestigt ist; der Bolzen 20 fällt in das Zahnrad 4 nur dann ein,
wenn er durch die Scheibe 34 freigegeben wird, sobald ein Andruck hergestellt werden soll, und er springt nach einer Umdrehung des Zylinders 11 heraus.
Auf der Welle 22, auf der das Zahnrad 8 befestigt ist, sitzt die Antriebsriemenscheibe 21. Die Zahnräder 6 und 7 sind auf einer gemeinsamen Zwischenwelle 23 angebracht.
Um die Unilaufrichtung des Kupferzylinders2 zu wechseln, können an beiden Seiten der Riemenscheibe 21, auf die der Antrieb der Maschine übertragen wird, zwei lose Riemenscheiben 26, 27 angebracht werden. An einer Riemenscheibe ist der Riemen 28 gekreuzt, während der Riemen 29 auf der Riemenscheibe 21 offen läuft. Durch Verschieben des Riemenschiebers 30 und damit der beiden Riemen 28, 29 wird die Laufrichtung der Riemenscheibe 21 und damit des Zahnrades 8 gewechselt. Zu diesem Zwecke ist der Riemenschieber 30 mit dem einen Arm 38 eines Winkelhebels verbunden, dessen anderer Arm 39 zwischen zwei Anschlägen 40, 40' endet. Diese Anschläge sind an einem Zahnsegment 41 angeordnet, der in Eingriff mit dem Zahnrad 42 .auf der Welle 1 steht. Beim Drehen der Welle 1 in einer Richtung (Abb. 5) schlägt der Anschlag 40 auf den Arm 39, wobei der Hebel 38 den Riemenschieber 30 verschiebt, so daß eine Drehbewegung im umgekehrten Sinne entsteht, d. h. die Welle 1 wird sich in umgekehrter Richtung drehen, wobei wieder der zweite Anschlag 40' in Tätigkeit kommt und die Drehrichtung der Welle 1 umkehrt. Wenn die Andruckmaschine in Tätigkeit gebracht wird, drehen sich die Zahnräder 8, 7, 6, 5, 4 und 3 und damit auch der Kupferzylinder 2. Da aber die miteinander verbundenen Zahnräder 4 und 5 lose auf der Druckzylinderwelle 15 sitzen, bleiben diese sowie der Druckzylinder 11 und das Zahnrad 16 stillstehen; der Einfallbolzen 20 ist nämlich aus dem Zahnrad 4 herausgezogen und wird durch den ringförmigen Anschlag 31 und die schiefe Fläche 32 so gehalten, daß der Einfallbolzen 20 in die Öffnung 18 des umlaufenden Zahnrades 4 nicht einfallen kann. Infolge der beständigen Drehung der Welle 1 kann die Farbe auf dem Kupferzylinder 2 nicht trocknen. Die schiefe Fläche 32 ist an der verschiebbaren Stange 33 befestigt, die durch die Feder des Einfallbolzens 20 auf die unrunde Scheibe 34 gedrückt wird, die um den Zapfen 35 drehbar ist und in ihrer Lage durch die Feder 36 gesichert ist. Auf den stillstehenden Druckzylinder 11 legt der Drucker den Bogen an und drückt auf den Hebel 37. Durch teilweises Drehen des Hebels 37 in Richtung des Pfeiles (Abb. 4) dreht sich auch die Scheibe 34 etwas; die verschiebbare Stange 33 mit der schiefen Fläche 32 läßt den Einfallbolzen 20 los, so daß dieser, unter dem Einfluß der auf den Ring 31 drückenden Feder, sobald die öffnungen 18, 19 sich decken, in die Öffnung 18 des umlaufenden Zahnrades 4 eindringt; der Druckzylinder 11 wird dadurch gedreht. Das Eindringen des Einfallbokens 20 in die Öffnung 18 geschieht dann, wenn das Zahnrad 4 infolge der elliptischen Räder S und 6 sich am langsamsten dreht. Sobald der Druckzylinder 11 mit seiner mit einem Gummituch überzogenen Fläche, auf der der zu bedruckende Bogen liegt, den Kupferzylinder 2 berührt, wird dessen Bild auf dem Druckbogen abgedruckt. Durch Loslassen des Hebels 37 kehrt die Scheibe 34 unter dem Einfluß der Feder 36 in ihre ursprüngliche Lage zurück und schiebt die Stange 33 mit der schiefen Fläche 32 vor, an die der Einfallbolzen 20 nach einer Drehung des Druckzylinders 11 mit seinem ringförmigen Anschlag 31 anfährt; infolgedessen wird der EinfallbolEen 20 aus der Öffnung 18 des umlaufenden, lose auf der Druckzylinderwelle 15 sitzenden Zahnrades 4 herausgeschoben. Dieses sowie die Zahnräder 8, 7, 6, 5 und 3 drehen sich also weiter, während der Druckzylinder 11 unter der Wirkung einer Bremse stehenbleibt.
Auf den nun stillstehenden Druckzylinder 11 tauscht der Drucker den bedruckten Bogen gegen einen neuen Bogen aus und bringt den Einfallbolzen 20 von neuem in Tätigkeit.
