DE215903C - - Google Patents

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DE215903C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F13/00Common details of rotary presses or machines
    • B41F13/0008Driving devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

bet
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15tf.. GRUPPE
in LONDON.
Ro tati on sdr uckpresse.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Dezember 1908 ab.
Die Erfindung betrifft Rotatiönspressen für lithographischen Druck, und zwar insbesondere solche, bei denen die Zeichnung von der Platte zunächst auf ein Gummiblatt o. dgl. übertragen und erst von diesem auf das Papier gedruckt wird. Bei Pressen dieser Art kommt es sehr leicht vor, daß ein Schmieren oder Schmitzen entsteht, wenn durch nicht genau passende Aufzüge entweder am Plattenzylinder
ίο oder am Übertragzylinder deren Durchmesser auch nur um Größen wie o,i mm voneinander abweichen.
Die Erfindung bezweckt, dieses Schmieren durch ein einfaches Mittel zu vermeiden und besteht darin, daß zum Antrieb der Zylinder neben dem gebräuchlichen Zahngetriebe noch Reibräder benutzt werden, die so abgemessen sind, daß sie den toten Gang der Zahntriebe ausschalten. Zu diesem Zweck werden nach der Erfindung der treibende und der getriebene . Zylinder durch Reibscheiben derart gekuppelt, daß die beiden Scheiben .sich an ihrem Umfang berühren. Dabei wird der Durchmesser der treibenden. Scheibe um einen sehr kleinen Betrag größer genommen als der Durchmesser der getriebenen Scheibe. Auf diese Weise würde der getriebene Zylinder gegenüber dem treibenden mit Bezug auf die gleichzeitig zwischen beiden vorhandene Zahnradkupplung eine Voreilung erhalten, und es müßte also zwischen beiden Reibscheiben dauernd ein gewisses Maß von Schlüpfung bestehen. Dies wird dadurch vermieden, daß auf einem Teil des Umfanges eine oder beide Reibscheiben an ihren Rändern Aussparungen haben, so daß an diesen Stellen des Umlaufs der getriebene Zylinder frei ist, gegenüber dem treibenden wieder zurückzubleiben, da er hier nur durch ' die Zahnradkupplung angetrieben wird.
Die" Druckplatte und das Übertragungsblatt werden so bemessen, daß sie nur diejenigen -Teile der Walzenumfänge bedecken, welche den wirkenden Umfangsteilen der Reibscheiben entsprechen. Die gegenseitige Verschiebung der Walzenumfänge gegeneinander, die an den Stellen stattfinden . muß, wo sich die Aussparungen an den Umfangen der Reibscheiben befinden, hat also keinen Einfluß auf das Arbeitsergebnis.
In der Zeichnung ist
Fig. ι eine Vorderansicht der drei Zylinder einer sogenannten Harrispresse.
Fig. 2 bis 4 sind schematisch gehaltene Schnitte durch die Ebenen der Reibscheiben.
Fig. 5 und 7 sind schematisch gehaltene Dar-Stellungen verschiedener Ausführungsformen des zugehörigen Zahnradgetriebes und
Fig. 6 und 8 senkrechte Schnitte durch das Zahnradgetriebe.
In den Figuren ist α die Übertragwalze, b die Platten walze und c die Druckwalze. Die Achsen der drei Walzen sind durch das Zahnradgetriebe 3 bis 7 miteinander gekuppelt. Außerdem sind alle drei Walzen mit Reibringen oder -scheiben 1 ausgestattet, deren Anordnung den Gegenstand der Erfindung bildet. In Fig. 2 erscheinen die Reibscheiben 1 im Schnitt und man erkennt, daß die Reibscheibe der
Übertragwalze α an ungefähr der Hälfte ihres Umfanges mit einer Aussparung 2 versehen ist. Die Walzen laufen im Sinne der eingezeichneten Pfeile, und die Übertragwalze α ist die treibende, die Plattenwalze b und die Druckwalze c sind die getriebenen. Das Getriebe ist in dem Augenblick dargestellt, in dem der mit vollem Umfang versehene Teil der treibenden Übertragwalze α mit dem Umfang der Platten walze b in Berührung kommt. Die Plattenwalze wird also von diesem Zeitpunkt an durch das Reibrädergetriebe mitgenommen, und da der erhabene Teil des Umfanges von a einen etwas größeren Halbmesser · hat als b, so erhält δ während dieses Teiles des Umlaufs eine kleine Voreilung. Sobald dann der Berührungspunkt zwischen α und b auf den vertieften Teil des Umfanges von α übergeht, ist die Reibungskupplung wieder ausgeschaltet, und die beiden Walzen können sich nach der Zahnradkupplung, einstellen.
Derselbe Vorgang verläuft in derselben Weise zwischen den Walzen α und c, wobei ebenfalls a die treibende und c die. getriebene ist.
Anstatt eine Aussparung am Umfange der treibenden Walze, α anzubringen, kann auch der Umfang ringsum voll angenommen werden, während die erforderlichen Aussparungen an den Walzen b und c angebracht werden (Fig. 3).
Endlich kann auch nach Fig. 4 an jeder der drei.Walzen eine Aussparung vorgesehen werden.. Die Wirkung ist in allen Fällen die gleiche. . Bei der Verwendung der Presse werden durch passende Aufzüge oder Zurichtungen die Oberflächen der arbeitenden Teile der Zylinder auf genau dieselben Halbmesser gebracht, welche die zugehörigen Reibscheiben besitzen, und es gelingt durch dieses einfache Mittel, das Schmieren vollständig zu vermeiden und reine und scharfe Abdrücke zu erzeugen.
Zur. Ausführung der Erfindung dient vorzugsweise das Zahnradgetriebe, das iri den Fig. 7 und 8 dargestellt ist. Auf der Welle der Druckwalze. c sitzt lose drehbar das Zahnrad 4, das von dem Trieb 8 auf der Hauptantriebswelle 9 getrieben wird. Auf die Welle des Übertragzylinders α ist das. Zahnrad 3 fest aufgekeilt, das einerseits in das lose Zahnrad 4 und andererseits in einen Zahnkranz 6 auf einer Nabe 5 eingreift, die auf die Welle der Druckwalze c fest aufgekeilt ist. Wird also der Antrieb eingerückt, so wird durch das lose Zahnrad 4 zunächst das Zahnrad 3 der Übertragwalze und von diesem das Zahnrad 6. der Druckwalze angetrieben. Durch Spannschrauben 7 kann der Zahnkranz 6 auf der Nabe 5 der Druckwalze in jeder gewünschten Stellung : festgezogen werden, so daß die Möglichkeit besteht, die gegenseitige Stellung der Walzen mit Bezug auf die vertieften Teile der ■ Reibräder nach Bedarf. zu wählen
Die Zahnradkupplung zwischen der Übertragwalze α und der Plattenwalze 5 ist in genau gleicher Weise ausgeführt, derart, daß der Antrieb des Zahnrades 3 auf den Zahnkranz 6' und von diesem auf die Nabe 5' der Plattenwalze b übertragen wird, wobei durch Spannschrauben 7' die entsprechende Einstellung der Plattenwalze ermöglicht ist. Das lose Zahnrad 4' auf der Nabe 5' dient in diesem Falle zum Antrieb des Rades 10, das seinerseits das in den Fig. 2 und 7 angedeutete Farbwerk antreibt.
Unter. Umständen wird eine Ausführungsform des Antriebes vorgezogen werden, wie sie in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist. In diesem Fall ist die Hauptantriebswelle durch einen Trieb 8' mit dem auf der Welle des Übertragzylinders festgekeilten Zahnrad 12 gekuppelt, und dieses greift in die Zahnräder 13 und 14 auf den Wellen des Plattenzylinders und des Druckzylinders ein. . Das Farbwerk wird in diesem Falle unter Umgehung des die Walzen treibenden Zahngetriebes durch eine besondere Welle 15 angetrieben, die durch Kegelräder mit der Hauptantriebswelle und der Antriebswelle des Farbwerks gekuppelt sein kann.
Die Größe des Unterschiedes zwischen dem Durchmesser der treibenden Reibscheibe auf der Übertragwälze α einerseits und den Durchmessern . der Reibscheiben auf der Plattenwalze b und der Druckwalze c andererseits muß je nach Umständen verschieden angenommen werden, um die beabsichtigte Wirkung herbeizuführen. Bei der gebräuchlichen Ausführungsgröße von Pressen dieser Art genügt in der Regel ein Unterschied von 0,05 bis 0,1 mm. ...

Claims (5)

Patent-Ansprüche: 1oo
1. Rotationsdruckpresse, . dadurch 'gekennzeichnet, daß außer der gebräuchlichen Zahnradkupplung zwischen treibendem und getriebenem Zylinder für einen Teil des Umfanges eine Reibungskupplung vorgesehen ist, deren Übersetzungsverhältnis derart, angenommen ist, daß der getriebene Zylinder gegenüber dem Übersetzungsverhältnis der Zahnradkupplung eine geringe Voreilung erhält. . ...
2. Rptationsdruckpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder mit Reibscheiben (1) ausgestattet sind, die so abgemessen sind, daß sie sich nur aneinem Teil ihres Umfanges berühren.
3. Rotationsdruckpresse für lithographischen Druck durch Übertragung auf eine Gummiplatte 0. dgl., nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibscheiben des Übertragzylinders einen größeren Durchmesser erhalten als die des Platten- und Druckzylinders, wobei der
Platten- und der Druckzylinder von dem Übertragzylinder angetrieben werden.
4. Rotationsdruckpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckzylinder und der Plattenzylinder je mit einem Paare von Zahnrädern (4, 6, 4', 6') ausgestattet ist, von denen das eine fest und das andere lose ist, und der Übertrag-' zylinder mit einem festen Zahnrad (3), das . sowohl in die. festen wie die losen Zahnräder der beiden anderen Zylirider eingreift, wobei der Antrieb auf das lose Zahnrad (4) des. Druckzylinders übertragen wird und das lose Zahnrad (4') des Plattenzylinders das Farbwerk antreibt.
5. Rotationsdruckpresse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Zahnräder (6 und 6') auf dem Druckzylinder und deni Plattenzylinder derart verstellbar gemacht sind, daß sie gegen die Welle gedreht und in jeder gewählten Stellung festgespannt werden können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740190C (de) * 1941-04-24 1943-10-14 Koenig & Bauer Schnellpressfab Antrieb fuer Reihenrotationsdruckmaschinen
DE19545114A1 (de) * 1995-12-04 1997-06-05 Heidelberger Druckmasch Ag Antrieb für mehrere Übertragungszylinder einer Druckmaschine

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