Für mehrere Drehungen des Druckzylinders 11 wird die Scheibe 34 um ungefähr 900 gedreht; in dieser Lage wird sie auch durch die Feder 36 gesichert. Die Stange 33 mit der schiefen Fläche 32 bleiben also so verschoben, daß sie auf den Einfallbolzen 20 nicht wirken, der nunmehr in der Öffnung 18 des Zahnrades 4 eingeschoben bleibt.
Das Gummituch auf dem Druckzylinder 11 muß so lang sein, wie der Umfang des dicksten, auf der Welle 1 aufgebrachten Kupferzylinders 2 beträgt. Wenn wir von einem schwächeren Kupferzylinder drucken wollen, tauschen wir den Kupferzylinder 2 gegen einen schwächeren Zylinder aus, wie dies in Abb. ι mit gestrichelten Linien angedeutet ist. Das Zahnrad 3 tauscht man gegen ein kleineres Zahnrad 3, dessen Umfang dem kleineren Zylinder 2 entspricht. Mit den Schrauben 24 für die Lager 25 der Welle 1 verschieben wir diese um so viel näher an den Druckzylinder 11, wie sich der Radius des 1x5 Zylinders 2 verringert hat (Abb. 3). Damit sich nun das Druckbild nicht am Gummituch beispielsweise zweimal abdruckt, verkürzen wir die Unterlagen unter dem Gummi des Druckzylinders 11. Durch diese Maßnahme geht der Rest des Gummituchs zwischen den Zylindern ohne Pressung und -somit auch ohne
5621S3
Druck durch. Selbstverständlich ist es, daß, wenn der Kupferzylinder 2 einen kleineren Radius hat, die Einfärbvorrichtung 9 und die Rakel 10 entsprechend näher gerückt werden muß (Abb. 3).
Durch diese einfache Vorrichtung sind die Mangel der heutigen Andruckmaschinen behoben, welche Abdrücke nur von einem solchen Walzendurchmesser anfertigen können, auf welchen sie berechnet sind.
Solange der Umfang des Zahnrades4 gleich dem zwei-, drei- oder vierfachen Umfang des Zahnrades 3 ist, könnte die Andruckmaschine sich beständig in einer Richtung drehen, denn der Druck kommt immer auf dieselbe Stelle am Gummituch des Druckzylinders 11. Wenn aber das Verhältnis der Zylinder in Brüchen ausgedrückt ist (z. B. 1 : 3,45 usw.), müssen wir die Übersetzungen mit einem selbsttätigen Umschalter versehen, so daß der Kupferzylinder einige Umdrehungen vorwärts und ebensoviele Umdrehungen rückwärts macht, damit der Druck stets auf dieselbe Stelle kommt.
Die Zahnräder 4, 5, 6, 7 wurden beispielsweise drei Umdrehungen des Kupferzylinders 2 vorwärts und drei Umdrehungen rückwärts bewirken. Dies allerdings bedingt das selbsttätige Auf- und Zuklappen der Rakel 10 zu geeigneter Zeit.
Der Kupferzylinder 2 macht darum so viel Umdrehungen rückwärts, wie er Umdrehungen vorwärts gemacht hat, damit kein bestimmtes Verhältnis zwischen den Zylindern 11 und 2 sein muß, wie es bei den bisherigen Andruckmaschinen der Fall ist, bei denen sich die Zylinder immer in derselben Richtung drehen. Dadurch wird erzielt, daß der Kupferzylinder 2 nach seiner Rückdrehung auf dieselbe Stelle kommt wie bei dem vorherigen Drucke.
Am Schlüsse der ersten Umdrehung des Kupferzylinders 2 löst sich der vorher freigegebene Einfallbolzen 20 und neigt sich die Rakel 10. Bei der zweiten springt der Einfallbolzen ein, und es entsteht der Druck. Bei der dritten Umdrehung, genauer ausgedrückt an der Grenze der zweiten und dritten Umdrehung, springt der Einfallbolzen 20 heraus. Das Rackelmesser wird gehoben, und der Kupferzylinder macht unter Änderung seiner Bewegungsrichtung eine Rückbewegung um abermals drei Umdrehungen, bei denen allerdings der Druckzylinder stillsteht. Während dieser Zeit wird der bedruckte Bogen vom Druckzylinder abgenommen und ein frischer Bogen aufgelegt. Bei der nächsten selbsttätigen Änderung der Bewegungsrichtung des Kupferzylinders wiederholt sich der beschriebene Arbeitsvorgang.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Als Andruckmaschine verwendbare Rotationstiefdruckmaschine für Bogen, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupferzylinder (2) eine ständige, jedoch abwechselnd entgegengesetzte Bewegung und der Druckzylinder (11) eine periodisch gleichgerichtete Bewegung aufweist.
2. Andruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupferzylinder (2) während der Zeit, in der der Druckzylinder (11) stillsteht, sich rückwärts dreht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
gedruckt in der reichsdrcckekEI
DES87865D 1928-10-16 1928-10-16 Als Andruckmaschine verwendbare Rotationstiefdruckmaschine fuer Bogen Expired DE562183C (de)

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